M.bipartitus und andere Fische zeigen auffälliges Verhalten

  • Hallo, Forum,

    unser Bipartitus-Mädel "Bibi" macht uns Sorgen. Vor etwa zwei Wochen war sie von heute auf morgen plötzlich nicht mehr zu sehen. Normalerweise steht sie am späten Morgen auf, bleibt dann den ganzen Tag über auf und schwimmt frei umher, um dann gegen 19.00 Uhr wieder schlafen zu gehen.
    Vor ihrem Verschwinden hatte sie keinerlei Anzeichen von Unwohlsein, d.h. sie war gut genährt, hatte keine Verletzungen, keine sonstigen Auffälligkeiten im Verhalten etc.

    Nachdem Bibi also zwei Wochen lang nicht zu sehen gewesen war, hatten wir uns quasi schon damit abgefunden, dass sie unerklärlicherweise gestorben sein musste, aber jetzt taucht sie vorhin buchstäblich wieder auf, nämlich einfach so aus dem Sand. Sie irrte kurz umher und verbuddelte sich sofort wieder. Auf die Schnelle konnten wir nur erkennen, dass sie keine offensichtlichen Verletzungen hat und auch nicht dünner geworden ist.
    Was ist mit der Kleinen nur los? Habt ihr eine Idee?

    Bibi lebt seit ca. 9 Monaten bei uns, und zwar ohne Partner (Nachsetzen hat leider nicht geklappt). Der Besatz wurde seit Monaten nicht verändert, so dass wir uns ihr langes Abtauchen nicht erklären können.

    Danke für alle Tipps,
    Christiane

  • Hallo Christiane,

    ich befasse mich erst seit kurzem mit Lippfischen, aber ich könnte mir vorstellen dass eventuell die Geschlechtsreife eingetreten ist und euer Mädel sich wohlmöglich sogar in ein Männchen verwandelt.
    Ob Lippfische das bei Einzelhaltung überhaupt machen weiß ich nicht, aber wenn, dann sollen sie sich irgendwie anders verhalten als sonst und auch ängstlicher sein. Ist die Färbung denn noch genauso wie vorher?

  • Hallo, Claudia,

    danke für deine Antwort. Die Umwandlungen könnte es zwar rein theoretisch sein, aber für wahrscheinlich halte ich es nicht, weil sich die Macropharyngodons meines Wissens nach nur umwandeln, wenn sie mindestens zu zweit leben. Auch dann dauert es wohl eine ganze Weile.
    Soweit wir das in den paar Sekunden sehen konnten, sah Bibi außerdem aus wie immer.

    Viele Grüße,
    Christiane

  • Hallo,

    leider ist der Bipartitus seither nicht mehr aufgetaucht.

    Ich glaube außerdem, dass wir ein übergreifendes Problem haben, weil manche anderen Fisch auch Auffälligkeiten zeigen:
    - Bipartitus wie geschildert.
    - Das Clown-Mädel schwamm letztens stundenlang irgendwo im Becken rum statt wie sonst nahe der Anemone. Dann folgten ein paar Tage, in denen sie nur regungslos in der Ane drin lag, und heute morgen lag sie auf dem Boden zwischen Korallen. Jetzt heute mittag schwimmt sie weit entfernt von ihrem Zuhause und Herrn Clown knapp über dem Boden in einer Aquarieinecke. Dabei hechelt sie, zeigt aber sonst keine optischen Veränderungen (Pünktchen, Samtüberzug).
    - Unsere Rainfordi-Grundel entdeckte ich vor einigen Tagen schwach paddelnd und mit einer Art "Quetschung" in der Seite. Als hätte sie sich im Riff eingeklemmt. Seither habe ich sie nicht mehr gesehen.
    - Die beiden H.chryssus, die sonst den ganzen Tag lang zusammen mit Bibi das Becken unsicher machten und total verfressen waren, sind derzeit nur stundenweise wach und fressen nicht/kaum.

    Gleichzeitig verhalten sich die Mandarins, die Seenadeln und die Baggergrundeln sowie die Zwergkaiser wie immer: verfressen bzw. ständig am Picken/Baggern, munter, keine Scheu.

    Was ist das los? :confused_face: Weder am Besatz noch an der Technik wurde etwas verändert. Nur die Strömungspumpen wurden zur Cyanobekämpfung komplett andersrum ausgerichtet. Wasserwerte messe ich noch mal durch, aber die waren vor ein paar Tagen erst alle in Ordnung und sind es schon seit vielen Monaten (also Nitrit n.n., PO4<0,01, NO3 1mg, Dichte 33).

    Danke für alle Tipps,
    Christiane

  • Hallo,

    eigentlich wollte ich selbiges zur Umwandlung der Bipartitus wie Azalee selbst schon schreiben und von einer bei mir (wie ich hoffe) seit einer Woche erfolgreich durchgeführten Nachbesetzung / Ergänzung berichten - aber das hört sich ja dramatisch an und sind wohl wirklich übergreifende Probleme!

    Hast Du die geposteten Wasserwerte noch vor der Umstellung der Strömung gemessen? Und hast Du schon aktuelle?

    Kann es sein, dass irgendwelche "Gammelecken" durch die Strömungsumstellung ihren Unfug entfalten?

    Weil - ich kann mir auch keinen Reim darauf machen, wenn das das einzige ist, was Ihr geändert habt...

    Hoffe, es wird alles gut...

    LG aus N

    Stefan

    ...if there is life after death, there is no death -
    and if death does not exist, we do not live...

  • Hi,

    zu den Werten: Eine Sache hatte ich vergessen zu erwähnen (hatte meine bessere Hälfte übernommen): Wir haben langsam Nitrat auf 5mg erhöht und dazu NO3+ verwendet, weil das Füttern allein hier nicht reicht, um genug Nitrat zu erzeugen. Außerdem hatten wir gehofft, damit die Cyanos zu stören (insgesamt ist es tatsächlich etwas besser geworden, ob wegen des Nitrats sei dahingestellt). NO3+ haben wir seit ca. 2 Wochen wieder abgesetzt.

