Schwierigkeiten beim Ablesen der Phosphattests

  • Hallo Leute,

    ich bin heute mal wieder an meinen Phosphattests verzweifelt. Ich kann einfach keinen Wert ablesen, der sowohl in der Helligkeit als auch im Farbton übereinstimmt. Das gilt für beide verwendeten Tests. Dieses Problem habe ich schon seit Jahren.

    Ich habe mal Fotos angefügt.

    Meine Probleme konkret:

    - Beim Rowa ist es so, dass das Grün (aus dem Foto sieht es dunkler aus) sehr hell ist und zwar etwa genauso hell wie das Gelb ganz links. Aber der Farbton kommt halt überhaupt nicht hin. Im Vergleich zum hellsten Grünton der Skala bei 0,092 ist die Messung allerdings viel zu hell.

    - Beim Tropic Marin habe ich immer ein relativ dunkles Gelb. Dieses Gelb ist dunkler als das dunkelste Gelb der Skala bei 0,1. Es ist auch dunkler als das hellste Grün der Skala bei 0,3.

    Ich werd daraus nicht schlau. Könnte mal bitte jemand die Tests nach den Fotos ablesen? Danke.

    Gruß
    Stefan

  • Hi Marko,

    ok, danke schon mal für deine Ablesung.

    Ich hab da aber irgendwie mehr Schwierigkeiten. Der Rowa erscheint mir sehr hell. Den würde ich eigentlich auf unter 0,05 schätzen. Der TM ist dagegen sehr dunkel. Der sieht eher nach 0,2 oder sowas aus.

    Gehst du eher nach dem Farbton oder nach der Helligkeit?

    Gruß
    Stefan

  • Hi,

    ja ich würde auch sagen ein bisschen unter 0,092 beim rowa.

    Eigentlich ist er ganz einfach abzulesen, du musst nur auf folgendes achten :

    schau nicht auf den gelbton sondern auf die blau ( türkis ) färbung des testwassers. Wenn po4 im wasser ist wird deine testreagenz blau. Die gelbfärbung auf der skala kannst du ignorieren.

    Noch einfacher ( so mach ich es immer ) :

    ist eine leichte blaufärbung zu erkennen ist po4 im wasser, ist keine zu erkennen ist auch kein po4 im wasser, dazu braucht man weder eine farbskala noch ein zweites glas :winking_face:

    Grüße

    Christian

  • Hallo Stefan,
    ich sehe das genau so wie der Marko, 0,092. Mit dem Tropic kenne ich mich nicht aus.
    Gruß
    Michael

  • oh man was für ein Thread :winking_face_with_tongue: :winking_face_with_tongue: :winking_face_with_tongue:

    Ich bin bei meinem Merck-PO4-Test (aus dem Hause Deltec) ebenfalls am verzweifeln. Ich habe haargenau das gleiche Problem. Immer ist der Farbton zu hell und ich kann den nicht so richtig einordnen.

    Was mir hilft, ist die Betrachtung unter Tageslicht, da finde ich es ingesamt einfacher zum ablesen. Ich versuche auch nur auf dem Blauton zu achten, aber bei allem was unter 0,092 geht wid das einfach schwierig, denn man kann den Gelbton nunmal nicht einfach "wegrechnen" und da die Farbe insgesamt sehr hell ist, ist man immer im Zweifel.

    Ich habe mir vor kurzem diesen Test hier geholt:

    Phosphattest

    Dieser Test hat vom Prinzip her "fast" die Genauigkeit des Merck-Tests und hat keinen störenden gelbstich. Soweit die Theorie.

    Von der Handhabung ist er allerdings um einiges schlechter als der Merck-Test. Die Probegläser sind einfach zu klein, es gibt keinen Halter wie bei Merck und dadurch lässt sich die Farbe schlechter betrachten.

    Beim direkten Vergleich zeigte mir der Merck-Test einen Farbton so zwischen "hellpissgelb" und "dunkelpissgelb", also keine Ahnung.... ein Blauschimmer war fast nicht zu erkennen.... irgendwas zwischen 0 und 0,092. Der andere PO4-Test zeigte überhaupt keinen Blau-Schimmer also hätte ich damit 0 PO4.

    Mit solchen Werten kann man natürlich keinen Vergleich machen und erst recht keine Urteil fällen aber ich werde den Test mal mit einer Referenzlösung wiederholen, allerdings erst wenn ich mein Dinoflagellaten-Problem gelöst habe.

    Kennt irgendjemand noch diesen "günstigen" PO4-Test von filtergranulat.de ? Hat jemand damit Erfahrungen gesammelt ?

