Extrem hoher Stromverbrauch bei HQI-Leuchte

  • Hallo

    Habe eine schon etwas ältere Dupla Elektra 2 x 150w + 2 x 24w Dulux blau.
    Kürzlich hatte ich Leihweise ein Stromverbrauchsmeßgerät. Marke weiß ich nicht mehr.
    Dieses Gerät zeigte mir für die 2 x 150w einen Verbrauch von 460 w an
    Zuerst dachte ich das Gerät spinnt.
    Aber hier mal die Werte einiger anderer Verbraucher.

    Eheim 1060 soll 50w gemessen 52w
    Dulux blau 2 x 24w gemessen 50w
    Doppelbalken 2 x 80w T5 gemessen 162w
    Bubble King 180 VA soll 35w gemessen 33w

    Also kaum Abweichungen.
    Die Dupla Elektra ist angegeben mit einem gesamt Verbrauch von 360w.
    Meine Messung ergibt für Beleuchtung gesamt 672w.
    Eine Gieseman Infinity 2 x 250w + 2 x 54w T5 ist angegeben mit 644w.
    Das wäre ja bei deutlich besserer Lichtausbeute ein um 28w geringerer Verbrauch.
    Die Frage ist wie verläßlich ist meie Messung bzw. die Herstellerangabe.
    Was meint ihr?

    mfg Gerhard

  • Gute frage denke mal das es vom Hersteller stimmen muss oder nicht. Kann man mal sehen der Buuble King...


    MFG Pepe

  • Zitat

    Original von Pepe1
    Kann man mal sehen der Buuble King...

    ....

    ist keine hqi-lampe älterer bauart mit nicht-elektronischem vorschaltgerät....

    der verbrauch incl. vorschaltgerät braucht wohl nicht angegeben zu werden.

  • Hi,

    na die ollen Vorschaltgeräte brauchen eben noch viel Strom!

    Sinnvoll ist da schon ein Umbau auf EVG.


    Gruss Sven

  • Zitat

    Original von Gerhard Richter
    Habe eine schon etwas ältere Dupla Elektra 2 x 150w + 2 x 24w Dulux blau.

    Dieses Gerät zeigte mir für die 2 x 150w einen Verbrauch von 460 w an

    Dulux blau 2 x 24w gemessen 50w

    Die Dupla Elektra ist angegeben mit einem gesamt Verbrauch von 360w.
    Meine Messung ergibt für Beleuchtung gesamt 672w.

    460W+50W=510W

  • Hallo Klaus

    Zitat

    Doppelbalken 2 x 80w T5 gemessen 162w

    Mit Beleuchtung meinte ich die Dupla Elektra plus den 2 x 80w T5 Doppelbalken.
    Das ergibt 672w und nur so macht natürlich der Vergleich mit der Giesemann Infinity Sinn.

    mfg Gerhard

  • Zitat

    Original von Gerhard Richter
    Mit Beleuchtung meinte ich die Dupla Elektra plus den 2 x 80w T5 Doppelbalken.
    Das ergibt 672w und nur so macht natürlich der Vergleich mit der Giesemann Infinity Sinn.

    ...

    gehts dir nicht um "falsche" verbrauchsangaben...........?

  • Hallo Joe

    Es geht nicht nur um falsche Verbrauchsangaben, sondern auch um den Vergleich.
    Zurzeit verbrate ich gemessene 672w über meinem Becken.
    Angegeben sind aber 360w + 160w = 520w
    Wenn aber die angegebenen 644w der Giesemann Infinity 2 x 250w + 2 x 54w T5 stimmen, habe ich doch bei fast gleichem Stromverbrauch (gegenüber dem Meßwert) ein deutlich besseres Licht.
    Ungeachtet der Tatsache, das noch Anschaffungskosten entstehen.

    mfg Gerhard

  • Hallo Gerhard

    Der gemessene Verbrauch stammt einfach noch daher das die Vorschaltgeräte schon recht alt sind.
    Diese Modelle haben noch mehr verbraucht als dies mit neues modernen Vorschaltgeräten der Fall ist

    Du kannst auch die VG austauschen gegen neuere Modelle dann wirst du auch etwas einsparen
    Gruss

  • Wenn ein Wechsel auf neue VG ansteht, kann ich nur raten gleich die PTU 150 von OSRAM zu verbauen (EVG) habe diese teile für 25 €uronen das Stück bekommen, normale VG sind in etwa gleich teuer wie der Preis den ich bezahlt habe, allerdings habe ich damit nur ein mehrverbrauch von 7 Watt pro Brenner (Verbrauch für das EVG selber).


