Noch lachen wir darüber... (aber immer leiser!)

  • Zitat

    Original von Ramon
    Wie kommt es daß BMW trotz 35h/Woche gerade einen Höhenflug hat und es BMW sehr gut geht?
    Opel plant in einem Werk die 30h Woche weil sie die Autos nicht absetzen können! Was sollen die mit einer 48h Woche?

    hi ramon,

    weil es noch absatzmärkte für überteuerte (marken) ware gibt.
    hohen lohnkosten lassen sich da gut unterbringen.

    opels gibts im überangebot und hat nicht den markennamen wie bmw oder db. da lassen sich keine lohnkostenerhöhungen mehr unterbringen.
    daher bricht dort der umsatz zusammen.

    mit 48 stunden bei gleichem lohn mehr und billiger zu produzieren, um auf dem weltmarkt (globalisierung) wieder mithalten zu können.

    die konzerne in zusammenarbeit mit den gewerkschafeten sind mit daran beteiligt, dass wir schon einen schritt weiter sind , als die kante des abrunds.

    der kleine krauter an der ecke hat mit seinen paar figuren immer diesem tarifdiktat hinterherrennen müssen.

  • Ah da ist ja mein derzeitige Lieblingsthema gefallen mehr Arbeit für das gleiche Geld. Warum frage ich euch, da stellen sich Politiker hin und sagen mehr Arbeit für das gleiche Geld senkt den Stundenlohn und damit die Lohnkosten. Wunderbar, nur frage ich mich ob unsere Politiker wissen wie in der Wirtschaft gedacht wird. ich sitze im Controlling und mache mir da ne ganz einfache Fiktive Rechnungg:

    300 Mitarbeiter bei 35 Stundenwoche macht 10.500 Arbeitsstunden Pro Tag
    Pro Tag werden 1.000.000 Stück hergestellt das macht ca. 95 St/Arbeitstunde
    300 Mitarbeiter bei 40 Stundenwoche macht 12.000 Arbeitsstunden pro Tag
    Pro Tag könnten ca. 95 St. * 12.000 Arbeitsstunden Produziert werden also 1.140.000 Stück

    1. Erkenntnis

    12.000 - 10.500 = 1.500
    1.500 / 40 = 37,50 überflüssige Mitarbeiter denn die mögliche mehr PRoduzierte Menge läßt sich onehin nicht verkaufen sonst würden die Unternehmen ja Leute einstellen. Und niemand wird wegen eines Gesparten € an den Produktionskosten die Preise senken. Preise orientieren sich in den meisten Fällen am Markt und der Konkurenz und nicht an den Produktionskosten.

    2. Anmerkung

    Wenn die Unternhemen dann keine Leute entlassen nehmen sie eine veringerung der Produktivität der Mitarbeiter hin und aktzeptieren das die Arbeiter herumstehen und nichts tun da die zu Produzierende Menge vom Markt und nicht von Kapazität bestimmt wird. Und der Krankenstand wird nach einem jetzigen Rekordtief Explodieren.

    Also ein echtes Projekt für WENIGER Beschäftigung

  • Marc,

    du bist im Controlling? Argumentieren tust du aber wie ein Gewerkschafter.

    Denn genau so, nur eben andersrum, war ja die Argumentation, als die 35-Stunden-Woche durchgesetzt wurde, bei vollem Lohnausgleich natürlich.

    - 300 Mitarbeiter bei 40 Stundenwoche macht 12.000 Arbeitsstunden pro Tag
    - 300 Mitarbeiter bei 35 Stundenwoche macht 10.500 Arbeitsstunden Pro Tag

    -> also müssen bei der 35-Stunden-Woche 43 Mitarbeiter neu eingestellt werden, um die fehlenden 1500 Stunden zu leisten.

    Dass das nicht funktioniert, wissen wir heute. Im günstigsten Fall werden die fehlenden Stunden durch noch mehr Automatisierung aufgefangen. Im ungünstigen Fall leisten heute Tschechen oder Polen die 12.000 Stunden oder mehr.

    Der Fehler in der Logik ist, dass man von einem statischen System ausgeht, wo Produktionsumfang und zu leistende Stunden Konstanten sind. Und wo der Betrieb nicht abhauen kann.

    Gruß

  • Hallo zusammen!

    Zu dem hier auch angeklungenen Vorwurf, daß Kinderlose unserem Rentensystem schaden, möchte ich erwiedern, daß unser Rentensystem so wie es angelegt war sowieso nicht bis in alle Ewigkeiten so funktionieren könnte. Denn es müßte immer mehr Beitragszahler als Rentenempfänger geben, also müßte jedes Paar drei Kinder in die Welt setzen, damit das ausreicht. Tja, dummerweise fehkt dann irgendwann der Platz in Deutschland, wie geht´s dann weiter?

