Fische und Garnelen sterben

  • Zitat

    Original von Wiggy
    Da einer der Autoren zum Forenteam gehört, erwarte ich eine glasklare Erklärung warum sowas praktiziert wird, ansonsten hat mich das Forum hier gesehen, denn das ist eindeutig provokativ und unterstellt. Obwohl es mich nicht persönlich betrifft, sehe ich hier eine wirklich sinnlose Anmache, die meiner Meinung nach dringlichst unterbunden gehört. Aussagen wie diese tragen weder zur Lösung des Problems bei, noch helfen diese, harmonisch zu bleiben.

    hallo wiggy,

    nun, es sollte auch provokativ sein :O

    natürlich trägt das nicht wirklich zur lösung des problems bei, allerdings auch nicht diese diskussion, die immer mal wieder im gleichen stil hier auftaucht und dann im "verdacht auf vibrionen" endet.

    jetzt bist du nicht lange dabei und für dich ist diese vibrionengeschichte evtl. das erste mal, dass du damit konfrontiert bist, daher mag dir mein fred als "sinnlose" anmache vorkommen.

    in diesem fall wurde bereits der fisch zum tierarzt verbracht und der krankheitsfall aus "kostengründen" nicht weiter verfolgt.

    das ist natürlich eine aussage, die nicht unkommentiert stehen bleiben kann.

    evtl. wurde hier die möglichkeit verpasst, der sache tatsächlich auf den grund gehen zu können.

    daher meine frage an marubis wegen der mögflichkeit von mittelbereitstellung für untersuchungen.

    nix für ungut :smiling_face:

  • Zitat

    Original von KS
    Und pass auf, dass Du Dir keine wichtigen Teile abschneidest wenn Du mit einem offenen Messer in der Hosentasche herumläufst :grinning_squinting_face:

    Wenn ich es richtig lese, hast Du in einem anderen Forum auch nicht immer Zuspruch erhalten ?

    Hallo,

    Wird schon nicht passieren, dass ich mit wichtige Teile abschneide, so scharf ist das Messer nicht.

    Ob du richtig liest weiß ich nicht, aber ich habe nicht immer im Leben recht und erhalte auch nicht immer Zuspruch, man ist ja nicht pefekt, das und diese Aussage sind aber hier absolut überflüssig, denn wir sind hier nicht in einem anderen Forum und ich habe mich hier ganz bestimmt nicht angemeldet um immer Zuspruch zu erhalten, aber meine Meinung sagen werde ich wohl noch dürfen.

    Fische verheizen ist meiner Meinung nach, wenn jemand nachkauft und es riskiert, dass die dann wieder sterben. Aber das hier damit zu vergleichen finde ich etwas zu gewagt.

    Dass ein User wie du hier irgendwelche provokativen Sprüche klopft ist an und für sich ja nicht ungewöhnlich und auch zweitrangig. Aber jemand aus dem Forenteam sollte meiner Meinung nach etwas neutraler oder taktvoller an die Sache rangehen.

    Aber ist mir nun auch Wurscht.

    Im Übrigen kostet bei uns schon alleine ein einfacher Wassertest auf Keimzahl ohne Bestimmung der Art der Keime schon zwischen 35 und 45 Euro nur so zur Info. Und da soll ein Antibiogram auch nur soviel kosten?

    Joe

    Dem Verdacht auf Vibrionen habe ich wenn du den Threat gelesen hast meine Zweifel entgegengebracht. Sicher wäre es wünschenswert herauszufinden, was die tatsächliche Ursache ist. Nur hat Kevin hier ja nicht Tiere sterben lassen und ständig nachgekauft. Weil genau so hört sich das an und das meinte ich damit. Er sucht nach der Ursache.

    Deine Idee mit der Mittelbereitstellung finde ich dagegen gut, zumal hier bestimmt auch Beziehungen vorhanden sind, die die Ganze Sache preiswerter machen könnten(nehme ich mal an).