    Jetzt die aktuellen Werte:
    NO3: ~3-4mg
    NO2: ~0,1mg und damit zu hoch, aber nicht in dem Maße, dass Fische betroffen sein dürften, oder?
    Ammonium/Ammoniak: ~0,075mg und damit ebenfalls zu hoch
    KH: 6
    pH: 8,0
    Salinität: 33
    PO4: 0,5 (irre, das war neulich noch kaum nachweisbar!)
    Ca: 430
    Mg: 1360

    Insgesamt hat sich hier also doch vieles ziemlich verschlechtert :frowning_face: Duirch Cyanos? Andere Strömung und dadurch Gammelecke (seit dem Ändern der Strömung haben wir tatsächlich einen kleinen Bereich, in dem sich Detritus ansammelt)? Zuviel gefüttert? Keine Ahnung, vielleicht irgendwie alles zusammen...
    Gegen das Phophat werden wir natürlich schleunigst gegenfiltern.

    Aber verursachen diese Werte die geschilderten Veränderungen/Symptome?

    Frau Clown schimmt jetzt meist irgendwo im Becken senkrecht und atmet schnell. Herr Clown hängt recht apathisch in der Anemone und erinnert mich an den Zustand des Weibchens vor ein paar Tagen... :frowning_face:

    Ich habe vorhin Easylife dosiert, kann ich noch etwas tun? Habt ihr Ideen zur Ursache des Ganzen?

    Danke und Grüße,
    Christiane

  • Hi,

    hmmmmm - global sicherlich keine Traumwerte - aber für FISCHE?! Dass da eine Beeinträchtigung da ist, wundert mich schon sehr - zumal man lesen kann, dass bis 0,1 mg/l Nitrit und bis zu 0,25 mg/l Ammonium von Fischen zumidest toleriert werden. Und das Phosphat?! Ich kann mir auch keinen Reim darauf machen.

    Allerdings sind die globalen Werte ggf. garnicht das Problem - sondern die schnelle Änderung. Wieviele Tage lagen zwischen Deinen Meßwerten eigentlich? Was ist mit dem Sauerstoffgehalt (nur warum könnte oder sollte der sich geändert haben?! - aber ggf. doch mal kontrollieren)?

    Würde mich interessieren - wenngleich ich fürchte, dass ich Dir auch nicht wirklich helfen, sondern nur spekulieren kann...

    Weiterhin alles Gute!

    LG aus N

    Stefan

    ...if there is life after death, there is no death -
    and if death does not exist, we do not live...

  • Hi, danke für die Antwort.

    Die letzte Messung (also die vorletzte) war nicht vollständig. Phosphat war vor ca. 2 Wochen noch minimal (0,05 oder so), Nitrat war wie gesagt vor ein paar Wochen bei 5mg und und nahm seit dem Absetzen von NO3 wieder leicht ab. Nitrit haben wir die letzten Male gar nicht mitgemessen, habe ich mittlerweile festgestellt, weil es keinen Anlass gab. Dichte wird wöchentlich beim WW gemessen und ist immer konstant 33; pH und KH sind auch ca. 2 Wochen her mit den gleichen Werten wie jetzt.

    Fazit: Nitrit könnte schon länger leicht erhöht sein, das wissen wir nicht. Phosphat muss sich über ca. 2-3 Wochen aufgebaut haben, das passt auch zum Entstehen der Schmodderecke nach der Strömungsänderung. Den Nitritanstieg erkläre ich mir durch das intensive Füttern, um von diesen Reinstwasserwerten wegzubekommen, die ja manche Formen von Cyanos begünstigen. Aber wie schon gesagt wurde, können die aktuellen Werte kaum der Auslöser für die apathischen Fische sien :frowning_face:

    Übrigens ist das Clownmädel (wie von uns befürchtet) über Nacht gestorben. So ein kleiner Fisch ist einfach nicht so widerstandsfähig (wogegen auch immer...). Der kleine, das Männchen, schwimmt mittlerweile im Ablegerbecken, nachdem er heute morgen fast reglos im Sand lag. Im kleinen Becken paddelt er jetzt schon den ganzen Tag mehr oder weniger elegant durchs Miniriff (er trudelt immer mal wieder und kann sich nicht durchgängig waagerecht halten), es scheint ihm insgesamt ein bisschen besser zu gehen als heute morgen.

    Alle drei Lippfische sind den ganzen Tag über im Sand; der größere Chrysus ließ sich leicht anstupsen, schwamm eine kurze Runde (optisch keine Veränderung), um sich gleich wieder einzubuddeln, gelang ihm nur halb, deshalb sieht es jetzt so aus, als läge da eine gelbe Fischleiche halb im Sand...

    Puh, wir wären wirklich um Tipps dankbar, was wir überprüfen bzw. ändern können.

    Danke,
    Christiane

  • Hi Christiane,

    hach du liebe Zeit...

    Punkt 1: Ich würde diesen Beitrag an Deiner Stelle schleunigst verschieben bzw. unter ein neues Topic stellen - denn unter dem jetzigen lesen ggf. die meisten gar nicht mit und könnten doch vielleicht helfen (siehe u.a. auch, warum ich hier eigentlich reingeschaut habe)...

    Und: was habt Ihr sonst im Einsatz und an Dosierungen - wenn ich die "Probleme" mit zu wenig Nitrat lese tippe ich auf Zeov(l)ith oder Wodka o.ä.? Kann da denn was sein? Wüßte zwar auf Anhieb auch nicht was - aber alle Info´s können helfen...

    LG aus N

    Stefan

    P.S.: Bin selber übrigens mit Zeovit unterwegs - aber man hat ja nun bei beiden Systemen schon von Totalzusammenbrüchen gelesen - unter welchen Randbedingungen und "Fehlbedienungen" nun auch immer - bitte dies also nicht negativ den Methoden gegenüber zu werten.

    ...if there is life after death, there is no death -
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  • Hi,

    ja, unter den Krankheiten wäre das Thema mittlerweile wohl besser aufgehoben :(Könnte ein Mod das bitte übernehmen? Den Titel kann ich leider nicht mehr ändern.

    Zeovit und sonstiges haben wir nie angewandt. Wir hatten schon von Beginn an (1,5 Jahre lang) das Problem, dass Nitrat normalerweise n.n. ist. Mit Methoden wie viel Füttern, Abschäumer tagsüber aus (derzeit nicht), Plancto füttern, FroFu nicht immer spülen usw. können wir NO3 immer gerade so nachweisen, also max. 1mg. Da jetzt seit einiger Zeit Cyanos auftreten, und zwar leider so heftig, dass schon Korallen dran glauben mussten, haben wir NO3+ verwendet, um das scheinbar günstige Milieu zu verändern.

