Hilfe zu Centropyge loricula - Flammen-Zwergkaiserfisch

  • Hallo Zusammen,

    seit Samstag habe ich zwei Neuzugänge in meinem Aquaraium.
    Einen Centropyge loricula - Flammen-Zwergkaiserfisch und einen Centropyge bispinosa - Streifen-Zwergkaiser.
    Ich hatte mich lange informiert und habe jedesmal die Auskunft bekommen, dass eine Vergesellschaftung kein Problem sei, wenn ich die Fische zusammen einsetze. Das hab ich auch getan.

    Gestern habe ich beobachtet, wie der Flammen Zwergkaiser sich in eine klitze-kleine Ritze zwischen dem Gestein versteckt und sobald er rauskommen wollte, hat ihn der Streifen Kaiser wieder reingejagt.
    Es hat ungefähr einen halben Tag gedauert, bis der Flammen Kaiser aus seinem Versteck kam. Dann ist er auf die andere Seite des Aquariums geschwommen und es gab keine Probleme mehr zwischen den Beiden. Selbst bei der Fütterung waren sie friedlich und sind sogar nebeneinander geschwommen.

    Heute morgen habe ich einen Riesen-Schreck bekommen :winking_face_with_tongue: , da ich dachte, der loricula sei tot, er lag in einer unfassbar kleinen Ritze am Boden und hat sich nicht bewegt. Nach längerem Beobachten ist er jedoch weiter durch das Gestein gehuscht und versteckt sich seitdem. Ich sehe gerade mal den Mund des Fisches. Dummerweise ist seine momentane Höhle wieder im Revier des bispinosas und daher traut ers sich vermutlich nicht raus.
    Nicht einmal die Fütterung hat ihn rausgelockt...

    Was kann ich tun? Das Aquarium ist groß genug, dass sie ihr eigenes Revier haben.
    Soll ich noch abwarten?
    Ich habe mal etwas von einer Schwimmschule gelesen, bringt das was? und wie bekomme ich ihn dann aus der Höhle in den Behälter der Schwimmschule?
    Wie lange macht man das?

    Bin etwas traurig und möchte auf keinen Fall, dass ich den kleinen Fisch verliere. :loudly_crying_face: Daher freue ich mich über jeden Rat den ich bekommen kann.
    Ich hatte bislang keine Zwergkaiser, daher auch keine Erfahrung mit ihnen.

    Viele Grüße
    Tine

  • Hi,

    Du könntest auch versuchen, den bispinosa in eine Schwimmschule zu separieren, wenn Du den loriculus nicht erwischst.
    Wie groß ist denn Dein Aquarium?
    Ich hab ein Päärchen loris auf 560L. Da würde ich mich nicht traun, eine andere Zwergkaiserart einzusetzen.

    Gruß,
    Maria

  • danke für die Antwort.
    Mein Becken ist ähnlich groß.
    Bin wohl falsch beraten worden.
    Ist jetzt eh egal, denn ich habe gerade versucht ihn aus der Höhle zu holen. Er ist leider tot. :loudly_crying_face:

    Traurige Grüße,
    Tine

  • Hallo Tine,

    das sind wirklich traurige Nachrichten. :frowning_face:

    Ich kann dir nur empfehlen, dass du dich vor dem Kauf der Fische schlau machst bzw. auch natürlich gerne hier im Forum nachfragst. Hier kannst du auf eine große Vielzahl von Erfahrungen zurückgreifen.

    Viele Grüße,
    Ina

    P.S.: Herzlich willkommen hier. Über eine kleine Vorstellung von dir und deinem Becken im Vorstellungsboard würden wir uns freuen. :smiling_face:

  • Hallo Ina,

    danke. Das mit dem Forum werde ich zukünftig auch tun. Wobei ich mich wirklich gut informiert hatte. Einiges habe ich in Fachzeitschriften gelesen und mit Händlern hatte ich auch gesprochen.
    Einer davon meinte sogar, er hat privat einige Kaiser, daher eine Menge Erfahrung und es wäre sogar besser, zwei verschiedene Einzelexemplare einzusetzen als ein Pärchen der gleichen Sorte...
    Tja, ich werde es wohl als traurige Eigenerfahrung abhaken müssen :loudly_crying_face:

    Kurze Vorstellung:
    Becken: 150x60x60 540l
    Das Becken ist relativ neu, daher noch wenig Besatz:

    1 Hawaii Doctor
    1 Baggergrundel
    1 Streifenkaiser
    2 Clownfische
    2 Halloween-Einsiedler
    1 Seeigel
    1 Kupferanemone
    und die ersten Weich- und Steinkorallen sind seit ca. 2 Wochen drinnen.

