Beobachtet seit geraumer Zeit folgende Veränderunge an meinen Fischen:
1. Fressunlust
2. dunklere Färbung
3. erste Verluste
Anfänglich testet ich NO2=5mg/l, PO4=>0,01, KH=7, Dichte=1,024.
Später testete ich dann Ca=450mg/l und Mg=1950mg/l (neuer Dupla-Test mit Referenz)
An den Niederen Tieren zeigten nur die Scheibenanemonen Veränderungen
(lösten sich vom Substrat), LPS und SPS ok.
Den Kalkreaktor habe ich nun deaktiviert, er war bis dahin mit Korallenbruch mit
zusätzlichem Mg bestückt. Vermutlich kam daher der hohe Mg-Wert.
Daraufhin unternahm ich einen "größeren" Wasserwechsel 400l von 1200l.
Nun zeiget auch die SPS negative Veränderungen.
Dann wurden wöchentlich 200l von 1200l getauscht.
Nun messe ich Mg=1500mg/l, Ca=400mg/l, KH=7.
Jedoch sind bereits ein Großteil der Fische eingegangen.
Nun meine Frage:
Kann die hohe Magmesiumkonzentration dafür verantwortlich sein?
Schon mal danke für sachdienliche Hinweise.
FG pschmili
Auswirkung bei stark erhöhtem Magnesiumgehalt
-
pschmili -
27. Februar 2012 um 17:58
-
-
Hallo Pschmili!
Zitat:
Den Kalkreaktor habe ich nun deaktiviert, er war bis dahin mit Korallenbruch mit
zusätzlichem Mg bestückt.Was bedeutet zusätzlich Mg?
Was genau hast Du in den Kalkreaktor gegeben? -
Hallo Reinhard
Wahrscheinlich war dies mein nicht mehr gutzumachender Fehler.
Habe als Füllung für den Kalkreaktor "Korallenbruch mit zusätzlichen Magnesium" erworben.
Ausgesehenen hat es wir "normaler" Korallenbruch mit zusätzlichen weißen Granulat.
Kann leider nicht mehr nachvollziehen wo ich es her hatte.
Das Becken lief anfäglich einwandfrei.
Die Erhöhung der Karbonathärte habe ich beim Einsatz kontinuierlich überprüft und hat
zuverlässig funktioniert. Leider habe ich die Mg ung Ca Konzentration erst viel zu spät überprüft.
Der Mg-Wert ist der einzige Parameter der meines Erachtens aus dem Ruder lief. Natürlich war
damit auch das anzustrebende Mg/Ca Verhältnis von 3/1 verfehlt.
Die Frage ist ob durch die hohe Mg-Konzentrationdie für die Ausfälle verantwortlich sein kann.
Äußerlich konnte ich (ausser der dunkleren Färbung) keine Erkrankungsmerkmale
erkennen. Mittlerweile leben nur noch 1 Amblygobius phalaena, 2 Synchiropus splendidus,
einige Pseudanthias squamipinnis die sich "normal verhalten. 1 Zebrasoma xanthurus wird
mittlerweile auch immer dunkler und frißt nicht mehr.
Was kann ich - ausser Wasserwechsel noch tun.
Anfäglich glaubte ich an eine "Vergiftung" und habe 1 Woche über Kohle gefiltert, hat jedoch
nichts bewirkt.
Gruß pschmili -
Hallo Peter,
Keramikbecken haben meist in den ersten 1-2 Jahren, besonders wenn ein Klaki angeschlossen, mit Meerweassertests nicht nachweisbar hohe Mg-Werte. >1500Mg mit unterschiedelichen Tests.
Meinen Fischen war das immer offensichtlich egal.
Gruß,
<°)))< -
Da hat Dietmar Recht, wir haben oft Becken um 1500mg, da zeigen weder Fische noch Wirbellose irgendwelche Reaktionen.
-
Hallo,
auch ich hatte über längere Zeit einen zu hohen Mg von ca. 1500mg.
Das hat meinen Fischen aber nichts ausgemacht.
Hab auch Riffkeramik. Das lag aber nicht an der Riffkeramik sonden durch zusätzliche MG Zugabe und einem defekten MG Test.Gruß
honk -
Hallo,
ich hatte auch lange zu hohe Magnesiumwerte ohne negative Folgen, aber es ist halt die Frage, ab wann die hohen Werte doch Schäden verursachen. 1950 mg/l sind natürlich schon heftig, aber da auch Fischverluste aufgetreten sind, glaube ich auch nicht, dass es tatsächlich allein am Magnesium lag.
Gruß
Bernd
-
Hallo,
soll die kritische Grenze von Mg nicht bei 1600mg liegen? Hab mal gehört, dass eine Magmesiumkonzentration von dauerhaft über 1600 mg Schlangensterne usw schadet.
mfg Johann -
Hallo pschmili,
ich kenne nur Untersuchungen, in denen Mg im Meerwasser oberhalb von 2400 mg/l zuerst auf Garnelen,
dann auf Fische toxisch wirkt.Den Kalkreaktor mit dieser eigenartigen Mischung außer Betrieb zu nehmen und viel Wasser zu wechseln ist aber
sicher eine gute Idee. -
Hallo Armin
diese eigenartigen Mischungen wie Du es bezeichnest, kannst Du bei vielen Zoohändlern kaufen:
zB.:Kalkreaktor-Mix Spezialfüllung mit MG
oder
Korallenbruch mit zusätzlichen 10% MGGruß Klaus
-
Hallo,
ob etwas im Handel vertrieben wird, ist sicher kein zuverlässiges Kriterium für Eignung und Unbedenklichkeit.
Das Problem bei den Fertigmischungen ist, dass man mit diesen Mitteln die Werte kaum steuern kann. Die Verbrauchsverhältnisse in den einzelnen Becken sind hierfür viel zu unterschiedlich. Meist werden weitaus mehr Carbonate als Magnesium verbraucht.
Getrennt dosierbare reine Dolomitsubstrate sind als Zusatz im Kalkreaktor meiner Meinung nach für eine Magnesiumzufuhr eher geeignet. Dabei muss man aber unbedingt beachten, dass anfangs nur ganz kleine Mengen vorsichtig eingebracht werden dürfen, da nach einiger Zeit die Magnesiumwerte recht stark ansteigen können.
Gruß
Bernd
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!
