UVC ins Technikbecken?!

  • Hi Leute,

    hab meine FIAP UVC direkt im Becken, das gefällt mir aber nicht wegen dem Schlauch und der Pumpe im Becken.
    Kann man die UVC ins Technikbecken verlagern?

    Wie siehts bei euch aus, wer hat eine UVC im Dauerbetrieb und wer hat sie wo liegen?

    mfg Philipp

  • Ich habe sie auch in Technik Becken in dauer lauf.
    Das sie nur in Becken was bringt halte ich es für ein Gerücht.
    Da gehen paar tausend Liter pro Stunde durch den Filter und kann mir nicht vorstellen das da immer das gleiche Wasser durch die Lampe fließen tut.

    Gruß Markus

    Einmal editiert, zuletzt von jack082001 (24. August 2014 um 19:54)

  • Hallo,

    im Technikbecken gibt es keine Probleme, sogar als Bypass...... viel wichtiger ist meines Erachtens nur, dass der Durchfluss stimmt und das behandelte Wasser in den Beckenkreislauf zurück geführt wird, also kein Kreislauf im Technikbecken erzeugen bei dem das behandelte Wasser gleich wieder zur UV gelangt :winking_face: .

    LG :wink
    Daniel

  • Hab gelesen man soll das Wasser aus der letzten Kammer in die UVC pumpen und den Auslass dann in die erste Kammer leiten.
    Das wäre aber dann ein Kreislauf im Technikbecken?!

    mfg Philipp

  • Hallo Philipp

    Habe es genau wie Daniel schreibt.
    UV-Anlage wird aus Bypass der Rückförderpumpe gespeist mit anschließender Rückführung ins Becken.

    Mfg Gerhard

  • Hallo,

    wo sich die UV-C-Anlage selbst befindet, ist unerheblich. Wichtig ist aber, dass ihre Wasserzufuhr, also der Einlass unmittelbar aus dem Becken entnommen wird und dort möglichst in den Bereichen, an denen die meisten Krankheitserreger zu vermuten sind (bei Cryptocarion irrtans angeblich vor allem in Bodennähe). Eine Wasserzufuhr aus dem Technikbecken wäre dagegen nicht sinnvoll.

    Gruß

    Bernd

  • Ich klinke mich hier mal mit einer Frage an Bernd in den Thread ein:
    Ich habe schon unzählige Male gelesen, in welcher Höhe im Becken das Wasser für die UV-C Anlage abgesaugt werden soll.

    Mir stellt sich aber immer folgende Frage dabei:
    Sind die Erreger nicht komplett im Wasser verteilt?
    Das sind mikroskopisch kleine Biester und wir alle arbeiten mit Strömungspumpen, die ein kleineres Wellenfreibad versorgen könnten. Ich dosiere extra wenig Wodka, damit ich nicht alle meine Fische betrunken platt an eine Scheibe gedrückt auffinde.
    Gab es mal mikroskopische Untersuchungen von Wasser unterschiedlicher Schichten (bei laufenden Pumpen), oder woher kommt die Regel?

    MfG
    Björn

    -------------------------------------------------------------
    Wisst ihr, was das tragische an Kanada ist?

    Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
    Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.

  • @ Philipp

    Zurück ins Hauptbecken.

    @ Bernd

    Habe das schon häufig gelesen, daß aus dem Hauptbecken angesaugt werden soll, weil sich die Krankheitserreger in Bodennähe aufhalten.
    Es fällt mir jedoch schwer zu glauben, daß sich die Erreger aktiv gegen die heute empfohlene starke Strömung behaupten können.
    Ich denke sie gelangen auch ins Technikbecken und damit in die UV-Anlage.
    Ich betreibe meine Anlage seit Jahren so und kann nichts Negatives feststellen.

    ps. Björn war schneller


    Mfg Gerhard

  • Hallo,

    ob es spezielle Untersuchungen zum Schwimmverhalten der Erreger bei den verschiedenen Strömungssituationen gibt, weiß ich nicht, bezweifle dies aber. Unstrittig ist allerdings, dass diese zunächst im Boden ruhen und dann von dort aus auf der Suche nach Fischen ausschwärmen. Wo sie dann die Fische befallen, ob in Bodennähe oder anderen Stellen im Wasser wird wohl niemand beobachten können, aber für die Bodennähe, vor allem nachts beim Schlafen der Fische, spricht doch eine gewisse Wahrscheinlichkeit.
    Nicht in allen Becken herrschen extrem starke Strömungen, vor allem aber sind die Wasserbewegungsrichtungen durch die Beckeneinrichtung sehr individuell. Wichtig wäre ja, dass die Erreger zum Ansaugpunkt der UV-C-Anlage hingetrieben werden. Da hier aber der Durchfluss zwecks ausreichender Verweilzeit im Bestrahlungsbereich nicht zu schnell sein darf, wird auch kein großer Ansaugsog entstehen. Gerade auch eine zu starke Strömung im Becken wirkt dem entgegen. Daher macht es auch Sinn, bei akutem Befall die Beckenströmung zu vermindern. (Ich betreibe übrigens mein Becken mit weit geringerer Strömungsstärke wie dies heute propagiert wird; trotzdem wuchern alle Arten Korallen das Becken zu).
    Auch zum Abfluss in das Technikbecken hin herrscht üblicherweise kein so starker Sog, dass er die Strömungsrichtung im Becken wesentlich beeinflusst. Daher wird sicher nur ein Teil der Schwärmer erfasst und ins Technikbecken gespült werden und von dort dann auch nochmals nur ein Teil in die schwach durchströmte UV-C-Anlage; meiner Auffassung nach alles Gründe für eine reduzierte Wirksamkeit bei einer derartigen Installation.

