Umbau von Real Reef Rocks auf ... ?

  • Hallo zusammen,


    meine Real Reef Rocks "zerbröseln" im wahrsten Sinn des Wortes - sprich mein Steinaufbau zerbricht langsam und bei jeder Aktion im Becken lösen sich einzelne Steine oder Teile davon.

    Nun hab ich mich dazu entschlossen - meinen Riffaufbau in drei Schritten auf neue Steine umzubauen - in drei Schritten und dazwischen hätte ich einen Zeitraum von zumindest 1 Monat gesehen, um die Biologie möglichst wenig durcheinander zu bringen.

    Die Entscheidung, welche Steine ich nehmen soll, fällt mir schwer - für jede Art gibt es Berichte im Netz, die für und auch gegen sie sprechen.

    Aktuell tendiere ich zu Eporeef und Ergänzung um bestehende Steine mit aktuellen Korallen auf den Real Reef Rocks, die stabil genug sind. "Riffsystem Riffkeramik" wurde mir auf der Reefmania empfohlen und mein Händler meinte, dass er nun die ersten Becken mit MarcoRocks eingerichtet hat und zufrieden ist.


    Ich weiß, dass ist eine Frage wo die Meinungen weit auseinander gehen werden - trotzdem bin ich über Berichte gespannt, die auch bereits im laufenden Betrieb ihren Steinaufbau getauscht haben.

    Mich würden eure Erfahrungen und eure Entscheidung zu welcher "Steinart" dazu interessieren!

    LG, Wolfgang

  • Servus Wolfgang,

    ich baue zur Zeit auch um von RRR auf Eporeef.

    Weil mir der Aufbau nicht gefallen hat und Eporeef luftiger ist bzw. weil ich den Sand tauschen muss.

    Ich mache das Ganze in 2 Etappen. Erst eine Hälfte, dann Pause und Wasserwechsel - Pause und dann den Rest und

    mehrere Wasserwechsel.

    Gruß der Peter

  • Moin,

    Ich habe bei der Einrichtung meines neuen Beckens das gesamte LS mitgenommen und den freien Raum dann mit einem Eporeef-Riff besetzt. So luftig bekommt man m. E. allein aufgrund des Gewichts mit keinen herkömmlichen Steinen hin. Riffkeramik habe ich allerdings noch nicht verbaut. Dazu kann ich leider nichts beisteuern.

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Ich baue entweder mit Riffäste aus Keramik oder weißes Riffgestein in Größe S zerkleinerte es noch und baue dann meinen schönen luftigen Aufbau selber. Eporeef wäre mittlerweile die einfachere Alternative. Außerhalb basteln ohne zeitlichen Druck hat aber auch was.

    VG

    Chris

  • Servus Wolfgang,

    ich baue zur Zeit auch um von RRR auf Eporeef.

    Weil mir der Aufbau nicht gefallen hat und Eporeef luftiger ist bzw. weil ich den Sand tauschen muss.

    Ich mache das Ganze in 2 Etappen. Erst eine Hälfte, dann Pause und Wasserwechsel - Pause und dann den Rest und

    mehrere Wasserwechsel.

    Servus,

    belässt du "alte" RRR im Becken oder versuchst du alle Korallen von denen zu entfernen und neu auf das Eporeef zu übersiedeln?


    LG Wolfgang

  • Servus Wolfgang,

    festsitzende Korallen zerschlage ich die Steine auf ein Minimum und klebe diese ein.

    Das meiste entsorge ich und gebe im Hintergrund frische Lebendgestein in Combi.

    Was ich entfernen kann mache ich neu auf dem Neuen.

    Good Luck

    P.S.: Ich habe nur Angst, wenn ich den alten Sand absauge, dass Ammonium und anderes freigesetzt wird. Deshalb dann viel Wasserwechsel.

    Ganz leeren möchte ich es nicht da an der Rückwand Montipora wächst und Sand brauche ich für die Lippies, deshalb in Etappen.

    Gruß der Peter

    Edited once, last by Ofshore (July 20, 2026 at 6:32 PM).

  • Servus Peter,

    den Sand würde ich im Zuge des Umbaues bei mir noch belassen, um nicht "zu viel" zu ändern.

    Ansonsten eben auch alte Steine nur mitnehmen, wo die Korallen schön drauf gewachsen sind und ich sie nicht ohne Verletzung runter bekommen würde.

    LG Wolfgang

  • Guten Morgen,

    ich möchte das Thema nochmal an die Oberfläche bringen - offensichtlich gibt´s noch keine Erfahrungen mit Riffkeramik von Riffsystem hier im Forum.

    Wie sieht´s mit der Kombination EpoReef und Lebendgestein aus - also z.b. am Boden (um möglichst wenige Auflagefläche zu haben) EpoReef und darauf Lebendgestein wegen der Biologie - gibt´s da schon ähnliche Gedanken oder sogar umgesetzte Projekte?

