Ozoneinsatz - Unsicher bei Einstellung

  • Hallo zusammen,

    sicherlich schon x mal angesprochen aber ich finde im Forum keine befriedigende Antwort.

    Möchte die Gelbstoffe loswerden.
    Hab mir ne Luftpumpe besorgt (100L/h) und nen Sander C1oo durch zufall in die Finger bekommen.

    Luftpumpe nach Anweisung meines Tunze Abschäumers auf voll Leistung aber wie stelle ich bei nem stufenlosen Regler am Sander die MG Ozon ein?
    Lt. Tunze soll ich 1MG Ozon pro 1oo Liter Wasser einstellen und die Luftpumoe auf 1oo Liter die std.
    Wären bei mir gut 5 MG Ozon die Std. Aber wie weiss ich wieviel 5 MG Ozon sind bei dem Ding!?

  • HI

    Dreh den Regler am Ozonisator so weit hoch, dass das Lämpchen gerade angeht. Dann lässt Du das mal einen oder zwei Tage so laufen und schaust mal was passiert, wenn das Wasser schön klar wird kannst Du es ja so lassen, wenn nichts passiert drehst Du weiter hoch. Bitte auf gar keinen Fall nach der Methode "viel hilft viel" an die Sache rangehen. Je nach Abschäumer, Wasserdurchsatz, Belastung des Beckens etc. kann die optimale Dosierung sehr stark von irgendwelchen 08/15 Dosieranweisungen abweichen. Zu wenig Ozon bringt nichts, aber zu viel kann echt üble Folgen haben. ICh habe Ozon jeden Tag 6 Std. laufen und bin damit sehr zufrieden, mehr brauche ich nicht und hat bei mir z.T. negative Auswirkungen gehabt.

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Jens,

    danke dür die Warnung - bin eh jemand der erstmal behutsam an solchen Themen rangeht

  • jetzt drücke ich ja da 100L Luft die Std zusaetzlich in den Abschäumer - muss ich bei dem Tunze DocSkimmer an der normalen Luftschraube was zurückdrehen?

  • hi dave,

    der skimmer arbeitet ja durch luftansaugung.

    bei solcher ist es eigentlich nicht notwendig, eine luftpumpe zu betreiben.

    das ozonteil wird einfach an die luftansaugung angeschlossen.

    um ggfls. lufteinzugsengpässe zu vermeiden, arbeitet man üblicherweise mit einen t-stück in der luftansaugleitung, sodass ein teil luft durch den ozonisator gesaugt wird und ein teil über das offene t.

    das vermindert noch mal die dosiermenge und garantiert immer guten lufteinzug für den abschäumer.

  • Hm.. und wieso steht in dem Handbuch meines Tunze Abschäumers das zwingend ne Luftpumpe benötigt wird?!

    Der Sander hat ja auch zwei ausgänge - hab angst das ich mir das Ozon ins Wohnzimmer blase

  • ich hab auch nen docskimmer (den 9410) an meinem kleinen becken (250l) und ich hab ne pumpe dran gehängt, zufällig hab ich auch das c100, bissel überdimensioniert, das c25 häts auch getan, für mein becken

    der skimmer hat ja normalerweise nen ozonschlauch anschluss, aber wenn ich den benutzte hatte ich ozongeruch im zimmer, bei kleinster einstellung, also so dass gerade die lampe flackert.

    ich hab mir dann ein t stück besorgt/gefriemelt und in den luftanzugschlauch gesetzt.
    der abschäumer bekommt 100l luft und holt sich den rest wie gehabt, der saugt ja mehr als 100 liter, du brauchst da nichts einstellen.

    ich benutz auch noch silica gel zur lufttrocknung bevor es in den sander geht, brauch man nicht unbedingt bei der neuen sander generation da keramikbauteile, aber die ozonbildung soll effizenter sein wenn die luft trocken ist ... wie gesagt brauch man nicht unbedingt, aber ich hatte es rumliegen also benutz ichs auch.

    ich lass es auch 6 stunden laufen, alle 1,5 stunden für 20 min mit zeitschaltuhr.

    wasser ist kristallklar

    bedenken brauchst du nicht wirklich haben, wenn du ozongeruch im zimmer hast erschnüffelst du das sofort, riecht wie in nem copyshop, notfalls mal am ozonausgang schnüffeln, dann weisst du wie es riecht .... dann musst halt an der konfiguration was ändern.

    jo und am ausgang des schäumers aktivkohle, is eh klar

    2 Mal editiert, zuletzt von Niesmuschel (18. April 2012 um 10:38)

  • hasdt du die Luftpumpe und den Sander Zeitgesteuert? oder nur den Sander und die Luftpumpe durchlaufen?

