• Hallo, alle zusammen!
    Gemeinhin liest man ja zu Bio- bzw. Rieselfiltern immer etwas in der Art: Bloß nicht, Nitratbomben, ja kein Filterschaum usw. Nun wird in der neuen Koralle die für meine Begriffe riesige Korallenvermehrungsanlage von Wendel vorgestellt. Und was sieht man da? : Eine komplette Wand mit siporaxgefüllten Rieselfiltern. Ja, was denn nun? Nach einigen Monaten Abstinenz plane ich wieder ein kleines Korallenbecken und habe mir dafür im Netz ein kleines Filter-Rack von Schuran besorgt. Ein Teil des Wassers wird über eine Rolle aus Filterschaum geleitet, die den biologischen Filterteil darstellen soll. Man könnte natürlich auch Biobälle oder Siporax verwenden, aber die Frage ist, ob das von Vorteil ist. Andererseits, wenn so eine professionelle Anlage wie die von Wendel mit Biofiltern betrieben wird, dann kann es doch nicht ganz verkehrt sein, oder?

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Hallo Stefan

    ich kenne die Anlagen von Jürgen. Habe die alte Anlage und die neue im Aufbau gesehen.
    Ich bin sicher nicht die Referenz hier, aber ich denke das funktioniert bei ihm sehr gut weil er wenig Fische in den Anlagen hat. Wen es aber überhaupt nicht funktionieren sollte, würden die verschiedenen Anbieter diese Filter sicher nicht mehr anbieten.
    Ich denke das ganze in einem Riffbecken mit Fischen ist sicher heikler als ohne.
    Aber wie schon gesagt, ich bin nicht die Referenz in dem!
    Ich kann nur sagen das seine Korallen bei mir in der Anfangsphase problemlos überstanden haben und ich mich heute noch an diesen freue.

    Gruss Philipp

  • Hallo Stefan,

    wie Philipp schon geschrieben hat, geht es dort um Korallenbecken, fast ohne Fische. Wenn du so etwas einrichten willst,
    kann ein Rieselfilter sinnvoll sein, um den Korallen ein wenig Nitrat zu beschaffen. Im normalen Meerwasseraquarium
    hast du aber wahrscheinlich kein Interesse an Nitratproduktion. Dort sollten Biofilter anders arbeiten und
    statt Nitrat elementaren Stickstoff produzieren.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin

    interessant wäre natürlich die Grenze zu kennen.
    Als ich die Filtermatten bei Jürgen gesehen habe dachte ich auch was wird da immer ein Drama darum gemacht wegen dem Nitrat. Denn die Filtermatten sind sicherlich kein bedeutend älter als ein paar Tage!

    Gruss Philipp

    PS: deine Korallen sind natürlich auch noch vorhanden.
    Wie sieht es mit dem WW aus? WW steht nicht für Wasserwechsel... :grinning_squinting_face:
    Haben Ferien und könnten mal auf einen Sprung vorbei kommen... :wink
    Wollten eh mal das Naturhisterische Museeum anschauen.

  • Ausserdem ist der Filter dort doch nach dem Abschaeumer? Da sollte also gar nicht mehr so viel ankommen. Und so wenig kg Fische pro Liter Wasser sind das dort auch nicht. Aber auch ne Menge Korallen, die einiges an Naehrstoffen ziehen.

  • hi,

    in einem korallenbecken mit fast ohne fisch, hat n biofilter überhaupt kein interesse daran, nitrat zu erzeugen...

    von was auch.

    natürlich hat ein biofilter eine funktion, z. b. in becken ohne ls aber mit fisch, worauf hier wohl verzichtet wird, die oberfläche zur ansiedlung für nitrifgizierende bakterien zu bieten.

    (und nicht alles was verkauft wird, ist auch nützlich für uns :winking_face: )

    biofilter brauchte man in vorzeiten, als ausser lochgesten zur deco, nur fische gepflegt wurden und somit enormer siedlungsraum für bacs von nöten war.

    aber da es ja hier nix zu nitrifizieren gibt....