    Man (Politik) hat es halt in den besseren Wirtschaftsjahren versäumt, das Rentensystem umzustellen auf eine zumindest teilweise Selbstversorgung. Dies jetzt noch schnell durchzudrücken, ist ganz klar zum Scheitern verurteilt.

    Und was die Kinder angeht: Ich hab keine. Ich will auch derzeit keine!!! Bei 300 bis 350 (zum Teil unbezahlten) Arbeitstunden im Monat (ja, kein Witz und nicht falsch gerechnet!) bin ich nicht gewillt, die wenige mir verbleibende Freizeit noch an Frau und Kinder zu verteilen. So einfach!

    Bei dem derzeitigen Ärztemangel (knapp 5000 unbesetzte Stellen in Krankenhäusern, Zahlen rapide steigend) ist auch keine Entlastung abzusehen. In sieben Jahren im Stationsdienst habe ich etwa 2000 unbezahlte und nicht ausgeglichene Überstunden geleistet. Ich habe zusätzlich in meinen beschissen bezahlten Bereitschaftsdiensten noch etwa 1200 Stunden Papierkram in meiner sogenannten Ruhezeit erledigt, weil der in der normalen Arbeitszeit aufgrund der konstanten Überlastung liegenblieb und Chefärzte schlichtweg forderten, daß man das zu erledigen habe, egal wann. Ich bin in den ersten 1,5 Jahren meines Berufslebens nur mit einem Drittel des üblichen Gehaltes bezahlt worden (nennt sich Arzt im Praktikum, ist schlichtweg dreiste Ausbeutung). Und 20 Monate Zivildienst quasi für umme hab ich auch noch geleistet.

    Wenn ich also jetzt vom unseren Havanna rauchenden, Kashmirmantel tragenden Bundeskanzler so einen Spruch höre wie, "alle müssen den Gürtel enger schnallen", dann kommt mir das Kotzen, insbesondere, weil unsere Politiker sich ständig dickere Diäten gönnen. Wenn ich höre, wie sich irgendein Beamter im gehobenen Dienst darüber beklagt, daß er von seinen (ja ach so geringen) Bezügen evtl. noch etwas für Rente und Krankenversicherung abgeben muß (wie jeder andere auch!), oder ein Lehrer jammert, daß er einmal im Halbjahr abends bis 18 Uhr auf der Notenkonferenz sitzen muß, dann hört das Kotzen wieder auf und ich greife zur Schrotflinte!

    Klar, es gibt hier in diesem (unserem) Lande etliche, die jedwedes Maß und Mäßigung verloren haben. Ich hab auch Kollegen, die jammern, wenn sie von ihren sechs Wochen Urlaub nicht mindestens sechs Wochen verreisen können, weils zeitlich nicht passt, ich kenne auch jemanden, der ist Aquarianer und kauft die teuersten Fische, der ist gleichzeitig Jäger und besitzt 20 Langwaffen (kostet ja auch nichts), der geht Tauchen und braucht jeden Sommer wieder einen neuen Tauchcomputer oder einen neuen Tauchanzug oder sonst was, der kauft sich zeitgleich ein neues Auto, einen riesigen neuen Kühlschrank, aber jammert, weil er ja so wenig Geld habe, daß er sich kaum mal ein paar Aktien leisten könne!!! Da kotz ich dann gleich wieder! Und das Schlimmste ist: Das ist kein so abgehobener Neureicher, das ist ein ganz "normaler" Mitmensch wie Du und ich!


    @Stefan C

    Also bislang habe ich von Dir ausgewogenere Postings gelesen. Aber folgende Verallgemeinerung

    Zitat

    Die sogenannten Singles verbraten ihr Geld für ihre persönlichen Bedürfnisse und verlassen sich im Alter darauf, daß jemand anders dann für ihren Unterhalt aufkommt.

    ist eine richtige Unverschämtheit!!! Woher beziehst Du denn Deine Weisheiten? Du meinst offenbar, daß wenn Du Dein Geld für Dein großes Becken (im Wintergarten!) verbrätst, besser bist, als die von Dir kritisierten, weil Du zwei Kinder (= spätere Beitragszahler) in die Welt gesetzt hast? Na toll! Und vergiß bitte nicht, Deinen Heiligenschein abzunehmen, wenn Du das nächste Mal in Deinem Becken tauchst, der rostet nämlich im Meerwasser! :angry_face:

    Und wenn Du mit deiner Äußerung

    Zitat

    Noch was zu den beschimpften Arbeitgebern: ...

    auf meine Kritik an Arbeitgebern anspielst, so möchte ich anmerken, daß ich nicht auf den Mittelstand, sondern auf Großindustrie, Banken und Versicherungen abzielte.

