Wasserwerte Leitungswasser

  • Hallo,

    ich habe soeben mein Leitungswasser mit der Sera-Testbox gemessen, folgende Werte wurden ermittelt:

    PH 7,0
    KH 12,0
    Calcium 100mg/l
    Nitrat 0 mg/l
    Nitrit 0,0 mg/l
    Phosphat 2,0 mg/l
    Kupfer 0,0
    Ammonium/Amoniak o mg/l

    Was meint Ihr zu diesen Werten? Kann ich evtl. auf eine Osmoseanlage verzichten?

    Gruß Sebastian

  • NEIN :mauer:

  • Moin.Ich würde mal sagen das der SERA NO3 Test voll für die Tonne ist.Ich hatte den auch mal und habe mich gefreut das die Wasserwerte soooo gut waren.Bis ich mir den Salifert NO3 Test geholt habe. :winking_face_with_tongue:
    Leitungswasser mit 0,0 NO3 ,gibt es sowas überhaupt? :face_with_rolling_eyes:

  • Leitungswasser mit NO3 nul gibt es.

    Ob der Sera Test "für die TOnne" ist kann ich nicht sagen, zumindest soll ernicht so zuverlässig sein. Aber auch sehr gute Testhersteller haben immer wieder Chargen mit dabei, die fehlmessungen machen.

    Und Salifert, verwende ich auch zum Teil, ist auch nicht immer genau. Insbesondere beim Messen von sehr geringen mengen gegen NN bei NO2 und NO3

    Gruß Micha

  • Mal eine blöde Frage,

    kann man bei diesem hohen Phosphat Wert nicht mit Adsorber arbeiten? Ich habe auch von Aquarianern gehört die Leitungswasser anstatt Osmosewasser in ihr Becken kippen. :rolleyes_g:

    Gruß Sebastian

  • Hi,

    kommt auf deine Beckengröße an, ob sie dir aussreicht. Bis vielleicht 300 Liter denke reicht geht das schon.

    Ich würde aber ein paar Euro mehr investieren und einen Kohle und Feinfilter vorschalten. Also eine 3 stufige OA

    Schau mal hier Link

    Dort findest du auch noch weitere Anlagen. Was ich empfehlen kann ist dir eine Anlage mit Druckerhöhungspumpe zu kaufen. Das hast du dann ungefähr ein Verhältnis von 1:1 Rohwasser und Abwasser.

    Mit einer normalen, an den Wasserhahn angeschlossenen OA hast du normaler weise ein verhältnis von 4:1 bis 2:1
    Also mehr Abwasser wie Rohwasser.

    Gruß Micha

  • Zitat

    Original von Sebastian P.
    Mal eine blöde Frage,

    kann man bei diesem hohen Phosphat Wert nicht mit Adsorber arbeiten? Ich habe auch von Aquarianern gehört die Leitungswasser anstatt Osmosewasser in ihr Becken kippen. :rolleyes_g:

    Osmosewasser nutzt man zum Wasserwechsel, Phosphatabsorber nutzt man um die Phosphatkonzentration vorbeugend zu reduzieren.


    Mfg Philipp

  • ich hänge mich hier mal mit rein.

    wenn ich mir die Wasserwerte (Spalte 2 und/oder 3)meines zukünftigen Wohnortes so anschaue, so frage ich mich, ob hier tatsächlich eine Osmose notwendig ist.
    Alle Wasserwerte sehen für mich gut aus. Das einzige Problem, dass ich sehe, könnten die Kupferleitungen sein.
    Habe ich etwas gravierendes übersehen?

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Hi,

    ja hast du .......Steht aber nicht da drauf.

    Im Winter setzten sehr viel Wasserwerke dem Wasser Silicium zu.

    Erkundige dich mal od die das auch machen.

    Gruß Micha

  • micha, danke für den Tip

    @philipp: Warum? Joe hat seine Korallenfarm in Dortmund lange auch ohne betrieben, erst nach dem Umzug nach Witten nutzt er wohl eine.

