Haltbarkeit von grossen Glasbecken ?

  • Hallo,
    wenn man mal Berichte über Holzbecken liest, dann wird als Argument für ein Holzbecken immer die erhöhte Haltbarkeit gegenüber reinen Glasbecken erwähnt.
    Sind das noch Vorurteile aus Zeiten, wo es noch kein schwarzes Silikon gab, oder ist da wirklich etwas dran ?

  • Hallo Thomas,

    das mit dem schwarzen Silikon ist ebenfalls ein Vorurteil :wink

    Ich kenne Glasbecken mit transparentem Silikon wie mit schwarzem, die weit über 20 Jahr auf dem Buckel haben. Wichtig ist die UV Beständigkeit des Silikons, ansonsten wird es spröde.

    Die Becken (es sind genau zwei) aus Silikon, die ich kenne, die neu gemacht bzw. nachgebessert werden mussten oder die nicht gehalten haben, sind alle jüngeren Baudatums und auch alle von einem bestimmten Aquarienbauer (falls du da Gerüchte gehört hast, ich werde mich hier nicht dazu äußern welcher Aquarienbauer).

    In einem Holzbecken muss doch vorne auch eine Scheibe hinein, oder? Die wird sicherlich auch mit Silikon verklebt?

    Einen Vorteil sehe ich allenfalls bei der Bodenscheibe, die ja recht hoch belastet wird. Aber solange man sein Becken nicht bewegt und der Unterbau nicht wackelt ist das wohl kein Problem :smiling_face:

  • Zitat

    Original von Stefan F.
    ...In einem Holzbecken muss doch vorne auch eine Scheibe hinein, oder? Die wird sicherlich auch mit Silikon verklebt?

    ich denke, dass ist aber etwas anderes. Die Scheibe drückt ja durch den Wasserdruck von innen gegen das Silikon auf den Holzrahmen. Dichtet also allein schon durch den Druck auf das Silikon ab. Bei einem Glasaquarium steht das Silikon dagegen auf Zug und muss die Scheiben gegen den Wasserdruck zusammenhalten.

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Labuske (25. März 2008 um 12:21)

  • Zitat

    Original von elasalsera
    Hi Thomas,

    planst Du ein neues Becken?

    Viele Grüße
    Daniela

    Wir werden dieses Jahr umziehen. Und dabei wird das Becken natürlich vergrössert :grinning_squinting_face:
    Es steht noch kein Termin fest, aber auf jeden Fall wird das Becken grösser werden und dann so um 1000 Liter haben. Eigentlich hatte ich fest mit einem Glasbecken geplant, aber die Aussagen von den "Holzbauern " haben mich etwas nachdenklich gemacht.

  • Hallo,
    wir wäre es denn mit Plexibecken,Bekannter von mir hat ein 1200 Liter Plexibecken,sieht echt genial aus,ist schön leicht :grinning_squinting_face: (kann man mit 2 Mann schleppen) keine Farbverfälschung,aber Blöd zu reinigen :grinning_squinting_face: :O
    Über die Haltbarkeit kann ich aber nix sagen.

    Grüße

    Mirko

    Pool-Panorama:140x65x65+100x40x40 Technikbecken,HS 150-2001,2xTunze Stream 6085,RD3 Speedy 5m³

  • Hallo Mirko,

    Zitat

    aber Blöd zu reinigen

    - genau - und leicht zu verkratzen (leichter als Glas...)

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • hi thomas,

    ich persönlich finde es gibt nicht wirklich eine alternative zu den heutigen glasbecken. ich kenne aquarien die mittlerweile etwa 20 jahre laufen und bisher keine anzeichen machen nicht mehr dicht zu sein. wenn man bedenkt, dass mittlerweile die glas- und silikonqualität deutlich besser geworden ist als vor vielen jahren, dann sollten unsere becken heute eigentlich fast ewig halten.
    mein becken ist mittlerweile seit 12 jahren mit wasser gefüllt, mit transparentem silikon auf stoss - nicht wulst geklebt - ist immernoch dicht. ich hab zu dem becken damals sogar ne 10-jahres-garantie bekommen. nützt mir zwar jetzt nichts mehr, allerdings zeigt das schon einiges, dass der hersteller sich da was gedacht hat.

    eine empfehlung für becken die 70 cm und höher sind:
    hier sollte an der bodenplatte nochmals ein steg aufgeklebt werden, welche die klebefläche des silikons verdoppelt. dies ist zwar lt. den meisten herstellern nicht nötig, allerdings ist ist der druck bei z.b. 80 cm wassersäule schon beträchtlich und verlängert die lebensdauer des becken mit sicherheit.

    ach ja:
    ich habe vor etwa zwei jahren geholfen ein becken abzubrechen, dass lt. besitzerin etwa 50 jahre alt war. das teil hatte noch nen stahlrahmen. es wurde gewechselt weil die scheiben nicht mehr akzeptabel (verkratzt) waren und nicht weil es undicht war.

    ich finde es wird da oft zu viel wind um die haltbarkeit der becken gemacht. ein restrisiko bleibt immer, damit müssen wir alle leben :winking_face:
    man sollte sich mehr gedanken über die dichtheit der restlichen faktoren wie leitungen etc. machen. wie oft entsteht ein schaden durch eine leitung bzw. durch einen anderen bauteil des aquariums und wie oft durch ein becken selbst???

    gruss
    gerd
    :wink

  • Hi,

    ich klinke mich hier einfach mal in die Diskussion ums Thema "Silikon" ein.
    Da ich in einem Jahr umziehen werde und dadurch auch gleich ein neues AQ plane, würde mich interessieren, ob es Unterschiede in der Dauerhaftigkeit der Silikonverklebungen gibt.

