Wasserenthärtungsanlage gut oder schlecht

  • Hallo Gemeinde,

    ich überlege derzeit, eine Enthärtungsanlage in meiner Hütte zu installieren. Die wurde heuer 20 Jahre alt; die Absperrhähne für die Außenbewässerung kann ich nur noch mit brachialer Zangengewalt auf- und zudrehen.
    Da ich jetzt monatlich knappe 3m³ Osmosewasser heraus filtriere, ist jede Membran auch nach spätestens 1 Jahr fertig.
    Jetzt habe ich mich in das Thema so weit eingelesen und weiß, das Osmoseanlagen sich leichter schnaufen, wenn das Wasser wenigstens zum Teil entkarbonatisiert ist.
    Was mich jetzt stutzig macht, ist der Regeniersalzverbrauch solcher Anlagen.
    Das Salz bleibt doch z.T. dann in der Suppe.
    Vom Umweltbundesamt steht geschrieben, daß das Ganze andererseits der Gesundheit nicht so zuträglich sein soll, und man besser drauf verzichten sollte.

    So billig sind die Anlagen ja nun auch nicht, drum meine Frage, wer vielleicht eine betreibt und die Erfahrungen damit sind.

    Servus
    Stefan

  • Eine Hochdruckpumpe vor der Osmoseanlage ist evtl. die Antwort auf deine Probleme. Osmoseanlagen arbeiten effektiver (weniger Abwasser, besseres Osmosewasser) unter mehr druck.
    Was für eine Osmoseanlage hast du denn?

  • Kenny,
    Boosterpumpen habe ich; die beiden Osmoseanlagen sind schon welche der besseren Güte.
    Nur bei KH 28 arbeitet es selbst die Gummimembranen der Boosterpumpen auf, und brauche daher jedes Jahr einen neuen Kopf.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan!

    Hast Du schon mal versucht Regenwasser mit der Boosetpumpe durch die Osmoseanlage laufen zu lassen?

    Müsste doch ein Top - Wässerchen rauskommen.

    Bin gerade selbst am überlegen so etwas zu machen.

  • Zitat

    Original von Reinhard Seidl
    Hallo Stefan!

    Hast Du schon mal versucht Regenwasser mit der Boosetpumpe durch die Osmoseanlage laufen zu lassen?

    Müsste doch ein Top - Wässerchen rauskommen.

    Bin gerade selbst am überlegen so etwas zu machen.


    Reinhard,
    schon klar, aber überlege mal den Aufwand: als erstes ein Hauswasserwerk, dann Feinfilter, und danach nochmals Booster und Osmoseanlage.
    Und wenn mann keine Regenzisterne hat, kommen dafür die Kosten auch nochmals dazu. Und im Winter??
    Und bei meinem Wasserverbrauch nur für die Aquarien....)) außerdem möchte ich dem Hauswassernetz dadurch auch was Gutes tun.

    Man könnte sogar mit bestimmten Membranen der UO-Anlagen das Wechselwasser eines Beckens wieder in den Rohzustand versetzen.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (22. September 2004 um 13:06)

  • Hi stefan,

    der Enthärter ist im großen und ganzen nichts anderes als ein einstufiger Ionenaustauscher der Karbonationen durch NaCl ersetzt. Also ich denke nicht das das bei Deinem Wasserverbrauch was bringt.
    Da Du ja eh fürs AQ eine Druckerhöhungspumpe mit 8,5 Bar betreibst würde ich mir überlegen im Wintergarten eine kleine Tiefenbrunnenbohrung anzulegen und dieses Wasser durch die Osmoseanlage zu pumpen. Die Qualität des Wassers ist ja egal solange es nicht zu hart ist.
    Fürs Hauswassernetzt würde ich so eine elektrische Entkalkeranlage an den Eingang installieren lassen, die per Elektro- /Magnetfeld das Calcium in nicht anlagerfähige Kristalle umbaut.

    mfg Uwe

  • Zitat

    Fürs Hauswassernetzt würde ich so eine elektrische Entkalkeranlage an den Eingang installieren lassen, die per Elektro- /Magnetfeld das Calcium in nicht anlagerfähige Kristalle umbaut.