    MFG Patrick

  • Es gibt sie von 35 bis 150 Watt leider nicht stärker. Bezugsquellen kann man leicht bei Ebay finden, reguilär kostet 1 EVG 125 € bei Ebay kommt man immer wieder an schnäppchen für 25 - 50 € das stück ran.

  • ich suche auch noch EVG´s für eine Lampe mit 3 x 350 HQI. Einen Anbieter habe ich gefunden der will aber 159 Euro pro EVG und das mal 3 :winking_face_with_tongue:

    hat da einer evtl eine gute Quelle :wink

  • hallo zusammen,

    ich hab welche über einen Freund von Philips in 250w gekauft für 135,- das stück

    und da hier der strom wiedermal um 6,5% erhöht wird rechnet sich das sicher....

    gruß alex

  • Zitat

    Original von Alexander Müller
    und da hier der strom wiedermal um 6,5% erhöht wird rechnet sich das sicher....


    Nach ca. 4 Jahren sind sie abbezahlt =)

  • Hm... hab hier ne AB mit 150W, Verbrauch laut Label ist 170W, Strommessgerät läuft nun 15 min und zeigt 225 W an - ist das normal/ok?

    Gruß

    Tim

    Einmal editiert, zuletzt von timkawa (29. Mai 2007 um 20:13)

  • Lach - na klar, ist ja auch meine... Ich habe gerade mal nachgesehen, ich habe die HQI mal mit unserem Zimmer LMG 310 gemessen, nach 10 min 170W Wirkleistung, 400 W Scheinleistung. Vielleicht kommt Dein Messgerät mit einem Lambda von 0,437 nicht klar ? :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Die neuen EVG haben ja alle PFC und korrigieren diesen schiefen Powerfaktor. Die alten Vorschaltgeräte brauchen nicht allzu viel mehr, das sind vielleicht ein paar Watt. Ausserdem sind die wesentlich langlebiger :smiling_face:

    Hier ein interessantes Dokument, wo hierauf eingegangen wird:

    http://www.elektropraktiker.de/download/ep-2005-284-287-27521.pdf

    Bevor jemand meckert, das es in dem Bericht um Leuchtstoffröhren geht, dem sei vorab gesagt: Die Technik ist die gleiche.

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex G. (29. Mai 2007 um 22:00)

  • Zitat

    Original von Alexander Grah
    Lach - na klar, ist ja auch meine... Ich habe gerade mal nachgesehen, ich habe die HQI mal mit unserem Zimmer LMG 310 gemessen, nach 10 min 170W Wirkleistung, 400 W Scheinleistung. Vielleicht kommt Dein Messgerät mit einem Lambda von 0,437 nicht klar ? :grinning_face_with_smiling_eyes:

    _war_ :grinning_squinting_face:

    Was hat es mit dem Lambada auf sich? :winking_face_with_tongue:

    Gruß

    Tim

  • Verhältnis Wirkleistung zu Scheinleistung inklusive der Oberschwingungen... :wink Hier noch eine gute Beschreibung, die ich gerade gefunden habe, weil ich es selber nicht verständlich erklären konnte.

    Anstatt cos Phi findet man auch Lamdba.
    Ist genauso zu verstehen, nur gibt es cos Phi natürlich nur bei sinusförmigen Signalen.
    Da die tätsächliche Form manchmal abweicht wird der Buchstabe Lambda genommen.
    Da muss zum Messen ein TrueRMS Gerät genommen werden, dem die Kurvenform egal ist.
    Wie egal, gibt wiederum der Crest-Faktor an, den das Gerät verarbeiten kann.

    Der Crestfaktor ist der Quotient aus

    Spitzenwert / Effektivwert

    einer elektrischen Größe

    Die 15 Watt, die Du mit einem EVG vermeintlich sparst, musst Du mal gegen den Preis rechnen. Vor allem dann, wenn Du alle paar Jahre ein neues EVG brauchst, während ein VVG oder KVG Jahrzehnte hält. Elektronik ist nicht immer die beste Lösung, das ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Ich erkläre es mal so: In einem KVG kann genau EIN Teil kaputt gehen, die Drossel. Das ist seeeeehr unwahrscheinlich. Bei einem EVG sind ca. 80 Bauteile verbaut, deren Lebensdauer sich alle 10°C HALBIERT. Die Wärmeabfuhr in Lampen ist total für den Anus und überhaupt ist die Ausfallwahrscheinlichkeit aufgrund der vielen Bauteile viel höher. Weiterhin: Alle EVG werden total billig produziert, da sind selten sehr gute Bauteile drin....

