Das ewige Thema "Cyanos"

  • Hallo,

    Habe seit sehr langer Zeit ruhe vor der roten Pest gehabt nun fängt langsam und stetig meine Cyano Plage sich auszubreiten.

    Mein Becken steht ca 1 Jahr.
    LS ca. 80-100kg davon ca. 20kg im Technikbecken.

    Leuchten HQI ca 6 monate alt BLV 14k und T5 ca. 3 monate.

    Meine Werte :

    Nitrat: 1
    po4: laut Rowa-> bei der Farbscale (mg/l P = 0,03 und bei mg/l po4 hoch 3- =0,092)
    mg: 1200-1250
    ca: 380-440

    Sind das Reinstwasser cyanos ?

    Habe Stromung erhöht, wieder normal eingestellt aber keine Resultate. Auch Ozon und Uvc ausgeschaltet auch kein Erfolg.

    Was kann ich noch machen, was würdet ihr mir aus Erfahrung als nächstes empfehlen ?


    Absaugen bzw. Aufwirbeln und Bakterien blüte erzeugen damit ich cyanos keine Fläche zum besetzen bekommen ?

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    Gruß

    Cemil

  • HI

    Welches Salz , welche Salinität. Welche Spuren und wieviel
    was für einen Bodengrund

    Welcher No3 Test
    und welche Futtermittel und Amino gibst du zu

    Sonstige Wasseraufbereitung

    Was für Lebende Steine waren es

    Kennst du den Po4 Hitzetest ?

    Gruss

  • Nutze ionenaustauscher gerade frisch gefüllt silikat 0

    Salz eigentlich immer TM pro reef nur jetzt habe ich um das Salz mal zu wechseln einmalig welke balabce salz geholt.

    No3 ist mit jbl getestet

    Amino und spurenelemente gebe ich nocht zu.

    Salzgehalt zw. 1023 und 1024.

    Boden livesand carribean ocean direkt.

    1 mal am tag gefrorene artemia und 1 - 2 mal flockenfutter. = msl tetra marine flockenfutter und mal dr besslers food

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    Gruß

    Cemil

  • Hi Cemil,

    wo breiten sich die Cyanos denn bei Dir aus? Nur auf dem Sand oder auch auf den Steinen?

    Bei mir traten Sie vor ca. 2 Monaten plötzlich auf, allerdings nur auf´m Sand. Wasserwerte waren stabil, allerdings hatte ich angefangen mit Spurenelementen...

    Ich habe viele Artikel darüber gelesen. Neben grabenden Schnecken, Seestern und Grundel, hatte ich mir als Verstärkung einen Sanddollar geholt. Der Sand wird also ständig auf natürliche Weise umgepflügt. Nach -ungelogen- 1,5 Wochen waren die Cyanos verschwunden und sind bis heute nicht wieder gekommen. Also bei mir hat die Methode stören,stören, stören sehr gut geholfen.

    Viele Grüße

    Michael

  • hi, ich habe grabenden seestern, seewalze, schnecken usw. die verbreiten sich auf dem Sand und Steine.

    habe mich auch lange schlau gelesen und vieles versucht aber keine Wirkung. ich weiss nur nicht wenn Wodka oder hefe oder sonstige Kohlenstoff zu gebe um bakterienpopulation zu vermehren was bringt? mein gedanke, dass die cyanos keine besiedlungsfläche mehr haben.

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    Gruß

    Cemil

  • Hallo,

    hab ne kurze Frage dazu, also ich kenne den Po4 Hitzetest nicht, wie genau funktioniert der? Danke Michaela

  • Du nimmst eine Probe, erhizt diese ein paar Minuten auf min 80°, lässt sie abkühlen und misst wieder. sollte die probe etwa das gleiche Ergebnis liefern wie die normale Messung ist alles io. misst du einen drei bis x fach höheres Ergebnis, dann hast du evtl. Depots.

  • Was hast du bei der letzten Cyano-Plage unternommen?
    Ich tippe mal auf den Bodengrund.

  • mein bodengrund ist nicht mal ein Jahr alt, ich habe es damals neu geholt nicht irgendwo übernommen. Ich Glaube nicht das es am Bodengrund liegt.

