SPS sterben und kein Ende ist in Sicht

  • Hallo liebe Meerwasserfreunde,
    es ist ja nun nicht der erste Thread, den ich zu diesem Thema eröffnet habe. Aber das leidige Thema nimmt einfach kein Ende. Egal was wir probiert haben in den letzten 1,5 Jahren, es scheint das der Kampf immer zu Gunsten der Windmühle bzw. gegen die Steinkoralle ausfällt.
    Da mein damaliges Ziel, ein reines Steinkorallen mit dem Schwerpunkt SPS gewesen ist und ich dieses Ziel nach über 2,5 Jahren nicht erreicht habe, hoffe ich doch das Ihr mich ein klein wenig verstehen könnt, warum ich nochmals um eure Hilfe bitte. Irgendwann hat man halt die Lust verloren und man ist mit seinem Latein am Ende.

    Hier mal die Symptome bei den SPS ( meistens sind es Acropora Arten ) die immer unterschiedlich mal mehr mal weniger und mal überhaupt nicht mehr auftreten:

    -ein absterben von der Basis her
    -Gewebe löst sich in Fetzen ab
    -Koralle wird über Nacht weiß
    -Koralle verliert Farbe, schleimt stark ab und stirbt ( geht meistens in der Nacht los )
    -kein bzw. kaum Wachstum ( betrifft auch die Korallen die ansonsten gut stehen )
    -gutes Polypenbild aller Korallen

    dabei spielt es "keine Rolle" wie lange die Koralle schon im Becken. Eine Anacropora war über sechs Monate im Becken, zeigte zwar kaum Wachstum aber stand ansonsten gut da. Und dann trat folgendes letzte Nacht ein: -Koralle verliert Farbe, schleimt stark ab und stirbt ( geht meistens in der Nacht los ).

    Was haben wir nicht alles nach und nach Probiert in den letzen 1,5 Jahren:

    -absenken der KH auf konstant 7 ohne Erfolg
    -Zugabe von Spuries der Firma TM, die Korallen wurden dunkel und wir haben nie mehr wie 2ml auf 900l netto/Tag zugegeben, ergo die Produkte wurden schon stark unter dosiert
    -Füttern der Korallen mit Tropic Marin Phyton, Zooton, Reef Snow usw... ohne Erfolg
    -Abschäumer mit und ohne Ozon, die Wirkung den Korallen ging es noch schlechter und wir bekommen Cyanos innerhalb weniger Stunden
    -Aktivkohle mal mit mal ohne AS, hier nie mehr wie 200 Gramm für einige Tage. Auch das machte die Sache nur noch schlimmer.
    -anheben der KH auf 10, auch das stoppte das ablösen nicht.

    In den letzten drei Monaten, haben wir nun versucht Step by Step dank der Hilfe von Herrn Grah, Herrn Luther und Herrn Kokott den Fehler zu finden und das System etwas Umgestellt:

    -alle Gorgonien und Weichkorallen wurde umgesetzt in ein anderes Becken. Und es brachte sogar bei den LPS einen Erfolg, in dem diese mir mit einem besseren Polypenbild dankten. Auch einige SPS machten nun viel weiter auf.
    Evtl. hatten wir die Jahre eine Vergiftung der Steinkorallen durch die Nesselgifte der Gorgonien ??? Nun dieser Fehler wäre gefunden und beseitigt.

    -eine Osmoseanlage die wir bis dato nicht hatten, verrichtet nun ihren Dienst. Brachte zwar keine Veränderung, schließt aber das Leitungswasser schon einmal als weiteren Verdächtigen aus.

    -nun wurde an der Verbesserung der Strömung gearbeitet. Die sieben Tunze Nanostreams der 6055er Baureihe gingen mir schon lange auf den Zeiger. Trotz der Steuerung über einen GHL Profilux Plus II, hatte ich nie wirklich ein für mich zufriedenstellendes Strömungsbild. Und nach einem Besuch bei mir von Herrn Grah und einigen Gesprächen, wurde das System nun auf zwei Abyzz Pumpen der 200er Serie umgestellt. Vielen Dank noch einmal für die erstklassige Beratung.
    Nun hatten wir auch diese Schwachstelle beseitigt.

