Oldie but Goldie - Phosphatproblem

  • Hi all,

    mal wieder ein Dauerbrennerthema, der Phosphatwert und wie man etwas dagegen unternehmen kann.

    Folgende Konstellation: Nach der Uebernahme eines 450l Beckens (plus TB) kaempfe ich mit einem Phosphatwert von >0,5 - eventuell sogar bis fast 1,0 (bei Rowa deutlich ueberhalb des Hoechstwertes von 0,45 und Salifert zeigt zwischen 0,5 und 1 an, ist schlecht abzulesen auf der Skala). Alle anderen Werte sind unauffaellig gut, Nitrat liegt bei 10-20 (auch hier habe ich Probleme, die Skala zu 100% mit meinem Proebchen in Einklang zu bringen :winking_face: ).

    Der Vorbesitzer hatte schon etwas Probleme mit Phosphat, damals war der Wert wohl bei ~ 0,3. Dachte mir nach dem Umzug des Beckens auch nicht wirklich etwas dabei, aber nun sind zwei Monate verstrichen und so langsam sollten sich ja die Effekte des Umzuges gelegt haben. Neue tote Steine, Sand oder Riffrueckwaende sind seither mit Ausnahme einer sehr kleinen Riffsaeule (das ist aber auch schon wieder einen Monat her) nicht eingebracht worden. Im Technikbecken habe ich Caulerpa- und Drahtalgen, ausserdem laeuft seit dem Aufbau des Beckens permanent Phosphatadsorber mit. Das Osmosewasser habe ich auf Phosphat geprueft, ohne Befund.

    Das einzige, was mir noch einfaellt, waere der Salat, den ich taeglich an Fuchs und Dok fuettere und in Ermangelung von Alternativen (Salat oder Loewenzahn etc aus dem Garten) im Supermarkt beschaffe. Hier liest man ja, dass das u.U. fuer so etwas verantwortlich sein koennte. Muss aber nicht.

    Hm... Uebersehe ich etwas bei meinen Ueberlegungen?

    Direkt Probleme habe ich im Becken nicht. Fuer mich sieht das alles sehr gut aus. Trotzdem wuerde ich gerne von diesem Phosphatwert runter. Beispielsweise deswegen, weil die Hystrix Korallen, die ich pflege, schon eher weinrot als rosa ausschauen und auch recht gedrungen wachsen. So spezialisten wie Ulrike Hardt koennten mir daran wahrscheinlich schon den Phosphatwert auf die zweite Nachkommestelle genau schaetzen. :winking_face:

    Vielen Dank fuer Eure Ideen und Hilfe,
    Martin

  • Hallo,
    welchen Phosphatabsorber benutzt du denn ? Bei mir haben manche Absorber fast keine Wirkung gezeigt, andere hingegen holen richtig etwas raus.

  • Hall Martin,

    da Du mich schon ansprichtst, ich habe das Wasser mit sauberem Wasser auf das 4fache verdünnt und mit Rowa gemessen. Da ist das Ablesen dann keine Kunst mehr.
    Den Salifert kann man mit etwas Übung und Vergleichsmessungen auch ganz gut einschätzen, aber natürlich nicht so genau.
    Das mit dem Salat.. weiß nicht, ob der Düngemittel speichert. Ich verfüttere eh lieber Norialgen.

    Prüf mal den Sand (auskochen )
    Gggf Zug um Zug austauschen. Im Ablegerbecken hatte ich lange Zeit hohe Werte vermutlich durch alten Sand.
    Ich probier grad das bilige Diakant B, aber ohne Erfolg bisher.Alles andere war mir zu teuer.

    Die Farbe der hystrix hängt wohl eher vom Licht ab. Bei blaulicht können sie rosa werden. Und wenn die Blauröhren flau werden (nach 3-4 Monaten schon) wieder rot.
    Das mit der Wuchsform ist aber wohl tatsächlich so.

    Grüße
    Ulrike

  • Zitat

    Original von Thomas Labuske
    welchen Phosphatabsorber benutzt du denn ? Bei mir haben manche Absorber fast keine Wirkung gezeigt, andere hingegen holen richtig etwas raus.

    Tja keine Ahnung. :winking_face: Sind so halbdransparente Plastiksaeckchen mit jeweils ich schaetze mal 1-2kg groben Granulat, groesstenteils schwarz mit einzelnen hellen Koernern. Habe ich auch vom Vorbesitzer uebernommen. Kann ihn aber fragen, wo er das Zeugs her hat.

    Wechseln tu ich alle 1-2 Wochen, man muss da natuerlich auch immer drandenken. :winking_face: Es kommt immer eine Handvoll ins Becken, in einen Nylonstrumpf direkt unter den Einfluss ins Technikbecken.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Zitat

    Original von Ulrike Hardt
    da Du mich schon ansprichtst,

    Hihi. Du hattest vor Monaten mal in einem anderen Thread meinen Phosphatwert auf die zweite Nachkommestelle genau geschaetzt anhand eines Bilder einer Hystrix. Das hat mich beeindruckt. :winking_face:

    Zitat

    Original von Ulrike Hardt
    ich habe das Wasser mit sauberem Wasser auf das 4fache verdünnt und mit Rowa gemessen. Da ist das Ablesen dann keine Kunst mehr.
    Den Salifert kann man mit etwas Übung und Vergleichsmessungen auch ganz gut einschätzen, aber natürlich nicht so genau.

    Hey super Idee. Warum komm ich nicht selbst auf so ne banale Methode?

    Das mit dem Salat wuerde mich halt interessieren. So kann man ja praktisch Synergieeffekte nutzen, denn Salat isst hier in der Wohnung auch der menschliche Besatz.

    Norialgen scheinen echt beliebt zu sein. Habe gelesen, dass man die auch beim Asiashop kaufen kann. Ist dies noch so und ist das deutlich billiger als im Fachgeschaeft?

    Zitat

    Original von Ulrike Hardt
    Prüf mal den Sand (auskochen )
    Gggf Zug um Zug austauschen. Im Ablegerbecken hatte ich lange Zeit hohe Werte vermutlich durch alten Sand.

