Berechnung des Schubes

  • Hallo zusammen,

    Ernst Pawlowsky hat in Lünen in seinem Vortrag "Strömung im Riffaquarium" vorgeschlagen, Pumpen nicht nach der Literleistung, sondern nach dem Schub (Literleistung x Geschwindigkeit am Pumpenaustritt) zu bewerten.

    Der Schub beschreibt die kinetische Energie, die die Pumpe an das Wasser abgibt.

    Im Anhang findet ihr eine Excel-Kalkulation, mit welcher sich der Schub berechnen lässt.

    Pawlowsky schlägt eine Sollgröße von 1N/100l Beckenvolumen vor. Diesen Vorschlag hat er ermittelt, indem er den üblichen Richtwert von 10-facher Beckenumwälzung bei Pumpen konventioneller Bauform in den Schub umgerechnet hat.

  • Hallo Wolfgang

    und wie weit darf der schub nach oben gehen.

    ich hab jetzt laut berechnung 2,17 im becken!
    Aber das ist ja ohne steigung und ohne Bögen und so! kommt das dann überhaupt im Becken an?

  • Hi Rafael,

    maßgeblich ist die Geschwindigkeit am Pumpenaustritt. Das habe ich vielleicht nicht deutlich genug formuliert.

    Wenn Du da noch Rohrleitungen an der Pumpe hast, musst Du natürlich die Geschwindigkeit am Ende der Rohrleitung ermitteln, also z.B. die effektive Fördermenge/Zeit auslitern.

    Die Herstellerangabe der Literleistung ist sicherlich nur bei Strömungs-, nicht bei Förderpumpen verwendbar.

    Für eine Beckenplanung, wenn man also nicht auslitern kann, muss man Annahmen zum Leitungsverlust machen. Die habe ich gerade aber nicht parat. Ich glaube aber, dass Klaus mal was von 8% Verlust pro Bogen oder Winkel??? geschrieben hat.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Für die Obergrenze des Schubs gibt es keine Aussage. Ich würde sagen, wenn das Gewebe der Korallen weggeblasen ist :ydevil

    Spass beiseite: es gelten nachwievor die Empfehlungen für die Strömungsgeschwindigkeiten an der Koralle von ca. 10 cm/s an aufwärts. Diese hängen aber natürlich einerseits von der kinetischen Energie ab, die die Pumpe ins Becken bringt (dem Schub), und andererseits vom Aufbau und der Strömungsführung.

    Gab es denn bei der empfohlenen Literleistung/h eine Obergrenze? Wenn ja, kannst Du die ja einfach in den Schub umrechnen.

    Bei einer Verdoppelung der Literleistung vervierfacht sich der Schub bei gleichbleibender Geometrie.

    Beispiel:

    min = 10 fache Umwälzung = 1N/100l
    max = 20 fache Umwälzung = 4N/100l

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang :wink

    ok dann ist mir das klar was du meinst! Sorry miss vertäntnis!
    Ja ich denk das mit den auslitern lass ich mal! Gibt nur sauerei und ärger mit der Chefin :grinning_squinting_face:

    Aber von der strömung bin ich ganz gut ausgestatet! ausserdem will ich mir noch so eien Wavebox reinhängen oder sellber bauen die nicht gazu so gross ist mal schaun!

  • Wolfgang...
    das mit dem Schub ist sicherlich eine schöne Sache... wenn da nicht der Kasten Aquarium im Weg wäre, der sich dem Schub in den Weg stellt...
    ansonsten.... wer Schub braucht, da haben wir demnächst was feines... :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    Grüße .. Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Hallo Wolfgang

    Zitat

    Original von Wolfgang Colsman
    Ich glaube aber, dass Klaus mal was von 8% Verlust pro Bogen oder Winkel???.