  • Danke für Eure Antworten. Habe ich das dahingehend richtig vertsanden, dass der Bio-Filter im aeroben Milieu aus Nitrit Nitrat erzeugt? Und dass das nur in Becken ohne entsprechende Bakterienstämme ( die sich ja sowieso irgendwann einfinden) nicht erforderlich, im schlimmsten Fall auch kontraproduktiv ist? Dann werde ich die Schaumstoffwalze also entfernen und die Kammer einfach leer lassen. Denn einige, wenige Fische sollen ja in den 60er Würfel ja trotzdem mit einziehen.

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Hallo Stefan,

    nicht der Biofilter erzeugt das Nitrat, sondern die nitrifizierenden Bakterien, die sich dort ansiedeln. Dazu werden aber auch die Vorstufen von Nitrit gebraucht, nämlich Aminosäuren oder Ammonium. Wenn das nicht vorhanden ist wegen fehlender Fütterung oder Fischausscheidung, kann kein Nitrit und damit auch kein Nitrat entstehen.

    Grüße
    Ingrid

  • :confused_face: hmm, warum wird eigentlich immer gesagt das Biofilter Nitrat produzieren?
    Die Wahrheit ist ein aerober Biofilter produziert nicht nur Nitrat sondern auch Phosphat. Diese Tatsache wird immer wieder vergessen.
    Warum wird es vergessen? Ganz einfach: In der Zeit als Rieselfilter populär waren und die Aquarianer erhöhte Nitratwerte feststellten wurde einfach noch kein Phosphat gemessen, es gab keine Tests und die Notwendigkeit einer Messung war nicht bekannt. Schaut mal in alte Bücher, da gibts keinen Abschnitt über Phosphat.
    Außerdem war damals keine Kohlenstoffdosierung bekannt! Ich glaube dass man heute durch Kohlenstoffdosierung (Vodka, Essig, Zaubertröpfchen) auch anaerobe Verhältnisse innerhalb eines recht dünnen Biofilms erzeugen kann die eine Reduktion von NO3 zu Stickstoff ermöglicht und gleichzeitig ein "verpacken" von Phosphat in bakterielle Biomasse ermöglichen kann.
    Wer weiß, vielleicht erleben wir bald eine Renaissance der Biofilter...
    Eins sollte aber klar sein: Nur ein Wasserwechsel, Abschäumer, Absorber, oder austragen von Biomasse (Algen ernten oder Korallen) kann Phosphat aus dem Becken entfernen.
    Früher war das Wachstum von Korallen so gering dass ein eigentlicher "Verbrauch" also das verpacken von Stickstoff und Phosphat in Biomasse nicht zu beobachten war, diese Stoffe reicherten sich unweigerlich an. Heute könnte das in einer Korallenzuchtanlage durchaus nützlich sein. "Limitierung" war unbekannt- heute ein "Luxusproblem".
    ( In diesem Zusammenhang finde ich das übrigens auch :confused_face: :face_with_rolling_eyes: verwirrend, dass wir Aquarianer "Produzierende" Tiere also Korallen als "Verbraucher" bezeichnen)
    Lars

    Einmal editiert, zuletzt von Lars Kläning (5. August 2011 um 01:44)

  • Zitat

    Original von Lars Kläning
    :confused_face: hmm, warum wird eigentlich immer gesagt das Biofilter Nitrat produzieren?
    Die Wahrheit ist ein aerober Biofilter produziert nicht nur Nitrat sondern auch Phosphat.


    Hallo Lars,

    wie soll das funktionieren?

    Grüße
    Ingrid

  • Moin Stefan,

    nein das hast du nicht richtig verstanden, aber man hat es dir auch nicht richtig erklärt.
    >90% der organischen Belastung/"Verschmutzung" im Meerwasser bestehen aus
    den Elementen C, H und O. Diese werden im aeroben Biofilter zu H2O und CO2 abgebaut.
    Steinkorallen benötigen sehr nährstoffarmes Wasser.
    Der Löwenanteil des Stoffwechsels im Filter hat also nix (direkt) mit Stickstoff zu tun!