    Gruß,

    Michael

  • Zitat

    Original von Michael RiedigerUnd vergiß bitte nicht, Deinen Heiligenschein abzunehmen, wenn Du das nächste Mal in Deinem Becken tauchst, der rostet nämlich im Meerwasser! :angry_face:

    Gold rostet nich :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Gold rostet nich :grinning_squinting_face:

    Seit dem zweiten vatikanischen Konzil sind die nicht mehr aus Gold, sondern aus recycletem Lametta! :grinning_squinting_face:

    Und so schnell wie der Papst jetzt heilig spricht, gibst in den ersten sechs Jahrhundert der Heiligkeit (auch Probezeit genannt) nur einen aus Pappe. :grinning_squinting_face:

  • @ Michael,
    so schnell schwappen persönliche Meinungen in Wortgefechte über.
    Vielleicht habe ich nicht die richtigen Worte gewählt, habe dich sicher nicht persönlich provozieren wollen, denn dazu habe ich den Text zu flüchtig gelesen; aber bist du vielleicht Single?? :grinning_squinting_face:
    Meine Schwägerin ist z.B. typischer Single und mag es nicht anders. Alle 2 Jahre neues Auto, 5x im Jahr im Urlaub, ihre Nichten 2x im Jahr für 2 Tage zu ertragen ist schon fast unmögliches verlangt, usw. usw.
    Das ist es, was dieses Land braucht...
    Ich war das letzte Mal vor jetzt 10 Jahren im Urlaub, meine-, genug karitatives zu leisten (einschl. meiner Frau) und ziehe 2 Rentenzahler groß; was wäre daran verwerflich, wenn ich mir dafür als Ausgleich ein Becken aufstelle? (mit 1 Mio. Schulden im Genick?)
    Servus Stefan

    PS: ich habe wirklich nichts gegen Singles, viele aus dem Forum persönlich Bekannte sind auf diese Weise glücklich, sollen sie auch.
    Nur meine ich, wenn dann später automatisch der Gedanke an die Leistung der Allgemeinheit aufkommt, für den Unterhalt im Alter zu sorgen, läuft gewaltig was schief.
    Das selbe gilt natürlich auch für Beamten, verbeamtete Lehrer usw.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (3. November 2003 um 21:28)

  • Hallo Stefan!

    Ist natürlich auch ein heißes Thema, bei dem eigentlich zu erwarten war, daß hitzig diskutiert wird.

    Zitat

    wollte dich sicher nicht provozieren, aber bist du vielleicht Single?? :grinning_squinting_face:

    Wie kommst Du denn da drauf? :winking_face:

    OK, auch mir ging etwas der Gaul durch! Nichts für ungut! :O


    Zitat

    Ich war das letzte Mal vor jetzt 10 Jahren im Urlaub, meine-, genug karitatives zu leisten (einschl. meiner Frau) und ziehe 2 Rentenzahler groß; was wäre daran verwerflich, wenn ich mir dafür als Ausgleich ein Becken aufstelle? (mit 1 Mio. Schulden im Genick?)

    Na, das kann ich überbieten: 12 Jahre nicht mehr im Urlaub, kann mietfrei bei den Eltern im Haus wohnen ("wie uncool"), hab´ mich auch sozial engagiert, nur die eine Million Schulden habe ich noch nicht geschafft. Hmm. Vielleicht sollte ich mir auch einen 5000 l Pool hinstellen und ein paar Großkaiser reinsetzen, dann klappts auch mit den Schulden :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    Aprospos: Sind Rentenzahler in Paarhaltung besser aufzuziehen? :grinning_squinting_face:

    kenny

    Zitat

    Gold rostet nich :grinning_squinting_face:

    Genau deswegen habe ich verantwortungs- und kinderloser Single mir gerade eine Greifzange aus purem Gold für mein AQ geordert (beim Aquasingleshop). Die brauche ich dann nach Benutzung nicht mehr zu reinigen und zu trocknen! :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:


    Gruß,

    Michael

  • Zitat

    Original von Michael Riediger
    Bei dem derzeitigen Ärztemangel (knapp 5000 unbesetzte Stellen in Krankenhäusern, Zahlen rapide steigend) ist auch keine Entlastung abzusehen.

    ...

    und wenn solche und andere notwendige stellen umgehend besetzt würden, klappt das system umgehend zusammen.

    das ist ja das drama.

    früher wurden eltern in der familie gepflegt, sozusagen kostenfrei - bzw.
    die rente wurde mit zum familieneinkommen addiert.

    heutzutage brauchen wir den luxus einer pflegeversicherung, weil unser
    system denjenigen vergisst, der im mittelpunkt stehen sollte: den menschen.

    angeblich soll es in den nächsten jahren wieder einmal einen lehrermangel geben. 70 000 würden fehlen.

    sind die verantwortlichen zu blöde, um unser system auf zukunft gerichtet zu lenken und zu planen oder verbringen sie ihre zeit mit nutzlosen, überflüssigen und kostentreibenden erfindungen wie die rechtschreibreform?