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    Gruß

    Cemil

  • Du hast doch geschrieben, dass du schon einmal eine "Rote Pest" hattest - wie hast du es damals gelöst.
    Da dein Bodengrund neu ist, denke ich, dass du diesen getauscht hast ?

    Ich schreibe das, da ich dieselbe Erfahrung gemacht habe. Feiner Bodengrund, ein paar Zentimeter hoch, mit Baggergrundeln und grabenden Seesternen, Lippfischen - trotzdem bekam ich massiv Cyanos - Bodengrund raus - Becken brauchte zwar wieder einige Zeit bis es sich erholte (Cyanios verschwanden, dann fast eine neue Einfahrphase), dann brachte ich wieder neuen Bodengrund ein - Cyanos kamen nach circa einem Jahr wieder - Bodengrund raus - Becken wieder in einer neuen Erholungsphase, wird jetzt aber wieder

    Fazit für mich - kein Bodengrund mehr.
    Diesselbe Erfahrung beschreibt auch Torsten Luther (Korallenwelt) immer wieder.

  • Nein, ich habe den Boden nicht getauscht, da ich wußte bzw. Weiß das livesand zu cyanos neigt.

    Damals habe ich es mit zig tieren und rum experemtieren und viel gedult bewältigt jedoch, jetzt hilft das alles von damals nicht.

    Ich weiß nicht wie die Erfahrungen mit dem neuen wundermittel cyanocontrol sind..... ???

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    Gruß

    Cemil

  • Ich Glaube nicht das es am Bodengrund liegt.

    Mit Glauben allein kommt man nicht weit. Ich habe es ja nun schon 100 mal beschrieben: Einfach das Lückenwasser des Bodengrundes mit einem guten Test auf Phosphat prüfen!

    Oder einfach an Wundermittel GLAUBEN - jeder wie er möchte!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Lückenwasser heißt ?

    Also mit glas bodengrund entnehmen dann sand im glas sacken lassen und das wasser testen ?

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    Gruß

    Cemil

  • phalaena sind sehr nützlich und gut gegen Cyanos aber wenn man Livesand hat funktioniert das nciht sie wirbeln ständig den super super feinen sand auf und die Pumpe tragen es fort und sorgen für den rest zu dem ständige Trübung im wasser durch das Aufwirbeln und last but not least sie lassen ständig alles auf Korallen fallen.

    Wenn man eine Muschel oder sonstiges auf dem Boden hat wie ich ist das problematisch.

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    Gruß

    Cemil

  • Hi Cemil

    po4: laut Rowa-> bei der Farbscale (mg/l P = 0,03 und bei mg/l po4 hoch 3- =0,092)

    Du mußt den 2. Wert hernehmen.
    Und 0,09 finde ich jetzt nicht so wenig.
    Wenn dann im Bodengrund nur mehr ein bißchen mehr drinnen ist, wundert es mich nicht.......

    Vor allem in Verbindung mit einem No³ von 1, hast Du ein massives Ungleichgewicht.

    Würde mal massiv den Po4 senken. Nicht zu schnell, das mögen Deine Korallen nicht, aber doch um einiges absenken.

    Was den Bodenwassertest angeht, such mal nach " tasse ", denke da solltest Du in der Boardsuche fündig werden.....

    LG,
    Wolfgang

    Man muss wissen, bis wohin man zuweit gehen kann!
    reefdesign.eu

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang_Suchy (28. April 2012 um 13:39)

  • Vor allem in Verbindung mit einem No³ von 1, hast Du ein massives Ungleichgewicht.


    Hallo,
    wie soll den das verhältniss Po4 zu No3 sein?

    Gruß
    Roman

  • Also mit glas bodengrund entnehmen dann sand im glas sacken lassen und das wasser testen ?


    UMRÜHREN - dann testen!

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  • Mich würde das Verhältnis auch interessieren bis wieviel das kann man ja erlesen aber bei wieviel Nitrat ist wieviel po4 bedenkenlos und umgekehrt.

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    Gruß

    Cemil

  • Den test werde ich heute machen, habe aber trotzdem zur Sichherheit eine Handvoll Diakat B plus ins Technikbecken rein getan.

