Der Meerwasser Aquarianer

  • Hallo an Alle.

    Mit der Ausgabe 2013/1 ist ein Artikel von mir erschienen. Er ist etwas kritisch. Mich freut aber besonders, dass der Redakteur, Herr Latka meine Beitrag als Anlass genommen hat , auch sein Meinung in einem für mich doch bemerkenswerten Artikel zu äußern. Ich freue mich auf rege Teilnahme und Kommentare.

    Grüße Dietmar

  • Hallo Dietmar,

    wenn Du den meinst:

    Kritische Betrachtungen zu Entwicklungen in der Meeresaquaristik: Dietmar Böhm ist seit über 50 Jahren Aquarianer und mehr als 30 davon im Meerwasserbereich tätig. Mit Fug und Recht zählt er sich mit zu den ersten „Hobby-Meeresaquarianern“ überhaupt. Nun meldet er sich aber mit einem etwas kritischeren Beitrag zu Wort. Warum? Weil er erst seit relativ kurzer Zeit einen Internetanschluss hat. „Die Erfahrungen, die ich dort machte, waren teilweise sehr negativ und haben schlussendlich dazu geführt, mich über den heutigen Stand in der Meeresaquaristik zu äußern“.

    Dann hab ich was dazu.


    Ich finde ihn etwas unvollständig, ich kenne ja den Ausgang und ich kann mich auch nur gerne wiederholen,
    die Shops im Internet sind a) nicht alle schlecht b) lade ich Dich mal gerne zu einer Berlin Runde,
    dann fahren wir mal 250 km durch die Großstadt und Du sagst mit nacher, ob kleine Krauter besser sind
    und wenn ja welche.

    Im süddeutschen und nahe der holländischen Grenze kann man sich solche Aussagen leisten,
    hier definitiv nicht. Auf ca. 360 km² finde ich in Berlin 3 brauchbare und davon einen guten Laden.

    Weiterhin sagt der Artikel Du hast erst seit kurzem Internet, d.h. ?
    Dann hast Du verpasst ,das sich schon die Spreu Gott sei Dank verabschiedet hat,
    was Deine Erlebnisse angeht, die möchte ich nicht abtun.

    Aber ich glaube es sollte eher eine Verbesserung der Systeme geben und div. Packvorschriften,
    als noch die zu bestrafen die sich bis jetzt Mühe gegeben haben.


    Zu allerletzt habe ich dann eine Frage an Dich und ich bitte um eine ehrliche Antwort!

    Geh bitte die Jahre zurück, waren die Überlebenschancen beim Transport der Tiere je besser als heute,
    wenn man sie fachmännisch verpackt?


    MfG Philipp

  • Halo Chris.

    Zu Deiner Frage. Natürlich sind die heutigen Möglichkeiten bezüglich Transport sehr gut. Ich habe erst vor ca. einem Jahr ein Pärchen Brunnenbauer aus Norddeutschland geholt. Alles bestens. Auch im Import hat es große Fortschritte gegeben. Da helfen auch die Fortschritte in den Fangstationen gewaltig. Info Nr. 2 ich habe Internet seit vier Jahren.

    Ganz habe ich aber Deine Antwort nicht so richtig verstanden. Es geht ja in meinem Beitrag eigentlich nicht um die Händler. Da wäre wohl ein eigener Bericht notwendig, aber auch nicht machbar. Ich kenne bei uns auch gute und schlechte.

    Mir geht es mit meinem Beitrag mehr um die Tatsache, das alles speziell für Anfänger doch schon sehr schwierig ist.
    Daher sind z.B. Nanos aus meiner Sicht eben ein Problem.

    Grüße Dietmar

  • moin dietmar,

    zwei coole artikel.

    es ist leider so - zumindest aus der sicht von uns "alten".

    das mit dem leitungswasser (u. v. a. m. ) kenne ich...die leute schauen immer verdutzt und ungläubig, wenn ich ihnen erzähle, das wir nur reinstes solches nutzen.

    allerdings hole ich dann meist weiter aus und erkläre mich dazu.

    aber du hast recht, dieser aufschrei der "keksperten" macht die nutzung von foren zu einer glücksache für den fragenden anfänger.

    allerdings wollte der anfänger auch in früheren zeiten schon immer das bunteste (pinzettfisch, weisskehl, kaiser etc...).

    hab aber keine direkte erinnerung, ob der händler ihm dann auch für ein frisches becken die tiere sofort mitgegeben hat oder ihm dutzende von "unbedingt notwendigen" sachen verkauft hat.

    in der tat halte ich den umgreifenden onlinehandel mit kleinstpreisen (hauptsächlich in sachen technik + zubehör, mittelchen) für eine ursache, dass örtliche händler fehlenden umsatz durch "unkritischen" fische + co-verkauf wieder reinholen wollen.

    auch onlineanbieter von tieren zu dumpingpreisen tragen m. e. zum werteverfall von lebendem bei.