    An Technik läuft neben dem Abschäumer nur eine starke UVC (HeliMax 36W).

    Danke für die Hilfe und Anteilnahme,
    Christiane

    p.s. Danke fürs Verschieben!

  • Hi,

    nach beiden Clownis sind mittlerweile auch der Blenni und das Mandarinweibchen gestorben. Das Männchen frisst und schwimmt (noch), atmet aber deutlich mehr als sonst. Die Lippis sind immer noch im Sand und tauchen nur ab und zu für wenige Sekunden auf, der große Chryssus liegt seit Tagen keuchend auf dem Sand :frowning_face: Seit heute morgen atmen auch die beiden Zwergkaiser schwer und die Seenadeln pumpen mit den Kiemen. Es ist echt zum Heulen :frowning_face:

    Wir haben einige 10%-WW gemacht, filtern mit Kohle, die UVC läuft sowieso, was können wir denn noch tun? Uns sterben offenbar gerade alle Fische weg! Die einzigen, die (noch) keine Auffälligkeiten zeigen, sind die Baggergrundeln und die Randalli-Grundel.

    Wir überlegen jetzt, alle betroffenen Fische in das (kleine, 54l) QB zu setzen, weil wir dort mehr Einfluss auf Werte und mehr Möglichkeiten für Medis haben. Nur, was sollen wir denn geben? Wir wissen ja nicht, was los ist. Ektozon schadet sicher nicht, die Dichte können wir hier problemlos absenken, Easylife dauerdosieren...

    Es wäre schön, wenn ihr noch ein paar Ideen hättet...

    Gruß,
    Christiane

  • Hallo Christiane,

    das tut mir wirklich sehr Leid für euch...ich hatte letztes JAhr ein ähnliches Problem,d ass mir innerhalb einer Woche quasi der ganze Fischbestand gestorben ist...

    Wie und wo habt Ihr die UV angeschlossen?

    Wieviel Watt hat die UV?

    Viele Grüße
    Daniela

  • Hallo Christiane,

    da ich aus den gemachten Schilderungen zwei völlig unterschiedliche Ursachen bei aller Vorsicht ableiten kann, würde für mich als sofortige "Feuerwehr-Maßnahme" dein bereits gemachter Vorschlag mit dem Herausnehmen der Fische in ein separates Q-Becken im Moment am meisten Sinn machen. Entweder es handelt sich um eine Vergiftung - woher auch immer, die den Fischen die Atmung erschwert bzw. die Kiemen blockiert und dann zu den Verlusten und Symptomen führt, die Du beschrieben hast. Nach einem Umsetzen in anderes Wasser und in ein Becken mit unabhängiger Technik müssten sich die Fische relativ schnell wieder stabilisieren und erholen. Das wäre dann der indirekte vorläufige Beweis, dass es sich um ein reines Wasserwerte-Problem handelt, welcher Wasserparameter das Problem da auch immer verursacht hat.

    Sollte es den Fischen nach dem Umsetzen in anderes Wasser auch weiterhin schlecht gehen, dann käme eher eine massive Infektion mit einem Kiemenparasiten in Betracht. Allerdings ist es bei einer Infektion solchen Ausmaßes, schon irgendwie merkwürdig, dass man den Fischen optisch, und damit meine ich die Hautoberfläche, nichts ansieht ??? Eine schnelle, schwerfällige Atmung ohne Symptome auf der Körperschleimhaut würde für Kiemenwürmer sprechen - nur die vermehren sich nicht so rasend schnell und führen auch nicht so dramatisch schnell zum Tod der Fische. Alle anderen Kiemenparasiten besiedeln auch die Körperoberfläche und würde dort ihre erkennbaren Spuren (Punkte, Schleimhautablösungen, Entzündungen,etc.) hinterlassen.

    Also Fische alle raus in ein separates Becken und dann beobachten, ob sich der Zustand relativ schnell wieder stabilisiert, oder ob die Atemprobleme bleiben. Eine Behandlung gegen Ektoparasiten würde ich zunächst nicht durchführen, da die Mittel die Kiemen zusätzlich belasten. Ausnahme Ektozon kannst Du geben - es schadet nicht (nutzt aber auch nicht viel, bringt etwas zusätzlichen Sauerstoff). EasyLife nur noch, solange Du keine Medikamente gibst, sonst beeinflussen sich die Mittel gegenseitig.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo, danke für die Antworten.

    Unsere UV ist sehr stark, fast schon überdimensioniert mit 36W für 300l. Die Röhre ist relativ neu, etwa 2 Monate alt. Das Gerät ist eine Helimax von AM und als Bypass am TB angeschlossen.

    Zum QB: Der kleinere der beiden Clowns wurde von uns umgesetzt, nachdem er nur noch hechelnd auf dem Boden lag. Im QB schwamm er dann wieder umher, war aber trotzdem am nächsten Morgen tot. Vielleicht wurde das Umsetzen zu spät durchgeführt. Dazu kommt, dass wir normalerweise den WW beim kleinen Becken mit Wasser aus dem großen Becken durchführen (mittlerweile natürlich nicht mehr).
    Ansonsten läuft das kleine Becken aber technisch unabhängig, es ist allerdings nur ein Sander piccolo angeschlossen, keine UV oder sonstiges.

    Den Fischen konnten wir äußerlich rein gar nichts ansehen, zumindest nichts eindeutiges. Vorhin haben wir das Zwergkaiser Weibchen herausholen können, die ist jetzt noch im Eimer. Sie hat ganz leichte Abschürfungen oder ähnliches auf den Schuppen, die können aber auch vom Netz kommen, und die Haut der Kaiser ist ja sehr empfindlich.

    Wie kann man Kiemenwürmer denn diagnostizieren?

    Bei einer Grundel ist übrigens seit ca. 3 Wochen ein Auge leicht getrübt. Deutet das auf irgendeine Krankheit hin? Beim Blenni hatte ich gegen Ende auch den Eindruck, dass die Augen nicht mehr so klar waren wie sonst, aber das kann auch einfach Einbildung gewesen sein.

    Noch eine Frage zum QB: Wieviel WW sollen wir da jetzt machen, damit möglichst viel vom alten Wasser aus dem großen Becken raus kommt, das Milieu aber stabil bleibt? 50% Oder noch mehr?