    Grüße Wiggy

    Einmal editiert, zuletzt von Wiggy (14. Juni 2010 um 10:13)

  • nochmal: ich lasse nicht sinnlos fische sterben...

    ich habe meinen ersten besatz verloren... habe dann eine längere zeit gewartet. habe neue fische (nach und nach) eingesetzt und allen ging es gut. außer die garnelen, die sind gleich hops gegangen. nun da sagt man sich erstmal, gut ok mit garnelen haste halt kein glück und kaufst keine mehr. erst nach und nach sind mir die fische wieder weggestorben. nicht alle auf einmal! darum bin ich ja dann auch zum tierarzt mit so nem fisch. und das kam schon knapp 40,-. mit dem ergebnis kann ich erstmal leben. ich habe entsprechend seiner analyse weiterführende maßnahmen getroffen und gott sei dank klappt bisher alles wieder!
    eine untersuchung nur auf vibrionen und dann noch auf die stämme die gefährlich werden können (siehe patogene bakterien 1 und 2) ist so unheimlich teuer, dass ich mir für das geld geich ein neues becken sammt technik kaufen kann...

    achso, weichmacher hab ich keine im becken (nehme ich zumindest an)

  • Zitat

    Original von Wiggy
    Deine Idee mit der Mittelbereitstellung finde ich dagegen gut, zumal hier bestimmt auch Beziehungen vorhanden sind, die die Ganze Sache preiswerter machen könnten(nehme ich mal an).

    hi wiggy,

    danke für deine zustimmung.

    so haben wir nach mir bereits den 2. spender gefunden :]

  • Zitat

    Original von Laribum
    nochmal: ich lasse nicht sinnlos fische sterben...

    erst nach und nach sind mir die fische wieder weggestorben. nicht alle auf einmal! darum bin ich ja dann auch zum tierarzt mit so nem fisch. und das kam schon knapp 40,-. mit dem ergebnis kann ich erstmal leben. ich habe entsprechend seiner analyse weiterführende maßnahmen getroffen und gott sei dank klappt bisher alles wieder!
    eine untersuchung nur auf vibrionen und dann noch auf die stämme die gefährlich werden können (siehe patogene bakterien 1 und 2) ist so unheimlich teuer, dass ich mir für das geld geich ein neues becken sammt technik kaufen kann...

    achso, weichmacher hab ich keine im becken (nehme ich zumindest an)

    hi,

    bei "vibrionenbefall" gibts noch? keine wirkliche hilfe, sodass man von der situation völlig überrascht wird.

    wenn es jetzt wieder besser geworden ist, warscheinlich m. e. aus der imunität? des verbliebenen besatzes.

    in bezug auf kosten: was hat denn dein becken gekostet, sodass man mal eine hausnummer über die untersuchungskosten hat?!


    ps: mit weichmachern hat das nix zu tun.

  • Hallo zusammen,

    mir, scheint die Forumsdiskussion hilft beim Fischproblem nicht weiter.

    Was würde uns weiter bringen bei unklaren Todefällen?

    Hat schonmal jemand bei einer Untersuchung von Aquarienfischen auf Vibrionen einen klaren Befund bekommen? Könnte jemand evtl. mit Erfahrungen oder einem Link helfen?

    Gibt es weitere Erfahrungsberichte über den Erfolg von Antibiotika bei unklaren Todefällen von Fischen?

    Was kann man außer Antibiotika tun, um den Fischen zu helfen. Bei dem Artikel zu den Probiotika sind mir eine Reihe von Lebensmitteln in den Sinn gekommen, die "leben" und eigentlich entsprechende Kulturen probiotischer Bakterien aufweißen sollten, z. B. frisches, rohes Sauerkraut (Milchsäurebakterien), vergorener Fisch "Surströmming", Joghurt, Kefir, Salami (?), Mozarella. Das eine oder andere könnte man mal probieren, wenn man keine Antibiotika sondern Probiotika einsetzen will. Betaglucane und Prebiotika wie Meeresalgen sind auch noch eine Option.

    Grüße

    Hans-Werner

  • hallo Hans Werner

    Es gibt in dem Bereich meistens 2 Krankheitsverläufe, eine akute und eine chronische Form . den Beginn der Erkrankung sieht man schon Tage vorher wenn man die Erfahrung hierzu hat. Wie bei allen Erkrankungen hilft auch hier nur die korrekte Diagnose da führt kein Weg dran vorbei, das diese Geld kostet sollte jedem klar sein.

    Gruss

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Gibt es weitere Erfahrungsberichte über den Erfolg von Antibiotika bei unklaren Todefällen von Fischen?


