Clownfische Eingewöhnung

  • Hallo zusammen.

    Ich habe vor ein paar Tagen zwei Clownfische gekauft. Beide sind von der Percula Art. Der eine typisch orange-weiß-schwarz (WF) und der andere weiß-schwarz mit orangener schnauze (NZ). Sie waren beide zu Beginn kein Pärchen doch die Verkäuferin meinte da der Weise ein bisschen größer ist als der orangene und beide von der gleichen Gattung wären müsste es mit der Vergesellschaftung funktionieren. Bis jetzt schwimmen sie noch nicht als glückliches Paar im Becken rum sondern eher für sich getrennt. Doch immer wenn der weiße versucht Annäherungen zu machen, kommt der orangene und zickt ein bisschen rum indem er ihn anpieckst. Es ist nicht so das sie dauerhaft kämpfen und sich verfolgen würden aber das ist mir aufgefallen das der orangene nicht wirklich Annäherungen zulässt. Habt ihr eventuell Erfahrungen mit clownfischverpaarungen und wie lange es dauert bis sie sich vertragen?

  • Es sind ja bereits vollendete Tatsachen geschaffen worden. Jetzt heisst es abwarten. Das geschilderte Verhalten ist in dieser Phase als normal einzustufen. Je nach Entwicklungsstand der Geschlechtsorgane wird das "Kennenlernen" mehr oder weniger heftig ausfallen. Momentan gibt das beschriebene Ereignis kein Grund zur Sorge. Der Entwicklungsprozess ist bei Amphiprion selten harmonisch anzuschauen. Es bleibt nur abzuwarten.

    Gruss

    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Zusätzlicher Gedanke:

    Ist es ganz sicher, dass es sich bei beiden Tieren um Amphiprion percula handelt? Möglicherweise ist einer ein Amphiprion ocellaris.

    Vivaristik seit 1968 - und ich lerne immer noch dazu.

  • Wie auch immer.....

    Ich blicke bei den verschiedenen Zuchtformen von Amphiprion nicht mehr komplett durch. Kreuzungen von Percula und Ocellaris sind bekannt. Die Hybridisierung ist rein kommerziell ein Geschäft geworden. Nicht erst seit heute.

    Das bedeutet aber nicht, dass im vorliegenden Fall eine Verpaarung nicht möglich sein wird. Das Ergebnis bleibt abzuwarten.


    Gruß

    Hajo

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  • Wie sich herausgestellt hat war wahrscheinlich das Problem das der eine ein Wildfang war und der andere eine Nachzucht. Der Wildfang war vom Verhalten her so zickig das der andere so gestresst war. Ich hab ihn gestern Früh so gestresst auf dem Boden gefunden sodass er dann kurz darauf verstorben ist 😔

  • Hallo Lisa, ich würde erst mal einen Gang runterschalten und gut überlegen, was da nun schiefgelaufen sein könnte und wie Du es bei einem zweiten Versuch besser machen kannst.

    Empfehlenswert ist auch, etwas über Anemonenfische zu lesen und wie sie sich verhalten untereinander und zu anderen Fischen. Dann würdest Du auch die kleinen Racker besser einordnen können.

    Grundsätzlich sind die Männchen DEUTLICH kleiner als die Weibchen. Wenn sie nicht in einem gewissen Verhältnis zueinander stehen sträubt das dominante Weibchen die Schuppen. Selbst wenn das Größenverhältnis passt wird das Weibchen ordentlich den Besen rauskehren und das kleine Männchen kräftig unter Druck halten. Denn wenn das Männchen gestresst ist bleibt es klein und ein Männchen und macht dem Weibchen nicht den Rang streitig. Das ist also normal, dass das Männchen gestresst ist. Erst wenn das dominante Weibchen nicht mehr vorhanden ist und der Stress nachlässt, kann das Männchen sich hormonell umstellen und zum Weibchen werden.

