Phosphatdepots

  • Hi,

    mal ne Frage an die Spezialisten hier. Seit meinem großen Umbau vor 6-9 Monaten kämpfe ich gegen erhöhte Phosphatwerte. Derzeit liegt er >0,5. OK, ich verklapp 100g Frostfutter am Tag in dem Becken, aber das sehe ich nicht als Problem. Ich hatte vor dem Umbau immer pH-Werte von 7,6-8,2 und seit dem Umbau von 8,2-8,7. Vorher hatte ich nie Probleme mit Phosphat, aber seit dem Umbau geht er einfach nicht runter. Ich gebe alle 14 Tage 1kg Phosphatabsorber in eine nach Art Zeofitfilter gebaute Röhre wo es mit UVC-sterilisiertem Wasser durchströmt wird. Die Wassermenge ist Luftschlauch mit ca. 4cm Wasserstrahl eh die Schwerkraft siegt, also ziemlich langsam. Alle 2 Tage wird der Absorber durch geschüttelt damit sich keine Kanäle bilden können. Trotzdem messe ich 1h nach Neubefüllung, wenn sich die Trübung gelegt hat, die fast gleichen Werte am Ausgang wie im Becken. Der Wert im Becken steigt eher als das er fällt. So nach ca. >10kg Phospatabsorber sollte sich doch mal langsam eine Wirkung zeigen? Der Eisenbasierte hat früher immer das Becken unter 0,04 gehalten und Kalkwasser habe ich nie verwendet? Kann sich in den 100kg Livesand soviel Phosphat abgelagert haben oder zieht der Absorber einfach nicht? Was kann ich noch tun? So langsam geht mir das Vor sich hin-Gameln im Becken auf den Geist. Würde gerne mal wieder ein paar gescheite Korallen einsetzen.

    mfg Uwe

    Einmal editiert, zuletzt von use (19. Mai 2007 um 00:52)

  • Derzeit liegt er >0,5. ----- Womit gemessen?

    ch verklapp 100g Frostfutter am Tag in dem Becken ----- Das ist ja schon mal ein ordentliches Depot....!

    So nach ca. >10kg Phospatabsorber sollte sich doch mal langsam eine Wirkung zeigen? ----- Welches Produkt ist es genau?

    Kann sich in den 100kg Livesand soviel Phosphat abgelagert haben ----- Natürlich, da können eventuell eine Gramm Phosphor drinstecken!

    Adsorptionsreaktionen gehen langsam, die benötigen mitunter mehrere Wochen, je nach Adsorber und obigen "Argumenten". Wieviel Nettowasserinhalt sind denn überhaupt in der Anlage und welches sonstige Dekomaterial?

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

    2 Mal editiert, zuletzt von Korallenwelt (19. Mai 2007 um 01:02)

  • scheinbar wirkt dein po4 absorber nicht richtig, wieso lässt du ihn so langsam durchströmen ? würde mir einen richtigen filter bauen, am auslass solltest du auf jeden fall weniger bis kein po4 mehr messen ...

  • Hallo Uwe,
    vor nicht allzu langer Zeit hattest du doch mal fast nn hinbekommen :confused_face:
    Ich glaube, das war vor dem Umbau?
    Du kennst auch meine Meinung zu pH-Werten über 8 und dem verminderten Adsorbtionsverhalten. Alles selbst ausprobiert und durchexerziert.
    Ich verwende die identische Charge wie du an Adsorber und nach dem Algenex-Supergau im Dezember mit Spitze von 0,5mg gings binnen 2,5 Monaten wieder auf 0,02 bis weniger bei mir runter. (20 kg Adsorber, aber auf mehrere Filter verteilt, haben gereicht)
    Auf die 5000Ltr. Netto-Wasser geb ich auch am Tag gut 200 Gr ungespültes FF; momentan laufen nach einer Pause von 2 Monaten und Anstieg des PO4 Wertes auf 0,05mg wieder 7 kg Adsorber mit (auf drei Filter verteilt). Nach einer Woche hat er sich schon wieder deutlichst nach unten bewegt. Kannst vorbeikommen und weiße Korallen mit blauen Spitzen aus Import sehen, und nichts bräunt ein. Das ist für mich der Indikator, dass alles paßt. Und du kennst meine pummeligen Fische,-sind keine Kostverächter.

