Kleinii als Paar

  • Hi!

    C.kleiniis sollte man ja wenn möglich als Paar halten. Wie sieht es denn hier mit dem Nachsetzen eines zweiten Fisches aus? Also wenn einer schon länger im Becken ist? Klappt das meistens oder ist es sehr heikel? Was ist generell bei der Auswahl zu beachten?

    Hintergrund: Unser erster Kleinii zog im Februar wieder aus, weil er an unsere Wunderkoralle gegangen ist. Mittlerweile ist diese leider verstorben (aber nicht wegen des Fisches), und da die Glasrosen wieder deutlich zugenommen haben, möchten wir erneut einen Kleinii ins Becken holen. Schätzungsweise in einem halben Jahr wird unser Becken vergrößert (wir bauen im Herbst). Die Frage ist jetzt, ob wir gleich zwei (möglichst kleine) Kleiniis kaufen oder ob wir erst einen nehmen und den zweiten nachsetzen, wenn der Umzug ins große Becken geschafft ist.

    Konkurrenz gibt es in unserem Becken nicht. Dort befinden sich derzeit nur 1 V.strigata, 6 Chromis viridis, 2 Occelaris, 2 Kaudernis, 1 Symbiosegrundel und 1 Decora. Bis zur Vergrößerung ist an Fischen auch nichts weiter geplant.

    Danke für alle Tipps :smiling_face:

  • Hallo Cristiane,
    nimm zwei unterschiedlich große Tiere und es wird gut gehen. Auch das nachsetzen eines erheblich kleineren geht gut. Das sind eigene Erfahrungen!
    Allerdings solltest Du von den Fischen nicht zuviel erwarten. Als ich meine Tiere abgab, weil keine Glasrosen mehr zu sehen waren,kamen nach einer Woche aus allen möglichen und unmöglichen Ecken und Spalten neue Glasrosen zum Vorschein. Auch die Tangfeilenfische sind da nicht besser. Du solltest die Bekämpfung der Glasrosen mit Fischen UND Garnelen in Angriff nehmen. Die Fische (Falter- und Feilenfische) fressen aber auch Weich- und Lederkorallen, Scheiben- und Krustenanemonen und nicht zuletzt auch Röhrenwürmer. Nichts auf der Welt ist vollkommen!
    LG Helmut

  • Danke für eure Antworten.

    Da das Becken ja in absehbarer Zeit deutlich größer wird, sollen die Falter Dauerbewohner bleiben. Garnelen sind auch im Becken (ca. 4 Wurdemannis), aber die fressen die GRn nur, wenn es sonst nichts gibt. Aufgrund des Fischbesatzes finden die Garnelen aber genug Schmackhafteres :face_with_rolling_eyes:

    Wenn das Nachsetzen recht problemlos klappen dürfte, würde ich vielleicht erst mal einen Kleinii nehmen, oder was meint ihr? Oder doch zwei, im Idealfall 1x Minigröße und 1x kleine Größe?

  • Warum wilst Du zwei solcher Fische im Becken ???

    Sie werden, wie alle Chaetodon, Korallen fressen und sehen nicht mal gut aus. Man könnte fast sagen, daß alle anderen Arten schöner sind als diese schmutzig gelben Tiere.
    Bist Du Dir sicher, daß Du wirklich keine Korallen, zumindest keine mit Polypen, und Röhrenwürmer in Deinem neuen Becken halten willst ????

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Ich kann Torsten nur zustimmen!
    Vor 10 Jahren setzte ich ein Exemplar in mein erstes Becken ein.
    Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass viele Acroporen abgebissene Wachstumsspitzen aufwiesen.
    Dem Rat einer Korifähe in der Fischhaltung zur Folge, setzte ich einen zweiten kleineren nach einem halben Jahr dazu. Der Verbiß sollte dadurch aufhören.
    Folge war,- die Fische verstanden sich prächtig und schienen sich abzusprechen, welcher nun auf welcher Seite des mit SPS gerammelt vollen 1000Ltr. Beckens die Korallen mehr schädigen konnte.
    Zum Glück starb der später zugesetzte Kleinii nach einem Jahr; der andere gab erst vor wenigen Wochen Grund Altersschwäche den Löffel ab.
    Ich habe gar nicht mehr gewußt, wieviele Polypen so manche Acropora vorzuzeigen hat. Seitdem der Fisch (endlich) tot ist, bin ich überwältigt.
    Thema Glasrosen: die schätze ich als die geringere Plage im Gegensatz zu den Fischen ein, denn losgeworden bin ich sie trotz Einsatz der angeblich sicheren Freßfeinde nie.

    Bei allen Arten von Chaetodon gehören Korallenpolypen nun mal zur Ernährung dazu.
    Sie ihnen durch Vorenthaltung zu verweigern, spricht nicht für artgerechte Haltung.

    Ich siedle heutzutage Glasrosen um, und werfe sie meinen Kaisern zum Fraß vor, welche auch ansonsten mit nachgezogenen Krustenanemonen versorgt werden.