    -weiter ging es mit der Fehlersuche, und da das absterben von der Basis her nur noch neu eingesetzte Korallen betraf, stellten wir folgende Überlegung an: Evtl. haben wir trotz der starken Fütterung und einem recht guten Fischbestand doch eine Nährstofflimitierung ? Von Anfang an waren Nitrat und Po4 n.n. per Salifert und nun steht der Nitratwert bei 2,5 und der Po4 Wert ist immer noch trotz doppelter Messung bei n.n.. Nach einem Gespräch mit Herrn Kokott, haben wir dann den Abschäumer einfach einmal probeweise abgestellt.
    Leider brachte dieses auch keine Veränderung des Phosphat Wertes. Ergo irgend etwas muss Phosphat verbrauchen, aber da kaum Korallenwachstum zu verzeichnen ist, habe ich diese als Verbraucher immer ausgeschlossen. Bleibt wohl nur noch die Deko, bzw. die Bakterien auf der Riffkeramik. Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber anscheinend bietet die Riffkeramik von Herrn Luther, doch soviel Oberfläche für Bakterien, das diese als Po4 Verbraucher u.a. mit in Frage kommen. :winking_face_with_tongue:
    Da diese Sache in den meisten Becken, ja er positiv zu bewerten ist, möchte ich ihn auch nicht als negativen Faktor sehen. Schließlich Kämpfen andere über Jahre mit zu viel Po4 und wir kennen dieses Problem schon sehr lange nicht mehr.

    Inzwischen wie so oft, hatte ich mal wieder mein Wasser von drei verschiedenen Händlern testen lassen und es gab wieder das selbe Ergebnis Po4=n.n. :confused_face:
    Aktuell geben wir nun täglich 4ml/Tag von Mrutzek Hausmarke phosphor+ hinzu. Erste Beobachtungen zeigen zumindest das einige Korallen nun viel weiter Aufgehen wie vorher. Ob zumindest das Absterben von der Basis her damit gestoppt werden kann wird sich zeigen.

    Alle anderen oben genannten Symptome treten, wenn auch nicht mehr so stark wie früher weiter hin auf. Ich hoffe auf eure Mithilfe, um die/den letzten Fehler zu finden, damit mein Traum in Erfüllung geht.

    Zum Schluss noch einmal der Fragebogen:

    1. Welche Koralle/Korallenart ist betroffen?
    div. SPS, meistens Acropora Arten und hin und wieder eine Hystrix

    2. Wie lange steht das Tier im Becken?
    von Tagen über Monate, Nachzuchten von Privat bis Neuimporte ( diese sterben am schnellsten )

    3. Beckenvolumen?
    900 Liter netto

    4. Standzeit des Beckens?
    April 2008

    5. Verhältnis des Korallenbesatzes?
    Nur noch SPS und LPS Korallen, aktuell mehr LPS

    6. Nach welchem System wird es betrieben (DSB, MiracleMud,...)?
    Zur Zeit ohne As etc., nur Licht, viel WW und Korallenfutter von JBL und Salifert

    7. Beleuchtung und Alter der Leuchtmittel?
    12*54 Watt T5 und cirka neun Monate alt

    8. Wasserwerte und welche Tests ( nur Salifert ) wurden verwendet?
    a) NO3 - 2,5mg/l
    b) PO4 - n.n.
    c) Ca - 420
    d) KH - konstant bei 8
    e) Mg - 1200 / wird auf 1350 angehoben
    f) Ph - 8.2
    g) Salinität - 35
    h) Temperatur - zwischen 23.1 / 23.5 Grad laut GHL Messung

    9. Welche Änderungen wurden in den letzten Wochen/Monaten vorgenommen?
    siehe Bericht weiter oben.

    10. Weitere Zusätze (Spurenelemente, Aminos,...)?
    Keine, nur WW und Korallenfutter von JBL und Salifert, je 1ml/ Tag

    11. Zeigen andere Korallen Symptome?
    nur SPS

    12. Gibt es andere Tiere im Becken, welche für die Probleme als Ursache in Frage kommen?
    Nein.

    Vielen dank für eure Hilfe.

    LG Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Hergo (28. Oktober 2010 um 23:07)

  • Hallo Stefan,

    wenn Phosphat bisher ausschließlich mit Salifert gemesssen wurde, wäre ich mit einer regelmäßigen Zudosierung sehr vorsichtig. Es ist bekannt, dass dieser Test Phosphat erst anzeigt, wenn wirklich reichlich davon im Becken ist. Und dann hast du dir eventuell schon ein Eigentor geschossen. Da die Korallen nicht wachsen (und du auch nicht über Algenwachstum klagst), kann das Phosphat nur zur Depotbildung verbraucht werden. Die Bakterien können es nicht verwerten, wenn nicht gleichzeitig auch Nitrat in entsprechender Menge zur Verfügung steht sowie eine Kohlenstoffquelle als Energielieferant.
    Besorge dir einen wirklich guten Phosphattest und eine Referenzlösung, auch wenn es im Moment noch so aussieht, dass die Zugabe den Korallen gut tut.

