die "richtige" Förderpumpe (Aqua/TB)

  • Hallo zusammen !

    Seit Jahren betreibe ich den Durchfluß meines 650L Beckens mit einem kleinen Technikbecken mit einer Eheim1250. Da das Becken 90cm hoch steht, dürfte das ja gerade 1 x pro Stunde ergeben.

    Mein Frage ist nun, ob es effektiver/besser ist das ganze mit ner 1060 zu machen, also ca. doppelt so oft ?

    Würde das was bringen, oder bin ich so einfach nur langsamer, da die Belastung ja die gleiche bleibt/ist ?

    Danke und Gruß
    Sven

  • Da es sich um eine Technikfrage handelt habe ich deinen Thread mal verschoben.

    Ich vermute es macht keinen Meßbaren unterschied. Hast du Probleme mit der Abbauleistung des Abschäumers? Falls ja kann es sein, dass dieser nicht genug "Dreckwasser" bekommt. Falls nicht, würde ich es einfach so lassen.

  • Hi Stefan !

    Danke !

    Nein ich habe keine Probleme. Habe aber den AM Turbo Floater SL seit 3 Tagen dran (vorher ATK Junior), und der Schaum läßt merklich nach. Dachte von daher, das er vielleicht mehr Futter gebrauchen kann.
    Der Schumbecher hat vielleicht 2-3 cm eher helles Adsorbat, obwohl der eher trocken schäumt.

    Gruß Sven

  • Hallo,
    deine Förderpumpe ist viel zu klein... :winking_face_with_tongue:
    Nimm auf jeden Fall mind. die 1060...

  • @Meerwassertenne: Wieso meinst du die Pumpe wäre zu klein? Es gibt verschiedene Faustformeln. Sehr verbreitet ist wohl 1-2x Beckenvolumen pro Stunde, einige sagen 5x-10x Volumen des Filterbeckens pro Stunde. Wenn man davon ausgeht, dass das Filterbecken ca. 10-30% Inhalt des Hauptbeckens hat, dann kommen bei beiden Faustformeln ähnliche werte heraus.

  • Die Eheim 1250 ist völlig ok für Dein Becken. Vorausgesetzt Du willst mit der Pumpe keine zusätzliche Strömung erzeugen oder hast nen Schlammfilter o.ä - was soll eine stärkere Pumpe bringen ?

    Die 'Theorie', dass Du durch höheren Durchfluss eine bessere Abschäumung erreichst glaube ich nicht. Es gibt sogar Leute, die den Auslauf des Schäumers direkt wieder dem Schäumer zuführen.

    Viele Wege führen nach Rom. Wenn Dein Becken in der bisherigen Konstallation gut läuft würde ich nix ändern. Wenns nicht gut läuft liegt es aber sicher auch nicht an der Pumpe ...

    Gruss
    Stephan

  • Zitat

    Original von Stephan
    ..... Es gibt sogar Leute, die den Auslauf des Schäumers direkt wieder dem Schäumer zuführen.
    ...


    Hi Stephan...

    dadurch wird aber die Effektivität eines Schäumers deutlich reduziert. Was soll das bringen ?

    Grüße .. Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Hallo Klaus,

    bei den Mini Bubble Kings geht das auslaufende Wasser doch auch direkt in die Kammer, aus der der AS ansaugt. Baut ihr denn schlechte Sachen? :face_with_tongue:

    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von frischfisch (22. Juni 2007 um 10:57)

  • Hi Klaus,

    nun, die Verfechter dieser Theorie versprechen sich davon eine intensivere Proteinreduktion. Je höher / länger die Verweildauer im Schämer, desto intensiver ja wohl die Abschäumung.

    Lasse ich also das Wasser 5x in der Stunde am Schäumer vorbeilaufen - wobei (zumindest bei internen Schäumern) ja nur eine gewisse Menge überhaupt im Schäumer landet - der Rest quasi 'ungeschäumt' durch den hohen Durchsatz der Förderpumpe gleich wieder ins Becken befördert wird, oder sorge ich dafür, dass das was im TB ankommt auch - bedingt durch die lange Verweildauer - auch komplett im Schäumer landet ? Also lieber 5x an der Frittenbude vorbeilaufen und jedesmal einen Happen einwerfen oder nur einmal und dabei den Teller komplett leer essen ?