    Danke und Gruß,
    Christiane

  • Hallo Christiane,

    mir hat MM damals gesagt, dass es sehr wichtig ist, dass sowohl der Einlauf der Lampe, als auch der Auslauf der Lampe direkt ins Aquarium gehen müssen. Denn sollten sich Parasiten im becken befinden schwärmen die wohl direkt dort aus und sollten auch dort eliminiert werden...

    Ichh drück Euch die Daumen!

    LG
    Daniela

  • Hi Daniela,

    glaubst du, dass das einen Unterschied macht?
    Ich habe meine auch am TB hängen.
    Ob das Wasser jetzt mit ner kleinen Pumpe vom Hauptbecken runterkommt oder vom Ablaufschacht wird doch wohl wurscht sein, oder?

    Es sollte halt auf alle Fälle nur recht langsam durchlaufen um eine Wirkung zu erzielen.

    Ist aber nur meine Meinung!

    Gruß Lars

  • Hallo Christiane,

    bzgl. Kiemenwürmer schau mal hier nach: Link
    Wobei ich es für ziemlich unwahrscheinlich halte, dass hier Kiemenwürmer die Ursache sind!
    Evtl. kannst Du die Farbe derr Kiemen von der Seite erkennen, wenn die Fische atmen - schwierig ohne den Fisch außerhalb des Wassers zu fixieren und den Kiemendeckel anzuheben (eas ich z.Zt. auch nicht empfehlen würde!)
    Wenn die Kiemen sehr blaß (normal: blutrot) sind, kann das auch durch Giftstoffe im Wasser verursacht werden - zumindest ist das dann ganz klar eine massive Kiemenschädigung und die Hauptursache für die Todesfälle (durch Ersticken).

    Trübe Augen können durch Ektoparasiten verursacht werden. Aber dann wäre das andere Auge auch irgendwann eingetrübt und es hätte noch weitere Anzeichen auf der Körperoberfläche gegeben - das alles ist schon ziemlich seltsam.

    QB: 50% Wasserwechsel ist kein Problem - Du kannst das nach 24-48 h noch einmal wiederholen, um eine max. Verdünnung zu bekommen.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo Lars,

    wie gesagt, ich hatte damals ein ähnliches Problem und Jörg oder war es Michael von Mrutzek ich bin mir nicht mehr sicher...hatten mich ausdrücklich darauf hingewiesen es so zu machen, da wohl die Parasitendichte im TB viel geringer ist als im Becken und dann eben auch deutlich weniger "erlegt" werden.

    Ich habe es so gemacht und es hat bestens funktioniert...ahbe die UV jetzt nur noch an wenn es neue Tiere gibt und allen geht es gut ...toi...toi...toi

    LG
    Daniela

  • Hier mal zwei Bilder von den bereits herausgefangenen Fischen.

    Erkennt ihr etwas?

  • Hi,

    ich bin mir nicht sicher, ob es gut ist, die Fische (Chryssus, Bipartitus und ein Zwergkaiser) im QB zu lassen. Dort ist nur minimal Sand drin, so dass sich Bibi kaum vergraben kann. Sie schreckt immer wieder hoch und wirbelt zudem eine Menge Ablagerungen auf. Zwar wird in dem Becken nicht gefüttert, aber Mulm gibt es trotzdem.

    Der Zwergkaiser schien im QB erst besser zu atmen, mittlerweile sieht es wieder aus wie heute morgen. Er bzw. sie kommt auch nicht zur Ruhe, hat kaum Versteckmöglichkeiten und tänzelt nur zwischen Ablegern und Ministeinen herum. Außerdem geht sie auf Bibi los, wenn die sich mal wieder aus ihrer dünnen Sandschicht erhebt.
    Der große Chryssus hechelt noch genauso wie im großen Becken und liegt auf dem Sand.

    Hätten wir nicht nach diesen Stunden im QB schon eine Verbesserung feststellen müssen, wenn es das Wasser wäre? Wenn es z.B. am leider immer noch leicht nachweisbaren Nitrit läge (ca. 0,07mg, im QB ist es n.n.), dann müsste es doch mittlerweile den Fischen besser gehen, oder? Sollen wir mal irgendwelche Medis probieren? Es kann doch nicht sein, dass allmählich alle unsere Fische dahinsterben :frowning_face: :frowning_face: :frowning_face:

  • Hallo Christiane,

    ein sehr kleines Quarantänebecken ist sicher nicht optimal - zumal bei großen Fischen und wenig Verstecken. Eine Behandlung mit Medikamenten gegen Ektoparasiten würde sich über einige Wochen hinziehen, daher muss jetzt eine Entscheidung her, was noch Sinn macht.

    So bleiben aus meiner Sicht nur 2 Optionen: Aufgrund deiner Schilderungen muss eigentlich ein größeres Q-Becken her, mind. ein Meterbecken oder Du müßtest die normal atmenden Fische wieder mit Risiko zurücksetzen und die Fische, die weiterhin auffällig stark atmen versuchsweise gegen Parasiten behandeln. Da nach wie vor wohl nicht geklärt ist, ob und welcher Wasserparameter im Hauptbecken an der Misere Schuld ist, würde ich hier ebenfalls weitere Wasserwechsel durchführen, um zunmindest eine Verdünnung zu erreichen.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo,

    wir haben heute erst mal einen Ozonisator gekauft, der mittlerweile läuft. Es ist "nur" ein Hailea 800, der aber immerhin bis 50mg schafft und hier vor Ort zu bekommen war.

    Ich meine, dass der Zwergkaiser wirklich besser atmet im QB, bei den beiden umgesetzten Lippis sehe ich aber leider keine Veränderung.
    Im großen Becken ist zumindest nichts schlimmer geworden. Der kleine Chryssus war heute sogar etwas länger draußen, bestimmt ca. 2 Stunden am Stück.

    Vielleicht sollten wir die 3 ausquartierten Fische wirklich wieder zurücksetzen, wenn jetzt Ozon am großen Becken angeschlossen ist. Wir machen auch weiterhin Wasserwechsel.

    Danke und Gruß,
    Christiane

  • Hallo Christiane,

    wie ist die Sache ausgegangen? Haben die restlichen Fische überlebt?

