Meerwasseraquarium ja oder nein

  • Hallo!

    Ich hab hier mal eine ganz wilde Frage. =)
    ...die Überschrift ist da eher ein wenig provozierend gemeint, da hier in diesem Forum, mir inbegriffen, wohl keiner mit "nein" antworten würde.

    Ich betreibe jetzt seit 2 Jahren Süßwasseraquaristik und komme damit auch gut klar. Das Aquarium war ein Geschenk meiner Frau, womit sie mir einen lange gehegten Traum erfüllt hatte. Ich hätte ihn mir schon eher selber erfüllen können, aber irgendwie hatte ich das immer vor mir her geschoben. Mein jetziger Schritt zur Vollendung meines Traumes, den Schritt in die Meerwasseraquaristik, habe ich im Grunde auch nur ihr zu verdanken. ...sie hatte gemerkt, dass ich trotz meines Süßwasserbeckens immer nur in Meerwasserbüchern stöberte und auch in den Läden immer nur vor den Meerwasseraqaurien hängen blieb und sie mit verträumten Blicken bewunderte. Irgendwann fragte sie mich nach dem Grund dafür und ich sagte, dass das halt noch der letzte Schliff an meinem Traum wäre. ...und was bekam ich als Antwort.... ..."na worauf wartest Du dann? Mach doch!" =) =) =)
    Jedenfalls war ich ganz schön baff darüber, vor allem als ihr Statement dazu gleich blieb, nachdem ich ihr den größeren Aufwand und die höheren Kosten erklärt hatte. =)

    Nun gut, lange Rede - kurzer Sinn:
    Ich habe es jetzt schon des öfteren in Gesprächen mit sehr erfahrenen Süßwasseraquarianern erlebt, dass sie mir nur davon abrieten, da das ganze kaum haltbar wäre. ...einer davon hatte es sogar selber mal mit Meerwasser versucht und wieder dran gegeben.
    Ich versuchte dann mit meinem theoretischen Wissen zu kontern und fing von pflegeleichteren und robusteren Tieren an und lehnte mich als MW-Neuling ohne praktische Erfahrung sogar weit aus dem Fenster als ich erklärte, dass das Wissen darüber und die Technik dazu mittlerweile ja auch schon weiter ist wie vor 10 Jahren.

    Mit geht es jetzt also darum, wie ihr zur Meerwasseraquaristik gekommen seid und ob ihr ähnliche Unkenrufe aushalten musstet, wie ich teilweised. ...denke die meisten werden wohl auch erst mit Süßwasser angefangen sein, oder?
    Was kann ich solchen Leuten überhaupt dazu erklären?

    Insgesamt werde ich mich, auch dank der Unterstützung meiner Frau, nicht von meinem Vorhaben abringen lassen, wobei ich schon gestehen muss, dass mir manche der Aussagen dieser älteren Süßwasseraquarianern schon ein wenig Angst machen.

    Gruß,
    Torsten.

  • Ehrliche Antwort?
    Vergiss die Deppen - kenne ich vom örtlichen Süßwasserverein - immer nach den Motto "Was der Bauer nicht kennt....".

    Sind die Fische eingewöhnt halten sie sich IMHO länger als die meisten Süßwasserfische (wer bemerkt da schon, wenn mal ein Neon aus dem Schwarm fehlt) und einige Korallen wachsen schneller als so manche Wasserpflanze - soviel zum Unhaltbar.

    Letztlich kommt es auf Dich an: hast Du Lust - dann mach es. Du musst Dir nur im Klaren sein, dass es so ähnlich wie Ski vs. Snowboard ist: ähnlich aber anders :winking_face:
    Sprich: vergiss praktisch alles was Du aus dem süssen kennst und lerne neu (scheinst Du ja sowieso zu machen).

    Gruß,
    Carsten

  • Hy,

    richtig ist: Suesswasser ist einfacher. Ja, ganz sicher. Da gibts einfache Fische, einfache Pflanzen. Man kann ohne WW auch 2-3 Jahre überleben und muss nur jeden Tag Futter reinleeren. Und die Guppies wachsen wie Sau!