    Gruss
    Stephan

  • Ok Danke Euch allen für die Einschätzungen.

    Das Becken läuft gut, ich hatte mir nur Gedanken gemacht wegen der abnehmenden
    Schaumbildung. Er hatte heute nach ca. 60 Stunden 3-4cm im mittelbraunes Adsorbat Topf.
    Man sieht halt oft so Bilder mit eckliger, schwarzer Brühe, und die hatte ich noch nie, bei keinem AB.
    (hatte bis jetzt Sander AH60, dann ATK junior, nun AM Turbofloater SL)

    Deshalb dachte ich es könnte vielleicht an der Durchflußleistung des TB's liegen.

    Gruß an ALLE
    Sven

  • Hy,

    ich denke auch, dass man mit einer höheren Durchflussrate die Abschaeumung erhöhen kann. Dann muss aber na klar auch der Ablauf des Schaeumers sauber vom Zulauf getrennt sein usw.

    Aber: Brauchst Du das? Wenn Deine Werte stabil sind, lass es. Sonst hast evtl. ne zu hohe Abschaeumung und laeufst in ein weiteres Problem rein ..

    Gruß
    Roger

  • Hallo,

    Zitat

    Original von Stephan
    nun, die Verfechter dieser Theorie versprechen sich davon eine intensivere Proteinreduktion. Je höher / länger die Verweildauer im Schämer, desto intensiver ja wohl die Abschäumung.

    Das stimmt, aber je länger es dauert, bis die Eiweissverbindungen im Wasser zum Abschäumer kommen, umso mehr werden zersetzt bis sie vom Abschäumer überhaupt erfasst werden können.

    Zitat

    Original von Stephan
    Lasse ich also das Wasser 5x in der Stunde am Schäumer vorbeilaufen - wobei (zumindest bei internen Schäumern) ja nur eine gewisse Menge überhaupt im Schäumer landet - der Rest quasi 'ungeschäumt' durch den hohen Durchsatz der Förderpumpe gleich wieder ins Becken befördert wird, oder sorge ich dafür, dass das was im TB ankommt auch - bedingt durch die lange Verweildauer - auch komplett im Schäumer landet ? Also lieber 5x an der Frittenbude vorbeilaufen und jedesmal einen Happen einwerfen oder nur einmal und dabei den Teller komplett leer essen ?

    Das ist nicht ganz richtig, der Durchlauf durch das Technikbecken sollte so hoch sein,wie der durch den Abschäumer.
    Der Grund ist, dass je weniger das Wasser belastet ist umso weniger kann der Abschäumer auch in der gleichen Zeit rausholen.

    Grüße
    Manuel

  • Es ist hier ähnlich wie bei der Diskussion über die UV-Anlagen. Bei UV-Anlagen sagt man im Allgemeinen langsamer Durchfluss und gründliche Entkeimung sind besser als schneller Durchfluss und geringe Entkeimung.
    Wichtigster Unterschied ist wohl, dass sie die Schadstoffe nicht von alleine vermehren. Ich habe beides bereits erfolgreich betrieben. Ob der Schaum schwarz wird oder nicht hängt nach meiner Erfahrung eher davon ab wie der Abschäumer eingestellt ist. Ein guter Schäumer holt schnell alles an Dreck aus dem Wasser und bringt es in die Schaumschicht. Diese "kocht" dann mit der Zeit über und das Zeug wird in den Schaumtopf gebracht als schwarze Brühe.

  • Zitat

    Original von Stephan
    Hi Klaus,

    nun, die Verfechter dieser Theorie versprechen sich davon eine intensivere Proteinreduktion. Je höher / länger die Verweildauer im Schämer, desto intensiver ja wohl die Abschäumung.

    Lasse ich also das Wasser 5x in der Stunde am Schäumer vorbeilaufen - wobei (zumindest bei internen Schäumern) ja nur eine gewisse Menge überhaupt im Schäumer landet - der Rest quasi 'ungeschäumt' durch den hohen Durchsatz der Förderpumpe gleich wieder ins Becken befördert wird, oder sorge ich dafür, dass das was im TB ankommt auch - bedingt durch die lange Verweildauer - auch komplett im Schäumer landet ? Also lieber 5x an der Frittenbude vorbeilaufen und jedesmal einen Happen einwerfen oder nur einmal und dabei den Teller komplett leer essen ?