    Gut, der Sand ist natuerlich nicht neu. Teilweise aus dem uebernommenen Becken und dort zwischen 1,5 und 3 Jahre alt (ein Teil wurde dort auch aus einem Vorgaengerbecken uebernommen) und teilweise aus meinem alten Becken und 1,5 Jahre alt. Finde es an sich toll, dass der Sand lebt, denn das freut ja sicherlich den Bodenbesatz. Auskochen oder austauschen wuerde ja bedeuten, die Biologie im Becken signifikant zu aendern und auch in gewisser Weise zurueck zu werfen.

    Zitat

    Original von Ulrike Hardt
    Die Farbe der hystrix hängt wohl eher vom Licht ab. Bei blaulicht können sie rosa werden. Und wenn die Blauröhren flau werden (nach 3-4 Monaten schon) wieder rot.
    Das mit der Wuchsform ist aber wohl tatsächlich so.

    Ah interessant. Die Leuchtmittel sind Anfang November beim Aufbau direkt getauscht worden und somit praktisch neu. Insofern muessten die Hystrix doch an sich eine schoene Rosafaerbung zeigen, oder? *gruebel*

    So, werde nun mal Wasser mit Osmosewasser verduennen und dann mit Rowa messen. Melde mich dann nachher mit dem Ergebnis.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo Martin,

    Zitat

    Original von Martin Sebald

    Hihi. Du hattest vor Monaten mal in einem anderen Thread meinen Phosphatwert auf die zweite Nachkommestelle genau geschaetzt anhand eines Bilder einer Hystrix. Das hat mich beeindruckt. :winking_face:

    kann ich mich gar nicht dran erinnern. Aber achte mal drauf bei Fotos. Besonders bei der caliendrum.

    Zitat


    Das mit dem Salat wuerde mich halt interessieren. So kann man ja praktisch Synergieeffekte nutzen, denn Salat isst hier in der Wohnung auch der menschliche Besatz.

    Norialgen scheinen echt beliebt zu sein. Habe gelesen, dass man die auch beim Asiashop kaufen kann. Ist dies noch so und ist das deutlich billiger als im Fachgeschaeft?

    Kopfsalat ess ich selber noch nichtmal. Hächstens Feldsalat. Das mögen die auch.
    Algen sind sehr billig beim Asiaten (6-8 Euro für 50 Blatt). Achte drauf, das kein Öl dran ist.
    Auch andere Algen kann man probieren, manche sind den Viechern anfangs zu hart. Wakame schmeckt mir auch recht gut.

    Zitat


    Gut, der Sand ist natuerlich nicht neu. Teilweise aus dem uebernommenen Becken und dort zwischen 1,5 und 3 Jahre alt (ein Teil wurde dort auch aus einem Vorgaengerbecken uebernommen) und teilweise aus meinem alten Becken und 1,5 Jahre alt. Finde es an sich toll, dass der Sand lebt, denn das freut ja sicherlich den Bodenbesatz. Auskochen oder austauschen wuerde ja bedeuten, die Biologie im Becken signifikant zu aendern und auch in gewisser Weise zurueck zu werfen.

    ne, ich mein nur ne klene Probe kochen und das Wasser messen.
    Sand dann bei hohen Werten evtl per Sieb von Lebewesen trennen und austauschen.
    Aber nicht alles auf einmal!! Dann wird womöglich No2/3 verrückt spielen oder schlimmeres!
    Ich selbst machs erstmal nicht, um zu sehen, wie ein System sich ohne große Eingriffe über die Jahre verhält.
    Ist ja auch kein dringender Handlungsbedarf, bei Dir wohl auch nicht.

    Zitat


    Ah interessant. Die Leuchtmittel sind Anfang November beim Aufbau direkt getauscht worden und somit praktisch neu. Insofern muessten die Hystrix doch an sich eine schoene Rosafaerbung zeigen, oder? *gruebel*


    Das phänomen hatte ich im Nano mit auch recht hohen Werten
    evtl spielen auch Spurenelemente ne Rolle, wechsel dort sehr viel Wasser. Aber, wie gesagt, das blau gehört dazu. Auch die mal grüne, mal braune Monti wird jetzt blaß-braun, nachdem sie sich bei neuer Blauröhre grün gefärbt hatte. Jetzt nach 4 Monaten ist die Röhre total ausgelutscht. Nen billiger Hersteller, aber die anderen sind auch nicht viel besser.

    Grüße
    Ulrike

  • Hi Ulrike,

    auf Dein Post antworte ich nachher ausfuehrlich. Erstmal fertig messen (bin mal wieder dabei, alle fuer mich wichtigen Werte zu messen).

    Phosphat hab ich als erstes gemessen mit Rowa. 5ml Aquarienwasser, 15ml Osmosewasser, Ergebnis 0,34. Das dann wohl mal vier und da waeren wir dann bei 1,36. :winking_face_with_tongue:

    Argn! Hab mich also gut verschaetzt.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo zusammen,

    @Michael- sehe ich das richtig, wenn Du die Zugabe von Calciumhydroxid mit dem Phosphatwert in verbindung bringst?

    Oder habe ich da was falsch verstanden.

    Gruss peter

  • Hallo Martin!

    Bist Du Dir wirklich sicher, dass Dein Phosphatwert bei 1,0 liegt? Wir hatten diesen Wert auch einmal und da hatte sich jeden Tag eine Steinkoralle nach der anderen verabschiedet. Vorallem die Hystrix war die Erste! :winking_face_with_tongue:

    Ein Bekannter brachte uns auf die Idee, Eisenwolle als Phosphatadsorber herzunehmen. Aber nur eine bestimmte Marke, da diese nicht mit irgendwelchen Mitteln behandelt ist. (Ob wir die Marke hier aus Werbegründen nennen dürfen, wissen wir nicht) :confused_face:
    Siehe da, innerhalb kürzester Zeit ging der PO4-Wert schön langsam runter, bis er sich auf 0,3 einpendelte. Durch den Einsatz von Reef Aktif haben wir ihn mittlerweile sogar auf 0,05 gesenkt. :thup

    LG Marion und Dirk

  • Hallo alle zusammen,

    und herzlichen Dank an dieser Stelle auch noch fuer die Antworten.

    Zitat

    Original von Mackelshak
    Hat der Vorbesitzer vielleicht mit Calciumhydroxid o.ä. gearbeitet?

