Hallo zusammen,
mal eine Frage an die Leute mit becken >400 Liter: wie macht ihr das mit dem Bodengrund? Ich werde ja im neuen Haus ein neues Becken (150x60x60) aufstellen und hadere derzeicht mit der Frage: Bodengrund ja oder nein bzw. wenig Bodengrund ohne Grundeln. Im jetzigen Becken habe ich Bora Bora von Preis, der von zwei Sexguttatas sauber gelutscht wird. Ich hatte hier ja vor längerem mal geschrieben "nie mehr Baggergrundeln". Tja, nachdem meine letzten Baggergrundeln (Valencienna muralis) kein echtes Pärchen waren und ich das verbleibende Tier abgegeben habe, machte sich nach einiger Zeit ein unschöner Belag auf dem Sand fest. Trotz zwei grabenden Seesternen (die kleinen Buddelschnecken hat sich Valentin der Kugelfisch schmecken lassen) und einer großen Olivschnecke. Also doch wieder Baggergrundeln. Diesmal ein echtes Paar Sexguttatas die sogar schon abgelaicht haben. Eine Woche nach einsetzen war der Bodengrund wie geleckt und strahlte wieder in schönem weiß.
Ich bin großer LPS-Fan und ein schöner weißer Bodengrund ist natürlich ein super Kontrast zu z.B. einer orangenen Fungia, einer rosé-farbenen Lobophyllia oder einer Bleeding-Apple-Scoly. Und genau da liegt jetzt das Problem. Die Sexguttatas steigen zwar nicht hoch, aber Burgen, Türme und Rumgespucke auf die bodennahen LPS gibt es dennoch. Wenn sich die zwei das einbilden, wird auch gerne mal der komplette Basis-Stein der Riffsäule zugeschaufelt (unter dem hausen die zwei). Ich habe jetzt schon unter alle "Boden"-LPS LS-Gestein untergesetzt, eine Fungia wurde leider so zugeschaufelt, dass sie nicht zu retten war. Auch die Scoly bekommt regelmäßig was ab und ist eigentlich nur noch nachts richtig schön offen, tagsüber zusammengezogen, Das Skelett tw. sichtbar
Und was passiert auf den Plateaus? Ein Einsiedler maschiert drüber oder der Salaris ist unvorsichtig und zack schon liegen die LPS wieder am Boden und werden zugeschaufelt.
Die Frage ist nun, was ich im neuen Becken mache. Weniger Sand? Gar kein Sand? Mörtel? Gar kein Sand und Mörtel fallen für mich eigentlich aus. Wäre eine maximal 1-2 cm Sandschicht und der Verzicht auf Grundeln eine Alternative? Für grabende Seesterne ist diese Schichthöhe aber auch zu wenig oder? Oder den Sand dann nach einem Jahr zu einem Drittel ausspülen wie hier schon öfter beschrieben?
Ins Becken soll auch wieder eine schöne Höhlen-Säulenkombi von Norbert Dammers, habe auch schon überlegt, ob ich mit ihm spreche und er mir entsprechende Kuhlen, wo ich die LPS reinlegen kann, mit in den Aufbau integrieren kann. So hätte ich weiter Sand und Grundeln die sich in den untersten 20 cm austoben könnten und die ich vom Verhalten her eigentlich toll finde. Dafür liegen die LPS aber dann auf einer bald mit Kalkrotalgen überwachsenen Riffdeko und der Kontrast ist nicht so toll.