  • Genauso mit T-Stück habe ich es an meinem AS auch dran und funzt super ohne zusätzliche Luftpumpe.

    Gruß
    Dirk

  • hab die pumpe und den sander in ne abschaltbare mehrsteckleiste und die in die uhr, also geht beides gleichzeitig an und aus, kannst die pumpe auch durchlaufen lassen, aber mir brummte meine zu laut und ausserdem kostet auch die strom

    2 Mal editiert, zuletzt von Niesmuschel (18. April 2012 um 10:41)

  • Hallo Dave,
    denke bitte daran das Wasser welches aus deinem AS kommt, über etwas Aktivkohle 20-30g laufen zu lassen. Damit wird dann das Restozon neutralisiert. Ganz so gefahrlos wie immer dargestellt, ist die Zugabe von Ozon nämlich nicht.

    LG Stefan

  • nicht wirklich, da die nur als katalystaor wirkt, sie verbaucht sich durchs ozon nicht, ozon wird daran nicht adsorbiert, sondern nur gespalten

  • Hi Niesmuschel,

    bist du Dir sicher, dass Kohlenstoff nicht verbraucht wird? Ich meine schon, dass es zu einer Bildung von CO2 und CO kommt. Im Endeffekt hast du jede Menge undefinierte Oxidationsprodukte (u.U. auch Nitrosamine etc.), wieso also keinen oxidierten Kohlenstoff? :smiling_face:

    Grüße,
    Björn

  • Der Kohlenstoff ist KATALYSATOR und kein Reagenz. Daher verbraucht er sich nicht an der Aufspaltung des Ozons.

    Die Kohle sollte aber dennoch so etwa alle 6 mal gewechselt werden, da sie nicht mehr Aktiv als Adsorber (bereits nach 2 bis 3 Tagen) arbeitet und nur noch Funktion als biologische Oberfläche hat. Somit kann das Ozon irgendwann nicht mehr aufgespalten werden, da es gar nicht mehr mit der Kohle in Berührung kommt.

    Gruß Micha

  • Hi nochmal,

    Aufspaltung von Ozon ... ok und wo geht der Sauerstoff dann hin?


    "Bei der heterogenen Reaktion von Ozon mit z.B. Aktivkohle entstehen
    sauerstoffhaltige Oberflächengruppen am Festkörper und, im Unterschied zur homogenen
    Ozonolyse, als gasförmige Produkte CO und CO2.
    Stephens et al. haben die Reaktion von Ozon mit Kohlenstoff erforscht. Der aus diesen
    Untersuchungen abgeleitete Mechanismus erklärt zwar die Entstehung von CO und CO2 bei
    der Reaktion von Ozon mit einem kohlenstoffbasierten Festkörper, jedoch nicht die
    gleichzeitige Bildung der Oberflächengruppen.
    Durch die Chemisorption eines Sauerstoff-Atoms an einem reaktiven Zentrum der
    Kohlenstoffoberfläche zerfällt das Ozon. Dabei wird ein O-Atom adsorbiert und
    molekularer Sauerstoff freigesetzt. Aus zwei adsorbierten Sauerstoff-Atomen kann
    wiederum molekularer Sauerstoff gebildet werden. In Summe wurden somit zwei Ozon-
    Moleküle katalytisch zu drei Sauerstoff-Molekülen umgesetzt. Ausgehend von dieser
    Ozonzersetzung durch Kohlenstoffmaterialien, müsste die vorgelegte Ozonkonzentration
    stark abfallen und schließlich Null werden. Es wurde jedoch beobachtet, dass die
    Ozonkonzentration nach einer anfänglichen starken Abnahme einen Gleichgewichtswert
    erreicht. Dies wurde mit dem Auftreten einer Parallelreaktion erklärt. Aus einem bzw. zwei
    adsorbierten Sauerstoff-Atomen kann durch die Reaktion mit Kohlenstoff aus dem Feststoff
    Kohlenstoffmonoxid bzw. -dioxid gebildet werden. Dieses vergiftet die
    Katalysatoroberfläche. Nach der Desorption der Gase werden die reaktiven Zentren wieder
    frei und die katalytische Ozonzersetzung kann erneut ablaufen " [Oberflächenoxide auf Kohlenstoffbasierten Materialien; Diss 2010; Darmstadt]


    Grüße

  • Zitat

    Original von Gerhard Richter
    Hallo Micha


    Stunden, Tage, Wochen, Monate? :confused_face:

    mfg Gerhard


    ok so alle 6 Minuten........