    Den Verlust kann man nicht in Prozent angeben, wenn man weder die geförderte Wassermenge, die Rohrdimension noch die Pumpendaten kennt! als Beispiel: Bei einem errechneten Druckverlust von 4 mWS in einer Rohrleitung bei einer bestimmten Fördermenge mit einer Pumpe mit 4 mWS Förderhöhe wäre der Verlust theoretisch 100% und dies wäre mit einem Winkel der zu klein dimensioniert ist schon zu erreichen. Theoretisch deshalb, weil mit steigendem Rohrleitungs-Druckverlust die Fördemenge sinkt und somit auch der Druckverlust. Jede Verrohrung hat eine sog. Kennlinie, welche aussagt, bei welcher Wassermenge welcher Durckverlust verursacht wird und dort wo sich diese Kennlinie mit der Pumpenkennlinie schneidet liegt der Betriebspunkt des Systems "Pumpe mit Verrohrung". Erst wenn man diesen Betriebspunkt kennt kann man die Prozente des Verlusts berechnen. :winking_face:

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

    2 Mal editiert, zuletzt von Ruedi (24. April 2007 um 09:50)

  • Ich habe das Problem der Strömungsleistung mit Ernst Pawlowski schon viele Jahre diskutiert. In der Industrie hat sich der Standard Kubikmeter pro Stunde ja schon seit Ewigkeiten etabliert, denn dort will man ja in einer bestimmten Zeit eine bestimmte Flüssigkeitsmenge irgendwohin bewegen.
    Da damals die meisten Pumpen nach dem selben Prinzip arbeiteten, hat man das in der Aquaristik einfach so, mit einer tausender Potenz weniger, übernommen.

    Spätestens seit dem Aufkommen der Propellerpumpen wissen wir aber, daß solche Liter pro Stunde Angaben nicht mehr viel taugen, wiel deren Schub in der herkömmlichen Bauweise viel zu schwach ist.

    Jeder weiß zum Beispiel, daß eine 12.000er stream nicht annähernd mit einer 12.000er Red Devil vergleichbar ist. Weil sie einfach zu wenig Schub macht.

    Ernst Pawlowski ist ja ein guter Theoretiker, aber die eine Einheit durch die nächste zu ersetzen, scheint mir auch wenig praktikabel. Hinzu kommt, daß jeder heutzutage die Einheit "Schub" anders definiert. In der Schiffahrt wird es anders berechnet als in der Luftfahrt und die wiederum anders als beispielsweise Modellbauer.
    Aber ein richtiger Anfang ist es auf jeden Fall, denn es geht wirklich nur darum, wieviel Kraft eine, wie auch immer arbeitende Pumpe auf den Wasserkörper abgibt. Das Funktionsprinzip ist dabei völlig egal.
    Hinzu kommt, daß heutzutage viele Werksangaben auf Pumpen, nicht die Tinte wert sind, mit denen sie gedruckt wurden. Gerade die vielen China Produkte geben Leistungskenndaten und Verbrauchswerte an, bei denen wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken ist.

    Gut wäre ein System, daß auf vielen Erfahrungswerten beruht, so wie die Liter pro Stunde Angabe ja irgendwann auch den Orientierungsfaktor 10 x Pumpenleistung pro Beckenvolumen hervorgebracht hat. Leider ist der eben für Propellerpumpen nicht nutzbar.
    Generell sollte man im gesamten Aquarium eine Strömungsgeschwindigkeit zwischen 10 und 30cm pro Sekunde anstreben.

    Da wir uns ja auch viel mit der Entwicklung von Pumpen beschäftigen, werde ich an dieser Stelle später mal einen ziemlich einfachen Prüfstand vorstellen, mit dem man den SCHUB einer Pumpe ziemlich exakt ermitteln kann.
    Normalerweise reicht eine Gewichtsangabe in Gramm oder Kilogramm, darunter kann sich jeder etwas vorstellen. Würde eine Pumpe 1 kp (entspricht einem Kilogramm) Schub machen, bedeutet das, daß sie theoretisch ein Gewicht von einem Kilo in der Schwebe halten könnte. Jeder, der eine 12.000er stream hat, möge mal überlegen, ob das realistisch ist.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • SORRY! :wink

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
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  • Hi Torsten,

    die Auswirkung des eingebrachten Schubes auf die Strömungsgeschwindigkeit an der Koralle wird wohl nicht in eine Formel zu bringen sein. Deshalb finde ich die Idee mit einer Sammlung von Erfahrungswerten nicht verkehrt.