    Falls jemand noch einen Besatzungsvorschlag für mich hat, dann gerne her damit.
    Mein absoluter Lieblingsfisch war der Loriculus, der ja heute leider verstorben ist.
    Ein neues Exemplar möchte ich nicht mehr.

    Ich dachte noch an Kardinalsbarsch, grüne Schwalbenschwänzchen und/oder Fahnenbarsche und einen Königsfeenbarsch.
    Wobei ich wiederum Angst vor soviel BARSCH im Aquarium habe, nicht dass es wieder Ärger gibt.
    Falls ihr Tipps und Erfahrungen habt, gerne her damit.

    Lieben Dank schonmal.
    Tine

  • Hallo Reinhard,

    das wollte ich ja, davon wurde mir aber abgeraten. Da Kaiserfische Einzelgänger sind und sich in der Natur auch nur zum Laichen zusammen tun. So wurde es mir erzählt und das nicht nur von einer Person.
    Es hieß, ich könnte besser zwei verschiedene Arten zusammen halten oder eben nur einen Einzelgänger. Ich habe mich dann für zwei verschiedene Entschieden.
    Wie gesagt, ich muss es wohl als traurige Erfahrung abhaken.

    Gruß,
    Tine

  • Zitat

    Das Becken ist relativ neu, daher noch wenig Besatz.

    Hallo Tine,

    wie neu ist "relativ neu"? Da du ja erst seit zwei Wochen Korallen im Becken hast, scheint mir der Fischbesatz schon recht hoch.

    Grundsätzlich ist gegen Barsche nichts einzuwenden. Aber ich bin auch Barsch-Fan. :winking_face: Ich pflege einige Barsche, die alle tolle Fische sind. Im großen Becken halte ich zusammen Gelbschwanz-Demoisellen, Vierstreifen-Preußen, Fridmanis und Schwalbenschwänzchen. Das funktioniert super. Es haben aber auch alle ihre festen Reviere, was bei mir durch einen entsprechenden Aufbau der Dekoration gut möglich ist. Außerdem sind sie relativ unempfindlich und haben kaum Probleme bei der Futterannahme.

    Hast du vielleicht mal ein Bild des Beckens für uns... :grinning_squinting_face:

    Viele Grüße,
    Ina

  • Thomas: Ja, der Andere ist putzmunter. Frisst und fühlt sich meiner Meinung nach Pudelwohl.
    @Reinhard: das wollte ich ja, davon wurde mir aber abgeraten. Da Kaiserfische Einzelgänger sind und sich in der Natur auch nur zum Laichen zusammen tun. So wurde es mir erzählt und das nicht nur von einer Person.
    Es hieß, ich könnte besser zwei verschiedene Arten zusammen halten oder eben nur einen Einzelgänger. Ich habe mich dann für zwei verschiedene Entschieden.
    Wie gesagt, ich muss es wohl als traurige Erfahrung abhaken.
    @Ina: Becken ist gute 3 Monate alt. Ca. 14 Wochen. Ich hatte erst die Putzertiere und den Doc eingesetzt, dann die Anemone, und dann Clowns und Korallen. Als letztes waren nun eben die Kaiser dran. Foto folgt.
    Gruß,
    Tine

  • Hallo Tine,

    schade mit dem Fisch! Ich möchte das Spiel meiner Centropyge acanthops im Paar nicht mehr missen, deshalb überleg Dir, ob Du ein passendes Tier dazusetzt zum Überlebenden... evtl, da müssen Andere was schreiben, bei der Beckengröße auch einen oder 2 Kumpel für den Hawaiidoc? Ansonsten findest Du bei Marubus und im Meerwasserlexikon (beide oben verlinkt) ganz gute Übersichten zur Paar- oder Einzelhaltung, nicht für alle Arten, aber für einige zumindest..
    Gruß
    Alex