    Hi Hans-Werner,
    ich hatte Anfang 2005 schon mal ein Problem mit sterbenden Fischen und es u.a. hier geschildert. Harald Mülder hat damals auf Vibrionen mit zusätzlicher Bakterieninfektion getippt. Die Fische erkrankten immer nacheinander, zeigten dann starke Atmung, wenig Fluchtreflexe, rote Stellen, aufbrechende Geschwüre und kurz vor dem Tot ruckartiges vorwärtsschwimmen. Unter das Futter gemischtes Antibiotikum brachte eine sofortige Besserung und Heilung der befallenen Fische. Harald hat mir später auch nach seinem Vibrionen-Vortrag in Sindelfingen ein Antibiotikum genannt, das bei seinen Versuchen sehr erfolgreich war, aber er hat sich ja dann aus dem Forum zurückgezogen und hat ja, auch aus gesundheitlichen Gründen, kein Aquarium mehr.

  • Hallo,

    wegen meiner Erfahrungen mit der Untersuchung von Fischen bin ich eher zurückhaltend. Es ist zwar schon lange her, etwa Ende der 80er, als wir vom Jura-Museum haben Fische untersuchen lassen und diese Untersuchungen blieben ohne klare Krankheits-/Todesursache, auch bei einem sterbenden Fisch, den ich extra 100 km zur Untersuchungsstelle gefahren habe.
    Ein katastrophales Fischsterben im Jura-Museum dürfte ziemlich sicher auch auf Bakterien, vielleicht Vibrio zurückzuführen sein. Bezeichnend auch der rasante Verlauf, am Freitag erste leichte Augentrübungen, die der damals tonangebende Kollege noch ignorierte, am Montag schon schlimmer Zustand vieler Fische mit blutigen Flecken, am Mittwoch schon die letzten Fische sterbend und wenn ich mich recht entsinne schon am Donnerstag alle Fische bis auf eine Muräne und einen Picassodrücker tot. Das ganze Krankheitsgeschehen hat sich also innerhalb einer Woche abgespielt, kaum Zeit für Maßnahmen.

    Ein Antibiogramm stelle ich mir im Vergleich zu einer Diagnose relativ einfach vor. Es werden einfach die Bakterien aus dem Fisch auf speziellen Nährböden kultiviert und die Wirkung der Antibiotika auf die Kulturen registriert. Das dürfte in der Tat nicht wesentlich aufwändiger sein, als eine Zählung der CFU (Abk. für Colony Forming Units, Keime die Kolonien bilden) im Wasser.

    Was ich selbst aber wesentlich interessanter finden und wonach ich gestern abend mal gegoogelt habe, sind Probiotika und Prebiotika. Die wiss. Artikel beschreiben exakt, was ich auch schon dargestellt habe. Pathogene oder opportunistische Keime überleben geschützt vor den Antibiotika in Biofilmen oder auf Grund von Resistenzen und haben nach einer Antibiotikabehandlung ein freies Feld um sich ungehemmt zu vermehren. Besonders kritisch ist das auch beim Ex- und Import, wo ständig neue Keime und neue Behandlungen sich abwechseln und die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein resistenter pathogener Keim in der Anlage festsetzt relativ hoch ist. In der Aqua- und Marikultur soll durch den Einsatz von Probiotika der Einsatz von Antibiotika um bis zu 94% zurückgegangen sein.
    Dieser schon auf S. 12 verlinkte Artikel ist ein guter Einstieg in das Thema.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    nun einen Link kann ich dir heute leider nicht mehr bieten da ich gestern mal "Tante-Googel" mit dem
    Suchbegriff: Vibrionen Fische Preis
    gefüttert habe und vieles gefunden habe unter anderem einen Artikel vom Bundesamt für Risikobewertung.... die sich allerdings in Bezug auf Vibrionen hauptsächlich mit Muscheln beschäftigen.

    Gefunden habe ich auch diese Preisliste vom Robert Koch Institut für Untersuchungen.

    Gruss
    Olaf

  • Hallo Kevin,

    ich habe das Anti Red nun zweimal probiert (einmal in meinem Riffbecken und einmal in meinem Pferdebecken) und leider kein Glück gehabt! Es hat bei mir nicht die gewünschte Wirkung gezeigt
    wobei ich heute sagen muss, dass man so manchen Fehler nicht mit "Mittelchen" versuchen muss in den Griff zu bekommen sondern seine Anlagen "vertehen" muss!!
    Bei mir war es letztendlich die Beleuchtung.....

    Kurz gesagt: Fehler schnell erkennen, eigene Ursachenvorschung (Internet befragen) betreiben und dann Fehler beheben. Nach weneige Jahren musste ich feststellen es geht auch fast immer ohne "Mittelchen".