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo, Ingrid,

    nein, leider sind noch weitere Fische gestorben. Im QB wurde es nicht wirklich besser, also kamen die Fische zurück. Nach ein paar weiteren Tagen im Hauptbecken sind dort zunächst der umgesetzte Kaiser, dann der zweite Kaiser und nach weiteren Wochen(!) die Lippfische gestorben. Auch die Seenadeln hat's erwischt.
    Im Becken befinden sich jetzt nur noch eine Baggergrundel, die Randalli-Grundel und das Mandarinmännchen. Letzterer hat seit mehreren Wochen, quasi seit Beginn des Ganzen, eine schnelle Atmung, frisst aber Artemien wie wild und es scheint ihm soweit gut zu gehen. Die beiden Grundeln hatten und haben keinerlei Anzeichen.

    Wir wissen nach wie vor nicht, was im Becken los ist/war, hoffen aber, dass das Fischsterben jetzt ein Ende hat. Wenn lange Zeit alles ruhig geblieben ist, versuchen wir es evtl. wieder mit einem neuen Fisch, irgendwas kleines, robustes...

    Danke für dein Interesse,
    Christiane

  • Hallo!

    Den drei überlebenden Fischen geht es weiterhin soweit ganz gut. Immer mal wieder habe ich das Gefühl, dass die Atmung schneller ist als früher, aber es ändert (verschlechtert) sich seit einigen Wochen nichts mehr und alle fressen und sind munter.

    Ich will/kann nicht ausschließen, dass die verbliebenen Fische nur aufgrund ihrer Robustheit durchhalten bzw. bis hierhin durchgehalten haben, deshalb suchen wir irgendwie immer noch nach einer Erklärung für das alles. Eine neu aufgekommenen Idee ist, dass evtl. die Osmoseanlage verkeimt sein könnte. Die Membran sowie die Vorfilter wurden seit Inbetriebnahme vor ca. 1,5 Jahren nicht getauscht, werden allerdings mind. einmal pro Woche benutzt. Haltet ihr so etwas für möglich? Ersatzteile sind jedenfalls bestellt.

    Viele Grüße,
    Christiane

  • Hi Christiane,


    Zitat

    Original von Azalee

    ...

    Eine neu aufgekommenen Idee ist, dass evtl. die Osmoseanlage verkeimt sein könnte. Die Membran sowie die Vorfilter wurden seit Inbetriebnahme vor ca. 1,5 Jahren nicht getauscht, werden allerdings mind. einmal pro Woche benutzt. Haltet ihr so etwas für möglich? Ersatzteile sind jedenfalls bestellt.

    Christiane

    ...in welche Richtung denkst Du da? Bzgl. der Möglichkeiten einer Vergiftung? Hmmm - Trinkwasser ist DAS bestkontrollierte Lebensmittel in Deutschland - die Grenzwerte sind in der Trinkwasserverordnung festgeschrieben und werden regelmäßig überwacht. Immer vorausgesetzt, dass nicht noch irgend eine alte Bleileitung rumgammelt sondern die Installationen im Haus der gängigen (modernen) Praxis entsprechen. Bzgl. Schwermetalle etc. kannst Du das Wasser dann normalerweise auch ohne Osmose verwenden - die FISCHE sollte es nicht stören. Man liest auch hin und wieder noch, dass einige das sogar machen. Aufgrund Nitrat, Phosphat und Silicat würdest Du evtl. andere Probleme mit Algenplagen bekommen und die Korallen etc. würden es sicherlich übel nehmen - aber die von Dir geschilderten Auswirkungen auf Fische?!

    Außerdem: so eine Membran geht ja nicht "selektiv" kaputt und läßt wegen mir Cadmium durch aber Nitrat und Phosphat o.ä. nicht - will sagen: Du hättest sicherlich irgendwas bemerkt (Kieselalgen, Dino´s, Cyano´s etc.). Und zwar in einem schleichenden Prozess, weil ich mal voraussetze, dass die Wasserwechselmengen nicht übermäßig groß sind und sich die Stoffe langsam anreichern.

    Hast Du denn das Osmosewasser mal gemessen? Dann kannst Du doch beurteilen, ob die Rückhalterate noch i.O. ist.

    Weiterhin alles Gute und LG aus N

    Stefan

    ...if there is life after death, there is no death -
    and if death does not exist, we do not live...

  • Hallo Christiane,

    Umkehrosmoseanlagen sind ohne regelmässige Sanitisierungsläufe eigentlich immer verkeimt. Das ist aber für den Anwendungsfall "Gewinnen von möglichst reinem Ausgangswasser zur MW-Wasserherstellung" nicht weiter bedenklich. Es handelt sich hier meistens um sog. "Wasserkeime", die für die MW-Bewohner nicht gefährlich sind.

    So wie Stefan es geschrieben hat, sehe ich es auch - wenn die Leitfähigkeit noch gering ist, funktioniert die Membrane noch und selektive Schadstoffe aus dem Trinkwasser bzw. irgendwelche fischpathogenen Keime kann man wohl guten Gewissens ausschliessen.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hi,

    aktueller Stand: Es lebt nur noch 1 Fisch (die Symbiosegrundel).

    Wir hatten uns nach einigen Wochen ohne Fischsterben getraut und zwei Chromis eingesetzt. Sie fraßen erst gut (auch Flocken), bekamen nach etwa 2 Tagen aber die üblichen Symptome und starben. Dann sprang die verbliebene Baggergrundel nachts aus dem Becken (sie ist noch nie gesprungen und war auch nicht schreckhaft, kann aber natürlich Zufall sein), schließlich wurde auch der tapfere Mandarin abrupt schwächer und verstarb.

    Wir haben nach wie vor keine Ahnung, was los ist. Am liebsten würde ich alles ausräumen, aber wahrscheinlich würde auch das das Rätsel nicht lösen können. Auf Verdacht kann man aber auch nicht die komplette Technik und Verrohrung und 30kg LG entsorgen :frowning_face:

    Immerhin fährt parallel ein autarkes 1m-Becken ein, in das zumindest die Korallen etc. bei einer Ausräumaktion umziehen könnten.

    Gruß,
    Christiane

  • Hi,

    ...ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll...

    Das Schlimme ist - man liest, man überlegt - aber man kann nicht wirklich helfen. Ich habe mittlerweile echt keinerlei Plan mehr - und auch keine Idee - aber da erzähle ich Dir leider nix neues, weil - so geht es Dir ja auch...