  • Hi,
    Also ich glauhe, das internet ist ein segen für das aquaristikhobby.
    Ich habe mich vor 3 jahren entschlossen, ein aquarium haben zu wollen.
    Ich habe nun ein 700l süßwasser mit diskusfischen, angeblich superkompliziett im süßwasserbereich ...alle seit 3 jahren fit inkl. Pflanzenwuchs.
    Ich habe ein nano und ein 1300er meerwasser aufgebaut ...bisher klappt das.

    Alles in allem alles aus dem internet. Ich kenne keine aquaristen (ok, nun schon), habe keine bücher, alles läuft super.
    Insofern ...ja ich habe viiieeel recherchiert ...und ich hätte ohne internet nie dieses tolle hobby gestartet.

    So geht es vielen leuten und der handel hat sich darauf angepasst und bietet nette nanostartersets an etc. - wieviele leute haben es wohl früher mit DIY auch vergeigt?

    Viele grüße
    André

  • Zitat

    Original von andrePankraz
    - wieviele leute haben es wohl früher mit DIY auch vergeigt?

    hi andre,

    nun, diy gabs auch früher nicht.

    der mewaladen und bücher (ggfls. andere aquarianer) waren die ansprechpartner.

    u. u. werden durchs netz heutzutage mehr leute angesprochen und dadurch zum hobby geführt.

    allerdings war die abbrecherquote damals nicht so hoch.

    das "ausprobieren", ob einem das hobby liegt, gabs m. e. damals nicht, zumindest nicht in diesem ausmass, was die "nanoaquaristik" so nach sich zog.

    ich höre immer: wir wollen mal schauen, ob das auch klappt...was für ne überlegung? :winking_face:

    dass das funzt sieht man an jeder ecke. :O

  • Hi,

    Bücher waren ein Mittel, ja, da musste man aber auch das Richtige erwischen.

    Und wenn man keine Aquarianer kennt muss man sich erst darum kümmen, Verein/Stati suchen etc. Dafür hab ich gar keine Zeit.

    Ich weiß nicht wie Dir das so in Läden geht, aber ich werd da meistens recht zügig abgefertigt - wie soll man sich da zu sowas komplexen beratenlassen. Ich weine den meisten Läden keine Träne nach, unabhängig von der Ausrichtung. Ich informiere mich und bestelle lieber online inzwischen.

    Wenn ich sehe, wieviel Zeit man sich in AQ-Läden für Beratung nimmt - die nächsten Kunden drängeln schon etc. Ich kanns ja auch verstehen, man kann sich da halt nicht lange Zeit nehmen, Umsatz pro Zeit etc. Das passt halt nur schwer zu dem komplexen Thema.


    Und ganz ehrlich, ich weiss ja nicht was Ihr für Preise kennt, aber Korallen kosten selbst im Baumarkt um die Ecke ab 40 Euro aufwärts für so Minidinger. Ein Pärchen Docs bei Onlineversand....über 100 Euro für 4 cm Fische. Alle Fische beim Baumarkt >5 fach von Süßwasserfischen etc.

    Das ist ja nun nicht billig oder so.

    Viele Grüße,
    André

  • Hallo!

    Zitat

    Dafür hab ich gar keine Zeit.

    Genau das ist eines der großen Probleme der heutigen Aquaristik. Es reicht meist nur noch für Plug and Play, aber Lebewesen und Biologie allgemein sind für solch schnelllebige Dinge eher ungeeignet. Von einer Playstation muss ich nichts über das Innenleben und dessen Funktionieren verstehen, um sie zu nutzen. Beim Aquarium geht das aber nicht oder zu Lasten der Tiere.

    Zitat

    Zitat Joe:
    ich höre immer: wir wollen mal schauen, ob das auch klappt...was für ne überlegung?

    Eine tierverachtende.

    Gruß
    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Zitat

    Original von Wolfgang S
    Hallo!

