Phoshatabsorber wirken nicht

  • habe ein 450 l Meerwasseraquarium.
    Meine Wasserwerte: Phosphat 0,34, Karbonathärte 8,8, Ca 395, NO3 17 mg, Ph 7,7.

    Leider schaffe ich es nicht, das Phosphat zu reduzieren. Versuche alles. Habe den Phosphatfilter von
    Aquamedic und einen kleinen hang on Außenfilter, in dem ich das Phosphat eingebracht habe. Habe gerade am Auslaufschlauchdes Aquamedic-Phospatfilters das Phosphat gemessen. Leider immer noch 0,34. Hier liegt ja die
    Vermutung nahe, dass die ganzen Phosphatabsorber, die ich bereits im Einsatz hatte (Sera, Rovaphos, Timo phos stop, Aquamedic) nicht funktionieren. Auch alles in dem Beitrag (siehe Link unten) habe ich probiert.
    Unabhängig vom Besatz und Abschäumung müsste doch normalerweise aus dem Phosphatfilter (wie bei Nitratfilter)
    unbelastetes Aquariumwasser herauskommen. Kannst Du mir weiterhelfen?

    http://archiv.korallenriff.de/05_po4_1.html

  • hallo michael

    ein ähnliches hatten wir auch im inserem becken.
    wir hatten zeitweise knapp 10 kilo adsorber im becken und der wert ging nie unter 0.5
    ich konnte machen was ich will.
    nach rücksprache mit peter gilbers filtergranulat.de
    haben wir das ganze analysiert.
    er war auch der meinung das das nicht sein kann.
    am schluß waren es po depots die sich erst auflösen mußten.
    nach knapp 4 monaten und bis dahin 12 kilo adsorber im einsatz ist der po nun nichtmehr nachweisbar.

    wichig ist auch die art wie man den adsorbe einbringt.
    armin glaser hat auch bestätigt das ein adsorber in einem wirbelbet filer der ständig in bewegung ist am effektivsten ist.

    wie hast du den adsorber eingebacht?
    alten adsorber aus becken entfernt oder drinnen gelassen ?

    gruß stephan

  • hm ich würde an deiner stelle dikiat b plus nehmen das hat bei uns auch super funktioniert.

    durchlauf würde ich bei dem filter so 800 - 1000 liter in der stunde machen.
    das alte material wo in dem filte war nicht weg schmeißen sondern in ein säckchen und im becken belassen bis der po unten ist.
    wie gesagt das kan dauern bei uns gins auch ewig.

    im moment mach mal 1 kg dikat b plu und der rest dikiat b rein dann sollte der po bei deiner beckengröße in 1-2 monaten bei nn sein.
    wichtig ist das das material im aqua medic filter aussieht als ob es kocht (drin schwebt )

    gruß stephan

  • Habe absorber von JBL im einsatz, und muß sagen das ich in nur einem monat von 1,0 auf 0,03 runtergefahren habe. Habe es zusamen mit zeolith im außenfilter den ich 2 mal am tag kräftig durchschüttel.

  • Hi,

    wenn Du am Ausgang 0 messen willst darf der Duchfluß das 5-fache nicht überschreiten. Also bei 1 Liter Phosphatadsorber maximal 5l/h Durchfluß durch den Filter.

    mfg Uwe

  • Hallo,

    bzgl. der Strömungsgeschwindigkeit im Filterbehälter muss ich meine "Bedienungsanleitung" für DIAKAT wohl etwas anpassen.

    Da ich (noch) kein Aquarianer bin, bitte ich um etwas Nachsicht. Da mich (und auch meine Frau) der Salzvirus mittlerweile auch erwischt hat, werde ich in diesem Jahr mit der Meerwasseraquaristik anfangen.

    Nun zur Strömungsgeschwindigkeit:

    Adsorber kann man optimal und suboptimal fahren. Laut Rückmeldungen einiger Aquarianer haben beide Methoden ihre Daseinsberechtigung. Das ist aber von Becken zu Becken verschieden. Man muss einfach versuchen, mit welcher Strömungsgeschwindigkeit das eigene Becken am besten klar kommt.

    Bei "ruhiger" Filtergeschwindigkeit und pH-Werte um pH 7 +/- 0,5 arbeiten Adsorber am optimalsten. Das ist einfach Fakt. Da Ihr aber euer Wasser ständig im Kreis pumpt, kann man auch mit etwas höheren Strömungsgeschwindigkeiten arbeiten. Wenn ein PO4-Molekül nicht im ersten Durchlauf adsorbiert wird, dann eben im zweiten oder zehnten Durchlauf.

