Gruppe Macropharyngodon meleagris halten

  • Nach folgenden Video entstand bei mir auch der Wunsch Macropharyngodon in der Gruppe zu halten.


    A 'Leap' of Leopard Wrasse (Macropharyngodon mele…:

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    Meine Frage könnte es in Zukunft Probleme geben? Ist das gezeigte verhalten auch auf andere Macropharyngodon Arten übertragbar?

    Leider findet man zur Gruppehaltung nichts im Lex.

    Fressen Macropharyngodon Arten auch Turbellarien ?

    Gruß Torben

    2 Mal editiert, zuletzt von Torben (26. August 2014 um 22:48)

  • Meinst Du den meleagris?
    Im Video ist der bipartitus.

    Ist tatsächlich ein traumhafter Anblick, aber ich halte das Video eher für einen Werbegag.
    Die sehen noch sehr jung aus, ich kann mir nicht vorstellen, daß sie als adulte Tiere immer noch in einer Gruppe unterwegs sind (vielleicht täusche ich mich, kenne diesen Lippfisch nicht).

    Ich persönlich habe mich gegen ihn entschieden, weil mir zu viele "Horrorstorys" kursieren und ich meine Krabbeltiere (Garnelen etc) gern habe, da wollte ich nicht das Risiko eingehen, daß dieser Lippfisch die irgendwann lecker findet.

    MfG
    Björn

    -------------------------------------------------------------
    Wisst ihr, was das tragische an Kanada ist?

    Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
    Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.

  • Hallo Torben,

    schau Dir mal diesen Bericht an. In der Tat ist eine Gruppenhaltung nicht unmöglich. Nicht nur dieser Autor weist darauf hin, sondern bei fishbase u. a. wird diese Möglichkeit ebenso angesprochen.
    Ebenso kannst Du bei R.H.Kuiter folgendes nachlesen: "Am besten ist es, mit der Pflege einer Gruppe von Jungfischen zu beginnen. Im Laufe der Entwicklung wird ein Tier zum Männchen werden.
    Setzt man neue Tiere zu bereits eingewöhnten hinzu, können Kämpfe die Folge sein, besonders wenn ein dominantes Männchen im Aquarium lebt." Zitat Ende.
    Etwas anderes hätte mich auch gewundert. bei mir schwammen damals auch ein Männchen mit 2 Weibern.
    Diese kleinste Gruppe hatte ich bei einem Händler zusammen erstanden. Leider bekam das 2. Weibchen nach ein paar Wochen ein Geschwür, an dem es später einging. Voraussetzung scheint immer ein
    dominantes Männchen zu sein oder man beginnt mit juvenilen Tieren, die ja erst einmal allesamt weiblich sind. Ob der komplette Harem dann in der Zukunft mit dem in den eigenen Reihen sich durch-
    setzenden Männchen zusammenbleibt, das muss man sowieso erst herausfinden. Ist aber auch ein spannender Vorgang. Absonderungen vereinzelter Tiere kann es immer geben. Es gibt sicher
    kompliziertere Lippfische. Einen Versuch würde ich allemal starten. Hauptsache, das Becken ist groß genug und hat eine schöne Sandzone.

    http://reefkeeping.com/issues/2002-07/hcs3/

    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo hajo

    Meinst du damit nur den meleagris oder alle Arten von Macropharyngodon?

    Das wäre eine tolle Sache. Wie viele würdest du versuchen. Ich hätte an fünf gedacht! ?


    Gruß Torben

  • Hallo Torben,

    Laut Kuiter gilt das fuer alle Macropharyngodon-Arten. Gleichermassen wird das bei einigen Beschreibungen einzelner Macropharyngodon-Arten auf einigen amerikanischen Seiten bestaetigt. Ich habe diesbezueglich keinen Bericht gefunden, der das widerlegt. Auch denke ich, es haben sich auch noch nicht so viele Aquarianer daran versucht. Ich wuerde mir,
    falls ich keine komplette Gruppe bekommen wuerde, 5 juvenile Exemplare einsetzen. Dann abwarten.
    Gruss
    Hajo

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  • Die Vermutung ist das alle Lippfische einen Alter bedingten, zwingenden Geschlechtswechsel vom Weibchen zum Männchen machen müssen. Zumindest bei den Arten die im Harem verband leben wird dies von AQ Beobachtungen gestützt.

