SPS probleme

  • Hello everybody,

    mein SPS prob sieht wie folgt aus:
    - bestimmte SPS wie enzmann (oder die hier) stehen super und wachsen gut, zeigen polypen
    - andere sps wie Acropora elegans (meine koralle sieht so aus wie diese, weiss aber nicht ob es genau das tier ist) zeigen keine polypen
    - bestimmte sps arten (name unbekannt, sieht aber aus wie Acropora meridiana) zeigen keine polypen, stattdessen aber schwarze stellen dort wo die polypen waren.

    Zu den restlichen infos:

    2. Wie lange steht das Tier im Becken? - alle um die 6 monate
    3. Beckenvolumen? - ca 800 liter netto
    4. Standzeit des Beckens? - 1 jahr
    5. Verhältnis des Korallenbesatzes? - mehr sps als lps oder weichkorallen
    6. Nach welchem System wird es betrieben (DSB, MiracleMud,...)? berliner system, jaubert, algenrefugium
    7. Beleuchtung und Alter der Leuchtmittel? 2*250 watt HQI, leuchtmittel ca 5 monate alt.
    8. Wasserwerte und welche Tests wurden verwendet? Salifert oder TM
    a) NO3: 3 - 5mg (TM)
    b) PO4: 0 - 0,03 (Sa)
    c) Ca: 420 (Sa)
    d) KH: 7,4 (Sa)
    e) Mg: 1300 (Sa)
    f) Ph: 8,2 (TM)
    (Alle Messungen vom 6.4.2010)

    g) Dichte/Salinität: ca 34 promille
    h) Temperatur: 25-27°
    9. Welche Änderungen wurden in den letzten Wochen/Monaten vorgenommen?: keine
    10. Weitere Zusätze (Spurenelemente, Aminos,...)?: seit dieser woche Grotech ABC 10 ml pro 100 liter (70ml pro flasche)
    11. Zeigen andere Korallen Symptome? LPS und Weiche stehen 1a
    12. Gibt es andere Tiere im Becken, welche für die Probleme als Ursache in Frage kommen? Nein


    Ich check echt nichtmehr was die SPS noch wollen... osmose ist da, es wurde zu 100% lebendgestein verwendet, PO4 adsorber ist im einsatz (allerdings sehr vorsichtig im fliessbettfilter dosiert), jede woche testen und 10 liter WW.

    Danke für eure hilfe! Vielleicht ist ja das mit den schwarzen punkten ein hinweis?

    VG

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  • Hallo,

    ich bin zwar (noch :grinning_squinting_face: ) kein Experte im Bereich Meerwasser - aber bei meiner Himbeerkoralle ergab sich ein ähnliches Bild (zumindest auf die zurückgezogenen Polypen bezogen).

    Ich hatte Sie an eine Stelle verpflanzt die ihr wohl von der Beleuchtung, vor allem aber von der Strömungsstärke wohl überhaupt nicht gepasst hat.

    Ergebnis: Polypen wurden vollständig eingezogen. Dachte schon sie stirbt ab.

    Nach Umsetzung an eine strömungsärmere Stelle: langsame (!!) Verbesserung des Polypenbildes. Das ganze ist jetzt fast vier Wochen her (die Verpflanzung an eine neue Stelle) und es ist immer noch nicht so wie vorher.

    Das ganze hat nur die P. damicornis betroffen. Alles andere (auch Acropora) steht super.

    Vielleicht hilft dir das ja weiter.

    Die Wasserwerte scheinen ja ok zu sein.

    Gruss,

    Christoph

  • Hi Christoph,

    danke für deine antwort! :smiling_face:

    Ob expertenrat oder nicht: dein rat ist immernoch besser als kein rat.
    Wer weiss, wahrscheinlich sind die "experten" zu beschäftigt, sich mit normalen sps probs abzugeben oder es interessiert sie nicht...
    Ist anders nicht erklärbar, zur früheren zeit hätte es in der zwischenzeit zig antworten mit zig ansätzen gehagelt :winking_face:

    Ein standort prob kann ich ausschliessen. Bei deiner art stimmts auf jedenfall, so super viel strömung mag deine nicht.

    Nun seit heute hat eine koralle (die meridiana ähnliche) einen massiven gewebeverlust von ca. 20% am fuss. Sie stirbt also von unten her ab. Man sieht keinen schleim oder sowas, so dass ich nicht von einer bakteriellen erkrankung ausgehen kann.

    Die anderen korallen stehen 1a, zeigen polypen und wachstumsspitzen.