    Wenn denn die Theorie stimmt und der Schub eine "objektive" Einheit ist, könnte das dann so aussehen:

    Standardbecken: l x b x t
    Standard-Deko: Rückwand + Säule Modell xy
    Eingebrachter Schub: x hinten links, y hinten rechts, dazu noch wavebox z

    -> minimale und maximale gemessene Geschwindigkeit im Becken

    Dann kann man bei der Pumpenauswahl zumindest näherungsweise das Ergebnis voraussagen.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • hi,

    was wäre wenn die stündliche literleistung in bezug zum querschnitt des rohrausgangs gebracht wird?

    aus eben der überlegung heraus, dass ein breitstrahler viel sanfte, gewünschte strömung bringt im gegensatz zu einem dünnen hochdruckstrahl mit gleicher literleistung!?

  • Hallo Wolfgang Colsman,

    sehr interessant, kann es aber irgendwie nicht nachvollziehen, oder ich habe einen Fehler gemacht. Also ich müßte in meinem 260 Liter Becken 7 Tunze Nanostream 6025 installieren das ich auf einen WErt über 1 komme, was einer rund 67 Fache Umwälzung pro Stunde entspricht. Zum Vergleich: Mit einer Stream 12000 mit einer Umwälzung von 12000 Liter erreiche ich eine 20 Fache Umwälzung pro Stunde und einem Wert von 0,94 ??
    Bedeutet dies, das eine einzelne Pumpe mit höherer Pumpenleistung mehr entspricht als zwei oder drei mit geringer Leistung, also z.B 4 x Nano Stream 6025 ergeben einen Faktor von 0,59, zwei 6045 einen Faktor von 0,96.

    Gruß


    Thomas

  • Hey Joe,

    Wenn Du mal in die Formeln guckst wirst Du sehen, dass genau das gemacht wird.

    Dimensionsgleichung:

    Die Geschwindigkeit berechnet sich aus der Literleistung/Querschnitt = (m3/s)/m2 -> m/s

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Thomas

    wenn Du mal in die Tabelle guckst wirt Du sehen, dass eine 12.000er soviel Schub bringt wie 4 x 6.000er.

    Das liegt daran, das der Durchmesser gleich bleibt.

    Das ist ja gerade das interessante an dieser Betrachtung, dass sich der Schub eben ganz anders verhält als die Literleistung.

    Das deckt sich auch mit dem subjektiven Empfinden, dass eine 6.000er Stream nicht sowie Dampf macht wie eine 4.000er Turbelle, oder eine 12.000er nicht sowiel wie eine RD12.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Zitat

    Original von klaus Jansen
    Wolfgang...
    das mit dem Schub ist sicherlich eine schöne Sache... wenn da nicht der Kasten Aquarium im Weg wäre, der sich dem Schub in den Weg stellt...
    ansonsten.... wer Schub braucht, da haben wir demnächst was feines... :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    Grüße .. Klaus

    Hallo Klaus,


    und genau auf den Jet warte ich noch!! :thup

    Peter aus Innsbruck

  • Hallo,

    ich habe bei der Berechnung schon beim ersten Wert ein Problem.
    Wie soll ich bei einer Stream Pumpe die durchgedrückte Wassermenge auslitern?
    Wer Tunze Nano, Marea oder Koralia mit annähernd gleich angegebenen Liter-Angaben parallel laufen lässt, weiss was ich meine.

    Ich denke da müsste man was von Druck pro Fläche im definierten Abstand einführen.

    Gruß, Frank

  • Hi Frank,

    eine andere Idee wäre, mit einer guten Kamera (definierter Belichtungszeit) die Geschwindigkeit eines Partikels in der Strömung am Pumpenaustritt zu messen.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Prinzipiell würde ich sagen, dass eine Formel die auf Erfahrungen anderer Aquarianer beruht völlige Grütze ist. Dann kann man auch die Formel weglassen und nur auf die Erfahrungen zurück greifen.

    Wenn z.B. ein Korallenzüchter wie Joe mit jahrelanger Erfahrung sagt "Für das Becken die und die Pumpen", dann ist das sicherlich dreimal Wert als wenn er sagen würde "Kauf dir pumpen, litere sie aus und dann solltest du auf 2.5 kn / dm[h]2[/h] * sin(abstrahlwinkel) kommen

  • Hallo Stefan,

    was die Auslegung von Standardbecken angeht gebe ich Dir völlig recht. In meinem Fall interessiert mich das aber, weil mir zu meinem neuen Becken keiner den ich kenne Erfahrungswerte liefern kann.