    Hi Stephan...
    klasse Vergleich... :thup aber... : bei eigenen Untersuchungen konnte, jedenfalls von unserer Seite aus, zweifelsfrei festgestellt werden : ... je höher die Anströmgeschwindigkeit an den Schäumer ausgelegt wird, desto besser ist auch die Abschäumleistung. Einigen Kunden von uns, die sich über ein mangelndes Abschäumergebniss beschwert hatten, konnte in der Form geholfen werden, dass die AS mehr abschäumen, wenn der Wasserdurchfluss zum Filter-Aquarium, erhöht wurde. Und das signifikant.
    Eines ist aber auch klar : ... kein Schäumer dieser Welt wird am Ausgang 100 % sauberes Wasser haben, auch wenn er 5 Meter hoch ist. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. So kann es auch durchaus Sinn machen, das entschäumte Wasser nochmals den Schäumer passieren lassen. Ich kenne eine Reihe von erfolgreichen SPS-Usern, die das so machen. Hier steht im sp. nicht so sehr das Abschäumen an erster Stelle, sondern die gewollte Sauerstoffanreicherung, meistens mit einer geringen Dosis Ozon, um die Oxydationsstufe anzuheben, was den Steinkorallen sehr zugute kommt und niedere Algen ver-bzw. behindert. Somit ist Deine Argumentation auch nicht so von der Hand zu weisen...

    Christian...

    Zitat

    bei den Mini Bubble Kings geht das auslaufende Wasser doch auch direkt in die Kammer, aus der der AS ansaugt. Baut ihr denn schlechte Sachen?

    stimmt..... aber das Wasser tritt natürlich nicht an der Stelle aus, wo es angesaugt wird. Das wäre ja im klassischen Sinner ein Wasserkurzschluss... :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: bei den Minis wird das Wasser vorne angesaugt und seitlich wieder in den Filter entlassen.
    Zweckmäßigerweise sollte in einer Technikkammer eine hohe Durchflussgeschwindigkeit vorhanden sein, ansonsten, ja, gibt es einen Kurzschluss. So sind unsere Filteranlagen, wenn man sich die mal im Detail anschaut, immer mit einer sog. Wasserleitkammer versehen. Ein nur 5 cm breiter Übergang vom Vorfilter zur Abschäumerkammer und dann erst geht das Wasser in die letzte Klarwasserkammer. Die Abschäumeransaugung ist so angeordnet, dass sie expliziet aus diesen 5 cm das Wasser einzieht. Und trotzdem wird noch ca. 50-60 % vom ankommenden Wasser, nicht vom Schäumer erfasst.

    Allgemein sollte bekannt sein, je höher die Schäumer sind, desto wirkungsvoller sind sie auch. Dass trifft aber nicht mehr unbedingt auf die heutigen Abschäumer zu, die in der Lage sind, kleinste Blasen zu erzeugen und das Wasser elektrisch aufladen. Der Trend geht deutlich zu Abschäumern, die weit unter einem Meter hoch sind. Die Energiespareffekte bei kurzen Schäumern, gegenüber hohen Säulen, liegen derzeit bei 80-90 %.... so macht es sich monatlich mehr als deutlich bemerkbar, ob ein Schäumer 200 Watt Strom verbraucht, oder nur 30 Watt. Bei gleicher Abschäumleistung, versteht sich.

    Grüße ... Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • hi,

    die enormen durchflussmengen der technikbecken stammen noch aus der zeit, als
    viele rieselfilter mit einer art sprenglerarm (wie ein rasensprengler) betrieben.

    damit sich diese teile überhaupr im kreise drehten, brauchte es hohen druck durch
    grosse mengen abfliessendes wasser.

    nach der verbannung dieser kaffeemühlenartigen rieselfilter wurde der grosse durchfluss
    im allgemeinen beibehalten, ohne sich überhauprt weitere gedanken einer notwendigkeit zu machen.....

    auch wurde die strömung in der hauptsache durch starke rückförderpumpen erreicht.

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