Hallo,
in meinem seit vielen Jahren stehenden und stark zugewachsenem Riffbecken habe ich Kugelalgen, die ich aufgrund vieler unzugänglicher Bereiche nie völlig loswerde. Ein Fuchsgesicht hält sie im beschränkten Maß in Grenzen, zur stärkeren Unterstützung habe ich es mehrfach mit Mithraculus sculptus versucht. Egal ob Einzeltiere oder gleichzeitig mehrere, trotz absolut umsichtigem Eingewöhnen, zwei bis drei Tage waren die Krabben zu beobachten, dann verschwunden. Nun gibt es im Becken unzählige nicht einsehbare Bereiche - vor einigen Jahren war ein längst tot geglaubte Kardinalsgarnele nach Monaten plötzlich wieder aufgetaucht -, aber die Mithrax bleiben auch bei nächtlicher Suche verschwunden. Bekannte Fressfeinde unter den Fischen sind keine im Becken; Borstenwürmer schon, aber dass diese an Krabben gehen, wäre mir nicht bekannt. An Futtermangel kann es nicht liegen, stets vorgeschädigte Tiere schließe ich aufgrund der größeren Zahl und unterschiedlichen Herkunft aus. Wasserwerte etc. sind natürlich gut und stabil, alles wächst und gedeiht. Problematische Chemikalien werden selbstverständlich auch nicht eingesetzt; Jod fehlt auch nicht (was bei dem kurzen Zeitraum auch nicht erheblich wäre).
Mir bleibt dies ein Rätsel.
Gruß
Bernd