    Keine Ahnung. Allerdings habe ich in dem Fundus der vielen Chemikalienbehaelter auch einen ordentlichen Vorrat von Calciumhydroxid gefunden. Natriumhydroxid gab es glaube ich auch.

    Fuer was braucht braucht man denn Calciumhydroxid und was ist mit "o.ä." denn z.B. noch gemeint?

    Und was kann das fuer Auswirkungen auf den Phosphatwert haben?

    Werde mal anfragen, fuer was diese Chemikalien bislang verwendet wurden. Ausserdem frage ich an, welcher Phosphatadsorber das ist, den ich verwende.

    Zitat

    Original von Ulrike Hardt
    kann ich mich gar nicht dran erinnern. Aber achte mal drauf bei Fotos. Besonders bei der caliendrum.

    Du hast auf jeden Fall recht. Auch bei der Hystrix sieht man das ziemlich gut. Die kann von gedrungen mit vielen Veraestelungen und dicken Aesten bis hin zum Gegenteil schon sehr unterschiedlich aussehen.

    Zitat

    Original von Ulrike Hardt
    Kopfsalat ess ich selber noch nichtmal. Hächstens Feldsalat. Das mögen die auch.
    Algen sind sehr billig beim Asiaten (6-8 Euro für 50 Blatt). Achte drauf, das kein Öl dran ist.
    Auch andere Algen kann man probieren, manche sind den Viechern anfangs zu hart. Wakame schmeckt mir auch recht gut.

    Och, Kopfsalat kann man schon ab und an mal essen. Aber stimmt schon, ist recht fad wenn man da nix dazu macht.

    Das mit dem Asialaden werde ich mal testen und natuerlich drauf achten, dass da kein Oel dran ist. Wuerd sich im Aquarium glaub nicht wirklich gut machen. :winking_face:

    Zitat


    Gut, der Sand ist natuerlich nicht neu. Teilweise aus dem uebernommenen Becken und dort zwischen 1,5 und 3 Jahre alt (ein Teil wurde dort auch aus einem Vorgaengerbecken uebernommen) und teilweise aus meinem alten Becken und 1,5 Jahre alt. Finde es an sich toll, dass der Sand lebt, denn das freut ja sicherlich den Bodenbesatz. Auskochen oder austauschen wuerde ja bedeuten, die Biologie im Becken signifikant zu aendern und auch in gewisser Weise zurueck zu werfen.

    Zitat

    Original von Ulrike Hardt
    ne, ich mein nur ne klene Probe kochen und das Wasser messen.

    Achso. Aha. Man sieht, dass ich mich bislang selten mit solchen Problemen rumgeschlagen habe.

    Wie geht das vonstatten? Einfach nen Essloeffel Sand kochen und die Bruehe dann auf Phosphat testen? Was sollte im Optimalfall und im negativen Fall denn dabei rauskommen?

    Zitat

    Original von MASKARILL
    Bist Du Dir wirklich sicher, dass Dein Phosphatwert bei 1,0 liegt? Wir hatten diesen Wert auch einmal und da hatte sich jeden Tag eine Steinkoralle nach der anderen verabschiedet. Vorallem die Hystrix war die Erste! :winking_face_with_tongue:

    Was heisst schon sicher? :winking_face: Habe ohne den Verduennungstrick bisher ueber des Grenzwertes von Rowa gemessen und bei Salifert ganz grob 0,5 bis 1 geschaetzt (die Skala beim Salifert-Test ist ja wirklich ne Frechheit, frage mich, wie man da nen Wert bestimmen soll). Da klingen fuer mich die 1,36, die ich nun gemessen habe, nicht wirklich unrealistisch wenn man die Vortests auch dazu legt. Im Bereich des moeglichen, zuminedest was meine zur Verfuegung stehenden Tests anbelangt, und deswegen natuerlich auch denkbar.

    Habe allerdings schon oefters von Becken gehoert, wo heftige Phosphatwerte am Start sind, teilweise weit jenseits von 1. Auch hier im Forum ist doch desoefteren davon zu lesen wenn ich mich nicht komplett irre.

    Zitat

    Original von MASKARILL
    Ein Bekannter brachte uns auf die Idee, Eisenwolle als Phosphatadsorber herzunehmen. Aber nur eine bestimmte Marke, da diese nicht mit irgendwelchen Mitteln behandelt ist. (Ob wir die Marke hier aus Werbegründen nennen dürfen, wissen wir nicht) :confused_face:
    Siehe da, innerhalb kürzester Zeit ging der PO4-Wert schön langsam runter, bis er sich auf 0,3 einpendelte. Durch den Einsatz von Reef Aktif haben wir ihn mittlerweile sogar auf 0,05 gesenkt. :thup

    Warum solltest Du die Marke nicht nennen duerfen? Halte ich fuer unkritisch. Ich hab auch nicht unbedingt Angst und Scheu, hier zu schildern, dass ich die Skala des Salifert Phosphat Tests fuer unbrauchbar halte. Meine Meinung, zu der ich stehe.

    Ich hatte an sich vor, es mal mit Wodka zu probieren. Scheint mir aber natuerlich auch ein gewisser Stress zu sein und man muss da ja wohl auch teuflisch aufpassen. Mehr als den Titel der Threads und das Ueberfliegen eines Artikels auf korallenriff.de sowie in einem Meerwasseraquaristikbuchs habe ich hier allerdings noch nicht unternommen. :face_with_rolling_eyes:

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo Marion und Dirk

    Der Einsatz von Stahlwolle ist nicht ohne Risiko. Der mag oft gut gehen, birgt aber Risiken der Schwermetallbelastung.

    Wird an sich heute kaum mehr parktiziert da eben nicht ganz ohne. Es gab da früher durchaus Beckenprobleme um es mal auf den Punkt zu bringen.

    Ich würde es nicht mehr anwenden außer es is ganz was astreines. Das Problem dabei ist dass man das nicht so schnell merkt da ein schleichender Prozess.