    So schwer es vermutlich ist - berichte bitte weiter - und - bleib dabei!!

    LG aus N

    Stefan :frowning_face:

    ...if there is life after death, there is no death -
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  • Hi,

    Ahriman: Danke für deine Anteilnahme.

    Gestern hatte ich ein nettes und ausführliches Telefonat mit Harald Mülder. Er tippt meiner Erzählung nach doch eher auf Vibrionen, giftige Beläge müssen natürlich vorher ausgeschlossen sein. Ich suche also derzeit ein Insitut hier in Kassel, dass eine bakteriologische Untersuchung an einem "frisch verstorbenen" Fisch durchführen würde. Vielleicht gibt die dann zumindest in dieser Frage Aufschluss.

    Können Vibrionen auch mit gerinsten Wassermengen in ein anderes Becken gelangen? Ich überlege nämlich, die ersten einfachen Korallen und Anemonen in das Meterbecken umzusetzen sowie ein paar Einis und Schnecken. Reicht es, die Tiere für ein paar Minuten in einem Eimer zu "spülen" (in Wasser aus dem neuen Becken)?

    Danke und Gruß,
    Christiane

  • Hallo!

    Nach einigen Wochen tut sich hier mal wieder was. Das betroffene Becken stand jetzt lange Zeit nur herum. Sichtbare Beläge kamen und gingen, darunter auch Goldalgen und Cyanos. Ich glaube allerdings nichtg, dass sie die Ursache für die gesamte Problematik waren, denn als es begann, hatten wir quasi keine Beläge außer Cyanos und die auch schon sehr lange.

    Seit einer Weile läuft hier ein Meterbecken mit, in das nach und nach fast alle Korallen umgezogen sind. Bis auf die Symbiosegrundel nebst Krebs, einer Percnon und zwei Seesternen sowie Einis und Schnecken war das Hauptbecken also lange Zeit nicht bewohnt.

    Jetzt haben wir uns entschlossen, einen fast kompletten Neustart durchzuführen:
    - Wasser und Sand werden vollständig ersetzt.
    - Das LG wird in frischem Salzwasser durchgespült und dann weiterverwendet, sofern es keine Auffälligkeiten zeigt.
    - Das Technikbecken wird auseinandergenommen und sogar abgebaut, denn eigentlich beherbergt es nur den Abschäumer, und der kann auch am Becken hängen. Statt der UVC wird nur noch der Ozonisator laufen (unser TB war irgendwie sowieso immer ein Provisorium ;)).
    - Die Technik wird ansonsten weiterverwendet.

    Heute haben wir angefangen: Die letzten Korallen zogen aus und die LG-Brocken wurden herausgeholt und in Behälter mit frischem Wasser zwischengelagert. Der Sand muss noch raus und das Wasser abgelassen werden. Morgen soll dann frisches Wasser fließen und übermorgen soll das LG zurück.

    Beim Ausräumen ist uns folgendes aufgefallen und daraus ergeben sich auch ein paar Fragen:
    - Manche Steine, die im Sand lagen, sind grau verfärbt. Sie stinken dabei allerdings nicht. Weiter benutzen oder lieber nicht?
    - Es gibt grau-schwarze Gammelecken im Sand. Evtl. waren sie die Auslöser der Krise?
    - Als Unterbau hatten wir hauptsächlich Riffkeramik-Rückwand-Platten verwendet, weil die eine flache Unterseite und eine schön unregelmäßige Oberfläche haben. In diesen Mulden hat sich unter dem LG aber extrem viel Mulm angesammelt, der teils auch grau oder schwarz ist. In einer Keramikmulde steht/stand er 3(!)cm hoch!!! Ich habe keine Ahnung, wie wir diese Ansammkungen beim neuen Aufbau verhindern können, denn auch die dollste Strömung kommt in diesen (bewusst gebauten) Höhlen zwischen Keramik und LG nicht vorbei.
    - Könnte gröberer Sand bzw. Kies helfeln, die Fäulnisstellen (bzw. was auch immer da grau wird) zu verhindern? Wie grob darf Sand sein, damit Baggergrundeln, Knallkrebse, grabende Seesterne und Lippfische noch zurecht kommen?

    Viele Grüße,
    Christiane

  • Hallo Azallee,

    es ist schön, wieder von Dir zu hören, wenn auch in diesem traurigen Zusammenhang...


    ...ich persönlich hätte aus dem Bauch heraus keine Probleme, das Technikbecken etc. nach Reinigung weiter zu verwenden - aber schon Bauchschmerzen beim Lebendgestein... Da man da nicht drin steckt (oder nicht weiß, was im wahrsten Sinne des Wortes "drin steckt"), wäre das bei mir bei einer "auf Nummer sicher" Aktion das, was ich definitiv nicht wiederverwenden würde... So teuer das auch sein mag...

    Hmmm - Unterbau als Riffkeramik-Rücksteine? Heißt das, Ihr habt wirkliche Rückwandsteine mit der flachen Seite auf die Bodenscheibe gelegt und dann mit Sand aufgefüllt? Das wäre in der Tat nicht so toll - aber das hab ich jetzt sicher nur mißverstanden.

    Und zur Sandkörnung: bei mir ist LiveSand mit 0,5 - 1,7 mm Körnung kein Problem. Der liegt sogar recht hoch mit etwas zwischen 5 und 7 cm. Keine Probleme - und die Lippi´s lieben ihn!

    LG aus N

    Stefan

    ...if there is life after death, there is no death -
    and if death does not exist, we do not live...

  • Hallo, Stefan,

    danke für deine Antwort :smiling_face:

    Zum LG: Klar steckt man nicht drin, und es ist uns bewusst, dass die Sache auch nach dem Reset womöglich nicht ausgestanden sein könnte. Also keine "Auf-Nummer-Sicher-Aktion". Aber bevor wir über 30kg LG entsorgen und durch neues ersetzen, versuchen wir es lieber erst so. Dieser Neustart kostet eigentlich "nur" das Wasser und den Sand (Coralit, also bezahlbar). Sollte es danach immer noch Probleme beim Einsetzen von Fischen geben, muss es ja das LG sein... Ich bin froh, dass das kleinere Becken (hatte mein Bruder samt Unterschrank noch aus seiner Barschzeit übrig) wenigstens gut läuft.