    Daher ist es keine gute Idee mit einer Gruppe gleich alter Tiere zu starten ! Besser ist es ein adultes Männchen zu finden und dem unterschiedlich alte / große Weibchen bzw Jungtiere dazu zusetzen. Das dürfte den Prozess so lange we möglich hin ziehen.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    Solange der aggressive Druck des dominanten Maennchens auf die Weibchen anhaelt, wird es eine Haremsstrucktur bleiben. Durch Nachlassen des Druckes wird es zu einer Aenderung der Rangordnung kommen. Dann wird oft das ranghoechste Weibchen das Kommando uebernehmen. Mit all der ueblichen Hackordnung.
    Gruss
    Hajo

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  • Hallo @ all

    Hört sich für den Laien beides logisch an. Hier müßten Peter und hajo nochmal ins Gericht :smiling_face:

    Außerdem ist für mich die Frage dann noch nicht geklärt ob die Macropharyngodon Arten auch Turbellarien verspeisen. Ansonsten müßte ich noch zwei Kanarienlippfische einsetzen. Verstehen sich diese Gattungen untereinander?

    Gruß Torben

  • Der Chrysus ignoriert andere Gattungen.
    Als ich zwei Anampses eingesetzt habe (zu einem ausgewachsenen Chrysus) hat er sie nur kurz neugierig begrüsst, seitdem sind sie Luft für ihn.
    H. Chrysus ist sehr friedlich.

    MfG
    Björn

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  • Wäre mir nicht bekannt, noch nix drüber gelesen (aber ich bin auch kein Maßstab :)).
    Brostenwürmer wird er aber wohl fressen.

    MfG
    Björn

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  • Hallo Torben,

    Ich werd den Teufel tun und mich mit Peter streiten. :grinning_squinting_face: Aber um die festgekloppten Haremsstrukturen kommt er nicht herum. Wie sich das dann in der Aquarienhaltung darstellt, ist ein anderes Kapitel. Peter geht davon aus, dass es einen Vorteil bringt, eine perfekte Gruppe einzusetzen. Dem stimme ich ohne weiteres zu, setze aber voraus, dass diese Gruppe auch beschaffber ist. Was meist nicht der Fall ist. Also wird man sich, so das Interesse weiter besteht, auf juvenile Tiere (Weibchen) beschraenken muessen. Da dies nach meinen Erfahrungen der Normalfall ist, habe ich es auch als eine weitere praktikable Moeglichkeit angesehen. Macropharyngodon als Tubellarienvertilger? Schau Dir die Zaehne an. So etwas frisst bevorzugt hartschaliges Getier.
    Gruss
    Hajo

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  • Solange der aggressive Druck des dominanten Maennchens auf die Weibchen anhaelt, wird es eine Haremsstrucktur bleiben. Durch Nachlassen des Druckes wird es zu einer Aenderung der Rangordnung kommen. Dann wird oft das ranghoechste Weibchen das Kommando uebernehmen. Mit all der ueblichen Hackordnung.

    hi hajo,

    nö.

    das würde ja bedeuten, dass das ranghöchste weibchen das amtierende männchen rausschmeissen würde/müsste.

    hab ich noch nie so erlebt oder davon gehört.

    es verabschiedet sich immer das größte weibchen zuerst.

    ober meinst du den fall, dass das männchen rausgefangen wird o. äh.?

  • Hallo Joe,

    Ich meine damit, dass es in der Natur oder auch anderswo Situationen gibt, die es den ranghoechsten Weibchen ermoeglichen, sich als dominante Maennchen zu entwickeln. Ich meine hiermit entweder altersbedingte "Umstrukturierung", Krankheit oder Wegfrass durch Fressfeinde. Es stehen immer die ranghoechsten Weibchen auf Abruf bereit.
    Gruss
    Hajo

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  • Es stehen immer die ranghoechsten Weibchen auf Abruf bereit.

    moin hajo,

    das schon.

    nur im gegensatz zu amphiprions, wo das dominante weibchen die umwandlung der männchen bis zum sanktnimmerleinstag verhindert, ist m. e. die umwandlung bei lippiis zwanghaft und nicht zu vermeiden.

