Doktorfische = Dreckfresser

  • Hallo!
    Hab heute grade die Koralle Nr.51 in die Hand bekommen. Den Bericht auf Seite 96 von Prof. Dr. Ellen Thaler finde ich irgendwie interessant. Hat den auch jemand gelesen?

  • Hallo Horst!

    Natürlich.

    Aber eigentlich begann die Geschichte schon beim Nürnberger Meerwassertreffen mit dem Vortrag von Joachim Grosskopf. Er sprach immer von den Dreckfressern.

    Was hältst Du von der Luftblasentheorie?
    Ich kann wir das nicht wirklich vorstellen.

  • Hi Horst,

    für die, die keine "Koralle" abonniert haben (so wie ich), wäre es sehr schön, wenn Du kurz mal schreiben könntest worum es geht.

    Ich bin nämlich von Natur aus neugierig! :grinning_squinting_face:

  • Hallo,

    Dem schließe ich mich an, im Moment stehe ich nämlich echt ein bisschen auf dem Schlauch..? :O

  • Hallo!
    Sorry,aber ich weiß nicht,wie es rechtlich ausschaut,wenn ich den Artikel,wenn auch nur auszugsweise,hier wiedergebe?

  • Hallo!
    Ok,ich trau mich einfach mal.Die Admins können es ja löschen.
    Es dreht sich in diesem Bericht/Beitrag einfach darum das Beobachtungen gezeigt haben,das Doktorfische,in der Natur, eigentlich gar keine Algen fressen,sondern viel mehr Ditrius bzw. eben Dreck. Deshalb sind sie so emsig auf Futtersuche.Sie ernähren sich hauptsächlich von dem Biofilm. Deshalb schnappen sie sogar nach Luftblasen,die ja bekanntlich von diesem Biofilm umgeben sind,der sonst,über den Ablauf im Abschäumer landet.
    Sie ernähren sich also keines wegs von Algen und sind somit,so wie ich es verstehe,als Algenfresser gar nicht geeignet,so lange man genug "Dreck" im Aquarium hat.

  • Danke für die Info! :thup

    Ich sag mal vorsichtig: Das ist ganz weit hergeholt und muß erst einmal bewiesen werden.
    Ich habe in mehreren Dokus schon beobachten können dass Docs sehr wohl Algen vom Riff "abgrasen." Leider noch nicht mit eigenen Augen, da mir der Tauchschein fehlt, aber in meinem Becken befindet sich sowohl das eine (Bryopsis an der Rückwand), als auch das andere (Detrius bzw. Ablagerungen in den strömungsarmen Ecken und das, was gekotet wird) und mein Zebrasoma flav. bevorzugt ganz klar die Algen, auch wenn er den Kot des Siganus mal "antestet".
    Im Gegenzug dazu schnappen einige andere Arten (Grundel, Demoisellen und auch ocellaris) viel häufiger nach den Ausscheidungen der anderen Fische.
    Natürlich pickt jeder Fisch auch mal in den Ablagerungen herum, es könnte sich ja etwas Nahrhaftes darin finden. Aber das gilt sicher nicht nur für Doktorfische.

    Das mit den Luftblasen erinnert mich ganz furchtbar an "Blubbel" aus "Findet Nemo". (meine Blubber, das sind meine Blubber) :grinning_squinting_face:

  • moin,

    wenn ich so sehe, wie meine 13 docs in wenigen stunden nen salatkopf verdrücken und der dreck einfach liegen bleibt, hätt ich da doch arge zweifel.

    auch fishbase ist da anderer meinung.

    ps: hab den bericht aber noch nicht gelesen!

    mfg
    michael

  • Hallo!
    @Reinhard: Wenn alles andere so stimmt,würde ich mich auch der Luftblasentheorie anschließen.

  • tja...Frau Thaler...publiziert was ihre Studenten meinen beobachtet zu haben :grinning_squinting_face:

    Gruß Jürgen

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    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • ah ja;
    Beobachtung in freier Natur?
    Es gibt Detrituswühler wie z.B. Acanthurus Olivaceus und auch weidende Doktoren wie Zebrasomas in Art z.B. flavescens , die als 'Kühe des Meeres' zwangsläufig bei der Suche nach der spärlichen Algenkost mal ein Mäulchen Detritus aufnehmen.
    Alles gefressene ist von Biofilmen umgeben; das trifft auf Turfalgen wie auch gefressenem Plankton zu.
    Jetzt deshalb die Doktoren zu 'Dreck'fressern zu deklassieren, ist wenig passend.
    Mein bald 30cm messender Olivaceus ist ein richtiger Wühler, und ich glaube nicht, dass er durch aufgenommene Biofilme zu der Korpulenz gekommen ist, die er auf den Gräten trägt. Er schlägt sich bei Flocken- wie Frostfutter, aber auch Grünfutter die Wampe voll.
    Auch er schnappt nach den von 'Biofilmen' umgebenen Luftblasen. Dies erfolgt immer in einem Ritual -, aber das deute ich eher als Hospitalismus. Bei anderen Doktoren habe ich dies nicht beobachten können.
    Lediglich 2 Fuchsgesichter bei mir haben die gleiche Marotte. Aber das sind eben keine Doktoren.
    Einen gelben Doktor kenne ich, der's macht. Aber der ist Pixxar-Animation, eben der 'meine Blubbel-'Heini. :ylol

    Da ich die Bilderhefte nicht mehr lese, beschränkt sich mein Kommentar nur auf subjektive Beobachtungen auf die hier wiedergegebenen Feststellungen im Artikel. An Doktoren halte ich etwa 25 Stück in 10 verschiedenen Arten.

    Irgendwie habe ich im Hinterkopf, dass
    jeder Mensch statistisch gesehen pro Jahr auch 9 Pfund Dreck mit seinem Futter mitisst/-frisst? :winking_face:

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (18. Juli 2008 um 00:23)

  • Hallo Jürgen & Stefan!
    Ich bin ja nur ein unbedarfter Leser,der die Koralle 1-2mal im Jahr in die Finger bekommt. Deshalb ja auch der Fred hier.:)

  • Hallo Horst,
    eigentlich verhält es sich ja so, dass man erst etwas lesen sollte (da muß ich mich an der eigenen Nase packen), um darüber diskutieren zu können. In dem Fall würde ich vermuten,-erübrigt sich das wieder einmal.
    Du hast den Artikel nicht geschrieben ; daher kann dir die Resonanz darauf eigentlich egal sein. :winking_face:
    Du findest den Bericht interessant, andererseits
    wäre es doch langweilig, wenn auf deine Frage nur jeweils mit 'ja' oder 'nein' geantwortet werden würde? :grinning_squinting_face:

    Servus
    Stefan

  • Hallo,

    ja, viele der sog. "Algenfresser" sollten in der Tat eher als Detritusfresser bezeichnet werden. Untersuchungen an Rifffischen bestätigen das. Es gibt auch Untersuchungen über die Anpassungen des Gebisses bei Detritusfressern und bei "echten" Algenfressern, bei denen der Algenanteil überwiegt.
    Unter anderem auch die Fuchsgesichter gehen oft erst dann an Fadenalgen im Aquarium, wenn durch Bakteriennahrung für die entsprechenden Biofilme gesorgt wurde, trifft aber auch auf Zebrasomas und noch einige andere "Algenfresser" zu. Es ist auch so, dass Detritus im Nährwert besser liegt, als Fadenalgen. Insofern ist der Korallen-Artikel keine allzu große Überraschung. Frau Thaler hat da sicher etwas richtiges und wichtiges aufgegriffen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Stefan!
    Es dreht sich für mich ja weniger um diesen speziellen Artikel als um die Feststellungen darin, da ich vorher nichts davon gewusst habe. Ich kaufe meinen Docs immer noch extra Algen,obwohl sie eigentlich recht wohlgenährt aussehen und diese fast nie anrühren.

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    gehen oft erst dann an Fadenalgen im Aquarium, wenn durch Bakteriennahrung für die entsprechenden Biofilme gesorgt wurde, trifft aber auch auf Zebrasomas und noch einige andere "Algenfresser" zu. ...Frau Thaler hat da sicher etwas richtiges und wichtiges aufgegriffen.

    moin,

    dem widersprichen aber sowohl fishbase als auch meine eigenen beobachtungen.

    alles grüne, was ich ins becken hänge, wird sofort und ohne biofilm gefressen, meine docs ernähren sich primär von salat (aus dem eigenen garten!), weithin getrocknete algen etc.

    muß nur grün sein ;), dann wird alles andere futter ignoriert!

    mfg
    michael

  • Hi Michael,

    aber eine Überlegung bleibt dann doch:

    Was wäre wenn wir kein Grünfutter mehr ins Becken geben? Ganz klar, dann würden sie sich andere Nahrungsquellen suchen, schon notgedrungen. Ob sie das dann aber tun weil ihnen keine andere Möglichkeit bleibt oder ob es ihrem natürlichen Verhalten entspricht, na ich weiß nicht.