    Was das Theoretische angeht finde ich es schon OK ein Erklärungsmodell für die unterschiedliche Wirkung verschiedener Bauformen zu haben. Es wird ja niemand gezwungen sich damit zu beschäftigen.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    ich hab eine Frage. Die Schubabhängigkeit ist u.a . von dem Querschnitt beim Pumpenausgang abhängig, zumindest laut Formel. Das bedeutet, das z.B. eine 2000 Liter Pumpe mit 5 cm Druchmesser am Pumpenaustritt keinen solchen Schub hat wie wenn sie einen Druchmesser von 1 cm hat. Hierdurch erzeuge ich aber einen Punktstrahl, welcher finde ich nicht so toll ist (Korallen, Fische, Sand fliegt weg usw.). Die natürlichste Strömung wäre da immer noch eine Wavebox, die hat mit Sicherheit aber einen schlechten Schub.


    Gruß


    Thomas

  • Die Schubabhängigkeit ist u.a . von dem Querschnitt beim Pumpenausgang abhängig, zumindest laut Formel.

    Wo genau steht denn diese Formel? Kann ich nicht finden.


    Ich weiß nicht genau, was Ernst Pawlowski sich da wieder ausgedacht hat, aber die Angabe Liter pro Stunde ist ja ziemlicher Unsinn, entscheidend bei dem Schub sind die Abstrahlfläche und die Strömungsgeschwindigkeit.
    Erstere läßt sich ja noch ziemlich leicht berechnen, letztere muß man messen. Solche Geräte sind ziemlich teuer.

    Ich kann mich auch nicht in Ansätzen daran erinnern, daß Ernst Pawlowski eine Pumpe mit 300.000 Litern Stundenleistung hat.
    Hat die einer gesehen?

    Den Schub einer Pumpe kann man aber auch ziemlich einfach direkt messen, das stellt eigentlich kein großes Problem dar.

    Jeder weiß ja aus Erfahrung, daß die stream Pumpen deutlich weniger Energie an den Wasserkörper abgeben. Hat man aber einen harten Strahl und viel freien Schwimmraum, kann das für ein Becken unter Umständen auch sehr gut sein.
    Allerdings gilt dies natürlich nur für große Becken.

    Ich denke, Schub in Korrelation zur Beckenlänge, einen vernünftigen Querschnitt einmal vorausgesetzt, wäre schon eine handhabbare Größe.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo Korallenwelt,

    die xls Datei herunterladen. Wenn du da als Beispiel angibst Pumpe 2000 Liter , Ausslassdruchmesser 5 cm, Beckengröße 200 Liter haste einen Schub von 0,08. Mit 1 cm Auslassdurchmesser einen Schub von 1,97 !!!!!.
    Deshalb meine Bedenken mit der Punktströmung

    Gruß


    Thomas

  • Torsten,

    nur falls das falsch rübergekommen ist: die Excel-Datei habe ich gemacht, nicht Ernst Pawlowski. Sie basiert nur auf seinen Überlegungen, bzw. auf dem, was ich verstanden habe. Die 300.000 Liter Pumpe ist nur Spielerei von mir.

    Thomas

    Das Geniale an der Wavebox oder vergleichbaren Konstruktionen ist, dass man durch Ausnutzung der Resonanzfrequenz des Beckens mit wenig Energie die gesamte Wassersäule in Bewegung versetzen kann, und es so wenig Tote Zonen im Becken gibt.

