Gesetzliche Haltungsvorschriften in Östereich

  • Quelle:
    http://ris.bka.gv.at/GeltendeFassun…nummer=20003860

    Anlage 5 Absatz 2

    2.
    Mindestanforderungen für die Haltung von Meerwasserfischen 2.1. Allgemeine Anforderungen an
    das Halten von Meerwasserfischen (1) Die Wasserwerte für Meerwasseraquarien zeigen prinzipiell
    eine große Einheitlichkeit. Innerhalb der einzelnen Parameter sind jedoch Bereiche auszuweisen,
    die eine laufende Kontrolle erfordern. (2) Für tropische Meere liegt der Temperaturbereich
    zwischen 22°C und 28°C.

    Tiere aus dem Mittelmeer sind bei Temperaturen zwischen 14°C und 20°C zu halten. Diese
    Temperaturen dürfen nur kurzfristig und geringfügig über- oder unterschritten werden. Aus
    technischen Gründen sind Mittelwerte anzustreben. (3) Meersalzmischungen mit optimaler
    Zusammensetzung sind im Fachhandel erhältlich. Der Gesamtsalzgehalt unter Berücksichtigung der
    Temperaturkompensation ist laufend zu kontrollieren. Der Salzgehalt muss für die Salinität im
    Bereich zwischen 29,5°/oo bis 35°/oo, Mittelmeer höchstens 37°/oo, Rotes Meer höchstens 40°/oo,
    liegen. Es ist ein Mittelwert anzustreben, der mit einer Salinität von +/-0,5°/oo, nur geringfügig
    schwanken darf.

    Der Verdunstungsverlust ist mit Leitungswasser und bei mangelnder Qualität desselben mit
    entsalztem Wasser in möglichst kurzen Abständen auszugleichen. (4) Der mittlere pH-Wert des
    Wassers von pH 8,1 und pH 8,4 darf im Meerwasseraquarium nur unwesentlich, bis pH 7,9 oder bis
    pH 8,5, unter oder überschritten werden. (5) Eine Karbonathärte von 7°KH bis 9°KH darf nicht
    unterschritten werden. Die Haltung von Steinkorallen und anderen Kalkskelettorganismen erlaubt
    eine höhere Karbonathärte. Sie darf jedoch einen Wert von 14°KH nicht überschreiten. (6) Für den
    Stickstoff ist die Nachweisbarkeit von Ammoniak und Ammonium zu vermeiden. Nitrit darf in der
    ersten Einlaufphase von zwei Wochen nur in geringen Mengen bis höchstens 0,2 mg/l NO hoch 2 nachweisbar sein.

    Der Nitratgehalt (NO hoch 3) darf 50 mg/l nicht überschreiten. Die Grenzwerte für die gleichzeitige
    Haltung von wirbellosen Tieren liegen für Nitrit bei 0,05 mg/l und für Nitrat bei 5 mg/l. Beim Einsatz
    von Denitrifikationsanlagen müssen die Phosphatwerte regelmäßig kontrolliert werden, da der
    Nitratwert als Maßstab für die Alterung des Wassers entfällt. (7) Phosphat, darf für Fische bis 0,5
    mg/l toleriert werden. (8) Schwermetalle sind im Meerwasseraquarium strikt zu vermeiden.

    Der Einsatz von Schwermetallsalzen zur Therapie bei Parasitenbefall der Fische ist in separaten
    Aquarien vorzunehmen. (9) Die Simulation von. Gezeiten, Wellengang und Grundströmungen ist im
    Aquarium notwendig. (10) Ein tageszeitlicher Wechsel von Hell und Dunkel ist zu gewährleisten.
    Bei gleichzeitiger Haltung von Wirbellosen mit Zooxanthellen ist eine Lichtleistung hoher Quantität
    und Qualität, von zum Beispiel 10 000 Lux im Bereich der Korallen und eine Farbtemperatur von
    5000°K oder darüber, zu erreichen. Fischarten mit Leuchtorganen oder strenge Höhlenbewohner
    sind in überwiegender Dunkelheit zu halten. (11) Für eine dauerhafte Haltung auch kleiner
    Fischarten ist ein Aquarium mit mindestens 200 Liter Rauminhalt (Länge 100 cm x Breite 50 cm x
    Höhe 40 cm) einzurichten.