    Wenn man an die Zucht geht oder an spezielle Weichwasserfische usw., dann wirds mit dem Meerwasser langsam vergleichbar. regelmaessiger WW, spezielle Wasseraufbereitung usw.

    Im Meerwasser hast Du viel mehr Leben und es kann mehr passieren. Im Suesswasser gibts 1. nicht so viele Plagen und 2. tauscht man nicht so viel Inhalt mit anderen Aquarianern und hat daher ein stabileres Millieu. Auch musst Du mehr Wasser wechseln und mehr Wasserwerte messen. Wenn Du dafuer die Zeit findest, dann ist Meerwasser halbwegs easy - man muss ja nicht die teuersten Korallen nehmen.

    Bei vielen hapert Meerwasser an dem, dass nicht haeufig genug gemessen wird und nicht entsprechend - möglichst automatisiert - nachdosiert wird was verbraucht wird. Hier meine ich auch Leuchtenwechsel usw.

    Hat man Zeit den Aufwand zu treiben, dann wachsen die Korallen schön und man muss sich überlegen - Wohin mit den ganzen Ablegern. Fische im Meerwasser sind imho viel stabiler als im Suesswasser - wann man die richtigen nimmt und sich davor informiert.

    Generell gesagt - je nach Besatz kanns einfach oder auch schwer sein.

    Gruß
    Roger

  • Hallo Torsten,

    kann mich Carsten nur anschliessen.....
    Und hiermit begrüße ich dich herzlich in der Gruppe der Leute die mit dem Meerwasservirus infiziert sind- und davon nie mehr loskommen werden;)
    Ich fing vor 17 Jahren auch mit Süßwasser an- war damals als Kind ein Traum- ein 100Liter Becken- Wow! Und meine Fadenfische haben gleich erstmal abgelaicht- ich war begeistert.... dazu kamen dann noch n paar Aquarien- in der elterlichen Wohnung warens zeitweise bis 4 Becken- und ich hatte es geschafft bei Freunden noch diverse Becken "aufzudrängen" um die ich mich kümmern konnte :smiling_face:
    Alles war super und ich war glückliche Süßwasseraquarianerin- bis ich eines Tages in einem Zooladen in München plötzlich vor einem Becken mit Seepferdchen stand. Und stand, und stand....

    Dann ging es mir wie dir- die üblichen Kommentare: "zu teuer", "nicht haltbar", "Meerwasser an sich zu kompliziert", "geht nur schief"...blabla.... dadurch ließ ich mich viele Jahre davon abhalten. Als die Zeit des Internets kam- und ich auch endlich online war war´s aus: Ich hab nur noch gelesen, gesucht,...
    Und jetzt habe ich mein Seepferdchenbecken (200L) seit 5 Jahren- und bin nur begeistert! Seitdem empfinde ich mein Süßwasserbecken als sehr langweilige Pfütze :frowning_face: Es kam wie es kommen musste- aufgrund eines tragischen Unglücks (ich wollte wirklich kein 2. Meerwasserbecken aufstellen :winking_face: ) hab ich nun noch ein kleines 100L Becken laufen.

    Fazit:
    Les dich ein in die Materie- korallenriff.de wirst wohl schon kennen- dort das 1x1 durchstöbern- hier im Forum bist ja schon
    Und dann:
    VIEL SPAß!!!!!!

    LG
    Andrea

  • Hi Torsten,

    schöne Frage die du da stellst. Ich glaube der hardcore Süsswasseraquarianer wird immer gegen die Salzigen sprechen da es meiner Meinung nach grundsätzlich unterschiedliche herangehensweisen sind. Der "richtige" Süsswasseraquarianer hat 200 kleine Becken im Keller, züchtet das unzüchtbare und verdammt das Tageslicht (nicht böse gemeint). Bei der Meerwasseraquaristik geht es in der Regel mit einem manchmal auch mehreren Aquarien aber niemand wird verdammt wenn er nur ein Schaubecken hat. Das ist nämlich schon ne Leistung wenn die halten. In der Regel sind die Aquarien auch größer. du siehst das ja bei dir selbst, du sprichst vom Einstieg mit 500 Litern, sag das mal nem Süsswasser Einsteiger.

