Reine Geschmackssache?

  • Hallo,

    ich gehe hier von der "klassischen" Riffwand oder Buchtgestaltung im Meerwasseraquarium aus. Das Problem ist, dass sich dort die gepflegten Fische ständig sehen und keine eigenen "Reviere" abgrenzen können. Dieser Streß sich nicht aus dem Weg zu schwimmen führt viel schneller zu Kämpfen und die Fischgesellschaft ist viel hektischer. Dazu kommen die Schwimmbereiche - Beispiel: mein Becken oben (mit der Blaukammer) 160 x 60 x 60 cm. Hier haben die Fische bei einer Rückwand nur 1,60 m Schwimmbahn. Bei mittigem Riff - wie im Bild sind das schon ca. 4 m. Dazu sind Riffwände in der Regel bis oben zudekoriert. Viele Fische brauchen aber den freien Raum über dem Riff. Zusätzlich tauchen diese Fische gern ins Riff nach unten ab und brauchen ihre Ruheplätze und unterstände (Schutzwirkung), weshalb ich meine Riffdeko großräumig unterhöhle und bemüht bin im unteren Bereich Uberhänge zu schaffen.

    Vielleicht hilft es weiter.

    beste Grüße Andre´

    Einmal editiert, zuletzt von Andre Luty (8. Februar 2013 um 08:18)

  • Zitat

    Die meisten hier, die Anja kritisieren, tun dies nicht wegen ihrer gestalterischen Ideen, sondern wegen ihres Tonfalls, ihrer abschätzigen Formulierungen, der durchklingenden Überheblichkeit, des mangelnden Respekts anderen gegenüber und eben den gesamten Umgangsformen.

    Zitat

    Anja schneidet sich damit eigentlich selbst in den Finger. Ich vermute, dass so einige hier (mich eingeschlossen) durchaus Interesse daran hätten, weiter über die Sache zu diskutieren und Anja bei der Ideensammlung zu helfen, aufgrund ihres Auftretens dazu aber keine Lust mehr haben.

    Danke Christiane, Du hast es für mich absolut auf den Punkt gebracht.

    Ina

  • Hallo Bernd,

    das ist also Dein Leisten, Philosophiestudium? Ich muss zugeben, ich kann mich da nur auf Laienwissen berufen ala Wikipedia:
    "Ästhetik (von altgriechisch ±ἴø·Ã¹Â aísthsis „Wahrnehmung“, „Empfindung“) war bis zum 19. Jahrhundert vor allem die Lehre von der wahrnehmbaren Schönheit, von Gesetzmäßigkeiten und Harmonie in der Natur und Kunst." Heute ist es etwas erweitert, es entspricht aber noch meiner Grundauffassung von Ästhetik und ich denk nicht nur meiner ...

    Hallo Christiane,

    ich bitte Dich! Lese den Thread mal durch, da wurde von Seiten der Alt-Forianer ganz eindeutig empfindlich und für meine Begriffe überrreagiert und, schlimmer noch, eskaliert! Es ist echt bedauerlich und beschämend, wie sich einige wie Geier auf diesen Thread stürzen um zu eskalieren.

    Anja schreibt im Grunde immer von Ihrer Meinung und wie sie es machen würde. Nicht jeder muss es so machen, das sagt sie an keiner Stelle. Die Verallgemeinerungen kommen praktisch durchweg von Seiten der Alt-Forianer, "so und so musst Du das machen, sonst wird das nix", blabla .... Anja hat Recht, dass sie auf so ein besserwisserisches Getue der scheinbar Allwissenden gar nicht eingeht. Wenn, dann muss sie ihre eigenen Fehler machen und sie hat das Recht dazu.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Es würde viel zu weit gehen, wenn wir jetzt hier über die verschiedenen Bedeutungsebenen von Ästhetik philosophieren würden.

    Die Leute hier, die ernsthaft an moderner Aquaristik interessiert sind und lernen wollen, sollten mir einfach mal glauben oder sich selbst an anderer Stelle intensiv informieren,

    dass es durch die Neurowissenschaften und deren bildgebende Verfahren (Verbindung von visuellem System ,u.a. Augen, zu limbischem System, Gefühle) bewiesen ist, dass es universelle Ästhetikregeln gibt,.