  • Zitat

    Original von Pinuccio
    Ich bin bei meinem Merck-PO4-Test (aus dem Hause Deltec) ebenfalls am verzweifeln.


    Das überrascht mich nicht. Rowa und Merck sollen ja ziemlich baugleich sein.

    Die Methode "Gelb wegdenken" bringt mich auch nur mäßig weiter. Das würde ja darauf hinauslaufen, auch das Gelb der Vergleichsskala zu ignorieren. Demnach müsste ich nur nach der Helligkeit vergleichen, da ich in den Blau-Bereich sowieso nicht reinkomme und damit nur Grün relevant bleibt. Mein extrem helles Grün würde dann eher PO4=Null bedeuten.

    Wenn ich den Farbton dagegen in die Interpretation einfließen lasse, lande ich direkt 2-3 Felder weiter rechts als bei dem Helligkeitsvergleich.

    Den Tropic Marin finde ich aber noch rätselhafter. Dieses dunkle Gelb sagt mir gar nichts.

    Gruß
    Stefan

  • Zitat

    Original von Der_Stevie
    Den Tropic Marin finde ich aber noch rätselhafter. Dieses dunkle Gelb sagt mir gar nichts.

    vergiss diesen Test, sollte wohl mal eine Doping-Kontrolle werden.... erinnert mich sehr stark an eine Urinprobe (vielleicht nach Spargelverzehr :face_with_tongue: )

    Hab ehrlich gesagt so meine Probleme mit den TM-Test, komme mit denen einfach nicht gut zurecht. Hatte z.B. ähnliches Erlebniss mit dem Silikat-Test, der geht bei TM auch von gelb nach blau.

    Jetzt habe ich auf Salifert gewechselt und das ist deutlich besser, weil eben kein gelbstich vorhanden (geht von farblos nach blau). Ich nutze nur noch Salifert-Tests aber nur für den PO4-Test habe ich keinen Ersatz für den mit Sicherheit überteuerten Merck-Test (Rowa, Deltec usw. = Merck) gefunden.

    Und das erklärt auch den Preis, weil es einfach keine Alternativen gibt... noch nicht :]

  • Zitat

    Original von Pinuccio
    vergiss diesen Test, sollte wohl mal eine Doping-Kontrolle werden.... erinnert mich sehr stark an eine Urinprobe (vielleicht nach Spargelverzehr :face_with_tongue: )


    Lass das nicht Hans-Werner hören :grinning_squinting_face:

    Im Ernst: eigentlich ist TM meine bevorzugte Marke bei Tests. Ich hab auch als Alternative den kompletten Satz Tests (außer PO4) von Salifert hier liegen. Ich nehme aber lieber TM, schon wegen der größeren Menge an Testwasser.

    Gruß
    Stefan

  • also ich bin eigentlich mit den Produkten von TM zuffrieden bis auf die Tests halt.

    Das hat aber nicht immer damit zu tun das die Tests an sich unbrauchbar sind, sonder das "ICH" nicht so zurecht komme.

    Ich will das mal in kürze so darstellen:

    pH-Test : finde ich eigentlich sehr gelungen, hatte aber das Pech, dass die Flasche mit dem Indikatorlösung gebrochen war, und alles ausgelaufen ist. Der Test war an sich OK hat aber immer weniger als die ph-Elektrode (frisch geeicht) angezeigt. Das gleiche hab ich aber bei Salifert auch.

    NO3/NO2: für mich der immer NO3-Werte kleiner 1 mg/l hat unbrauchbar. Mit Salifert kann man da auch unterhalb von 1mg/l etwas messen.

    Ca/Mg: Der Test war i.O. aber ich mag kein Kombitest. Hatte manchmla das Phänomen, das der Mg-Wert nicht messbar war, evtl. durch ein Fehler beim Messen von Ca. Umschlagspunkte waren bei Salifert einfacher zu bestimmen.

    Silikat: den fand ich am schlechtesten.... gefällt mir von der Auswertung und Ergebniss überhaupt nicht, kamen nur Hausnummern raus - leider. Positiv war aber die beigelegte Probe mit dem man den Test auf Funktionalität überprüfen konnte.

    Besser wäre hier aber eine definierte Referenzlösung gewesen. Ohnehin finde ich, das für das was die Tests kosten, sollte zumindestens eine Referenzlösung dabei sein. So kann man den Test überprüfen und auch die Umschlagspunkte genauer bestimmen ! Das gilt aber sowohl für TM als auch Salifert. Salifert hat das z.B. beim kh-test so gemacht.

    So hoffe das Hans-Werner dass mir jetzt nicht zu übel nimmt.... aber vielleicht berücksichtigen sie ja einige dieser Punkte in der zukünftigen Entwicklung.

