Paar- und Gruppenhaltungserfahrungen P. hexataenia (Sechsstreifenlippfisch) gesucht!

  • Hallo Zusammen,

    wer von euch hat über einen längeren Zeitraum P. hexataenia als Paar oder Gruppe gepflegt und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

    Wandeln sich beim Sechsstreifenlippfisch auch bei Paar- oder Gruppenhaltung die Weibchen nach einiger Zeit zum Männchen?

    Marubis arbeitet an einer Haltungsempfehlung und es wäre toll, wenn ihr uns hier weiterhelfen könntet!

    Würde mich über eure Hilfe freuen!

    Viele Grüße
    Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • Hallo Corinna,

    Ich habe meine beiden Sechstreifenlippfische seit etwa 20 Monaten in meinem 630 Liter Becken. Es hat sich bisher keiner von beiden umgefärbt. Ich habe sie sehr klein eingesetzt. Sie sind in der Zwischenzeit nicht wesentlich gewachsen.
    Sie vertragen sich untereinander und mit anderen Fischen sehr gut und schwimmen die meiste Zeit gemeinsam durchs Becken. Auch neu eingesetzte Fische sind kein Problem. Agressionen wie andere Aquarianer berichten konnte ich bisher nicht beobachten.

    Gruß

    Rasmus

  • ich könnte ja n un auch mal auf die Suche verweisen *grins*

    Harald und ich haben vor einige Jahren gleichzeitig genau mit diesen Fischen Gruppenhaltung eingeführt.

    Und nein, auch nach 2.5 Jahren gab es keinen erkennbaren Wechsel.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo habe seit gut zwei Jahren ein Paar, machen am Abend immer ein Tänzchen knapp unter der Oberfläche, ist sehr schön anzusehen.
    Veräderungen an den beiden konnte ich keine beobachten.
    Die beiden zu verpaaren war kein Problem.

    LG Robert
    (Schreibe gleichzeitig im Österreichischem Forum)

  • Hallo Zusammen,

    freu mich, dass sich schon die ersten hier beteiligen! Super, dass ihr uns eure Erfahrungen mitteilt! :]

    Wir haben seit einem Jahr ein Pärchen, nachdem wir bei unserem größeren Sechsstreifenlippfisch, den wir schon ein Jahr hatten, ein Exemplar unter 3 cm nachgesetzt haben. Jeden Abend gibts wie bei Robert einen Balztanz unter der Wasseroberfläche. Paarhaltung bisher 1 Jahr.

    Peter:

    Zitat

    ich könnte ja n un auch mal auf die Suche verweisen

    Dann verweise ich mal auf die Diskussion im Haltungsempfehlungsthread. :winking_face: Wir freun uns über Beteiligung! *grins* Über eure Gruppenhaltung hatte ich leider nichts aktuelles gefunden. Kannst du noch etwas dazu schreiben wie das genau aussieht (Verteilung Männlein/Weiblein)? Würde mich so auch interessieren, weil ich manchmal überlege noch einen kleineren Nachzusetzen, aber nichts riskieren möchte.

    LG Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • taj wenn ich Zeit hätte Corinna würde ich viel mehr machen ... gerade sitzt mein Sohn auf mir und ich warte das er wieder einschläft :

    Geht immer nur ein Männchen, meiner hatte jeden Abend 4 Frauen beglückt.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Guten Morgen,

    ist doch selbstverständlich, dass dein Sonnenschein vor geht! =)

    4 Frauen? Sportlich ... :grinning_squinting_face:

    LG Corinna

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  • *hochschieb*

    Hier haben doch sicher noch mehr Erfahrungen mit Paar- und Gruppenhaltung gemacht?
    Alle Erfahrungen sind interessant für uns. Wäre wirklich toll, wenn noch ein paar Berichte dazu kämen.

    Viele Grüße
    Corinna

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  • HI Wolfgang, HI Corinna,

    vom lateinischen her, müsste sich aber, Kathrin bestens damit auskennen:D


    Ich selber, hatte noch NIE längere Zeit, mehr wie ein Exemplar der Familie im Becken. Die P. hexakathrina habe meist 1-2 Jahre als Einzeltier gelebt.


    Gruß
    Dietmar

    283x130x87

  • Huhu,

    hat Kathrin auch einen Reisigbesen? *grins*
    Selbstverständlich behandelt ihr uns immer pfleglich hier, so dass wir ihn nicht zum Einsatz bringen müssen. :O

    LG Corinna

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  • Hallo Corinna,

    ich habe den Sechsstreifenlippfisch mehrere Jahre als Paar gepflegt.
    Sie waren in einem Seepferdchenbecken und das ging über viele Monate sehr gut. Irgendwann wurden sie dann extrem dominant. D.h. die Riesenseepferdchen durften sich nur in einer Ecke aufhalten, wenn die Lippfische balzten und das taten sie oft.

    In meinem Riffbecken hatte ich auch ein Paar Sechsstreifenlippfische. Diese kamen mit Doktoren etc. sehr gut aus.