    Es ist unglaublich faszinierend dieses Hobby es mach Spass zu sehen wenn die Fische wachsen und die Korallen gedeien. Es ist heute sicher einfacher als noch vor 10 Jahren ein Riffbecken zu pflegen. die Technik hilft hier sehr und da ist dann auch wieder ein Unterschied. In der Süsswasseraquaristik kann viel selbst gemacht werden. Da werden die tollsten Filtersysteme kurzerhand mal selbst erfunden und betrieben (Hamburger Mattenfilter) das wird in der Meerwasseraquaristik schwer. Auch die Bastelei hält sich in Grenzen oder auf nem anderen Level. Mit einigen Ausnahmen können wir normalsterbliche einfach keinen sinvollen Abschäumer bauen. Deshalb sollte man auch nicht an der Technik sparen sondern immer das beste oder das finanzierbarste kaufen.

    Ich selber habe neben dem Salz noch ein 150 Liter Süsswasser Becken. Vom Aufwand ist das sicherlich nicht vergleichbar, füttern, Wasserwechsel 1 Stunde in der Woche wenns hoch kommt. Bei meiner 1300l Meerwasserbecken liegt der aufwand im Schnitt bei ner halben Stunde am Tag Plus nochmal am WE.

    Lange Rede Kurzer Sinn es ist ein Tolles Hobby man muss es aber als solches sehen und wissen das man sich ständig um das Becken kümmern muss. Wenn man dazu in der Lage oder willens ist dann rate ich jedem damit zu beginnen.

    Ich wünsch dir viel Spass mit dem Einstieg.

    Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Hallo

    und danke für eure Antworten! ...musste beim Lesen auch einige Mal schmunzeln, weil es wirklich war ist! :smiling_face:
    Hab erst gestern jemanden besucht, der wirklich zig Becken im dunkelen Keller hat und dort ohne viel Sonnenlicht die wildesten Malawi- Barsche züchtet! =)

    Mich hat der Meerwasservirus tatsächlich schon voll infiziert und so wird es auch bleiben! Kann noch etwas dauern, bis mein erstes Becken endlich komplett steht, aber die Entwicklung (...zur Zeit die genaue Planung) schreitet immer stärker vorran! :smiling_face:
    Die Seite http://www.korallenriff.de hab ich auch schon vor und rückwärts gelesen und andauernd erwische ich mich dabei, wie ich auf diese Seite gehe um einen Artikel zu lesen und dann enttäuscht bin, dass ich ihn doch schon kenn. =)
    Hab auch schon verschiedene Bücher gelesen, wobei mir am besten bisher "Das Meerwasseraquarium- Von der Planung bis zur erfolgreichen Pflege" von Dieter Brockmann gefallen hat, wobei ichv"Das Riffaquarium -Praxis für Neueinsteiger" von Rüdiger Latka noch nicht gelesen habe. Hab mir auch schon ein paar ältere Koralle-Zeitschriften nachbestellt und natürlich läuft ein aktuelles Abo. ...dann noch das ganze Stöbern, Lesen und Schreiben hier im Forum... ...doch, ich glaube ich bin infiziert! =) =) =)

    Mit salzigen Grüßen,
    Torsten.