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Hallo Adi,

    ich würde mir kein Silicium (ganz unten angegeben) und auch keinen Nitratwert von 11 bis 13 im Ausgangswasser antun. Wenn es nur das Wechselwasser beträfe: Das würde das Aquarium vielleicht verkraften können. Aber man schüttet diese Konzentration Tag für Tag beim Auffüllen des Verdunstungswassers rein. Und dann muss man wieder Energie reinstecken, um gegenzusteuern. Das wäre es mir nicht wert.

    Grüße
    Ingrid

  • Zitat

    Original von Gwynnedd
    @philipp: Warum? Joe hat seine Korallenfarm in Dortmund lange auch ohne betrieben, erst nach dem Umzug nach Witten nutzt er wohl eine.

    hi adi,

    jep, war immer z. b. silikat (7mg im mittel nach angabe der stadtwerke) drin und es gab keine wirklich negativen auswirkungen. nitrate und phosphate wurden von den korallen dankbar angenommen :]

    hier in witten setzen wir zwar noch osmosewasser ein, aber ab und an kommt schon ein ww mal mit kraneberger dazu.

    wenn der korallenbesatz nur aus kleinen ablegern besteht, mag osmosewasser noch angesagt sein, aber
    große stöcke verbrauchen mehr, als durchs kraneberger dazugegeben wird.

    ist natürlich regional immer anders zu sehen/prüfen und von jedem selbst abzuwägen und zu verantworten.

    ein nachbar (kunde) nutzt auch das wittener originalwasser. er brachte vor geraumer zeit eine a. hyacithus, die in jahresfrist von ablegergröße auf über 30 cm angewachsen war....

  • Zitat

    Original von IngridR
    Hallo Adi,

    ich würde mir kein Silicium (ganz unten angegeben) und auch keinen Nitratwert von 11 bis 13 im Ausgangswasser antun. Wenn es nur das Wechselwasser beträfe: Das würde das Aquarium vielleicht verkraften können. Aber man schüttet diese Konzentration Tag für Tag beim Auffüllen des Verdunstungswassers rein. Und dann muss man wieder Energie reinstecken, um gegenzusteuern. Das wäre es mir nicht wert.

    Grüße
    Ingrid

    Da das Becken und die Technik, abgedeckt wird, werde ich kaum Verdunstung haben, so wie jetzt auch, ich brauche kaum nachfüllen.

    Joe: du schreibst: keine wirklich negativen Auswirkungen, gab es doch welche? Wie hat es sich geäußert?

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Unsere Stadt wird mit Wasser aus 6 Brunnen gespeist.
    Ich kenne nur diese Werte:

    Härte 3/ 20 °dH
    Nitrit < 0,01 mg/l
    Nitrat 1,5 mg/l
    Sulfat 91,7 mg/l
    Fluorid 0,177 mg/l
    pH-Wert 7,14
    Calcium(106 mg/l) und Magnesium (24,3 mg/l)

    Hört sich aber doch insgesamt nicht so schleckt an oder was meint Ihr?

    Einmal editiert, zuletzt von Muetzel (5. November 2009 um 23:30)

  • Hallo Rüdiger,

    Nitrat sieht ganz gut aus, die anderen Werte sind ziemlich wurscht, aber Phosphat und Silicat fehlen.

    Wird das Wasser aus den Brunnen gemischt oder liefert mal der eine und mal der andere? In letzterem Fall wären die Werte für die Katz. Außerdem können sie jahreszeitlich bedingt schwanken.

    Grüße
    Ingrid

  • PO4 ist zumindest lt. Salifert NN.

    Ja. Silicat sollte ich mal messen (lassen).

    Silicat könnte doch "höchstens" zu einer Cyano-Plage führen oder?