    Als die Riesenseepferdchen anfingen unter dem einen Pärchen zu leiden, machte ich einen Fehler.

    Ich ging davon aus, dass mein Riffbecken groß genug für zwei Paare ist, zumal beide Paare sich bestens verstanden. Ich entschied mich, die beiden aus dem Seepferdchenbecken in das Riffbecken umzusiedeln.

    Es dauerte nur ein paar Stunden, dann hatte sich eine neue Zusammenstellung ergeben. Die Partner wurden gewechselt. Das nun dominate, neu gebildete Pärchen Sechsstreifenlippfische hat die anderen innerhalb eines Tages so gejagt und geprügelt, dass sie nicht mehr zu retten waren. Sie aus dem Becken zu retten war leider nicht möglich.

    Ich hoffe, das ist interessant für Euch.

    Übrigens eine meiner Kundinnen, deren Becken ich auch schon gesehen habe, hat auch ein Pärchen Sechsstreifenlippfische seit etwa 3 Jahren im Riff. Diese sind auch so dominant und angriffslustig, dass sie nie mehr ein Paar dieser Fische halten möchte. Weitere Details dazu habe ich mir nicht gemerkt, würde sie aber noch einmal fragen, wenn das wichtig für Euch ist.

    Liebe Grüße
    Elena Theys

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

    Einmal editiert, zuletzt von SeepferdchenDr (21. Mai 2011 um 23:40)

  • Hallo Elena,

    danke für den ausführlichen Erfahrungsbericht!
    Verhält sich das dominante, neugebildete Pärchen nun auch im Riffbecken gegen andere Fische aggressiv oder sind sie weitgehend mit sich selbst beschäftigt? Ist das Revierverhalten im größeren Riffbecken gleich?

    Interessant ist, dass auch das unterlegene Weibchen gejagt wurde.

    Liebe Grüße
    Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • Hallo Corinna,

    wir hatten drei Exemplare zeitgleich eingesetzt. Alle Tiere waren noch recht klein. Wir konnten keinerlei Streitigkeiten innerartlich feststellen. Wie bereits mehrfach beschrieben, wurde auch bei uns jeden Abend gebalzt. Nach ca. 1,5 Jahren fehlte plötzlich ein Weibchen. Weshalb konnten wir nicht feststellen. Das Nachsetzen zwei kleiner Sechsstreifen ging völlig schief. Die Neuankömmlinge wurden regelrecht zu Tode gehetzt. Ein Nachsetzen anderer Fische war ebenfalls äußerst problematisch, da jeder Neuankömmling ungeachtet der Größe attackiert wurde.

    Allerdings können wir nicht klar sagen, ob von den Sechsstreifen die Agressivität ausging oder ob diese als Trittbrettfahrer auf die Agressionen der acanthops eingestiegen sind.

    Fazit: Schöne Tiere mit einem tollen Balzverhalten, allerdings gegenüber allem Neuen sehr aggressiv. In meinem neuen Glas werden weder P. hexataenia noch c. acanthops einziehen.

    Grüße Ralf

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo,

    im größeren Riffbecken waren die Sechsstreifenlippfische wesentlich mehr mit sich selbst beschäftigt.
    Ja. Das unterlegene Weibchen hatte es nur ein kurze Zeit länger überlebt und mich erstaunt immer noch die Geschwindigkeit, in der sich das neue Paar gebildet hatte.

    Obwohl die Sechsstreifen sehr klein sind oder gerade deshalb (denn sie können die neuen in jeden Ritz verfolgen), sind sie für Neuankömmlinge eine echte Herausforderung. Riffbarsche, sogar die Preußenfische sind hier wesentlich friedlicher bzw. hören früher auf, zumal ihr Revier auch wesentlich kleiner ist.

    Bei einzeln gehaltenen Sechsstreifenlippfischen habe ich dieses Verhalten, die Neuankömmlinge intensiv und extrem über Tage ausdauernd zu jagen, jedoch nie erlebt. Hier ging es nach kurzer Zeit wieder friedlich zu.

    Liebe Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hallo Ralf, hallo Elena,

    Ralf:
    Danke für den interessanten Bericht! Waren vor Verschwinden des zweiten Weibchens Aggressionen durch die beiden anderen Sechsstreifenlippfische erkennbar?
    Sind die Aggressionen nur gegen Neuankömmlinge gerichtet?

    @Elena: Sind die Aggressionen mittlerweile nur gegen Neuankömmlinge gerichtet oder betrifft es auch Fische aus dem Altbesatz?

    Unsere Sechsstreifenlippfische sind nach wie vor weitgehendst mit sich selbst beschäftigt. Auffällig ist, dass sie die Leierfische nicht mögen. Nachgesetzt haben mein Mann und ich bisher nur ein Pärchen Kanarienlippfische, die nicht außergewöhnlich gejagt wurden.