  • Hallo Torsten,

    beides kann wunderschön sein! Es gibt traumhaft gestaltete Süßwasseraquarien, die vom Aufwand den Seewasserbecken kaum nachstehen. Ich selbst habe als Kind in den 50er Jahren mit einem Vollglasbecken und Platys angefangen. Seit dieser Zeit ist bei mir eigentlich ununterbrochen etwas herum geschwommen. In den 70er Jahren begann dann der "Umstieg" mit ein paar mitgebrachten Aktinien aus dem Mittelmeer, was damals noch recht "exotisch" war und so hat sich das Hobby weiterentwickelt. Ich meine alles hat seinen Reiz und man sollte je nach eigenem Geschmack und auch Geldbeutel seinen persönlichen Weg suchen. Eine Gefahr für den Anfang sehe ich darin, dass man allzu leicht auf die Vielzahl der gut gemeinten Ratschläge hört, was man unbedingt!!! kaufen sollte. Dadurch kann man auch schnell verunsichert werden. Ich würde langsam einsteigen und nach und nach an eigenen Erfahrungen reicher geworden mein Becken entwickeln. In welche Richtung, dies ist wirklich eine Frage der persönlichen Interessen und die verändern sich meist auch im Lauf der Zeit.

    Viel Glück

    Bernd

  • Ja, das denke im ganzen auch. Ich bin schon froh über die vielen Tipps die ich hier bekomme, aber ich habe auch schon gemerkt, dass es auch viele verschiedene Einstellungen zu den ganzen Wegen gibt, so dass man seinen eigenen "Mittelweg" daraus finden muss, der einen dann zum Ziel bringt. Ansonsten hast Du aber auch recht, dass einen die Vielfalt der Möglichkeit schon verunsichern kann.
    Ich hab z.B. noch nicht großartig Kontakt mit Aquarianern gehabt, die mit Miracle Mud filtern, aber das ist eine Möglichkeit, die sich für mich recht gut anhört und daher möchte ich diesen Weg auch gehen. ...dennoch werde ich dabei auf den Tip hören, als Anfänger nicht auf einen Abschäumer zu verzichten, auch wenn die meisten Miracle Mud Becken ja anscheinend ohne betrieben werden.

    ...aber der Weg ist ja auch schon das Ziel, wie ich finde! =)

    Gruß,
    Torsten.

  • Hallo Torsten

    erstmal Glückwunsch zu Deiner Frau!!! :thup

    Ansonsten hst du ja schon viele Antworten bekommen..

    Beides hat sicherlich seinen Reiz, wobei die Vielfalt der gepflegten Tiere im Meerwasserbecken um etliches höher sein dürfte (wobei ich die Süßwasserzeiten nur von vor 20 Jahren kenne)

    Ich glaube aber, dass bei jedem Hobby eben immer die Liebe und der Einsatz dafür entscheidend für das Gelingen sind ...

    Bei Deiner Vorarbeit und der Unterstüzung in der Familie kann da fast nichts schief gehen, hör nicht auf die Zweifler, sondern nur auf Deinen Bauch

    Viele Grüße

    Kathrin

  • Hallo Kathrin,

    und vielen Dank für deien Glückwunsche! Wir versuchen auch eigentlich immer, sofern es denn auch finanziell passt, uns bei unseren Träumen zu unterstützen. ..und so hat sie ihr Pferd, ich die Aquaristik und wir beide zusammen noch die Taucherei! =)

    ...hab aber auch gerade einen kleinen Spruch von ihr bekommen, dass ich auf meinen Bauch hören soll... ..."da hätte ich ja eine "ordentliche" Stimme zu drauf hören"! :face_with_rolling_eyes: :smiling_face:

    Nein, aber stimmt schon, die Planungen laufen und die folgende Umsetzung kann auch nichts mehr aufhalten! :smiling_face:

    Gruß,
    Torsten.

  • Hallo Torsten

    Ich hatte fast 10 Jahre lang Suesswasser und bin erst im August letztes Jahr zum 2.Mal auf Meerwasser umgestiegen. Hatte 5 Jahre lang Diskus in einem 200x60x60 Becken.
    Glaube mir der Aufwand den ich da betreiben musste um die Tiere einigermassen vernünftig zu halten war enorm.
    Bin zwar immer noch blutiger Anfänger aber ich denke dass wenns Meerwasserbecken mal läuft der Aufwand geringer ist als beim Suesswasser. Wohlgemerkt wenn man extrem anspruchsvoll Kanditaten wie Diskus oder Altums hält.
    Du solltest die Sache ruhig angehen. Hier im Forum wird dir von Anfang an geholfen, was die Sache meiner Meinung nach wesentlich vereinfacht.