    Fische scheiden über die Kiemen NH3 aus, wenn sie stickstoffhaltiges Material verstoffwechseln.
    Bakterien wandeln dieses Fischgift zu Nitrit.
    Beide Prozesse sind positive Eigenschaften von sogenannten aeroben Biofiltern.
    Nitrit wird zu Nitrat, dessen Existenz im Aquarium logischer Weise die Grundvoraussetzung für Denitrifikation ist.

    Nachteilig ist aber zB die Sauerstoffzehrung von vielen Biofiltern. Das freie Wasser im Riff ist im Tagesmittel
    hyperoxisch, dh rel Sauerstoffgehalt > 100%.
    Ein emerser Filterkörper(aka "Rieselfilter") hat dieses Sauerstoffproblem gewöhnlich nicht, feine Watte oder
    feinporige Schwämme submers montiert aber schon eher.

    Normalerweise benötigt man kein zusätzlichen Boifilter, weil die Beckendeko, wenn sie eine hohe spezifische effektive Oberfläche hat, Bakterien genügend Siedlungsraum zu Verfügung stellt. Solche Oberflächen sind auch keine Planktonfallen wie viele Biofilter.

    Insgesamt könnte man über Biofilter ganzes Buch schreiben.Ob sich das lohnt wegen Nitrat weiss ich nicht. Kein anderer
    Wasserparameter darf soweit entfernt von natürlichen Verhältnissen abweichen wie Nitrat.

    Gruss
    Rainer

  • Zitat

    Original von Lars Kläning
    Eins sollte aber klar sein: Nur ein Wasserwechsel, Abschäumer, Absorber, oder austragen von Biomasse (Algen ernten oder Korallen) kann Phosphat aus dem Becken entfernen.
    Früher war das Wachstum von Korallen so gering dass ein eigentlicher "Verbrauch" also das verpacken von Stickstoff und Phosphat in Biomasse nicht zu beobachten war, diese Stoffe reicherten sich unweigerlich an. Heute könnte das in einer Korallenzuchtanlage durchaus nützlich sein. "Limitierung" war unbekannt- heute ein "Luxusproblem".
    ( In diesem Zusammenhang finde ich das übrigens auch :confused_face: :face_with_rolling_eyes: verwirrend, dass wir Aquarianer "Produzierende" Tiere also Korallen als "Verbraucher" bezeichnen)
    Lars

    moin lars,

    deine unten gestellte frage beantwortest du ja bereits im text davor.

    für den betrieb des beckens ist es wichtig, po4 aus dem wasser zu entfernen. wenn das dann in der biomasse von wachsenden korallen verschwindet ist es doch unerheblich, ob es in wirklichkeit nicht doch noch da ist (in der koralle).

    natürlich sind korallen im vergleich zu fischen in erster linie verbrauchende organsimen.

    in einer korallenzuchtanlage wird der biofilter nur dann nützlich, wenn bei fehlendem LS und sand trotztdem nicht auf einen großen fischbesatz verzichtet werden soll.

    soweit ich mich zu erinnern glaube, soll bei jürgen jedoch kein flossenträger seine runden drehen.

    daher die frage nach den notwendigkeit eines künstlichen biofilters (siporax)

  • Joe,
    ja das weiß ich,
    es ist eben so das in der Biologie "abbauende" (organisches Material) Organismen als Destruenten also "Verbraucher" sind
    während "aufbauende" (organisches Material) als Produzenten.
    In der Aquaristik bezieht sich das "Verbrauchen" eben auf anorganisches Material, und so werden aus "produzierenden" Organismen (Korallen, Algen) auf einmal Verbraucher :]