    Grüße
    Ingrid

  • Er hat doch das Wasser gegentesten lassen bei Mrutzek und co. Denke der Wert stimmt schon mit n.n. Ich hatte das gleiche Problem mit einer PO4 Limitierung. Hatte aber das Glück das ich nichts zusätzlich zudosieren musste und mein Wert von alleine wieder stieg und das Absterben von der Basis her aufhörte. Hast es schon mit Frostfutter versucht?Einfach nicht ausspülen und mal eine Ladung mehr füttern. Auch wenn Dein Nitrat etwas hoch geht.


    Gruß Sven

    Einmal editiert, zuletzt von svenn1973 (29. Oktober 2010 um 08:42)

  • Hallo Stefan,
    das Anheben von PO4 halte ich auch für sinnvoll, evt. auch mit viel Frostfutter. Wenn du den Salifert-Test mit doppeltem Wasservolumen machst sollte der auch rechtzeitig was anzeigen. Ich würde noch die Temperatur um 1-1.5 °C anheben. Überprüfe auch mal die Temperaturmessungen, man kann da Überraschungen erleben. Die Korallen könnten dann etwas besser wachsen.

    Grüße
    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Fischegucker (29. Oktober 2010 um 09:08)

  • HI Steafan

    also die geschilderten Symthome sprechen tatsächlich für eine PO4 Limitierung....aber dann solltest du dann KH runter fahren 6,5- max. 7 dHK , überprüfe mal alle tech. Geräte im Becken ob da iwas Eisen abgibt.
    Was mich noch stutzig macht das ist dein Fischbesatz ...den find ich net !!!!!!

  • Hi,

    mit was misst du 8b und 8g ? Stell mal ein Bild rein von deinen Korallen. Ich hatte auch ewig ziemlich
    ähnliche Probleme. Wenn du mit Refraktometer deine Dichte misst, leih dir mal
    ein Leitwertmessgerät aus (Labormessgerät) und vergleich mal den Salzgehalt. Ich habe bei mir
    immer 35 mit Refrakto und Spindel gemessen, hatte aber mit einem geprüften Labormessgerät welches ständig mit Referenzlösung getestet wird, iin Wirklichkeit unter 29. Die Probleme waren ziemlich gleich. Habe oft WW gemacht, danach kam dann oft RTN oder Brown Jelly.
    Ich habe dann 5 verschiedene refraktometer und etliche Spindeln von mir und Bekannten
    getestet, wobei die meisten weit abgewichen sind. Die grosse TM Spindel hat noch am ehesten annähernd gestimmt.
    PO4 Limitierung bei 0 Wachstum und wahrscheinlich normal gefärbten Korallen? Eher nicht.
    Mit was testest du? Die meisten Tropftest gehen schon mal überhaupt nicht. Sogar der Rowa
    ist eher Rätzelraten mit den Farben. Wenn er 0 anzeigt, ist vermutlich immer noch was drin.
    War bei mir jedenfalls so. das reicht dann immer noch aus.

    Zitat

    Von Anfang an waren Nitrat und Po4 n.n. per Salifert

    hab ich wohl überlesen.
    Die Tests hatte ich auch, die kannst du total vergessen. Zeigen immer 0. Wenn da Farbe kommt ist
    es eh schon zu viel. Ausser den Macherey-Nagel bzw Rowa um die Tendenz zu zeigen, würde ich keinem vertrauen. Lies mal im Zeolith Forum.
    Wenn die anderen Händler mit den selben Tests gemessen haben, ist halt auch da 0.
    Ich will damit nur sagen, das du bei etlichen Fischen und viel Futter und 0 Wachstum eher nicht
    0 hast. Daher würde ich auch erst mal nichts reinkippen.

    Salzgehalt testen !!!!

    Gruß

    Gruß Spooner

    Einmal editiert, zuletzt von Spooner (29. Oktober 2010 um 14:21)

  • Zitat

    Original von Spooner

    hab ich wohl überlesen.
    Die Tests hatte ich auch, die kannst du total vergessen. Zeigen immer 0. Wenn da Farbe kommt ist
    es eh schon zu viel.


    Salifert NO3-Tests zeigen ca. 2 zuwenig an (Vergleiche mit Referenzlösungen)

    Zitat

    Ich will damit nur sagen, das du bei etlichen Fischen und viel Futter und 0 Wachstum eher nicht
    0 hast. Daher würde ich auch erst mal nichts reinkippen.


    Wo hast Du etwas von etlichen Fischen und viel Futter gelesen :confused_face:

  • Ich denke zwar die Frage ist überflüssig, wenn jemand wie Mrutzek dich beraten hat,
    aber habt ihr Metalle gemessen ? Eisen und Kupfer. Eisen ist ja nicht so immens schlimm,
    aber Kupfer ist mit Vorsicht zu genießen, und auf Grund der Tatsache, dass du keine Osmose-Anlage
    benutzt könnte sich hier der Wert nach und nach aufgebaut haben, wobei davon denke ich nicht
    nur die SPS betroffen wären. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass diese als erstes reagieren.