  • Hallo Joe,

    Ich zitiere einmal Kuiter:
    "Ueblicherweise entstehen die Maennchen aus geschlechtsreifen Weibchen. Wenn ein Maennchen ausfaellt, das eine Gruppe von Weibchen als Harem dominiert, wird sich eines der kraeftigsten Weibchen zum Maennchen umwandeln. Bei manchen Arten gibt es jedoch auch Maennchen, die bereits mit diesem Geschlecht geboren wurden. Man spricht von Primaer-und Sekundaer-Maennchen.........
    Man sollte eine kleine Gruppe einer Art pflegen und der Versuchung widerstehen, mehr als ein Maennchen zu pflegen. Am besten werden die Tiere gleichzeitig in das Aquarium gesetzt. Da sich die Maennchen aus den Weibchen entwickeln, (jetzt kommt‘s!) ist es noch besser, mit einer Gruppe junger Fische zu beginnen." Zitat Ende.
    Hajos Meinung:
    Es macht schier keinen Sinn, wenn alle Weibchen Maennchen werden muessen. Sie koennen es unter bestimmten Gegebenheiten natuerlich. Die Weibchen sind so angelegt. Aber mit der Behauptung "muessen" kann ich, allein wegen der Fortpflanzung nichts anfangen. Das wuerde ja bedeuten, dass bei einer angenommenen Langlebigkeit der Fische, bald nur noch Maennchen vorhanden waeren. Wo bleibt denn da die Reproduktion? Dass Aquarienbeobachtungen diese Eigenart widerlegen koennen, ist moeglich. Das ist aber eine andere Situation, bzw. das natuerliche Verhalten kann da bereits gestoert sein. Ein traeges Maennchen laeuft da immer in Gefahr vom ranghoechsten Weibchen vertrieben zu werden. Diesen Vorgang habe ich schon mehrfach beobachten koennen. Solide Gruppenhaltung allerdings auch.
    Ich moechte mich keineswegs bei diesem Thema festbeissen. Wer etwas anderes (belegbares) auf den Tisch legen kann, das den mir bekannten Thesen widerspricht, dem waere ich sehr dankbar, denn dann koennten in diesem Zusammenhang einige Seiten Fachliteratur auch gleich revidiert werden.
    Gruss
    Hajo9

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  • . Das wuerde ja bedeuten, dass bei einer angenommenen Langlebigkeit der Fische, bald nur noch Maennchen vorhanden waeren. Wo bleibt denn da die Reproduktion? Dass Aquarienbeobachtungen diese Eigenart widerlegen koennen, ist moeglich.

    ja, wollte das auch mathematisch angehen...;-)

    u. u. sind unsere becken für weitreichende beobachtungen zu klein?

    aber selbst bei "nur" paarhaltung: das weibchen macht irgendwann den abflug.


    Bei kaudernis hiess es auch immer: nur 1 paar/becken möglich.

    und bei uns im verwinkelten 4500litertopf sind mehrere paare und sämtliche aufwuchsgrößen unterwegs....


  • Aehnlich, wie bei mir geschehen. Meine Mccoskerie-Weiber haben sich auch nach und nach verabschiedet. Keinesfalls aber durch den Druck des Maennchens oder durch Umwandlung. Nur sang-und klanglos in der Deko verschwunden. Ich schiebe es auf eine aquarienbedingte Stoerung des Zusammenlebens, eine Art Entwicklungshemmung in zu kleinen Becken. Bei genuegend grossen Becken duerfte das kein Thema mehr sein.
    Gruss
    Hajo

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  • Hallo zusammen,

    Weil das Thema Lippfische und die damit verbundene Aquarienhaltung sich immer wieder neu erfindet, möchte ich hiermit weitere Kommentare zur Diskussion stellen. Auch die Einschätzung der allseits geschätzten Fossa/Nielsen-Autoren weicht nicht von den hier erwähnten Mustern ab. Von Interesse sollte der Kommentar zum Labroides dimidiatus sein. Nach der landläufigen Meinung über die bekannten Sozialstrukturen der Lippfische läuft diese spezielle Tatsache nicht in der gewohnten Schiene.
    Der Abschnitt über den Blaukopf-Lippfisch erklärt in seiner ganzen Deutlichkeit das eigentliche Verhalten dieser Arten. Ausnahmen in dieser Familie sind Paargänger, wie der Napoleon-Lippfisch oder einige vermischte oder lose Haremsverbände, die es auch geben soll.
    Ein möglicher Weise a-typisches Verhalten in zu kleinen Aquarien hatte ich bereits angesprochen. Der Schlüssel hierfür würde mich sehr interessieren. Im Kern bleibt (salopp gesprochen) nur noch folgendes zu bemerken: Wenn das männliche Tier nicht immer "den Daumen drauf hat" , hat er das Nachsehen und muss in die zweite Reihe. Bestenfalls. :grinning_squinting_face:

    Zitate aus einigen wissenschaftlichen Beschreibungen:

    Many wrasses are organized into harem-based social systems and hermaphroditism is common (see Reproduction: Mating System)

    Sex change in wrasse is generally female-to-male, but experimental conditions have allowed for male-to-female sex change. Placing two male Labroides dimidiatus wrasses in the same tank will result in the smaller of the two becoming female again. Additionally, while the individual to change sex is generally the largest female, evidence also exists of the largest female instead "choosing" to remain female in situations in which she can maximize her evolutionary fitness by refraining from changing sex.

    Reproduction/Behavior
    Blue Headed Wrasses are protogynous (female first) sequential hemaphrodites. This means that when the secondary male in a community dies, the largest female changes into a male.

    Every afternoon, secondary males gather and wait for females to return from feeding (McIntyre). Terminal males are pair-spawning. They form “harems” and mate with only one female at a time. Secondary males experience huge breeding success. Estimates of breeding range from 25 times an afternoon (Deloach, 1995) to up to 40 times a day (Louch).
    Primary males have little breeding success. Instead of mating one-on-one, they release sperm into the water. They must either covertly spawn with a female or travel in gangs, hoping to catch a female outside the sight of a secondary male. Often, they gather immediately outside the spawning sites of the secondary males, hoping to sneak access to females (Warner).

    Habitat
    Once hatched, juvenile fish have to find protection. Coral reefs provide the perfect habitat for protection from predators, food, and reproductive practices.

    Breeding vs. Habitat
    The specifics of breeding are different on large reefs and on small reefs. The plethora of wrasses found on large reefs enables primary males to experience high breeding success. The secondary males are often distracted and not able to constantly monitor females. In extremely large reefs, where it becomes very hard for males to defend females, the proportion of primary males in a population can reach 50% and theamount of secondary males can be as low as 19%.
    On small and medium-sized reefs, there are fewer wrasses and primary males are very unlikely to have breeding success. Secondary males control all the favored breeding sites and monopolize mating (McIntyre). Consequently, the vast majority of wrasses are born female. However, Blue Headed Wrasses frequently experience socially controlled sex changes (Louch). When the secondary male dies or is removed, the largest wrasse (usually a female, but occasionally a primary male) begins changing color and within weeks, or even days, transforms completely into a secondary male (Deloach, 1995).

    Gruß
    Hajo

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    Einmal editiert, zuletzt von hajo (31. August 2014 um 18:24)

  • Hajo das war eine Menge Englisch :smiling_face:

    Aber ich glaube ich habe das Meiste verstanden. :thumbs_up:

    Wenn ich mir einen kleinbleibende Art Macropharyngodon aussuche ca 10 cm kann es da schon mit Lysmata amboinenses oder mit Thor amboinenses Probleme geben?

    Gruß Torben

    Einmal editiert, zuletzt von Torben (1. September 2014 um 20:13)

  • Hallo Torben,

    Keine Bange. Ich wuerde einmal sagen, alles unterhalb von Mysis-Groesse ist gefaehrdet. Die genannten Garnelen gehoeren nicht auf ihren Speisenplan. Mit kleineren Schnecken sollte man allerdings vorsichtig sein. Besser ist, ganz auf Schnecken zu verzichten. Selbst wenn grosse Schnecken vorhanden sind, wird deren Population bald weniger, da die kleinen Nachkommen sofort gefressen werden.
    Gruss
    Hajo

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  • Hallo Hajo

    ehrlich gesagt gefallen mir gerade die kleinen Schnecken nicht besonders gut. Beim Scheiben reinigen hört man diese mal gerne knirschen. Ich bekomme ein Kunstoffbecken und da möchte man dieses gar nicht.