    Bei sehr hohen Strömungsgeschwindigkeiten kann durch Adsorber Abrieb in ein Becken gelangen. Die meisten stört dieser Abrieb nicht, wenn ich das richtig deute. Dieser wird durch einen Abschäumer entfernt.

    Was ich noch nicht verstehe: Abschäumer haben keinen Wirkungsgrad von 100 %. Laut dem Fachbericht von Armin Glaser deute ich es mal so, dass dieser bei geschätzten 20-30 % liegt. Dann könnte ein Abschäumer bei extremer Fahrweise überhaupt nicht den kompletten Abrieb entfernen oder liege ich da jetzt total falsch. Der Abrieb ist jetzt nicht gefährlich für ein Becken, jedoch könnte er optisch stören.

    Einfluss hat auf jeden Fall die Biomasse, die durch einen Filterbehälter gepumpt wird und auch der Calciumcarbonat-Anteil direkt nach einem Kalkreaktor (wenn Adsorber unmittelbar nach diesem eingesetzt werden). Wenn Calciumcarbonat auskristallisieren kann, wird auch das Granulat mit der Zeit verbacken.

    Einfluss scheint auch die Stelle zu haben, an der Adsorber im System eingesetzt werden.

    Das ist jetzt für viele ein alter Hut, was ich hier schreibe, aber für mich sind es neue Erkenntnisse mit einer neuen Matrix.

    @Stefan
    Danke, dass Du so viel Geduld gehabt hast. Anscheinend können solche Depots doch sehr groß sein, dass über einen längeren Zeitraum eine größere Menge an Adsorber eingesetzt werden muss.

    @use
    ist denn die Strömungsgeschwindigkeit für dein Becken ausreichend und wie lange ist die Standzeit deines Adsorbers?

    @bispinosa
    wie schon geschrieben, ist die Standzeit von vielen Faktoren abhängig. Bei einigen hält z.B. DIAKAT drei Monate und entzieht fleißig PO4, bei anderen wiederum steigt der Wert nach zwei Wochen schon wieder an.
    Wenn ein Adsorber durch Fischfutter und/oder PO4-Depots stark belastet wird, kann er schon mal schneller erschöpft sein.

    Gruß,

    Peter

    Schwerpunkte: Instrumentelle Analytik, Entwicklung analytischer Methoden und Adsober

    http://www.filtergranulat.de

    Einmal editiert, zuletzt von filtergranulat (13. Juni 2009 um 06:09)

  • Hallo,

    Zitat

    Bei "ruhiger" Filtergeschwindigkeit und pH-Werte um pH 7 +/- 0,5 arbeiten Adsorber am optimalsten. Da Ihr aber euer Wasser ständig im Kreis pumpt, kann man auch mit etwas höheren Strömungsgeschwindigkeiten arbeiten.
    Wenn ein PO4-Molekül nicht im ersten Durchlauf adsorbiert wird, dann eben im zweiten oder zehnten Durchlauf.


    da ich nun auch schon einige Jahre mit Adsorbern in MW experimentiere:
    zum ersten Satz uneingeschränkte Zustimmung! Besonders die fett hervorgehobene Passage wird oftmals einfach nicht testamiert.
    Der zweite Satz mag je nach Wasserbelastung zutreffen, sollte aber 50ltr/Std. keinesfalls überschreiten.
    Der letzte Satz trifft speziell im MW nicht zu,
    denn der innerhalb von wenigen Stunden dicht siedelnde Bakterienrasen auf jedem Material im keimbelasteten Wasser macht die Oberfläche des Adsorbers dicht.
    Grund dessen propagiere ich seit Jahren, UV-Klärer, Kohle, Watte vor die Adsorber zu schalten, um selbige über zumindest einen gewissen Zeitraum vor Besiedelung zu schützen, damit der eigentliche Chemismus stattfinden kann.

    Zitat


    @use
    ist denn die Strömungsgeschwindigkeit für dein Becken ausreichend und wie lange ist die Standzeit deines Adsorbers?


    Uwe ging mit der Aussage von einer 0-Messung des auslaufenden Wassers aus. In Realität ist immer eine Diskrepanz des Wasserdurchsatzes/ PO-freies Wasser vorhanden. Die 0-Messung funktioniert auch nur wenige Stunden, denn der rechnerische Wert der Bindekapazität in mg des Materials ist in Meerwasser fiktiv und übertrieben.