    Was ich weiß dass beimir jeder Fisch Detrius frisst, egal ob Doc oder nicht, aber wenn sie die Wahl haben nehmen sie natürlich lieber die Leckerbissen.

  • Hallo Michael,

    das ist doch eigentlich kein Widerspruch. Wenn der Fisch verdauungsmäßig die Biofilme besser verwertet und vom Gebiß her diese bevorzugt von den Fadenalgen abstreift, schaut er doch primär nach grünen Algen und frisst von diesen ab oder zupft sogar davon. Die Fadenalgen werden auch von Zebrasoma und Fuchsgesicht gefressen, sie sind dann weg, aber ohne Biofilm schmecken die Fadenalgen nicht.
    Es findet durch die Biofilme eine Verhaltensänderung der Fische im Aquarium statt von "Fadenalgen werden nicht beachtet" zu "Fadenalgen werden gefressen", aber die eigentliche Ursache dieser Verhaltensänderung scheinen Biofilme und Detritus zu sein.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo!

    Da wurde jetzt einiges verdreht.

    Thaler spricht nicht von Dreckfressern sondern erbost sich darüber das Grosskopf davon spricht.

    Sie erklärt im dem Artikel das die Fische in der Natur nicht Dreck sondern Bakterienfilme fressen.
    Dabei wird auch erwähnt das unser "Algenfresser" die wir zum Kurzhalten der höheren Algen verwenden diese in der Natur kaum in den nötigen Mengen vorfinden.

    Das einzige für mich unglaubliche an diesem Beitrag ist die Luftblasengeschichte. Können sich in wenigen
    zehntel Sekunden wirklich schon Biofilme in einer für die Fische relevanten Menge Bilden?

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    aber ohne Biofilm schmecken die Fadenalgen nicht.

    moin,

    genau das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

    die von mir zugegebenen getrockneten algen sind sofort weg, da hat sich sicher noch kein biofilm drauf gebildet. mit allem anderen verhält es sich genauso.

    deiner theorie nach müßten die tiere doch erst nach einiger zeit mit dem fressen beginnen, halt, wenn sich ein biofilm gebildet hat.

    mfg
    michael

  • Moin,

    mein C.strigosus ist viel lieber hinter anderen Fischen hergeschwommen und hat dann deren Fäkalien gefressen...vieleicht nur ein Einzelfall?!?
    ...und mein Hawaiidoc bekommt bereits seit 3 Monaten keine Algen und kein Grünfutter und lebt mit den Überresten im Becken sehr gut und gesund. Vorher hatte er häufig Probleme mit großen roten Flecken. Höhere Algen sind bei mir nicht existent! Gefüttert werden nur die Raubfische!

    M.f.G

    Markus

    Einmal editiert, zuletzt von Fischsuppe (18. Juli 2008 um 22:01)

  • Zitat

    Original von Fischsuppe
    Höhere Algen sind bei mir nicht existent! Gefüttert werden nur die Raubfische!

    naja, was bleibt den armen schweinen ,ääh, fischen, denn anderes übrig :grinning_squinting_face:

    mfg
    michael

  • hi,

    wer mal beobachtet hat, mit welchem heisshunger docs hinter von den scheiben abgekratzten "algenbelägen" herjagen, der lässt seinen salat im garten oder isst ihn lieber selber.....

    :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Original von Joe
    hi,

    wer mal beobachtet hat, mit welchem heisshunger docs hinter von den scheiben abgekratzten "algenbelägen" herjagen, der lässt seinen salat im garten oder isst ihn lieber selber.....

    :grinning_squinting_face:

    moin,

    meine fressern lieber salat :winking_face:

    außerdem hab ich sowieso zuviel salat und zu wenig algen :face_with_tongue:

    mfg
    michael

  • Hallo Michael,

    Zitat

    Original von mbb

    naja, was bleibt den armen schweinen ,ääh, fischen, denn anderes übrig :grinning_squinting_face:

    ...scheint aber die gesündere Ernährung zumindest für meinen Doc zu sein :wink....immer wenn ich etwas anderes Fütter, wird er krank....