    Deshalb glaube ich nicht, dass es ein Stressproblem war, dafür ging das auch einfach viel zu schnell. Tatsächlich sind viel zu wenige Informationen und keine Wasserwerte bekannt, eine ernsthafte Analyse, was genau da passiert sein könnte ist deshalb auch nicht möglich.

    Lies Dich bitte auch etwas in die Haltung von Anemonen ein, denn diese sind oft noch zickiger gerade bei ziemlich neuen Becken.

    http://www.mathgame.de/Aqua/Anemonen-FAQ_Deutsch.pdf

    Viele Grüße

    Sandy

  • Und was würdest du an meiner Stelle tun? Dem jetzigen einen zweiten reinsetzen? Hab das auch schon überlegt gehabt und hab dann halt nur Angst das der eine von den beiden dann wieder stirbt.

  • Ich hatte schonmal ein Clownfischpärchen und weis wie sie sich untereinander verhalten und das sie sich auchmal angreifen können. Und wegen dem Thema das die Männchen deutlich kleiner sind als die Weibchen: deswegen hat es mich auch sehr gewundert das der Händler mir zwei fast gleichgroße mitgegeben hat


    Empfehlenswert ist auch, etwas über Anemonenfische zu lesen und wie sie sich verhalten untereinander und zu anderen Fischen. Dann würdest Du auch die kleinen Racker besser einordnen können.

    Grundsätzlich sind die Männchen DEUTLICH kleiner als die Weibchen.

  • Eine Garantie gibt es leider nie, es sind immer Individuen und keine Maschinen. Wenn jedoch die Größenverhältnisse stimmen ist die Chance deutlich besser. Sind die Fische beim Händler noch in einem Sammelbecken wo keine dominanten Weibchen sich entwickelt haben, ist die Chance hoch, dass es klappt.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Der Händler hat mir angeboten den Clownfisch den ich jetzt alleine im Becken habe zurückzubringen und dafür eine schon bestehendes Pärchen mitzunehmen. Ich glaub das ist die beste Option.

  • Der Händler hat mir angeboten den Clownfisch den ich jetzt alleine im Becken habe zurückzubringen und dafür eine schon bestehendes Pärchen mitzunehmen. Ich glaub das ist die beste Option.

    Ihn plagt wohl das schlechte Gewissen? Gut so!

    Gruss

    Hajo

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  • er war an dem Tag nicht da und meinte dann nur am Telefon als ich angerufen habe und mein Problem geschildert habe wer das machen würde nachzucht und wildfang. Und ich finds auch im Nachhinein komisch das ich zwei fast gleichgroße bekommen habe obwohl es ja immer heist das der größenunterschied deutlich sein muss

  • Der Fehler lag m. E. im nicht vorhandenen Grössenunterschied. Der Händler kann seine Verwunderung wegen Wildfang und Nachzucht zwar zum Ausdruck bringen. Nur so recht glauben mag ich ihm das nicht. Es gibt keinen genetischen Unterschied zwischen Wildfang und Nachzucht. Der einzige, mir bekannte Unterschied, besteht in der Futterannahme. Wildfänge sind zum Teil schwieriger ans Futter zu bekommen als die bereits mit bestimmten Futter aufgezogenen Nachzuchten. "Kunstgriffe" in der Hybridisierung erlauben dagegen morphologischen Veränderungen. Das scheint hier nicht der Fall gewesen zu sein.

    Gruss

    Hajo

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  • Beim Joe in Witten schwimmen mindestens 1-2 eindeutige Päärchen. Sehr schöne Tiere. Vielleicht kommst du ja aus der Gegend.

    Danke dir aber ich komme leider nicht aus der Gegend. Ja ich nehm jetzt das Pärchen von dem Händler. Finds einfach nur echt schade das auf diesen Größenunterschied nicht geachtet wurde und somit das eventuell der Grund war warum ein Tier sterben musste. Ich hätte von Anfang an gerne ein bereits bestehendes Pärchen gehabt sie hatten zu dem Zeitpunkt aber keins da deswegen hab ich darauf vertraut

  • Hab ich so verstanden.


    Gruss

    Hajo

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