    Ich z.B. setze auf 5000Ltr. Wasser netto 6 Filtersäulen a 1kg Adsorber mit 50Ltr. Wasserdurchsatz/Säule/Std. ; in Summe schaffe ich trotz langsamem Durchfluß dennoch 300Ltr. 'gereinigtes' Wasser mit ~0,02mg PO4 per Std. Säulen mit mehr Adsorberinhalt und Durchflußerhöhung liefern bei weitem nicht den Erfolg wie der Einsatz kleiner Einheiten.
    Nach 5-7 Tagen ist trotz optimalem Wirbelbettverfahren mit einhergehender genügender Abrasion des Materials jeder Adsorber am Ende, d.h. der meßbare Auslauf unterscheidet sich kaum mehr wesentlich vom Umgebungswasser.

    Es gäbe noch viele Parameter ( z.B.Schütthöhe, Zuschlagstoffe, Nitratwert des Wassers),neben den bereits erwähnten im Vorgänger-post, welche Einfluß auf die Wirksamkeit eines PO4 Adsorbers haben.

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Grund dessen propagiere ich seit Jahren, UV-Klärer, Kohle, Watte vor die Adsorber zu schalten, um selbige über zumindest einen gewissen Zeitraum vor Besiedelung zu schützen, damit der eigentliche Chemismus stattfinden kann.

    Wie sagt man so schön: Der Prophet gilt nichts im eigenen Lande. Bibel (Mt 13,57) Jesus hat wohl noch die eigene Hütte mit hinzu genommen ;-)) :grinning_squinting_face:

    Kohle und Watte empfehle ich auch. Einige setzen es um, andere haben wieder Bedenken diese einzusetzen.

    Deine Datenangaben finde ich sehr interessant und verwertbar! Dein Becken ist also in knapp 17 Stunden einmal umgewältzt. Nimmst du denn jetzt kg oder Liter? Das kann bei der Schüttdichte schon einen großen Unterschied ausmachen.

    Zitat

    Nach 5-7 Tagen ist trotz optimalem Wirbelbettverfahren mit einhergehender genügender Abrasion des Materials jeder Adsorber am Ende, d.h. der meßbare Auslauf unterscheidet sich kaum mehr wesentlich vom Umgebungswasser.

    Das ist natürlich auch vom belasteten Wasser abhängig. Fütterst Du viel?

    Lege die Adsorber, die in der Filtersäule nicht mehr schnell genug adsorbieren einfach für 1-2 Wochen in das Technikbecken. Sie adsorbieren immer noch PO4, nur eben nicht schnell genug.

    Gruß,

    Peter

    Schwerpunkte: Instrumentelle Analytik, Entwicklung analytischer Methoden und Adsober

    http://www.filtergranulat.de

    Einmal editiert, zuletzt von filtergranulat (13. Juni 2009 um 12:42)

  • Hi Peter,

    wie Stefan schon sagte bezog sich meine Aussage auf den Meßwert. Egal welcher adsorber, bei >300l/h meß ich keine Differenz mehr zwischen Ein- und Ausgang.

    Ich betreib auf irgendwas um die 1300l zwei Säulen a 1l Adsorber mit <10l/h. Wen ich den Durchfluß höher mache verblockt der Adsorber wegen der Schwebstoffe etc. Ich wechsel jede Woche einen der Filer, also alle 14 tage den Adsorber. Allerdings nicht weil dann nichts mehr gefiltert wird, sondern weil der Durchlauf dann immer geringer wird. Aus dem Grund kommt jetzt unten rein auch zuerst 3cm Zeolith, dann 3cm Kohlepellets und erst da drauf der Adsorber. Der erste Filter mit dieser Schichtung hat jetzt nach 14 Tagen noch keine Verringerung des Durchflusses. Um zu sagen was er noch filtert müßte ich erst mal wieder messen :grinning_squinting_face:
    Von über 2mg bin ich aber jetzt auf <0,4 runter. Jetzt sind erst mal die Depot´s dran.

    mfg uwe

  • Hallo,

    @ Vitus,

    Zitat

    Zeovithguide: "Die Möglichkeit mit diesem Material Nitrit (NO2), Nitrat (NO3) oder Phosphat (PO4), dem Aquarienwasser direkt zu entziehen ist nicht gegeben. Das Material absorbiert dauerhaft erfolgreich Ammonium (NH+4) und Ammoniak (NH3), die ersten beiden Stoffe der Nitrifikationskette. Somit wird der Neuanreicherung der genannten Substanzen Nitrit (NO2) und Nitrat (NO3) entgegengewirkt.