    Der Rest, wie Torsten schreibt.

    2 wichtige Punkte:
    1) Du solltest du bei der Menge an Futter und Wasser wirklich über mehrere Filter nachdenken, um die Substratfläche bei verminderter Durchflußgeschwindigkeit zu vervielfachen, denn die Wassermassen bei dir mit der Belastung sind erstmal zu bewältigen.
    So, wie du es jetzt betreibst, hats fast Placebo-Charakter. Litere deinen Piselstrahl aus dem Filter einfach mal aus und rechne hoch....
    Das, was du oben an Phosphat ins Becken kippst, wird logischerweise nicht im nächsten Moment im Fiilter landen. Koch mal eine Probe benutzten PO-Adsorber an und nach erkalten mißt du das Wasser (mit der Rowa-Farbskala kannst du das nicht mehr greifen) ....das wird tintenblau sein.
    Die jeweils verwendeten Kilo-Pakete sind auf dein Wasservolumen gerechnet jedenfalls zu wenig. Kanal- oder Rinnsalbildung ist beim Adsorber ausgeschlossen. Schütteln brauchst du da nichts.
    Dazu ist die Kornfraktion zu grob.
    2)Der pH- Wert, nunja. Wenn du ihn runterbekommen könntest, würdest du auch mal mehr an Wirkung trotz der in meinen Augen als zu gering eingesetzten Menge sehen. :face_with_rolling_eyes:

    Beim einen wirkts schneller, beim anderen eben längerwierig -> Depots lassen sich nun mal nicht vorhersagen und bestimmen.

    Matthias,
    Langsamkeit ist Trumpf; nur sollte man hierbei niemals die Menge des umzuwälzenden Wasser aus den Augen verlieren. Hat absolut nichts mit dem Eisenhydroxid an sich zu tun. Soviele Quellen dafür gibts nicht. Lediglich in der Sauberkeit des Materials und der Herstellung lassen sich Qualitätsmerkmale finden.

    Je höher die Durchströmung, desto mehr vergeudete Adsorberoberfläche Grund der Abrasion.
    Den Feinstabrieb könntest du dann nicht mal mit den besten Filtermedien aus dem Wasser holen. Und gerade auch der bindet Phosphat sehr gut.
    Das schwemmts ins Becken ein und liegt dann irgendwo in der Deko oder am Boden herum.
    Man kann sich dadurch natürlich auch Depots schaffen. Zwar wird man wohl niemals bis selten derart niedrige pH- Werte bewerkstelligen können, dass das gebundene Phosphat wieder in Lösung geht, aber Algen und Bakterien knacken sich das schon irgendwie auf, um das zu ihrem Nutzen zu verwerten.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (19. Mai 2007 um 05:26)

  • Ich würde für den PO[t]4[/t]-Absorber auf Eisenbasis auch eher zu einem Fließbettfilter greifen. Ich habe schon öfter gehört, dass nach einem Umbau auf einmal der Phosphat und etwas später dann auch der Nitratwert hoch geht.
    Vielleicht solltest du mal den weißen Phosphatabsorber probieren, möglicherweise funktioniert der bei dir besser?