    Spaß bei Seite, als praktikabel haben sich bei den meisten Usern 6 Wochen herausgestellt.

    Gruß Micha


  • Na dann rechne mal aus wie viel Ozon du benötigst um etwa 50 gr Aktivkohle zu zersetzten in rund 6 Wochen.

    Und dann rechne mal gegen was etwa 10mg Ozon (dürfte so die meist eingesetzte Menge sein) die Stunde zersetzten in 6 Wochen. Zumal die meisten nur Stundenweise Ozon einsetzten.

    Also bei mir (ca 30 mg die Stunde für 4 Stunden am Tag) und anderen Usern hat sich die Kohle (ca 50 gr alle 6 bis 8 Wochen) bisher nicht aufgelöst.......

    Gruß Micha

  • jetzt wird ja ne wissenschaft draus gemacht .... ja es wird co2 und co gebildet, aber der "verbrauch" bezog sich auf adsorption, so wie kohle normal im gebrauch ist.
    daher würde die kohle theoretisch eher aufgebraucht, es wäre also nichts mehr da zum wechseln .... aber rein theoretisch sollte an der kohle gar kein ozon mehr ankommen, sondern im abschäumer vebraucht werden und falls doch ein wenig an der kohle ankommt, bis die die kohle aufgezehrt hat, hast du ne grauen bart oder die kohle ist anderweitig weggegammelt.

    im prinzip hat micha recht, katalytisch wird die kohle irgendwann umbrauchbar, weil die oberfläche fehlt, aber ich seh das nicht so eng, denn dann reagiert das ozon, da sehr reaktionsfreudig, halt mit nem bakterium und ist trotzdem wech.

    ich finde die ganze fragestellung jetzt zu akademisch .... und gleich geht der streit los, dass man kohle gar nicht lange betreiben soll, weil dann giftstoffe frei werden usw usf.

    6 wochen ist ne gute zeit, ich tausch meine sogar früher, nicht wegen der angst keine oberfläche mehr zu haben, sondern einfach, weil sie sich wie ein filter mit der zeit zusetzt, sonst würd ich die länger drin lassen

  • He Gernot,

    die Giftstoffe werden doch freigesetzt nach .......... grrrr...... :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    :baaa:

    Gruß Micha

  • die Kohle einfach in ein Säckchen packen und unter dem Auslass des Abschäumers packen?

  • Ja genau so habe ich es auch gemacht.

    Ich habe keine strumpfsocke genommen, da zu feinmaschig.

    In einigen Päckchen sind grob maschige säckchen dabei z.b bei sera silikatabsorber . Den habe ich genommen etwas kohle rein und mit den seilen die man das säckchen zu binden bzw. Verschließen kann am auslass des abschäumers befestigt.

    Somit kann kein rückstau entstehen, weil es zu feinmaschig ist und kein dreck sich ansammeln.

    Ati 8x80w,BubbleMaster 200,DeBary,Kalkreaktor+Ph-Control,2x6105+7095,Sander C50,Pelletreaktor

    Gruß

    Cemil

  • Hi Dave,

    ja das ist so eine Sache wohin damit.........Aber wie du es gesagt hast ist es die praktikabelste Lösung. kommt immer auf den AS an. Bei meinen alten ATI Bubble Master hatte ich mir in das Ablaufrohr zwei Löcher bebohrt. Da dann ein 6mm Kunststoffrohr durch gesteckt. Daran habe ich den offenen Sack mit der Kohle direkt aufgehangen, so dass das Wasser direkt über die Kohle gelaufen ist. Nun habe ich einen Nyos AS mit Ablauf in der Bodenplatte....... Da der AS auf einer Plattform steht geht es halbwegs. Ich habe das Filtersäckchen direkt vor die Öffnung gelegt, in der Hoffnung es bringt etwas.

    Gruß Micha

    Einmal editiert, zuletzt von Micha W. (18. April 2012 um 17:01)

  • nun hat der Tunze DocSkimmer 2 Auslässe,

    einmal auf der Rückseite wo das abgeschäumte wasser wieder austritt und einmal vorn um den Wasserstand für den AS zu simulieren mit nem Filterschwamm.

    Ich würde nun die Kohle unter den Rückauslauf platzieren....

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