• Moin,

    Ich habe, so wie wahrscheinlich viele andere auch, die Geschichte vom Sandkorn gelesen, das unter einem Stein im Becken die Bodenplatte hat platzen lassen. Hat jemand so etwas schon einmal selbst erlebt? Oder ist das eine urban legend? Wie auch immer, ich habe zwei Bodenplatten aus Acrylglas, die morgen eingeklebt werden.

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Richtig bestellt, Stefan!

    Das berühmte Sandkorn kann durchaus einen allmählichen Riss auslösen. Stichwort Glasschneider. Der schneidet nicht, sondern ritzt. Und das ergibt innerhalb des Glasgefüges eine strenge Oberflächenspannung, und das Glas reißt weiter.

    Absolute Sauberkeit diesbezüglich natürlich auch unter dem Acrylglas.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

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  • Ich habe viel mehr Angst vor dem Sandkorn unter dem Magnetschaber. Der wirkt tatsächlich schnell wie Schmiergelpapier. Und wenn Dir mal eine 15kg Säule beim Hochheben auseinander bricht und die Teile mit kräftigem Plums ins Becken stürzen, dann bist Du dankbar für jeden Puffer, der die Wucht mildert.

    Viele Grüße

    Sandy

    Edited once, last by Sandy Drobic (December 6, 2025 at 10:13 PM).

  • Tach,

    ich habe 19mm Glas. An Stellen, wo ich eventuell im Becken herumlaufen müsste, habe ich min. 2x 19mm. Hinten in Becken bis 10cm. Damit ich nur vorne Sand im Becken habe.

    Ich glaube, Jonny Boettcher hatte mal eine gerissene Bodenscheibe. Wilde Bagger vor der Haustüre können aber auch zu Glasbruch führen. Kleine Erdbeben war hier bisher egal. Nur ein wenig übergeschwappt. :smiling_face:

    Ahoi,

    Dietmar

    283x130x87

  • Also bin ja kein Glaser oder AQ Bauer, aber meines Wissens muss die Zugspannungen die Festigkeit des Glases übersteigen, dass das Glas reißt. Der Druck von "innen" spielt da keine Rolle, da ja auch mehrere 100 kg Stein und Wasserdruck auf der Scheibe lasten kann. Wenn der Untergrund wo das Becken steht nicht Eben ist, kann das durchaus schon passieren. Da drückt es aber von unten und generiert eine Spannung. Der Untergrund kann ein Alu Gestell, Siebdruckplatte oder ne AQ unterleg Matte ggfs sein, die sich nicht verzieht. Letzteres hat meiner Meinung nur ne isolierende Wirkung.


    Je länger das Becken ist, desto eher kann so eine Spannung generiert werden. Bei zu langen AQ ist die Bodenplatte dann nicht aus einem Glas sondern gestückelt. Das musst du aber alles einem AQ Bauer fragen, der kennt sich da eigentlich am besten aus.

    VG

    Chris

  • Hallo zusammen!

    Unfälle bei #13 und #18 !

    Selbst ist mir das in der Praxis noch nicht passiert. Die Bodenscheiben waren stets doppelt so dick bemessen, wie das restliche Glas. Bei grossen Becken zusätzlich geteilt.

    Ausserdem lagen unter jedem schweren Stein dicke PVC-Platten. Unfälle, wie von Sandy beschrieben, können immer einmal vorkommen.

