Schmieralgen(Cyanos)

  • Hallo,

    ich habe folgendes Problem und zwar gehen meine Schmieralgen nicht zurück.Habe Sie seit 3-4 Wochen.Ich denke das es Cyanos ist.

    Jetzt entstehen die Bläschen schon an meinen Korallen.Beim Affenhaar ist schon eine kahle Stelle.

    Meint Ihr ich soll es jetzt mit Anti Red versuchen.Ich habe die Flasche nämlich immer noch hier.

    Habe Angst das meine anderen Korallen auch noch befallen werden.

    Gruß

    Sascha

  • Hast du etwas besser ilder? Auf den ersten Blick würde ich sagen das es sich nicht um Cyanos handelt

  • Das sind definitiv Cyanos. Versuche vor dem Einsatz von Antired die Cyanos täglich abzusaugen. Interessant in diesem Zusammenhang sind deine Wasserwerte, besonders Werte für PO4 und NO3.

  • Meint Ihr meinen Fischen kann beim Einsatz von Antred was passieren?

    Gruß

    Sascha

  • den Fischen wird bei ordentlicher Dosierung nichts passieren. Du mußt nur versuchen möglichst die Ursache für die Cyanos zu finden, (Wasserwerte) sonst hast du sie nach kurzer Zeit wieder.

  • Hiho
    Ich klinke mich mal kurz hier ein.In der Anleitung zu Anti Red steht das es gegen rote Cyanos hilft.Was ist mit den Grünen?Hab nämlich nur grüne im Becken.Oder ist die Farbe der Biester egal?

    gruß Michael

  • Hallo,

    so habe es gemacht.Erst angesaugt dann die Halbe Flasche Antired in 2 Litern Wasser gemischt und ab ins Becken.Nach 4 Std. das selbe wieder.Also im moment sieht es so aus als es bedeutend weniger sind wie noch am Samstag.Mal abwarten ob es so bleibt.Der Abschäumer hatte einiges zu tuen hier die letzten 2 Tage.

    Soll ich jetzt auch wieder Baks dosieren oder lieber noch warten?Mit Spurenelementen hatte ich auch erstmal ausgesetzt.

    Gruß

    Sascha

  • Hi,

    oder einen Reinstwasserfilter nach die Osmose hängen :winking_face:
    Frühjahrszeit= Düngezeit und wer glaubt unser Leitungswasser merkt davon nichts tut mir auch schon leid :wink

    mfg Uwe

  • ich habe hinter meiner Osmose einen Filter.

    Ich bin mir auch nicht wirklich sicher ob das Antired was gebracht hat.Ich weiß jetzt im moment auch nicht mehr weiter was ich machen soll.

    Gruß

    Sascha

  • hi,

    wie alt? erzähl mehr über dein becken, wasserwerte, wie alt welche technik ...

    wenn cyanos kommen hat sich die beckenbiologie verschlechtert, das hat also eine ursache.

    mfg Uwe

  • Es kann auch die reinstwasserform sein. Damit habe ich auch zu tun gehabt. Immer wieder Absaugen undBaks rein. Damit habe ich es hinbekommen. Ggf auch mal easylife ins wasser geben.

  • Hi,

    die Reinstwasserform von Cyanos ist mit den lila Kühen verwandt die die Schokoladenmilch machen :winking_face:

    Cyanos können unter ALLEN Bedingungen leben die auch andere Aquarienbewohner aushalten. Explosionsartig vermehren tun sie sich aber nur dort wo die Beckenbiologie gestört ist. Cyanos sind typische Erstbesiedler die jeden freiwerden Platz sofort besetzen.

    Die Frage ist WAS hat die Biologie gestört bzw. WAR sie überhaupt schon vorhanden?

    mfg Uwe

  • Zitat

    Original von use
    Hi,

    die Reinstwasserform von Cyanos ist mit den lila Kühen verwandt die die Schokoladenmilch machen :winking_face:

    Cyanos können unter ALLEN Bedingungen leben die auch andere Aquarienbewohner aushalten. Explosionsartig vermehren tun sie sich aber nur dort wo die Beckenbiologie gestört ist. Cyanos sind typische Erstbesiedler die jeden freiwerden Platz sofort besetzen.