    Gezielt können also bestimmte Emotionen durch die Anwendung spezifischer Regeln ausgelöst werden. Hier nur ein paar Stichworte:

    Gruppierung, Wiederholung
    Farbe
    Assoziationsweckung
    Bedeutung von Linien und Flächen
    Unterteilung der Flächen
    goldener Schnitt
    Aufmerksamkeitslenkung
    Licht und Schatten
    Proportionslehre, Proportionsverschiebungen
    perspektivische Darstellung, optische Täuschungen
    Reduktion

    Es ist also möglich, ein Aquarium gezielt (nicht zufällig intuitiv) durch die Einhaltung bestimmter Regeln so einzurichten, dass es beim Betrachter ein Optimum an guten Gefühlen auslöst.

    Die Vertreter der traditionellen Aquaristik sollten nicht weiter versuchen, die Fachdiskussion hier zu erschweren. Wir sind nun mal angewiesen bei der Diskussion auf Fotos von Aquarien. Wir müssen diese kritisieren dürfen, ohne dass sich die Tradionalisten immer gleich auf den Schlips getreten fühlen. Wenn wir nicht gute und schlechte Beispiele offen diskutieren dürfen, bleibt alles viel zu theoretisch abstrakt.

  • Hi Anja,

    das worauf viele hier hinweisen ist jedoch, dass es teils recht schwierig ist, im Meerwasseraquarium die geplanten konkreten Vorstellungen umzusetzen.

    So ein Riff ist ein Kompromiss, viel mehr als im Süßwasserbecken, wo man mit der Scheere losrennt und alles entsprechend seiner Vorstellungen umschnipselt. Gesunde frische Pflanzen ohne Schwarzstellen/Algen etc. im Süßwasser sind auf Dauer komplizierter als manch Meerwasseranhänger meint, aber mit neuen Becken, den passenden Substraten und jungen Pflanzen geht das eigentlich erst mal nach Kochrezept X.

    Korallen sind da schon deutlich zickiger - Licht, Strömung, Ablagerungen, die ganzen Plagen, Nährstoffbalance/Spurenelemente, die individuellen Problemchen wo keiner weiß...
    Deshalb kam oft genug der Vorschlag, einfach mal 100 l selbst zu starten um das erst mal kennenzulernen.

    In der Tat, ich muss kein Huhn sein um festzustellen, ob das Ei was taugt oder nicht.
    Aber um ein Ei zu legen, wäre das schon ganz sinnvoll...


    Du redest die ganze Zeit von moderner Aquaristik und Traditionalisten, kritisierst x Becken, das ist halt recht unpassend von Anfängern. Da stehst Du auf einer ziemlich niedrigen Teppichkante zum runterurteilen - finde auch nicht alles toll, aber verkneife mir als Einsteiger das auch. Du kennst doch die ganzen Zwänge der MW-Aquaristik noch gar nicht. Der MW-Bereich ist ja nun auch noch nicht so alt - das Wort Traditionalist ist schon mal komisch in dem Zusammenhang. Alle sind ja permanent auf der Suche wie man die Tiere mit weniger Aufwand und kontinuirlichen Erfolgschancen am Leben erhält.

    Viele Grüße,
    André

  • Zitat

    Original von andrePankraz


    ..., kritisierst x Becken, das ist halt recht unpassend von Anfängern.

    Offensichtlich haben die Traditionalisten auch eine veraltete Vorstellung davon, wer kritisieren darf und wer nicht.

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Bernd,

    das ist also Dein Leisten, Philosophiestudium? Ich muss zugeben, ich kann mich da nur auf Laienwissen berufen ala Wikipedia:
    "Ästhetik (von altgriechisch ±ἴø·Ã¹Â aísthsis „Wahrnehmung“, „Empfindung“) war bis zum 19. Jahrhundert vor allem die Lehre von der wahrnehmbaren Schönheit, von Gesetzmäßigkeiten und Harmonie in der Natur und Kunst." Heute ist es etwas erweitert, es entspricht aber noch meiner Grundauffassung von Ästhetik und ich denk nicht nur meiner ...