    Genau das ist eines der großen Probleme der heutigen Aquaristik. Es reicht meist nur noch für Plug and Play, aber Lebewesen und Biologie allgemein sind für solch schnelllebige Dinge eher ungeeignet. Von einer Playstation muss ich nichts über das Innenleben und dessen Funktionieren verstehen, um sie zu nutzen. Beim Aquarium geht das aber nicht oder zu Lasten der Tiere.

    Völlig aus dem Kontext gefetzt und absichtlich missverstanden hilft Deinem Kreuzzug mal gar nichts.
    Es ist ja wohl ein riesen Unterschied ob ich mich abends an den Rechner klemme wenn die Kiddies im Bett sind und sonst nix ist oder ob ich mir Rechte/Pflichten und feste Zeitslots für Vereine/Statis dafür aufhalse.

  • Hallo André!

    Ich habe das absichtlich aus dem Kontext genommen und keineswegs missverstanden! Ich habe deinen Ausspruch lediglich zum Aufhänger für ein Problem genommen, das unsere Gesellschaft allgemein kennzeichnet und die Meerwasseraquaristik auch und besonders betrifft. Es geht mir nicht darum, woher man seine Informationen bezieht, es geht mir darum, dass man sich dafür und für die Aquaristik allgemein ZEIT nehmen muss. Dass dem oft nicht mehr so ist, sieht man an den vielen Beispielen, die sich nicht die Zeit zum ordentlichen Einfahren eines Beckens nehmen. Und weil es solche Kunden gibt, denen die Natur einfach zu langsam und langweilig ist, gibt es natürlich sofort Händler und Hersteller, die dies be- und damit verdienen. Das Internet, vernünftig und kritisch genutzt, ist eine tolle Möglichkeit, Informationen zu verbreiten und zu finden. Ich nutze es selbst intensiv (habe aber vor 30 Jahren auch keinen Verein gebraucht, da hatte man noch reale Bekannte und Freunde ;)). Aber eine ganze Menge Fehlentwicklungen wäre ohne Internet auch nicht möglich gewesen. Wenn du aufmerksam gelesen hättest, wäre dir vielleicht aufgefallen, dass ich in meinem Beitrag das Internet nicht erwähnt habe und es gar nicht um dessen Nutzung ging. Aber auch das ist ein schönes Beispiel dafür, dass das Internet ein nur oberflächliches Hinschauen und vorschnelle Schlüsse provoziert ;).

    Gruß
    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang S (6. Januar 2013 um 20:30)

  • Hi,

    also ich glaub das ist dieses "früher war alles besser" im Aquaristikkontext.

    Ich denke nicht nur für Anfänger, sondern auch für Euch Profis hat das Internet eine Explosion des Wissens und der Vernetzung zu anderen spezifischen Hobbies mit sich gebracht. Klar gibts auch mal Fehlentwicklungen, aber auch viele Chancen einen Quercheck zu machen, z.B. wie groß son Fisch wirklich wird und womit er sich verträgt. Früher hatte da jedes Buch eine andere Meinung zu und manch eine 20 Jahre Bestandsbibel dazu war einfach auch mal völlig falsch aus heutiger Sicht, es fehlte den Autoren allein schon die breite Rückkopplung.

    Also ich kannte Prä-Internet-Ära einfach persönlich keinen mit einem Aquarium und auch heutzutage ist das Meerwasser eher gar nicht verbreitet. Klar, nun trauen sich auch eher Leute an das Thema, die es vorher lieber seingelassen hätten und es jetzt auch besser seinlassen sollten.


    Es ist aber auch eine seltsame Einstellung, wenn man das nur an Meerwasseraquarien festmachen will. Es ist traurig wieviele berühmte Goldfische im Wasserglas im Süßwasserbereich Ihr Dasein fristen (was von manch einem "Meerwaser-Profi" als normal angesehen wird und weshalb man selbst ja die Königsklasse sei) oder wie manch ein Nachbar mit seinem Hund umgeht, den er nie hätte erwerben dürfen.

    Ehrlich gesagt, in der Masse ist dieses "Jeder-Baumarkt-verkloppt-Süßwassertiere" allein schon in der Masse ja viel schlimmer.

    Viele Grüße,
    André

  • Hallo André!