    Bei stärkeren Nährstoffbelastungen sowie beim Start mit diesem System kann die ZEOvit® Filterpumpe an eine Zeitschaltuhr angeschlossen werden. Die Pumpe wird mit einem Intervall von drei Stunden ein und drei Stunden aus betrieben. Dadurch erreicht man den ständigen Wechsel zwischen einem aeroben und einen anaeroben Milieu. Immer dann wenn dieses umschlägt, veratmen die auf dem Material angesiedelten Microogransimen / Bakterien verstärkt PO4. Bitte beachten Sie in diesem Fall, daß das Material bei ausgeschaltetem Filter nicht mit der Umgebungsluft in Berührung kommt

    Hast du deinen Zeolithfilter am Anfang so betrieben? Also 3 Std. an 3 Std. aus?

    Welche Bakterien gibts du genau zu?

    Welche Mittelchen gibst du noch ins Becken?

    @ all,

    Mir schwirrt im Moment so eine Idee durch den Kopf:

    Förderpumpe --> 4/6 Schlauch --> "Bypassvorfilter" bestückt mit Watte und Kohle, --> 4/6 Schlauch--> Wirbelfilter mit CO2 Anschluß um Ph auf optimalen Wert zu bringen 7,0, gefüllt mit PO4 Adsorber --> 4/6 Schlauch Ausgang Technikbecken

    Im Wirbelfilter, durch die extra Pumpe, wird der Adsorber in Schwebe gehalten, die Durchflussrate ist jedoch gering!

    Gruß Thomas

  • Hallo,

    vitus

    Ich denke, dass das so nicht richtig funktionieren wird.

    PO4 wird nicht in Zeolith eingelagert. Das funktioniert für Ammonium aber sehr gut. Für die Käfigstruktur ist das PO4-Molekül zu groß und sperrig. Zumindest für die gängigen Zeolithe. PO4 lagert sich über polare Effekte an die Oberfläche von Zeolith an. PO4 kann aber nicht signifikant und schnell mit Zeolith gesenkt werden.

    Kannst Du deine These mit Analysen oder neueren Erkenntnissen belegen?

    Bakterien und Zeolith halte ich unter anaeroben Bedingungen für sinnvoll. Im sauerstoffreichen Beckenwasser vermehren sich die Bakterien. Diese "angefütterten" Bakterien, die dann in einen anaeroben Bereich mit Zeolithen gelangen, "knabbern" dann zuerst dem Nitrat den Sauerstoff ab, bis Stickstoff entsteht. PO4 wird auch hier nicht richtig funktionieren.

    Gruß,

    Peter

  • hey zusammen

    @ peter & stefan

    wir haben ja auch den adsorber von peter im einsatz.
    alle methoden versucht aktivkohle davor watte davor langsamer durchlauf schneller durchlauf.

    nun unsere ergebnisse :

    material jeweils in gramm

    800 gramm dikiat b plus
    + 500 gramm dikiat b

    bei schnellem durchlauf ca 800-1000 liter im deltec rowaphos filter po im becken nn.

    bei langsamen durchlauf po gemessen nach 4 wochen 0.05

    nitrat in beiden situationen zwischen 1 - 2.

    keine veränderungen an bestand oder umbauten im riff.

    auffällig bei langsamen durchlauf das das material nach ca 10 - 14 tagen anfängt zu verbacken und sich schlagartig zu setzt. danach wurde der durchlauf immer langsamer.

    auffälligkeiten bei sehr hohem durchlauf das material schwebt noc nach 4 wochen im filter und der abschäumer ha ein braunes abosrbat dieses hat er bei langsame durchlauf nict.

    wie kann man diesen zusammenhang erklären oder liegt das jeweils wirklich am becken des betreibers welche methode besser ist ?

