Koralle richtig stutzen

  • Hallo,

    in meiner kurzen aber heftigen :grinning_squinting_face: Meerwasser-Laufbahn bin ich das erste Mal an einem Punkt, wo ich richtig "gärtnern" muss. Eine Seriatopora, die ich dummerweise ganz oben auf einem Riffpfeiler platziert habe, ist inzwischen gut 30cm im Durchmesser und fängt an, die unteren Ebenen zu beschatten. Ich würde das Tier gerne wieder auf eine kleineres Format zurechtstutzen, weiß aber nicht so recht wie. Außenrum allles abnehmen ist ja blöd, denn innen ist das Tier etwas kahl. Eventuell vielleicht das Tier ganz zerlegen und mit 2-3 Ablegern neu anfangen? Wie löst ihr das?

    Anbei noch ein Bild von heute und zum Vergleich von vor ziemlich genau einem Jahr, damals musste ich die danebenstehende Pocci "evakuieren" :O .

    Gruß

    Malte

  • Hallo Malte,

    mit dem Stutzen funktioniert das nicht, wie du ja schon erkannt hast. Da hilft nur Ableger zu machen. Dabei fallen sicher so viele an, dass du noch eine kleine Einnahmequelle hast. Und bei dem rasanten Wachstum sehen die Ableger bald schon wieder richtig nach was aus.

    Grüße
    Ingrid

  • Moin Markus,

    von Aufräumen kann keine Rede sein. Einige Korallen sind ja nach HH gegangen. Aber alle Interessenten für die Monti und der Caulastrea haben sich nicht mehr gemeldet. Schade eigentlich....
    So schieb ich die Korallen alle in eine Ecke und mache mit der gestaltung meines Beckens weiter....

  • Hi Malte

    wie Du schon sagst:

    schöne Ableger machen und eine neue Koralle ziehen.

    Ich überlege auch gerade, meine größte Acro mal klein zu hacken, da sie eben auch alle anderen beschattet.
    Mir graut es aber auch noch vor der Umgestaltung und mir tut es um die Koralle leid...

    Na, mal sehen

    Viele Grüße

    Kathrin

  • HI Malte,

    es sieht so aus, als hättest du ein nackte Rückscheibe im Becken. Versuche die Koralle wie einen Apfel zu teilen. Vielleicht eine größere und kleinere Hälfte. Ableger fallen dabei genug ab. Dann kannst du den halben Apfel gegen die Rüchwand lehnen. Evtl. etwas höher, damit de Äste schnell eine neue Wuchsrichtung bekommen. Wächst die die Koralle in ein paar Wochen oben aus dem Becken, kannst du deinen Zögling etwas tiefer setzen usw., usw..


    In 2 Jahren hast du eine Korallenrückwand.


    Gruß,
    Dietmar

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  • Dietmars Idee hat ein "Gefällt-mir" verdient :smiling_face_with_sunglasses:

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  • Zitat

    Original von Kathrin_M

    Mir graut es aber auch noch vor der Umgestaltung und mir tut es um die Koralle leid...

    Hallo Kathrin,

    DAS kenne ich zu genüge.

    Auch das optische ist ein Argument sieht dann so kahl wie am Anfang aus.
    Und außerdem hätte ich lieber wenige große statt mehrere kleine Korallen im Becken. Hilft aber leifer nicht viel,
    wenn andere Korallen dann auf der Strecke bleiben.

    Die Rückwandmethode hört sich gut an. Wenn es denn so funktioniert, wie man sich das denkt.

  • Hallo,

    @ Dietmar: hast du das schon ausprobiert? Bei mir ist mal eine Acropora an der Scheibe festgewachsen. Knapp 10 cm Durchmesser. Irgendwann ist diese Fußscheibe dann aber glatt abgefallen. Wenn die Koralle jetzt richtig nach vorne wächst stelle ich mir das ganz schön "schwer" vor.

    Grüße,
    Hanno

  • Kann ich bestätigen. Meine Pocci "schmeisst" nur so mit ihren Ablegern um sich.
    Die wachsen überall und nirgends. Auch an der Rückwand, wo sie komischerweise
    irgnwann abfallen.
    Dies passiert aber größenunabhängig..

  • Ja, dass mach ich schon seit Jahren.