    Da ich bin insgesamt völlig bei dir, bloß das "Alles war früher besser" vertrete ich keineswegs. Die Meerwasseraquaristik, die ich heute betreibe, ist anders als die in den 80er Jahren, aber doch nicht so völlig anders (Meersalz, Abschäumer und Beleuchtung gab es damals auch schon =)). Das umgekehrte "Heute ist alles besser" stimmt aber eben auch nicht. Es gibt Fixpunkte, die uns einfach die Biologie und die Naturgesetze vorgeben, die haben sich durch das Internet nicht geändert (auch wenn man das manchmal staunend lesen kann :D). Wie gesagt, ich finde, dass das Internet ein Quantensprung für die Aquaristik ist oder zumindest sein kann. Aber gerade die Fülle der Informationen überflutet einen schnell und enthält naturgemäß eine Menge Unsinn. Das herauszufiltern ist nicht nur für Anfänger schwer, aber für die halt besonders. Was mir auch auffällt: Fast jeden Tag wird irgend einen neues Super-duper-ultimativ-Mittelchen auf den Markt geschmissen und im Internet blitzartig verbreitet. Dann gibt es sofort eine Menge Leute, die das Zeug ins Becken kippen und darüber schwärmen, wie farbig ihre Korallen nach 20 Minuten schon geworden sind. Und wenn es in die Hose geht, werden noch mehr Mittelchen gekauft und eingesetzt. Das wäre ohne Internet so nicht möglich. Früher haben sich Erkenntnisse langsamer verbreitet - Unsinn aber auch.

    Ich mache die negativen Aspekte des Internets genau so wenig wie die positiven nur an der Meerwasseraquaristik fest. Wie gesagt, sehe ich darin eher ein Spiegelbild allgemeiner Entwicklungen. Und natürlich gilt das auch für die Süßwasseraquaristik, wobei die Dinge dort nicht immer ganz so kompliziert sind. Aber dennoch hast du mit deiner Anmerkung im Kern natürlich völlig recht.

    Gruß
    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo Wolfgang, hallo André,

    Kern des Ganzen ist doch nicht das wir nun "plötzlich" mehr Informationen vorfinden, sondern wie auch schon all die Jahre vorher, was wir aus Ihnen machen.
    Auch vor 10 Jahren gab es schon eine Menge Leute die sich an das Thema Meerwasser gewagt haben. Die sind dann halt zum Händler oder zum Bekannten gegangen, haben sich angehört was er Ihnen vorgeschlagen hat und Angefangen... und auch damals gab es Gruppe 1 - die das so gemacht haben wie vorgeschlagen und Gruppe 2 - die das Rad haben neu erfinden wollen und "aus Sicht der Profis alles falsch gemacht haben". Da gab es dann heftige Diskussionen und Derjenige hat seine Einstellung dann geändert oder eben nicht... und dann ist das Becken den Bach runter und er hat das neue Hobby wieder hingeworfen. Im Unterschied zu jetzt hat das aber damals keiner bemerkt! Jetzt steht an jeder Ecke im Netz was man alles falsch machen kann und da finden sich dann auch jede Menge Leute die die tausend ach so wichtigen Mittelchen produzieren.
    Das ist aber nicht nur in der Aquaristik so, sondern eigentlich nur Ausdruck unserer heutigen Zeit. Vor 10 Jahren hat man sich mit 3 Meinungen (2 gegensätzliche vom Händler um die Ecke und eine vom besten Bekannten :winking_face: ) auseinandersetzen müssen, heute sind es zig tausend deutsche und noch 100 mal mehr aus der Ganzen Welt mit ganz anderen Ansätzen. Wer will da verdenken, das man als Anfänger den Überblick verliert, wenn man sich nicht "ganz tief" in die Materie hinein liest, um die Spreu vom Weizen zu trennen?
    Aber man kann auch schnell Leute im Netz schneller kennenlernen und dann mal zu denen hinfahren um ein paar handfeste "Beweise" zu erhalten. DAS war früher schon schwieriger.

    Zum Hintergrund: auch ich bin erst seit dem Internetzeitalter dabei. Als Informatiker ist das eben bei mir eher das Mittel der Wahl. Aber ich war auch hier in Berlin ein paar Jahre im Verein (u.a. als 2. Vorsitzender) und kenne beide hiesige Vereine und kann, denke ich, diese Informationsquellen alle auch aus der Erfahrung gegenüberstellen.

    Ciao sagt Nico.

  • Dietmar:
    Mir geht es mit meinem Beitrag mehr um die Tatsache, das alles speziell für Anfänger doch schon sehr schwierig ist.