    Ist eine Handvoll zu wenig für 600liter um den po4 wert von 00,9 auf wie empfohlen auf ca 00,1 bis 00,2 zu bringen ?

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    Gruß

    Cemil

  • Nach dem Einsetzen des Absorbers po4 nun nahe 0 im Wasser aber im Boden bei ca 0,3 .

    Wie nun vorgehen ? Weiter Absorber einsetzen und Gedult aufbringen bis der Boden nach und nach po4 abgibt oder bodengrund austauschen ?

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    Gruß

    Cemil

  • @ toto : Lies doch den ganzen Thread dann weißt du es.

    @ all : Würde es auch gehen wenn ab und an den Boden durchwühle und das po4 ins Wasser freisetze und der Absorber es dann absorbieren kann oder bringt das nicht, weil es sich in fester Form abgelagert hat und das dauert länger.

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    Gruß

    Cemil

    2 Mal editiert, zuletzt von Cemil (4. Mai 2012 um 10:33)

  • Cemil, ich schreibe das nun schon "gefühlte 100 Jahre" und immer wieder fragen die Leute dasselbe, Bodengrund ist, besonders bei nicht ausreichender Pflege, eine riesige Phosphatfalle.
    Du siehst es ja nun an Deinen gemessenen Werten: 10 fach höher, als im Freiwasser, ist noch gar nichts!

    Wieviel Geld willst Du denn für Adsorber ausgeben????

    Saug einfach den Sand vorsichtig mit einem dicken Schlauch ab und ersetze ihn später(!) durch neuen, das kostet, verglichen mit den Adsorbermengen die Du bräuchtest, fast nichts!

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  • Ok,

    So mach ich das ! Der Livesand geht mir ehe schon mehr als genug auf den S... Ständig schwebeteilchen keine Grundel einsetzen, da sonst alles trüb und übermäßig schwebeteilchen im Wasser schwimmen.


    Was wäre eine Körnung die noch recht fein ist aber keine Probleme mit Grundeln oder Schwebeteilchen mitbringt.

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    Gruß

    Cemil

  • Hallo zusammen

    Ich beobachte in meinem Becken ähnliches...

    Nach einer Standzeit von nur vier Monaten Cyanos auf Gestein und Boden, die Messung von Phosphat ergab im Freiwasser 0.02 und das Lückenwasser im Bodengrund hat bereits 0.20... das trotz wöchentlicher Bodenpflege beim Wasserwechsel, grabendem Seestern usw...

    Da beginnt man sich ja schon zu fragen, wozu überhaupt noch Bodengrund im Riffbecken?!

    Gruss Ronny

    Einmal editiert, zuletzt von Ronny Meier (4. Mai 2012 um 11:53)

  • Wie würde ein Becken ohne Bodengrund aussehen ? Ist ja so wie wenn eine strpperin ihre reizwäsche nicht anhat, das macht es doch gerade so interessant.

    Ich für mein Teil werde einfach gröberen Boden nehmen, so das er besserdurchflutet wird und das ich noch ein bis zwei Grundeln einsetzen kann die denn Boden bearbeiten, somit denke ich wird dieses Problem nicht so schnell wieder auftauchen.


    Evtl ein po4 absorber immer mitlaufen lassen, so das sich garnichts irgendwo ablagern kann.

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    Gruß

    Cemil

  • Hi Cemil,
    an welche Korngröße hast Du gedacht?
    Wir haben in unserem ersten Becken 360l, steht seit mehr als 6 Jahren einen relativ groben Bodengrund ( 2 - 5mm ) genommen.
    Durch anfängliche Kalkwasserverwendung natürlich wundervolle Depots aufgebaut.......
    Umso gröber, umso mehr feiner Dreck sammelt sich. Haben bei unserem ersten Cyano Problem Phalaena Grundeln eingesetzt, hat gut geklappt, leider vertragen das einige LPS nicht, wenn sie immer zugerieselt werden....

    Haben auch schon einmal den kompletten Bodengrund auf 3x beim Wasserwechseln abgesaugt, gewaschen und wieder reingegeben, Ergebnis war binnen Kürze das selbe.....

