Phosphatdepots im Sand

  • Hi @ll,

    da ich schon seit eh und je in meinem Becken einen Phosphatgehalt von 0,1 mg messe, und diesen nicht runterbekomme, mache ich mir so meine Gedanken...

    An sich kann ich ja ganz gut mit diesem Wert leben, aber um besseres Wachstum und bessere Farben an meinen SPS zu bekommen, möchte ich den Po4 doch gerne dauerhaft senken. Vor allem möchte ich nicht wie bisher Monat für Monat mein Geld für Phosphatadsorber rausschmeissen.

    Klar ist, woher das Po4 kommt, nämlich aus dem Sand. Wie Torsten schon so oft geschrieben hat, habe ich mal tief aus dem Sand eine Wasserprobe entnommen, und diese auf den Po4 Gehalt gemessen, und JA, ich habe mein (dunkel)blaues Wunder erlebt...

    Aber wie kann eine dauerhafte Lösung aussehen? Den ganzen Sand raus womöglich, aber was dann? Frischen Sand wieder rein, bringt wohl auf Dauer das gleiche Problem wieder. Groben Korallenbruch am Boden verteilen? Nachträglich mörteln mach ich sicher nicht und geht ja wahrscheinlich gar nicht.

    Der Gravel und Substrat Cleaner von ML soll ja diese Depots im Sand aufbrechen können, aber da trau ich mich nicht so ganz drüber und vor allem glaub ich, wenn der wirklich so funktionieren sollte, kommt das gleiche Problem auch wieder früher oder später.

    Über Ideen und Vorschläge freue ich mich jetzt schon.

    lg, Michael

  • Hallo Michael,
    auch wenn Du es nicht wirkllich hören möchtest, ich würde weiter mit Po4 Adsorbern ( Diakat B ) arbeiten. Für sehr wichtig halte ich hier allerdings die Kontaktzeit mit dem Adsorber und würde diesen daher nur in einen Fliessbettfilter mit cirka 150-200 l/h einsetzen. Und natürlich solltest Du viel Geduld mitbringen, da es länger dauert bis der Po4 Wert sinkt. Schließlich löst sich ja immer wieder aus dem Bodengrund und aus der Deko etwas Po4 nach.
    Natürlich kannst Du dein Becken auch auf Zeolith umstellen oder es einmal mit den neuen Pelletfilter von Fauna Marin probieren.
    Oder aber man kombiniert z.B. Po4 Adsorber mit der Zeolith+Aktivkohle Methode und setzt nur die Basics von KZ ein. Hier gibt es ja genug Möglichkeiten um seine Werte so einzustellen bis einem die Farben passen und die Korallen ein gutes und gesundes Wachstum zeigen.
    Ansonsten würde mir noch ein externes DSB einfallen. Damit würdest Du auch Po4 auf einen natürlich Wert runter bringen. Und es wäre sogar eine recht günstige Geschichte die u.a. auch viele Vorteile mit sich bringt wenn man ein paar Punkte beachtet.

    Zum Gravel und Substrat Cleaner von ML, kann ich nur sagen das wir diesen in den letzten 8 Monaten im Einsatz hatten. Und ich Dir nur raten kann spar Dir das Geld für dieses Produkt. So Klasse wie ich das Thera P finde so enttäuscht war ich doch vom Gravel und Substrat Cleaner. Zumindest konnten wir mit diesem Produkt keine "Erfolge" erzielen.

    LG

    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Hergo (31. August 2012 um 15:14)

  • Hallo Michael

    Du kannst es auch mit kleine Dosierung von Kalkwasser versuchen, nach Möglichkeit vorm
    Abschäumer, damit dieser was zum Abschäumen bekommt. Aber Achtung auf PH und Calcium :smiling_face_with_sunglasses:

    Gruß Ewald

    _______________________________________________________________________________________________________________________________

    Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
    Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
    hab ich Angst vorm Licht. :loudly_crying_face:

  • hi,

    sand raus ist schon nicht schlecht.

    das reduziert den p04eintrag daraus schon enorm und spart kosten für adsorber.

    bei ausreichendem korallenbewuchs wird bei entsprechender beckenpflege/fischbesatz anfallendes po4 komplett verbraucht und jedweder adsorber überflüssig.

    wie hoch ist denn der no3wert?