    Einmal editiert, zuletzt von Pinuccio (25. Januar 2009 um 22:38)

  • @Pinnucio

    Zitat

    [i]
    Dieser Test hat vom Prinzip her "fast" die Genauigkeit des Merck-Tests und hat keinen störenden gelbstich. Soweit die Theorie.

    Von der Handhabung ist er allerdings um einiges schlechter als der Merck-Test. Die Probegläser sind einfach zu klein, es gibt keinen Halter wie bei Merck und dadurch lässt sich die Farbe schlechter betrachten.

    Hallo,

    mit der Handhabung gebe ich Ihnen/Dir recht. Ein Update mit den Reaktionsbehältern ist in Arbeit. Leider habe ich feststellen müssen, dass ich mit Glasbehältern von der Genauigkeit nicht so weit runter komme. Mit den Kunststoffbehältern kann man mit Übung sogar noch 0,01 mg/l sehen.

    Das Update wird dann einen 20 oder 30 ml Glasreaktionsbehälter der hydrolytischen Klasse 1 enthalten, in dem die Reaktionslösung angesetzt wird. Diese kann dann nach 7-8 Minuten in den Kunststoffbehälter umgeschüttet werden.

    Ein "Halter" wird bei meinem Test nicht benötigt, da die Farben auch so gut erkennbar sind.

    Einen PO4-Test mit gelber Farbskala habe ich bewusst nicht entwickelt, da ich die Gelbfärbung auch nicht so praktisch finde.

    Zitat

    [i] -->Besser wäre hier aber eine definierte Referenzlösung gewesen

    Bitte aufpassen, ob es eine Referenzlösung oder doch "nur"eine Stammlösung ist. Referenzlösungen haben eine +/- Angabe vom Sollwert und auch ein Zertifikat oder Angabe auf der Flasche. Stammlösungen werden z.B. aus Referenzlösungen hergestellt. "Richtige" Referenzlösungen sind daher teurer als Stammlösungen.

    Weiterhin würde ich auch auf Störeinflüsse durch Wasser mit Gelbstich achten --> gelb + blau ergibt grün

    Andere Störeinflüsse/Fehlerquellen wie Geschicklichkeit des Anwenders, Licht, Volumenfehler, schmutziges Messbesteck incl. Verschleppung u.ä. sind natürlich auch noch zu Beachten.

    Bezüglich der Silikat-Test's gibt es auch etwas zu beachten. Silikat stört nicht bei einer PO4-Analytik. Umgekehrt stört aber Phosphat bei der Silikatanalytik. Wird PO4 nicht richtig "entfernt" (mit dem richtigen Additiv), wird es zu einem Mehrbefund kommen, da Silikat und Phosphat zusammen reagieren. Prinzipiell kann man also mit einem PO4-Test + Additiv auch Silikat messen.

    Weil dieses nicht so einfach ist, habe ich auch noch keinen Silikattest veröffentlicht, der mich zufrieden stellt.


    Gruß, Peter

    Schwerpunkte: Instrumentelle Analytik, Entwicklung analytischer Methoden und Adsober

    http://www.filtergranulat.de

    2 Mal editiert, zuletzt von filtergranulat (26. Januar 2009 um 05:27)

  • Habe den PO4-Test von Filtergranulat und bin mit der Ablesbarkeit eigentlich zufrieden.

    Die Plastikfläschchen fur den Feintest (15ml) sind absolut zu klein, ebenso deren Qualität !
    (Sind mir nach 3 Test bereits gesprungen - und kann das Set somit wegwerfen) !!!

    Fazit darus : Eigentlich nicht billig !


    @ Peter
    Handlungsbedarf dringend !

    MfG
    Carlo

  • Hallo,

    wie bereits geschrieben, arbeite ich an einem Update. Warte nur noch auf Angebote.

    Falls Du noch Glasfläschchen von anderen Tests's über hast, in die ein Füllvolumen von 17-20 ml rein geht, nimm solange diese und schütte um.

    Den Test musst Du jetzt nicht wegwerfen. Die Chemikalien sind i.O.

    Warum ich die Plastikreaktionsröhrchen nehme, hatte ich schon geschrieben. Diese werden auch bleiben.

    Wenn dann mit dem Glasreaktionsröhrchen gearbeitet wird, wird es auch besser werden.

    Es gibt auch noch die Möglichkeit mit Schnappdeckelverschlüßen zu arbeiten. Eventuell ziehe ich diese auch heran.

    Hatte mich damals für die jetzigen Druckdeckel entschieden (und selber auch keine Probleme damit gehabt), weil diese nach meinem Geschmack "besser" aussehen.