    gruß stephan

  • Hi,

    haben wir doch schon geschrieben. Bei langsamen Durchlauf verblockt das Material durch Schwebstoffe. Da wirkt das Material auch als mechanischer Filter. Dein braunes Adsorbat bei schnellem Durchlauf ist der Abrieb vom adsorber. Die Frage ist da wieviel davon sich in der Deko abgesetzt hat. Bei schnellem Durchlauf wird aber mehr Wasser duch den Adsorber geschickt. da geht es natürlich schneller, aber zu schnelles Phosphatsenken kann für Kotrallen sehr ungesund sein :winking_face:
    Langsamer Durchlauf verhindert ein zu schnelles sinken des Phosphates, verhindert abrieb im Aquarium. Gegen das verblocken hilft es gröberes Filtermaterial vorzuschalten. Eine 10W UVC zB. so ne kleine von Deltec, verhindert unerwünschten Bakterienwuchs auf dem Adsorber.

    mfg Uwe

  • Hallo Thomas
    genau so wie im Zeoguide mache ich es .Zeofilter läuft standig.nur bei überhöhten werten kann er im Wechsel betriebenwerden
    ich verwende die basis produkte Bac , Food ,STart zur Nährstoffe reduktion.zur farbausbildung und Ernährung Vitalizer ,Xtra Jod und Spongepower

    Hallo Peter
    es ist richtig das zeo kein Po abbaut dies steht ebeso im ZEOguide,die Angesiedelten Bakterien verarbeiten äusserst effektiv Po und NItrat und werden durchanwachsen und ablösen durch den Abschaumer exportiert.schnelles absenken z. b. mit Adsorbern fuhrt in der regel bei empindlichen steinkorallen zum absterben das sind meine praktischen erfahrungen .sicher lassen sich die werte im labor versuch schnell verändern daher sollten veränderungen egal mit oder ohne adsorber äusserst behutsam ausgefürt werden .fruher war es mir nicht möglich mit adsorbern unter einen Wert von 0.03 POzu kommen .
    analysen habe ich natürlich nicht ,ist aber ein etabliertes funktionelles System
    Gruss Vitus

  • Hallo,
    Verbacken von Adsorbern?
    Ich habe keine Probleme damit.
    Mag vlt. am eingesetzten Material liegen, oder an der Art, wie ich die Filter betreibe. Eine Mischung aus Wirbelbett und Barrierefilter ist optimal bei körnigen Feststoffadsorbern. Abrasion in Wirbelbettfiltern sollte nur in dem Masse stattfinden, dass der sich bildende Biofilm von den Oberflächen abgetragen wird. Findet man das Adsorber-Material im Abschäumer oder Becken wieder: -> verkehrte Anwendung.
    Sobald ein Adsorber verbackt, sollte man ebenso die Einsatzweise überdenken.
    Von Graduierungen unter 2mm und deren Einsatz in MW halte ich wenig; hier ist die Gefahr der übermäßigen Abrasion genau wie die Gefahr eines Verbackens durch verkehrte Durchlaufliter gegeben.


    zu der Fragen, die an mich gerichtet waren:
    insgesamt füttere ich auf 10.000 Ltr. Wasser täglich 1/2 kg Frostfutter+ ~70gr Flockenfutter; zzgl. Azooxanthellate mit Staubfutter und den Flüssigfuttern.
    Ich habe mit Phosphaten jedenfalls keine/kaum Probleme; größtenteils beuge ich den Phosphaten auf biologischem Wege in Form von Verbrauchern, Filterung, Bakterien vor. Adsorber wirken nur unterstützend, und werden weitestgehend durch im vorigen post genannte Methoden 'sauber' betrieben.
    Ich rechne nach Kilo und verwende eigene Mischgranulate mit Körnungen größer 2mm. Die Schüttdichte spielt daher bei mir keine Rolle. Relevanz messe ich daher der Schütthöhe zu.

    Viele Anwender erwarten von den Adsorbern wahre Wunder an Bindekapazitäten. Nur verkennen sie, dass das bischen an Phosphat, das ein Adsorber aus dem Wasser zieht, tagsüber meist oben ins Becken wieder in Form von Futter eingeworfen wird. Da müssen noch nicht einmal Depots angefallen sein. Schlechtestenfalls sind eisenbasierte Adsorber (die vorgereinigten) oft schon oxidiert, bevor sie überhaupt ihrem Einsatzzweck zugeführt worden sind; quasi seitens der Herstellung fehlbehandelt!