    Hallo Hans-Werner,

    Deinen ersten Satz habe ich leider nicht ganz verstanden, Du aber wohl aber auch noch nicht den Unterschied zwischen Begrifflichkeiten (aus Wikipedia) und geistigen Inhalten. Es geht in der Ästhetik eben gerade nicht um Deine oder meine Grundauffassung, weil diese individuell und an Erscheinungsformen gebunden sind.
    Gesetzmäßigkeiten gibt es für Erscheinungsformen, z.B. für das Barock oder den Bauhausstil, nicht aber dafür wem was gefällt. Ästhetik bezieht sich aber auf das Gefallen.

    Nicht verstanden hast Du wohl auch die Gründe für die negativen Reaktionen auf die Schreiberin. Wenn man in einem Forum etwas diskutieren will, so muss man auch auf die Argumente anderer Leute eingehen. Bezeichnend, dass Du dies alles als "besserwisserisch" abqualifizierst. Geht es hier nur um unangenehme Selbstdarstellung?
    Zum agressiven Touch hast Du besonders viel beigetragen. Wie lautete doch Deine Formulierung: "Wenn ich den Thread nicht verstehe, muss ich doch nicht meinen Senf dazugeben und noch dazu in aggressiver Weise."

    Gruß

    Bernd

  • Sicher Bernd, dann war der Thread vorher wohl Friede, Freude, Eierkuchen und für Haarspaltereien fehlen mir Zeit und Nerv.

    Danke

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Anja

    Offensichtlich haben die Traditionalisten auch eine veraltete Vorstellung davon, wer kritisieren darf und wer nicht.

    Nun ja, mich als Traditionalisten der MW-Aquaristik zu bezeichnen wäre etwas albern, ich bin da auch recht frisch drin.
    Du magst mich als Traditionalisten einer guten Kinderstube bezeichnen, dann wird was draus :winking_face:

    Du gehst immer nur auf die Hälfte der Kritiken ein, kritisieren kann man nur (zumindest in dieser extremen Form bzgl. "Ihr seid alte Aquaristik"), wenn man wenigstens etwas davon versteht.

    Und Du bist davon für die MQ-Aquaristik noch deutlich weiter entfernt als der berühmte Biertrinkende Fußballfan aka "Wir sind alle Trainer".

  • Hallo

    Beratungsresistenz ist eines der Grundübel in unserem Hobby und führt leider zum Großteil zu Tierverliusten - das ist schade. Mich stört hier der Ton überhaupt nicht. Die Idee von Anja ist auch gut. Aber wenn erfahrene Aquarianer sagen, dass es bei dieser Beckengröße und schon gar nicht bei einem Anfänger funktioniert, sollte man das auch akzeptieren und erst einmal selbst Erfahrungen mit erfolgreichen Aquariensystmen machen.

    Überlegt doch mal, wieviele Aquarien von Anfängern mit Zeovit-Methode oder DSB gescheitert sind, nur weil die Händler diese Methoden auch Neulingen (die die Prozesse gar nicht püberschauen) empfehlen. Ich denke z.B. das herkömmliche einfache und bewährte "Berliner System" - welches über Jahre erfolgreich funktioniert hat - hätte viele Anfänger weiter gebracht und Verluste minimiert. Das gleiche Problem sehe ich auch hier.

    Die Anja kann das Wachstum der Niederen und die Reaktionen auf Strömung, Licht usw. noch gar nicht einschätzen. Auch braucht sie Erfahrung zur Behandlung von Korallen. Ständig gekürzte Korallen sehen irgendwann auch "Sch..." aus und verlieren dann ihre Estetik. Leider stößt man mit dem Prinzip "ich brauche noch einen roten, einen blauen und einen gelben Fisch" schnell an die Grenzen, weil diese vielleicht gar nicht ins Becken passen. Das gleiche gilt für Korallen. Die meisten Aquarien funktionieren doch nur, weil wir ein Geflecht an Prozessen und Organismen aufbauen, indem die einzelnen voneinander abhängig sind. Schnell sucht man für ein Problem (z.B. Planarien) eine Lösung und muss dann von seinen Vorstellungen abweichen. Damit das alles funktioniert braucht es Praxis und Unterstützung. Diese Unterstützung will sie aber nur akzeptieren, wenn es in ihre Meinung passt. Soll sie doch ihre Erfahrungen sammeln ...

    beste Grüße Andre´

  • Zitat

    Original von Andre Luty
    Leider stößt man mit dem Prinzip "ich brauche noch einen roten, einen blauen und einen gelben Fisch" schnell an die Grenzen, weil diese vielleicht gar nicht ins Becken passen.