    Gruß, Peter

  • Hallo Peter

    Danke für den Typ und die schnelle Antwort.

    Gruss
    Carlo

  • Peter

    danke für deine Rückmeldung... bin auf dem Update gespannt.... wenn ich das aber richtig verstanden habe, könnte ich das Reaktionsgefäß von Merck nehmen.... den PO4-Test nach Anleitung ausführen und dann in dem Kunstoffbehälter umschütten.

    Funktioniert das ? Wenn ja wäre es praktisch.

    Was die Ablesbarkeit angeht kann ich leider noch keine Aussage machen.... dein Test zeigte wirklich 0 mg/l PO4 an. Ich hatte den Wert während meiner Dinoflagellaten-Invasion gemacht.

    Michael Mrutzek bestätigte mir, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass ein Becken mit Dino-Befall bei NO3 und PO4 kaum was anzeigt.
    Außerdem hatte ich die ganze Zeit ein PO4-Adsorber laufen, somit denke ich wirklich das der Werte nahe 0mg/l liegt.

    Nach der Bekämpfung der Dinos und nachdem das becken wieder im Normalzustand befindet werde ich nochmals messen und vergleichen.

    Bin aber jetzt schon von dem Test angetan, denn zumindestens ein Wert nahe 0 lässt sich damit einfacher identifizieren als beim Merck-Test.

    Nur noch ein Punkt: Beim Merck-test dauert die Bestimmung insgesamt keine 5 min (Wartezeit nur 1 Minute). Bei deinem Test sind allein 10min. Wartezeit eingeplant.... kann man das verkürzen ?

  • @Pinuccio

    man kann eigentlich jedes saubere Reaktionsgefäß benutzen.

    Die Wartezeit habe ich auf 10 Minuten festgelegt und die Farbkarte auf diese 10 Minuten abgestimmt.

    Sicherlich könnte ich auch einen Test "entwerfen" der nach 5 Minuten ein Ergebnis anzeigt. Jedoch ist die Farbumsetzung mit den Chemikalien dann noch nicht vollständig angeschlossen.

    Ich denke, dass 5 Minuten länger warten den "Kohl auch nicht fett" macht. Soviel Zeit muss bei eurem Hobby einfach drin sein.

    Und der Genauigkeit kommt es auch entgegen.

    Mit Rowa habe ich noch nicht gearbeitet. Wie ist es denn bei diesem Test mit der Färbung der Wasserprobe. Bleibt diese konstant oder ändert sich die Farbe nach z.B. 1-2 Minuten. Mein Test bleibt von der Farbe ca. 15 Minuten konstant, erst dann wird er dunkler.

    Wichtig ist so ein Zeitfenster, wenn man sich nicht zwischen zwei Konzentrationen entscheiden kann und durch eine "Nachfärbung" nach ca. 1-2 Minuten der nächste Konzentrationsbereich erreicht wird.

    Gruß, Peter

  • Zitat

    Original von filtergranulat
    Ich denke, dass 5 Minuten länger warten den "Kohl auch nicht fett" macht. Soviel Zeit muss bei eurem Hobby einfach drin sein.

    ja das macht dann nicht mehr aus... das stimmt schon.

    Zitat

    Original von filtergranulat
    Mit Rowa habe ich noch nicht gearbeitet. Wie ist es denn bei diesem Test mit der Färbung der Wasserprobe. Bleibt diese konstant oder ändert sich die Farbe nach z.B. 1-2 Minuten. Mein Test bleibt von der Farbe ca. 15 Minuten konstant, erst dann wird er dunkler.

    Die Farbe bei Rowas bzw. Merck bleibt konstant und das auch ziemlich lange finde ich..... deswegen halt meine Frage... was die einen können.... sollte die anderen doch auch hinbekommen oder ? :winking_face:

    Aber vielleicht kostet der Rowa Test deshalb fast fünf mal so viel :winking_face_with_tongue:

    2 Mal editiert, zuletzt von Pinuccio (26. Januar 2009 um 12:04)

  • hi,

    es ist wie mit allem: ...noch kein meister vom himmel gefallen...

    macht mal n paar dutzend messungen und der blick fürs wesentliche wird geschult.

    :O

    mehr lässt sich zu solchen freds eigentlich nicht sagen. :smiling_face_with_sunglasses:

  • Zitat

    Original von Joe
    es ist wie mit allem: ...noch kein meister vom himmel gefallen...

    macht mal n paar dutzend messungen und der blick fürs wesentliche wird geschult.