  • Hi,

    wie Stefan schon richtig gesagt hat, gemessen mit Rowa, Netto ca. 1200l, Deko Lebendgestein und Riffkeramik und dazu ca. 100kg Livesand. Der Absorber ist der von Stefan :winking_face:

    Ich vermute das Depot ja im Sand. Livesand ist ja Aragonit und Calcium bindet bekanntlich Phosphat. Da der Sand nun schon mindestens 2-3 Jahre alt ist könnte er sich im Laufe der Zeit mit Phosphat gesättigt haben weshalb ich früher keine Probleme mit Phosphat hatte. Ob es eventuell hilft den Sand mal komplett zu wechseln? Ich versteh nur nicht wieso der Sand plötzlich das gebundene Phosphat wieder abgeben sollte. Noch dazu bei meinen pH-Werten.
    Mehr als 1kg Absorber möchte ich eigentlich nicht ins System tun. Das ist schon die doppelte Menge von dem was normalerweise für die Beckengröße so empfohlen wird. Wie schnell kann der denn gesättigt sein? Macht es Sinn das kg vielleicht wöchentlich zu wechseln oder doch besser 2kg und 14 Tage? Wenn nach 1h hinter den Absorber nicht 0 rauskommt isdt der Durchlauf eigentlich immer noch zu hoch. Von der Durchlaufmenge würde es schon passen das Becken sauber zu bekommen. ich will ja nicht bis auf 0 runter, aber unter 0,1 sollte schon sein.

    mfg uwe

  • Hallo Uwe,
    ich erzähl dir nichts neues, wenn ein (der) Adsorber nicht nur PO aufnimmt, sondern Si u.a. auch.

    m. M. ist bei dir aber der größte Hemmschuh der pH-Wert, weshalb ich dir auch wie kenny den Einsatz eines Al-Adsorber anrate, der m.E. pH-ungebunden arbeitet, aber weniger berechenbar ist.

    Ich sage dir, du gehst fehl in der Annahme, das der Duirchsatz an Wasser 'schon so' paßt. Unter normalen Bedingungen bei 0,1-0,2 PO4 des Einsatzes vielleicht, aber nicht bei den Futtermengen, -den Depots, wie du sie hast. Ich lass jetzt mal dahingestellt, ob da was in Rücklösung geht oder nicht.
    Du mußt das anders herum sehen: bis heute ist nicht bekannt, wieviel mg an P Sand, Gestein binden kann und wann dessen Kapazität erschöpft ist. Bakterien schaffen es immer, Depots aufzuschlüsseln.
    Als ich vor nun schon 2 Jahren an den Mischungen bastelte, dachte ich mir nach ersten Einsätzen in diversen Wirbelbettfiltern mit gutem Durchsatz,- das ist vielleicht ein Klump. Bis ich draufkam, immer langsamerer Durchfluß bei maximaler Entkeimung des Wassers und Abfilterung aller Stoffe, die den 'durchgeflutschten' Bakterien als Nahrung auf dem Substrat 'Adsorber' dienen konnten. Auch der Betrieb mehrerer Säulen konnte das Ergebnis minimale Durchflußmenge/maximale Ausbeute an PO4 gereinigtem Wasser verbessern.
    Ab da funktionierte es hervorragend.

    Von dem Mischgranulat sind bisher um die 1,8 to unters Volk gekommen. Bis 250kg kann ich das Feedback nachvollziehen, denn da kannte ich die Anwender mehr oder weniger und das Feedback war positiv. Nur bei Schlammfilteranwendern gabs/gibts noch immer Probleme. Bei Verdoppelung der Einsatzmenge zu Beginn war das Problem meist in den Griff zu bekommen. An was das liegt, -ich habe keine Ahnung.

    Servus
    Stefan

  • Ich weiß nicht, wie neu die Keramik ist, aber Dein Phosphattest erfaßt natürlich auch das Silikat im Wasser, also mal keine Panik.

    Welchen Test verwendest Du denn überhaupt?

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • hallo use

    ich habe auch schon alle möglichen adsorber getestet,aber keiner hat eine merkiche veränderung
    gebracht.vor 3monaten habe ich dann phosbuster von coralsand genommen.der phoswert ist
    relativ schnell gesunken.bis jetzt habe ich keine propleme mehr.

    mfg
    frank

  • Zitat

    Original von Korallenwelt
    Welchen Test verwendest Du denn überhaupt?

    er schreibt,:" ... Hi,

    wie Stefan schon richtig gesagt hat, gemessen mit Rowa, Netto ca. 1200l, Deko Lebendgestein und Riffkeramik und dazu ca. 100kg Livesand."