  • da z.B.

    Zitat

    Evtl. haben wir trotz der starken Fütterung und einem recht guten Fischbestand doch eine Nährstofflimitierung ? Von Anfang an waren Nitrat und Po4 n.n. per Salifert und nun steht der Nitratwert bei 2,5 und der Po4 Wert ist immer noch trotz doppelter Messung bei n.n.

    NO3 messe ich nicht, daher kann ich zu dem Test nichts sagen.

    Na ja, 2 zu wenig kann ich sicher auch bei Salifert PO4 bestätigen. Wenn ich dann 0,03 haben will und
    es sind dann 2,0 - 2,5. :winking_face_with_tongue:
    Mein Toleranzbereich von Messungen ist halt wesentlich geringer.Mein angestrebter Wert
    liegt auch zwischen 0,01 - max 0,08. Das soll mir dann mal jemand genau mit Salifert messen.

    Man sieht es auch sehr gut an den Korallen alleine wie die Tendenz von PO4 ist.
    Meine Messung bestätigt meist nur den Allgemeinzustand des Beckens ob eher niedrig oder
    eher höhere Werte vorhanden sind.

    Ich denke eher das der Grossteil der Messungen im Aquaristikbereich bessere, sogar eher
    schlechtere Schätzeisen sind. Laborqualität (Genauigkeit) bekommt man nicht für 6-10€

    Gruß Spooner

    4 Mal editiert, zuletzt von Spooner (29. Oktober 2010 um 16:28)

  • HI

    Spooner netter Versuch aber selbst wenn die Salinität 2-3 Promill abweicht erklärt es nicht die Symtome,sowie er auch schreibt das das ´Wasser von 3 Händlern gegen gemessen wurde und eine Aussage "recht guiter Fischbestand+Fütterung " ist immer relativ.
    Den Ansatz den Roven bringt würd ich auch noch aufgreifen , Depotbildung durch Eisen im Leitungswasser evtl.

  • Theoretisch betrachtet denke ich schon. Gebundene ausgefällte Nährstoffdepots setzen sich ja denke ich nicht
    an den Scheiben ab. Also muss an den Scheiben auch noch einiges an Nährstoffen im Wasser sein.

    Würden nur auf dem Bodengrund und den Steinen Algen wachsen, dann könnte man schon eher von einer Limitierung ausgehen, da diese die gebundenen Phosphate aufspalten können.

  • Guten Morgen,
    erstmal reiche ich einmal meinen Fischbesatz nach:

    1* Paracanthurus hepatus adult
    2* Zebrasoma veliferum
    1* Genicanthus lamarck adult
    8* Pseudanthias squamipinnis juvenil
    2* Xanthichthys auromarginatus
    1* Scarus quoyi
    1* Pseudocheilinus hexataenia
    1* Labroides dimidiatus

    @Ingrid,

    Zitat

    Da die Korallen nicht wachsen (und du auch nicht über Algenwachstum klagst), kann das Phosphat nur zur Depotbildung verbraucht werden. Die Bakterien können es nicht verwerten, wenn nicht gleichzeitig auch Nitrat in entsprechender Menge zur Verfügung steht sowie eine Kohlenstoffquelle als Energielieferant.

    Nitrat ist ja vorhanden laut Salifert Test 2,5-5 mg/l. Auch der Tetra Test zeigt nicht mehr wie früher 0 an, sondern färbt sich gleich von gelb=0 zu "orange" auf 12,5 mg/l um ( ergo zumindest ist etwas Nitrat im Wasser ). Zum Thema Kohlenstoffquelle, da wir ein bis zwei mal die Woche etwas Multisanostol über das Frostfutter geben und zusätzlich noch täglich 1ml JBL KorallFluid ( welches stark nach Vitaminsaft und sehr süsslich riecht ) ins Wasser zugeben, hätte wir hier ggf. schon die benötigte Kohlenstoffquelle.

    Wir werden uns bald mal den Rowa PO4 test inkl. einer referenz besorgen, sicher ist sicher.

    Sven,
    ja auch das mit dem Frostfutter hatten wir schon probiert. Brachte leider auch keinen Erfolg.

    @Lutz,
    die Temp. sollte stimmen. Messe ja schließlich mit 2 GHL Computern gegen und nehme davon dann den Mittelwert. Aber ich kann die Temperatur ja trotzdem mal um einen Grad erhöhen.