    Hallo Dietmar,


    Jeder hat schließlich einmal angefangen. Es kommt immer darauf an, was „Anfänger“ daraus macht. Was ist die persönliche Zielsetzung und welche Lehren zieht man eigentlich aus den erlebten Erfolgen oder Misserfolgen? Analytisches Denken ist auch nicht gerade jedem in die Wiege gelegt. Oft genug mangelt es an den Grundlagen des biologisch/zoologischen Verstehens, vom Basiswissen chemischer Verbindungen, speziell hier im Meerwasser, ganz zu schweigen. Diejenigen, die mit einigen dieser Gaben gesegnet sind, werden sich schneller in der Welt der Meeres- bzw. Riff-Aquaristik zurechtfinden. Andere werden sich schwerer tun, falls sie keine kompetente Unterstützung erfahren. Die Komplexität ist riesig und wer sich dieses Thema wie die Bedienungsanleitung für einen Video-Rekorder vorstellt, ist bereits im Vorfeld gescheitert. Oftmals begegnet man Zeitgenossen, die sogar bewusst auf Fachbücher verzichten. Diese Ignoranz schlägt sich dann meist negativ im Becken nieder. Wenn aber andererseits für gleichwertige Informationen das Internet genutzt wird, ist dies positiv zu bewerten. Ich selbst ziehe Bücher vor und hole mir nur die aktuellen „Ergänzungen“ aus dem Netz. Man muss diese allerdings auch zu finden wissen. Meist sind sie englischsprachig, und da wird es für einen Anfänger schon mehr als schwierig. Es überfordert ihn. Leider gibt es auch eine Spezies, leider mit mäßiger Intelligenz ausgestattet, die aus Prinzip gegen alle Ratschläge sind. Bei diesen finden wir weder geeignete Literatur noch einen Funken von Verstand. Gerade diese Typen machen es einem schwer kommunikativ zu bleiben. Oft trifft man sie beim Händler „um die Ecke“ beim Verbreiten von Binsenweisheiten und beim schwadronieren hanebüchener, weil erfundener Ereignisse. Ich glaube, ein jeder von uns hat sie dort schon einmal getroffen. Andere schmücken ihren Wohnbereich mit einem Meerwasserbecken mangels Ersatz von „großem Bild mit Rahmen“. Wenn dadurch Neugier und Lust an der Sache geweckt wird, bleibt nichts zu kritisieren. Aber leider ist das ein allzu seltener Vorgang. Viel zu oft scheitern diese Anfänger. Bestenfalls, wenn Geld keine Rolle spielt, endet das Hobby beim Händler mit Wartungsvertrag. Wenn diese Leute auch später in Sprachlosigkeit verfallen würden, wäre das ein Segen. Aber leider bleibt das einem auch nicht immer erspart.
    Dass die Meerwasseraquaristik Anforderungen an uns stellt, ist sicherlich unbestritten. Die Grundsätze haben sich aber nicht viel geändert. Manches ist einfacher und klarer geworden und einiges im Detail eben etwas komplexer und komplizierter. Damit muss jeder Anfänger zurechtkommen. Früher oder später. Nur, er sollte sich selbst hinein beißen und vor dem ersten Besatz die entsprechende Literatur zu Rate ziehen. Und sie auch verstehen lernen! Sich völlig unbeleckt im Netz erste Schritte erklären zu lassen, halte ich nicht für den richtigen Weg. Auch nicht im Internet-Zeitalter! Learning by doing ist hier nicht der richtige Ansatz. Wenigstens kaum für einen Anfänger und im Besonderen nicht für den Besatz.
    Dietmar, wie Du siehst, ist mein Blickwinkel ein anderer. Natürlich tun sich manche Anfänger schwerer als andere, nur zielstrebig sollten sie sein und neugierig bleiben. Dann ist nichts mehr schwierig sondern nur noch interessant, und spannend obendrein. Und so soll es bleiben!
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Hajo.

    Danke für Deine Mitteilung. Im Grunde glaube ich, dass wir sehr ähnliche Anschauungen bezüglich der Meerwasser Aquaristik haben. Ich bin mit Deinen Aussagen daher auch einverstanden. Das ein Nano schwieriger ist, bleibt aber trotzdem meine Meinung und daher für Anfänger nicht besonders vorteilhaft.

    Grüße Dietmar

  • Hallo Totsten.

    Habe nie ein Nano gehabt. Mein Becken hat knapp 500 lt. Glaube nicht das es zu den Nano gehört. Geschrieben habe ich aber zu diesem Becken zu Beiträge im MA gehabt.

    Grüße Dietmar

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