    Du hast offenbar von den Prinzipien moderner Aquaristik soviel verstanden wie der, der statt Gustav immer Gasthof versteht.

    Was soll ich da meine Zeit noch mit weiteren Erklärungen vergeuden!

    Gruss
    Anja

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Sicher Bernd, dann war der Thread vorher wohl Friede, Freude, Eierkuchen und für Haarspaltereien fehlen mir Zeit und Nerv.

    Danke

    Hans-Werner

    Nein, Hans-Werner, es geht hier nicht um Haarspalterei, sondern darum, dass Du anderen Leuten mit anderer Meinung nicht das Verstehen absprechen und deren Beiträge als Senf bezeichnen solltest, schon gar nicht, wenn man selbst etwas nicht ganz richtig verstanden hat.

    Um was es in der Sache ging, hat Ina sachlich auf den Punkt gebracht. Wenn jemand, der ein paar gestalterische Gesichtspunkte aufgeschnappt hat, in praktischer Umsetzung aber keine Ahnung hat, sich arrogant als Messias gebärdet, anstatt seine Denkansätze mit praktischen Erfahrungen anderer Leute zu bereichern, muss man sich über Ablehnung nicht wundern.

    Wem Zeit und Nerv für eine Diskussion fehlen, wird nicht gezwungen sich daran zu beteiligen.

    Gruß

    Bernd

    Bernd

  • Anja

    es geht hier doch nicht um den Fisch. Du kannst das genau so auf Steine, Korallen usw. beziehen. Die lassen sich meist nicht so bekommen wie man sie haben will. Und sie lassen sich auch nicht wie eine Pflanze erziehen. Das Hauptproblem ist die Beratungsresistenz vieler Neuanfänger mit solchen Vorstellungen.

    Grüßle Andre´

    2 Mal editiert, zuletzt von Andre Luty (8. Februar 2013 um 11:18)

  • HI,


    ich bin bei einigen Ausführungen auf Anjas Seite ( in Sachen Beckeneinrichtung) Ab und An, vermute ich, dass sie schon mal vom Wickeltisch geplumst ist.

    Geschmäckerstreiterein haben noch nie gut geendet. Anjas Wünsche sind ja nix besonderes, wenn sie ihre Meinung etwas verständnisvoller verTRETEN würde hätte sie vielleicht mehr Zuspruch.


    Ich habe 3 Schuppen auf den Hintern,
    ich bin ein Biber

    283x130x87

  • An die "traditionellen" Aquarianer unter uns:

    Nach Anjas letzter Aussage wird wohl eher anders herum ein Schuh draus - wir sollten unsere Zeit nicht mir ihr vergeuden, sondern lieber unsere Energien anderswo investieren.

    Alle (selbst jetzt noch) gut gemeinten Ratschläge scheinen ja nicht auf besonderes Interesse zu treffen.

    Schade um die Tiere, aber ich werde Anja ihre Erfahrungen selber machen lassen.

    Ina

  • Hi Anja,

    ich kann Deinen Wunsch ja nachvollziehen. Optik ist mir beim AQ auch wichtig.
    Es gibt ja diese 2 großen und das 80l Becken was Dir gefällt (mit übrigens auch).
    Ich würde mich aber schon mal von Dir über eine Zeichnung freuen!
    Gerne kannst Du auch an meinem Bsp mal etwas einzeichnen. Aber bitte laß den rechten Stein stehen wie er steht, höchstens verschieben! Ich denke Du hast so in etwa die gleichen Vorstellungen wie ich von einem Becken.
    Habe ihn gestern mal gedreht, aber die Rückseite wenn der Überhang nach links zeigt sieht s*****e aus

    @alle Meckerer: Warum schreibt Ihr eigentlich noch, wenn es euch hier so stört?

    Gruß Daniel

    2 Mal editiert, zuletzt von witzbold (8. Februar 2013 um 11:22)

  • Hallo André,

    ich glaube, der Begriff "minimalistisch" ist auch schon von Anja gefallen. Mittlerweile sind schon so viele Meinungen zu hören gewesen, was sie gemeint und gesagt haben soll, dass man vielleicht nachlesen muss.