    Gruss
    Olaf

  • Hallo Olaf,

    was wolltest Du denn mit Anti Red erreichen? Ich meine es hier bezogen auf Vibrionen und Bakterien. Es wurde ja davon gesprochen, das das Red Slime dem Fischsterben vorbeugen soll. Mich würde interessieren, ob bei Laribum die Zugabe etwas verbessert hat. Da Red Slime in DE nicht mehr zu bekommen ist, dachte ich vielleicht das Anti Red die gleiche Wirkung haben könnte.

  • Hallo Kevin,

    ne gegen Vibrionen etc habe ich Anti Red nicht versucht sondern nur gegen das wofür es auch
    helfen soll.

    Gruss
    Olaf

  • Antired dürfte nicht funktionieren, da kein Antibiotika drin ist.
    Red Slime musste mal googeln. Im "normalen" Laden bekommste das nicht.
    Gestern hat es meinen Schokodoc nun doch erwischt. Allerdings unter anderen GEsichtspunkten... Er hat schon nichts gefressen und war auch beim Kauf schon sehr abgemagert (mach ich nie wieder sowas!). Ging die ganze Zeit nicht an Futter. Zum Schluss hatte er recht viele Pünktchen die trotz UV und Ozon nicht weggegangen sind. Das Thema ist also abgehakt.

    Viel mehr Kopfzerbrechen macht mir das letzte Ereignis. Wie wir festgestellt haben, gehen bei uns beiden Garnelen zu allererst drauf und das auch ziemlich schnell. Also hab ich mir nach der ganzen Kur einfach mal eine Putzergarnele mitgenommen. Am nächsten Tag war sie tot. Sah zwar wie gehäutet aus, aber weit und breit ist nix Garnelenartiges mehr zu sehen, sodass ich annehme sie ist wirklich tot.

    Ich hatte hier irgendwo mal nen Threat gelesen wo ein Labor mit Preisen benannt war, welches Wassertests macht. Glaube für ca. 40,- testen die das Wasser auf alles mögliche und Schwermetalle (um dieser Spur nochmal nachzugehen. Das wollte ich mal in Angrif nehmen.

    Als nächstes hab ich mir ein zweites kleines BEcken besorgt, in das ich nur neues Wasser und nen lebenden Stein reintun wollte und ne neue Garnele dazu. Wenn die paar Tage darin überlebt, nehme ich Wasser ausm Aquarium und dann wird nochmal getestet... mal sehen.

    Eine Frage hätte ich noch bzw. ne Idee was evt. außer Bakterien noch der Grund sein könnte.
    Ich habe auf dem Boden zwei Plexiglasplatten mit einer Silikonkastennaht angebracht. Habe jetzt nachdem der Sand raus ist aber gesehehn, dass diese NAht wohl an einer Stelle undicht ist und eine sehr kleine Menge Wasser jetzt unter der Platte ist. Weiterhin kam mir da die Überlegung, dass meine gesamte Rückwand, welche ja aus Riffkeramik besteht, auch so angeklebt wurde. Ich kann nur bedingt hinters BEcken schauen, sehe da aber nichts ungewöhnliches. Kann es sein, dass durch die KEramik was nach hinten und dann wieder nach vorne durchdiffundiert?

  • Zitat

    Original von Laribum
    Am nächsten Tag war sie tot. Sah zwar wie gehäutet aus, aber weit und breit ist nix Garnelenartiges mehr zu sehen, sodass ich annehme sie ist wirklich tot.


    Frischgehäutete Garnelen verstecken sich oft mehrere Tage

    Zitat

    Kann es sein, dass durch die KEramik was nach hinten und dann wieder nach vorne durchdiffundiert?


    Was soll das dann für schädlichen Auswirkungen haben?

  • Hallo,

    wenn Deine Korallen "wie ´ne Eins stehen", kannst Du die meisten Vergiftungen ausschließen, insbesondere Schwermetalle. Evtl. können Korallen Ammoniak besser entgiften als Fische, aber die meisten Vergiftungen würden zuerst die Korallen betreffen, nach heutiger Einschätzung.

    Grüße

    Hans-Werner

  • tja, dann weis ich auch nicht mehr... ich versuch ma den test mit der garnele...

    @KS: wüsste nicht wo sich die Garnele verstecken sollte... Aber ich schau nochmal

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo,

    wenn Deine Korallen "wie ´ne Eins stehen", kannst Du die meisten Vergiftungen ausschließen, insbesondere Schwermetalle. Evtl. können Korallen Ammoniak besser entgiften als Fische, aber die meisten Vergiftungen würden zuerst die Korallen betreffen, nach heutiger Einschätzung.