    Gruß

    Bernd

    Ps. Eine Pumpe zum Ansaugen muss man des wegen noch lange nicht im Becken selbst unterbringen.

  • Wenn die Pumpe nicht im Hauptbecken ist, wie soll das Wasser vom Hauptbecken dann in die UVC gelangen?


    Gesendet von meinem iPhone mit Tapatalk

    mfg Philipp

  • Hallo ,

    ich habe meine Dabary 55 Watt am Abfluss geschlossen, da ich meinen Filterschacht groß genug gestaltet habe. Schaffe ich einen Druck der ca. 2700 Liter pro Stunde schafft. Alles Wasser was von oben kommt wird durch die UV geleitet, und fliest dann ins Technikbecken. An meinen Abflussschacht habe ich auch eine Bodenabsaugung dran, die Strömungspumpen sind so ausgerichtet das alles zu der Boden absaugung geleitet wird.

    Hier ersteht regelrecht ein kleiner Wirbel vor der Absaugung.

    Ob die Schwärmer jetzt am Boden sich bewegen , oder in der Mitte des Becken,oder oben . Ist doch völlig egal, wichtig ist das die UV stark genug ist. Um reichlich Wasser durch zu jagen. Auch wenn der schlauch im Becken rechts am Boden ist , sind die Erreger bestimmt in der linken Seite :winking_face:

    Das A und O ist , soviel Wasser wie möglich durch die UV zu jagen.


    Gruß

    Stefan

  • Hallo zusammen,

    was ist denn nun sinnvoller?


    Zitat

    Hallo,

    im Technikbecken gibt es keine Probleme, sogar als Bypass...... viel wichtiger ist meines Erachtens nur, dass der Durchfluss stimmt und das behandelte Wasser in den Beckenkreislauf zurück geführt wird, also kein Kreislauf im Technikbecken erzeugen bei dem das behandelte Wasser gleich wieder zur UV gelangt :winking_face: .

    LG :wink
    Daniel

    oder



    Diese beiden rot markierten Tipps stellen für mich einen Widerspruch dar.

    Grüße Andreas

  • Hallo Andreas

    Soviel wie möglich, heißt ja nicht soviel wie der Leitungsquerschnitt und die Pumpenleistung hergibt, sondern soviel wie zuverlässig von der Anlage entkeimt werden kann.

    Mfg Gerhard

  • Hallo Gerhard,

    genauso liest es sich aber. So viel Wasser wie möglich durchzujagen, ist für mich schon etwas anderes, als eine bestimmte Menge Wasser in Abhängigkeit zur Entkeimerleistung.

    Ich wollte nur die leicht falsch zu verstehende Antwort von Stefan klargestellt haben, sonst schließt noch jemand seine 20m³-Pumpe an seine 11W-UVC.

    Grüße Andreas

  • Hallo,

    naja, mit soviel wie möglich hat er bei sich ja recht, die Debary 55 Watt schafft 6.000 Liter/Stunde, damit hat er meine Bedingung ja mehr als erfüllt :face_with_tongue: . Die Verweilzeit bei der Debary 55 Watt liegt bei mindestens 2 Sekunden, hier haben wir ca. 5 Sekunden, also eine ziemliche Sicherheitsreserve. Bei dem Durchsatz könnte fast schon die AN-25E angeschlossen werden, die geht bis 2.500 Liter.

    Also, jede UV-Anlage hat eine bestimmte Durchflussmenge, die eigentlich angegeben sein sollte. Diese sollte nicht überschritten werden, da ansonsten die Funktion nicht gewährleistet ist. Mache Billigheimer geben hier einen zu hohen Wert an, aber da kann man ja vergleichen. Wichtig ist, dass das Wasser in der Nähe der UV-Quelle eine bestimmte Zeit verweilt, weil ansonsten deren Wirkung nicht ausreicht (lieber ein etwas geringerer Durchsatz, dafür sind die Erreger auch tatsächlich abgetötet bzw. inaktiv.). Die Verweilzeit bei der Debary 55 Watt liegt bei mindestens 2 Sekunden.

    Und dann sollte die Anlage im Dauerbetrieb laufen, nur mal eine Stunde oder einen Tag bringt nichts. Sie wird auch nicht sofort alle Erreger abtöten, aber durch den Dauerbetrieb erfolgt eine kontinuierliche Verdünnung der Erreger und Sporen (z.B. auch von Kugelalgen). Mit den wenigen Erregern können die Fische dann meistens deutlich besser umgehen.

    Und wenn es nicht anders geht, dann halt auch als Kreislauf im Unterbecken, dann ist die Wirkung halt etwas geringer. Dann sollte der Durchsatz der UV-Anlage aber maximal 1/3 der Leistung der Förderpumpe betragen. Aber wer schließt schon eine 230 Watt Speedy an seine UV-Anlage.....


    LG
    Daniel

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