  • Hai Michael,
    :Dalso doch Single :P; ich wollt's zwar nicht erwähnen, aber meine Schwägerin wohnt auch noch zuhause , noch uncooler :D....
    Da könnte ich doch glatt zarte Bande knüpfen... :))

    Rentenzahler sind nur als gemischtes Doppel aufziehbar... oder Jungs; ich bin mit einem Weiberhaushalt einschl. Hund gestraft...
    wenigstens kannst du dir als Single eine goldene Zange leisten, einen Vorteil mußt du ja auch haben; ich hab nur schnödes Plastik :-schluchz)) :loudly_crying_face:
    Sers Stefan
    PS: Rest siehe mein oberes PS in Edit

    Servus
    Stefan

  • Hallo Joe!

    Zitat

    mit nutzlosen, überflüssigen und kostentreibenden erfindungen wie die rechtschreibreform?

    Wie schön, daß (ja, ß !!!) noch jemand etwas gegen den neuen Rechtschreibequatsch hat! Sehr sympathisch!

    Zitat

    früher wurden eltern in der familie gepflegt, sozusagen kostenfrei

    Hier haben wir wieder das Problem mit der Familie: Früher waren die Familien größer, die Belastungen, die sich durch die Betreuung alter oder die Pflege kranker Menschen ergab, konnte auf mehr Familienmitglieder verteilen. Heute, bei Familen mit ein, höchstens zwei Kindern, bei denen beide Eltern womöglich noch arbeiten müssen, weil ein Einkommen nicht mehr reicht, ist dies nicht praktikabel.

    Aus meiner Berufserfahrung ist mir bekannt, daß durchaus etliche Menschen ihre Angehörigen in der Familie pflegen möchten, sich dabei dann aber oftmals übernehmen. Mit Drei- oder Vier-Personen-Familien geht das halt oftmals wirklich nicht! Aber wie sollen wir die Familienstrukturen denn ändern? Das fängt doch schon bei der Wohnung an: Viele Vermieter haben ihre Probleme mit Kindern. Und ein eigenes Haus? Viele Grundstücke kosten heute soviel, wie vor 20 Jahren das gleiche Grundstück plus Haus. Wieviele Leute sind arbeitslos? Können die sich eine Familienplanung mit vier, fünf Kindern leisten? Und wenn beide Elternteile arbeiten, wer kümmert sich dann um die Kinder? Kindertagesstätten sind rar. Und, und, und ...

    Wer will es ändern? Wir können hier, am Arbeitsplatz, am Stammtisch viel diskutieren, die Entscheidungen treffen unsere Politiker. Wir sind letztlich kleine Würstchen, die nichts zu melden haben. Und falls jetzt jemand mit dem Satz kommt, "ja geh´ doch in die Politik", dem möchte ich erwiedern: Versuch doch alleine mal am Arbeitsplatz eine Änderung zu erreichen und Du wirst merken, wie das mit der Politik ist. :face_with_rolling_eyes:

    Ich gestehe zu, daß es sicherlich schwieriger ist, einen Staat zu führen, als Monopoly oder Civilization zu spielen, aber so kann es nun nicht mehr lange weitergehen!

    Und bevor ich jetzt völlig depressiv werde und mich in meiner 112-Liter-Pfütze ertränke, hock ich mich jetzt vor die Glotze :frowning_face:

    Gruß,

    Michael

  • Zitat

    Da könnte ich doch glatt zarte Bande knüpfen...

    Ich dachte, Kuppelei sei verboten? :grinning_squinting_face:

    Zitat

    Nur meine ich, wenn dann später automatisch der Gedanke an die Leistung der Allgemeinheit aufkommt, für den Unterhalt im Alter zu sorgen, läuft gewaltig was schief.

    Also ich zweifle ja schon seit langem daran, daß unser Rentensystem solange leben wird wie ich. Ein wichtiges Indiz ist ja das ganze Tamtam um die "Riester-Rente". Da hab ich schon mal angefangen, einiges beiseite und gewinnbringend anzuzulegen (dabei hilft das Wohnen bei Papi und Mami ja auch etwas :D). Ich bin trotzdem nicht der Sparsamste, aber ich denke, daß ich mit dem was ich auf "der hohen Kante" habe und was jährlich dazukommt, schon vieles für eine private Rente tue.