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex G. (29. Mai 2007 um 22:11)

  • Hi Alexander,

    Sehe ich das richtig :

    Ich bezahle beim EVU als Privathaushalt die Wirkleistung, weil der Zähler den cos-phi nicht mitmisst ?

    Dann wäre mir ( als Privatmhaushalt ) auch der Kondensator zur Bindstromkompensation egal ?


    Konrad

    2 Mal editiert, zuletzt von Konrad S (29. Mai 2007 um 22:57)

  • Zitat

    Original von Alexander Grah
    http://www.elektropraktiker.de/download/ep-2005-284-287-27521.pdf

    Bevor jemand meckert, das es in dem Bericht um Leuchtstoffröhren geht, dem sei vorab gesagt: Die Technik ist die gleiche.

    ich habs sogar gelesen :grinning_squinting_face:

    Zitat

    Wird jedoch bedacht, dass es unter ehrlichen Bedingungen fast 500 Stunden dauert, bis das EVG gegenüber dem VVG eine Kilowattstunde eingespart hat, ist das Resultat zu erahnen.

  • Ganz genau. Der Stromzähler erfasst ausschließlich die Wirkleistung, wenn Du Blindleistung "produzierst", kostet Dich das nichts. Die EVU sind halt daran interessiert, ein möglichst sauberes Netz zu haben, deswegen müssen große Stromverbieger ihre Anschlüsse kompensieren lassen. Im Privathaushalt ist das total Wurst.

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Hm...

    Wikipedia: "Im Niederspannungsnetz (230/400V / 50Hz) tritt aufgrund der Leitungsinduktivität und vieler induktiver Verbraucher oft ein induktiver Blindstrom auf, den man bestrebt ist, zu vermeiden oder zu kompensieren, denn er selbst stellt zwar keine Leistung dar, verursacht jedoch durch die durch jeden Strom entstehenden ohm´schen Leitungsverluste zusätzliche Übertragungsverluste.

    Der Strom, der bei induktiven Verbrauchern, z.B. Motoren, Transformatoren, Vorschaltgeräten, Induktionsöfen usw., also Spulen jeder Ausführung, zur Erzeugung eines Magnetfeldes benötigt wird, stellt den Blindstromanteil an deren Stromaufnahme dar. Im Leerlauf ist dieser Anteil sehr hoch.

    Wirkstromzähler bzw. Tarifzähler zählen diesen Strom nicht, die Energieversorgungsunternehmen honorieren jedoch bei Großabnehmern einen möglichst geringen Blindstromanteil (oft als Blindleistung bezeichnet). Daher gibt es auch Blindarbeitszähler und -messgeräte sowie Einrichtungen zur Blindstromkompensation (fest eingebaute oder automatisch zugeschaltete Kondensatoren, aktives Blindleistungsfilter)."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Blindstrom

  • Extrem hoher Stromverbrauch betrifft ja nicht nur Lampen mit veralteter Vorschalttechnik. Im Grunde genommen sind Lampen noch nicht mal das, was ein Aquarium im Unterhalt teuer macht. Die wahren Stromschleudern sind Pumpen, denn die laufen 24 Stunden am Tag, rund um die Uhr.
    Auf unserem Pumpenprüfstand haben wir nur mal so Just for Fun, diverse Pumpenfabrikate, getestet. Auslöser dieser Aktion war ein Kunde, der die Leistung seiner 18.000 Liter Tauchpumpe angezweifelt hat. Das Fabrikat stammt aus China und war mit 120 Watt gelabelt. Um die Sache zu verkürzen : ... die Pumpe hatte am Stutzen exakt 10.500 Liter, der Stromverbrauch lag nicht bei 120 Watt, sondern bei 195 Watt und die Pumpe hat auch keine 5 Meter hoch gedrückt, sóndern macht nur 3.5 Meter.....