    Zum Unterbau: Jein, das hast du zum Teil schon richtig verstanden. Wir haben normale Rückwandplatten genommen. Die halten den Aufbau super, weil sie flach aufliegen, und lassen mit den darüber gestapelten Lebenden Steinen schöne Höhlen entstehen. In diesen Höhlen, also den Mulden in der Keramik, liegt zwar kein Sand (außer was aus Versehen mal hineingelangte), aber dort sammelte sich zentimeterhoch Mulm. Dass der Schlangenseestern die Mulden zeitweilig bewohnte, tat dem keinen Abbruch. Wir werden die Platten (zwei Stück) beim Neuaufbau wahrscheinlich doch an die Rückwand stellen (hoffe, das sieht auch bruchstückhaft nach etwas aus, den die ganze Wand wollen wir bei 50cm Tiefe nicht verkleiden) und etwas anderes für den Unterbau nehmen. Vielleicht Lichtrasterplatten?

    Zum Sand: Etwa diese Körnung hatten wir bislang drin. Kommen die erwähnten Tiere wohl auch mit gröberen Stückchen (~3mm?) klar?

    Ach ja, falls jemand einen Tipp hat, wie man etliche Kilo nassen Sand inklusive Restwasser aus einem 50cm hohen Becken bekommt... Klappt das mit eine Kehrblech...? Daran mache ich mich morgen, für heute ist's genug. Immerhin ist das Wasser fast vollständig draußen und Grundel und Krebs glücklich im Nebenbecken.

    Weiß jemand noch etwas zu den grau-schwarzen Stellen auf vereinzelten Steinen?

    Danke und Gruß,
    Christiane

  • Zitat

    Original von Azalee
    Ach ja, falls jemand einen Tipp hat, wie man etliche Kilo nassen Sand inklusive Restwasser aus einem 50cm hohen Becken bekommt... Klappt das mit eine Kehrblech...?

    für ein Kehrblech ists möglicherweise zu schwer, außer du hast ein altes aus Metall.
    Ich verwende immer eine alte Tupperbox, damit geht es ziemlich gut.

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Hi!

    So, der Sand ist raus. Das Kehrblech hat funktioniert (trotz Plastik, aber danke für den Tipp), wenn es auch etliche Schaufeln voll waren.

    Im Sand und unter der Plexiglasscheibe, die fast den gesamten Boden belegt hatte, waren schwefelig stinkende, schwarze Bereiche (hätte ich da eine Gasmaske aufsetzen müssen...?). Ich werde diesmal also definitiv Lichtrasterplatten statt Plexiglas verwenden, muss nur mal schauen, wo ich die hier bekomme. Hoffentlich waren diese Stellen die Ursache für das Fischsterben...

    Das Becken ist jetzt jedenfalls komplett leer, wurde einmal mit Süßwasser ausgewischt und wartet darauf, wieder befüllt zu werden.

    Weiter geht's...

    edit: Hab' gerade etwas zum Thema Lichtrasterplatten, Plexiglasplatten etc. gestöbert. Also, völlig problemlos ist ja beides nicht. Unter Plexiglas kann sich wie bei uns Schmodder ansammeln und faulen. Das muss man also ankleben. Finde ich ehrlich gesagt recht umständlich, außerdem müsste es ja wirklich durchgängig verklebt sein, oder? Aber entsteht dann nicht ein Luftraum...? Ähnliches Problem bei den Lichtrasterplatten. Da kann sich der Dreck prima in den Löchern sammeln. Auch doof. Hingegen habe ich noch von niemandem gehört, der Probleme damit hatte, seine Steine direkt auf die Glasscheibe zu stellen... Ich überlege gerade, ob das nicht der beste Weg ist.

    Zweite Sache: Unser ehemals totes Riffgestein, das neben der Keramik als Unterbau diente, ist mittlerweile wahrscheinlich eher Lebendgestein. Dann darf das jetzt theoretisch nicht in den Sand, oder doch? Müssen wir neues, noch wirklich totes Gestein für den Unterbau besorgen?

    Danke und Grüße,
    Christiane

  • Zitat

    Original von Azalee
    edit: Hab' gerade etwas zum Thema Lichtrasterplatten, Plexiglasplatten etc. gestöbert. Also, völlig problemlos ist ja beides nicht. Unter Plexiglas kann sich wie bei uns Schmodder ansammeln und faulen. Das muss man also ankleben. Finde ich ehrlich gesagt recht umständlich, außerdem müsste es ja wirklich durchgängig verklebt sein, oder? Aber entsteht dann nicht ein Luftraum...? Ähnliches Problem bei den Lichtrasterplatten. Da kann sich der Dreck prima in den Löchern sammeln. Auch doof. Hingegen habe ich noch von niemandem gehört, der Probleme damit hatte, seine Steine direkt auf die Glasscheibe zu stellen... Ich überlege gerade, ob das nicht der beste Weg ist.

    ich hab irgendwo mal den tip gelesen, Abwasserrohr in Ringe zu sägen und die Steine darauf zu stellen. Werde das bei meinem nächsten Aufbau so machen.

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Hi zusammen,

    @Adi: ...das hatte ich bisher noch nicht gelesen mit den Rohrabschnitten. Ist aber ne richtig gute Idee - insofern danke für den Tipp :thup ... Echt überlegenswert bei ner Neueinrichtung.

    Christiane:

    Also direkt auf die Bodenscheibe stellen - neeee - davon würd ich abraten. Punktlast und Glas - muß nicht sein und ich hätte echt Angst vor dem Reißen der Scheibe...

    Lichtraster gebe ich Dir Recht. Ich habe auch noch von keinem gehört, der da Probleme hatte. Was den Schluß nahe legt, dass es an den lokalen Dreckansammlungen eigentlich nicht liegen kann - ist aber wohl zu simpel gedacht. Ich persönlich empfinde Lichtraster aber zumidest als "unschön" solchen Tierchen wie den M. bipartitus gegenüber... Hätte da Angst vor Verletzungen etc. Wenn ich sehe, wie tief meine manchmal eintauchen (um unter den Lieblings-Steinvorsprung zur Nachtruhe zu kommen)...

    Wenn Du Dich nicht für die von Adi vorgeschlagene Variante mit den Rohrabschnitten entscheiden möchtest, würde ich echt die rundum verklebte Bastelglasplatte (oder eben wirkliches Plexiglas) empfehlen. Ich selbst habe auch eine solche als Grundlage - aber auch meine ist nicht verklebt - so wie es bei Dir der Fall war. Würde es heute aber so machen - und hoffe nach Deinen Schilderungen, dass ich es nicht noch mal bereuen werde...