    Zitat

    Das selbe gilt natürlich auch für Beamten, verbeamtete Lehrer usw.

    Eins meiner Lieblingsthemen!

    Gruß,

    Michael

  • Zitat

    Das selbe gilt natürlich auch für Beamten, verbeamtete Lehrer usw.

    Eins meiner Lieblingsthemen!

    Gruß,

    Michael[/quote]

    :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: siehste, so weit sind wir gedanklich nicht auseinander...;
    aber ich bin jetzt still :smiling_face_with_sunglasses:
    Sers Stefan

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Michael Riediger

    Ich gestehe zu, daß es sicherlich schwieriger ist, einen Staat zu führen, als Monopoly oder Civilization zu spielen, aber so kann es nun nicht mehr lange weitergehen!

    hai michael,

    nun, da wir in einer gesellschaft leben, in der zurückliegende vergleiche
    als überholt gelten und immer nur die neuesten errungenschaften als machbar und lebenswert angesehen werden, wird sich an vielen dingen nichts ändern.

    erst wenn mal in erwägung gezogen wird, dass evtl. das system versagt hat und man mal zurückschaut, um zu erkunden, warum manches früher besser, einfacher und evtl lebenswerter war ( und kostengünstiger) werden sich dinge bewegen.

    wo steht es im buche des lebens geschrieben, dass man in 35 stunden fertig zu sein hat, seinen lebensunterhalt zu verdienen? warum kann ein arbeitstag nicht aus zwei jobs bestehen? was ist verwerflich daran, 48 stunden zu arbeiten, wenn 35 nicht ausreichen?

    der vergleich mit den grundstücken/häusern war schon gut - früher war ein deutsches einfamilienhaus ohne keller nicht denkbar - heute kann man kaum ein haus ohne keller finanzieren.

    es rennen mehr staatlich anerkannte sachverständige auf den baustellen herum, um gesetzliche vorschriften zu kontrolieren, als handwerker...

    aber eine positive zukunftsplanung der bürokratie ist aber doch hervorzuheben: der bau von fahrradwegen in weiser voraussicht, dass
    aus geldmangel viele menschen in ein paar jahren wieder nur mit dem fahrrad unterwegs sind - dann regelt sich das auch mit der luftverschmutzung wie von selbst....

    oder mit der dortmunder komunalpolitik zu sprechen: das geplante radwegenetzt wird trotzt mooslosigkeit weitergebaut,( egal was es kostet und ob in unseren schulen der putz von den wänden bröckelt...anmerkung des schreibers.)

  • Zitat

    hai michael,

    Michael Stier, nicht Hai :grinning_squinting_face:

    Zitat

    nun, da wir in einer gesellschaft leben, in der zurückliegende vergleiche als überholt gelten und immer nur die neuesten errungenschaften als machbar und lebenswert angesehen werden, wird sich an vielen dingen nichts ändern.

    Aus der Vergangenheit lernen und es mit modernen Mittel versuchen besser zu machen wäre ein interessanter Denkansatz.

    Zitat

    wo steht es im buche des lebens geschrieben, dass man in 35 stunden fertig zu sein hat, seinen lebensunterhalt zu verdienen? warum kann ein arbeitstag nicht aus zwei jobs bestehen? was ist verwerflich daran, 48 stunden zu arbeiten, wenn 35 nicht ausreichen?

    Da hast Du mich mißverstanden! Das war kein Vorwurf an die Familien, daß war eine Kritik an unserer Wirtschaft und der Arbeitsmarktsituation, die viele Familien zu zwei Jobs (und mehr) zwingt.

    Zitat

    der vergleich mit den grundstücken/häusern war schon gut - früher war ein deutsches einfamilienhaus ohne keller nicht denkbar - heute kann man kaum ein haus ohne keller finanzieren.

    Das war kein Vergleich, ich meinte das wirklich praktisch: Ein Wohnung zu mieten ist für Familien mit Kindern manchmal so gut wie unmöglich, weil viele Vermieter etwas gegen Kinder haben. Und ein Haus zu bauen/kaufen ist bei heutigen Preislagen nicht so einfach, und wenn, dann sind das oft kinderfeindliche Reihenhäuser mit 20 qm "Garten".

    Apropos Dortmund: Steht die Reinoldi-Kirche noch? Mich hat als Kind immer die große Glocke davor so fasziniert.

    Gruß,

    Michael

  • stier michael,


    ja, glocke ist noch da!


    dass du eine mehrjobtätigkeit als zwang siehst, meine ich ja mit meiner kritik.

    sollten wir nicht sagen, es ist luxus und überheblich, nur mit einem job in 35 stunden den lebensunterhalt für die familie verdienen zu wollen?

    in der christlichen und ich denke auch in anderen religionen, die ja prinzipiell am aufbau der zivilisationen mitbeteiligt waren, ist müssigkeit
    kein angestrebtes ziel.