    Die Frage ist WAS hat die Biologie gestört bzw. WAR sie überhaupt schon vorhanden?

    mfg Uwe

    Sehr schön formuliert Uwe! Damit hast Du's auf den Punkt gebracht.
    Diese Antwort, die ich übrigens genauso sehe, zeigt halt leider auch das es "nicht ganz einfach ist Cyanos wieder loszuwerden". Die gerne gewünschte Taktik: "Mittelchen rein und alles wird gut" wird deswegen vermutlich auch in Zukunft nicht gegen Cyanos helfen.

    lG Martin

  • Darum ja meine Antwort mit dem Absaugen und dann Baks rein, damit die sich da ansiedeln können wo die Cyanos vorher waren.

  • Hallo,

    ich habe mir jetzt mal meine Rote Schmieralgen unterm Mikroskop angesehen.Also da sehe ich so rote lange Fäden.Sieht aus wie Cyanos.

    Habe mir dann noch Alkohol in der Apotheke geholt, aber der Alkohol wird nicht Rot.Bin mir jetzt wirklich nicht mehr sicher.Der Alkohol sieht eher jetzt grünlich aus.

    Gruß

    Sascha

  • Hallo Sascha
    ich würde mich da ganz klar auf das Mikrskop verlassen, die Alk.Probe ist nur eine absolue "Notlösung" und nicht sehr genau/eindeutig.

    Ja, Cyanos sind unter dem Mikro so "lange Fäden", wobei jeder "Faden" in viele untereinander verbundene rechteckige Bereihe untertrennt ist.

    lG Martin

  • Richtige Cyanobakterien sehen aus wie Korkenzieher. Ist die Auflösung des Mikroskopes schlecht oder die Vergrößerung zu klein, sind es Fäden, aber das sind 8000 andere Algenarten auch!

    Die Alkoholprobe kann durchaus grün gefärbt sein!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo,

    kann es auch was bringen wenn ich mir neue Leuchtstoffröhren kaufe?

    Gruß

    Sascha

  • Hallo Sascha,

    aus eigener Erfahrung: eher nein bei mir sogar im Gegenteil. Bei mir tauchten Cyanos erst nach einem Leuchtmittelwechsel auf.

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Sascha,
    eine Bekannte von mir hatte das gleiche Problem. Nachdem die Händlerin das Meerwasserladens sich das Becken angeschaut hat, hat sie sofort deutlich mehr Strömung in das Becken installiert. Bis jetzt scheint es deutlich besser zu werden, da sich die Baks nicht mehr richtig ansiedeln können.

    Vielleicht versuchst du es mal auf diese Weise. :thup

    Viel Glück, Franz-Josef

    Gruß, Franz-Josef

  • Hmmmmmmm
    tschuldigung wenn ich mich hier einmische.
    Mein Becken ist in der Einlaufphase. ( 60liter)
    Habe auch diese Schmier-braun-Algen mit diesen Luftbläschen drauf.
    Kamen so nach ca 1.5 Wochen nach dem LS.
    Geht die nach der Einlaufphase wieder weg ??? oder habe ich schon verloren (gleich am Anfang):-(
    Gruß Boris

  • hi zusammen,
    ich hatte auch immer wieder mehr oder weniger das problem der cyanos und bestätige, dass diese auch bei guten wasserwerten vorkommen. allerdings hatte ich diese immer nur an strömungsarmen stellen. wenn ich die pumpen verstellt habe, waren sie eben da weg und kamen wo anders wieder. mit der zeit nahmen diese so zu, dass sie überall im becken waren und sogar eine weichkoralle überzogen. hätte ich nichts unternommen, hätten sie diese durch lichtentzug getötet.
    ich hatte auf anraten eines freundes täglich das reef aktiv von TM in voller dosierung ins becken gegeben. anleitung ist glaube ich 1 x wöchentlich. die bläschenbildung war bei mir bereits am 2 tag fast verschwunden, die cyanos brauchten etwa 6 - 8 tage um komplett weg zu sein.
    seither verwende ich dieses mittel immer wenn ich merke, dass sich auf dem gestein bläschen bilden und die cyano ist kein wirkliches thema mehr. es kann schon mal sein, dass sich dies an totpunkten bildet, da lass ich sie aber machen, solange sie da bleibt.
    sie ist also in meinem becken vertreten, bleibt aber gedämmt ...