  • Uwe,
    grad hab ichs noch gelesen:

    Zitat

    Mehr als 1kg Absorber möchte ich eigentlich nicht ins System tun. Das ist schon die doppelte Menge von dem was normalerweise für die Beckengröße so empfohlen wird.


    Hab ich dir eine bestimmte Menge empfohlen? Ich glaube nicht.
    800g auf 1000Ltr. ist das übliche, also wärst du mit den Kilopäckchen wohl genau in der Anwendungsbandbreite. ...aber dem PO4 Wert?
    grade beim Adsorber kehrt sich das Prinzip der Mengenbeschränkung, welches sonst in MW gilt, um.
    Insofern: viel hilft viel, wenig hilft wenig.
    Nur das Prinzip der Anwendung spielt eben auch eine entscheidende Rolle, sonst kommen immer wieder die gleichen Sprüche auf :' ich hab schon alles ausprobiert, alles Klump, nur xy hat geholfen'.
    es gilt aber auch:
    die Bindekapazität aller Adsorber wird maßlos übertrieben.
    Ich sage, abhängig von der Durchflußgeschwindigkeit ist jeder Adsorber spätestens nach 14 Tagen fertig, egal ob er volle Bindekapazität erreicht hat oder nicht. Grund sind die sich bildenden Bakterienfilme auf der Oberfläche, die dem Chemismus des Eisenhydroxids auf natürliche Weise einen Riegel vorschieben.
    Nur anscheinend will das niemand verstehen; bei Filterkohle ist das Prinzip bekannt und akzeptiert.

    Wie Torsten schon schreibt, Si wird bei PO-Tests immer mit erfasst. Und eben auch bevorzugt vor Phosphat adsorbiert.
    Das du Reinstwasser zur Herstellung von Wechselwasser und zum nachfüllen hernimmst, ist hierbei unrelevant. Im Becken hast du einige Quellen, welche Si abgeben.

    Noch was zum PO-Depot im Sand:
    vor 3 Jahren hatte ich noch 200kg Livesand mit 200kg Aragonit-trocken gemischt im großen Becken. Die Mischung war 5 Monate im Becken. Das Becken war genauso alt, -mit dem Al-Adsorber war damals der POWert des gemessenen Wassers mit Merck schlagartig bei absolut 0 (ich gebs zu: Anwenderfehler; trotzdem werde ich niemals wieder Al-basierende Ads. hernehmen).
    Alle SPS in der Deko sahen dementsprechend aus und starben ab.
    Seltsamerweise gings den auf Bodengrund plazierten prächtig.
    Von Claude kam der Ratschlag, den Sand mal abzukochen und die Probe nach erkalten zu messen. Das Ergebnis: dunkelstes Blau, unmessbar.

    Bei dir, denke ich, ist das Maß mit Phosphat voll. Du, (die Beckeneinwohner [hast du den F-fisch auch noch?]) produzierst mehr an PO, als deine Filtertechnik samt Algen aus dem Kreislauf entfernen kann. Dazu noch die Planktonkulturen zur Fütterung der Larven und eben schlußendlich die Fütterung der Jungfische und Alttiere.
    Du wirst eingestehen müssen, das alles ist etwas viel für 1 Kilo Adsorberchen.
    Ich wette mit dir, 2-3 Kilo in 1,5 Wochen auf 3 Säulen verteilt senken dir den Wert zumindest mal um 0,1mg. Der hohe pH-Wert ist halt noch der Knackpunkt :face_with_rolling_eyes: .