    Die paar Dutzend Messungen habe ich schon vor vielen Jahren durch gehabt. Trotzdem passen die Farbtöne auf kein Feld der Vergleichsskala.

    mehr lässt sich zu solchen Antworten eigentlich nicht sagen. :smiling_face_with_sunglasses:

    Gruß
    Stefan

  • Zitat

    Original von Uwe Hirschberg
    Hallo,

    welche Scala muß ich bei den Merck Test den nehmen ?

    mg/l P oder mg/l PO4,3

    Hi Uwe,

    Du mußt die untere Skala ablesen, also -->> mg/l PO4,3

  • Zitat

    Original von Der_Stevie


    mehr lässt sich zu solchen Antworten eigentlich nicht sagen. :smiling_face_with_sunglasses:


    :thup gute Antwort....

    noch so ein paar Antworten und man ist auchs fürs wesentliche geschult, nämlich doofe Antworten von hilfreichen zu unterscheiden :wink

    Einmal editiert, zuletzt von Pinuccio (26. Januar 2009 um 17:03)

  • hi
    der ph4 test und der adsorber von filtergranulat ist doch super
    man muss auch den preis sehen und dann sind auch die plastikfläschchen egal
    auch wenn man da noch was verbessern kann und ob ich 5 oder 10 min warten muss ist mir auch egal
    der test lässt sich gut ablesen auch der merck für 40 euro ist nicht besser

    bei dem adsorber würde ich mir noch wünschen das man ihn weniger spühlen muss
    aber das hat man bei den anderen auch

    ein danke an herrn gilbers

  • Hallo,

    Zitat

    der ph4 test und der adsorber von filtergranulat ist doch super

    Ich kann da nur zustimmen.
    Sicherlich gibt es ein paar kleine Verbesserungen zu machen, aber das Preis-/Leistungverhältnis
    ist top.

    Ich hatte durch ein anderes Forum mal Gelegenheit mit Herrn Gilbers in Mail-Kontakt zu
    treten: Sehr kompetent, freundlich und bei Fragen sehr hilfreich.

    Grüsse
    Karlheinz

  • Hi Joe,

    das ist jetzt wirklich relativ schwach. Ich hab doch recht genau beschrieben, wo die Probleme liegen.

    Das Grün der Lösung des Rowa Tests ist live (auf den Fotos leider nicht so deutlich zu sehen) so hell, dass es keine Entsprechung in der Skala hat. Ich kann mich entweder am genauso hellen Gelb orientieren (also nach Helligkeit vergleichen) oder am dunkleren Grün (also nach Farbton vergleichen).

    Zu dem Gelb der TM Lösung gibt es gar keine Entsprechung in der Skala.

    Selbst wenn ich den Test dutzende Male durchführe, ändert sich dieses Problem nicht. Keine Ahnung, warum.

    Und jetzt kommst du mit dem Spruch, der indirekt sagt "dann bist du zu doof oder zu unerfahren zum Ablesen." Wem bringt das was? Äußer dich doch lieber zum Thema.

    Gruß
    Stefan

  • hi stefan,

    hmm...diese ablesethemen sind doch fortlaufender bestandteil der forenkomunikation, ohne dass es je
    eine auflösung der rätsel gegeben hätte....

    ein messanfänger muss tatsächlich erst mal das messen und vergleichen erlernen, ehe er verwertbares aus seinem persönlichen "farbempfinden" der messkarte entnehmen kann.

    dazu gehört nicht nur ein permanentes messen hintereinander, bis das dutzend voll ist, sondern ein messen über einen längeren zeitraum mit dem erkennen, dass die farben in der flüssigkeit sich auch verändern können.

    du als messerfahrener hast aber scheinbar ähnliche schwierigkeiten, weil die farbkarte nicht hundertprozentig mit der testflüssigkeit übereinstimmt.

    allerdings lässt auch die nicht exakte farbwiedergabe ein einnorden der werte zu.
    die antwort nach deinen fotos zeigt das ja.

    wenn nicht exakt ein farbton getroffen wird, was wohl nur in den seltensten fällen passiert, ist die annäherung an den entsprechenden farbton die erste wahl. ggfls. nimmt man den mittelwert dazwischen.

    das alles langt für unsere bedürfnisse allemal, oder besser gesagt, für die bedürfnisse unser pfleglinge.

    wie wir alle wissen, sind die ergebnisse des messens von etlichen faktoren beeinflussbar. armin sagte dietage etwas dazu, auf meine frage hin, inwieweit es überhaupt möglich ist, 100%ige tests herzustellen.

  • Guten Morgen!

    Joe hat zu 100 % Recht! Nur mit viel Übung kommt man weiter. Da gibt es auch nichts dran zu rütteln.