    Grüße

    Hans-Werner

    Hallo und bitte entschuldige; diese Aussage halte ich m.E. für sehr gewagt. Denn es ist allseits bekannt, dass gerade in der Einfahrphase Korallen noch viel wegstecken wo Fische längst sterben würden. Das ist wie Äpfel und Birnen vergleichen. Und gerade in der Einfahrphase weiß keiner genau was da alles im Becken an Gift und Müll auftaucht.

    Nicht jeders Gift das Korallen tötet, killt auch Fische und Umgekehrt. Nur meine Meinung.

    Ich selber würde wahrscheinlich entweder das Hobby aufgeben oder umtopfen sorry, aber ich glaube nicht mehr an eine Lösung ohne Laboranalyse des Wassers und der Fische.

    Grüße Wiggy

    3 Mal editiert, zuletzt von Wiggy (19. Juni 2010 um 01:40)

  • Hallo, ich hab die Einlaufphase nur als Beispiel angegeben. Ich weiß, dass das Becken nicht mehr in der Einlaufphase ist.

    Das sollte nur als Vergleich dienen um zu zeigen wie unterschiedlich die Giftstoffe sein können.

    Grüße Wiggy

  • Hallo Wiggy,

    gibt es da ein konkretes Beispiel? Ob es in der Einfahrphase Gifte sind, die viele Fische umbringen, oder einfach der umfangreichere Neubesatz mit den schon erwähntend Importproblemen ist die Frage.

    Kupfer als Stellvertreter für die Schwermetalle dürfte ziemlich sicher auf Korallen gravierender wirken als auf fast alle Fische. An welche Gifte denkst Du also?

    Es gibt sicher ein paar Gifte von Seegurken, Dinoflagellaten etc., die besonders auf Fische wirken, aber die sind zum einen nicht so langlebig und hartnäckig und haben zum anderen eine sichtbare Ursache.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans Werner,

    Gut in der Einfahrphase handelt es sich überwiegend um Stoffwechselprodukte, die auf Fische toxisch wirken und auf Korallen nur bedingt. Aber insgesamt wollte ich darauf hinaus, dass es eben auch andere kurzlebige Gifte gibt, die Fischen schaden und Korallen nicht oder weniger.

    Nagel mich nun nicht fest, aber ich hab da mal einen Bericht gelesen, den ich leider im Moment nicht wieder finde, aber noch suche. Dabei handelt es sich um irgendwelche Organismen, die Toxine abgeben, sobald sie bestimmte Eiweise und bestimmte Proteine erkennen. Dabei handle es sich um ähnliche Gifte wie starke Nesselgifte. Diese Toxine sollen Fische fernhalten, die denen dann das Futter wegfressen und offensichtlich machen die Fische dann auch in der Zeit einen Bogen um die Zonen. Es handelte sich dabei um Organismen, die auf den Felsen jedoch nicht auf dem Boden siedeln und sollen von der Größe her im Planktonbereich sein. Sollte ich den Bericht nochmal finden poste ich den.

    Das Gift muss ja dann nicht langlebig sein, aber eben immer stoßweise wiederkehren. Warum soll also so etwas im Aquarium nicht auch möglich sein, zumal es den Fischen ja gut zu gehen scheint, wenn er die Fütterung aussetzt?

    Grüße Wiggy

    2 Mal editiert, zuletzt von Wiggy (19. Juni 2010 um 12:43)

  • Hallo Wiggy,

    das kommt bei Dinoflagellaten so ungefähr hin. Die siedeln auf Algen und Gestein und produzieren abhängig auch von Umweltbedingen mehr oder weniger Gifte.

    Gruß

    Hans-Werner

  • So von mir ein kurzes Update. Es sind bisher noch keine weiteren fische verstorben und den restlichen scheint es sehr gut zu gehen. Keine schnelle Atmung mehr und normales Schwimmverhalten. Die Korallen stehen irgendwie noch besser als sonst.
    Kann es nicht einfach nur sein, das mein Aquarium mit den Fischen überlastet war? Vielleicht hatte ich zu schnell Fische eingesetzt und das Becken konnte nie richtig einlaufen. Ich habe ja noch 2 kleinere Aquarien nebenbei laufen. In eines von beiden setze ich immer wieder Ableger und Steine aus dem Problembecken, aber den Chromis usw in dem kleinen geht es bestens. Erst letzte Woche habe ich eine Euphylia mit Stein aus dem Hauptbecken dort eingesetzt und nichts ist passiert. Findet Ihr das nicht merkwürdig?
    Ich werde auf jeden Fall erstmal einen Schlammfilter mit einbringen, um etwas mehr biologisch zu Filtern. Danach berichte ich dann wieder wenn er etwas eingelaufen ist.