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (19. Mai 2007 um 17:00)

  • Hi,

    @ Frank,

    Phosbuster habe ich gleich als es rauskam eine Flasche da gehabt. Außer das von dem Tag an kein Jungfisch überlebt hat ist nichts passiert. Wobei ich nicht sagen will das Phosbuster schlecht ist. Ich kenne einige wo es gewirkt hat. Nur bei Jungfischen ist es gefährlich und bei Doktorfischen sollte man zumindest die Dosierung genau einhalten. Mal abgesehen davon das es das Phosphat nur ausfällt weshalb ich es nur tropfenweise im Technikbecken eingesetzt habe.

    @ Korallenwelt

    die Riffkeramik ist inzwischen mind. 5 Jahre alt und bewachsen. Wasser gibts nur nach Osmose und 10l Reinstwasserfilter mit < 0,1µS.

    @ Stefan,

    ich HAB doch nen Schlammfilter :yrf auch wenn nur Livesand, Basaltsand und feiner Korallenbruch statt Schlamm drinn ist. Der pH kommt von den Algen und den 1000W Beleuchtung. Da hab ich jetzt extra wegen Dir ne UVC vorgeschaltet und jetzt kommst Du mir mit 3 Säulen a 1kg. :winking_face_with_tongue: Wo soll ich die denn noch unterbringen? Ich bin froh den BK gerade so untergebracht zu haben und mußte dazu schon meine Schnellfilter canceln.
    Na gut, Dann werde ich morgen mal 2kg in den Filter schmeißen und dazu noch ein Säckchen mit dem Aluzeugs hinter den Mangrovenfilter werfen. Mal schauen was dann passiert. An Korallen kann eigentlich ja nicht mehr viel kaputt gehen.

    PS. Du hast gar nicht gesagt wieviel ich nehemn soll. Auf Claude seinen Büchsen steht 500g/1000l :winking_face: Der F-Fisch hat sich aus dem Becken gestürzt als die hektischen Seepferde eingezogen sind :frowning_face: Dafür habe ich meinen gesammelten Ausschuß dann Sabine für Ihren F-Fisch als Futter vermacht.

    mfg Uwe

  • Hallo Uwe,

    krieg erst mal raus, was deinen pH so sehr in die Höhe treibt. 8,7 ist außergewöhnlich und erstens Streß für die
    Tiere und hat zweitens den Effekt, dass die Adsorptionsfähigkeit der Eisen(und Aluminium)hydroxide enorm
    nachlässt.

    Wenn du wieder unter maximal 8,5 angekommen bist, sehen deine übrigen Werte wahrscheinlich ganz anders aus.

    Gruß Armin

    Gruß Armin

  • Hallo Uwe,
    dann lass mal den UV-Klärer einstweilen außer acht. Es sind so viele, die einfach Säckchen mit Adsorber in die Filterkammern hängen :frowning_face: ; brauchts halt einfach mehr an Material.
    ...plattmachen kannst du an Lebewesen nichts, egal, wieviel du hernimmst.
    Das auf den Büchsen 500/1000 draufsteht,- der Etiketten-Fehlerteufel :face_with_rolling_eyes:. 800g Mischung auf 1000Ltr. ist durchaus nicht überdosiert.
    Ich fahre meist mit 1,2-1,5kg/1000, keine Probleme.
    Wichtig ist eben nur, den Durchfluß nicht proportional zur eingesetzten Menge zu steigern, sondern lieber mehrere kleine Portionen parallel betrieben mit minimalem Durchfluß von max 100 Ltr./kg bei hoher Belastung einzusetzen.
    Meine Säulenlösungen kennst du; da kostet eine nicht mehr als 8 Eur. Für 2 15erKG Rohre wirst du doch wohl noch Platz haben. OK, die Pümpchen brauchen noch etwas Platz, oder du läßt das Wasser via Schwerkraft durch die Säulen von unten nach oben durchströmt ins Filterbecken laufen.