    Wie heißt es doch so schön: "Wiederholung macht den Weltmeister"

    Am Anfang hatte ich erst gedacht, ich kann die Blaufärbung im unteren Konzentrationsbereich nicht sehen.

    Nach einiger Zeit und zig Messungen war das Auge geschult und ich konnte sogar 0,01 mg/l sehen.

    Nun hatte ich natürlich selbst angesetzte Stammlösungen (aus einer PO4-Referenzlösungen) dieser Konzentrationsbereiche und dementsprechend mehr Sicherheit.

    Wer also nicht genug übt wird es nicht immer einfach haben. Es kommt zwangsläufig zu Fehlinterpretationen.

    Zusätzlich gibt es ja auch noch, wie schon geschrieben, andere Einflussfaktoren wie z.B. Alter der Chemikalien, Licht, Volumenfehler, Temperatur, eigene Geschicklichkeit, schwankende Tropfengröße der Reaktionschemikalien, Wahl des Materials der Reaktionsbehälter, eigene Wahrnehmung durch das Sinnesorgan Auge, Farbe des Wassers, welches untersucht wird, Schwebstoffe, etc.

    Aufgrund dieser Aufzählung und unter Einbeziehung des Fehlerfortpflanzungsgesetzes können solche Tests nicht wirklich 100 % genau messen, kommen der "Wahrheit" aber relativ nahe.

    Diese relative Nähe an der "Wahrheit" reicht aber für die Aquaristik. Wenn man zusätzlich noch die Analysewerte mit dem "Leben" im Aquarium abgleicht, hat man schon viel erreicht.

    Wenn die chemische Analytik so einfach sein würde, würden alle Labore auf Tröpfchentest umsteigen.

    Gruß, Peter

    Schwerpunkte: Instrumentelle Analytik, Entwicklung analytischer Methoden und Adsober

    http://www.filtergranulat.de

    6 Mal editiert, zuletzt von filtergranulat (27. Januar 2009 um 05:27)

  • Zitat

    Original von Joe
    wenn nicht exakt ein farbton getroffen wird, was wohl nur in den seltensten fällen passiert, ist die annäherung an den entsprechenden farbton die erste wahl. ggfls. nimmt man den mittelwert dazwischen.


    Hi Joe,

    die Mittelwertbildung ist kein Problem, das ist Standard. Das Problem ist, dass es keinen Mittelwert gibt. Für eine saubere Mittelwertbildung müsste das Messergebnis in Helligkeit UND Farbton zwischen zwei Felder der Referenzskala liegen. Das ist bei keinem der beiden Tests der Fall.

    Das Problem hier ist, dass sich keiner konkret äußert, sondern nur gesagt wird "mit viel Übung wird das schon". Ich hab schon 100e PO4 Tests gemacht. Und ich habe immer eher nach der Helligkeit als nach dem Farbton verglichen. Ich bin danach bei Rowa immer auf PO4 ca.0 ausgekommen. Wenn ich nach dem Farbton vergleiche, komme ich auf 0,1. Das finde ich einen erheblichen Unterschied. Auch wenn ich noch so viel übe und den Test 1000x wiederhole, bleibt diese Unstimmigkeit. Da den Tests keine Referenzlösung beiliegt, kann ich das Ergebnis nicht selber überprüfen.

    Hier im Forum darf man auch nicht fragen, da wird einem sofort mangelnde Übung unterstellt :angry_face:

    Wenn hier gesagt wird, den Gelbanteil zu ignorieren, bestätigt das die Methode, eher die Helligkeiten zu vergleichen.


    Die Frage, wer nach Farbton und wer nach Helligkeit vergleicht, beantwortet leider keiner.

    Sorry, dass ich so heftig reagiere. Ich finde die Antworten aber teilweise schon sehr daneben. Die Frage war offensichtlich berechtigt, ich bin ja nicht der einzige mit dem Problem. Die Antworten nach dem Schema "die Tests sind in Ordnung, der Bediener ist das Problem" laden nicht grad dazu ein, hier offen über sowas zu reden. Wenn ich als Ingenieur und nach mehr als 10 Jahren MW-Aquaristik den Test nicht vernünftig ablesen kann, sehe ich das nicht mehr als ein Übungsproblem an. Und wenn Peter mit dem Ablesen keine Mühe hat, wundert mich das auch nicht. Wenn ich einige Messungen an Referenzlösungen machen könnte, könnte ich mein Auge auch kalibrieren. Ohne diese Möglichkeit findet diese Kalibrierung aber auch nach der 1000. Messung nicht statt. Wie auch? War wahrscheinlich ein Fehler, hier zu fragen. Ich besorg mir besser eine Referenzlösung, das bringt mehr.