    Bin echt am verzweifeln mit dem ding :frowning_face:

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  • Hallo,

    Gewebeverlust kann folgende Ursachen haben:

    Stimmt die Dichte 100% ?
    Sind Wasserwerte zu rasch geändert worden ?
    Ist das Gewebe der Acros eher hell oder Dunkel ?

    lg
    Erich

  • hi ip,

    ähmm...die von dir im mewalex verlinkten korallen zeigen im allgemeinen kaum polypen.

    dazu sind die recht vereinzelt "angebracht" und sowieso recht winzig, kaum vergleichbar mit anderen.

    die schwarzen punkte sind die nicht expandierten polypen.

    wie sehen die teile denn nachts aus?

  • Hi IP,

    so pauschal zeigt deine beschreibung keine auffälligkeiten, ich denke aber bilder könnten sehr hilfreich sein.
    Sind denn nur Acros betroffen ? Ich denke z.B. ein strudelwurmbefall ist nicht auszuschließen, da trifft es in der regel nur bestimmte arten die davon anfällig sind. Wenn man dann eine weile nichts dagegen macht geht es auch auf andere über. Acros die von Stdudelwürmern befallen sind wachsen nicht, haben schlechtere farbe und zeigen die polypen nicht ( muss nicht immer alles eintreffen, ist aber meistens so ).

    Dann noch ein paar fragen :

    -machst du balling oder hast du einen kalkreaktor ?
    -welche salz verwendest du ?
    -seit wann treten die probleme auf ?
    -kann es was mit der grotech dosierung zu tun haben ? ich finde 10 ml pro 100 liter ziemlich heftig ... oder gibst du die erst seit den problemen wegen verdacht auf spurenelementemangel zu ?

    Grüße

    Christian

  • Hallo leute :smiling_face:

    super, da sind die experten die ich brauche :smiling_face: :smiling_face:

    Fotos wären jetzt super, das problem ist: ich krieg sie einfach nicht scharf. Ist ne Ixus 10is... aaaber ich mach heute nacht aufnahmen mit dem UW gehäuse, dann gehts sicher besser!

    @ Joe: polypen waren nachts sichtbar, die koralle selber ist braun, die polypen und spitzen dagegen sind lila. Nachts waren sie richtig dick lila expandiert. Da die koralle am fuss schon massiv gewebe verloren hat versuch ich jetzt gleich nochmal ein pic zu machen, sonst ist morgen nikks mehr da.

    @ chief:
    Dichte stimmt 100%ig
    Die WW sind nicht sehr schnell geändert worden, ich hatte ne kurze zeit lang vor ca 4 wochen zw. 0,1 und 0,3 PO4. Die steigerung des wertes kam von der stärkeren docfisch fütterung. Diese sushi algen geben dann doch mehr phosphat ab als ich dachte. Jetzt ist der wert auf nn bis 0,01 mit Salifert.

    Die farbe des gewebes ist unterschiedlich. Während der PO4 phase waren sie definitiv dunkler geworden, vor dem abnippeln sind jedoch die äste vor allem an den innenseiten heller geworden. Auch die korallenkrabbe hat ihre koralle vor 2 tagen verlassen.

    @ Christian Kapaun:
    Hello :smiling_face:
    Strudelwurmbefall: auf keinen fall. Kann ich zu 100% ausschliessen und habe viel erfahrung mit den kackviehern gesammelt (dank juwelenzacki keine fressfeinde der tubellarien, ergo viel befall).
    Zu den restlichen fragen:
    Ich würde balling machen, ist aber wegen der hohen CA und MG werte noch nicht nötig (sind nicht genug verbraucher im becken)
    Salz: Tropic Marin Reef Salt
    Die Probs hab ich seit 2 monaten
    Grotech kanns eigentlich nicht sein, da ich das erst am montag zum ersten mal dosiert habe. Das würde zeitlich nicht passen....

    Danke für eure hilfe & sorry dass das prob nicht so einfach zu lösen ist. Aber versteht mich bitte es ist nicht nur ein kostenfaktor, sondern auch sehr sehr deprimierend wenn korallen sterben und man den grund nicht nachvollziehen kann :frowning_face:

    Best wishes,

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Huhu nochmal,

    schau dir die Acro nochmal gaaaanz genau an, ich tippe trotzdem auf strudelwürmer. Manche sind wirklich nicht leicht zu erkennen. Nehm sie nochmal aus dem becken und halte sie ins licht an den stellen wo das gewebe abgestorben ist und schau nach eiern.