  • No3 ist zwischen 10 und 15.

    Aber - Joe - was rein statt dem Sand? Ich kann ja nicht den nackten Glasboden lassen ...

  • Hallo Michael

    Habe ein Becken in ähnlicher Grösse (weniger lang aber breiter und höher) mit ca. 4-5cm Sandboden.
    Allein diese Sandboden-Biologie zieht mir NO3 auf 3-5, PO4 auf 0.1-0.16.

    Seit nur 3 Tagen setze ich das "NP bacto balance" von Tropic Marin ein und erfreue mich bereits an einem besseren Polypenbild und der PO4-Wert ist bei 0.093 (in der Hoffnung das er weiter sinken wird). Die NP Pellets mit Reaktor habe ich nicht im Einsatz (wäre allenfalls eine Nachrüstungsoption). Verzichte im Moment auf alle anderen Spuris ausser etwas TM A-Elements.

    MfG
    Lidia

  • Zitat

    Original von ratzfratz
    Aber - Joe - was rein statt dem Sand? Ich kann ja nicht den nackten Glasboden lassen ...

    moin michael,

    na, wieder sand.

    in verbindung mit einem moderaten adsorbereinsatz werden sich ja keine megadepots mehr bilden können und auch das korallenwachstum und die restliche, bakterielle biologie des beckens wird, bei nicht übertriebenem fischbesatz, durch ausscheidungen anfallendes po4 sofort wieder nutzen.

    wir nutzen hier auch keine adsorber und haben sand in den becken.

    po4: 0,02 und immer in richtung 0,00, sodass ab und zu wieder zusätzlich gedüngt wird.

    wie lange beleuchtest du mit was?

  • Hallo Michael,

    wenn es dir um die Optik geht und nicht um evtl. vorhandene Lippfische, die ja bekanntlich zumindest einen Sandbereich mit ein paar cm höhe brauchen, könntest du ja den Sand entsorgen und eine dünne Schicht frischen Sand einbringen. Das würde ich emfpehlen, habe auch die Erfahrung gemacht dass es gut ist alle 2-3 Jahre den Bodengrund zu tauschen, eben wegen der PO4-Einlagerungen.

    Große Adsorbermengen kosten auch Geld und die Kosten für eine dünne Sandschicht sind überschaubar. Daneben hat man schönen hell strahlenden Sand, der ja auch optisch meist besser aussieht als der Alte.

    Gruß
    Sven

    2 Mal editiert, zuletzt von Sensay (14. September 2012 um 10:42)

  • Hallo!

    Ich hab das gleiche Problem, auch immer PO4 um die 0,1.
    Den Sand habich schon seit einigen Jahren und er hat 2 Beckenumzüge mitgemacht, was ja auch nicht ideal ist.

    Aber welchen Sand würdet ihr nehmen? Live Sand oder toten Sand??
    Ich mag recht feinen Sand,aber muss nicht zu fein sein. Was könnt ihr da empfehlen?

    Viele Grüße!

  • Michael, eine der Pflegemaßnahmen, abgesehen von vielen ständig grabenden Tieren, bei Sandbecken wäre, den Sand regelmäßig zu tauschen, das ist auch nicht so teuer.
    Lebender Sand ist in dem Fall Unsinn, der im Becken lebt ja schon.
    Als Faustregel sollte man vielleicht 3 x im Jahr jeweils ein Drittel des Bodens tauschen, so wird er einmal jährlich gewechselt.
    Wenn Du kein Trockenfutter fütterst, wirst Du über Jahre viel Freude an dem Becken haben.

    Wenn Du natürlich viele Phosphatdepots hast, kannst Du auch jetzt die Hälfte, etwa 2 Monat später die andere Hälfte tauschen.
    Wie Stephan schon schrieb, trotzdem nicht auf Adorber verzichten, aber 3 x im Jahr wechseln sollte dann reichen.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Korallenwelt: Wieso kein Trockenfutter? Rein von der Phosphatmenge dürfte Frostfutter ja nicht wirklich anders sein bei gleicher realer Futtermenge (Trockengewicht).

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!