    Mein jetziges AQ ist wulstverklebt.
    Mein AQ-Bauer schwört darauf, er bietet gar keine Stoßverklebung an, weil diese seiner Ansicht nach nicht so dauerhaft sind wie Wulstverklebungen!
    Ist da was dran?

    Gruß, Karl

    Seit 1985 Aquarianer.
    Seit 2004 Salzwasser.

  • Tatsächlich ist eine Stoßverklebung wohl haltbarer, da hier die Kontaktfläche von Glas und Silikon höher ist. Es gibt hier wiedersprüchliche Angaben, die einen sagen es so, die anderen sagen es so.

  • Die Kontaktfläche ist wohl immer die Gleiche, wenn die Seitenscheibe und die Frontscheibe gleich dick sind!!! :wink
    Es ist immer die Höhe mal der Glasdicke von beiden Seiten einmal, egal ob Wulst- oder Stoßverklebt. Nur einmal habe ich wenig Silikon und einmal mehr und einmal gehts Stirn- auf Stirnseite und einmal Stirnseite auf Glasinnenfläche.
    Rein mechanisch sollte die Wulstverklebung haltbarer sein, da die Dämpfung deutlich besser ist und die Kräfte im Silikon gleichmäßiger verteilt werden und sich nicht direkt an der Kontaktfläche vom Silikon zum Glas konzentrieren.

    Aber halten wird wohl beides gut!

    Gruß

    Andreas

    Anja und Andy

  • Zitat

    Original von Andreas Fent
    Die Kontaktfläche ist wohl immer die Gleiche, ...


    Also bei meinem Becken (Wulstverklebt) ist die Klebefläche doppelt so groß, weil einmal von außen und einmal von innen verlebt wurde!

    Zitat

    Original von happyday
    ... ich habe vor etwa zwei jahren geholfen ein becken abzubrechen, dass lt. besitzerin etwa 50 jahre alt war. das teil hatte noch nen stahlrahmen. ...


    Ist ja dann das gleiche Prinzip wie bei einem Holz-AQ! Vielleicht hat es deswegen so lange gehalten :confused_face: :winking_face: ?!?

    Was mich viel mehr wundert: Wie kommt man bei einem Holz-AQ von über 160cm Länge ohne Mittelsteg aus???? Scheint zumindest laut den beschriebenen Becken im I-Net so zu sein. Oder sollte da der 5cm hohe Holzrand reichen? :confused_face: :confused_face: :confused_face:

    Gruß
    Christian

  • Hallo zusammen,

    grundsätzlich wird immer argumentiert, dass die Wulstverklebung bei Großbecken elastischer ist und das die Becken nicht so leicht platzen. Dagegen sei die Stossverklebung günstiger, aber auch sehr unelastisch und eher für kleinere Rechteckbecken geeignet. Es kommt immer darauf an...

    Ich habe letztes Jahr zwei große Becken auf Maß als Trapezbecken machen lassen und dort sind die Ecken wulstverklebt, da es an den nicht rechtwinkligen Ecken nicht auf Stoss geklebt werden konnte. Ich habe damals 7 Jahre Garantie auf die Becken bekommen. Wenn der Aquarienbauer sein Handwerk versteht und entsprechende Sicherungsstege und Sicherheitszuschläge berücksichtigt, dürfte es mit beiden Methoden keine Probleme geben - sofern sie nach rein technischen Gründen ausgewählt wurden. Schwarzer Silicon wurde immer mit der Unterwanderung von Algen bei farblosen Silicon begründet. Ich habe das noch nie beobachtet, aber ausschließen kann ich es nicht. Ich habe auch nur noch ein 160 Liter-Becken mit klaren Silicon.

    Im Großhandel hatten wir früher ca. 6000 Edelstahlrahmenbecken, in die einzelne Scheiben noch mit Kitt, später mit Silicon eingeklebt wurden. Bei dem meistens sehr robusten Umgang mit den Becken, ist so manche Scheibe gesprungen und konnte leicht ersetzt werden. Später gab es dann nur noch geklebte Vollglasbecken. Für eine intensive kommerzielle Nutzung waren die Edelstahlrahmen optimal.

    Hier noch ein paar Links zum Thema:

    Aquarienbau - kurz erklärt
    Angaben zur Glasstärke im Aquarienbau
    mein "Aquarienbauer" - dem Link unter Aquaristik und dann Aquarien folgen...

    Die meisten Aquarienbauer, die ich kenne, verwenden dieses Silicon:
    Silicon für den Aquarienbau V23-1


    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Zitat

    Schwarzer Silicon wurde immer mit der Unterwanderung von Algen bei farblosen Silicon begründet. Ich habe das noch nie beobachtet, aber ausschließen kann ich es nicht.

    Hallo @,

    das ist ein Märchen mit der "Unterwanderung" das gibt es nicht,wie sollen die das denn machen? Sehr wohl gibt es aber schlecht verarbeitete Aquarien wo sich das Silikon vom Glas löst und erst dann wachsen die Algen da hinein und das sieht man bei transparentem Silikon eben besser als bei schwarzem.

    Gruß Jürgen

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