    Zitat

    Lege die Adsorber, die in der Filtersäule nicht mehr schnell genug adsorbieren einfach für 1-2 Wochen in das Technikbecken. Sie adsorbieren immer noch PO4, nur eben nicht schnell genug.


    das sehe ich anders,
    ...denn das arbeitet nur noch als biologischer Filter....; in Meerwasser ist nach spätestens 10 Tagen Schluß mit der Bindekapazität -<die Bakterien haben den Adsorber vereinnahmt.
    Nur Einlegen ins Wasser bringt eigentlich nichts. Das Wasser muß zwangsweise durch die Granulate geleitet werden, -sonst passiert nichts. PO4-Adsorber in fester Form arbeiten alle als 'reaktive Barrierefilter' ;
    btw,
    da hat sich für mich aus einem der vorigen posts eine Frage ergeben:

    Zitat

    Danke, dass Du so viel Geduld gehabt hast. Anscheinend können solche Depots doch sehr groß sein, dass über einen längeren Zeitraum eine größere Menge an Adsorber eingesetzt werden muss.


    ein PO4 Adsorber soll die Depots abtragen? nach meiner Erfahrung kann man in dem Fall kiloweise Adsorber einsetzen, ohne das etwas passiert.
    Denn nur Bakterien oder Algen schlüsseln Depots auf. Erstere sollte man bei Laune halten, indem immer ausreichend NH4 beim Abbau stickstoffhaltiger Reste nachfließt. Die Ausscheidungen oder Zerfallsprodukte von Bakterien und Algen geben wiederum Orthophosphat ans Wasser ab, welches ein Adsorber entfernen kann.

    Uwe,
    Ich möchte mich nicht schlauer darstellen, als ich bin, aber eigentlich gehört die Kohle bei einer Schichtung als Barrierefilter und Fließrichtung von unten nach oben an die erste Stelle.
    Was für eine Graduierung von Zeolith nimmst du in den Filter?
    In deinem Fall sicher kein Problem, da die Nachzuchten für genügend Ammonium im Wasser sorgen.
    In anderen Fällen kann eine Körnung unter 2-4mm bei der Schütthöhe und dem Wasservolumen und Tauschintervall schon für gehörige Probleme sorgen.

    Servus
    Stefan

    2 Mal editiert, zuletzt von Stefan C. (15. Juni 2009 um 08:41)

  • Hallo zusammen,

    vor 1 1/2 Jahren habe ich mein Becken mit Phosphatproblem vom Vorgaenger uebernommen. Nachdem das Becken aber gut stand und das das einzige Problem war/ist, habe ich dies in Kauf genommen.

    Gemacht habe ich lange Zeit wenig (vorhandenen alten Phosphatadsorber aufgebraucht, indem ich ihn in Saeckchen ins Technikbecken gelegt habe). Dann bin ich hergegangen und habe nach der Anleitung von Stefan C. einen Adsorber gebastelt (KG-Rohr mit Eheim 150-300l/h Pumpe) und auch Adsorber von Stefan C. eingesetzt. Der Wert (damals um die 1,0) ging auch runter, allerdings blieb er immer zwischen 0,4 und 0,7. Allerdings bin ich auch nicht wirklich konsequent hergegangen und habe getauscht wie empfohlen.

    Da man ja gerne mal was neues ausprobiert bin ich zum Adsorber von Peter gekommen. Ein langes nettes Telefongespraech haben wir damals (muss so vor nem halben Jahr gewesen sein) gefuehrt, Stand der Dinge war da, dass die Durchflussgeschwindigkeit von 150-300l/h (k.A. was da noch ankommt nachdem ja die Wassersaeule des KG-Rohrs auf die Pumpe drueckt) viel zu hoch ist. Da ich aber kurzfristig technisch keine sinnvolle Moeglichkeit gesehen habe, das zu reduzieren, habe ich das ganz normal laufen lassen. Unterstuetzt auch von Martin Kuhn, der mit dem Adsorber von Peter sein Becken fast an die Wand gefahren hat weil er mit 500l/h das Phosphat innerhalb von einem Tag von 0,2 auf fast 0,0 gesenkt hat (hab jetzt nicht mehr im Kopf, wieviel er dosiert hat und wie gross das betreffende Becken war). Ein einschlagender Effekt des Adsorbers. Weiss man das und misst nach, waere das genau der gewuenschte Effekt gewesen fuer mich. Leider war mein Erfolg nicht ganz so toll. Habe das Phosphat wie auch mit dem ersten Granulat senken koennen, mehr als 0,5 war aber bisher nie drin. Gut, ich habe bisher zweimal neuen Adsorber rein (jeweils 0,5 Liter), das letzte Mal vor einigen Tagen. Hier bin ich dann auf die kleine Koernung (1-2mm) umgestiegen.