    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan,
    ich behelfe mir mit einem Trick, da auch ich Schwierigkeiten habe, Farben zu differnzieren.
    Es funktioniert in der Art wie Daumenkino. Stell die Meßküvetten auf die Farbfelder der rechten Seite.
    Nun ziehst du die Farbkarte unter dem Komperator nach rechts durch, läßt die Gläser zum Sichtvergleich aber immer 1 Sekunde auf den Farbfeldern stehen. Wenn du links angelangt bist, selbe Prozedur rückwärts.
    Den Blick immer stur von oben und nicht aus der Konzentration bringen lassen. Du wirst beim 3. Durchlauf von rechts nach links merken, wie dein Auge quasi auf die Blautöne von dunkel nach hell justiert wird.
    Je mehr Farbfelder ein Test hat, umso besser.
    Ich führe jeden Wassertest im Freien durch, im Rücken die Sonne . Unverfälschter geht es nicht mehr, einen Titriertest durchzuführen.
    Im übrigen:
    Referenzlösungen zur Kontrolle sind auch nur so gut wie deren Alter und Lagerung.

    Servus
    Stefan

  • Hallo,

    ich denke, Stefan hat es am besten beschrieben.

    @Stevie-Stefan
    Mach es, wie beschrieben und vertrau dann Deinem Gefühl, dass Dir sagt, dass passt am besten.

    Grüsse
    Karlheinz

  • Zitat

    Original von Der_Stevie
    die Mittelwertbildung ist kein Problem, das ist Standard.

    Das Problem hier ist, dass sich keiner konkret äußert, sondern nur gesagt wird "mit viel Übung wird das schon".

    Da den Tests keine Referenzlösung beiliegt, kann ich das Ergebnis nicht selber überprüfen.

    Hier im Forum darf man auch nicht fragen, da wird einem sofort mangelnde Übung unterstellt :angry_face:
    Ich finde die Antworten aber teilweise schon sehr daneben. Die Frage war offensichtlich berechtigt, ich bin ja nicht der einzige mit dem Problem.

    :thup :thup :thup

    Also ich möchte hier dem Stefan mal ein wenig Rückendeckung bringen.

    Ich halte diese "übt noch ein wenig mehr" Aussage für sowas von komplett daneben.

    1.) Stefan ist nicht der einzige der das problem hat
    2.) Man kann den Test 1000 mal durchführen und man kommt immer auf das gleiche Ergebniss... es geht nicht um Übung sondern um ein prinzipielles problem mit dem PO4-Test

    Ohne Referenzlösung macht das meiner Meinung nach keinen Sinnn. Ich bin selbst Chemielaborant, kenne mich also mit vielen Bestimmungen aus (auch wenn schon es länger her ist)... auch die Aussage man brauch darin Übung ist zwar prinzipiell richtig, aber ohne einer Referenzlösung kommt man leider nicht immer hin.

    Das gleiche Problem existert doch auch bei Titrationsbestimmungen mit dem Farbumschlag.
    Ein "normalo"-Aquarianer (und davon müsst ihr "Möchtegern"-Experten doch bei jedem Post ausgehen) hat damit Schwierigkeiten wenn er liest die Farbe wechselt von rosa nach blau.... ja wie blau soll es denn für "einen" Leihen werden.... definiert doch mal die Farbe blau bitteschön ? In keinen einzigen Titrationstest (Aquaristik) den ich bisher hatte steht geschrieben, das man solange zutröpfeln muss, bis die Farbe nach dem Umschlag stabil bleibt und sich nicht mehr verändert, was meiner Meinung nach der richtige Weg ist (wenn die Skala auch danach geeicht ist).
    Deshalb ist auch hier eine Referenzlösung nunmal einfach das beste.

    Wenn ich mir nur einfach mal den kh-Test von Salifert ansehen (den wo der Indikator in die Titrationsflüssigkeit integriert worden ist), da findet ein Umschlag von blau nach rosa statt. Bei einer kH von großer als 8 hat man mit der Zugabe der Flüssigkeit so viel Indikator zugegeben, dass der Umschlag erkennbar ist. Mach das mal bei einem kh von 4-5 da wird es so hell das es einfach nur Schwierig ist und das selbst für mich, der mit Titrationen groß geworden ist.

    Sorry aber da hilft ein "üb mal schön weiter" überhaupt nicht.... dafür habe ich kein Verständniss, das ist einfach nur überheblich.