    Denis,
    eine KH unter 7 halte ich nicht gerade für unkritisch. Gerade bei meinem Becken welches eh immer ein auf und ein ab erlebt.
    Alle Geräter sind 100% i.O., von dieser Seite schließe ich schon einmal einen Fehler aus.

    @RouvenMarkovic
    Ja Eisen und Kupfer wurden auch schon das ein oder andere mal mit gemessen und wir können dieses ausschließen.


    Also ein Algenwachstum an den Scheiben ist bei uns auch vorhanden. Unsere Deko die übrigens aus Riffkeramik besteht, ist zu 100% mit Kalkalgen überwachsen, andere Algenarten findet sich dort schon lange nicht mehr. Und da wir keinen Bodengrund mehr haben, können wir diese Fehlerquelle auch schon einmal ausschließen.

    LG Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Hergo (30. Oktober 2010 um 13:59)

  • Hallo Stefan!

    Ich kann leider nichts zur Behebung Deines Problems beitragen.

    Aber ich bewundere Deine konsequente Vorgehensweise um den Fehler zu finden.
    Deine Ausdauer ist bewundernswert. :thup

    Zum Abschluss noch eine Frage.
    Wie geht es Dir mit Garnelen und Krabben?

  • Zitat

    Original von Hergo
    Und da wir keinen Bodengrund mehr haben, können wir diese Fehlerquelle auch schon einmal ausschließen.

    LG Stefan

    ^

    Nicht dein Ernst oder??

  • Im MeerwasserAquarianer 02/2009 ist ein interessanter Bericht, welchen Stellenwert eine Bodengrund-Schicht
    für die Haltung von LPS und im Besonderen auch SPS haben, hatte ich zufällig gerade vor einigen Tagen gelesen,
    weil mir ein Freund das Magazin zukommen lies.

    Dort wird es nicht gerade empfohlen ein Becken ohne Sandbett zu fahren, es ist ja nicht nötig ein DSB aufzubauen, aber die unzähligen Varianten von tierischem Plankton und auch deren Erzeugnisse tragen scheinbar
    massiv zur Azooxanthellaten Ernährung der SPS bei.

    Ich bin ja leider noch kein Experte auf diesem Gebiet, aber nachdem ich diesen Bericht gelesen hatte,
    werde ich kein Becken ohne Bodengrund von min. 3-4 cm fahren.

  • Hi,

    Spooner netter Versuch aber selbst wenn die Salinität 2-3 Promill abweicht erklärt es nicht die Symtome

    Dann lies erst mal genau. 28 zu 35 bzw 38 (Rotes Meer) sind nicht 2 Promill. Wenn du wirklich genau messen könntest würdest du sehen, wie viel 2 Promill wirklich ausmachen an dem Allgemeinzustand + Farbbildung der Tiere.

    Wenn die Händler alle mit den selben 3€ China Refraktometern oder ungenauen Schwimmern
    gemessen haben, was soll mir das jetzt wohl für ein Ergebnis bringen?

    Oder mit was haben die 3 gemessen, das würde mich jetzt ja mal wirklich interessieren???????

    Ich habe sicher über 10 Schwimmer und Refraktometer gemessen und die hatten alle teilweise riesige Abweichungen.
    Ich habe sogar das Laborgerät mit einem anderen Leitwertmessgerät und Referenzlösung
    gegen gemessen um dadurch sicher zu gehen das es stimmt, weil ich es auch nicht geglaubt
    habe das die ganzen Aquarienteile falsch gehen sollten.

    Wenn ich nicht über 2 Jahre die selbe Scheisse gehabt hätte um dann fest zu stellen das es nun doch
    am Refraktometer lag, hätte ich die ganze Sache auch nicht geglaubt. Meins hatte bei den
    ganzen Versuchen plötzlich während der Messung immer mehr Abweichung. Bis ich gemerkt
    habe, das es durch die Handwärme immer schlechter wurde.
    Habe dann gemessen, einen Föhn genommen, leicht und kurz drüber gehalten, da war die
    Abweichung bei über 10 Promill.

    So was soll ich jetzt zu solchen Teilen sagen?

    Kannst mir mal eine Wasserprobe schicken, dann messe ich den Salzgehalt. :gesalzt2:

    Und die PO4 Geschichte glaube ich beim besten Willen nicht das da 0.00 sein soll.
    Daher habe ich ja geschrieben ein Bild wäre mal sehr interessant, aber bisher ist ja nichts zu sehen
    und man orakelt über alles Mögliche rum. Wenn dann die Korallen nicht mindestens
    so aussehen wie bei den Pohljüngern, ist die Sache für mich sowieso gleich erledigt mit 0.00

    Gruß

  • Guten Morgen,

    @Reinhard

    Zitat

    Wie geht es Dir mit Garnelen und Krabben?

