Aufständerung des Riffaufbaus mittels Blumentöpfen

  • Hallo zusammen,


    meint ihr, es wäre möglich, kleine handelsübliche Kunststoff-Blumentöpfe (zB. solche: https://www.hagebau.de/p/geli-…ta-kunststoff-anV1158595/) als Unterbau für den Riffaufbau zu verwenden? Bei einer hohen Bodengrundschicht wie bei einem DSB würden dann die Töpfe in etwa so hoch gewählt wie die Sandschicht und der Riffaufbau würde dann über der Sandschicht beginnen, bzw. vielleicht noch etwa 1cm tief im Sand sein.

    Die Töpfe würden dann "kopfüber" auf die Bodenplatte gestellt oder vielleicht sogar mit ihr verklebt werden, um die Stabilität zu gewährleisten. Es wären natürlich nur so viele Töpfe nötig, wie der Riff- bzw. Steinaufbau Auflagerpunkte auf dem Boden hat.

    Was ich mich jedoch frage, ist Folgendes: wird es vielleicht problematisch, wenn das Wasser, welches sich dann im Hohlraum der Töpfe befindet, praktisch gar nicht bewegt/ausgetauscht wird? Könnten sich dann dort "Gammelstellen" entwickeln, die sich negativ auswirken?

    Die Töpfe wären ja "fast" dicht und nicht komplett durchlöchert, damit zum einen die Stabilität nicht leidet und zum anderen kein Sand oder Tierchen reinkommen, wodurch sich dort noch eher Abfallprodukte ansammeln würden.


    Hat vielleicht jemand noch andere oder bessere Ideen, wie man den Riffaufbau über einem relativ hohen Bodengrund aufständern könnte?


    Schöne Grüße

    Melanie

  • Hallo Melanie,


    diese Plastiktöpfe sind keine gute Idee, denn sie zersetzen sich im Laufe der Zeit und brechen dann zusammen. Nur wenige Kunststoffe bleiben stabil in Meerwasser und geben keine unerwünschten Stoffe ab. Viele verwenden Lichtrasterplatte, teilweise in Kombination mit PVC-U-Teilen, wie sie auch für die Verrohrung verwendet wird. Acrylglas ist auch möglich.


    Normale Sandböden sind nur 1-2cm hoch, sonst sammelt sich eine Menge Detritus im Sand.

    Viele Grüße


    Sandy

  • Keine dumme Idee, aber wie Sandy schon schrieb, sind Plastiktöpfe keine gute Idee, da sie sich auflösen und dann hast du irgendwann Mikroplastik im Becken und der Riffaufbau ist hinüber.

    Du könntest aber Keramiktöpfe nehmen und seitlich Spalten / Löcher reinmachen. Damit hast du gleichzeitig auch schöne Höhlen für deine Bewohner.


    Viele Grüße

    Rüdiger

  • Oh okay danke, wieder was neues gelernt :thumbs_up_medium_light_skin_tone: Dann kann man sich bei diesen Töpfen wohl nicht drauf verlassen, dass sie aus reinem PP sind, oder? Denn ich dachte bisher, dass PP salzwasserbeständig ist.

    Das mit der Sandhöhe ist mir bewusst, bei 1-2cm bräuchte man ja auch gar keinen Unterbau, sondern eh nur bei einem DSB.

    An Keramiktöpfe habe ich in der Tat auch schon gedacht, aber da weiß man ja auch immer nicht, was für Schadstoffe (Metalle) daraus evtl. mit der Zeit herauskommen. Ich würde es mir wahrscheinlich auch nicht zutrauen, da Löcher reinzubohren, denn die würden bei mir dabei ziemlich sicher Risse bekommen :grinning_squinting_face:

    Dann wäre diese "Höhlen" ja aber unterirdisch (im Sand), wer würde die denn nutzen?


    Schöne Grüße

    Melanie

  • Wenn Du das System des DSBs nicht wirklich verstehst und richtig umsetzt wird das eher eine Müllhalde mit hohem Detritusanteil und Nährstoffproduzent als eine Filterschicht, wo eine Nährstoffreduktion stattfindet. Ein DSB nicht nicht einfach ein hoher Bodengrund.


    Keramik kann auch eine Menge Silikat abgeben, da sollte man ein Auge drauf haben.