    Für mich ist ein minimalistisches Becken ein Becken mit einer starken, um nicht zu sagen maximalen Beschränkung von Arten. Ein Sammelsurium sieht immer bescheiden aus und genau darum geht es meiner Auffassung nach in diesem Thread nicht (Edit: oder gerade darum!). Auch die von Anja gezeigten Vorbilder sprechen eine relativ klare Sprache: Übersichtlichkeit, Widerholung, Struktur.

    Anja stellt sich offenbar eine Riffschlucht vor. Meine persönliche Vorstellung von einem minimalistischen Nanobecken geht noch wesentlich weiter: In einem Becken, vielleicht 50 x 50 x 40 würde ich lediglich einen schiefen Hügel aus Steinplatten formen, der nirgends den Scheiben und auch nicht der Oberfläche zu nahe kommt. An der offenen Seite ragen die oberen Steinplatten über, so dass sich ein Überhang mit Spalten und Höhlen ergibt, der auch von Korallen nicht zugewachsen wird. Den vielleicht fest gemörtelten Boden würde ich zu den Steinplatten hin ansteigen lassen, so dass sich vom Boden zur schrägen Ebene der oberen Steinplatte ein übergang bildet. Ich würde versuchen, den ganzen Boden und die Steinplatte mit irgend einer rasenartigen, wuchernden Art zuwachsen zu lassen, vorzugsweise Pachyclavularia. Dieser Rasen wird nur durch wenige Akzente unterbrochen, das könnten ein paar Scheibenanemonen oder eine Sinularia brassica und sagen wir eine Hirnkoralle oder eine Acanthastrea sein, robuste Arten, nur ganz wenige, vielleicht drei. Dazu und Pärchen Hippolysmata und/oder ein Pärchen Chrysiptera, also nur robuste Arten. An Technik vielleicht zwei Propellerpumpen, nach Möglichkeit versteckt. Statt Abschäumung macht man Wasserwechsel.

    Wo wäre das konkrete Problem? Es gibt Verstecke, es sind robuste Arten, die viele schon in den Achzigerjahren halten konnten, es ist simpel und puristisch, sieht vielleicht künstlich aus, aber was wäre sonst dagegen einzuwenden?

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (8. Februar 2013 um 11:25)

  • Bernd,

    schau Dir einfach den Thread unmittelbar vor dem Beitrag an, es geht nur noch "die hat gesagt", "die hat gemeint", "die ist ...", es ist nicht das geringste Interesse am Thema zu sehen. Wozu solche Beiträge, hat man zu viel Zeit? Warum klinkt man sich nicht einfach aus?

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    das Problem ist doch, dass man als Anfänger ein minimalistisches System in diesem Hobby kaum beherrscht.

    beste Grüße Andre´

    Einmal editiert, zuletzt von Andre Luty (8. Februar 2013 um 11:44)

  • Hallo Hans-Werner,

    ich hatte es schon vorher gesagt, alle haben hier bis zu einem bestimmten Punkt versucht zu helfen, zu verstehen, Erfahrungen einzubringen und Ideen gezeigt. Bis zu dem Punkt wo es von ihr aus persönlich wurde! Yadda yadda blah blah, was sie will, meint, denkt, interessiert mich nicht die Bohne. Arrogante Menschen gepaart mit Nichtwissen sind mir ein Greul.

    Aber egal, zurück zum Thema und zu Deiner Idee, die ich nicht schlecht finde von Deiner Beschreibung her und auch für die anderen habe ich mal 2 Links rausgekramt die, MEINEM ästhetischen Empfinden nach, recht gut gelungen sind. Dazu auch eine Beschreibung des Beckens und der Weg zum fertigen Becken. Kann natürlich sein, dass ihr das schon kennt :winking_face:

    Aquascaping the Reef Tank und dazu ein kurzer Post auf Reefbuilders.

  • Hallo,

    viel interessanter ist der Weg dorthin, schaut mal hier http://www.nano-reef.com/featured/_/2010/sushi-r39

    Leider gibt es nach dem Idealzustand (2010) keine Bilder mehr. leider gibt es auch keine Aussage mit welcher Aquaristischer Vorbildung er dieses Becken entwickelt hat.

    Habt ihr mal verfolgt, wie sich der Tierbesatz in dem Becken geändert hat.