    Garnelen haben wir keine mehr drinne, waren aber genau wie Krabben nie ein Problem bei der Haltung.

    @Denis&RouvenMarkovic

    Zitat

    Nicht dein Ernst oder??

    Doch Denis, wir haben aktuell keinen Bodengrund mehr im Becken. Auch ich habe den Artikel gelesen und das Heft hier im Hause.
    Wir hatten bis vor einigen Monaten einen Bodengrund der nach und nach entfernt wurde. Das Ergebnis war er eine Verbesserung des Polypenbildes bei den LPS und SPS.

    Spooner
    hier die ersten Bilder. Zum Thema Korallenfarben, die sind ja gegeben und mir auch völlig ausreichend. Brauche nicht zwingend ein Bonbonbecken a la Pohl.

    http://www.pictureupload.de/originals/pict…11020101181.jpg

    http://www.pictureupload.de/originals/pict…11020101182.jpg

    http://www.pictureupload.de/originals/pict…11020101184.jpg

    Das letzte Bild zeigt besagte Anacropora. Dahinter steht eine Stylophora pistillata Milka, sie zeigt ein volles Polypenbild und wächst langsam aber sicher vor sich hin.

    Zitat

    Kannst mir mal eine Wasserprobe schicken, dann messe ich den Salzgehalt.


    Dein Angebot nehme ich gerne an. Du kannst mir ja einmal deine Adresse per PN mitteilen. Auch das Thema Leitwertmessung werde ich wohl mal in Angriff nehmen. Mein GHL bietet ja auch nach einer Aufrüstung diese Möglichkeit an.

    Falls jemand dieses Jahr zur Fisch und Reptil fahren sollte, ich werde auch dort sein und eine Wasserprobe mitbringen.

    Gruss Stefan

    2 Mal editiert, zuletzt von Hergo (31. Oktober 2010 um 10:47)

  • HI

    @ Spooner ist ja richtig das 28Promill net wirklich gut ist, aber normal misst man ja mit einer Ref.Lösung so das man derartige Abweichungen ausschließen kann , selber messe ich mit Refrak (Ref.Lösung geprüft ) und TM Spindel .
    Trotzallem denke ich Stefan wird das schon gegengemessen haben oder auch mit Ref,Lösung arbeiten,soviel traue ich ihm schon zu .
    Und ein Vergleich von Nährstoffarm zu Zeovitkorallen ist nicht möglich da hier mit Stoffen gearbeitet wird die
    die in "normalen" Becken nicht dosiert werden. :winking_face:

    Wie Roven schon schrieb , halte ich Sand für das wichtigste Medium in unseren Pfützen , lieber kannst du auf Gestein verzichten als auch Sand ,es ist das Medium was unserem System Stabilität verleiht unzähligen Getier und Bakterien Siedlungsraum bietet und in entsprechender Höhe zum Nitratabbau beiträgt .
    Allein wenn ich an den verlorenen Siedlungsraum für unsere heterotrophen Bakterien denke :loudly_crying_face: sowas geht mal garnet .
    Ich hab schon des öfteren gelesen das manch ein Hersteller :smiling_face_with_sunglasses: propagandiert das Bodengrund unnütz sei ,aber geanu von diesem Hesteller lese ich zu oft das seine Becken net funktionieren ,es sei mal dahingestellt ob da wirklich fundierte Beweise dahinterstecken :ylol

  • hi stefan,

    das letzte bild zeigt keine acro...

    denke typ monti.

    wer den tropic-marin-dichtemesser besitzt, braucht sich keine gedanken über eine "falsche" dichte machen.

    ausserdem ist die bandbreite der dichteakzeptanz der korallen nicht soooo eng gesteckt.

  • Warst schneller :grinning_squinting_face:

    also ich würde wieder gescheit Bodengrund einbringen und einen Kalki(Korallebruch) anschließen, dann sollten sich deine Probleme lösen.
    Trotzallem würde ich KH nochmal gegenmessen lassen und etwas senken wenn er wirklich bei 8 ist.

  • Hi,

    ich will damit ja auch nur deutlich machen, das wenn man mit Schätzeisen misst wie wir alle
    und die Korallen "normal" aussehen, man eher keine Werte bei 0.00 hat und somit auch nichts
    reinkippen sollte ausser Futter um Werte zu erhöhen, die wahrscheinlich sowieso schon
    eher hoch genug sind. Ich habe mir extra ein Photometer gekauft, aber ob das immer genau
    ist von Messung zu Messung bezweifle ich auch. Aber ich fange sicher nicht an die Werte künstlich
    zu erhöhen, solange meine Korallen nicht extrem (Zeolithfarben) aussehen.