    M.f.G

    Markus

  • habe 4 Docs im Becken und meine verhalten sich so wie die von Michael, nur statt Salat gebe ich ihnen Norialgen sind verrückt danach,
    LG Robert

    LG Robert
    (Schreibe gleichzeitig im Österreichischem Forum)

  • Zitat

    Original von mbb
    außerdem hab ich sowieso zuviel salat und zu wenig algen :face_with_tongue:

    moin,

    dann is es bei dir wie im meer itself. :]

    kann mich nicht daran erinnern, in den weidegründen des sohals irgendwelche algen wachsen gesehen zu haben.

    die burschen nagen den ganzen tag die steine ab......

  • Ctenochaetus strigosus
    Naso lituratus
    Paracanthurus hepatus
    Zebrasoma flavescens
    diese zufällig 4 aus der grossen Doktoren-Familie gegriffenen beweisen von Natur aus vollkommen unterschiedliche Ernährungsstrategien, -sind aber wohl auch als Allesfresser zu bezeichnen, wenn entsprechend die Nahrung zur Verfügung steht;
    dass nun von 'Algenfressern' entsprechend von den Fadenalgen der Biofilm abgestreift wird und Fadenalgen dadurch zufällig/gewollt abgeweidet werden und besser verdaut werden?? , dazu bedarf es schon einer sehr regen Phantasie.
    Das wäre im direkten Vergleich, -ich, der vom angemachten Salat das Dressing ableckt und durch Zufall ab und zu ein Blättchen Salat mitverschluckt *brrr* , und dann im übertragenen Sinn ohne das Dressing nur schwer verdaulich wäre. :face_with_rolling_eyes:

    Zitat

    kann mich nicht daran erinnern, in den weidegründen des sohals irgendwelche algen wachsen gesehen zu haben.


    Turfalgen mit nur wenigen mm Größe sind doch allgegenwärtig im Riff, dachte ich?

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (19. Juli 2008 um 10:21)

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    Turfalgen mit nur wenigen mm Größe sind doch allgegenwärtig im Riff, dachte ich?

    jep,

    das ist es ja.

    die tägliche, natürliche nahrungsaufnahme bedeutet das abraspeln von mm dünnen algenbelägen.

    die ggfls. auch mal zu verfügung stehenden meersalate sind n glücksfall und nur happen für mal so zwischendurch.

    es wäre mal interessant zu recherchieren, inwieweit docs, die ständig mit grünzeugs vollgestopft werden, sich zu stinkstiefeln entwickeln, weil sie vor lauter sattheit und langeweile nur dummheiten im kopf haben... :smiling_face:

  • Zitat

    Original von Joe
    es wäre mal interessant zu recherchieren, inwieweit docs, die ständig mit grünzeugs vollgestopft werden, sich zu stinkstiefeln entwickeln, weil sie vor lauter sattheit und langeweile nur dummheiten im kopf haben... :smiling_face:

    moin,

    meine zumindest sind absolut friedlich, selbst das dazusetzen eines sehr großen, gelben docs, der 12j in einem anderen becken schwamm, ging völlig problemlos!

    ist zwar nach einer woche immer noch nicht in die 5er-gruppe flavescens integriert, aber haue gibts auch nicht, nur sporadisches drohen. ähnlich verhalten sich meine rotmeer ihm gegenüber, die anderen docs interessiert er gar nicht.

    ich würde ehr vermuten, daß schlecht genährte oder hungrige tiere griffig sind, nach nem guten essen bin ich meist auch zu faul zum streiten :winking_face:

    mfg
    michael

  • Moin mbb,

    Zitat

    Original von mbb
    ich würde ehr vermuten, daß schlecht genährte oder hungrige tiere griffig sind, nach nem guten essen bin ich meist auch zu faul zum streiten :winking_face:

    Du solltest mehr essen :winking_face:

    Scheinst ja absolute Musterfische zu haben....aber das hängt sicher mit dem vielem Platz in Deinem Becken zusammen. Leider kann nicht jeder seinen Fischen so einen Platz bieten. Hier geht es weitestgehend um natürliches Verhalten und das gibt es in unseren AQ nicht!

    Jeder Fisch wird sich möglicherweise in Gefangenschaft anders Verhalten, als sein Artgenosse!....und Docs sind nun mal Allesfresser...

    M.f.G

    Markus

  • Zitat

    Original von mbb

    die von mir zugegebenen getrockneten algen sind sofort weg, da hat sich sicher noch kein biofilm drauf gebildet. mit allem anderen verhält es sich genauso.