    Nunja, auch ohne F-Fisch hast du genügend Schmutzer in den Becken.
    Aber nochwas zu deinem Sand/Algenfilter: wozu hast du den denn eigentlich, wenn das Phosphat garnicht mehr runtergeht? Mein Sand/Algenfilter ist für die Cynarinas der ideale Aufenthaltsort geworden, -Lebendfutter satt :winking_face: ; auf irgendeine Abbauleistung lege ich gar keinen Wert, - in den angehängten Hauptbecken habe ich auch fast nur Korallenbruch und PO4 liegt bei 0,02 bis nicht lesbar ohne Adsorber.
    Korallenbruch in versch. Körnungen ist anscheinend besser als sein Ruf.
    Phosphat muß ich nur im großen Becken noch sporadisch 'bekämpfen' ( eben mit Livesand und Aragonitmischung); aber 0,04x mg ist an sich nichts gravierendes (mehr), ... nach den 0,5mg des Ende Dezember Gaus.
    Bei mir gings deshalb so flott, da der pH-Wert nur mal spätnachmittags kurz über 8 kommt, in der Nacht bis 7,5 fällt. Irgendwas muß ich falsch machen. Die WWerte passen alle, auch 1000W über 1000Ltr. und trotzdem die pH-Diskrepanz. :O ....; den Viechern gehts aber allen blendend.

    Edit:
    Armin,
    Danke, wieder was gelernt. Alu arbeitet eben dann doch nicht weitestgehend pH-unabhängig, wie meine Vermutung war.

    Servus
    Stefan

    2 Mal editiert, zuletzt von Stefan C. (20. Mai 2007 um 02:13)

  • Hallo Stefan,

    pH-Unabhängigkeit gibt es bei den oxidischen Adsorbern nicht. Was aber unterschiedlich sein kann, ist der
    PZC (Neutralpunkt), ab dem der Adsorber mehr Kationen als Anionen adsorbiert. Daher können sich bei
    gleichem pH unterschiedliche Adsorber unterschiedlich verhalten, obwohl die Regel "je niedriger der pH, desto
    besser die Phosphatadsorption" für alle gilt.

    Gruß Armin

    Gruß Armin

  • HI

    Im Gegensatz zu Dir versuche ich den pH Wert schon über 8 zu halten, in der Natur würden sich die Riffe ja auch bedanken wenn der pH niedriger wäre. Deine Beobachtung, dass Eisenadsorber nicht so gut bei hohen pH Werten arbeiten kann ich auch nur bestätigen, Aluadsorber arbeiten da aber immer noch recht zufriedenstellend, auf jeden Fall bei mir. Die Beobachtung mit der UV Anlage finde ich sehr interessant, macht aber Sinn. Je effektiver man verhindern kann, dass der Adsorber besiedelt wird, desto besser funzt der auch.
    @ use: Hast Du schon mal einen Alu Adsorber probiert? Der hohe pH in Deinem Becken ist ja noch ein anderes Problem, erstmal willst Du ja nur den PO4 Wert runter kriegen, und da ist bei der Ausgangslage ein Aluadsorber wohl das MIttel der Wahl. Die Frage ist ja auch, wieviel Dreck in dem Livesand drin steckt oder im externen Schlammfilter. Persönlich finde ich Sedimentfilter ja weiterhin große Klasse, aber die müssen höllisch gut überwacht werden um nicht zu bösen Dreckschleudern zu verkommen. Bist Du mal mit dem einem Schlammsauger durch den Bodengrund UND (!) den Schlammfilter durchgegangen? Ich denke dass da einiges an Gammel drin steckt.