    Beste Grüße Andre´

    Einmal editiert, zuletzt von Andre Luty (8. Februar 2013 um 12:02)

  • Hallo Hans-Werner,

    verfolge die Diskussion einfach einmal vom Anfang an: Da kommt jemand und sucht Ratschläge, weil man wörtlich "Laie" sei und "von der Materie keine Ahnung habe". Dann bringt man seine Gestaltungsideen ein, sicher nicht uninteressant, aber da sie sich vornehmlich aus Elementen der Kunst rekrutieren mit Umsetzungsproblemen behaftet. Auch strebt, wie es Ingrid schön beschrieben hat, nicht jeder ein Kunstwerk an, sondern hat auch andere Ziele.
    Auf sachliche Vorbehalte werden nun die erbetenen Beispiele von Aquarianern als "Gelsenkirchner Barock" verspottet, man spricht von "Supermarktregalen" und "altem Murks statt state of the Art", bezeichnet die "geliebten Aquarien als ....böses Wort... im Vergleich zur modernen Aquaristik" und spricht von "Grundregeln der modernen Aquaristik" und deren "Handwerkszeug", wobei man doch nach eigenem Bekenntnis von der Materie keine Ahnung habe.
    Wer dies alles nicht versteht, verstehe auch statt "Gustav immer Gasthof" und die abweichenden Ansichten werden als "shit storm" bezeichnet.

    Dass derartige pubertäre Verhaltensweisen einer offensichtlich sehr selbstbewussten jungen Dame mit laienhaftem Hintergrund und weniger gut ausgeprägten Umgangsformen bei den als "Traditionalisten" abgestempelten Aquarianern, unabhängig von richtigen Gedankenansätzen, auf wenig Gegenliebe stößt und hier im Forum so nicht erwünscht ist, dürfte nun wirklich nicht schwer zu verstehen sein.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo zusammen,

    1) Das Problem, was ich an diesem Sushi-Becken sehe, hier wurde tatsächlich nach Farben zusammengestellt und es sind viele Tiere zusammen, die sich nicht vertragen. Nach zuverlässigen Informationen sind die Seriatopora-Arten besonders empfindlich gegen Krusten-Gift, also nicht die ideale Kombination. Ich bin der Meinung, Purismus und bunt sind schon ein Widerspruch. Farbig ja, bunt nein.

    2) Gut folgendes ist kein Anfänger-Problem, aber z. B. Scheiben, wenn die mal eine Weile in einem Becken sind, wuchern sie alles zu, Überschüsse sind quasi Abfall und ohne scharfe Hilfsmittel kaum totzukriegen, überleben sogar auf Lebendgestein. Mit manchen rasenbildenden Weichkorallen ist das ähnlich. Packe ich diese beiden Komponenten in ein Becken, muss ich nur noch eine passende Lobophytum finden.

    3) Ich habe doch nur Anfänger-Arten aufgezählt, wo ist da die Schwierigkeit? Bei denen ist es nicht wirklich ein Unterschied, ob ein Becken 60, 100 oder 200 l hat, man wird sowieso prozentual größere Wasserwechsel machen, je kleiner das Becken, desto einfacher.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Bernd,

    Du wirst es nicht glauben, ich hab´s gelesen. Die "viel zu dünnen Stäbe" zum Abstützen ist eine Gorgonie. :grinning_squinting_face: Naja, Vorstellungen sind unterschiedlich, es gibt viele Leute, die finden Gelsenkirchener Barock gemütlich, man kann aber auch fragen, was die Kiesfläche im japanischen Garten soll. Was, das soll Wasser symbolisieren? Sicher!

    Wenns alle stört, kann sich Anja alleine austoben, so einfach.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo,

    was bei beiden Becken wieder sehr stört, ist die dominat sichtbare Technik/ Strömungspumpe. Hier liegt wohl auch ein Kernproblem bei kleinen Becken.
    Lösungsmöglichkeiten sehe ich möglicherweise in der Intergration in Gestein (vielleicht ausgehöhlter lebender Stein oder Konstruktion eine Hülle mit Stein und Mörtel).