    ich bin zwar neu beim salzwasser (aquaristik schon seit über 25 jahren), aber total gegen sämtliche chemischen mittelchen wie auch sie auch immer heissen. es kommt natürlich immer drauf an wie groß ein problem ist und dadurch muss man abwiegen ob man muss oder nicht. unser sehr sensibles meerwasser-bio-system reagiert auf jeden kleinen eingriff und da richtet in meinen augen so eine keule oft mehr schaden an als sie bringt - zumindest langfristig. ich hatte bisher noch kein problem (zum glück), welches ich nicht durch "einstellen" des beckens wieder in den griff bekommen habe und denke ich bin auch auf der richtigen schiene ....

    lg
    gerd
    :wink

  • hi boris,
    ohne genaueres zu wissen, vermute ich, dass es sich bei dir um die normale kieselalge handelt. also erste algenphase beim einlaufen eines beckens ...
    abwarten, kaffee trinken, geht wieder von selbst, ...

    lg
    gerd

  • Hallo,

    also ich habe jetzt alles versucht aber die Dinger verschwinden nicht.

    Jetzt werden die Fäden immer länger.Was hat das zu bedeuten?Wird schlimmer oder gehen sie langsam weg?

    Morgen mache ich nochmals einen Wasserwechsel und nehme nochmals eine andere Salzsorte (Dupla).

    Wenn das auch nicht hilft wird wohl nur noch Chemie helfen.Oder habr Ihr noch Vorschläge?

    Gruss

    Sascha

  • Hallo Sascha


    ich bin ja kein Freund von den chemischen Keulen, man kann damit auch viel Schaden anrichten..

    Als ich mal Cyanos hatte, habe ich sie jeden Tag abgesaugt (ja, ist total nervig) Und bakterien dosiert

    Empfehlen kann ich diese hier:

    http://reefcare.de/3.html

    Ansonsten kann ich nur noch mal raten (wie jedesmal), das Verhältnis von No3 und PO4 zu überprüfen..

    Wurde aber wirklich schon so oft drüber geschrieben. Für mich stellt das falsche verhältnis dieser beiden Komponenten eine Hauptursache für Cyanos dar.

    Oft hilft es, das No3 etwas anzuheben...

    Viel Erfolg

    Kathrin

  • Habe mir jetzt gerade hier alles nochmal durchgelesen..

    Also hast Du das Anti- Red ja schon benutzt oder wie? Zu den Wasserwerten hast Du Dich auch nicht so richtig geäußert...

    das wäre schon mal wichtig zu wissen, wenn man Dir helfen soll. Vielleicht auch mal eine Gesamtansicht des Beckens.

    Viele Grüße

    Kathrin

  • Hallo ihr,

    in meiner Seepferdchenkoppel hab ich auch ein Problem mit Roten Cyanobakterien. Besonders massiv ist es geworden seit ich wegen der Jungtiere die Futtermenge deutlich angehoben hab.

    Die hier im Forum zu diesem Thema bereits vorhanden Informationen find ich sehr hilfreich und möcht meine Beobachtungen (und die daraus getroffenen Rückschlüsse) mal zur Diskussion stellen. Dazu scheint dieser Thread prima geeignet.

    Also: Das 54 Liter-Becken läuft seit 3 Jahren und wurde für die Zwergseepferdchen bloß ein bisschen adaptiert. So hab ich die Salinität von 2,5% auf 2,8% erhöht und Muschelgrit als Bodengrund eingebracht. Letzterer scheint einer der Auslöser für die Cyanoplage zu sein.

    Im freien Wasser sind die Werte (für die Fische) Top - weder NO3 noch PO4 sind nachweisbar. Das allein könnte zwar schon die Basis für ein 'gesundes' Cyanowachstum sein, aber jetzt kommt's: Das Bodenwasser enthält auch nahezu kein Nitrat, der Phosphatwert liegt aber bei 1 mg/l. (Das ist an sich das Ergebnis, das nach dem Studium der anderen Topics hier zu erwarten war :-()

    Wegen der Bepflanzung möcht ich auf zumindest 5 cm Bodengrund nicht verzichten, seh aber im Muschelgrit die eigentliche Ursache für die Misere. Die nicht gefressenen und in der Folge abgestorbenen Futtertiere bleiben nicht an der Oberfläche liegen, sondern gelangen durch die grobe Struktur des Bodens in anaerobe Schichten, wo sie dem Stickstoffkreislauf abhanden kommen. Der funktioniert in dem Aquarium nämlich ausgezeichnet.