    Ich tippe deswegen darauf weil wenn ich risikofaktoren aufzählen würde für strudelwurmbefall wären dies folgende :

    - Acropra mit braunem gewebe und lila spitzen ( Acropora valida - verwandte, auch "studelwurmfänger" genannt )
    - Acroporas bei denen von unten das gewebe abgestorben ist bzw. abstribt ( zum einen sind sie anfälliger, zum anderen kommt das natürlich von den strudelwürmern )
    - PO4 veränderungen in den letzten 1-3 Monaten, gerade ein kurzzeitiger anstieg und dann wieder rückgang ( 0,3 PO4 ist schon ordentlich )
    (- auch wenn die Ca und Mg Werte auf dem Papier passen, habe ich oft festgestellt dass die Korallen deutlich besser stehen und wachsen wenn der Kalkreaktor läuft, auch wenn rein theoretisch kein Ca und Mg nötig ist. Mein Eindruck ist, dass man einen konstanten Ca & Mg umsatz braucht )

    Grüße

    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von Christian Kapaun (9. April 2010 um 01:25)

  • Hallo,
    vieleicht sind 10 l WW bei deinem 800l-Becken zu wenig. Du hast ja jetzt mit Spurenelementen angefangen, aber könnte über die letzten 6 Monate vieleicht ein Mangel entstanden sein? Ich würde einige größere Wasserwechsel (10-15%) probieren. Das kann zumindest nicht schaden.
    Deine Wasserwerte sehen ja vorbildlich gut aus. Könnte vieleicht durch einen ungenauen Test trotzdem ein Meßfehler vorliegen? Hast du mal mit einer Referenz gegengeprüft?

    Grüße
    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Fischegucker (9. April 2010 um 11:18)

  • Hello everybody,

    war ein paar tage beruflich unterwegs, deswegen gibts erst jetzt news.

    Ich glaub ich weiss was das prob ist: ich halte einen doktor der sehr viel frisst, diesen füttere ich mit getrockneten sushi algen. Ich habe wohl die PO4 belastung der algen unterschätzt, sie liegt m.E. im gleichen bereich wie beim tierischen futter.

    Sobald ich mit dem sushi fütterte, stiegen die PO4 werte auf irgendwas zwischen 0.3 und 1!!! Stellte ich abwechslungshalber auf salat um, fielen die werte wieder ins nicht nachweisbare. Ich denke dass die heikleren SPS auf diese schwankungen sehr schnell gestresst reagieren, andere kommen damit besser klar?

    Habe jetzt seit dem letzten posting keine dieser algen mehr verwendet (dafür aber noch 10 pack ungeöffnet hier rumstehen, bravo :confused_face: ) und der PO4 gehalt ist nicht nachweisbar, die korallen stehen richtig gut ausser einer, die zickt noch ein wenig, sprich das polypenbild ist besser geworden jedoch nicht so wie es früher war.

    Eines der beiden sorgenkinder hat sich auch verabschiedet, sie blich innerhalb von 2 tagen von innen sowie vom fuss her aus.

    Habt ihr ähnliche erfahrungen bzgl. der PO4 belastung mit getrockneten algen gemacht?

    Danke & VG :smiling_face:

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  • Hi IP,
    keine Erfahrungen in dieser Richtung, da keine Docs....
    Wie sieht es aus wenn Du die Algen in Osmose Wasser einweichst? Löst sich das Po4 rasch?
    Dann könntest Du sie ja trotzdem verfüttern.
    Mit Po4 von 1 haben wir im Azoo Becken eigentlich kein Problem, da steht auch eine Monti ganz gut.
    Aber keine Schwankungen, sondern konstant.

    LG,
    Wolfgang

  • Hallo iP,

    ich würd, wie Lutz auch schon sagt, mehr Wasser wechseln auch wenn du die vermeindliche Ursache jetzt gefunden hast. 10 Liter pro Woche sind grad mal 1,25 % deines Beckenvolumens.

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hello!

    Alge in osmose ist interessant: sie fällt sehr sehr schnell auseinander und löst sich auf. In salzwasser dagegen bleibt sie stabil. Beides hat jedoch keine auswirkungen aufs PO4, denn der test nach 2 minuten einwirkzeit fällt beiden fällen ins tiefblaue.

    Seit ich salat füttere passts, ich trage damit so gut wie kein PO4 ins becken ein (abgesehen vom kackhaufen den der doc hinterlässt :grinning_squinting_face: ).

    Bzgl. des WW: ich erhöhe auf 20 liter pro woche, möchte aber das becken soweit es geht in ruhe lassen, damit sichs besser stabilisiert. Die korallen stehen echt verdammt gut gerade, egal ob SPS, LPS oder weichkorallen.

    Mir ist immernoch schleierhaft wie ich so hohe PO4 gehalte binnen eines tages aus dem wasser ziehen konnte, es kann am algenrefugium und/oder am 900ml Ultra Power Phos liegen. Kein plan...

    VG & thanks!

    :grinning_squinting_face: iP!!

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