    Nun, wenn ich es einfach mal ausprobiere und Cyanos anmaschieren, könnte ich doch eigentlich einfach wieder auf UO-Wasser wechseln...
    Mehr kann nicht schiefgehen?

    Mich würde mal interessieren, wieviel hier es überhaupt schon mit Leitungswasser ausprobiert haben!
    Die meissten oder fasst alle kaufen sich gleich ne UO-Anlage und wissen vielleicht gar nicht was ihnen entgeht :grinning_squinting_face:

    Oder gibt es doch viele, die vielleicht schon ein ganzes Becken "gehimmelt" haben weil das LW schei... war und es dann aber auch nachweislich ohne jeden Zweifel auf das LW zurückführen konnten? :confused_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Muetzel (5. November 2009 um 23:42)

  • Zitat

    Original von Rüdiger Scharm
    Silicat könnte doch "höchstens" zu einer Cyano-Plage führen oder?


    Hallo Rüdiger,

    eher zu Kieselalgen. Der Zusamenhang mit Cyanobakterien wird immer mal wieder hergestellt, ist aber, soviel ich weiß, umstritten.

    Grüße
    Ingrid

  • Zitat

    Original von IngridR
    Hallo Rüdiger,

    Nitrat sieht ganz gut aus, die anderen Werte sind ziemlich wurscht, aber Phosphat und Silicat fehlen.

    Wird das Wasser aus den Brunnen gemischt oder liefert mal der eine und mal der andere? In letzterem Fall wären die Werte für die Katz. Außerdem können sie jahreszeitlich bedingt schwanken.

    Grüße
    Ingrid

    Lt. PDF unserer Stadt wird das Wasser ausschliiesslich über 6 Brunnen geliefert.
    Es soll keine Chemische Aufbereitung stattfinden:
    http://www.stadtwerke-wiesloch.de/servlet/PB/sho…KuZ_Wie_Bue.pdf

  • Hallo,

    da hast du die Frage falsch verstanden. Kommt das Wasser aus allen sechs Brunnen in einen Tank und liefert die von dir geposteten Ergebnisse (dann wird es also gemischt) oder speisen die Brunnen auch getrennt voneinander ein (dann können die Werte stark schwanken)?

    Grüße
    Ingrid

  • Zitat

    Original von IngridR
    Hallo,

    da hast du die Frage falsch verstanden. Kommt das Wasser aus allen sechs Brunnen in einen Tank und liefert die von dir geposteten Ergebnisse (dann wird es also gemischt) oder speisen die Brunnen auch getrennt voneinander ein (dann können die Werte stark schwanken)?

    Grüße
    Ingrid

    Hi,
    lt. dem Text liefern insgesamt 6 Brunnen das Wasser. Es wird also gemischt.
    Aber ich glaube ich rufe da morgen mal an....

  • Zitat

    Original von Gwynnedd
    Joe: du schreibst: keine wirklich negativen Auswirkungen, gab es doch welche? Wie hat es sich geäußert?

    moin adi,

    hmmm....woll'n mal so sagen, es fuhr nicht schlechter, als becken von leuten die mit osmoseanlage/mischbettharzfilter gearbeitet haben....

    auch im direkten vergleich zu unserer neuen anlage, die jetzt seit 1,5 jahren mit osmose+mischbettharz läuft, gibt es keine unterschiede festzustellen. :]