    Hallo Michael,

    Deine Algen könnten ja noch mit Biofilm sein, halt getrocknet, soweit nicht bearbeitet. Aber selbst wenn nicht, ich habe nur von Fadenalgen gesprochen. Man sollte sich von der Anschauung Alge = Alge grundsätzlich verabschieden. Algen sind als Gruppe viel, viel unterschiedlicher als alle Blütenpflanzen zusammen. Rotalgen, Braunalgen und Grünalgen haben biochemisch nur wenig gemein. Also, nur weil Fadenalgen nur mit Biofilm schmecken, muss das für Nori, Ulva und Co. nicht gleichermaßen zutreffen. Übrigens kann Ulva ohne Biofilm gar nicht wachsen, vielleicht ist da der Biofilm-Geschmack schon inklusive?

    Stefan, um bei Deinen leicht haarsträubenden Vergleichen zu bleiben, wenn ein ET dich sezieren würde, könnte er durchaus feststellen, dass Deine Salatsauce ein mehrfaches an Kalorien und Nährstoffen enthält als Dein Salat und Du dich folglich überwiegend von der Salatsauce ernährst und nicht von dem Blattwerk darunter, das Dir offensichtlich nur als Träger für die Salatsauce dient, da nahezu wertlos. So wird der Vergleich halbwegs zutreffend :D. Übrigens sehen die Fadenalgen beim Verlassen des Fisches noch genauso aus, wie bei der Aufnahme.

    Dass Fische Kot anderer Fische fressen ist nicht ungewöhlich und wird als "Koprophagie" oder die Ernährung als "koprophag" bezeichnet. Darüber gibt es auch Artikel. Es ist normal, dass der Kot bestimmter Fischarten das Riff praktisch nicht erreicht. Die Kotfresserei dürfte mit der Aufnahme nützlicher Bakterien und Vitamine zusammenhängen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • moin, hans-werner

    irgendwie fällt mir auf, daß du immer nur während der bürostunden ließt/schreibst!

    laß dich nicht von deinem chef erwischen :laughing:

    zum thema: akzeptiert, fadenalgen sind was anderes.
    aber wo hast du das her, daß die den fisch quasi naturell, also unverdaut verlassen?

    für welche arten soll das gelten, kann ich mir z.b. beim blennie nicht vorstellen.

    das würde ja im endeffekt bedeuten, daß die fische die algen überall verbreiten und nicht reduzieren :winking_face_with_tongue:

    mfg
    michael

  • Hallo Michael,

    hab´ im Moment Urlaub, also hör ma´, und Pausen gibt´s auch noch! :winking_face: An meinem Home-PC sind meist meine Kinder und der hat Analog-Netzanschluß.

    Beim Fuchsgesicht habe ich das gesehen. Ich habe auch nur geschrieben, die sehen noch genauso aus, d. h. sie dürften reichlich Cellulose und unverdauliches Zeugs enthalten, ob sie dann noch wachsen?
    Ich denke, die meisten Fadenalgen brauchen +/- den Kontakt zum nährstoffhaltigen Substrat, um gut zu wachsen.

    Blennies fressen sowieso nur ganz kurzes Zeugs, da erkennst Du nachher freilich nix mehr.

    Grüße

    Hans-Werner

  • moin,

    ich sehe bei docs und anderen aufwuchsfressern durchaus paralelen zu malawi/tanganjika-see-cichliden.

    die leben auch von algen, biofilm und darin lebenden kleintieren.
    es gibt aber auch viele arten wie z.b. thropheus, die fast ausschließlich von den algen leben, dazu zähle ich auch eigentlich viele docs, blennies, papageienfische,....

    eigentlich reduzieren doch genau diese arten im riff die algen und deren konkurenz und ermöglichen den korallen erst ein "sorgenfreies" wachstum.

    mfg
    michael

  • Hallo Michael,

    das dürfte bei Rifffischen auch so sein.

    im Buch "The Ecology of Fishes on Coral Reefs" von Peter F. Sale sind Vergleiche mit Abbildungen zur Ernährung von Acanthurus lineatus und Ctenochaetus striatus. Dabei werden Kiefer, Gebiss, Magen und Mageninhalt samt der Mikroflora des Magen-Darm-Traktes verglichen. A. lineatus frisst danach überwiegend die Algen und hat vorwiegend Flagellaten im Darm, C. striatus hat überwiegend Detritus im Magen und vorwiegend Bakterien im Darm. Das wirkt sich sogar auf die zwischenartlichen Agressionen aus, indem A. lineatus andere Acanthuriden und Scariden angreift, gegenüber C. striatus aber kaum Agressionen zeigt.

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (21. Juli 2008 um 16:46)

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