    Ingrid
    sämtliche Biomasse, tod oder lebend, sei es Bakterie, Fisch,Koralle Alge oder sonstiges Futter besteht, wenn wir es nach den "Grundzutaten" betrachten aus Wasserstoff (H), Sauerstoff(O)Kohlenstoff (C), Stickstoff (N) und Phosphor (P)
    Ein " Abbau" von Biomasse ist letztlich immer erstmal eine Oxidation:
    Wasserstoff wird Wasser H2O -> fällt im Aquarium nicht auf
    Kohlenstoff wird CO2 -> kann das Aquarium verlassen da gasförmig.
    Stickstoff wird zu NO3 -> reichert sich erstmal an
    Phosphor wird Phosphat -> reichert sich an

    Dem Stickstoff geben wir jetzt die Chance zur anaeroben Reduktion: wird zu N2 -> kann das Aqua verlassen da gasförmig
    Beim Phosphor ist das anders: es gibt keine gasförmige Form, Phosphor bleibt immer im Aquarium, es kann nur über Absorber, oder über neu gebildete, gewachsene Biomasse (Algen, Korallen, Abgeschäumte Bakterien) aus dem Becken entfernt werden)

    Diese grundlegende Überlegung gilt immer, da Atome nicht einfach verschwinden. Sobald wir füttern, geben wir auch Phosphat ins Becken

    Die Aussage: Biofilter "produziert" Nitrat ist auch insofern sehr missverständlich/unrichtig, da es ja einfach nur anreichert. In einem wenig gefütterten Becken wird auch wenig Nitrat übrig bleiben
    Lars

  • Zitat

    Original von Lars Kläning
    Joe,
    ja das weiß ich,
    es ist eben so das in der Biologie "abbauende" (organisches Material) Organismen als Destruenten also "Verbraucher" sind
    während "aufbauende" (organisches Material) als Produzenten.
    In der Aquaristik bezieht sich das "Verbrauchen" eben auf anorganisches Material, und so werden aus "produzierenden" Organismen (Korallen, Algen) auf einmal Verbraucher :]

    das weiss ich, dass du das weisst. :O

    das problem ist, dass viele das nicht wissen bzw. (zumindest) den anfäger das durcheinanderr bringt.

    dipl. biologe und riffaquaristik - zwei unterschiedliche welten.

    in bezug auf das "reduzieren" von freiem no3/po4 verwende ich seit neuestem die beschreibung:

    "produzenten" für fische, die "schadstoffe" produzieren und "konsumenten" für korallen, die "schadstoffe" aufnehmen.

    und wie durch ein wunder fällts den leuten wie schuppen aus den haaren und sie begreifen, dass der stark erhöhte no3-wert in der hauptsache aufgrund nicht ausreichenden korallenbesatzes und etwas zuviel an fisch hervorgerufen wird.

  • Zitat

    Original von Lars Kläning
    Phosphor wird Phosphat -> reichert sich an


    Hallo Lars,

    Phosphor tritt auch in lebenden (und toten) Organismen als Phosphat bzw. als Phosphorsäurerest auf (Nucleinsäure, ATP, Calciumphosphat der Knochen usw.). Das muss also nicht erst im Biofilter "produziert" werden. Daher wunderte mich dein Einwand.

    Grüße
    Ingrid

  • Zitat

    Original von Lars Kläning
    Wer weiß, vielleicht erleben wir bald eine Renaissance der Biofilter...

    Hallo Lars,

    bis Du schon am Probieren? :smiling_face: Oder war das jetzt rein spekulativ? Würde mich nämlich auch mal interessieren, was die Korallen dazu sagen, wenn man ihnen statt Aminosäuren und Ammonium Nitrat anbietet.

    Bei der Dosierung habe ich vor Jahren nicht so gute Erfahrungen mit Nitrat gemacht, vielleicht ist das aber mit Filter anders, wer weiß?

    Gruß

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-WernerBei der Dosierung habe ich vor Jahren nicht so gute Erfahrungen mit Nitrat gemacht, vielleicht ist das aber mit Filter anders, wer weiß?

    OK, denn werde ich es einfach ´mal aus probieren und den Filter statt der Rolle mit Siporax bestücken und schauen, wie sich alles entwickelt.