    Gruß Torben

  • Hallo Torben,
    Dann passt es ja. :grinning_squinting_face: Hast Du Dir das mit dem Acrylbecken auch gut ueberlegt? Es hat zwar gewichtsmaessige Vorteile und eine optische Ueberlegenheit gegenueber Glasbecken. Aber ich kenne leider nur ueberwiegende Kritik bezueglich der mit Sicherheit auftretenden Kratzer.
    Gruss
    Hajo

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  • Hallo hajo

    Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Habe hier mit Naif und Millenniumpilot gesprochen die Beide so ein Becken haben. Außerdem habe ich den Unterschied bei Muscheln gesehen. Das war fantastisch. Ich bin mir der Problematik bewusst. Allerdings habe ich im Glas auch Kratzer die man nicht unter Wasser ausbessern kann.

    Ich bin trotzdem nicht blauäugig und sehe gewisse Probleme. Habe aber mit Lackierung unten bestellt damit ich mit dem Scheibenreiniger nicht in die Nähe des Sandes gelange.

    Mal schauen ich werde berichten. :grinning_squinting_face:

    Gruß Torben

  • Danke für den Hinweis mit den Schnecken, Hajo.
    Da muss ich wohl mal überlegen, ob ich nicht doch noch einen bipartitus ins Becken setze, obwohl ich den eigentlich gar nicht haben wollte...
    Aber ich weiß vor lauter Schnecken nicht mehr wohin.
    Die reduzieren meine Strömung schon um 25%, weil sie immer auf den Gittern sitzen...

    MfG
    Björn

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  • Hallo Björn,

    Der Erfolg wird umso grosser, je besser der tagaktive Lippfisch an die (meist) nachtaktiven Schnecken herankommt. Gewöhnlich untersuchen die Macros jeden Fleck im Riff, so dass bestimmt genügend Beute gemacht wird. Allerdings haben sie ein kleines Maul, daher stehen eher die kleinsten Schnecken bei ihnen auf dem Speisenplan. Wenn ich bei mir so ins Becken schaue, sehe ich selbst vormittags noch einige Schnecken an den Scheiben oder im Riff. Da ist der Macro schon längst wieder auf den Flossen. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

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  • Zum M. Bipartitus:

    Ich habe ihn jetzt seit rund 2 Wochen im Becken, noch recht klein (7-8cm).
    Seltsames Zusammentreffen: Nun habe ich keine Putzergarnelen mehr...

    Dies kann zwar noch folgende Ursachen haben:
    a) Nächtlicher Überfall durch Stenopus Hispidus, diese sind aktiver geworden seit ich die FroFu Mengen etwas reduziert habe. Die Stenopus sind bei mir aber eigentlich absolut friedlich.
    b) Altersschwäche. Werden ja angeblich nicht sehr alt, hatte meine nun rund ein Jahr.

    Ist aber sehr seltsam, habe den Bipartitus doch irgendwie in Verdacht.

