DSB im Überlaufschacht???

  • Hallo zusammen,

    Hört sich jetzt vielleicht etwas doof an, aber aufgrund meines sehr feinen Sandes, von welchem etwas in mein Überlaufschacht gespühlt wurde, kam ich auf diese Idee.
    Wie wäre es, wenn man diesen Raum, welcher ja meist für nichts, ausser die Rohre welche bis oben an die Wasserober gehen, mit Sand (so 30cm) auffüllt? Klar, ist eine nicht besonders grosse Fläche aber immerhin?

    (Das Problem mit dem herausnehmen des Sandes ist mir bewusst, ist sicher verdammt mühsam, aber lassen wir das mal beiseite).

    Gruss
    Matthias

  • Hallo Philipp,

    Wenn man ein normales DSB in einem Becken anschaut, dann hat es dort bestimmt mehr Strömung. Im oberen Teil ist sowieso keine anerobe Zone, die kommt weiter unten. 30cm sind in den meisten Aquarienanlagen (Zoos) ganz normal???
    Und Sandseesterne brauchts ja auch nicht zwingend, da reicht doch das diverse Krabbelzeug?

    Was spricht dagegen?

    Gruss
    Matthias

  • Hi,

    30cm würde ich auch nicht machen. Da hast du in den untersn Wasserschichten null austausch des Wasser würde ich mal denken. Mit 10cm oder 15cm könnte ich mir das schon vorstellen. Ob es aber funktionioniert....ich könnte es mir vorstellen. Ich dneke aber wirkungsvoller wird es sein wenn du den Schacht mit kleinen Brocken LS vollmachst..... Das funktioniert wohl eher zu 100%

    Gruß Micha

  • Hallo zusammen,

    Ja eben, war nur so ein Gedanke... Aber wenn hier nicht gerade ein... Ja mach es... kommt, dann lass ichs mal schön sein! :smiling_face:

    Merci und Gruss
    Matthias

  • Hallo Matthias,

    wenn Du das Ganze für ein kleines Würfelbecken machen willst, wird das schon was bringen. Ob es ausreicht, im ganzen Becken das NO3 nach unten zu bringen hängt von mehreren Faktoren ab. Wenn Du einen normalen Besatz in einem kleinen Becken hast und normal fütterst, kann ich mir vorstellen das ein 15cm hohes Mini-DSB im Schacht ne gute Sache ist. Notfalls kannst Du das Ganze 1 mal im Monat mit einem langen Stab kräftig durchrühren und mal dran riechen ob es nach H2S stinkt. Aber ich denke das sollte es nicht, da genug Sauerstoff in diesen Bereich eingetragen wird.

    Kurzum - probiers aus! Wenns nicht klappt ist es auch schnell wieder abgebaut (Sand absaugen).

    Evtl. könnte es etwas bringen über diesem Sand noch eine Filterschicht (Filterschwamm- oder wolle) einzubringen, damit der von der Wasseroberfläche eingesaugte Dreck nicht direkt ins DSB wandert.

    Ciao sagt Nico.

  • Hallo zusammen nur mal als Ergänzung.

    Matthias
    Das Umrühren des DSB ist eine ganz schlechte Idee. Wenn du es zu oft umrührst wirst du irgendwann
    garantiert Schwefel-Wasserstoff zu riechen bekommen, da du jedes Mal einen Teil der Lebewesen vernichtest. Nach allen Informationen zum Aufbau erfolgreicher Sandbett-Filter, die ich bisher gesichtet habe, sollte nur die oberste Schicht eine Bewegung erfahren.

    Mit dem Durchmischen beraubt man sich aller Effekte und verzögert den Aufbau der Mikrokulturen, oder
    verursacht noch Schlimmeres.

    Auch das Auflegen eines Filterschwammes ist nicht im Sinn der Sache. Das DSB teilt sich in mehrere Schichten
    mannigfaltigster Lebewesen auf. Der Detritus und die organischen Reste (tierisch als auch pflanzlich), wird im
    DSB benötigt, und bei einem funktionierten DSB sollte sich auch keine Mulmschicht darauf bilden.

    Der Transport des Wassers innerhalb des DSB funktioniert ja auch nicht eigentlich durch die Strömung die
    in der Wassersäule über dem Sand stattfindet, sondern durch die Bewegung der Kleinstlebewesen im Sandbett.
    Nur die oberen Millimeter werden aktiv durch die Strömung beeinflusst.

    In der Wassersäule über dem Bett muss auch relativ starke Strömung vorherrschen, um eine gute Sauerstoff-
    Versorgung zu gewährleisten und um um die oberste Schicht des DSB ständig in Bewegung zu halten. Damit
    verhindert man ebenso, dass sich Cyano-Teppiche und Kieselalgenbeläge bilden.

    Hier wäre ein Filterschwamm ja völlig strömungsverhindernd.

    In wiefern die Höhe von 30cm schädlich ist, kann ich nicht beurteilen,aber kann mir nicht vorstellen, dass es
    dem System zum negativen gereicht.

    Bedenklich wäre für mich bei dem Vorhaben eben nur die Strömungsmöglichkeiten in den meist wenig Raum
    bietenden Übelaufschächten. Manche sprechen hier von zwischen 20-40 facher Umwälzung des Filtervolumens.

    Hast du die Sache eigentlich weiter verfolgt ? Würde mich interessieren.

    Gruß Rouven

  • HI

    mal ehrlich , du machst dier doch auch keine Gedanken darüber wie dick dein LS ist, denn das tut genau das selbe wie ein DSB , nur das das DSB viel mehr Oberfläche und Lebensraum für Kleingetier bietet,wichtig ist bei beiden Geschichten das ausreichend O² zur Oberfläche gelangt.

  • Hm Gedanken machen oder auch nicht, und dann eine praxisbezogene Aussage zu hören, sind zwei Paar Stiefel.
    Viele Prozesse die für unser Denken in sehr einfach gehaltene Schemata gepresst werden, laufen in der Praxis nunmal wesentlich
    komplexer ab, als es mit den uns zur Vefügung stehenden Mitteln greifbar erscheint.

    Von daher fand ich es gut, dass Herbert hierzu eine Aussage gemacht hat.

    Es war auch nicht meine Intention hier neue Diskussionen aufflammen zu lassen, sondern lediglich etwas wie
    das Umrühren des DSB oder das belegen mit Filtermatte, nicht als sinnvolle Maßnahmen für spätere Leser dieses
    Threads dargestellt zu lassen.

    Gruß Rouven.

    Einmal editiert, zuletzt von RouvenMarkovic (19. Februar 2011 um 16:54)

  • moin,

    bei mir hat sich das im lauf der jahre durch mulm, feinen sand etc selber gebildet, funktioniert hervorragend und ist galaub ich die biologisch aktivste ecke des ganzen beckens.

    mach es!

    mfg
    michael

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