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Zitat

    Original von muschelschubser
    OK, denn werde ich es einfach ´mal aus probieren und den Filter statt der Rolle mit Siporax bestücken und schauen, wie sich alles entwickelt.

    hi,

    ist doch wurst, welches material du nimmst....zumindes wenn die oberflächen
    ähnlich groß sind....

  • Hallo!

    Generell ist der Artikel über die Korallenzucht Wendel schon sehr Interessant.
    Die Technik würde ich eher bei einem Haifischbecken als bei einer Korallenzucht vermuten.
    Da es dort anscheinen gut Funktioniert bleibt die Frage wieso?
    Was wird alles mit den 60 Dosierpumpen zugegeben?
    Und wie verhalten sich die Korallen wenn sie in ein „normales“ Becken kommen?

  • Moin Joe + @all,

    Zitat

    Original von Joe
    das problem ist, dass viele das nicht wissen bzw. (zumindest) den anfäger das
    durcheinanderr bringt.


    ich denke viele Anfänger sind sich bewusst, dass ein Korallenriff ein komplexes
    Biotop ist und wenn man sich sowas in die Wohnung stellt es auch komplex bleibt.
    Die würden es gerne wissen, nur sagen es zu wenige, bzw zu viele arbeiten mit
    unsinnigen Begriffen.

    Zitat


    dipl. biologe und riffaquaristik - zwei unterschiedliche welten.


    Das Problem betrifft nicht nur die Biologie, sondern alle wissenschaftlichen/technischen Bereiche.
    Die ersten Aufzeichnungen über Wasseraufbereitung mittels Filtration sind über
    4000 Jahre alt. Seit dieser Zeit ist das Wissen erheblich gewachsen.
    Für die Aquaristik muss aber alles neu erfunden werden. Erkenntnisse aus den
    Bereichen der Hydraulik, Trinkwasseraufbereitung, Klärtechnik usw werden
    ignoriert oder bewusst vom Aquarianer abgehalten.
    Effektiv ist dabei die Sprachbarriere, mit der sich die Aquaristik umgibt. Bekannte
    Begriffe werden innerhalb der Aquaristik neu, aber anders, verwendet und altbekannte
    Dinge bekommen neue Namen. Scheinbar neuen Sachen sind in Wirklichkeit alte Hüte.
    Einen Luftheber zB kennt nur ein Aquarianer. Ausserhalb der Aquaristik ist der Begriff unbekannt.

    Zitat


    in bezug auf das "reduzieren" von freiem no3/po4 verwende ich seit neuestem die beschreibung:
    "produzenten" für fische, die "schadstoffe" produzieren und "konsumenten" für korallen, die "schadstoffe" aufnehmen.


    Naja besser schon, aber gut? Im Sinne einer Stickstoff- oder Phosphorbilanz ist ein Fisch,
    der sich aus dem Becken ernährt(zB reiner Aufwuchsfresser) neutral. Fischfutter oder
    allgemeiner die Futtergabe durch den Halter, was auch Korallenfutter einschliesst,
    halte ich als Eingangsgrösse für besser.
    Und warum sprichst du von Konsum. Biologen sprechen von Fixierung. Ich halte diesen
    "Fachausdruck" für zumutbar.

    Gruss
    Rainer

    Einmal editiert, zuletzt von Rainer S. (7. August 2011 um 10:19)

  • Zitat

    Original von Rainer S.
    Und warum sprichst du von Konsum. Biologen sprechen von Fixierung. Ich halte diesen
    "Fachausdruck" für zumutbar.

    moin rainer,

    du stehst ja auch nicht an der front :O

    im ernst, da braucht du oft ne doppelte dosis baldrian...

    da ich aber kein biologe bin, wende ich die sprache der aquarianer an.

    einfach = verständlich.

    Zitat

    Original von Rainer S.
    Das Problem betrifft nicht nur die Biologie, sondern alle wissenschaftlichen/technischen Bereiche

    nunja, wir haben es hier ja nicht mit anderen bereichen zu tun. und wenn mir mein arzt etwas erklären muss, wählt der, spätestens nach meiner aufforderung, auch verständliche worte.