    Zur Therapie und Aufzucht von Jungfischen bis zur stabilen Futteraufnahme dürfen die
    Mindestmaße vorübergehend unterschritten werden. Kleinere Aquarien sind nur stabil,
    wenn sie in direktem Zusammenhang mit Aquarien der Mindestgröße stehen. (12) Die
    Einrichtung der Meerwasseraquarien muss sich an den ökologischen Bedürfnissen der zu pflegenden Arten orientieren. Zu den wichtigsten Mindestausstattungen gehören:
    1. Technische Geräte zur Sicherung der Wasserqualität wie Filter, Heizung, Kühlung, Pumpen und Abschäumer
    2. Steinaufbauten entsprechend der notwendigen Riffstrukturen mit Versteck- Ruhe- und Deckungsmöglichkeiten
    3. Bedarfsgemäßer freier Schwimmraum
    4. Bodengrund in Form von kalkreichen aber schwermetallfreien Sänden, Kiese, Steine oder Meersand verschiedener Körnung.
    (13) Das Gleichgewicht zwischen Parasitenbefall und Fischgesundheit wird durch Fang-, Transport- und Anpassungsstress geschwächt.
    Ist ein ernsthaftes Krankheitsbild die Folge, sind entsprechende Therapiemaßnahmen einzuleiten.

    (14) Fische die mit Gift, meist Cyanide, gefangen wurden und schweren Stoffwechselstörungen unterliegen, sind nicht therapierbar.
    (15) Das Wohlbefinden der Fische ist aus dem Gesamtzustand des Aquariums und ihrem Verhalten zu beurteilen.

    Eine regelmäßige Kontrolle ebenso wie die der Wasserparameter ist unerlässlich.
    Plötzliche starke Veränderungen der Wasserqualität sind schädlich.
    Die regelmäßig notwendigen Teilwasserwechsel dürfen nur mit Wasser gleicher Qualität
    durchgeführt werden. Die technischen Geräte sowie die Temperatur sind täglich, die übrigen
    Wasserparameter sind 14-tägig zu kontrollieren. Neueingerichtete Aquarien sind in den ersten
    sechs Wochen täglich auf die Konzentration von Nitrit zu kontrollieren.

    (16) Einigen allesfressenden Arten stehen viele Nahrungsspezialisten gegenüber, die ihrem
    Futterbedarf entsprechend, möglichst vielseitig zu ernähren sind. Der Fachhandel stellt sowohl
    trockene Flocken- und Pelletfutter, sowie diverse tiefgefrorene oder lebende Nahrungsorganismen
    zur Verfügung.

    2.2. Haltungskriterien (Aquariengrößen) handelsrelevanter Arten von Meerwasserfischen
    ____________________________________________________________________

    Familie Art Aquariengröße Bemerkung Liter Wasser (l)
    ____________________________________________________________________

    ____________________________________________________________________


    2.3. Haltungskriterien anderer Arten von Meerwasserfischen Vertreter von unter Punkt 2.2 nicht angeführten Familien, insbesondere solche,
    die wegen ihrer Größe nicht mehr angeführt werden, dürfen ausschließlich in Großaquarien gehalten werden und sind im Einzelfall zu genehmigen.

  • Hallo Philipp!

    Die gilt schon lange, interessiert aber wohl auch im Geltungsbereich Österreich nicht wirklich jemanden ?(.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo Philipp!

    Es ist eine österreichische Bundesverordnung, die nur in Österreicht gilt. Ich weiß das (beruflich ;)).

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hi,
    und die sich angeblich als EU weite Vorlage eignen soll.

    Maßgeblich daran beteiligt war Dr Pechlarner, der ehemalige Tiergartendirektor in Schönbrunn.
    Ist der Meinung, " Wildtiere" gehören nicht in private Hand.

    Wobei man über manche Details wie Fahnenbarsche und Flötenfische mit tiefem Bodengrund, alle Gobiodon ab 300l usw diskutieren kann.

  • Hallo Wolfgang,

    Zitat

    Wobei man über manche Details

    ja und auch bei manchen über die "Mengenangaben"

    Im großen und ganzen mal nicht so schlecht, aber in manchem auch noch Verbesserungswürdig.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Gibt es eigentlich noch Zoos in Oestereich? Nicht dass ich die Mindestaquariengrössen für falsch halte (ok, es gibt sicher Fische, die in 54l keine Probleme hätten), nur schätze ich dass die Anforderungen zu >90% nicht erfüllt werden.

    PS:
    Möchte mir gar nicht ausmalen, was äquivalente Vorschriften für Grosssäger bedeuten wüde. Ein Gepard nur noch auf mindestens einem Quadratkilometer?