    Nur Mut und wie gesagt erst informieren und dann Stück für Stück aufbauen. Wie beim Suesswasser nichts überstürzen und Zeit lassen. Zeit und Geduld ist das wichtigste in der Aquaristik.

    Wünsche dir auf jedenfall viel Spass und vorallem Erfolg beim Umstieg in dein hoffentlich Neues Hobby.

    Gruss Haeni

  • Hallo,

    kann man schlecht vergleichen - haben hier auch noch Süßwasser am Start und das ist auch mit Diskuss wesentlich geringer im Aufwand (eher Gärtnern und Füttern) - außerdem sollte man beachten, dass man schlecht die höchste Kategorie im Süßwasser mit der geringsten im Salzwasser vergleicht.
    Sprich wenn schon Diskusszucht vergleichen, dann das bitte mit der Haltung von azoos oder eben auch mit Fischzucht im Meerwasser ....

    Gruß,
    Carsten

  • Hallo!

    Ich denke, Carsten hat den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen, auch wenn der Vergleich etwas hinkt, weil "einfache" Diskus-Zucht gar nicht so schwierig ist, Azoo-Haltung aber nur ganz wenige über (meist sehr begrenzte) Zeit schaffen. Es kommt immer auf das Niveau an, mit dem man Aquaristik betreibt. Aber wenn man dann den relativierten Vergleich zieht, ist Meerwasseraquaristik sicher wesentlich zeit-, energie-, technik- und geldaufwändiger, wenn man sie ernsthaft und einigermaßen tiergerecht betreiben will, da sollte man sich nicht in die eigene Tasche lügen und auch nicht falsche Vorstellungen erzeugen. Auch sollte man nicht verschweigen, dass weit über 90 % der Meerwassertiere Wildentnahmern sind, bei Süßwasser mittlerweile wohl unter 3 %. Und kürzlich habe ich bei einem "Rückkehrer" zur Süßwasseraquaristik (nach vielen Jahren Meerwasser) die nachdenkenswerte Begründung gelesen, er habe nur noch auf Wasserwerte und Plagen geschaut, nicht mehr ins Aquarium als solches. Da ist viel Wahres dran, wenn man ehrlich ist. Andererseits bietet die Meerwasseraquaristik eine Vielzahl an Leben, wie sie auch heute noch (trotz enormer Zunahme) die Süßwasseraquaristik nicht bieten kann. Beides hat sicher seinen Reiz und beides kann man so oder so betreiben. Aber bei Meerwasser führen Nachlässigkeiten viel schneller zu Problemen/Katastrophen als bei Süßwasser. Auch dessen sollte man sich bewusst sein.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo!

    Stimmt schon mit dem Vergleichen, dass man anspruchsvolle Süßwasseraquaristik nicht mit "einfacher" Meerwasseaquaristik vergleichen sollte. Aber ich denke, dass es genau deswegen so viel verglichen wird, da die meisten Umsteiger auf Meerwasser vermutlich nach ihrem ersten Gesellschaftsbecken mal etwas anspruchsvolles im Süßwasser gepflegt haben und es dann vermutlich mit dem Meerwasser erstmal langsam anfangen und dort vermutlich erstmal "einfachere" Tiere pflegen.
    Wird ja sicher niemand beim ersten Süßwasserbecken gleich mit Diskus anfangen und jemand der Diskus pflegt wird vermutlich auch nicht behaupten, dass er beim Meerwasser gleich mit dem anspruchsvollstem beginnen könnte. Denke so betrachtet könnte man wahrscheinlich einen typischen Werdensweg eines späteren Meerwasseraquarianers erkennen können. Und wenn die meisten von anspruchsvoller Süßwasseraquaristik zu "Meerwasser für Einsteiger" wechseln, würde das ja auch erklären, warum das so oft verglichen wird, oder nicht?
    Bei mir wäre der Werdengang dann von Süßwassergesellschaftsbecken über Malawibarsche (gut, nicht zu vergleichen mit Diskus :smiling_face: ) zum jetzigen geplanten Einstieg in die Meerwassaquaristik mit pflegeleichten Tieren. ...und mal schauen, wie es irgendwann weiter geht...! =)