    Viele Grüße
    Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • Meine Erfahrungen mit der Gruppenhaltung von Sechsstreifenlippfischen sind leider wenig positiv. Ich habe ursprünglich vier Tiere gehabt, die sich auch einige Wochen gut arrangiert haben. Abends war auch ziemlich schnell nach dem Einsetzen schon was an Paarungsverhalten zu sehen. Allerdings hat eins der Tiere wohl nach ein paar Wochen in einer Rauferei den kürzeren gezogen und wurde dann gnadenlos gemobbt, bis es nur noch geschwächt in der Ecke hing und ich es mit der Hand umsetzen konnte. Das gleiche ist dann auch nach wenigen Tagen Kandidat Nummer drei passiert, so dass ich am Ende nur noch ein Pärchen hatte.
    Bei mir haben die kleinen Biester auch die Mandarinfische auf der Abschussliste gehabt und diese immer wieder gebissen, wenn die sich mal auf Tour durch Becken begeben haben. Anderen Fischen gegenüber waren sie eigentlich recht gleichgültig, aber die Mandarins waren ihnen ein Dorn im Auge.

  • Zitat

    Original von Corinna Schreiner
    Hallo Ralf, hallo Elena,

    Ralf:
    Danke für den interessanten Bericht! Waren vor Verschwinden des zweiten Weibchens Aggressionen durch die beiden anderen Sechsstreifenlippfische erkennbar?
    Sind die Aggressionen nur gegen Neuankömmlinge gerichtet?


    Viele Grüße
    Corinna

    Hallo Corinna,

    Aggressionen gingen wenn dann ausschliesslich vom dominanten Weibchen aus. Bei der Balz des Männchens mit dem schwächeren Weibchen störte das Alpha Weibchen ab und an den Balztanz, welches das Männchen wiederum mit Aggression quittierte.

    Aggressionen immer nur gegen Neuankämmlinge (vorwiegend das männliche Tier), wobei unser Chelmon hin und wieder von den Sechsstreifen angemacht wurde. Dieser lies sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen :grinning_squinting_face:

    Der letzte Versuch eines Neubesatzes war ein juveniler Navarchus, welcher auf das heftigste attackiert wurde. Wir haben ihn schliesslich wieder aus dem Becken entfernt. Er hat die ganze Aktion ohne ernste Verletzungen überlebt.

    Interessant wäre zu erfahren, ob andere mit der Konstellation hexataenia und acanthops ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Der größte Stress ging immer zuerst von den acanthops aus. Die Sechsstreifen sind dann ebenfalls in die Hatz eingestiegen....

    Für mich eine klare Entscheidung, dass beide Fischis bei mir kein Zuhause mehr finden werden :grinning_squinting_face:

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo Ralf,

    das kann ich verstehen, dass du nach diesen Erfahrungen keine Sechsstreifenlippfische mehr einsetzen würdest.
    Wir haben bisher drei verschiedene Pärchen Lippfische gepflegt (Sechsstreifenlippfische, Kanarienlippfische und M. bipartitus). Alle zeigen ein sehr dominantes und lebhaftes Verhalten, wobei die Kanarienlippfische in der Hackordnung ganz oben stehen.

    @all
    Ich freue mich sehr, dass sich hier doch so viele beteiligen und ihre Erfahrungen posten, was uns für die Haltungsempfehlungen sehr viel weiterhelfen wird.

    Liebe Grüße
    Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • Hallo Corinna,

    ich habe später bei einem Beckenumbau die Chance genutzt, die beiden Lippfische herauszubekommen. Es hat zwei bis drei Tage gedauert und dann schwammen die Clownfische (diese waren bereits vor den Lippfischen im Becken) abends durch das ganze Becken. Vorher waren sie Tag und Nacht nur in einer Ecke über und unter einer Pumpe. Dort hatten die Clowns zwar auch gelaicht und ich hatte angenommen, dass sie von Natur aus dort blieben.
    Nach Entfernen der Lippfische waren sie wirklich jeden Tag im gesamten Becken unterwegs. Der restliche Besatz mit einem gelben Doktor, Vierstreifenpreußenfischen, Gelbschwanzdemoiselle, Gramma loretto und einem Fuchsgesicht war gleich geblieben.

    Wenn ich jemals ein Pärchen einsetzen würde, dann in einem Becken ab 1200 Liter.
    Die Lippfische selbst kommen mit wesentlich weniger aus, nur die anderen...

    Liebe Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Ich habe mal versucht einen dominanten Hahn den ich längere Zeut hatte zusammen mit vier jungfischen in ein neues Becken zu setzen, dass keiner der Fische vorher kannte. Nach wenigen Stunden (!!) war nur einer der neuen übrig. Dieser blieb dann bis zum Ende. Rausfanden ging damals nicht weil ich viel Riffkeramik drin hatte, u.A. die ganze Rückwand, und dahinter und darin unendlich viele Spalten für die Lippies waren. Damals 2003 gab es auch noch keinen Aquabond oder vergleichbares mit dem man die Ketsmik hätte versiegeln können vor dem Einsetzen der Fische :frowning_face:

    Einmal editiert, zuletzt von kenny (27. Juni 2011 um 23:17)

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