  • Hallo zusammen,
    auch mein Nanobecken bekommt seit ca. 6 Monaten nur noch Leitungswasser - sowohl zum Wasserwechsel als auch zum Auffüllen von verdunstetem Wasser. Ich habe das Wasser aus der Leitung nicht getestet, sondern ganz allmählich mehr verwendet, negative Auswirkungen konnte ich dabei bis auf ein paar kleine Stellen Kieselalgen noch nicht feststellen.
    Interessant ist, dass Montiporas und Pocilloporas seit der Zugabe von Leitungswasser wesentlich besser wachsen und auch der Rest der Korallen (S.hystrix, Acropora sp., diverse Weichkorallen und Scheibenanemonen) deutliche Wachstumsschübe verzeichnet.
    Die Entscheidung für Leitungswasser habe ich damals getroffen, weil mein Aquarium vor einem halben Jahr sehr viele Probleme machte – überall rotbraune Beläge, stellenweise Cyanos und verblassende Farben. Da das Becken also sowieso schon relativ „am Boden“ war wagte ich den Versuch, und Stand heute habe ich ihn noch nicht bereut.
    Die Algenbeläge sind weg, Cyanos auch und die Farben kommen wieder.
    Nitrat und Phosphat (gemessen mit TM und ROWA) waren vor der Zugabe von Leitungswasser n.n und sind es bis heute – keine Veränderung festzustellen. Ich denke, über das Leitungswasser erhalten meine Korallen dringend benötigte Nahrung…..aber das ist nur eine Vermutung.
    Wie sich das Ganze langfristig auswirkt kann ich natürlich jetzt noch nicht beurteilen, aber gerade ein Nanobecken ist m.E. für solch einen Versuch ideal, da man schnell gegensteuern kann falls etwas aus dem Ruder läuft.

    Beste Grüße,
    Heiko

  • So,
    habe mal testen lassen.
    Silicat liegt leider bei 6mg/L.

    Ich glaube aber ich probiere es trotzdem mal aus.
    Bisher läuft mein 250 Becken trotz aller Bemühungen und eigentlich idealer Wasserwert so lala..

    Dei SPS wollen eifnach nicht wachsen. Selbst die Krustenanemonen wollen nicht!

    Die Werte sind:
    KH 8
    MG 1350
    CA 470
    Nitrat ca. 5
    PO4 N.N
    Silicat N.N.

    Ich denke, viel passieren kann ja nicht. Wenn es anfängt zu wuchern (Kieselalgen, evtl. Cyanos) wird wieder die UO ausgepackt.

    Einmal editiert, zuletzt von Muetzel (6. November 2009 um 11:50)

  • Ich denke mal, dass ein Nano relativ gesehen weniger Fischmasse pro Koralle hat? Insofern kommen dann auch weniger Nährstoffe durch Fütterung hinzu und damit scheint eine Nährstofflimitierung wahrscheinlicher als in einem grossen Becken.

  • Hallo zusammen,

    ob man Leitungswasser für ein Meerwasseraquarium verwenden kann, hängt von den örtlichen Gegebenheiten,
    aber auch von der Risikobereitschaft des Aquarianers ab.

    Ich würde aber in jedem Fall empfehlen, das Wasser durch ein Kohlefilter laufen zu lassen. Falls es einmal auf Grund
    eines Leitungsschadens im Stadtnetz zu einer Stoßchlorung kommt, könnte das sonst das Ende aller Beckenbewohner bedeuten.
    In der Umkehrosmose ist ein Kohlefilter bereits integriert.

    Gruß Armin

  • Hallo zusammen,

    bendel: mein Nano hat so ca.60 Liter Wasser, ist stark mit Korallen besetzt, welche auch wachsen und als Besatz sind nur zwei Trimma Grundeln im Aquarium. Insofern würde ich mal deine These bestätigen..wenig Fisch...viel Koralle -> Limitierungsgefahr....und hier schafft, zumindest in meinem Becken, das Leitungswasser abhilfe.

    Armin: Du empfiehlst also das Wasser vor Verwendung im Aquarium über Kohle zu filtern, verstehe ich das richtig? Im Moment mache ich es so, dass ich Aktivkohle im Dauereinsatz (Tausch ca. alle 2 - 4 Wochen) im Aquarium habe. Aber bei einer Stoßchlorung würde das vermutlich auch nichts mehr bringen....

    Also werde ich in Zukunft wohl mein Wasser vorher über Kohle filtern, das war eine gute Information....danke Armin!

    Beste Grüße,
    (der risikofreudige) Heiko

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