    Hai Uwe,
    ich dachte immer, solche Geräte sind Humbug?? und mehr was für Schamanen und Handaufleger....
    naja, ich bin leicht überzeugbar; werde vielleicht mal in dieser Richtung rumlesen:-))

    Servus
    Stefan

  • HI


    Ne die Dinger taugen schon aber eben nicht fürs Aquarium

    Bei Kunden die so ne Anlage ohne zusätzliche Osmose nutzten war das Becken nach kurzer Zeit nichtmehr so dolle

  • Zitat

    Original von C. Schuhmacher
    Ne die Dinger taugen schon aber eben nicht fürs Aquarium


    Hmm. Kann mir jemand für diese Wirkung mal eine wissenschaftliche Erklärung geben, bitte? Irgendwie wurde dieses Thema in meiner bisherigen wissenschaftlichen Ausbildung ausgelassen? :confused_face: Oder wirkt auch hier der Placeboeffekt? :winking_face:

  • Zitat

    Original von Michael Riediger


    Hmm. Kann mir jemand für diese Wirkung mal eine wissenschaftliche Erklärung geben, bitte? Irgendwie wurde dieses Thema in meiner bisherigen wissenschaftlichen Ausbildung ausgelassen? :confused_face: Oder wirkt auch hier der Placeboeffekt? :winking_face:

    Hallo Michael,
    schaust du hier:http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.d…5922794618&rd=1
    irgendwie sehr abstrus; da sind 2 Stuttgarter Schamanen, die solche Kästchen zuhauf anbieten.
    Andererseits bietet die Fa. Grünbeck, welche als Spezialist in Wasser gilt, nun auch solche Geräte an, die aber 2200,- kosten...))

    @Claude
    Osmose will ich ja nach wie vor behalten; jetzt, wo alles langsam im Lot ist :smiling_face: ; ich dachte ja nur, wenn ich das Rohwasser teilweise mittels Enthärtungsanlage entkarbonisiere, das sich die Osmoseanlage leichter arbeitet.
    Meine Frage bzgl. des Regeneriersalzes und dessen Verbleib blieb ja bis jetzt unbeantwortet.

    Servus
    Stefan

    2 Mal editiert, zuletzt von Stefan C. (23. September 2004 um 00:15)

  • Halllo!

    Vorsicht! Die meisten Hauswasserenthätungsanlagen arbeiten mit Phosphat, damit wird das Calcium gefällt. Wieviel von dem Phosphat bei einer Störung im Wasser bleibt weiß ich nicht. Und wieviel schlüpft durch die Osmose?


    Gruß

    Aquarius

  • Hallo,
    in unserem Wohnblock (Bj. 85) wurde erst eine Enthärtungsanlage auf Austauscherbasis (Salz) installiert. Nachdem diese erfolglos war wurde eine elektrische Entkalkeranlage ausprobiert. Hier wurde aber erst mal probeweise ein Vorführmodell eingebaut (inkl. einem Stück neues Wasserrohr) das aber nach einigen Monaten wieder verkalkt war. Da mittlerweile auch starke Rostprobleme in der Verrohrung auftraten wurde eine Enthärtungsanlage auf Phosphatbasis der Fa. Grünbeck eingebaut. Jetzt sind ca. 5mg PO4 im Leitungswasser, aber immer noch viele Rostpartikel (nach ca. 20 Monaten). Den Härtegrad habe ich nicht mehr gemessen, kann dazu also nichts sagen. Aber wirklich empfehlen kann ich keines<dieser Verfahren.

  • Hi,

    diese elektronischen Teile wurden mal von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war sehr ernüchternd - kein einziges Gerät hat wirklich eine Funktion gehabt - nicht mal die teuersten.... :grinning_squinting_face:

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hallo,

    als Ingenieur habe ich so meine Probleme an die Funktion dieser Geräte zu glauben. Was mich jedoch irritiert, ist ein Bericht aus der Koralle Nr. 9 vom Direktor des Aquarium Erfurt. Auch er hat den elektronischen Entkalkern mehr esoterischen Wert zugemessen, bis er selbst ein Gerät getestet hat. Im Süsswasser waren die Effekte wohl positiv (besseres Pflanzenwachstum) aber vor allen auf Weichkorallen extrem negativ. Auch Steinkorallen begannen sich nach einiger Zeit von Substrat zu lösen. Nach Abschalten des Gerätes hat es 6 Wochen gedauert, bis sich alle Schäden wieder regeneriert hatten. Hier wird auch eine physikalische Erklärung angeboten, die sich plausibel anhört. Angeblich werden Hydrathüllen aufgebrochen, so dass das Calciumcarbonat zu kugelförmigen Argonit kristallisieren kann und sich nicht an anderen Oberflächen (Rohrwänden) anlagert. Ich habe keine Ahnung ob das stimmen kann, dazu weiß ich zuwenig in dieser Richtung. Jedenfalls hat er es als Nebeneffekt geschafft seine Glasrosen zu vernichten (das wäre eigentlich mal einen Versuch wert).
    Interessant fand ich auch, das bei meiner neuen UO-Anlage in der Anleitung steht, man soll kein magnetisch vorbehandeltes Wasser verwenden, da sich sonst die Membran zusetzen würde.
    Dagegen würde sprechen, dass das Wasser im Aquarium ständig in den Pumpen einem recht starken Magnetfeld ausgesetzt wird, ohne das es einen besonderen Einfluss hat.