  • Hi.
    Calciumhydroxid wird Kalkwasser ( natürlich unter der Zusetzung von Wasser ).
    Bindet auch Phosphat, die Frage ist nun ob durch anderes Ca nachdosieren jetzt die Depots wieder geöffnet werden.
    LG, WOlfgang

  • Zitat

    Original von Martin Sebald

    Tja keine Ahnung. :winking_face: Sind so halbdransparente Plastiksaeckchen mit jeweils ich schaetze mal 1-2kg groben Granulat, groesstenteils schwarz mit einzelnen hellen Koernern. Habe ich auch vom Vorbesitzer uebernommen. Kann ihn aber fragen, wo er das Zeugs her hat.

    Wechseln tu ich alle 1-2 Wochen, man muss da natuerlich auch immer drandenken. :winking_face: Es kommt immer eine Handvoll ins Becken, in einen Nylonstrumpf direkt unter den Einfluss ins Technikbecken.

    Viele Gruesse,
    Martin


    Hallo Martin,
    ist schon etwas verwunderlich, wie wenig du über die Vorgeschichte von Steffens Becken weißt. :confused_face:
    Ich selbst habe das Becken noch nie gesehen, weiß aber so ziemlich jedes Detail.
    der PO-Adsorber ist vollkommen i.O. ....und ist zumindest schon mal kein 'Zeugs'.
    Den Adsorber kenne ich zur Genüge :winking_face: .Sind die kg-Packungen noch unter Vakuum oder haben sie schon Luft gezogen?

    Deinem Vorbesitzer hatte ich schon zu verstehen gegeben, dass die Methode im Filtersack kontraproduktiv ist und massig Kapazität dadurch vergeudet wird. Er hatte dennoch den PO-Wert in kurzer Zeit gut runter gebracht.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (8. Januar 2008 um 12:55)

  • Hi Stefan!

    Zitat

    Original von Stefan C.
    ist schon etwas verwunderlich, wie wenig du über die Vorgeschichte von Steffens Becken weißt. :confused_face:

    Naja, nachdem das ganze mehr oder weniger eine Hauruck-Aktion gewesen ist und es desweiteren so ist, dass ich im Gegensatz zu einem "normalen" Kauf mich nicht so sehr mit den Details und der Vorgeschichte des Beckens beschaeftigt habe. Erstens wusste ich, dass mir Steffen bewusst keine Eier ins Nest legt (was ich natuerlich auch nach wie vor glaube), und zweitens war mir klar, dass Steffen als Chemiker auch kein "Zeugs" :winking_face: verwendet sondern ordentliche Sachen. Und last but not least drittens, weil ich das Becken ja ueber mehr als ein Jahr gesehen habe und beobachten konnte und mich hier ueberzeugen konnte, dass das alles sinnvoll zu sein scheint. Deswegen waren tiefere Details fuer mich nicht unerheblich, aber nicht superwichtig gewesen. Steffen ist ja auch nicht aus der Welt - so taste ich mich nach wie vor an die Details des Beckens heran und lerne jeden Tag immer wieder ein kleines bissel dazu.

    Zitat

    Original von Stefan C.
    Ich selbst habe das Becken noch nie gesehen, weiß aber so ziemlich jedes Detail.
    der PO-Adsorber ist vollkommen i.O. ....und ist zumindest schon mal kein 'Zeugs'.

    Soso. :winking_face: "Zeugs" sollte jetzt eben auch nicht abwertend gemeint sein und war es auch gestern abend nicht gemeint. Ausserdem bin ich ja auch nicht unbedingt der Meinung, dass meine Phosphatprobleme aufgrund des Adsorbers vorhanden sind.

    Zitat

    Original von Stefan C.
    Den Adsorber kenne ich zur Genüge :winking_face: .Sind die kg-Packungen noch unter Vakuum oder haben sie schon Luft gezogen?

    Die Kilopacks sind noch originalverpackt und die Verpackung sitzt sehr tight. Insofern wuerde ich sagen: Vakuum.

    Allerdings verwende ich momentan offenen Adsorber (brauche ja einige Zeit bis n ganzes Kilo verbraucht ist). Den offenen Adsorber lagere ich in verschraubbaren Chemikalienbehaeltern aus Plastik.

    Zitat

    Original von Stefan C.
    Deinem Vorbesitzer hatte ich schon zu verstehen gegeben, dass die Methode im Filtersack kontraproduktiv ist und massig Kapazität dadurch vergeudet wird. Er hatte dennoch den PO-Wert in kurzer Zeit gut runter gebracht.

    Ja, Steffen schrieb mir das auf meine aktuellen Anfragen heute morgen auch. :winking_face: Vielleicht sollte ich hier wirklich zeitnah mal eine sinnvollere Loesung ueberlegen. Mit Kohle mach ich das uebrigens momentan auch nem Strumpf, wenn ich mal welche einsetze.

    Spontan ueberlegt: Aus dem Abschaeumer kommt das Wasser strahlfoermig (bleistiftdick und in einem Bogen von ~ 7cm Laenge und Tiefe) raus und gelangt so wieder ins Technikbecken. Waere es hier sinnvoll, einen oben offenen Zylinder anzubringen, in dem man den Adsorber unterbringt? Das Wasser wuerde oben in den Zylinder laufen und nach unter durch laufen.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Zitat

    Original von peter hofstetter
    Hallo zusammen,

    @Michael- sehe ich das richtig, wenn Du die Zugabe von Calciumhydroxid mit dem Phosphatwert in verbindung bringst?

    Oder habe ich da was falsch verstanden.

    Gruss peter

    Wolfgang hat eigentlich schon gesagtwas passiert:

    Zitat

    Original von Wolfgang_Suchy
    Hi.
    Calciumhydroxid wird Kalkwasser ( natürlich unter der Zusetzung von Wasser ).
    Bindet auch Phosphat, die Frage ist nun ob durch anderes Ca nachdosieren jetzt die Depots wieder geöffnet werden.
    LG, WOlfgang

    Das war bei mir auch mal ein Problem. Vorbesitzer hatte immer Calciumhydroxid dosiert und das muss sich als Calciumphosphat im Bodengrund und den Steinen eingelagert haben. Jedenfalls kann man dann Adsorber reinschmeißen wie man will und wundert sich nur, warum der PO4 Wert konstant bleibt.

  • Zitat

    Original von Robert Baur
    Der Einsatz von Stahlwolle ist nicht ohne Risiko. Der mag oft gut gehen, birgt aber Risiken der Schwermetallbelastung.