    Meine Rückwand besteht aus Montipora. Seriatopora-Arten werden bei mir oft zu Glasrosenständer.
    Der Chelmon hat dort schlechte Karten hat. Mittlerweile bestehen auch die ersten Riffsäulen aus Montiplatten und sps.


    Gruß,
    Dietmar

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    Einmal editiert, zuletzt von Dietmar Schauer (4. April 2012 um 18:19)

  • Hallo,

    danke für die rege Diskussion. Die Rückwandgestaltung á la Dietmar hat natürlich was, ist bei mir aber nicht so praktikabel. Mein Becken ist, obwohl es an einer Wand steht, eher wie ein Raumteiler aufgebaut. 3 große Riffsäulen relativ zentral auf einer Achse, dazwischen relativ flach einges LS. So gibt es relativ viel Schwimmraum, ich habe aber nicht die Möglichkeit einen Ableger auf einem Stein abzulegen und hinten anzulehnen.

    Ich werde wohl ums komplette Zerlegen nicht drumrumkommen, obwohl es mich auch ein wenig graust. Immerhin ist die große Koralle jetzt auch Schlafplatz einiger Fische.

    Gruß

    Malte

  • Hallo,

    am Wochenende war es soweit, die große Seriatopora wurde "zerlegt" :confused_face: . Insgesamt habe ich mehr als ein Dutzend Ableger davon gemacht und trotzdem noch eine Menge entsorgen müssen. Wahnsinn, war eine tolle Koralle hat aber den unten stehenden Tieren leider sehr viel Licht genommen.

    Ich würde daher oben auf dem Riffpfeiler gerne eine etwas langsamer wachsende (Acro?) Koralle platzieren. Hat jemand einen Vorschlag? Ich liebäugele auch mit einer flach wachsenden Monti (wie "Superman"), allerdings bin ich aufgrund einiger Kommentare nicht sicher, ob man die so gefahrlos mitten im Aufbau platzieren kann. Besteht die Gefahr, dass so eine Monti das Gestein komplett überwächst mit der Zeit?

    Schöne Grüße

    Malte

  • Hallo Malte,

    mit den "langsamer wachsenden" Korallen wirst Du das Problem auch nicht lösen können. Nahe dem Licht legen sie meist alle kräftig los, vor allem auch die meisten Acroporas.
    Ich habe das gleiche Problem, wobei ein ganzes Sammelsurium verschiedener Arten, stark in einander verwachsen, den Wasserspiegel erreicht hat.
    Künftig werde ich die geteilten Korallenstücke gemeinsam auf einige größere Unterlagen ( lebende Steine) setzen, die ich mit dem fortschreitenden Wuchs durch Entfernen der darunter liegenden Sockelsteine immer tiefer setzen kann. So bleibt die Struktur optisch zumindest längere Zeit unzerstört.

    Einige Seriatopra caliendrum haben sich inzwischen zu langen Riesenstöcken entwickelt, die aber in den tieferen Bereichen durch Eigenschattierung bereits teilweise abgestorben sind. Da beschneide ich die Stöcke dann von unten. Zumindest große Kernstücke bleiben so unbeschädigt erhalten.

    Ein echtes "Luxusproblem" sind bei mir die Montiporplatten, die alles überwuchern und schattieren. Inzwischen habe ich sie größtenteils in die unteren Regionen verbannt, was ihnen absolut nichts ausmacht. Man sucht dann immer noch nach einem freien Plätzchen, aber besser so als wenn nichts gedeihen will.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    danke für deine Antwort, habe ich irgendwie übersehen gestern. Also nix mit Acros nach oben setzen :confused_face: . Den Aufbau mit der Zeit reduzieren funktioniert bei mir nicht, es ist eine feste Säule von Atoll Riffdeko, da kann ich nix abnehmen. Schade eigentlich. Die Schatten spendenden Montis habe ich übrigens auch im Becken, wenn auch zum Glück gleich im unteren Drittel angesiedelt.

    Kannst du etwas zu den eher "krustig" wachsenden Arten (auch Montis) sagen? Kann man die gefahrlos ins Riff setzen oder neigen die dazu, das Gestein dann konkurrenzlos zu überwuchern?

    Schöne Grüße

    Malte

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