    Dadurch ist sie was den Stoffaustausch angeht der gleichen Stream-Pumpe ohne Box überlegen, obwohl beide den gleichen Schub haben. Aber da vergleichst Du Äpfel mit Biirnen.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Wolfgang,
    viel wichtiger erachte ich die gleichmäßige Strömngsgeschwindigkeit, wie sie Ron Shimek definiert hat. Ein Schub, egal wie auch immer erzeugt, bringt den Korallen wenig, auch die Wave-Box ist eigentlich kein Strömungsbringer.... eher ein Geschaukle, es trägt aber den Korallen nichts zu und nichts weg.... Wir bauen gerade ein Testbecken, um die Strömung anders zu erzeugen, als wie bisher. Letztendlich sind alle Pumpen und Strömungspumpen, mit mehr oder weniger engen Austrittsöffnungen ausgetattet. Um die Masse Wasser in Bewegung zu versetzen, ist mehr nötig als drei oder vier Strömungspumpen... an jeder Seite.... ein schwieriges Feld, Wolfgang, dass Du Dir da ausgesucht hast,,, :grinning_squinting_face: :wink

    Grüße .. Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Zitat

    Original von Wolfgang Colsman

    Das Geniale an der Wavebox oder vergleichbaren Konstruktionen ist, dass man durch Ausnutzung der Resonanzfrequenz des Beckens mit wenig Energie die gesamte Wassersäule in Bewegung versetzen kann, und es so wenig Tote Zonen im Becken gibt.

    Dadurch ist sie was den Stoffaustausch angeht der gleichen Stream-Pumpe ohne Box überlegen, obwohl beide den gleichen Schub haben.

    hallo wolfgang,

    ersteres sehe ich auch so. infolge der schaukelbewegung wird mit recht wenig aufwand eine ständige, laminare ministrömung der koralle von allen seiten her zugeführt.

    zweites nur zum teil: es braucht auch eine weitere ströumg, die einer weiteren ströumgspumpe, um auch "frisches" wasser zuzuführen und "verbrauchtes" weiter zu transportieren

  • ....das Geschaukele einer Wavebox ? ..... ich habe einige Becken gesehen, die mit Waveboxen betrieben werden. Zuletzt das große 6000 Liter Schaubecken von Meerwasser-Böttcher. Funktioniert tadellos, aber gefällt mir nicht....da wird man ja schon vom Hingucken, Seekrank
    das verstehe ich unter einer laminaren, perfekten Strömung.... vom Rohr weg und in ein Aquarium adaptiert : ..das wäre die perfekte Strömung....
    http://gallery.ronshimek.com/albums/userpic…low_2_08i07.MPG

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

    Einmal editiert, zuletzt von klaus Jansen (30. April 2007 um 21:47)

  • ...

    in oberen riffbereichen, in denen die wellen das wasser bewegen, ist das gleiche hin- und hergeschaukele zu beobachten.

    das wird von der wavebox prima simuliert.

    die allgemeine stömungsrichtung der meeresströmung tauscht die wackelnde wassermassen dann gegen frische aus.

    wavebox + stream = zur zeit das optimum an nachempfindung der wasserbewegungen fürs riffbecken.

    :]

  • ...

    karibik, rotes meer, philipinen.....egal wo, der pulsschlag des meeres ist überall zu spüren.

    selbst die animationsfuzzies des nemofilmes haben mit ihrer besten beobachtungsgabe dies erkannt.

    die anemone, in denen nemo mit seinem vater lebt, schaukelt im takt der welle.......

  • Joe

    Das man zusätzlich zur Wavebox eine Strömungspumpe braucht ist klar und finde ich überhaupt nicht dramatisch. Das höre ich immer wieder als Negativpunkt.

    Statt "Wavebox alleine finde ich doof" o.ä. kann man die Argumentation ja auch anders aufziehen: Die Wavebox ist eine ergänzende, stromersparende Maßnahme. Ohne Wavebox bräucht man z.B: 3 weitere Streams.

    @Klaus,

    ich habe bei den letzen Urlauben (Rotes Meer, Philippinen) auch drauf geachtet und war sehr überrascht, wie hoch die Frequenz des Rumgeschwappes auf dem Riffdach ist. Liegt teilweise auch im Bereich weniger Sekunden.

    Diese Beobachtung hat meiner Beziehung zur Wavebox eine positive(re) Richtung gegeben, bei Jonny fand ich das bis dahin auch nicht so toll.

    Auch wenn ich mein Becken eher als Filtriererbecken betreiben werde und eine laminare Strömung da eher angesagt ist, werde ich zusätzlich eine Wavebox installieren, als Zugeständnis an die Energiepreise. Ob die dann 24h laufen muss ist ja eine andere Frage.