    Servus
    Stefan

  • Ich hatte ja früher schon mal einen. Er ist nur an die Catalaphyllia gegangen, alle anderen Korallen hat er in Ruhe gelassen. Vielleicht war's Glück, vielleicht wurde er gut gefüttet.

    Prinzipiell bin ich eben immer für Paarhaltung, wenn sie möglich ist.

    Die Wahl fiel natürlich wegen der GRn auf den Kleinii.

  • @Stefan: Hm, klingt übel. Aber die GRn sind keine Alternative. Es sind ja nicht einzelne (ok, ein GR-Teppich ist es auch (noch) nicht), aber sie sind definitiv zu weit gestreut, um mit den üblichen Mitteln ranzukommen.

    Hmpf, alles doof :loudly_crying_face:

  • Christiane du schreibst das ihr vergrösert. Warum kein kompletter Neustart mit dem größeren Becken? Ohne Kleinii und ohne Glasrosen?

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Ganz einfach: Viel zu teuer! Meine ca. 30kg LG könnte ich (nicht zuletzt wegen der GRn) wahrscheinlich nur zu einem Bruchteil des ursprünglichen Preises verkaufen, müsste aber viel mehr (ca. das Doppelte) neu kaufen. Außerdem gibt es ja keine Garantie (es ist noch nicht einmal wahrscheinlich), dass auf dem neuen LG keine Glasrosen sind. Auch über Ablegersteine holt man sich über kurz oder lang immer mal wieder welche unbemerkt ins Becken (wir jedenfalls :face_with_rolling_eyes:).

  • Zitat

    Original von Azalee
    Ich hatte ja früher schon mal einen. Er ist nur an die Catalaphyllia gegangen, alle anderen Korallen hat er in Ruhe gelassen. Vielleicht war's Glück, vielleicht wurde er gut gefüttet.

    Prinzipiell bin ich eben immer für Paarhaltung, wenn sie möglich ist.

    Die Wahl fiel natürlich wegen der GRn auf den Kleinii.


    Hallo,
    wenn der Fisch weiter im Becken geblieben wäre, hätte er nach dem Ableben der Catalaphylla das nächste Opfer ausgespäht.
    Solche Fische (schlimmstenfalls im Doppelpack als Paar) verkraften nur sehr große Becken mit entsprechendem Bewuchs. Auch durch entsprechende Fütterung lassen sich die natürlichen Freßgewohnheiten der Fische nicht austricksen.
    Man kann sich mit Glasrosen auch arrangieren. Ich spreche aus Erfahrung im jahrelangen Kampf dagegen.
    Ausmerzen wird man sie so oder so nicht.
    Trotzdem würde ich bei Beckenneustart immer auf frische lebende Steine setzen. Diese Option ist im Vergleich zur Weiter'kultur' der alten Steine billiger, da die Glasrosen auf die Mileuänderung erst mal so richtig an die Vermehrung und Erhaltung der eigenen Art denken werden.
    Auch nur meine Erfahrung :winking_face:

    Servus
    Stefan

  • hi,

    wir haben auch den einen oder anderen in becken herumschwimmen.

    zwecks glasrosenbekämpfung.

    in bezug auf sps ist zu beobachten, dass sie bei der einen oder anderen sps die polypen
    abknabbern, es aber nicht zu verlusten der sps kommt. also kein ablutschen des gewebes als solches.

    wer in glasrosen erstickt, sollte sich nicht scheuen, den kleinii einzusetzen.

    schnell und effektiv bei der dezimierung.

    manchmal besteht nur die wahl zwischen schädigung der korallen durch glasroseninvasion oder beschädigung durch kleinis o.äh.

    nach großflächiger vernichtung lassen sich dann immer noch wundermannies oder pinzetten zur verhinderung der neuausbreitung einsetzen.

    der kleinii wandert dann weiter...

  • Hallo Joe,
    die Frage war nicht, ob ein Kleinii GR frißt (das tun diese Falter mit Sicherheit in 70% der Fälle :grinning_squinting_face: ), sondern nach der Paarhaltung derselben.
    Meine Erfahrung dahingehend eben, dass der Rat vom Fischspezi (Helmut Strutz) nicht immer übertragbar ist.
    Ich hatte die Verbißschäden an Acroporen und einigen LPS dadurch eben in doppelter Ausführung.
    Macht aber nichts, dafür wuchsen die SPS-Stöcke eben in die Breite. Und nach Ableben des letzten 'Schädlings' sehe ich nun auch die Polypen der Wachstumsspitzen.

    OT:
    Als 100% GR fressenden Fisch sehe ich Chaetodon Auriga; ich halte zwei davon, wobei einer immer auf Verleih-Tour ist. Adaptiert an die Fischfalle weiss er genau, wenn die im Becken hängt, gibts auswärts wieder Futter satt.
    Die Paarhaltung derselben ist mir immerhin schon bei früheren Exemplaren über 2 Jahre gelungen. Übergriffe auf SPS und LPS hatte ich kaum bis garnicht.
    Aber wie immer gilt auch hier: abhängig vom Individuum, der Vergesellschaftung und der Beckengröße.
    Eben auch wieder eine Erfahrung, welche andere mit mir kaum teilen werden.

    Servus
    Stefan

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