  • Hi,
    als Richtline finde ich es auch nicht so schlecht.
    Und von vielen der Angaben im MW Lex sind sie nicht so unterschiedlich.
    Es müßten sich nur noch die Aquarianer daran halten :mauer:

    LG,
    Wolfgang

  • Und was ist mit den Händlern?Wie sollen die einen Fisch aus einem 1000l Becken rausfangen,wenn der Kunde sich den Fisch kaufen möchte? :confused_face:

  • Dann müsste man näher definieren was dauerhaft heisst, aber ich denke ein Tier 2-3 Monate
    im Verkauf zuhalten, hat absolut nichts mit dem Begriff "dauerhaft" am Hut, klar muss man
    Grenzen setzen.

    Dein C. bicolor + x Jahre in 370Liter Bruttovolumen, würde ich dauerhaft nennen.

    Außerdem steht ja auch in dem Gesetz, das Sonderfälle beguatchtet werden müssen
    und dann im speziellen Fall entschieden wird, was das Tier für Bedürfnisse hat,
    wobei die meisten Händler für so ein Tier ca. 100l freien Schwimmraum nutzen.
    Bzw. wer ein adultes Tier verkauft sollte auch 200l nutzen.

    Denn dein Nettovolumen ist bestimmt nicht viel mehr als ein Faktor 1,5 von den 100l.


    MfG Philipp

  • Moin moin,

    Zitat

    Kleinere Aquarien sind nur stabil,
    wenn sie in direktem Zusammenhang mit Aquarien der Mindestgröße stehen. (12)


    Das ist ja eigentlich eine viel lustigere Aussage aus dem obigen Text, also das war mir neu... Vielleicht sollte ich das meinem Schreibtischbecken auch mal sagen? :winking_face:
    Bzw. ist das jetzt dank des Textes festgelegt, und man darf dem nicht zuwiderhandeln indem man ein funktionierendes Nano aufbaut? :grinning_squinting_face:

    Zitat

    Maßgeblich daran beteiligt war Dr Pechlarner, der ehemalige Tiergartendirektor in Schönbrunn.
    Ist der Meinung, " Wildtiere" gehören nicht in private Hand.


    Und derartige Spaßvögel werden uns auch auf die Dauer unser Hobby verbieten, ganz gleich ob in Deutschland oder Österreich. Letztlich gibt es nicht viele davon, aber die Tierhalter sind zwar zu faul, mal den Hintern hochzukriegen und sich gegen derartige Bemühungen zu stellen, aber immerhin sind die Laien noch in der Lage, genug Negativbeiträge zur Ansicht der Entscheidungsbefugten zu liefern- und teilweise Dinge zu tun, die mich daran glauben lassen, dass für die Mehrheit die Tierhaltung in der Tat verboten sein sollte.

    Einmal editiert, zuletzt von Jannes Freiberg (19. November 2009 um 17:00)

  • Hi Jannes,

    da hast Du leider Recht.
    Und jeder der gegen die Haltungsverordnung verstößt, indem er Fische in ein zu kleines oder nicht passendes Becken setzt, heizt das noch an.

    Und dafür werden dann solche Berichte verfaßt:
    http://www.fnz.at/fnz/forum/phpB…mente+nachzucht

    Was nicht ein Dr. oder Prof. entdeckt hat, existiert leider nicht für die Wissenschaft.

    LG,
    Wolfgang

  • Ja, ja, Vorschriften, Vorschriften und nochmal Vorschriften, das brauchen wir dringen und in allen Lebensbereichen :winking_face:
    Und am besten jedes Jahr, bei jedem Bürger eine obligatorische Hausdurchsuchung. Damit man bei Bedarf jeden aus irgendeinem Grund kriminalisieren und ihm den Prozess machen kann!

    Viele Experten sehen ohnehin jeden als Idio* an, der nicht studiert hat, und sich trotzdem mit dem selben Thema beschäftigt wie sie, das ist nicht nur in der Aquaristik so. Dabei war ich schon in vielen öffentlichen Tierparks wo sich, gerade der Korallenriffbereich, nicht mit Ruhm bekleckert hat, mal abgesehen von der Grösse der Becken.

    Dass es es Orientierungs-Richtlinien und gewisse Rahmenbedingungen braucht steht ausser Zweifel. Aber erstens sollte man immer fragen ob es für alles ein Gesetz geben muss - und man sollte genau hinschauen wer dahinter steht, welche Interessen er verfolgt und welche Argumente er hat. Das gilt nicht nur beim Tierschutz. Das ist meine Meinung zum Thema Vorschriften in dem Bereich.