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hi Jens,

    da buddeln genug Grundeln drinnen rum um das zu verhindern. Aluadsorber haben bei mir eigentlich nie funktioniert. Aber ich werde es mal wieder versuchen.
    Wie könnte ich den pH denn senken? Salzsäure? Ich habe keine Ahnung warum der jetzt so hoch ist. KH ist 8 Calcium ~450 und Mg zwischen 1250 und 1300. Die Futterreste die am Boden über bleiben sollten ja eigentlich eher ein saures Milieu erzeugen.

    mfg Uwe

    Einmal editiert, zuletzt von use (24. Mai 2007 um 22:16)

  • HI Uwe

    Glaubst Du nur dass die Grundel ausreichen oder hast Du mal ordentlich umgerührt und kontrolliert ob da Dreck drin ist? Und was ist mit dem Schlammfilter den Du betreibst?
    Mit dem Absenken des pH Wert wäre ich erstmal vorsichtig, erst würde ich mal nach der Ursache forschen. Können das die Phyto Kulturen sein, die werden reichlich CO2 verbrauchen, hängen die mit am Kreislauf? Ist nur so eine Idee, aber es muss irgendwas sein, was entweder CO2 verbraucht, Wasserstoff Ionen wegfängt oder Hydroxyl-Ionen produziert.

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Jens,

    Zitat

    Die Beobachtung mit der UV Anlage finde ich sehr interessant, macht aber Sinn. Je effektiver man verhindern kann, dass der Adsorber besiedelt wird, desto besser funzt der auch


    Das hatte ich dir schon vor 2 Jahren geschrieben, als ich dir die Ur-Versions-Probe mit Adsorber zukommen ließ. Nunja, irgendein Feedback kam nicht zurück. :winking_face: :frowning_face:
    Den UV-Klärer vor Adsorber predige ich nun seit eben dieser Zeit; ...und den toten Gammel daraus vor Adsorber auch noch mittels Watte abzufangen. Alle Bakterien erwischt man mit dem UV-Klärer eh nicht, darum sollte den 'durchgeflutschten' das Leben auch so schwer wie möglich gemacht bekommen.

    Uwe,

    Zitat

    Die Futterreste die am Boden über bleiben sollten ja eigentlich eher ein saures Milieu erzeugen.


    glaubst du das wirklich? eher würde dir das Becken kippen, bevor sich das 'meßbar' bemerkbar machen würde. Außerdem sind für den Part doch eher die Bakterien zuständig.

    Wenn du die Möglichkeit hast, über Bodengrund eine Wasserprobe zu nehmen und die mit dem üblich geschöpften der Wasseroberfläche vergleichst, wirst du dein noch 'blaueres Wunder' erleben.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (24. Mai 2007 um 23:27)

  • Hi jens,

    habe ich vorher schon mal geschrieben. Massenhaft Rotalgen, Drahtalgen und Caulerpa. Dazu noch 1m³ Mangroven. Keine Ahnung wieviel CO2 die noch ziehen. Die wachsen aber ganz ordentlich. Dazu natürlich eine gute Beleuchtung :grinning_squinting_face: Ich könnte den Kalki aber mal aufdrehen und die pH-Regelung höherstellen damit mehr CO2 ins Becken kommt und Calcium nicht so stark gelöst wird?
    In einem Becken wird regelmäßig umgeschichtet, da bleibt nichts liegen. Im anderen, sogenannten Schlammfilter der nur Livesand statt Schlamm hat, habe ich 10.000l Strömung auf 10x15cm Querschnitt. Da bleibt auch nichts liegen :winking_face: Im dritten Becken sind nur wenig Sand und ein paar Sandschnecken, die Archaster sind darin verhungert weshalb ich keine nachgesetzt habe. Da ist im Moment etwas wenig Bewegung im Sand. In dem Pferdebecken sind reichlich Sandschnecken, Archilaster angulatus und ne rote Seewalze die nur rumliegt.


    @ Stefan

    na das übrige Futter wird von den Sandbewohnern verwertet. Dabei sollten organische Säuren entstehen. Habe aber keine Ahnung wie viel. Bekomm das Krümelzeug aber eh nicht wieder raus und Jungtiere brauchen nun mal Überschußfütterung zum wachsen. Meine Strömung kennst Du ja. 40fach ist bei mir normal, außer bei den Pferden. Ich denk das Wasser vermischt sich da gut genug.

    mfg Uwe

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