    Nun lese ich hier, dass man den alten Adsorber in Saeckchen verpackt im Becken lassen soll. Frueher las ich, dass Adsorber in Saeckchen ins Technikbecken werfen nichts bringt und aufgrund des sich bildenden Schmodders kontraproduktiv ist. Was denn nun? :winking_face:

    Desweiteren scheint die passende Durchflussgeschwindigkeit ja nicht wirklich klar zu sein.

    Werde diesen Thread weiter sehr aufmerksam verfolgen, vielleicht gibt es ja fuer mich doch noch den Geistesblitz, wie ich mein Phosphat aus dem Becken bekomme. Bisher fummel ich halt rum und bin froh, wenn es nicht ueber 1,0 steigt. Denn ab 1,3 fangen die Pocis an, bloed zu machen. Davor sieht das Becken aus wie geschleckt. :winking_face:

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo Martin,

    anscheinend scheint in der Meerwasseraquaristik doch jedes Wasser so gravierend anders zu sein, dass ein Vorhersage über Standzeit, etc nicht für jedes Aquarium möglich ist.

    Zitat

    Nun lese ich hier, dass man den alten Adsorber in Saeckchen verpackt im Becken lassen soll. Frueher las ich, dass Adsorber in Saeckchen ins Technikbecken werfen nichts bringt und aufgrund des sich bildenden Schmodders kontraproduktiv ist. Was denn nun? Zwinkern

    Meine Annahme war, dass das Granulat vorher außerhalb vom Becken leicht in einem Säckchen durchgewalkt und der Abrieb ausgewaschen wird. Dann kann man es noch für kurze Zeit in ein Technikbecken legen. Warum es jetzt kontraproduktiv wirkt, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn der Adsorber "zugewuchert" ist, kann eigentlich nicht passieren.

    Könnten jemand mal das Foto einer Filtersäule mit frischem Granulat und nach z.B. 10 Tagen Einsatz einstellen, damit ich mir mal ein Bild davon machen kann.

    Zitat

    Desweiteren scheint die passende Durchflussgeschwindigkeit ja nicht wirklich klar zu sein.

    Wie schon festgestellt wurde, funktionieren Adsorber bei verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten. Nachdem ich jetzt schon einiges gelesen habe, favorisiere ich die Methode von Ernst Pawlowsky. Durch einen langsamen Durchfluss wird auch weniger Biomasse durch einen Filterbehälter geschleust. Die Adsorber entfernen dann länger Phosphat.

    Ich gebe für Adsorber extra keine Standzeiten an, da die Matrix Meerwasser zu komplex ist und starke Schwankungen durch Störeinflüsse wie Biologie, PO4 durch Futter, pH-Wert , etc. unumgänglich sind.

    Zitat

    Schlechtestenfalls sind eisenbasierte Adsorber (die vorgereinigten) oft schon oxidiert, bevor sie überhaupt ihrem Einsatzzweck zugeführt worden sind; quasi seitens der Herstellung fehlbehandelt!

    Deine Feststellung kann ich hier nicht bestätigen, zumindest für DIAKAT nicht. Das liegt schon in der Oxidationsstufe + III vor und kann nicht weiter oxidiert werden. Kunden von mir fahren schon seit Jahren so. Bei einigen Projekten, die schon nach 4 Wochen beendet sind, lässt man den Filterbehälter einfach leer laufen und stellt diesen bis zum nächsten Projekt in die "Ecke". Das kann dann ja nach Anzahl der Projekte 2-4 mal passieren, bis frisches DIAKAT eingefüllt wird. Da alles von behördlicher Seite mit einer Analytik begleitet wird, würde man ein Versagen des Adsorber sofort feststellen können, Das ist bis jetzt nicht passiert. Und die Filterkolonnen können schon mal 1-2 Jahre im Einsatz sein.

    Zitat

    Zitat: Danke, dass Du so viel Geduld gehabt hast. Anscheinend können solche Depots doch sehr groß sein, dass über einen längeren Zeitraum eine größere Menge an Adsorber eingesetzt werden muss. ein PO4 Adsorber soll die Depots abtragen? nach meiner Erfahrung kann man in dem Fall kiloweise Adsorber einsetzen, ohne das etwas passiert. Denn nur Bakterien oder Algen schlüsseln Depots auf. Erstere sollte man bei Laune halten, indem immer ausreichend NH4 beim Abbau stickstoffhaltiger Reste nachfließt. Die Ausscheidungen oder Zerfallsprodukte von Bakterien und Algen geben wiederum Orthophosphat ans Wasser ab, welches ein Adsorber entfernen kann.