    Gruß

    Hajo


    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Allgemein geht es in den Beiträgen um eine eventuelle, bedrohliche Punktbelastung ( ein Sandkorn kann u. a. zu einer Druckbelastung führen) und, wie man meint, ihr zu begegnen. Das eröffnet die Frage nach der sinnvollen Notwendigkeit einer Unterlage zwischen Bodenplatte und Gestein. Ein Körnchen allein macht noch keinen Stress. Nur der zusätzliche Druck eines schweren Steins kann zu einer kritischen, punktuellen Belastung führen. Je dünner die Bodenplatte, desto höher das Risiko. Unebenheiten der Beckenunterlage verstärken gleichzeitig die Schadeinwirkung. Unverrückbar sind die Steine nicht. Man denke an eine erodierende Sandunterlage, welche im schlimmsten Fall zum partiellen Einsturz einzelner Aufbauten führen kann. Das Sicherheitsdenken ist bei uns Menschen recht unterschiedlich ausgeprägt. Jeder hat eine andere Auffassung. Es könnte aber sein, dass uns versicherungstechnische Aspekte zu einer vorsorglicheren Überzeugung kommen lassen.....

    Gruss

    Hajo

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    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

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  • Ich sehe es ähnlich zu Sandy. Das Sandkorn wird nicht der Auslöser sein, dass die Scheibe bricht. Das ist der Stein oder Aufbau, der runterfällt. Hat man Sand, wird der Sturz sogar abgepuffert. Dass ein Sandkorn Kratzer erzeugt, sehe ich auch, aber dass ein Sandkorn die Scheibe zerschneidet oder durch die darüber liegenden Steine die Bodenscheibe zum platzen bringt, das ist ja sowas von schier unrealistisch. Ich kenne keinen einzigen Fall, wo ein Sandkorn verantwortlich ist für eine zerbrochen Bodenscheibe oder in zwei geteilte Front-/Seitenscheibe. Das sind zB immer fallende Steine. Die Frage wäre, was wäre der Unterschied des fallenden Steines mit und ohne Sand.


    Für mich sind das zwei total unterschiedliche Themen. Gibt ja genügend Beiträge von AQ Bauern die auch Acryl Glasstärken empfehlen, wenn man sowas realisieren möchte. Auch muss diese gut und flächig eingeklebt werden.

    VG

    Chris

  • Also bin ja kein Glaser oder AQ Bauer, aber meines Wissens muss die Zugspannungen die Festigkeit des Glases übersteigen, dass das Glas reißt. Der Druck von "innen" spielt da keine Rolle, da ja auch mehrere 100 kg Stein und Wasserdruck auf der Scheibe lasten kann. Wenn der Untergrund wo das Becken steht nicht Eben ist, kann das durchaus schon passieren. Da drückt es aber von unten und generiert eine Spannung. Der Untergrund kann ein Alu Gestell, Siebdruckplatte oder ne AQ unterleg Matte ggfs sein, die sich nicht verzieht. Letzteres hat meiner Meinung nur ne isolierende Wirkung.


    Je länger das Becken ist, desto eher kann so eine Spannung generiert werden. Bei zu langen AQ ist die Bodenplatte dann nicht aus einem Glas sondern gestückelt. Das musst du aber alles einem AQ Bauer fragen, der kennt sich da eigentlich am besten aus.

    Bei mir ist es nur eine Scheibe, 4,30m.. wichtig war das keine Matte oder Styropor unter dem Becken liegt. Bei uns steht das Becken auf 2 Holzplatten die miteinander verbunden sind. Ausreichend laut Aquarienbauer. Wichtig war aber die Wölbung der langen Scheiben. Wir haben ein Poolbecken, unter 19mm wäre es nicht gebaut worden. Oft wird hier am falschen Ende gespart, dann aber auf Verklebung der Bodenplatten gesetzt. Würde ich nicht machen, da es ein Risiko mehr bedeutet. Deshslb habe ich auch das TB direkt im Becken, so verlässt gar kein wasser das Becken. Ausfall sämtlicher Geräte wurde getestet, es kann nichts überlaufen. Einzig die Nähte des Beckens müssen gut überwacht werden. Ansage war damals, gerne dicke Nähte. Bislang hält alles und ich hoffe niemals nasse Füße zu bekommen. Je mehr Nähte und Ausgänge am Aquarium, desto höher das Risiko das etwas passiert. Glasbruch ist meist eher selten, wenn sind es die Nähte die probleme machen. Und gerade unterm Becken sieht man es nicht sofort.

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