    Viele Grüße


    Sandy

  • Hallo Sandy, danke für den Hinweis, aber das ist mir schon bewusst, dass man ein DSB richtig machen muss, damit es korrekt funktioniert. Mir ging es in dem Beitrag ja auch nur um die Möglichkeit der Aufständerung des Riffgesteins und nicht um das DSB :winking_face:

  • Ich erwähne es lieber, da ich nicht einschätzen kann, wie fundiert Deine Kenntnisse sind. Ist halt etwas fies, wenn jemand vor die Wand rennt und alle nur zuschauen, wie es passiert.

    PET-G als lebensmittelechte Variante kann auch bei 3D-Druck z.B. verwendet werden.

    Viele Grüße


    Sandy

  • Hallo Melanie


    Ich nutze seit Jahren Tontöpfe

    Gruß Ewald


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    Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
    Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
    hab ich Angst vorm Licht. :loudly_crying_face:

  • Entgegen aller Unkerei sind Tontöpfe (keine Keramik!) leicht zu bearbeiten.

    siehe Abbildung.


    Für den Unterbau sind bei mir die sog. Frag-Racks die erste Wahl.

    Sie sind in der Anschaffung nicht gerade billig, aber sie erfüllen ihren Zweck.

    Man kann auch selbst Hand anlegen und bearbeitete PVC-Platten mit Füssen aus PVc-Rohr verkleben.

    Je nach Gewichtsauflage schmaler oder breiter im Durchmesser.

    Die 3D-Drucker-Fans können sich so etwas passgerecht selbst anfertigen.


    Hier sind einige Beispiele, vielleicht nicht unbedingt passend, aber eine Überlegung wert.


    https://www.etsy.com/de/market/frag_rack


    Gruß

    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)


    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Okay also was ich so herauslese, ist, dass ihr alle eher eine "luftige" Aufständerung bevorzugt, wo es dann keine "toten" Stellen, wie das Innere der Töpfe, geben kann, oder?

    Die Seite auf etsy ist ja toll, bin noch gar nicht darauf gekommen, da mal zu suchen :smiling_face:

    LG Melanie


    PS: Ewald, hast du die Töntopfe dann so kopfüber unter den Steinen? Sind die dann bei dir voll Wasser und/oder Sand?

  • Wenn die Töpfe durchströmt werden sammelt sich innen auch Detritus, das ist unvermeidbar. Stehen diese noch in hohem Sand wird auch eine Menge Sand reinkommen früher oder später.


    Vielleicht schreibst Du auch etwas über deine DIY-Kapazitäten. Gutes Werkzeug und eine ruhige Hand erweitern die Möglichkeiten enorm.


    Du kannst z.B. die Ablegerdecks von Fauna Marin verwenden, die sehr flexibel in der Gestaltung und Höhe sind (Füße erhältlich mit 5,10, 15cm Höhe, Einsetzbar in jedes Loch der Ablegerplatte). Da kannst Du dann auch ohne Rücksicht die Platte des Korallendecks einfach auf die gewünschte Größe für Deine Riffdeko zurechtschneiden und die Füße einsetzen, wo es Dir am besten passt. Ich habe bei meinem Korallendeck einen Fuß umsetzen müssen, da unter dem Deck die Pumpe dagegengeblasen hat und das Korallendeck durch die Gegend pustete.

    Die schlanken Füße und das Deck in schwarz sind zudem sehr dezent und verschwinden im Hintergrund.

    Viele Grüße


    Sandy

  • Am Werkzeug mangelt es mir teilweise etwas, habe aber hilfsbereite Nachbarn, die da besser ausgestattet sind.

    Geschick beim Basteln und Werkeln ist aber reichlich vorhanden :smiling_face: Diese Lochplatten inkl. Füße entsprechend anzupassen sollte kein Problem sein und klingt auch echt nach einer guten Idee! Vielen Dank :smiling_face:

  • Hallo Melanie,


    warum keine echten Steine nehmen?


    Wenn Du später vielleicht das Sandbett verringern möchtest bist Du freier.


    https://www.arka-biotech.de/produkte/myreef-rocks

    Diese gab es auch einmal schon als Platten geschnitten ca. 5 cm Stärke. Vermutlich gibt es bei Händlern noch Restbestände.


    VG


    Elisabeth

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