    MfG
    Björn

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  • Hallo, Björn

    Vorneweg gesagt, es wäre einfacher für uns alle, wenn in den Diskussionen nicht immerfort die deutsche Bezeichnung genannt wird, sondern gleich der wissenschaftliche Name. :frowning_face: Unter „Putzergarnelen“ kann ich mir eine Menge vorstellen, oder auch gar nichts. Es erleichtert uns ungemein die Diskussion, wenn man gleich etwas auf den Punkt bringt. Das meine ich jetzt nicht nur hier im Speziellen, es gilt auch für weitere Diskussionen. Das aber nur am Rande. :smiling_face:
    Macropharyngodon-Arten habe ich IMMER mit Lysmata und Stenopus gehalten. Weder von mir, noch von anderen mir bekannten Aquarianern gab es in dieser Hinsicht negative Beobachtungen. Schau Dir doch einmal das kleine Maul an. Und dann eine ausgewachsene Lysmata! Das passt nicht zusammen. Alles, was die Größe einer Mysys übersteigt, ist kaum gefährdet. Wenn ich mich noch erinnere, wurde die kleine Mysys aufgenommen, durch das Becken getragen und oft sogar gegen einen Stein geschlagen. Sah immer so aus, wie ein hartes Stück Arbeit. Außerdem wird die putzende Truppe auch als solche erkannt. Ich hatte noch nicht einmal ein Problem mit Lienardella fasciata. Der suchte zwar wie ein Geier während der Häutungsphase die Höhlen ab, erwischte aber keine Garnele. Die ziehen sich wohlweislich in eine sichere Spalte zurück. Nach dem Häutungsprozess, bzw. Härtungsprozess des neuen Panzers, kehrte wieder Frieden ein. Nun ist ein Lienardella ein wesentliches Stück größer und zahntechnisch schwerer bestückt, als ein Macropharyngodon, aber selbst bei diesem Tier hatte ich keine Ausfälle. Allerdings hört man dann und wann auch etwas negatives. Ich tippe eher auf die Stenopus. Das Ärgernis ist mir bekannt. Allerdings begann die Ungeselligkeit nicht gleich von Anfang an. Erst lange Zeit Friede, Freude, Eierkuchen, auch zwei genügend weit entfernte Bereiche wurden besetzt, aber dann wurden nach Ablauf eines Jahres die Lsymata von Woche zu Woche weniger. Der Lienardella war´s nicht. Zu der Zeit war der nicht mehr im Becken. Es blieben also nur noch die Stenopus als Täter oder ein (un)natürliches Ableben.
    Gruß
    Hajo

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  • Lysmata A. waren es.

    Was mich an der Sache wundert:
    Die Lysmata schienen mir immer viel flinker zu sein als die Stenopus.
    Bei nächtlichen Beobachtungen sind die Stenopus den Lysmatas schon oft nahe gekommen. Die Lysmata sind immer "locker-flockig" weggehüpft, die Stenopus wirken viel schwerfälliger und haben auch nie die Verfolgung aufgenommen.

    Auffallend war, daß die Lysmatas ihre Taghöhle ungefähr zeitgleich mit dem Einsetzen des Bipartitus verlegt haben, direkt neben die Höhle der Stenopus.
    Außerdem waren sie sehr inaktiv und haben nicht wie sonst beim Füttern versucht, Futter aus dem Wasser zu schnappen.

    Deine Argumente klingen logisch. Ich füttere meine Fische auch gut und wüsste nicht, warum der Lippfisch sich die Mühe machen sollte, ausgewachsene Garnelen zu überwältigen.

    Vielleicht doch einfach Altersschwäche. Aber dann beide innerhalb einer Woche?
    Wohl doch Stenopus.
    Wie alt werden die eigentlich?
    Ihren Job - Leopardenstrudelwurm killen - scheinen sie erledigt zu haben.

    MfG
    Björn

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    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.

  • Hallo Björn,

    Die beobachtete Inaktivität lässt entweder auf eine gewisse Altersschwaeche oder auf eine aufkommende Häutung schliessen. Inn beiden Situationen sind die Garnelen stark eingeschränkt. Nach erfolgter Häutung ist der Panzer noch nicht ausgehärtet und sehr weich. Außerdem wird nachgesagt, dass frisch gehaeutete Garnelen besonders gut riechen. Das allein wäre schon einmal ein Argument für eine Attacke seitens der Stenopus.
    In meinem Becken hausen 1 Paar Stenopus tenuirostris. Ich habe sie vor 4 Jahren erworben. Damals in juvenilen Alter. Wenn man jetzt noch 1 weiteres Jahr drauf legt, sind die beiden Tiere ungefähr 5 Jahre alt. Die grossen Hispidus werden, so man sie gut pflegt, noch etwas alter.
    Gruss
    Hajo

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  • Hi Zusammen,

    Zitat

    nur im gegensatz zu amphiprions, wo das dominante weibchen die
    umwandlung der männchen bis zum sanktnimmerleinstag verhindert, ist m.
    e. die umwandlung bei lippiis zwanghaft und nicht zu vermeiden.

    Ich habe mir immer Lippfischpaare gewünscht und bei M. bipartitus ein deutlich größeres Tier und ein Tier unter 3 cm eingesetzt. Es war die große Liebe, es wurde täglich abgelaicht, doch nach 2,5 Jahren war Schluß mit Amore. Das Weibchen hat sich auch zum Männchen umgefärbt. Diese Erfahrung durfte ich dann auch mit einem Paar H. chrysus machen. Beim Sechsstreifenlippfischpaar dagegen hat es länger funktioniert. Da wir im Oktober das Becken abgebaut haben, kann ich aber nicht sagen, ob es auch "für immer" gutgegangen wäre.