  • Hallo Joe!

    Zitat

    sollten wir nicht sagen, es ist luxus und überheblich, nur mit einem job in 35 stunden den lebensunterhalt für die familie verdienen zu wollen?

    Jein! Ich weiß aus meiner eigenen Jugend, daß wenn Vater und Mutter arbeiten, und das ggf. zu unterschiedlichen Zeiten, und beide Kinder durch den Altersunterschied auch unterschiedliche Tagesabläufe haben, es zu Störungen im familiären Zusammenleben bzw. bei der Koordination der Zeitabläufe kommen kann. Unserer Familie wäre es nicht möglich gewesen, die kranke Großmutter zu pflegen.

    Natürlich kann es auch klappen mit zwei Jobs (auch mit schwierigen Arbeitszeiten) und Kindern (und Oma). Aber ich denke prinzipiell wäre es zu begrüßen, wenn Eltern mehr Zeit für ihre Kinder hätten (es also mit vielleicht einem Job ginge. Ich denke daß die Probleme vieler Jugendlichen heute daher rühren, daß ihre Eltern für sie nicht genügend Zeit aufbringen können (natürlich gibst sicherlich auch Eltern, die daran nicht interessiert sind :()

    Gruß,

    Michael

  • Hallo Stefan,

    Zitat

    Original von Stefan C.Rentenzahler sind nur als gemischtes Doppel aufziehbar... oder Jungs; ich bin mit einem Weiberhaushalt einschl. Hund gestraft...

    wo haste denn das her? Also zwei Jungs plus einem ganz Grossen ist wirklich nicht gerade ein Zuckerschlecken :grinning_squinting_face:

    Viele Grüsse Kathrin

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  • Zitat

    Original von Michael Riediger
    Ich denke daß die Probleme vieler Jugendlichen heute daher rühren, daß ihre Eltern für sie nicht genügend Zeit aufbringen können (natürlich gibst sicherlich auch Eltern, die daran nicht interessiert sind :()

    ...

    ich denke, dass unsere einstellung zum kindsein, also keine verantwortung und nur spielen zu müssen, das grundübel ist.

    frühzeitig in verantwortungen hereinzuwachsen, und selbst wenns nur tägliche hilfe beim spülen im haushalt ist, ist sinnvoller als verbotene kinderarbeit zu wittern, wenn der halbwüchsige mal ne halbe stunde zu lange das käseblättchen für die gemeinde rumträgt.

    selbstvertständlich ist das verbringen von genügend zeit mit den ablegern der familie eine weitere grundvoraussetzung zur vermeidung von problemen.

    das schlimme der jetzigen zeit ist die perspektivlosigkeit.

    schon jetzt weis man, dass alle sogenannten reformen sich kurzfristig selbst überholen.

    das leben ist für viele überhaupt nicht mehr planbar.

    und mit einer solchen planlosigkeit müssen wir erst umzugehen lernen.

    als junger mensch der früheren tage 'auffe zeche' gehen zu müssen, war auf der einen art recht perspektivlos, aber es sicherte den geregelten ablauf des daseins.

    der bessere job heutzutage ist u.u. genauso perspektivlos, da keiner mehr abschätzen kann, ob er den auch in zwei jahren noch innehat.

    haben wir unser leben tatsächlich verbessert?

    gute nacht für heute,

    joe

  • Zitat

    Original von Joe
    sind die verantwortlichen zu blöde, um unser system auf zukunft gerichtet zu lenken und zu planen oder verbringen sie ihre zeit mit nutzlosen, überflüssigen und kostentreibenden erfindungen wie die rechtschreibreform?


    Hi Joe,
    nicht nur die Politiker. Immer häufiger kommt in der Presse bei Vorfällen mit straffälligen Jugendlichen (oder Straftaten in der Schule) der Vorwurf die Schule hat versagt. Aber soll nicht die Schule den Kindern das Wissen beibringen und für die Erziehung sind die Eltern zuständig ? In der heutigen Zeit steht halt das Geldverdiehnen im Vordergrund und fürs Versagen wird dann ein Schuldiger gesucht.
    Mir langt es immer wenn ich sehe wieviele 10-13jährige Kinder sich nachts bis 01:00 in unserer U-Bahn rumtreiben. Hier sind die späteren Verliehrer am Arbeitsmarkt schon vorprogrammiert. Aber sicherlich läßt sicjh dann jemand finden der daran schuld hat. :angry_face:

    45 Std. Arbeit statt 35 Std. :confused_face: Du hast aber schon lange keinen Job mit körperlicher Arbeit (Handwerk) verrichtet. :grinning_squinting_face: Hier gilt eigentlich die 38,5 Std Woche. In dieser Zeit hat ein Arbeiter heutzutage mehr geleistet als vorher in 42 Std. Er ist am Wochenende einfach ausgelaugt. Die Zeitvorgaben der Autohersteller z.B. wurden in den letzten 20 Jahren drastisch gekürzt. Hier muß der Arbeiter in 8 Std. mehr Leistung bringen als vorher in 10 Std.. In anderen Handwerksbereichen sieht es sicherlich ähnlich aus. Dann redest Du von Müssiggang?
    Hatten eigentlich in Handwerk, Gastronomie und Einzelhandel die teils drastischen Euro-Preiserhöhungen auch Auswirkungen auf die Löhne der Angestellten? Wer steckt sich denn dann das Geld in die Tasche?

    Einmal editiert, zuletzt von KS (4. November 2003 um 00:07)

  • @ Bernd L.

    Was heißt hier Gewerkschafter? Ich bin Mitarbeiter im Controlling und das macht mich nicht zum Arbeitgeber, auch wenn ich sehr eng mit der GF zusammenarbeite.

    Ist doch klar was glaubst du wieviele Unternehmen die Preise senken würden wenn sie Personlakosten einsparen könnten? Keine den die Presie werden schon lange nicht mehr über die Herstellkosten ermittellt sondern über die am Markt vorherschende Konkurenz, oder glaubst du das BMW die Preise auch nur 1 € senken würde? Die eingesparten Personlakosten werden den Gewinn und somit die Dividende erhöhen, was wiederum dem Shareholder zu gute kommt, was zu steigenden Aktienkursen führt und darum geht es den Firmen Heute. Und dies ist die Folge aus der Globalisierung.

    Wenn nun die Unternehmen nicht die Preise senken werden und stattdessen ihren Gewinn vergrößern, können die Unternehmen natütrlich auch nicht mehr Verkaufen. Oder glaubst du wenn die Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden erhöht wird wird BMW um beim Beispiel zu bleiben auch nur einen 7er mehr Produzieren?? Wer soll ihn den Kaufen wenn der Preis nicht gesenkt wird? Mehr Arbeitszeit ohne Lohnanpassung führt nicht zu mehr Konsum und somit auch nicht zu mehr Produktion. Also was ist der Umkehrschluss wenn BMW genausoviele BMW's verkauft wie vorher aber die Mitabeiter pro Kopf 5 Stunden länger Arbeiten würden. Die Produktivität je Mitarbeiter würde in den Keller gehen. Und die Produktionskosten pro Stück würden sich nicht verändern. Da die Personlakosten Absolut nicht sinken sondern nur pro Stunde und dies wird durch die sinkende Produktivität pro Stunde kompensiert. Eine Absolute Einsparung von Personalkosten wäre nur durch Personalfreisetzung zu erreichen, was auch die senkung der Produktivität kompesnieren würde. Oder glaubst du BMW würde ein sinken der Produktivirät je Mitarbeiter bei konstanten absololuten Personalkosten in aktzeptieren.

    Du führst an das eine Arbeitszeit kürzung zu einer vermehrten Technisierung von Fertigungsprozessen geführt hat und nicht zu mehr Arbeit. Aber es ist doch ein trugschluss das wenn die Arbeitszeit um 5 Stunden angehoben wird das die Preise sinken das impliziert ja das die Unternehmen ihre Preise an den Stückkosten orientieren und das ihre Maschienen voll ausgelastet sind, denn sonst könnten die Unternehmen ja jederzeit die Preise senken und mehr Stück produzieren und verkaufen das senkt die Stückkosten und somit auch die Lohnkosten je Stück, aber dies passiert ja gerade nicht, bevor die Unternehmen die Preise senken um ihren Absatz zu erhöhen und die Maschienen auszulasten wird lieber kurzarbeit verordnet.

    BMW könnte jederzeit mehr Autos produzieren als sie es tun ohne einen Man mehr einzustellen, die meisten Unternehmen arbeiten Heutzutage weit unter der Kapazitätsgrenze. Warum senkt BMW nicht die Preise und verkauft mehr Autos, senkt somit die Fixen Stückkosten wie eben Personlakosten und lastet die Maschienen besser aus, was zu sinkenden Personalkosten je Stück, aber eben dies Passiert ja nicht, es wird lieber personla freigestzt als die Preise zu senken und wenn jetzt alle mehr Arbeiten, aber niemand die Preise senkt und somit auch nicht mehr verkauft wird jede menge Personal freigestzt. Die Unternehmen verkaufen Ihre Produkte so teuer wie möglich und es der Markt erlaubt nicht so günstig wie es die Produktionskosten erlauben.