    Noch eine Anmerkung. Ich hatte bis vor kurzen immer sehr viel Phosphat 1mg/l im Becken und ca. 25Mg/l Nitrat. Die Werte gingen dann rapide nach unten auf PO4 0,1 und Nitrat nn. Ist das eventuell Stress für die Fische sodas diese mit den Veränderten Bedingungen nicht zurecht kommen?

  • Zitat

    Original von Kevin Bittroff
    Noch eine Anmerkung. Ich hatte bis vor kurzen immer sehr viel Phosphat 1mg/l im Becken und ca. 25Mg/l Nitrat. Die Werte gingen dann rapide nach unten auf PO4 0,1 und Nitrat nn. Ist das eventuell Stress für die Fische sodas diese mit den Veränderten Bedingungen nicht zurecht kommen?

    hi kevin,

    die für eine korallenpflege notwendigen parameter wie no3, po4, kh, ca + mg sind für die fischepflege nicht wirklich relevant.

  • so neues von mir: testbecken steht und läuft seit samstag. garnelen und 2 chromise geht es gut. keine auffäligkeiten.
    damit schließe ich erstmal das thema wasser aus. werde als nächstes ein paar steine ausm hauptbecken und einsetzen. mal sehen was dann passiert...

  • Bei mir gibt es nichts neues. Kein weiterer Fisch ist gestorben und alle fühlen sich wohl. Ich habe am Dienstag einen Preußenfisch aus meinem kleinen Aquarium in das Problembecken und einen Riffbarsch aus dem Problembecken und das kleine Aquarium. Allen geht es gut. Hinzu kommt, das ich einige Korallenableger ins kleine Becken getan habe. Es ist nichts passiert.
    Wie kann es denn sein, das das Fischsterben auf einmal weg ist? Einziger unterschied ist die Temperatur im Aquarium. Die ist jetzt bei 27°C, über den Winter und Frühjahr war die nur bei 22°C.

  • Zitat

    Original von Wiggy
    Hallo,
    und was schließen wir daraus?

    Gruß Wiggy

    Das ich genauso schlau wie vorher bin. Ich könnte aber wetten, wenn ich 2 oder 3 neue größere Fische einsetze, geht es wieder los. Ich gehe nach wie vor davon aus, das die Biologie im Becken nicht wirklich stimmt es ab einer Anzahl Fische irgend ein Wert sich dramatisch verschlechtert. Eventuell ist dann einfach die Wasserbelastung zu Hoch und kann nicht vom Becken gestemmt werden.
    Aber da ich kein Biologe bin, lasse ich lieber irgendwelche Vermutungen. Ich hoffe mal, das nicht noch mal sowas auftritt. Mein neues Aquarium bekommt zusätzlich einen Schlammfilter oder Refugium um den entgegenzuwirken.
    Mal sehen was Laribum noch berichtet.

    Einmal editiert, zuletzt von Kevin Bittroff (27. Juni 2010 um 09:20)

  • hab in ner älteren koralle nen artikel über stickstoffkreislauf, ammoniak und nitrifizierende baks gelesen. ggf. ist durch zu schnellen fischbesatz das gleichgewicht gekippt, dadurch sind die fische langsam vergiftet worden... komisch nur, das ich ammoniak nicht nachweisen kann/konnte

    na mal sehen. testbecken läuft nach wie vor einwandfrei, trotz umsiedelung der seeigel ausm hauptbecken, einem stein und ein wenig wasser ausm hauptbecken. im hauptbecken mach ich gerade ne algenkur, da ich sie auf natürlichem weg nicht wegbekommen habe (mittel von mruztek). weiterhin werde ich noch eine von beiden plexiglasscheiben vom boden entfernen. meiner meinung nach scheint da etwas wasser druntergelaufen zu sein.

    meld mich in ein paar tagen wieder....