  • Zitat

    Original von Reinhard Seidl
    Da es dort anscheinen gut Funktioniert bleibt die Frage wieso?

    Und wie verhalten sich die Korallen wenn sie in ein „normales“ Becken kommen?

    hi reinhard,

    ist die neue anlage nicht gerade erst in der einlaufphase?

    also mehr oder weniger ein versuch?

    noch ohne erkenntnisse über das funktionieren auf dauer?

    die frage des "klimawechsels" von "klinisch sauber" nach "bakteriell verseucht" haben wir auch schon diskutiert.

    aber wie alles in der riffaquaristik zeigt erst die anwendung der theorie, obs funzt.

  • Hi Joe

    Ok, an der Front schlagen wahrscheinlich Granaten wie "Fressen Goldfische Steinkorallen?"
    ein, aber hier ist man doch einen Klick von Google entfernt.
    Im Laden einen interlektlimitierten Kunden über Stunden zu beraten heisst ja auch andere
    Kunden warten zu lassen.
    Hier im Forum aber die Dinge zu weit zu vereinfachen, dass die Lösung eines Problems
    unwahrscheinlich wird? Ist das hier ein Fachforum oder nicht? Nicht jeder muss hier alles auf Anhieb verstehen.
    Lernen hat hier doch keine Geschwindigkeitsvorgabe.
    Ausserdem verstehe ich die "einfachen" Erklärungen und Fragen nicht, weil mir die verwendeten Begriffe nicht klar sind.
    Wenn ich einem/r Fachmann/frau eine Frage stelle und ich dann mit Kindergartenniveau die
    Antwort bekomme werde ich ungehalten, weil ichs genau wissen will, sonst würde ich nicht fragen.
    Schon als Kind wollte ich wissen wie die Menschen in den Fernsehen kommen und weil ich nicht an die oberen
    Schrauben kam, hab ich das Radio demontiert und die Erkenntnisse aufs Fernsehgerät übertragen.
    Wahrscheinlich ist nicht nur jedes Aquarium anders, sondern auch jeder Aquarianer.

    Gruss
    Rainer

  • [quote]Original von Rainer S.
    Ist das hier ein Fachforum oder nicht? (/quote]

    hi rainer,

    hmm..., gute frage!?

    wahrscheinlich nicht wirklich, da in der hauptsache keine fachleute hier (und in allen mewaforen) unterwegs sind.

    was nützt die beste "wissenschaftliche" erklärung, wenns der fragende laie nicht versteht?

    wobei das "fach" auch einer erläuterung bedürfte.

    bin ich jetzt "fachmann", nur weil ich zehntausende von korallen in ebensolcher korallenpflegeanlage vermehrt habe oder ist nur der gelehrnte/studierte einer "fachrichtung" der/die fachman/frau?

    auf der anderen seite taugt der "fach-biologe" nur knapp die häfte (für den bereich der mewaaquaristik), wenn er kein gestandener mewaaquarianer ist. :O

    dein zitat: "Biologen sprechen von Fixierung"

    das wusste ich bislang nicht (da kein biologe), kann mich also nicht in der form/ auf dem niveau äussern.

    interessiert mich aber auch nur am rande, da nicht relevant für meine "volkstümliche" erläuterung des
    "nähstoffumsatzes" und das betreiben der anlage.

    seltsamerweise versteht auch der intelektuell angehauchte die einfache erläuterung recht gut, da auch kein fachmann/frau der biologie. :winking_face:

    nicht vergessen: zuerst gabs den mewaaquarianer - dann den versuch der wissenschaftlichen erklärung.

    :]

    ps: kundenberatung steht bei uns im vordergrund, ohne andere unbedingt lange warten lassen zu müssen.
    es meckert auch seltsamerweise keiner, da jeder weiss, dass er ggfls. schon beim nächsten mal zum fragenden wird.

    nur wenn einer durch unsere erklärung der dinge meint, ungehalten werden zu müssen, darf er gerne das geschäft verlassen. :smiling_face_with_sunglasses:

    edith sacht noch: muss jetzt farmern gehen.

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