    Sandkörnung und Bibi´s: hmmm - beim LiveSand wäre die nächste Körnung 1,0 - 3,5 mm. Denke, das sollte noch gehen. Wenn nicht Live würde ich gefühlsmäßig nicht über 3 mm hinausgehen. Ist aber ne Bauchangabe ohne Erfahrungswerte. Kommt natürlich auch darauf an, wie groß (oder eher klein) die Racker beim Besatz sind. Ich habe bei Händlern mit groberer Körnung schon sehr häufig M. bipartitus gesehen, welche wirklich böse geschädigte Mäuler hatten durch die Einbuddelaktionen in selbigen... Einen davon habe ich gekauft und bei mir zugesetzt (war etwa 3,5 cm groß) - es hat etwa 5 Wochen gedauert, bis er wieder normal ausgesehen hat und alles verheilt war...

    So - es ging etwas durcheinander in der Reihenfolge, aber ich hoffe, zu allen Deinen Fragen was gesagt zu haben :winking_face: ... Zu den grau-schwarzen Stellen weiß ich auch keine fundierte Antwort.

    Ich hoffe, dass das bei Dir gut geht. Ich hätte in den sauren Apfel gebissen und das LG ersetzt. Aber klar - sind gute 300 Euro... Wäre es mir aber denke ich wert gewesen, komplett neu aufzusetzen.

    Mich wundert halt an dieser "Gammelecken-Theorie" folgendes: Deine Werte waren super (was halt so meßbar war). Du hast die Strömung verändert - es kam zu nem Anstieg Nitrat und Phosphat - aber nicht so sehr dramatisch - und später sanken die Werte ja auch wieder. Alles folgte somit für mich der Theorie. Können diese Bereiche denn dann wirklich so problematisch gewesen sein? Klar - man weiß nicht, was da sonst noch so entsteht - was wir eben nicht messen können...

    Soweit - solang :grinning_squinting_face: ...

    LG aus N

    Stefan

    ...if there is life after death, there is no death -
    and if death does not exist, we do not live...

  • Hi,

    was mir eben noch eingefallen ist und kleiner Nachtrag:

    Weil Adi "Abwasserrohre" schrieb: vermutlich weiß der eine oder andere, dass ich Kunststofftechniker bin - ich würde nur auf Rohre zurückgreifen, welche auch für die Aquaristik angeboten werden. Oder minimal zumindest als "trinkwassergeeignet" gelten.

    Abwasser könnte ich mir vorstellen, dass mit Flammschutzmitteln gearbeitet wird - das sind Antimon-tri-oxide als "Buster" oder phosphorbasierte Systeme oder aber Metall-Hydroxide oder oder oder... Will man nicht wirklich haben und können auch unkalkulierbare Gefahren mit sich bringen. Denn für gewöhnlich migriert "dat Zeuch" - über kurz oder lang...

    Nur als Hinweis.

    LG aus N

    Stefan

    ...if there is life after death, there is no death -
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  • Hi, Stefan,

    danke für deine lange Antwort; ich habe mich zurechtgefunden :winking_face:

    Ich habe mich jetzt für einen Kompromiss entschieden: Es wurden zwar wieder Plexiglasscheiben verwendet, aber diesmal lauter kleinere Stücke, die sich quasi nicht mehr krümmen können, sondern plan aufliegen. Wir hatten hier noch lauter Reststücke übrig, mit denen es ganz gut ging. Übrigens fiel mir dabei auf, dass (logischerweise) die dickeren Platten geeigneter sind, weil sie formstabiler sind.

    Das Riff steht mittlerweile. Es sieht komplett anders aus als vorher, gefällt uns aber ganz gut. Leider haben wir uns in der Wassermenge bzw. in der Zeit, die die UOA braucht, verschätzt, so dass der obere Teil noch nicht unter Wasser liegt. Der wird gerade ständig befeuchtet :winking_face: Vor dem Zubettgehen sollte das Becken aber voll sein.

    Wegen der Fäulnisstellen bin ich mir ja auch unsicher. Ich hoffe einfach, dass es das war, sonst wüsste ich wirklich nicht mehr weiter. Die Steine, die ganz leicht anders rochen als die meisten (lag vielleicht aber auch an dem Tag Auslagerung) - übrigens lauter Stücke totes Riffgestein - und dabei auch graue Stellen hatten, haben wir sicherheitshalber weggelassen. Mal sehen, was wir damit machen. Wahrscheinlich koche ich sie morgen aus, dann kann man sie später vielleicht noch mal verwenden.

    Das LG ebenfalls zu erneuern, wäre natürlich eine Möglichkeit gewesen. Aber selbst wenn das später doch noch nötig sein sollte (was ich nicht hoffe), dann haben wir jetzt nicht wirklich etwas umsonst ausgegeben. Und falls es funktioniert und das Becken wieder gesund läuft, haben wir das gute LG nicht weggeschmissen. Also warten wir einfach ab. Jetzt gibt's sowieso erst mal eine Runde Einfahrphase...

    Viele Grüße,
    Christiane

  • Hi Christiane,

    der Kompromiss ist gut, wie ich denke. Dass dickere Platten formstabiler bei Biegung sind (und daß das sogar bei gleicher Last noch besser wird bei kleineren Dimensionen bzw. Auflagerabständen) hätte ich Dir vorher auch sagen können - weil - "ich hab studiert" - aber jetzt ein gaaaanz breites Grinsen :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :D...

    Bitte berichte unbedingt weiter, wie es so läuft!

    Ich drücke auf jeden Fall alle Daumen!

    Und das mit dem LG war eben die Überlegung: "na ja - alles in einem Rutsch". Denn ich denke nicht, dass im Fall der Fälle (welchen ich nicht hoffe) der zusätzliche Frust und insbesondere auch der ggf. Verlust von weiteren, meist sehr schnell lieb gewonnenen, Tieren sich die Waage hält mit den 300 Euro zusätzlicher Geldausgabe... Je nach Besatz kann man das auch gerne mal gegenrechnen.

    Aber - alles wird gut! Meld Dich halt, wenn es was Neues gibt.

    LG aus N

    Stefan

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