    @ Joe
    die TM Spindel hat auch relativ gut gepasst, der Rest war eher grenzwertig. Zwischen 30 und 40
    ist die Bandbreite ja auch vorhanden. Ich hatte bei 28 (mit Refrak 35 gemessen) regelmässig
    nach WW Probleme mit Gewebeverlust. Jetzt nie wieder Probleme bei wirklichen 35.

    Gruß

    Gruß Spooner

    Einmal editiert, zuletzt von Spooner (31. Oktober 2010 um 11:17)

  • Hm ich messe mittlerweile auch lieber mit der Spindel, auch wenn es etwas umständlicher ist als
    mit dem Refrak. Habe eine Refrak der auf 20°C geeicht ist, da die Dichte zu messen ist beknackt,
    darf ich wieder umrechnen.

    Ich messe mit der auf 25°C geeichten Spindel die Dichte und mit dem Refrak die Salinität und überprüfe
    mit dem AquaCalculator, ob hier beide Werte in etwas Deckungsgleich sind.

  • Hier noch einmal einige Bilder:

    http://www.pictureupload.de/originals/pict…11020101192.jpg

    Die Koralle wurde vor 8 Wochen als Importkoralle gekauft und hatte einen Durchmesser von cirka 10cm. Das Bild zeigt den letzten Rettungsversuch, alle andere Ableger haben schon den Weg Richtung Mülleimer hinter sich.

    Nach dem leichten Umstellen und verkleiner der Riffkeramik vor einigen Wochen, schaut es aktuell nun so im Becken aus (ich bitte die Bildschärfe zu entschuldigen, mehr gibt die Kamera vom Handy nicht her):

    http://www.pictureupload.de/originals/pict…11020101185.jpg

    http://www.pictureupload.de/originals/pict…11020101186.jpg

    http://www.pictureupload.de/originals/pict…11020101187.jpg

    Leider herrscht noch etwas das Chaos vor.

    Gruss Stefan

  • Was ich mir wenn überhaupt noch vorstellen könnte bei der PO4 und Nitratgeschichte,
    dann das Verhältnis der beiden Werte zueinander was nicht passt.

    Nitrat zu niedrig zum PO4.

    Hattest du vorher schon mal ein SPS Becken so wie du es haben wolltest? Wenn ja, was machst
    du jetzt anders?

    Gruß

    Gruß Spooner

  • Hallo,
    wir haben heute morgen einmal die Dosierung von PO4 eingestellt (gestern Abend gab es die letzte Dosierung von 2ml auf 900 Liter netto). Die Cyanobeläge brechen nun wieder aus. Mit der Zugabe von Phospat in den letzten tagen, hatten wir diese fast beseitigt.

    Zitat

    Hattest du vorher schon mal ein SPS Becken so wie du es haben wolltest? Wenn ja, was machst du jetzt anders?

    Nein hatte ich nicht. Bis zu diesem Becken, hatte ich immer nur Mischbecken (meistens mit wenig oder ganz ohne AS, LS und Bodengrund) mit dem Schwerpunkt LPS gehabt. Natürlich war auch die ein oder andere SPS vorhanden und den Korallen ging es gut. Aber da das alte Becken nur mit 2*150 und 2*54 Watt betrieben wurde, war das Wachstum der SPS halt recht langsam, aber dafür OK für mich.

    Zitat

    Nitrat zu niedrig zum PO4.


    Das könnte natürlich auch sein. Aber soll ich wirklich zu Po4 auch Nitrat künstlich anheben ?

    Bin mir gerade sehr unsicher wie ich nun weiter vorgehen soll. Aktuell läuft das Becken nur mit Licht, viel Strömung und einen WW von cirka 5% pro Woche. Dazu kommen noch je 1ml. Korallenfutter von JBL KorallFluid und Salifert Coral Food und 4ml Phospat über den Tag verteilt (2ml morgens und abends).
    Ggf., sollte ich einfach mal die Dosierung von dem Korallenfutter erhöhen, was meint Ihr dazu?

    LG Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Hergo (31. Oktober 2010 um 17:10)

  • nochmal 5cm Bodengrund Kalki an und in 8 Wochen siehts schon besser aus ,und nächstes mal machs richtig lass das Keramikzeuchs weg :ylol

  • Hallo,

    Ich würde jetzt mal alle dosierungen einstellen und bei Gilbers einen großen Wassertest machen lassen, dann weißst du woran du bist. Dann würde ich noch den Leitwert des Osmosewassers prüfen lassen.

    Wenn du die Ergebnisse hast würde ich langsam alle Werte in den grünen bereich bringen.

    Ich bin da auch Spooners Meinung (falsche Dichte usw.)