    Gruß

    Bernd

  • Ja, Bernd, das ist das eine Problem, das noch größere: In meiner maximal reduzierten Vorstellung soll nichts die Wasseroberfläche stören, sie soll ein perfektes, leeres (außer Oberflächenbewegung und Spiegelungen) Quadrat sein. Aber wohin mit den Kabeln? In eine Ecke kleben? Wahrscheinlich.

    Nochwas, ich glaube ich habe in allen Links noch nichts wirklich reduziertes gesehen, nichts, was so reduziert ist, wie manche Süßwasser-Amano-Becken. Irgendwie scheint Verzicht, Sparsamkeit, Einfachheit, Klarheit nicht die Sache der Riffaquarianer. :winking_face:

    Grüße

    Hans-Werner

  • In San Diego hatte ich einmal ein freistehendes Aquarium gesehen, bei dem die Kabel tatsächlich durch eine abgedichtete Bohrung in der hinteren unteren Beckenecke geführt wurden. Machbar ist das, aber ob es sich lohnt die andere Frage.
    Denkbar wäre für mich eine relativ kleine Steinverklebung in einer hinteren Beckenecke zur Kabelverdeckung.

    Minimalistische Beckengestaltungen habe ich schon mit Becken mit reinem Besatz von Actinia equina und einem weiteren mit Seenelken im Lissaboner Aquarium gesehen. Als reines dekoratives Element sah dies auch ganz toll aus, aber wer strebt dies schon an? Den meisten Leuten unter uns geht es doch eher um die bunte Vielfalt im Riff.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    mich würde eine "Designstudie" von Anja jedenfalls interessieren.

    Zitat

    Denkbar wäre für mich eine relativ kleine Steinverklebung in einer hinteren Beckenecke zur Kabelverdeckung.

    Das würde ich als Stilbruch empfinden. Es soll nichts derartiges auch nur in die Nähe der Scheiben. Eine saubere Lösung wäre für mich das überkleben mit einer schwarzen Kunststoffschiene, Rückseite riffuntypisch ebenfalls schwarz, wegen der Farben, oder offen mit allseitigem Einblick. Die Stilisierung würde ich schon recht weit treiben, etwas analog zu einem japanischen Garten.

    Was heißt "als rein dekoratives Element"? Man kann ebenso wie bei einem bunten Becken versuchen, die maximale Schönheit herauszuholen, bei wenigen Arten wahrscheinlich noch wesentlich besser weil man sich auf die paar Arten konzentrieren kann. Oder um was geht es den meisten Riffaquarianern? Doch nicht wirklich um einen Einstieg in die Tiefe, oder? Außerdem wirst Du auch in so einem reduzierten, "artenarmen" Becken noch viel mehr Arten beobachten können als auf den ersten, oberflächlichen Blick da sind, nicht nur mit einem Mikroskop, aber auch. :grinning_squinting_face:

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (8. Februar 2013 um 15:54)

  • Mal ganz anders angedacht - hier gibt es doch schon einige Aquarianer, welche schon riesige Fortschritte bei Azo-Becken machen

    - für mich ist diese Form der Aquaristik das Moderne - das Neuste und zugleich auch Schwierigste

    Mal abgesehen davon,

    gestern sah ich in einem kleinen (60l) Händlerbecken einen Stein, darunter einen Knallkrebs mit Grundeln, noch einige niedere Tiere (Einsiedler, Schnecken) ein paar Grün-Algen und rundum nur schönen weißen Sand - das ist doch purististisch und sah wirklich stark aus - natürlich auch durch die Beobachtung der Symbiose der beiden Tiere.
    -ich selbst will jedoch einen Korallengarten mit vielen Fischen :grinning_squinting_face: Ich steh dazu :aetsch:

    Ich finde die Diskussion ansich sehr interessant - vielleicht kann man auf eine sachliche Besprechung zurückkehren und von beiden Seiten neu beginnen.

    mfg

    Michael

  • Zitat

    Original von Michael Ortner

    Ich finde die Diskussion ansich sehr interessant - vielleicht kann man auf eine sachliche Besprechung zurückkehren und von beiden Seiten neu beginnen.