    Zitat

    Seltsames Zusammentreffen: Nun habe ich keine Putzergarnelen mehr...

    In unserem 650 Liter Becken waren L. amboinensis nicht zusammen mit den M. bipartitus haltbar. Letztere haben den Garnelen immer nach der Häutung aufgelauert und sie gejagt (sie haben sie regelrecht zerfetzt). Thor amboinensis hingegen lebten unangetastet in einer Gruppe über die ganze Zeit zusammen mit den M. bipartitus im Becken. Auch H. chrysus hatte kein Interesse an den Thor. Als wir die M. bipartitus abgegeben haben, waren auch die L. amboinensis wieder langfristig haltbar.

    Viele Grüße
    Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • Hallo Corinna,

    das ist eine überraschend negative Beobachtung. :frowning_face: Frisch gehäutete Garnelen sind sicherlich stark gefährdet in dieser Phase und sind daher auch leichte Beute für allerlei Fressfeinde. Da machen Stenopus und manche Lippfischarten keinen Unterschied. Schon gar, wenn in der Häutungsphase für die Garnelen die Rückzugsmöglichkeiten ungenügend sind. Das wäre für mich eine plausible Erklärung, da mir bislang keine sonstigen, direkten Übergriffe auf Lysmata amboiensis bekannt waren. Durch Stenopus hispidus schon. Wie bereits berichtet, haben nicht nur ich jahrelang, sondern auch etliche Bekannte, den Bipartitus zusammen mit diesen Garnelen gehalten. Passiert ist nichts. Ein ähnlicher Zusammenhang wird im Zuge der Glasrosenbekämpfung mit der Vergesellschaftung von Wurdemannia und Aeolidiella stephanieae (Berghia verrucicornis) vermutet. Der Grund soll der den Schnecken noch anhaftende Geruch der Aiptasien sein, der den Garnelen diese Übergriffe ermöglicht.

    Es gibt gewiss auch widersprüchliche Aussagen bei der Vergesellschaftung von mehreren Lippfischen einer Art. Ich vermute als Ursache eine aquarienbedingte Störung des Zusammenlebens, eine Art Entwicklungshemmung in zu kleinen Becken. Bei genügend großen Becken dürfte das kein Thema mehr sein. Aber was sind „genügend große Becken“?
    Leider sind seriöse Langzeitbeobachtungen Mangelware. Wenn sich irgendwann dennoch belegbare Gründe finden sollten, dass ein Zusammenleben innerhalb einer Art in unseren Aquarien wirklich unmöglich ist, dann müsste das auch zwangsläufig eine Revidierung in der einschlägigen Literatur zur Folge haben, oder zumindest einen Hinweis wert sein. Bislang konnte ich das nicht bemerken.
    Gruß
    Hajo

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  • Na prima :smiling_face:

    Hajos Ausführungen klingen logisch.
    Corinna hat direkte Erfahrungen/Beobachtungen.

    Und wat mach ich nu? :grinning_squinting_face:

    Wenn ich das nächste mal Tiere vermisse, kippe ich sofort ne Pulle Apomorphin ins Becken und gucke, wer was ausk*tzt.

    MfG
    Björn

    -------------------------------------------------------------
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    Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
    Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.

  • Hallo Björn,

    Meine erste Reaktion waere erst einmal auf neue Garnelen zu verzichten, bis folgendes geklärt ist:
    Gibt es Überreste der Garnelen, und wie sehen diese aus?
    Kann man erkennen, ob diese als Haeutungen in Frage kommen?
    In welchen Abständen sind die Garnelen verlustig gegangen?
    Gibt es einen Zusammenhang mit einer in diesem Zeitraum stark angewachsenen Leibesfuelle der Macros?
    Auf Deutsch gesagt, sind die Macros in dieser kurzen Zeit sichtbar runder geworden?
    Diese Fragen wurde ich versuchen, für mich selbst zu beantworten. Vielleicht geben diese Punkte ja Aufschluss
    in die eine oder andere Richtung?

    Gruss
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

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