    Jetzt möchte ich wieder auf den ursprünglich vorhandenen Bodengrund aus feinem Lößsand zurückkommen. Bei dem bleibt organischer Detritus zum größten Teil an der Oberfläche. Den direkten Vergleich hab ich mit meinem Schlammspringerbecken, in dem Schmieralgen kein Thema sind, trotz der barbarischen Eßgewohnheiten der Fische mit einer entsprechenden Menge an Futterresten. Um die kümmert sich im Schlammspringerbecken ein Heer von Turmdeckelschnecken.

    In der Pferdekoppel, in der jahrelang ebenfalls TSD in großer Menge gewohnt haben, sind diese nach dem Auftreten der Cyanos jetzt schon fast verschwunden. Das führ ich einerseits darauf zurück, dass ihnen diese Bakterien nicht bekommen, andererseits auf die für sie ungünstigen Bedingungen im Bodengrund, wo auch H2S entsteht.

    Ich geh davon aus, dass anaerobe Zonen im Boden nicht grundsätzlich ein Problem darstellen, sondern erst im Zusammenhang mit der Zersetzung organischer Substanz zu einem werden.

    Chemie zur Bekämpfung der Schmieralgen (abgesehen von KNO3, im Zusammenhang mit der Redfield Ratio) lehn ich ab. Auch wenn ein Aquarium nicht ganz mit einem natürlichen Lebensraum vergleichbar ist, laufen die Prozesse ja doch nach dem selben Schema ab. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass es nicht möglich sein soll, das Becken auf natürlichem Weg wieder von den Cyanos zu befreien.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hi,

    na Du hast unbelebten Muschelbruch ins Becken. Da siedeln logisch erst mal Cyanos drauf als typische Erstbesiedler die ungünstigste Bedingungen aushalten können. Erst wenn andere, hohere Bakterien diese verdrängen können werden die verschwinden.
    Dein Phosphatmeßwert ist auch ganz normal. Muschelbruch besteht zum großen Teil aus Calcium und das bindet bekanntlich sehr gut Phosphat zu Calciumphosphat. Deshalb sollte man auch jährlich so 30% davon gegen frischen ersetzen :winking_face:
    Impf den Bruch mit ein paar Bakterienmischungen und misch eine Handvoll eingefahrenen Bodengrund drunter. Das Beschleunigt das Verschwinden der Cyanos.

    mfg Uwe

  • Hi,

    warum sollte es? Ich hatte vor 10 Jahren 3cm Korallenbruch als Bodengrund und da waren auch keine Cyanos. Was Problematisch sein könnte ist die glatte, dichte Oberfläche des Muschelbruchs. Nicht gerade die ideale Siedlungsoberfläche für Bakterien. Habe Muschelbruch aber noch nie selber verwendet. 3mm Korallenbruch ist da besser geeignet, denk ich mal. Wenn Du ihn eh austauschen willst würde ich 1mm Korallenbruch nehmen. Ist für die kleinen Pferde wohl besser. Löß hat, meines Wissens nach, zuviele Nährstoffe für Meerwasser gebunden die dann sehr schnell in Lösung gehen dürften.

    mfg Uwe

    Einmal editiert, zuletzt von use (6. August 2009 um 21:45)

  • Hallo Uwe,

    die Sache hat mir keine Ruhe gelassen, so hab ich mir heute frei genommen und den Bodengrund ausgetauscht. Leider hat mich dein Tipp mit dem ganz feinen Korallenbruch zu spät erreicht, ich hab deshalb wie vorgehabt den Lößsand genommen. Negative Auswirkungen der Inhaltsstoffe hab ich bisher in den anderen Aquarien, in denen ich ihn verwende, nicht erkennen können. Die Salinität im Schlammspringerbecken ist nicht weit weg von der bei den Pferdchen. Und dort funktioniert die Beckenbiologie einwandfrei.

    Genauso übrigens im Mini-Riff-Aquarium, dort hab ich ebenfalls Muschelgrit als Bodengrund, allerdings nur 1 cm. Außerdem sind in diesem Aquarium Flohkrebse, Borstenwürmer und anderes Kleinzeug, das ich im Pferdebecken nicht haben möcht, das aber die Futterreste schneller beseitigt als die Turmdeckelschnecken.

    Damit wird's wahrscheinlich auch zu tun haben, dass das Pferdebecken mit dem groben Muschelgrit nicht mehr funktioniert seit ich so viel füttere.

    Liebe Grüße
    Linda

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