    ps: 22°C im winter finde ich doch recht wenig. hab immer mind. 25°C

  • So wieder ein kleines Update. Allen Fischen sowie Korallen geht es Super. Seit dem ich 27°C im Becken haben wachsen die Korallen echt wie verrückt und das Wasser ist irgendwie klarer. Hat jemand dafür eine Erklärung? Ich habe jetzt wieder 2 Lippfische ist Becken und die fühlen sich anscheinend wohl. SInd den ganzen Tag auf Futtersuche und schwimmen schön friedfertig nebeneinander.
    Hoffen wir mal, das es so bleibt.
    Ich plane ja, wie in einem anderen Thread geschrieben, ein neuen Becken. Das ganze ist denke ich in einem halben Jahr fertig. Würdet Ihr die Tiere mit übernehmen oder komplett neu anfangen. Nur was machen ich dann mit den Steinen, Korallen und Fischen?

  • So wieder mal ein Update.
    Bei mir ging das Fischsterben jetzt weiter. Nach dem ich dachte, ich hatte es geschafft geht es nun wieder los.

    Was habe ich geändert!!

    - ich habe eine stärkere Tunze Stream eingesetzt (6045 zu 6085)
    - ich habe 2 Atoll Riff Pfeiler eingesetzt, welche aus einem anderen Becken stammen und 1 Tag mit der Post ohne Wasser transportiert worden sind.

    2 Tage nachdem die Atoll Riff eingesetzt worden ist, ging es wieder los. Mir sind jetzt die restlichen Riffbarsche und der letzte Ocellaris gestorben.
    Das ganze bestätigt irgendwie wieder die Sache, das das Becken einfach instabil läuft. Hoffentlich steht mein neues Aquarium bald mit dem geplanten Schlammfilter. Das jetzige bekomme ich anscheinend einfach nicht zum laufen. Ich habe selbst nach einem Jahr Standzeit noch 0,4 PO4 obwohl ich schon ewig Ansorber einsetze und Nitrat nn ist.

  • Hallo,

    das ist schon sehr mysteriös. Aber wenn du ständig Phosphat im Wasserhast, dann stimmt wirklich was nicht. Vielleicht ist auch ein anderer Wert, den man in der Regel nicht misst und der den Fischen schadet auch irgendwo vorhanden. Ich würde wissen wollen was es war, damit mir das nicht nochmal passiert. Von daher würdeich nicht aufgeben bisich es herausgefunden hätte.

    Einmal editiert, zuletzt von Wiggy (22. August 2010 um 00:03)

  • Zitat

    Original von Kevin Bittroff
    - ich habe 2 Atoll Riff Pfeiler eingesetzt, welche aus einem anderen Becken stammen und 1 Tag mit der Post ohne Wasser transportiert worden sind.

    2 Tage nachdem die Atoll Riff eingesetzt worden ist, ging es wieder los

    Warum machst Du denn so etwas? Entweder zu 100% totes Riffgestein, oder lebendes, das vernünftig transportiert wurde. Das dann aber auch nicht direkt in ein laufendes Becken, sondern zwischenhältern. Durch den Versand ohne Wasser ist der Großteil der Biomasse am Absterben, d.h. es finden Verwesungs- und Fäulnisprozesse statt, die sich in Deinem Becken fortsetzen. U.U. wird dabei eine nicht unerhebliche Menge O² verbraucht, die Deinem Becken entzogen wird. Wenn das Becken vorher schon nicht rund lief, kann der zusätzliche O²-Verbauch das ganze System zum kippen bringen. Außerdem würde ich ´mal den NH4-Wert messen, würde mich nicht überraschen, wenn der erhöht ist.

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von muschelschubser (22. August 2010 um 08:43)

  • Zitat

    Original von muschelschubser

    Warum machst Du denn so etwas? Entweder zu 100% totes Riffgestein, oder lebendes, das vernünftig transportiert wurde. Das dann aber auch nicht direkt in ein laufendes Becken, sondern zwischenhältern. Durch den Versand ohne Wasser ist der Großteil der Biomasse am Absterben, d.h. es finden Verwesungs- und Fäulnisprozesse statt, die sich in Deinem Becken fortsetzen. U.U. wird dabei eine nicht unerhebliche Menge O² verbraucht, die Deinem Becken entzogen wird. Wenn das Becken vorher schon nicht rund lief, kann der zusätzliche O²-Verbauch das ganze System zum kippen bringen. Außerdem würde ich ´mal den NH4-Wert messen, würde mich nicht überraschen, wenn der erhöht ist.