  • Zitat

    Original von Jannes Freiberg
    Moin moin,

    [QUOTE] Letztlich gibt es nicht viele davon, aber die Tierhalter sind zwar zu faul, mal den Hintern hochzukriegen und sich gegen derartige Bemühungen zu stellen, aber immerhin sind die Laien noch in der Lage, genug Negativbeiträge zur Ansicht der Entscheidungsbefugten zu liefern- und teilweise Dinge zu tun, die mich daran glauben lassen, dass für die Mehrheit die Tierhaltung in der Tat verboten sein sollte.

    Hallo!

    In Österreich gibt es ca. 1700 organisierte Aquarianer.
    Diese Zahl ist viel zu gering um auf Gesetzestexte Einfluss zu nehmen.
    Der VDA ist leider auch nicht viel besser Aufgestellt und hat sehr viel mit "Interna" zu kämpfen.
    Und die EATA Exisitiert eigentlich nur auf dem Papier und hat in Brüssel auch nichts zu melden.

    Die "Naturschutzorganisationen" sind da viel besser organisiert und leider aus Informationsmangel oft eher gegen uns Aquarianer eingestellt.

    Wie es derzeit aussieht werden die Gesetze auf National- und EU-Ebene auch in Zukunft ohne die vielen Aquarianer beschlossen. Eine Änderung dieses Zustandes ist nicht in Sicht.

    Servus Reinhard
    _________

    Meeresverein Austria

    Einmal editiert, zuletzt von Reinhard Seidl (19. November 2009 um 20:46)

  • Hallo Reinhard!

    Zitat

    Wie es derzeit aussieht werden die Gesetze auf National- und EU-Ebene auch in Zukunft ohne die vielen Aquarianer beschlossen.

    Nun, man sollte auch nicht die Frösche fragen, wenn man den Teich trockenlegen will :D. Die Einstellung sehr vieler Aquarianer (der großen Mehrheit?) ist von kompromisslosem Habenwollen geprägt, was soll man mit denen reden? Aber durchaus nicht jeder Aquarianer ist "gegen Gesetze". Manche fordern sogar gerade weil sie die Situation kennen strengere Regeln, die auch vollzogen werden/können (denen hört man besonders aufmerksam zu ;)). Und die meisten Meerwasserforen liefern tagtäglich die besten Argumente dafür, weil die Aquarianer dort ihr Hobby zur tier- und artenschutzfreien Zone erklären und dafür Applaus ernten statt Kritik. Das ist auch ein bedeutender Beitrag zu künftigen Regelungen, wenn auch vielleicht nicht ganz so, wie man sich das wünschen würde.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

    2 Mal editiert, zuletzt von Wolfgang S (19. November 2009 um 21:01)

  • Hallo Wolfgang!


    Wolfgang, ich kenne Dich zwar nicht Persönlich sondern nur aus diesem und dem Österreichischen Forum. Aber aus dem Inhalt Deinen vielen Beiträgen kann ich ableiten das mir eigentlich das selbe meinen auch wenn wir es nicht ganz gleich formulieren. Servus Reinhard

  • Hallo Reinhard!

    Zitat

    Aber aus dem Inhalt Deinen vielen Beiträgen kann ich ableiten das mir eigentlich das selbe meinen auch wenn wir es nicht ganz gleich formulieren.

    Das meine ich genau so :wink. Und ich stimme deinen obigen Anmerkungen in jeder Hinsicht zu (der Frosch-Vergleich war nicht ganz ernst gemeint ;)). Leider kann man nicht annehmen, dass es wirklich viele Aquarianer in dem genannten guten Sinne gibt, jedenfalls aber wesentlich weniger als Aquarienbesitzer. Dabei gehe ich davon aus, dass in den Foren ohnehin der Anteil der "ernstzunehmenden" Aquarianer überdurchschnittlich hoch ist und der Haben-will-Aquarienbesitzer eher forenfern agiert. Das heißt aber auch, dass die doch nicht so seltenen Negativbeispiele in den Foren nur die kleine Spitze eines großen Eisbergs sind. Das macht die Diskussion in Gesetzgebungsverfahren und mit Umweltverbänden nicht einfacher.
    Der Sachkundenachweis ist kein schlechter Ansatz, aber so lange er nicht verbindlich vorgeschrieben ist für den Erwerb eines Tieres, ist er eher ein stumpfes Schwert. Diejenigen, die ihn freiwillig ablegen, sind eigentlich eher die, die ihn eh nicht bräuchten...