    Ich finde den Vergleich mit dem Skifahren und dem Snowboardfahren eigentlich recht passend. ...man kann mit beidem anfangen, aber sollte als Skiprofi nicht denken, man könnte auf dem Snowboard mit den Profis mithalten, auch wenn man das Element Schnee schon gut kennt und ein Umstieg wahrscheinlich daher leichter fällt, wie ein Neueinstieg.

    Gruß,
    Torsten.

  • Ähm ... man braucht gar keine Süßwassererfahrung um mit Meerwasser anzufangen.
    Das einzige was man verwerten könnte, wären Bastelsachen (Rohre verkleben, etc.) etwas einfache Technik (wie funktioniert der Heizstab :D, der PH-Controller, etc.) und vielleicht Basisc über PH-Wert/CO2 und co. (und eventuell die Handhabung von Tests).
    Ist alles im Prinzip recht einfach und schnell zu lernen.

    Alles andere kannst Du vergessen - ich würde nie jemanden der sich für Meerwasser interessiert sagen: mach erstmal Deine Erfahrungen mit Süßwassern.
    Der einzige Grund dafür wäre um zu checken ob "Durchhaltevermögen" da ist.
    Leider ist Meerwasser nämlich doch recht teuer - wäre also schade, wenn der Anfänger gleich mal 5k€ in den Sand setzt.

    Gruß,
    Carsten

  • ...wollte doch auch nichts anderes sagen!

    Denke nur, dass es der meist gegangene Weg ist, nicht dass man vorher Süßwasser haben musste.
    ...halt wie beim Ski- und Snowboardfahren! =)

    Gruß,
    Torsten.

  • Hi Torsten,

    ich bin ebenfalls von einem 240l -Süsswasser auf ein 800l MW ungestiegen - es war finanziell
    die Hölle!!!!!

    Ich will Dir nicht alle details schildern - aber meiner Meinung nach ist das wichtigste das in Deinem 1. Beitrag angesprochene theoretische Wissen - und das allerwichtigste ein Händler, dem Du vertrauen kannst und der Dich optimal berät!!!

    Wenn ich meinen (gott sei Dank ehemaligen Händler) erwähnen darf, der mir bereits in der 2. Woche eine SPS für damals noch 140 DM verkauft hat oder einen Feuerfisch und zwei Tage danach einen Schleimi (dem Feuer hat´s zumindest geschmeckt :-((( zum kotzen!!!

    Frag Deinen Händler ruhig nach Kundenreferenzen, bevor Du Dich auf jemendem einlässt....

    Seit meinem großen Becken (2300l) habe ich nur einen Händler (ausnahme meine TUKAS :frowning_face: ) und es funktioniert hervorragend!!

    Gruss Chris

  • Hi Thorsten,
    mach doch.....
    ich habe immer noch zu meinem MW Kübel ein 200l SW Tümpel. Mein Frau liebt halt ihre Neons, und ich bin immer noch ein Fan von den kongosalmlern. Dieses becken mit pflanzen macht auch etliches an aufwand . auch hier regelmäßiger wöchentlicher Wasserwechsel. monatl. Aussenfilter reinigen. CO (Hefe regulieren ,nachfüllen) Pflanzen reduzieren ,einkürzen. imho eigentlich derselbe Aufwand wies MW. Beides hat seinen REiz und seine Berechtigung bei uns. Aber mein MW ist halt für uns und unsere Gäste die Formel1 .
    Thorsten tus, Du wirst nicht mehr glücklich.. Deine Frau hats erkannt, (gratuliere).
    Gruß jim

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!