• Hallo Zusammen!
    Nach einigen Erfahrungen durch diverse Beckenstarts, und aber auch durch das Lesen und Hören anderer Aquarianer, ist es ziemlich auffällig, dass der Magnesiumgehalt zu Anfang eines Beckenlebens erheblich sinkt.
    Nachdem dann der Magnesiumwert via Ballingsalz wieder auf das Optimum angehoben wird/wurde, bleibt er stabil und diesbezüglich muss im weiteren Beckenbetrieb nicht mehr nachdosiert werden.
    Kann mir jemand diesen Effekt erklären?

    LG
    Dirk

  • Hallo Dirk,

    vielleicht kommt noch hinzu, dass die Kalkrotalgen zu Beginn besonders üppig wachsen, solange sie noch Platz haben, um sich auszubreiten.

    Grüße
    Ingrid

  • Ich habe mich auch gewundert, als ich das Buch Meeresaquaristik von Dieter Brockmann gelesen habe. Im Kapitel optimale Wasserparameter geht e auf den Magnesium Wert gar nicht ein. Da die Skelette von Korallen zu fast 100% aus Kalciumverbindungen bestehen, sollte das absinken des Mg im Wasser doch gar keine Folgen haben.

    Gruß Sebastian

  • Hallo Dirk,
    Magnesium musste ich noch nie dosieren, weder am Anfang noch im laufenden Betrieb. Vieleicht bist du nur mit einem magnesiumarmen Salz gestartet?
    Billige Salze haben manchmal weniger Magnesium.

    Grüße
    Lutz

  • Hallo Reinhard,

    hat denn schon mal jemand getestet, wie tief Magnesium absinken muss, bis Calcium messbar ausfällt?

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Reinhard,

    hat denn schon mal jemand getestet, wie tief Magnesium absinken muss, bis Calcium messbar ausfällt?

    Grüße
    Ingrid

    Hallo Ingrid!

    Habe etwas von unter 1100 im Kopf. Aber an die Quelle kann ich mich nicht mehr erinnern.
    Aber da sind sicher auch noch andere Mitspieler beteiligt. Salinität, KH, Kalium, PO, .....

  • Da die Skelette von Korallen zu fast 100% aus Kalciumverbindungen bestehen


    Hallo Sebastian

    Das mag bei Steinkorallen so sein, aber z.B. bei Gorgonien besteht im Durchschnitt das Trockengewicht aus 5% Magnesium.

    Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
    Ich entscheide mich für den Mut.

    Gruß Harald

  • Hallo,

    betrifft das nur Becken die überwiegend mit Riffkeramik gestartet wurden, oder auch Becken, die komplett mit LG gestaltet wurden?

    Ich habe ausschließlich LG als Riff verbaut und ich konnte diesen Mg-Abfall nicht beobachten. Habe auch noch nie nachdosiert und der Wert lag immer zwischen 1300-1440 mg/l.

    5 Wochen nach dem Start mit LG lag der Wert bei 1440 mg/l.

    Gruß Axel

    Immer schön locker bleiben!

  • Das gute alte Magnesium, ein unerschöpflicher Hort der Legendenbildung :smiling_face:

    Die am stärksten Magnesium verbrauchenden Organismen im Aquarium, die Kalkalgen,
    enthalten 2 - 8% Magnesium. Um 100 Gramm Magnesium zu verbrauchen, müssten
    folglich 2 Kilogramm Kalkalgen wachsen.

    Die Stabilisierungswirkung des Magnesiums ist relativ gering, ich hatte es im
    Ratgeber Meerwasserchemie mal vorgerechnet: Fällt der Mg-Gehalt von
    1292 auf 1052 mg/l, dann erhöht sich die Aragonit-Übersättigung von
    5,49 auf 5,88-fach. Das ist normalerweise noch kein Grund für das Aragonit,
    um auszufallen.

    Schnecken verbrauchen auch Magnesium, ähnlich wie Kalkalgen. Wer also
    mehrere ausgewachsene Tritonshörner im Becken hat, muss ordentlich nachdosieren.

    Und Gorgonien und Weichkorallen enthalten ebenfalls Magnesium, bis zu 4%,
    aber vom Trockengewicht!

    Die häufigste Ursache für niedrigen Magnesiumgehalt im Wasser bleiben
    weiterhin magnesiumarme Salzmischungen.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    danke für Deine genaue Erklärung.

    Dein Buch habe ich mir bereits bestellt und morgen wird es wohl bei mir ankommen. :smiling_face:

    Lektüre für den Urlaub. Wahrscheinlich raucht mir der Kopf, wenn ich das Buch durch habe. :grinning_squinting_face:

    Gruß Axel

    Immer schön locker bleiben!

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