    Zu fein ist natürlich mühsam, aber zu grob eine wundervolle Dreckfalle......

    Viel Erfolg,
    Wolfgang

  • Da beginnt man sich ja schon zu fragen, wozu überhaupt noch Bodengrund im Riffbecken?!

    Auch darüber werdet Ihr viel im Forum finden, hier das bisher größte Privatbecken was ohne Bodengrund gebaut wurde:

    Nettes kleines Wohnzimmerbecken

    aber auch hier:

    Mein neues Becken 1360L

    oder hier:

    Neueinsteiger mit Beckenvorstellung

    Das bedeutet ja auch nicht immer daß man vollständig auf Sand verzichten muß, wer´s mag kann doch einfach 5mm Sand obendrauf streuseln. Den kann man ohne große Mühe und Kosten immer mal tauschen.

    Gerade bei soganntem "Live Sand" habe ich aber auch schon 100 x höhere Phosphatwerte im Aquarium gefunden, da hört der Spaß für meine Begriffe dann aber auf.

    Vielleicht sollte man den Sand bei Neuerwerb kurz mit Seewasser aufschlämmen und dann auf Phosphat untersuchen, bevor man das in sein Aquarium gibt.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo Torsten

    Die sind mir bekannt, habe die Threads alle immer mitverfolgt, ist für mich eine absolut gelungene Lösung... und erspart einem wahrscheinlich so manche böse Überraschung :thup

    Gruss Ronny

  • Ronny, vielleicht sollte Marubis mal eine "Negative Haltungsempfehlung" für Cyanobakterien veröffentlichen, viele Leute könnten sich eine Menge Lesezeit ersparen. was in dieser Richtung vermutet und herumgepanscht wird ist unglaublich.

    In der Regel ist es einfach nur ein zu hoher Phospohatgehalt, meistens im Bodengrund oder gebrauchter Deko und beides ist, wie man hier so schön sieht, mit minimalem Aufwand und Kosten abstellbar!

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  • Wolfgang

    Wegen der Kerngröße das weiß ich nicht dachte schau mir einige Böden sprich Größen an und entscheide mich zw. Gefallen und guter durchflutung.

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    Gruß

    Cemil

  • Zitat

    Original von Korallenwelt
    Ronny, vielleicht sollte Marubis mal eine "Negative Haltungsempfehlung" für Cyanobakterien veröffentlichen, viele Leute könnten sich eine Menge Lesezeit ersparen. was in dieser Richtung vermutet und herumgepanscht wird ist unglaublich.

    In der Regel ist es einfach nur ein zu hoher Phospohatgehalt, meistens im Bodengrund oder gebrauchter Deko und beides ist, wie man hier so schön sieht, mit minimalem Aufwand und Kosten abstellbar!

    Hallo Thorsten,

    schön wäre es, aber so einfach ist es leider bei weitem nicht! So vielfältig die unterschiedlichen Populationen der Cyanobakterien sind, so unterschiedlich sind auch die Ursachen deren Massenvermehrung. Vielleicht solltest Du Dich einmal in einige Untersuchungen hierzu (z.B. der Universität Bremen) einlesen.

    Trotzdem viele Grüße

    Bernd

  • Ich glaube zu keiner Plage im MW Bereich wurde annähernd soviel geschrieben und diskutiert. Es ist wirklich das ewige Thema, das viele Rätsel mit sich bringt.

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    Gruß

    Cemil

  • Hallo zusammen,

    ich kämpfe nun seit ca. 4 Monaten mit Cyanos herum, das startete bei roten und wurde mit der Zeit zu grünen. Ich habe immer mal wieder abgesaugt, Abschäumer hoch und runter gedreht, Futterhäufigkeit und Art rauf und runter gewechselt, 2 grabende Schnecken eingesetzt, Salzsorte geändert, Dichte erhöht usw usw.

    Es hat alles NICHTSS geholfen!!!

    Schließlich habe ich dann den Kommentar von Thorsten gefunden und das Phospaht im Bodengrund gemessen.
    n.n. im Freiwasser, ca. 1 im Bodengrund. Ich habe dann einen Teil des Bodens abgesaugt, ausgewaschen und den "sauberen Sand" wieder ins Becken gebenen.