    Wird an sich heute kaum mehr parktiziert da eben nicht ganz ohne. Es gab da früher durchaus Beckenprobleme um es mal auf den Punkt zu bringen.

    Ich würde es nicht mehr anwenden außer es is ganz was astreines. Das Problem dabei ist dass man das nicht so schnell merkt da ein schleichender Prozess.

    Hallo Robert!

    Da hast Du schon Recht! Man sollte da schon mit minimalen Mengen arbeiten und nicht gleich den PO4-Wert von heute auf morgen senken wollen. Wie bei allen Mittelchen unseres Hobbies ist weniger manchmal mehr! :winking_face:
    Bei zu hoher Menge kann es einem schon mal die LPS ins Jenseits befördern! Das mit der Eisenwolle sollten unserer Meinung nach auch nur erfahrene Aquarianer machen, da die schon ein Auge für ihre Tiere haben und Veränderungen schnell wahrnehmen können!

    Wir hatten die Eisenwolle von Rakso hergenommen und zwar die Rakso Nummer 2. Wie bereits beschrieben, haben wir aber beim Wert von 0,3 aufgehört und dann mit Reef Aktif den PO4-Wert weiter gesenkt.

    Schönen Gruß
    Marion und Dirk

  • Hallo,

    (schau an - Stefan - hast Du wieder eine Online Verbindung... :D)

    Martin: nein nicht von oben, Du musst den Adsorber ganz langsam von unten durchströmen.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo,

    mir ist eben noch etwas eingefallen, das sich vom Zustand des Beckens bei Steffen unterscheidet: Die Red Dragon Rueckfoerderpumpe steht aufgrund der kleinen Bauhoehe der Pumpe auf einem Styroporsockel, der ungefaehr dreifach faustgross ist. Hier ist zu lesen, dass da jemand Styropor im Verdacht hat, Phosphat abzugeben.

    Ist das vorstellbar?

    Zitat

    Original von MarkusK
    Martin: nein nicht von oben, Du musst den Adsorber ganz langsam von unten durchströmen.

    Ah ok.

    Habe mir vorgenommen, das Problem nun professionell :winking_face: anzugehen und vom Nylonstrumpf wegzugehen. Was empfehlt Ihr mir denn als Geraetschaft? Habe bisher den Terra Nova Pro EZY-Filterreaktor und den Aqua Medic phosphatfilter im Internet gefunden und fuer halbwegs interessant befunden. Was ist denn empfehlenswert? (Muss nicht unbedingt eines dieser beiden Produkte sein.)

    Kann man in so einem Filter eigentlich Phosphatadsorber und Aktivkohle gleichzeitig, also sozusagen vermischt, betreiben? Ist wahrscheinlich nicht zu empfehlen nehme ich an.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo,
    ich habe den Aqua medic Phosphatfilter. Der ist recht günstig. Vielleicht bekommst du das Gehäuse auch ohne Inhalt noch günstiger. Das Zeug , was da drin ist hat bei mir und auch in einem anderen Becken keinerlei Wirkung gezeigt. Aber das Gehäse ist gut, du benötigst aber noch eine kleine Pumpe mit 800-1200 l/h. Wenn du dann nur ein paar Zentimeter eines guten Absorbers einfüllst, dann hast du sogar einen Wirbelbettfilter.

  • Hallo Martin,
    der Adsorber ist ein Mischgranulat aus 6 verschiedenen Zutaten; -Kohle brauchst du daher nicht mehr zusätzlich. Wenn du den Adsorber mal genauer ansiehst, wirst du pelletierte Kohle finden.
    Pack ruhig mal ein Kilo in ein KG-Rohr, abgesägte 1,5Ltr. PET-Flasche, oder was weiß ich. Ich habe bis jetzt noch jedem die KG-Rohr-Variante empfohlen (ist günstig und am effektivsten) . Maximal 100-200Ltr. Durchströmung/per kilo und wie Markus schreibt: von unten nach oben durchströmen lassen.
    Der Adsorber hat einen Nebeneffekt: durch alle Beimischungen saugt der Schwebstoffe wie ein Mop auf. Dementsprechend schnell ist er dann dicht und die in diesem Fall 'unerwünschten' Bakterienbesiedelungen fangen zu arbeiten an. Idealerweise sollte das Wasser vor dem Adsorber UV-geklärt werden. Alle 2 Tage durchschütteln, rühren o.ä. um den angesammelten Siff auszuschwemmen und nach 10 Tagen Adsorber erneuern.
    Nur keine Angst vor zuviel Adsorbereinsatz. Das ist der einzigste mit Schutz gegen radikalen PO4-Entzug.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (9. Januar 2008 um 15:03)

  • Hallo ich habe mir vor Weihnachten den TerraNova EZY besorgt, für seinen Preis von 55,- Euro, allerdings ohne Pumpe, sehr bequem. Ich habe eine einfache Sera 400 Ltr. Pumpe angeschlossen, die noch bei uns zuhause herumflog. Nachteil, ein sehr großer für mich, das Gehäuse ist undurchsichtig, so weiß ich nicht ob mein Phosphat-Adsorber im Moment in einem Wirbelfilter, was ich wünschte, steckt oder nicht. Durch die sehr großen Öffnungen sowohl oben als auch unten sehr schön zu befüllen, die Maschenweite ist gut bemessen, das Granulat bleibt im Gefäß...Es ist ein bisschen sperrig und muss im Wasser betrieben werden.Ansonsten ein wirkliches Plug&Play Gerät...

  • Habe mich jetzt erstmal fuer die Selbstbauvariante KG-Rohr entschieden, die Stefan vorgeschlagen hat. Mal gucken, ob ich so das Phosphat sinnvoll bekaempfen kann.

    Desweiteren bekommt ein Arbeitskollege von mir Wasser, das er mir freundlicherweise testet. Eventuell bin ich zu doof zum messen. :winking_face:

    @ Stefan: Dein Posteingang ist voll, wollte Dir ne PN schicken.

  • Zitat

    Original von Dietschi
    Martin
    Kannst du bitte mal ein Bild der KG Rohr Selbstbauvariante einstellen ?

    Danke !!!