    Vielleicht mache ich einen Bewegungssensor, damit das Geschwappe beim Betreten des Raumes aufhört? :face_with_tongue:

    Viele Grüße,

    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang Colsman (1. Mai 2007 um 20:47)

  • Die Wavebox ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, aber sie hat, abgesehen von der äußerst "dekorativen" Wirkung einen entscheidenden Nachteil:

    Die ganze Konstruktion ist nicht flexibel genug!

    Das Volumen der Box läßt sich nicht ändern und die Frequenz der Pumpe ist einfach viel zu gering. Sie müßte bis zu 5 oder gar 10 Sekunden regelbar sein, dann wären sie sehr universell einsetzbar.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Wolfgang...
    bei Becken ab 2000 Liter aufwärts, bringt die Wavebox nicht viel. Im Grunde genommen kannst Du bei einem großen Becken, fette, intervallfähige Pumpen nehmen, diese im CloosedLoop-System betreiben und mit einem manuellem Taktgeber, (keine Zeitschaltuhren) so takten, dass Du den gleichen Effekt bekommst, wie eine Wavebox. Das ist technisch sehr einfach zu bewerkstelligen, das Problem ist nur, Pumpen zu finden, die das ewige Ein-Aus-schalten, bzw. Rauf-und Runtergeregele im Sekundentakt, über einen längeren überleben/mitmachen... in meinem damaligem 13.000 Liter-Aquarium, haben wir das schon gemacht mit Jütting Pumpen und mit 10 x 4000er Tunze Turbellen, die am Beckenrand montiert waren. Beide Pumpen waren regelbar und das ging auch ganz gut...Das Geschwappe ging mir aber im Laufe der Zeit extrem auf die Nerven und irgendwann wurde wieder ein anderes Strömungsmanagement installiert.
    In meinen Augen, hat das Geschwabbe, keinen so positiven Wert für die Korallen, denn es werden keine Nähstoffe den Korallen zu-oder abgeführt. Im Meer kommt irgendwann der Ebbe/Flut-Rythmus und dann ist Schluss mit dem Geschaukle, dann gibt es nur Wasser rein und raus und das heftig. Aber vielleicht kann man ja mal eine Steuerung bauen, die beides könnte ? Schaukeln und Ebbe/Flut Simulation.. ?

    Grüße .. Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Hallo alle,
    wenn man eine oder mehrere STREAMS geschickt auf eine Aquarium-Seite ausrichtet, ergibt sich durch Überlagerung von ankommemnden und rücklaufenden (reflektierten) Strömungen genau das, was im Meer abläuft. Das kann mann sehr gut an der "Bewegung" von Weichkorallen beobachten. Ich habe in einem Becken 1.50X70X70 eine einzige Stream so ausgerichteten, das die "Korallenbewegung" praktisch der im Meer entspricht.
    Grüße, Rainer

  • Hallo Torsten und Klaus,

    wenn ich von der Wavebox spreche meine ich nicht zwingend die Plastikdose von Tunze sondern eher das Prinzip. Vielleicht fällt euch ein besserer Name ein, der nicht gleich das Produkt assoziiert?

    Gelle Torsten, Du kannst das auch mit anderen Volumina und Frequenzen.

    Klaus, die Idee finde ich genau richtig: Schaukeln und Ebbe/Flut Simulation. So hat man meiner Meinung nach die größte Chanche, bei den üblichen gemischten Becken im Laufe des Tages für jedes Tier mal die richte Strömung zu erwischen.

    Auch in Deiner neuen laminaren Strömungsanlage würde ich in jedem Fall die Strömungsgeschwindigkeiten an- und abschwellen lassen, so von 0 - 30 cm/s. Es schadet auch nicht, wenn mal ne Stunde keine Strömung ist, die Restströmung des Filters reicht dann schon aus.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Zitat

    Original von Wolfgang Colsman

    wenn ich von der Wavebox spreche meine ich nicht zwingend die Plastikdose von Tunze sondern eher das Prinzip. Vielleicht fällt euch ein besserer Name ein, der nicht gleich das Produkt assoziiert?

    hi wolfgang,

    der "wellengenerator".... :]

    ein kumpel baut ihn jetzt aus glas als kiste von aussen davor.....

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