    Danke Euch und Grüße aus Wien!

  • Hallo Wolfgang,

    mit ein paar wenigen lebenden Steinen als Grundsockel für die Korallen habe ich immer die schönsten Becken eingerichtet. Am Anfang sieht dies zwar etwas bescheiden aus, aber die wachsenden Korallen gestalten im Lauf der Zeit die natürlichsten Formen. Filigrane Kunstobjekte zur Platzierung von Korallen gibt es in keinen Riffen. Die würden bei starkem Seegang schnell zerstört. Der echte "Profi" baut sein Becken mit Geduld und nicht mit Gesteinslandschaften im Stil einer elektrischen Eisenbahn auf.

    Von Riffkeramik ist man heute eher abgekommen. Da gab es in der Vergangenheit häufig Megaprobleme.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo zusammen!

    Hin und wider stehen sich beim Thema Riffarchitektur unterschiedliche Ansichten und Vorgehensweisen gegenüber. Einigen ist das Material egal, Hauptsache neutral und giftstofffrei. Andere machen sich in diesem Zusammenhang schon Gedanken ob der Wirkung auf die biologisch ablaufenden Prozesse im Becken. Nicht nur das. Was beim Lebendgestein nicht selten unterschlagen wird, sind die nicht eingeladenen "Untermieter", die oft mit dem Gestein Einzug halten. Wer ein grösseres Becken sein eigen nennt, dem sind später (fast) keine Grenzen in der "Schädlings"bekämpfung mit sog. Fressfeinden dieser Plagen gesetzt. Es gibt für diese grossen Becken kaum eine Wachstumseinschränkung dieser Spezialisten. Besitzer kleinerer Aquarien sind da gekniffen und müssen sich beim Aufkommen von diversen Plagen auf nur wenige, kleine Arten beschränken. Was meist nervige Klimmzüge bedeutet und selten optimal verläuft.
    In den Anfängen der Meeresaquaristik bestand die Riffarchitektur meist aus Dolomitgestein. Die natürlichen Mulden und Löcher waren ideal für die Platzierung von Korallen und Muscheln. Erst später verabschiedete man sich von den massigen Gesteinsbrocken und verbaute filigranes Material, wie Riffkeramik o. Ä. Das hatte zufolge, dass im Gegensatz zum Lochgestein, plötzlich deutlich mehr Raum für die Korallen zur Verfügung stand. Ausserdem trugen die dadurch entstandenen neuen Strömungskanäle zu einer besseren Versorgung der Korallen bei.
    Die Basis meiner "Riffe" bestand, seit Jürgen Grobe, immer aus Lebendgestein. Egal, was sonst noch mitverbaut wurde, das Lebendgestein war immer dabei.
    Bei kleineren oder mittelgrossen Aquarien ist Riffkeramik in ihrer Formvielfalt, nicht nur als Unterbau, keine schlechte Wahl. Soweit man sich nur auf einige, wenige Stücke beschränkt. Das Becken komplett zuzupflastern ist unsinnig, da den heranwachsenden Korallen der nötige Platz genommen wird. Der hohen Kunst des Aquascapings müssen wir auch nicht unbedingt frönen. Es würde bedeuten, mit nur wenigen Tieren einen optimalen künstlerischen Eindruck zu hinterlassen. Ein unaufgeräumtes Durcheinander ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Daher ist es sinnig, sich gleich am Anfang mit einer intelligenten zukunftstauglichen Innenausstattung seines Aquariums zu beschäftigen. Was in einem adäquaten Verhältnis von Lebewesen zu Riffgestein enden sollte. Das Angebot ist vielfältig.

    Gruß

    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo zusammen,

    nach einigen Überlegungen und Austausch mit meinen Mentoren und Personen des Vertrauens seit ich das salzige Hobby betreibe, wird der Umbau wohl so durchgeführt:

    Als Basis nehme ich Steine von Eporeef, damit dort auch ordentlich "durchspült" werden kann und darauf wird ein Mix aus Marco Rocks das Riff bilden.

    Einzelne vorhandene "lebende" Steine, die gut mit Korallen bewachsen sind verbleiben im Becken und sollten der Biologie auch etwas mehr Stabilität verleihen.


    Ich habe vor den Umbau in drei Phasen vorzunehmen und auch den Sand in diesen drei Phasen auszutauschen. Den Abstand zwischen den Phasen würde ich mit 3-4 Wochen ansetzen.

    Voraussichtlich werde ich das "Projekt" im Herbst starten und kann dann gerne Ergebnisse in einem eigenen Beitrag berichten!

    Viele Grüße und danke für Eure Beiträge, Wolfgang

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