    Gruß
    Erich

  • Guten Abend,
    ich habe erstmal die Dichte auf eine Salinität von 36 laut Refraktometer erhöht um zu sehen was passiert. Der Dank war ein besseres Polypenbild meiner Acropora Enzmann. Auch einige Wachstumspitzen zeigen sich jetzt bei meiner Hystrix wieder. Darauf hin habe ich meinen Refraktometertyp einmal im Internet gesucht und siehe da, auf Korallenriff gibt es einen Artikel dazu. Fakt ist, das mein Gerät minimal eine Abweichung von +1 und maximal +2 anzeigt ( also 0=+1 ggf. +2 ) da es falsch geeicht ab Werk wurde. Also müssen ja auch die anderen Geräte von meinen Händlern abweichen. Oder es ist einfach ein Messfehler passiert.
    Einen Wassertest bei Gilbers folgt kommende Woche nur zur Sicherheit. Wobei ich aber erlich gesagt das Wasser ausschließe.
    Ich denke er das meine Korallen einfach verhungern. Wenig Nährstoffe und nicht genug Futter. Man sagt zwar immer das bei einem ausreichenden Fischbesatz immer genug Po4 vorhanden ist, aber ist dem wirklich so oder raten wir hier nur herum?
    Anlass für meine These gab mir der Artikel von Sudad Ghadaban zum Thema Korallenfütterung. Aktuell habe ich das System einfach mal wieder umgestellt ( die Cyanos sind ja eh wieder da, also was solls :frowning_face:

    -Abschäumer an und 24/Tag im Dauerlauf
    -Ozon einige Stunden am Tag
    -Erhöhung der Futtermenge für meine Korallen, dazu ein breiteres Nahrungsangebot ( aktuell 4 Sorten im Einsatz )
    -Dosierung von Spurenelementen ( 1ml/Tag von TM A- und K+ Elements )

    Ich werde das System so nun erstmal 4 bis 12 Wochen laufen lassen und sollte sich was negativ verändern sofort eingreifen.
    Nach dem Einbau der neuen Pumpenverkleidung, folgt dann noch Bodengrund. Natürlich werde ich weiter berichten.

    Gruss Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Hergo (10. November 2010 um 22:20)

  • Hallo,

    mal NO2 gemessen?

    Ich hatte ein sehr ähnliches Problem mit meinen Korallen! Hab alles Mögliche versucht, was aber keinen großen Erfolg brachte. Am Ende hat der Austausch, der größeren Stücke Lebendgestein geholfen... Einzig auffällig waren geringe Mengen NO2!!!

    Im nachhinein, hab ich noch zwei weiter Berichte im Internet finden könne, bei denen beschreiben wurde, dass durch Lebendgestein die Korallen (hauptsächlich SPS) nicht haltbar waren und nur der Austausch Abhilfe geschaffen hat.

    Gruß Michael

  • Hallo Stefan,

    ich bewundere dein Durchhalte Vermögen !

    Die Abweichung des Refraktometers halte ich für so gering, das ich nicht glauben kann das dies die Ursache für deine Probleme ist

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    @Michael
    No2 kann ich ausschließen, auch einen Kupfertest haben wir schon gemacht.

    Peter

    Zitat

    Die Abweichung des Refraktometers halte ich für so gering, das ich nicht glauben kann das dies die Ursache für deine Probleme ist

    Das sehe ich genau so wie du. Und vielen dank für deine Bewunderung meines durchhalte Vermögens, aus deinem Munde ehrt mich das :winking_face:
    Aber wie schon einmal gesagt, denke ich das meine Tiere einfach "verhungern" bzw. das ein ggf. auch mehrere Spurenelemente aus dem Lot sind. Das kann natürlich auch zu einer Vergiftung führen sollte sich eines dieser Elemente z.b. Kupfer zu stark in der Koralle angereichert haben. Und in diesem Fall, hilft mir kein Aquarientest sondern nur Versuch und Irrtum. Fakt ist einfach das es diverse Aquarien gibt, die trotz guter Wasserwerte ( Hauptelemente im grünen Bereich ) immer wieder mit sterbenden Korallen zu kämpfen haben. Angeregt durch die Artikel von Herrn Brockmann und Herrn Balling, glaube ich einfach das ich den Fehler irgendwo bei den Spurenelementen bzw. dessen Zugabe suchen sollte.

    Eine Sache habe ich noch verändert, ich gebe jetzt wieder zusätzlich 1ml/Tag Phosphor hinzu. Gerade bei den Cyanobakterien hat sich eine Zugabe als positv herausgestellt, denn diese Bakterien sind dank der Zugabe von Phospat verschwunden.

    LG Stefan

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