    Das Problem beim Stefan lässt sich somit nicht lösen, da gibt es hier schon bessere Hilfestellungen, die auch sein Prolem konkret angehen.... davon sollte man sich eine Scheibe abschneiden und wirklich versuchen zu helfen.

    Aber will man auch wirklich helfen.... hmmm da bekomme ich manchmal bei einige richtige Zweifel.

  • Zitat

    Original von Der_Stevie
    Hi Stefan,

    Also differenzierst du nur nach dem Blauton?

    Gruß
    Stefan


    Hallo Stefan,
    ich komme selten in den Genuß, die Gelbtöne 'eines nicht nachweisbar' bei PO4 deuten zu müssen. :winking_face: Mir reichen die Werte um 0,04mg/Ltr.
    Insofern differenziere ich nur zwischen den Blautönen.
    Nach der beschriebenen Methode der mehrmaligen Dunkel nach Hell-Verschiebung schaffst du auch die Nuancen der jeweils nächsten Meßgrößen-Farbe zuzuordnen.
    Zumindest ich muß aber bei jedem Test erst mit dem 'Daumenkino' die Augen neu 'kalibrieren', sonst geht die Raterei stets von vorne los.

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    Ich führe jeden Wassertest im Freien durch, im Rücken die Sonne . Unverfälschter geht es nicht mehr, einen Titriertest durchzuführen.

    Also ich hab damit auch die besten ergebnisse.... auf keinen Fall vor dem Becken, das blaue Licht stört gewaltig !

    Einziges Problem.....

    Zitat

    Original von Stefan C.
    im Rücken die Sonne

    ja wo denn ? Wenn man die Sonne auch mal tatsächlich zu sehen bekommt !..... :wink

    Einmal editiert, zuletzt von Pinuccio (27. Januar 2009 um 11:53)

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    ich komme selten in den Genuß, die Gelbtöne 'eines nicht nachweisbar' bei PO4 deuten zu müssen. :winking_face: Mir reichen die Werte um 0,04mg/Ltr.
    Insofern differenziere ich nur zwischen den Blautönen.
    Nach der beschriebenen Methode der mehrmaligen Dunkel nach Hell-Verschiebung schaffst du auch die Nuancen der jeweils nächsten Meßgrößen-Farbe zuzuordnen.
    Zumindest ich muß aber bei jedem Test erst mit dem 'Daumenkino' die Augen neu 'kalibrieren', sonst geht die Raterei stets von vorne los.


    Hi Stefan,

    ok, zumindest beim Rowa messe ich grundsätzlich dieses sehr bleiche Grün. Zu dem muss ich dann den passenden Gelbton raussuchen. In den Blaubereich komme ich nicht. Ich probiere die Daumenkinomethode aber mal aus. Sonntag ist bei mir Wassertesttag :winking_face:

    Der Tropic Marin Test ist in der Hinsicht noch kniffeliger. Da bekomme ich nur dieses Dunkelgelb, für das es gar keine Entsprechung gibt.

    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan,
    'den passenden Gelbton zum bleichen Grün raussuchen'? :confused_face:

    Ich habe eben mal die Farbkarte des Rowa rausgezogen und dann den Thread mit deinen Fotos von Anfang an gelesen. Da fiel es mir wieder ein:
    Grund dessen hatte ich vor 3 oder 4 Jahren auch mal einen Thread aufgemacht. Resonanz war damals keine; ich messe seitdem mit Rowa/Deltec Reagenzien auf einer alten Merck-Farbkarte. Die hat nämlich die 0.024er Meßmarke nicht und wie soll ich es beschreiben...die Farben erscheinen dadurch deutlich differenzierter und abgrenzbar, da mehr blau.
    Ich verstehe bis heute nicht, warum die Sparausführung eines Merck mit Namen Rowa/Deltec genauer zu sein glauben machen mag, als das Original? Merck ist einfach die Referenz.

    ...geh mal zum Testen ins Freie, Sonne im Rücken. Test vor weissem Unter-/Hintergrund. Vlt. wirst du dann (sicherlich) weniger Probleme haben, die Farben entsprechend zuzuordnen.
    Edit:
    nunja, einige TM Tests sind zumindest für mich suspekt. Ich bin zu Farbdeutungen wahrscheinlich zu phantasielos und vor Jahren als letztes beim CA/Mg Test gescheitert. Aber seit 14 Tagen habe ich wieder einen KH-Test. Ich bin wieder zuversichtlich.
    Ansonsten wurde ich von M&N noch nie enttäuscht, auch nicht bei PO4. Klar ablesbar, keine Schätzwasser-Farben.

    Servus
    Stefan

    2 Mal editiert, zuletzt von Stefan C. (27. Januar 2009 um 12:52)

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