    Gruß
    Bernd

  • Die einzigen geräte die hier ein "weicheres wasser" bescheren können, sind die PO4 zusatz dinger. Aber der nachteil liegt auf der hand.

    Ausserdem sind die sogar meldepflichtig, d.h. ein hausverwalter muss erst die anwohner über sein vorhaben informieren.

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • Hi


    MMMh der Einfluss bei den Korallen ist aber zu merken und so wie die reagieren kommt es eindeutig von den Geräten

  • Ich kann da leider auch nur sagen was ich gehört bzw. gelesen habe. Ich kenne einige die schwören auf die elektronischen Entkalker ( nicht die komischen Magnetkugeln oder Ringe ). Dabei soll es wohl auf die richtige Frequenz und Intensität des Magnetfeldes ankommen. Die 0815-Geräte aus dem Bastelladen und Baumarkt sorgen wohl dann für den schlechten Ruf. ??

    Ziemlich Eindeutig und Übereinstimmend ist allerdings die Aussage das dieses Wasser nicht für Meerwasseraquarien geeignet ist.

    Die anderen Verfahren sind entweder unwirtschaftlich ( wie der austauscher im Geschirrspüler ) oder belasten das Wasser mit Phosphaten.

    Vielleicht solltest Du mal im Wasserwerk nachfragen wie die das Problem lösen. Ich glaube mit Phosphatfällung.

    mfg Uwe

  • Hi Stefan,

    "Als Alternative bietet sich da der Einsatz einer Großmembrane an. Dabei werden Tagesleistungen von 6000- 7200l erzielt, abhängig von der Härte des Ausgangswassers (wie übrigens bei den kleinen Anlagen auch! ).
    Das Arbeitsprinzip dieser Großmembranen ist das selbe, aber die Anlage unterscheidet sich in einigen Punkten:
    - das Ausgangswasser wird mittels Kationentauscher (mit NaCl regenerierbar) teilentsalzt
    - die Anlage arbeiten mit einem Druck um ca. 14-15bar
    - das Konzentrat wird zum Teil der Anlage wieder zugeführt, wodurch eine
    Reinwasserausbeute von ca. 50-80% erreicht werden kann ( abhängig von der
    Gesamthärte des Ausgangswassers, je niedriger die Härte, desto höher das
    Verhältnis Permeat : Konzentrat )."

    http://www.wasserwer.de/weich.durch.osmose.html

  • Danke Leute,
    ich werde jetzt erst mal das 'Zauberkästchen' am Hauswasserstrang ausprobieren. Ich bin halt neugierig. Das kann ich jederzeit zurück geben.
    Am anderen Hausstrang werde ich eine Entsalzungsanlage einbauen.
    Da ich sowieso den Aufwand mit Vor- und Nachfiltern, sowie Osmose betreibe, denke ich nicht, das mir was an PO oder Salzen durch die Membrane schlüpft.
    Ich hatte bis jetzt vor die Osmoseanlage einen 10 Ltr. KH Filter gehängt, der aber Grund der hohen Härte des Rohwassers immer im Nullkommanix fertig war.
    Sollten meine Versuche, das Wasser aufzupeppen fehlschlagen, und ich erleide eine tödliche Vergiftung infolge des Kaffeegenusses aus dem Wasser, wird es demnächst viel Aquatechnik im Flohmarkt abzustauben geben :grinning_squinting_face:

    Servus
    Stefan

  • Hi Stefan,

    wenn man das alles so liest sollte es bald billiger sein wenn Du Dein Wasser per Tanklaster aus einer guten Gegend importierst :grinning_squinting_face:

  • schon wahr Jens,
    aber in meiner Gegend gibt es kein vernünftiges Meer. :frowning_face:

    Süßwasser gibt es nur 20 km entfernt in allerbester Güte, habe mit 2x 1000 Ltr. Fässern im LKW den Sommer über schon einige Male gezapft, aber das zipft auf Dauer auch an. :winking_face:

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    schon wahr Jens,
    aber in meiner Gegend gibt es kein vernünftiges Meer. :frowning_face:

    Süßwasser gibt es nur 20 km entfernt in allerbester Güte, habe mit 2x 1000 Ltr. Fässern im LKW den Sommer über schon einige Male gezapft, aber das zipft auf Dauer auch an. :winking_face:

    Tja Stefan,

    zwischen Weihnachten und Sylvester werde ich wahrscheinlich wieder in Deiner Gegend sein, ich denke ich werde Dir dann mal sauberes norddeutsches Wasser mitbringen :grinning_squinting_face: :] :winking_face:

  • Zitat

    Original von JensD

    Tja Stefan,

    zwischen Weihnachten und Sylvester werde ich wahrscheinlich wieder in Deiner Gegend sein, ich denke ich werde Dir dann mal sauberes norddeutsches Wasser mitbringen :grinning_squinting_face: :] :winking_face:

    aber bitte Bleifrei. :grinning_squinting_face:

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