  • Hallo Marc!

    Ganz so wie du schreibst ist es nicht.

    Du hast Recht: Den Preis eines Produktes bestimmt nicht die Geschäftsleitung sondern einzig der Markt. Teuer = kein Absatz, Billig = es wird verkauft. Aber wer ist der Shareholder? Hauptsächlich sind es große Pensionsfonds oder Versicherungen. Wenn die gut verdienen haben auch die Pensionisten mehr Geld, dies wandert dann wieder in den Konsum. Unser Problem ist ein anderes. Die Wahlversprechen von gestern sind die Steuern und Kürzungen von heute. Auch Arbeitszeitverkürzungen haben diesen Effekt. Glaubt wirklich jemand, daß eine Volkswirtschaft mehr verbrauchen kann als produziert wird, nur weil irgend welche Politiker dies versprechen. Durch die höhere Lebenserwartung ist der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar.Schweden war Vorreiter als Sozialstaat,und hat den Weg zurück schon angetreten, mit allen schmerzlichen Nebenwirkungen.Deutschland und Österreich werden diesen Weg auch gehen (müssen). Noch was zu den Politikern: Die Futterkrippen bleiben, nur die Schweine davor werden ausgetauscht. Das nennt man dann Wahlen.

    Gruß

    Aquarius

  • Hi,

    Zitat

    Durch die höhere Lebenserwartung ist der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar.

    Dies impliziert, dass das menschliche Leben unendlich verlängert werden kann. Sonst ist dies nur ein vorübergehender Prozess, der einfach durchgestanden werden muss. Der gleiche Denkfehler liegt in dem Argument, der Staat vergreist, weil die Leutz keine Kinder mehr kriegen. Entweder es handelt sich um ein kurzfristiges Problem, oder die Deutschen sterben aus. Anders ist eine Vergreisung der Gesellschaft nicht möglich. Und ich glaube weder, dass dieser Staat bald menschenleer sein wird, noch dass die Menschen viele hundert Jahre alt werden können.

    Viele Grüße
    Hanno

  • Marc P.,

    du gehst in deinem Beispiel von einem Nobelhersteller (BMW) mit einem Luxusprodukt (7er) aus. In dem Fall macht das dargestellte Szenario sicher Sinn. BMW hat daran dicke Margen, und das Produkt ist nicht so sehr preissensitiv.

    Aber du brauchst nur mal den kleinen Zulieferer anschaun, der irgendwelche pofligen Teile fräst und bei dünnen Margen immer noch starkem Preisdruck ausgesetzt ist. Oder ganz andere Industrien wie Möbel, Lebensmittel oder Textil. Produkte, die einigermaßen arbeitsintensiv sind, lassen sich in Deutschland nur noch schwer produzieren. Darum geht's.

    Gruß

  • Eine erhöhung der Arbeitszeit bewirkt ein sinken der Stundenlöhne, man könnte also glauben die Arbeit wird günstiger. Aber wenn ein Unternehmen nicht mehr Produziert, weil es nicht mehr verkaufen kann als es das schon tut, dann sinken trotz sinkender Stundenlöhne die Lohnkosten pro Stück nicht. Das einzige was passiert ist das die Produktivität sinkt.

    Das ist wohl unumstritten.

    Also bleiben 2 möglichkeiten.

    1. Man senkt die Lohnkosten je Stück in dem man Personal freisetzt um die Produktivität bei sinkenden Stundenlöhne konstant zu halten. Einfache rechnung.

    2. Man produziert mehr. Was impliziert das das Unternhemen mehr Verkaufen kann und seinen Marktanteil vergrössert. Wir reden hier aber nicht von einem Unternehmen sondern von allen. Wenn alle ihre Preise senken würden was nicht passiert, dann wäre das gut für den Verbraucher und vieleicht nur vieleicht wird das mehr an Geld das dem Verbraucher bleibt dann nicht gespart sondern wieder zu Konsumzwecken genutz. Die andere möglichkeit ist der Export aber bei steigenden € Wechselkursen sehr unwarscheinlich.

    Eins sehe ich was unsere Politiker ausser acht lassen. Wenn jetzt plötzlich mehr gearbeitet wird für das gleiche Geld und der lang erwartete Aufschwung einsetzt, werden die Unternhemen keine Mitarbeiter einstellen, denn die Unternehmen haben ja jetzt aufgrund der kostenlosen mehrabreit noch Kapazitäten frei. Also entweder werden Leute entlassen wenn die Konjunktur schlecht bleibt oder es werden keine neuen eingestellt wenn der Aufschwung kommt.

    @ Aquarius

    Die Shareholder sind die Banken und damit Versicherungen. Den Versicherungen und den Banken gehört das Land.

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