    Ich könnte mir eine Fortführung der Diskussion vorstellen, wenn künftig auf Behauptungen verzichtet werden würde wie:

    das kann sowieso nicht funktionieren
    ein Becken unter 100 Liter ist dafür sowieso zu klein
    die Plagen werden jeden Ansatz von Ästhetik im Keim vernichten
    das Wachstum der Korallen wird die ästhetische Gestaltung über kurz oder lang einfach hoffnungslos überwuchern
    die moderne Aquaristik kann Fische nicht artgerecht halten, weil sie diese nur nach den ästhetischen Kriterien der Farben und nicht nach ihren Bedürfnissen auswählt
    usw.

    und stattdessen konstruktiv diskutiert werden würde, wie das Projekt am besten umzusetzen ist. Also sehr konkret, z.B. Kabelführung: wie am besten? Bohrung, Steinabdeckung, schwarzes Kabelrohr, usw.?

    Wenn dann nach produktiver Diskussion ein Konsens oder eine deutliche Mehrheitsmeinung erzielt wurde, würde ich das jeweils praktisch umsetzen und hier dokumentieren. So hätten wir am Ende ein gemeinsam konzipiertes real laufendes Meerwasseraquarium moderner Art.

    Voraussetzung wäre, dass die Leute, die sich in der Diskussion bislang überwiegend destruktiv verhalten haben, (eskalierend, mobbend, zum Boykott aufrufend, über ihre Brechgefühle berichtend, den smilie nahmen, wo einer dem anderen auf den Kopf kotzt, mehr metakommunizierend als sachlich interessiert waren usw.) in der weiteren Diskussion keine Schreibrechte bekommen. Vielleicht könnte man einen so geschützten Bereich für die moderne Aquaristik einrichten.

    Gruss
    Anja

  • Hallo Anja,

    unglaublich wie man so von sich eingenommen sein kann. Verstanden hast Du rein gar nichts, was hier Ärger ausgelöst hat! Wirklich schade um das Thema, ich bin raus.

    Gruß

    Bernd

  • Hans-Werner,

    eigentlich würde ich lieber sofort noch einen Gang höher schalten und die ersten Punkte mit euch abarbeiten:

    Beckenmasse (Bedingung max. 100 Liter brutto) festlegen
    Technik wo?
    Welche Technik?
    Skizzenvorschläge zur Gestaltung
    usw.

    Ich würde am liebsten gleich das Becken kaufen oder bauen lassen, um so schnell wie möglich Fotos zu ermöglichen, wie es aussieht, wenn man wo welche Steine platziert und dann das Ganze jeweils produktiv diskutieren und vereinbaren.

    Suche jetzt erfahrene aufgeschlossene Aquarianer, die meinen Enthusiasmus nicht bremsen, sondern ihn mit mir teilen möchten.

    Gruss
    Anja

  • Ich ignorier das beidseitige Öl ins Feuer gegieße mal.


    Bei einer Bohrung in der Bodenplatte, wäre wohl nur eine Schachtlösung sicher - sonst ist ja ein großes Risiko da, sollte die Bohrung einmal undicht werden - damit wäre aber Hans-Werners Idee nicht realisierbar, denn er würde kein Gestein bis zur Wasseroberfläche wählen.

    Bei der Palstikblende an einer Ecke sehe ich das Problem, dass diese schnell mit Kalkalgen zuwachsen würde - die kann man kaum sauber halten denke ich. Dann könnte sehr wohl der kleine Steinschacht wie von Bernd angedacht funktionieren - dann aber ohne TB.

    mfg

    Michael

    Einmal editiert, zuletzt von Michael Ortner (8. Februar 2013 um 19:23)

  • Hallo Michael,

    wäre toll, wenn du mit machst. Mich juckt es in den Fingern, inhaltlich was zur Kabelführung vorzuschlagen, aber ich warte erstmal ab, was der Admin zur Einrichtung einer geschützten Zone für unser Projekt sagt.

    Gruss
    Anja

    Einmal editiert, zuletzt von Anja (8. Februar 2013 um 19:32)

  • Es hört leider nicht auf, auch jüngste Beiträge (mwx, Peter J) zeigen meiner Meinung nach die Notwendigkeit eines geschützten Bereiches, um in Ruhe produktiv diskutieren zu können.

    Wäre es vielleicht sinnvoll, eine Umfrage über die Einrichtung eines schreibgeschützten Bereiches für das Projekt durchzuführen, damit es eine demokratische Entscheidung wird?

    Einmal editiert, zuletzt von Anja (8. Februar 2013 um 19:42)

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