  • Hallo Alex,
    danke für die Antwort.
    Ich hab ein wenig Angst, einen neuen einzusetzen. Immerhin heißt es ja so oft, das nachgesetzte Tiere nicht mehr akzeptiert werden.
    Am Samstag fahre ich nochmal zu einem tollen Händler, der hat sehr viel Erfahrung und macht den Job wirklich aus Hobby und Leidenschaft. Bin gespannt, was er mir rät.
    Freue mich aber auch über alle Erfahrungsberichte von euch.

    Einen zweiten Doc überleg ich mir auch.
    Heute hatte ich mal einen Spiegel ans Aquarium gehängt. Hatte das in einem Beitrag gelesen, dass man so Aggressive Fische mal vom Opfer abbringen kann. Hat auch ganz gut funktioniert.
    Nur dass nicht nur der Kaiser einen Revalen im Spiegel gesehen hat, sondern der Doc ebenfalls.
    Daher lasse ich mir nach dem heutigen Schock-Erlebnis doch etwas Zeit. Und wenn ich einen nachsetze, dann mach ich es mit Schwimmschule... Sicherheitshalber.

    Viele Grüße,
    Tine

  • Hallo Tine,

    das ist wirklich traurig und schade, dass der Flammenkaiser nicht überlebt hat.
    Stimmt schon, man kann durchaus verschiedene Zwergkaiserarten miteinander vergesellschaften, aber ein gewisses Risiko bleibt immer :-(. Centropyge loriculus und Centropyge bispinosa sind sich in Färbung und Muster sehr ähnlich, könnte daher sein, dass der bispinosa den loriculus als Rivalen angesehen hat und ihn mit aller Macht versucht hat, aus seinem Revier zu vertreiben.
    Waren die beiden Tiere denn gleich groß?

    Wenn Du mit dem Gedanken spielst, Deinem verbliebenen Streifenkaiser einen Partner hinzuzugesellen, nimm ein kleineres Tier.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Hallo Tine!

    Es ist eigentlich seit 15 Jahren Standard Zwergkaiser als Paar zu halten.
    Bei mir schwimmen zwei Paare.

    Beim Nachsetzen sollte nur zwischen den beiden ein ordentlicher Größenunterschied bestehen.
    Habe ich beim C. bospinosa schon zwei mal ohne Probleme gemacht.

    Auch im Lex steht das Paarhaltung kein Problem ist.

  • Hi Tine

    Wenn Du einen gleichen Zwergkkaiser zusetzen möchtest,
    nimm unbedingt einen erheblich kleineren (halbe Größe), das geht fast
    immer gut.
    Ich habe in meinem Becken 3 verschiedene Zwergkaiserfischpaare

    je ein Paar


    Centropyge potteri - Potters Zwergkaiserfisch
    Centropyge loricula - Flammen-Zwergkaiserfisch
    Paracentropyge venusta - Purpurmasken - Zwergkaiserfisch
    Das es hier und da mal kleinere Reibereien gibt ist normal, und dauert normalerweise nur Sekunden

    Gruß Ewald

    _______________________________________________________________________________________________________________________________

    Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
    Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
    hab ich Angst vorm Licht. :loudly_crying_face:

  • Hallo,

    da hat dir aber jemand gehörigen Unfug erzählt !

    1. Zwergkaiser leben fast alle in einer Harems - Struktur und sind alle gute Paarweise oder mit Weibchen Überschuss zu halten
    2. Besiedeln sie im Meer (je nach Art) in der Regel viele Quadratmeter große Reviere

    Daher, ist in deinem Fall die Haltung von zwei Tieren verschiedenen Arten nicht so gut und die Annahme das Becken biete ausreichend Reviere leider auch falsch

    Ob beid en Tieren nun das (gleiche) Geschlecht, der Mangel an Lebensraum oder der Mangel an Weidegründen zur Aggression führt kann man nun schwer sagen. Es kann sein, das sich das gibt ...es kann auch sein das das unterlegene Tiere an Streß, Futtermangel oder einer einer Krankheit ausgelöst durch die beiden ersten Gründe stirbt.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Zwei verschiedene Arten geht bei mir gut, kommt aber wohl auch auf die Arten an:

    Ich habe (beide gleich groß) einen Bispinosus und einen Nox zusammen eingesetzt.
    Funktioniert vielleicht deswegen, weil der Nox einfach schwarz ist und überhaupt niemandem ähnelt.
    Der Nox ist mein friedlichster Fisch, er ignoriert alle anderen.
    Der Bispinosus ist ein kleiner Raufbold, er hat manchmal "seine 5 Minuten" und nervt andere, aber nix ernstes.
    Bispi und Nox tun sich bei mir gar nichts, die sind quasi Luft füreinander.

    Einen Loriculus hätte ich auch sehr gerne, aber das wage ich wegen des Bispinosus nicht, da würde ich mit ernsten Attacken rechnen und nicht nur mit Raufereien mit dem neuen.
    Auf den Lori muss ich also verzichten.


    MfG
    Björn

    MfG
    Björn

    -------------------------------------------------------------
    Wisst ihr, was das tragische an Kanada ist?

    Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
    Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.

  • Danke für eure vielen Antworten.
    Dann werde ich doch nochmal zusehen, ob ich einen zweiten bispinosa dazusetze, wobei mein jetziger recht klein ist, sollte schwierig werden, einen noch kleineren zu bekommen.
    Doch jetzt warte ich sowieso erst mal ab, da ich festgestellt habe, dass mein Nitritwert auf 0,05 gestiegen ist. Vermutlich durch den Tod des Fisches. (Ich konnte ihn erst am Abend mit meinem Mann entfernen, da er sehr verzwickt zwischen den Steinen lag und ich es alleine nicht geschafft habe)
    Beide Zwergkaisers waren in etwa die gleiche Größe, der Flammen war ein bisschen Kleiner.
    Sie sind aber am Abend vor dem Tod ganz friedlich zusammen geschwommen... :frowning_face:
    Am Samstag fahre ich in einen Shop und nehme eine Wasserprobe mit, die haben bessere Mittelchen, das alles zu prüfen. Wenn es ok ist, dann guck ich mal nach einem Partner.
    Ich halte euch auf dem Laufenden.

    Viele Grüße,
    Tine

  • Jetzt bin ich es schon wieder...

    Meinem Bispinosa ging es bis gestern Abend super. Kein Anzeichen von Krankheit. Ein fideles Kerlchen, schwimmt viel rum, lässt keine Fütterung aus... Sehr schön zu beobachten.
    Tja, und heute morgen war er verschwunden. Habe mir erst nichts gedacht, als er aber mittags immer noch nicht zu sehen war, habe ich ihn ihn allen Ritzen und Spalten gesucht. (Der Schock des loriculas sitzt noch tief)
    Ich habe ihn in einer wirklich engen Spalte gefunden, die er dann auch verlassen hat in eine sehr kleine, aber dennoch größere Höhle. Dort kann ich ihn zwar sehen, wenn ich genau hineinschaue, allerdings hat er sich den ganzen Tag dort nicht rausgetraut.
    Was könnte passiert sein? Oder ist das normal und es gibt solche Tage? Will nicht schon wieder einen verlieren... :loudly_crying_face:
    Habe ihn mehrere Stunden in Ruhe gelassen, habe ihn mit Futter locken wollen. Nichts!!
    Immerhin bewegt er sich.
    Wir haben gestern die Scheiben intensiv gereinigt und mussten eine Koralle umsetzen. Kann das Streß bei ihm ausgelöst haben?
    Er ist aber nach unseren Wartungsarbeiten noch fleißig herumgeschwommen und hat die Abendfütterung auch nicht verpasst...
    Oh man, ich mache mir wirklich sorgen. Bin ratlos was ich tun kann. :confused_face:
    Achso: Wasserwerte sind alle top. Gestern ebenfalls getestet!

    Viele Grüße,
    Tine

  • Da wird´s wohl Zeit für Details Deines Beckens und Inhalts, damit Dir hier jemand erfahrenes helfen kann.

    MfG
    Björn

    -------------------------------------------------------------
    Wisst ihr, was das tragische an Kanada ist?

    Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
    Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.

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