    War heute im Baumarkt und habe dort ein 500/125 KG-Rohr gekauft. Ein passendes Abschlussstueck (in dem Fall der Boden) dazu, das mit Hilfe des im Rohr vorhandenen Dichtungsgummi das Rohr unten abschliesst. Ein netter Hornbach-Mitarbeiter hat mir dann ein 16er Loch gebohrt, knapp ueber dem inneren Rand des Bodens. Hier kam dann zuhause ein 16/12 Schlauch rein bis zur Mitte des Rohrs, abgeschlossen durch einen Bioball (damit der Adsorber bei nem Stromausfall etc nicht in die Pumpe laeuft), einen groben Filterschwamm wie von Stefan vorgeschlagen hatte ich doch nicht da. Betrieben wird das Ding mit einer Eheim compact 300, die ich auf die niedrigste Einstellung gestellt habe. Und siehe da, die Pumpe schafft es, eine 50cm hohe Wassersaeule zu bilden, funktioniert also. :smiling_face:

    Habe zwei/drei Bilder gemacht, die werd ich bei Gelegenheit auslesen und hier rein stellen.

    Kostenpunkt nicht mal 4 EUR (Pumpe hatte ich ja), Arbeitsaufwand gerade mal 15 Minuten, vom Besuch im Baumarkt mal abgesehen.

    @ Stefan: Sind die Abmessung des Rohrs, 50cm lang und 12,5cm im Durchmesser, so gut? 15cm erschienen mir dann doch etwas zu fett als ich im Baumarkt davorgestanden bin. Und warum die vorgeschlagenen 50cm? Die 750g Adsorber, den ich nun reingefuellt habe, fuellen das Rohr grad mal halb auf.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo Martin,
    das 50 cm hohe Rohr deshalb, damit die Pümpchen exakt die Wassersäule mit der Durchflußgeschwindigkeit aufbauen, wie es für die Adsorption nötig ist. Es ist dabei egal, wieviel Material im Rohr ist.
    Ob 12er oder 15er Rohr, ist auch egal.
    Da es sich Grund der Bauart immer noch um einen Wirbelbettfilter handelt (und der Adsorber trotz der geringen Durchströmung tatsächlich leicht in Bewegung ist) , dient die frei verbliebene Wassersäule dazu, aufgetriebene Partikel wieder zum absetzen zu bringen;- leider eben auch die Grund der Adsorberzusammensetzung ausflockenden Schwebteilchen des gefilterten Wassers. Die Flöckchen treiben immer als Schicht über der Adsorberoberfläche.
    Du solltest dennoch bald den Bioball gegen einen Filterschwamm tauschen. Das pumpenseitig eingedrückte Wasser soll sich erst über den gesamten Bodenraum verteilen, um dann möglichst gleichmäßig durch den Rohrinhalt aufzusteigen.
    Noch etwas zum groben Schwamm im Säuleninneren am Boden: es ist wichtig, den nach jedem Adsorberwechsel gründlichst auszuwaschen. Unterbleibt die Säuberung, baut die Pumpe tatsächlich soviel Druck auf, um den mit Sedimenten sich verschließenden Schwamm samt darauf liegendem Material wie einen Pfropfen das Rohr hochzuschieben. Unsauberes Ende: der Adsorber liegt dann verstreut im Filterbecken.
    Man könnte natürlich mit einem Deckel und angeschlossenem Wasserablauf das Rohr oben verschließen.
    Jeder, wie er mag.
    Nur ich persönlich rühre einmal am Tag den gesamten Inhalt um, um die Adsorberveroberfläche frei von Siff und womöglich sich bildenden Bakterienrasen zu halten.

    Noch ein Edit:
    allen, die mit wirklich hohen PO4-Werten kämpfen und Platz im Filterbecken haben, empfehle ich den Parallelbetrieb 2 oder 3 solcher Säulen. Der Preis spricht für sich.
    Es ist allemal effektiver, geringe Mengen Adsorber in jeweils eigenen Behältnissen zu betreiben, als eine Höchstmenge in einem Filter. Der Clou ist die Fließgeschwindigkeit. Die kann man mit den einzelnen Säulen, dann verdoppeln, verdreifachen usw.
    Mit nur einer Säule dauert es sonst ewig, um relevant eine PO4 Senkung zu erhalten. Denn das etwas, was man unten herausholt, kommt oben an Futter etc. wieder ins Wasser.

    Servus
    Stefan

    2 Mal editiert, zuletzt von Stefan C. (11. Januar 2008 um 09:51)

  • Diese Selbstbau-Variante ist ja sehr interessant...da hätte ich mir ja die Anschaffung des "EZY" sparen können.

    Wie wird das Rohr oben abgeschlossen? Das Rohr steht sicherlich aufrecht im Technikbecken? Läuft dann das eingepumpte Wasser über den Rand des offenen Rohrs zurück in das Becken oder wie habt ihr das bewerkstelligt?

    Für Bilder wäre ich ja sehr dankbar...Eventuell lässt sich damit auch Zeovit betreiben?

    Gruß
    Christoph

  • Zitat

    Original von cerulenina
    Diese Selbstbau-Variante ist ja sehr interessant...da hätte ich mir ja die Anschaffung des "EZY" sparen können.

    Wie wird das Rohr oben abgeschlossen? Das Rohr steht sicherlich aufrecht im Technikbecken? Läuft dann das eingepumpte Wasser über den Rand des offenen Rohrs zurück in das Becken oder wie habt ihr das bewerkstelligt?

    Für Bilder wäre ich ja sehr dankbar...Eventuell lässt sich damit auch Zeovit betreiben?