    Und siehe da, es ist nach mehreren Montaten herum doktern endlich besser geworden.

    Zunächst mal VIELEN DANK für deine gefühlten 100 mal wiederholen des Selben, ich habe es offensichtlich erst nach dem 101sten mal gefunden.

    Nun noch meine Frage: Ist es zwingend notwendig den Bodengrund aus zu tauschen, oder kann es auch durch eine bessere Pflege als bisher ausreichen. Oder anders gefragt: Das Phosphat steckt doch zwischen den Steinen, also der Schmodder und nicht am Kies, oder habe ich da eine falsche Vorstellung?

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

    3 Mal editiert, zuletzt von autoseam (9. Mai 2012 um 08:12)

  • Hallo Thomas,

    Phosphatdepots befinden sich nicht nur im Mulm zwischen den Steinen, sondern haften auch als dünner Belag auf den Einrichtungssteinen und den Steinen des Bodengrundes. Durch längeres Spülen und Reiben des Kieses kann man ihn aber durchaus reinigen.

    Dass Du mit dem Auswaschen des Bodengrundes Erfolg gehabt hast ist schön. Dies kann durchaus eine Erfolg versprechende Maßnahme sein, aber leider eben nicht generell.

    Ich hatte längere Zeit recht umfangreich und systematisch mit Cyanobakterien experimentiert und darüber auch schon mehrmals geschrieben. So war es mir z.B. möglich Cyanos in einem sterilen Vollglasbecken ohne jegliche Einrichtung oder Bodengrund bei ausgesprochen phosphatlimitierten Wasserverhältnissen stark zu vermehren. Dies ist bei den biologisch angelegten breiten Möglichkeiten der Cyanobakterien zur Nährstoffversorgung auch kein Wunder.
    Das Problem war nur, dass zwar immer wieder Gemeinsamkeiten eines bestimmten Stammes bei der Vermehrung bzw. Bekämpfungsmöglichkeiten zu beobachten waren (z.B. hinsichtlich Sauerstoffgehalt, Redoxpotential, Strömungsstärke, Nitrat-und Phosphatwerten sowie bakteriellem Konkurrenzdruck), aber diese Gemeinsamkeiten auch immer wieder durchbrochen wurden, wenn ich mit Stämmen aus anderen Becken experimentiert hatte. So vielfältig wie die unterschiedlichen Formen und Populationen der Cyanos, so verschieden waren auch die Ergebnisse.
    Daher halte ich allgemeingültige Aussagen und Hypothesen zur Bekämpfung (so lange man auf inakzeptable chemische Bekämpfungsmaßnahmen wie den Antibiotikaeinsatz zwangsläufig verzichtet) als leider häufig unzutreffend. Letztlich bleibt meist nur ein umfangreiches Versuchen.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    ich verstehe deine Argumentation und kann auch nachvollziehen warum du von Universalantworten abrätst.

    Andererseits könnte dein Experiment und unsere tatsächliche Riffbecken doch noch einmal etwas anderes sein. Wie dem auch sei, der Hinweis von Thorsten ist nicht von der Hand zu weisen UND beim Auftreten von Cyanos den Bodengrund auf Phosphat zu testen ist tatsächlich schnell gemacht und ist ein möglicher Parameter den man bewusst beeinflussen kann. Das war zumindest bisher eines der wenigen Themen was ich zu dem Thema gefunden habe, dass sich plausibel anhörte.

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

    Einmal editiert, zuletzt von autoseam (9. Mai 2012 um 22:15)

  • Hallo Thomas,

    nichts gegen den Versuch, der durchaus manchmal, aber eben nicht grundsätzlich, erfolgreich sein kann. Versuche empfehle ich ja ausdrücklich.
    Meine früheren Experimente (und langjährigen Erfahrungen) beziehen sich natürlich nicht allein auf sterile Versuchsbecken.
    Die nahezu allumfassende (latente) Anwesenheit, Diversität und Anpassungsfähigkeit der Cyanobakterien beruht auf ihrer langen Evolutionsspanne; sie gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde.

    Gruß

    Bernd

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