    Die Säulen waren in Tüten verpackt. Wenn ich mir Lebende Steine bestelle, sind die genauso lange unterwegs und auch nicht anders verpackt. Zumindest haben es Korallenbruchstücke, welche noch auf den Säulen waren, überlebt. Das trotzdem etwas abstirbt ist mir auch bewußt. Nur habe ich jetzt den Beweis dafür, was in meinem Becken los ist. Sobald es belastet wird, geht das Fischsterben wieder los. Erst verstecken sich die Tiere, dann Atmen sie schneller und haben komische Zuckungen. Und irgendwann sind Sie verschwunden. Auf jedenfall ist es keine Krankheit, was mich sehr beruhigt. Denn ich kann jetzt zumindest meine Korallen später in mein neues Aquarium übersiedeln.
    NH4 ist nicht vorhanden. Messe das aber nur mit dem Tetra Test für Ammoniak. Welche Aussagekraft dieser hat weiß ich nicht.

    Viele Grüße

  • Hallo Kevin,

    wenn man nicht konkret weiß, weshalb das Becken instabil läuft ist es ohnehin schwierig Maßnahmen einzuleiten. Allerdings wäre es aus meiner Sicht vernünftig gewesen, die Hände aus dem Becken zu lassen. Ein noch instabiles System durch erneute biologische Eingriffe an die Grenzen zu bringen ist sicherlich nicht förderlich.

    Es ist immer einfach gesagt, was man besser machen könnte. Ich an deiner Stelle hätte dem Becken einfach Zeit gegeben ohne jedwede Veränderung.

    VG Ralf

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • hi,
    hatte das nach nem umzug auch das FAST alles gestorben ist.(beckenübernahme)
    hab damals 2 verschiedene backs reingetan sowie eine grosse menge Caulerpa alge die sich zu anfang explosionartig vermehrte.jetzt ist zwar auch recht viel drinn aber meine wasserwerte sind immer stabil was nitrit nitrat ec betrifft... =0.

    ich denke man kann recht viel in technik usw investieren und man hat ein zauberhaftes becken aber ich glaube das es mit das wichtigste ist, das solche algen im guten mase zum wasserverhältniss stehen sollten sowie borstenwürmer die den boden ordentlich durchwühlen.

    gruss th

  • So jetzt hatte ich mal wieder Bio-extra Bakterien hinzugegeben und vergessen meinen abschäumer abzustellen. Nach 30sec ist dieser dann übergelaufen und hat dermaßen viel Sauerstoff produziert, das das ganze Becken voller blasen war.
    Ist das normal oder hindert irgendwas ist Becken die sauerstoffaufnahme was durch die Bakterien verbessert wird?

  • Hi,

    sorry das ich die Leiche wieder ausbuddel.

    Ich habe exakt die gleichen Symptome. Fische die schnell atmen, nur rumsitzen und sich verschlucken.
    Ich konnte jedoch etwas NH4 nachweisen und habe deshalb jeden 2. Tag 30L WW gemacht. Aktivkohle hängt schon drin.

    Bisherige Todesfälle:
    - 1x Clown
    - 1x Mandarin
    - 1x Garnele

    Die anderen fangen jetzt auch bereits an sich zu verabschieden :frowning_face:

    Ich habe nichts das den Bodengrund durchwühlt - kann ich den denn einfach so absaugen ? ist das nicht ein zu großer Eingriff wenn ich den auf einmal rausnehme ?

    Mein Becken habe ich mit Riffkeramik und ein paar Brocken LS eingefahren. Es steht jetzt auch schon seit über nem halben Jahr und kränkelt vor sich hin. Ich habe jetzt den ganzen Thread gelesen und habe nur die Festellung gefunden das es bei manchen nach nem Stück wieder besser geht ( wenn alle Fische erstmal tot sind :frowning_face: ). Meine Korallen stehen eigentl. auch ganz gut. Die Kupferanemone hat sich zusammengezogen und die Scheibenanemonen sind nicht komplett entfalltet -> nur einzelne "Polypen".

    Was mach ich jetzt ?

    Grüße Christian

  • Hi,

    also fange bitte die Fische raus und gebe Sie einem Bekannten oder in ein anderen Becken. Durchsuche dann dein Becken nach dunklen Stellen. Du wirst aber keine finden, nur um Schwefel auszuschließen.
    Lasse dein Becken einfach so weiter laufen nur ohne Fische und gebe diesem sehr viel Zeit. Alles andere bringt nichts, ich spreche da aus Erfahrung.

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