    Gruß
    Christoph

    Hai,
    stimmt; das Wasser läuft einfach über den Rand zurück ins Filterbecken. Extern läßt sich das auch betreiben, indem man einige cm unter dem oberen Rand ein Loch für einen Schlauch bohrt, der eine Nummer größer als der pumpenseitige Eingang ist. Das Wasser fließt dann über Schlauch ab. Vielleicht auch praktisch, um händisch aufgewirbelten Siff mittels Watte abzufangen.
    Für Zeolith, Kohle, u.a. läßt sich die Säule ebenso verwenden. Nur da habe ich es bei meinen Varianten dann doch so gemacht, anstatt dem Schwamm eine gelochte Siebplatte zu verwenden, die mit aufgeklebten PVC-Teilen Abstand vom Innenboden der Filtersäule hält. Mit einem mittigen Rohr (wie beim Zeovit-Filter eben) als Zugstange perfektioniert man den Filter. Dann liegt der Kostenpunkt aber schon bei etwas über 10 Eur :winking_face:

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (11. Januar 2008 um 10:37)

  • Hi Stefan,

    danke fuer die Erklaerungen. Die Hoehe des Rohrs hatte mich bisher gewundert, deswegen wollte ich's genauer wissen. Einen groben Filterschwamm werde ich noch kaufen, hatte eben ueberraschenderweise doch nichts zuhause und wollte dann um halb acht gestern abend nicht mehr los flitzen - trotzdem das Ding in Betrieb nehmen.

    Die Idee mit der gelochten Siebplatte, den Abstandhaltern sowie dem mittigen Rohr klingt verlockend. Das werde ich beizeiten denke ich auch so angehen. Klingt sinnvoll.

    Ich betreibe nun, wie von Dir vorgeschlagen, ein 3/4 Kilo Adsorber. Allerdings eben nur in diesem einen Rohr. Dein Vorschlag waere also, das zu halbieren oder dritteln und zwei bzw drei solcher Rohre zu verwenden?

    Dass das Wasser oben ueber den Rand laeuft, damit habe ich noch Probleme. Denn das plaetschert ziemlich nervig. Bei mir steht das Rohr ca 15-20cm im Wasser, es ergibt sich also eine gewisse Fallhoehe. Habe das vorlaeufig mal mit den Nylonstruempfen geloest, die ich nun ja nicht mehr benoetige. Habe diese beiden Struempfe einfach um das Rohr gebunden in geeigneter Hoehe - jetzt plaetschert es nicht mehr. Hat da jemand ne sinnvolle Idee, wie man das unterbinden kann? Ich tendiere dazu, oben ein Loch zu bohren und das Wasser ueber einen Schlauch zurueckzufuehren.

    Viele Gruesse,
    Martin

    PS @ Stefan: Kannst Du wieder PNs empfangen? Haette da noch was. :winking_face:

  • Hallo Martin,
    PN-Fach ist wieder sauber und besenrein. :smiling_face:

    Zitat

    Ich betreibe nun, wie von Dir vorgeschlagen, ein 3/4 Kilo Adsorber. Allerdings eben nur in diesem einen Rohr. Dein Vorschlag waere also, das zu halbieren oder dritteln und zwei bzw drei solcher Rohre zu verwenden?


    Jetzt verwende das mal so eine Woche und miß dann PO4 nach.
    Nimm dazu auch eine Probe aus dem Adsorberwasser und vergleiche mit Beckenwasser. Wenn sich beide Werte fast angeglichen haben (ich denke mal, immer noch ziemlich hohes Level), solltest du 2 Rohre mit je 400 Gr. verwenden. Vorausgesetzt, wenn dir das Vorhaben eine 2.Pumpe wert ist! und du Platz im Filterbecken hast.Soweit ich weiß, war bei Steffen kein Platz da?
    Du verdoppelst dann trotz der langsamen Durchflußgeschwindigkeit in jeder Säule mit einer weiteren den Wasserdurchsatz. Wenn du dir dein Beckenvolumen vorstellst und wie wenig Wasser (mit der 300Ltr. Pumpe vllt. 50-100Ltr.) durch eine Filtersäule kommt, ist das nachvollziehbar.
    Ich bin mit meinen Versuchen der Bindekapazität, Durchflußgeschwindigkeit, Filtern und Adsorbern nun im 4. Jahr und habe mir schon oft den Kopf darüber zerbrochen, warum bei doppelter/drei/vierfacher Menge Adsorber und doppeltem/drei und vierfachem Wasserdurchsatz das Ergebnis jeweils immer schlechter ausfällt.

    Tatsache ist, in der Langsam-und Wenigkeit liegt der Erfolg. Natürlich hängt auch vieles vom passenden Material ab :winking_face:

    Zum Plätschern des Wassers über Rohrkante: das ist nun durch deinen Bioball bedingt. Das Wasser durchdringt nicht die ganze Säule, sondern geht den kürzesten Weg senkrecht nach oben. Die Randbereiche der Säule werden nicht durchströmt!
    Richtig funktioniert die Säule, wenn du gerade nur noch erahnen kannst, dass das Wasser über die Kante kommt und am Rohr abrinnt.

    Servus
    Stefan

    2 Mal editiert, zuletzt von Stefan C. (11. Januar 2008 um 11:03)

  • Hi Stefan!

    Zitat

    Original von Stefan C.
    Jetzt verwende das mal so eine Woche und miß dann PO4 nach.
    Nimm dazu auch eine Probe aus dem Adsorberwasser und vergleiche mit Beckenwasser. Wenn sich beide Werte fast angeglichen haben (ich denke mal, immer noch ziemlich hohes Level), solltest du 2 Rohre mit je 400 Gr. verwenden. Vorausgesetzt, wenn dir das Vorhaben eine 2.Pumpe wert ist! und du Platz im Filterbecken hast.Soweit ich weiß, war bei Steffen kein Platz da?

    Hm, weiss nicht, wo der Steffen geschaut hat, aber in seinem damaligen Technikbecken wohl nicht. :winking_face: Denn eine der Saeulen war gestern gar kein Problem, obwohl 2/3 des freien Platzes im Technikbecken momentan noch mit vom Umzug uebrigen Lebendsteinen gefuellt ist. Dh nochmal so nen Rohr ist gar kein Thema, eventuell wuerde man auch zwei reinbekommen. Man muss sich aber ja auch nicht unbedingt alles zustellen, eventuell braucht man ja auch noch Platz fuer einen UV-Klaerer o.ae., man weiss ja nie.

    Ne Eheim compact 300 kostet 12 EUR, das waere es mir schon wert, zusammen mit dem zweiten Rohr sind das dann ja 15 EUR. Die Erklaerung, warum mehrere Rohre sinnvoll sind, ueberzeugt mich. Jetzt messe ich aber erst einmal in einer Woche. Mal gucken, was dabei raus kommt.