    Du hast natürlich Recht. Es geht nur um die Zerfallstprodukte. Wenn nichts zerfällt, braucht auch nicht adsorbiert zu werden.

    Für mich kann ich bis jetzt feststellen, dass es keinen Königsweg in der MWA gibt.

    Gruß,

    Peter

    Schwerpunkte: Instrumentelle Analytik, Entwicklung analytischer Methoden und Adsober

    http://www.filtergranulat.de

    Einmal editiert, zuletzt von filtergranulat (15. Juni 2009 um 16:19)

  • Zitat

    Original von ThomasW
    Hallo,

    @ Vitus,


    Gruß Thomas


    Lars

    Einmal editiert, zuletzt von Lars Kläning (15. Juni 2009 um 22:12)

  • Hallo

    @ Vitus

    Danke für die Info.

    @ Lars

    Habe ich aus der Anleitung Zeovithguide. Kann nur wiedergeben was da steht. Deswegen auch als Zitat.

    Gruß Thomas

  • Thomas
    Ist mir schon klar, deshalb hab ich auch direkt in den Beitrag reingeschrieben damit das Zitat klar bleibt. Ich denke da ist den Zeoleuten ein Tipp Fehler unterlaufen und aus No3 wurde PO4.
    Lars

  • Hallo Lars,

    kein Problem, sollte mal von den Zeoleuten überarbeitet werden ist vielleicht etwas irreführend.

    Gruß Thomas

    PS was haltet ihr von dieser Idee:

    Förderpumpe --> 4/6 Schlauch --> "Bypassvorfilter" bestückt mit Watte und Kohle, --> 4/6 Schlauch--> Wirbelfilter mit CO2 Anschluß um Ph auf optimalen Wert zu bringen 7,0; gefüllt mit PO4 Adsorber --> 4/6 Schlauch Ausgang Technikbecken

    Im Wirbelfilter, durch eine extra Pumpe, wird der Adsorber in Schwebe gehalten, die Durchflussrate ist jedoch gering!

    Bis jetzt ist da ja noch niemand darauf eingegangen. Gerade wegen CO2, geringer Durchflussrate und trotzdem wird der Adsorber in Schwebe gehalten. Würde sowas Sinn machen?

  • Zitat

    Original von Stefan C.

    Uwe,
    Ich möchte mich nicht schlauer darstellen, als ich bin, aber eigentlich gehört die Kohle bei einer Schichtung als Barrierefilter und Fließrichtung von unten nach oben an die erste Stelle.
    Was für eine Graduierung von Zeolith nimmst du in den Filter?

    Hi Stefan,

    ich hatte in Fließrichtung aufgezählt :winking_face: Zur Zeit habe ich den Diakat B plus im Einsatz nachdem ich lange nur Wasserwechsel gemacht habe.

    mfg uwe

  • Hallo zusammen,

    das war ja eine spannende Diskussion in den letzten Tagen.

    Das Geheimnis, warum Phosphatadsorber in verschiedenen Aquarien so unterschiedlich effektiv sind, liegt darin,
    dass sie außer Phosphat auch noch andere Stoffe binden können, vor allem Silicate und organische Stoffe.
    Je nachdem, wie viel davon im Wasser vorhanden ist, bindet der Adsorber mehr oder weniger viel Phosphat.
    Und auch mehr oder weniger lange.

    Daher ist der Einsatz von Aktivkohle vor dem Adsorber eine gute Idee, wenn der Adsorber nicht effektiv genug ist,
    da die Kohle einen erheblichen Teil der organischen Stoffe binden kann. Und natürlich sollte der Abschäumer vor dem
    Adsorber stehen. Biologische Filter können ebenfalls einen Teil der störenden Stoffe entfernen.

    Um mit dem Adsorber das Phosphat vollständig aus dem durchfließenden Wasser zu entfernen, müsste die
    Kontaktzeit mehr als 5 Minuten betragen, was ein unrealistischer Wert für die Aquaristik ist. Daher ist der Phosphat-
    gehalt am Filterauslauf immer nur reduziert, nicht Null.

    Gruß Armin

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