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Moin moin,

    Nur mal so zur Gesetzgebung: Ich erinnere noch an 2007, was ja noch gar nicht so lang her ist- als in Hessen die neuen Verordnungen zur Haltung "gefährlicher Tiere" erlassen wurden, hörte man zwar die Vertreter einer "Tierschutzorganisation"(sei mal dahingestellt- viel Geld, utopische/unsinnige Ziele und drei Mitglieder), jedoch nicht die Vertreter der größten Organisation von exotischen Tieren in Deutschland, obwohl diese bereitwillig ihre Unterstützung angeboten haben. Heraus kam eine Verordnung, die unter anderem das Halten und Züchten(!!!) von Pfeilgiftfröschen(müssen ja giftig sein, bei dem Namen!) und diversen anderen Tieren untersagte, es sei denn, es bestünde "begründetes Interesse", womit dies zu begründen sei, wurde natürlich nicht angegeben. Inzwischen hat sich da zwar einiges geändert, aber ideal ist es immer noch nicht- und ein gutes Beispiel für Willkür gegen den (tierhaltenden) Bürger und Bevorzugung der geistlosen Organisationen, die eigentlich weder Fachwissen noch Verständnis haben.

    Soweit dann also die staatliche Seite- die andere Seite war aber noch schlimmer, denn Auslöser für diesen Streit war ein netter Herr, der eine Grüne Mamba mit der normalen Post versendet hat...

    ... was mich dann wieder dazu bringt, mich zu fragen, ob solche Gesetze nicht auf die Dauer doch gar nicht so übel sind- etliche Erkenntnisse stammen zwar aus der Privathaltung, gerade auch bei Aquaristik und Terraristik, aber die werden eh nicht immer gleich anerkannt, und zudem ist eben die Anzahl der wirklichen verantwortungsvollen Halter, die wissen, was sie tun, sehr gering im Vergleich zur Anzahl derer, die Tiere haben.

    Wolfgang:
    100% Zustimmung- dem kann ich echt nichts mehr hinzufügen! :thup

  • Hallo!

    Wie kann eine Lösung dieses Dilemmas aussehen?

    Ich denke ohne Ehrenamtlich in Vereinen und Verbänden aktive Aquarianer wird es nicht gehen.
    Wie sollte ein anderer Weg finanziert werden?
    Und ohne Bürokratie und Gesetze wird es leider auch nicht gehen.
    Wenn wir nicht stark genug sind uns zu Organisieren werden andere "Unsere" Interessen vertreten.
    Dann wird außer Guppy und Platy nicht mehr viel erlaubt sein.

    Hallo Jannes!

    Bei den Terrarianern ist es ja noch viel ärger als bei uns Meerwasserleuten.
    Da läuft ja 80% im Untergrund ab.

  • Hallo Reinhard!

    Sicher ist, dass der einzelne Aquarianer als solcher nicht gehört wird. Und die Verbände wie BNA und ZZF kannst du glatt vergessen! Ob der VDA an so ein Thema rechtzeitig und richtig (auch mit juristischer Kompetenz) herangeht, wage ich ebenfalls zu bezweifeln. Aber man kann ja als Aquarianer einem Naturschutzverband beitreten und versuchen, die Meinungsbildung dort zu beeinflussen. Eine Möglichkeit wäre auch, als Aquaristikverein ganz gezielt den Kontakt zu Naturschutzverbänden zu suchen, um gegenseitige Vorurteile abzubauen.Das sind sicher kleinste Schritte, aber damit sollte man auch nicht erst beginnen, wenn ein konkretes Gesetzesvorhaben schon am Laufen ist. Dann ist es sicher zu spät.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang S (22. November 2009 um 00:15)

  • Hallo!

    In Österreich versucht der ÖVVÖ als Vertretung der Vivarianer sich bei den Behörden Gehör zu verschaffen.

    ÖVVÖ

    Auch versucht der ÖVVÖ durch Mitarbeit bei der EATA auf Europäischer Ebene zu wirken.

    Zur EATA

    Aber, wie ganz oben schon geschrieben.
    Mit 1700 Mitgliedern ist man alles andere als ein mächtiger Verband.

    Wie es derzeit aussieht wird auch die nächste Überarbeitung des Österreichischen Tierschutzgesetzes ohne
    uns Aquarianer über die Bühne gehen.

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