    Zitat

    Original von Stefan C.
    Zum Plätschern des Wassers über Rohrkante: das ist nun durch deinen Bioball bedingt. Das Wasser durchdringt nicht die ganze Säule, sondern geht den kürzesten Weg senkrecht nach oben. Die Randbereiche der Säule werden nicht durchströmt!
    Richtig funktioniert die Säule, wenn du gerade nur noch erahnen kannst, dass das Wasser über die Kante kommt und am Rohr abrinnt.

    Hmmmmmm. Laut Anleitung sollte die Eheim compact 300 ja 150-300l Wasser liefern. Dh wenn ich den Regler auf Minus gestellt habe, sollten es 150l sein, auf Plus dann 300l. Er steht auf Minus, ausserdem muss die Pumpe ja gegen die Wassersaeule ankaempfen, die von oben runter drueckt. An sich sollte also die Durchflussmenge im Rahmen des Optimums, das Du beschrieben hast, sein, oder?

    Werde auf jeden Fall heute auf dem Heimweg beim Fressnapf vorbei fahren und mir einen Filterschwamm holen. Vielleicht wird es dann ja besser.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Bei mir hat es nicht am Platz gemangelt sondern an der Lust :winking_face:
    Ich hatte einfach auch keinen Anlass mir so einen Filter zu bauen.

    Der PO4 Wert war auch so noch ganz OK und mit der "Säckchenmethode" im Griff zu halten.
    Kalkwasser o.Ä. hab ich nie verwendet. Wenn man in einem Labor arbeitet wo Chemikalien nach einem imaginären Haltbarkeitsdatum weggeworfen werden nimmt man schonmal ein paar Sachen mit die man gar nicht unmittelbar brauch bzw. verwendet :winking_face:

    Ich führe die Explosion des Phosphatwertes jetzt mal einfach darauf zurück dass Martin 2 Becken ausgeräumt hat (meins und seins) und die Inhalte incl. dem Sand (zwar im gewaschenen Zustand aber trotzdem wahrscheinlich belastet) gewürfelt hat.

    Dabei haben wir natürlich alles mögliche aufgewirbelt und in Lösung gebracht.
    Sicher ist auch einiges an Mikrofauna abgestorben beim Transport etc.

    Ich hoffe mal das gibt sich jetzt schnell wieder.

    Gruß aus Wien

    Steffen :wink

  • Zitat

    Original von Dietschi
    Martin
    Kannst du bitte mal ein Bild der KG Rohr Selbstbauvariante einstellen ?

    Zitat

    Original von Martin Sebald
    Habe zwei/drei Bilder gemacht, die werd ich bei Gelegenheit auslesen und hier rein stellen.

    So, hier drei Bilder. Einmal vom Bau, und dann zwei Bilder vom Rohr im Becken.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Sehr schön, Martin :winking_face:

    trotzdem kommt m.M. noch ein kleiner Tick zuviel Wasser durch die Säule.
    Sobald die Rohroberfläche von Bakterienfilm überzogen ist, hört das Geplätschere sowieso auf.

    Servus
    Stefan

  • Hi Martin..
    Du, sag mal... habe ich nicht mal irgendwo gelesen, das KG-Rohre nicht Lebensmittelecht sind, weil da Cadmium drin ist ? Jedenfalls sind sie nicht lebensmittelecht und was nicht lebensmittelecht ist, halte ich für bedenklich für Meerwassereinsatz...

    Grüße . Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Servus,

    tja das mit dem Wasser ist so ne Sache, Stefan. Ich habe die Pumpe ja schon auf Minus stehen, dh von den 300 Litern sollten nur noch 150 Liter ueber sein und nachdem die Pumpe auch noch die Wassersaeule wegschaffen muss, sollten es maximal noch 100 Liter sein. Damit waeren wir ja schon bei dem von Dir angegebenem Durchfluss.

    Werde aber morgen oder uebermorgen den groben Filterschwamm kaufen und hoffe, dass ich damit eine weitere Verringerung der Durchflussmenge hinbekomme.

    Uebrigens: Die Bilder sind mit recht langer Belichtungszeit (0,3 sek) gemacht. Das verstaerkt natuerlich noch den Eindruck des drueberfliessenden Wassers.

    Zitat

    Original von klaus Jansen
    Du, sag mal... habe ich nicht mal irgendwo gelesen, das KG-Rohre nicht Lebensmittelecht sind, weil da Cadmium drin ist ? Jedenfalls sind sie nicht lebensmittelecht und was nicht lebensmittelecht ist, halte ich für bedenklich für Meerwassereinsatz...

    Interessant! *schluck*

    Als Aufdruck auf dem Rohr (und dem Deckel) steht lediglich PVC drauf.

    Man sollte diese Frage direkt an Stefan weiterreichen. Immerhin hat er den Vorschlag hier gebracht und auch erwaehnt, dass verschiedene Leute, u.a. er selbst, solche Adsorberrohre im Einsatz haben.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • genau auf den Kommentar hab ich gewartet.

    ---------------------------------------------------------------
    PVC-Kanalrohr (KG-Rohr)
    KG = Kanalgrundleitung
    Vorteile von KG-Rohren: geringes Gewicht, korrosionsfest, sichere Dichtungen, stark belastbar
    Herstellung: Rohre werden im Extrusions-, Formstücke im Spritzgußverfahren aus dem thermoplastischen organischen Werkstoff Polyvinylchlorid hart ohne Weichmacher, Füllstoffe, u.a. Beimengungen hergestellt.
    ---------------------------------------------------------------

    richtig,
    Cadmium ist enthalten.....
    gewesen, -das letzte Mal vor etwa 20 Jahren.
    Aber die Zeiten ändern sich nun mal.
    Die Rohre heutzutage sind absolut unbedenklich.

    Edit:
    das einzige, was den Rohren fehlt, ist die Zulassung des Materials im lebensmitteltechnischen Bereich; wozu auch,- da es nicht zur Leitung oder Speicherung von Lebensmitteln dient.
    Aber das gilt wohl für das meiste Zubehör in der Aquaristik. Eimer, Fässer, Pumpen...zumindest bei letzteren habe ich noch keinen einzigen zugelassenen Werkstoff gesehen, der für lebensmitteltechnischen Einsatz einen Segen bekommen hätte.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (14. Januar 2008 um 08:40)

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