    Da wir dann einmal dabei waren, wurden direkt auch noch Teich- und Salzwasserpumpen unterschiedlicher Fabrikate ermittelt.
    Fabrikat 1 : Teichpumpe gelabelt : ... 20.000 Liter, tatsächliche Leistung : 10.800 Liter 225 Watt
    Fabrikat 2 : Teichpumpe, gelabelt : ... 16.000 Liter, tatsächliche Leistung : 11.200 Liter 210 Watt

    die Krönung der Übertreibung war mal wieder eine bekannte Umlabel-Firma :

    Fabrikat 3 : Teich/Aquariumpumpe : ... gelabelt 16.000 Liter, tatsächliche Leistung 12.800 Liter, gelabelter Stromverbrauch : 79 Watt tatsächlicher Stromverbrauch = 215 Watt. !!!!!!!

    Hersteller, mit korrekten Angaben sind eher die Ausnahme. Völlige Übereinstimmung mit den gelabelten und tatsächlichen Werten, hatten die Firmen Eheim und Deltec.

    Neben dem wettbewerbswidrigem Verhalten sind im Besonderen auch die Kunden die Dummen, denn die wundern sich dann bei der nächsten Stromabrechnung, dass trotz Umrüstung auf T5-Lichttechnik, keine deutlichen Stromreduzierungen sich bei der Stromabrechnung, niedergeschlagen haben.

    Grüße ..Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Zitat

    Original von klaus Jansen
    . Im Grunde genommen sind Lampen noch nicht mal das, was ein Aquarium im Unterhalt teuer macht. Die wahren Stromschleudern sind Pumpen, denn die laufen 24 Stunden am Tag, rund um die Uhr.

    ..., dass trotz Umrüstung auf T5-Lichttechnik, keine deutlichen Stromreduzierungen sich bei der Stromabrechnung, niedergeschlagen haben.
    Grüße ..Klaus


    Hallo Klaus,
    meine Rede seit....die wahren Stromfresser sind die Pumpen, aber wie kommst Du darauf, dass man mit T5 etwas sparen könnte????
    Grüße, Rainer

  • Zitat

    Original von Rainer

    .... aber wie kommst Du darauf, dass man mit T5 etwas sparen könnte????
    Grüße, Rainer

    Hallo, Rainer...

    da hast Du auch nicht ganz Unrecht. Aber : die Beweggründe auf T5 umzusteigen sind bei den allermeisten doch das vermeintliche Energieeinsparpotential. Die Röhren werden dann wie in einer Sardinenbüchse, nebeneinandergelegt und möglichst nah an die Wasseroberfläche, gepackt, was aber das Aquarienwasser extrem aufheizt und wiederum Kühllung erfordert.

    Grüße .. Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • kenny: Nein, ist nicht gesetzlich vorgeschrieben für Privathaushalte (wieviele verbiegende Verbraucher Du zuhause anschließen darfst). Dafür gibt es ja die EMV-Normen, welche die Gerätehersteller einzuhalten haben. Diese sind nach Leistungsklassen und Anwendungen geordnet. Wenn Du Dir aber 25 PC´s ohne PFC (Power Factor Correction) ins Wohnzimmer stellst, sieht Deine Spannung nicht mehr wie ein Sinus aus, sondern wie ein Trapez. Wenn Du dann Störungen in anderen Geräten hast, ist das Dein Bier :smiling_face: Eine Eheim 1260 zum Beispiel hat dann einen schlechteren Wirkungsgrad, weil die Motorwicklungen keinen Sinus mehr bekommen. Schlimmstenfalls kommt ein Gleichstromanteil in Dein Netz.

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex G. (31. Mai 2007 um 08:47)

  • Zitat

    Original von klaus Jansen
    Die Röhren werden dann wie in einer Sardinenbüchse, nebeneinandergelegt und möglichst nah an die Wasseroberfläche, gepackt, was aber das Aquarienwasser extrem aufheizt und wiederum Kühllung erfordert.

    Grüße .. Klaus

    Kann ich bestätigen. Auf unserem ÜBERGANGS-Becken :wink :wink :wink haben wir ja auch T5 und ich finde es a) nicht so schön und b) hat die Beleuchtung kaum eine geringere Nennleistung als HQI hätte. Das "Verschliessen" der Wasseroberfläche wegen Kühlung ist natürlich auch noch ein wichtiger Aspekt, jedoch in unserem Fall nicht schlimm, das Wasser bleibt kalt genug.

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

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