• Mühsis kaufe ich zu. Die Zucht soll nicht so dolle sein.


    Bisher klappt es sehr gut, jedoch ist der Drops noch nicht gelutscht, da die Geschlechter noch nicht bestimmbar sind. Wenn es nämlich ganz doof gelaufen ist, hocken wir alle auf Weibchen. Es gibt berechtigte Hoffnung, dass bei mir 2 Männchen dabei sind, aber halt noch keine Bestätigung.

    Erst wenn das abgeklärt ist, gebe ich wieder ab.

    Gruß
    Frank

    Einmal editiert, zuletzt von Anfänger2 (18. Januar 2013 um 10:20)

  • Hi naja kein Problem. Noch bin ich ja noch nicht soweit.
    Alles ganz in Ruhe. Muss ja auch noch nicht der aktuelle Wurf sein....

    Eine Frage noch: Wie habt Ihr die Ansaugung Eures Hang On gesichert? Schaumstoff?

    Liebe Grüße !

    Anke

    Einmal editiert, zuletzt von Anke (18. Januar 2013 um 11:40)

  • Hallo Linda, danke. Ich habe einen AC 30. Da werde ich was drauf basteln.

    Liebe Grüße !

    Anke

  • Der Eheim Air Filter ja auch, 'Nicht viel' war ironisch gemeint.

    Zusatztipp: Von JBL gibt's aus der Serie ProFlow Kreiselpumpen etwas gröberporige Schwammaufsätze, die auf aneinander gereihte Körbchen gesteckt werden, die wiederum auf das Filterroh passen. Hagen prodiziert das Gleiche. Damit wird die Stabillität der Schwammpatronen erhöht bzw. die Ansaugleistung optimiert.

    Edit: Die Air Filter Patronen passen natürlich auch drauf.

    lg
    L.

  • Hallo Seegrasponyfreunde!

    Wieder einmal hab ich eine gute und eine weniger gute Nachricht ...

    Zuerst die Gute: Bei den letzten beiden Würfen hatte ich Glück, es gab keinen einzigen Ausfall. Die Christkindeln sind schon geschlechtsreif, die einzige Stute von den Vieren scheint Laich anzusetzen. Das Foto ist wegen der milchigen Wand der Plastik-Aufzuchtbox nicht schärfer hinzukriegen, aber die junge Dame ist halbwegs gut zu sehen.

    Die weniger gute Nachricht: Wie angekündigt habe ich vorgestern die Ponykoppel wieder einmal ausgeräumt, nachdem diesmal die Schlangensterne zur Plage geworden waren. An sich habe ich ihnen ja nur unterstellt, in dieser Menge - es sind hunderte - den Pferdchen das Futter streitig zu machen (es ist so gut wie kein Zooplankton mehr vorhanden im Becken), beim Ausräumen habe ich aber ein paar Exemplare eine größeren Art entdeckt, denen ich sogar zutrauen würde, die Pferdchen direkt anzugreifen. Leider waren auch ein paar sehr große Flohkrebse übrig geblieben, die die Grundeln offenbar nicht rechtzeitig gefunden hatten. Dazu kommt, dass ich mit einer Pflanze (ein Danaergeschenk, nur halt nicht aus Griechenland) wie schon früher mal erwähnt eine Hydroidenart eingeschleppt hatte, die auch von den als Hydroidenvertilger bewährten Asterinas verschmäht werden. Die winzigen Medusen sind festsitzend und vermehren sich nicht so rasant wie Cladonema, aber sie müssen recht ungesund sein. Im vergangenen Herbst hatte ein Pony irrtümlich eins dieser Gebilde, das gerade eine Artemianauplie gefangen hatte, geschnappt und war daraufhin binnen weniger Minuten gestorben.

    Auf wessen Konto die Verluste gehen kann ich nicht sagen, Tatsache ist, dass ich beim Ausräumen nur mehr eine Stute gefunden habe, nämlich eins der de Jong-Tiere. Besonders leid tut mir in dem Zusammenhang, dass die letzte adulte Stute aus meinem Altbestand - die ich tags zuvor noch frisch und munter in der Gorgonie gesehen hatte - dann spurlos verschwunden blieb. Die zwei Kübel Caulerpa habe ich stundenlang kleinweise in alle Richtungen untersucht, leider ohne Erfolg.

    Jedenfalls ist die neue Pferdekoppel - konzipiert als Ausweichquartier in der Küche - jetzt mit zunächst einem Paar Seegraspferdchen besetzt: Eben dem Hollandmädel und einem der Junghengste aus der NZ 201212.

    Bei ihrer Einrichtung war ich aufgrund der Erfahrungswerte besonders vorsichtig: Bodengrund (der bewährte feine Quarzsand aus dem Baumarkt) gründlich gewaschen, Pflanzen über Nacht in Kaliumpermanganatlösung eingeweicht, Fische 20 Miniuten in Preis Carely (50 ml auf 5 l Wasser) gebadet sowie Schnecken, Asterinas, Borstenwürmer und Gorgonienableger kurz unter handwarmem Leitungswasser gespült. Die Gorgonienableger sind frisch geschnitten und auf einen Brocken totes Riffgestein geklebt.

    Eingefahren wurde das Becken während der vergangenen 3 Wochen, wobei ich ML Special Blend als Bakterienstarter eingesetzt habe. Weiters wurden ein paar Tage nach der Befüllung Copepoden eingebracht und ein Viertelliter Nannochloropsis-Brühe. Die Ponies zogen jetzt ein als sich die Algentrübung zu setzen begann. Die Mikrofauna hat sich prima entwickelt, vorderhand brauche ich lediglich die Copepoden zu füttern.

    Ich hoff, dass sich der derzeitige Gesamtbestand von insgesamt 2 Stuten, 4 Hengsten und 2 noch nicht sicher bestimmten Fohlen (möglicherweise ein Paar) jetzt endlich erholen wird. Wenn ich mich erinnere, dass ich 2009 mit ursprünglich 3,2 binnen weniger Monaten 40 Pferdchen zu versorgen hatte, wär's hoch an der Zeit. Dioe Konstitution der Tiere scheint besser zu sein als in den vergangenen Jahren, mit Sicherheit eine Folge der Futterumstellung (50% Copepoden, 50% mit Selco angereicherte und mit Preis Carely vesetzte Artemianauplien).

    Diese Futterversorgung ist so weit sichergestellt, auch wenn ich zuletzt wieder größere Mengen calanoider Copepoden aus Deutschland importieren musste, weil mein hiesiger Futterlieferant ein paarmal ausgelassen hatte.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Nach längerer Zeit melde ich mich auch zurück. Nachdem es bei mir zwischenzeitlich auch Probleme gab, weil meine Lebendfutter Produktion stockte, habe ich nochmals auf 110l aufgestockt. Habe jetzt 62l Tisbe und 48 l Tiggerpods. Nebenbei habe ich Oculata , Weissflogii, Galbana und Tetraselmis mir angeschafft und kultiviere diese in Wasserflaschen, um die Copepoden optimal zu füttern und zu vermehren. Zusätzlich teste ich ein neues Copepodenfutter. Dies Futter ist der Hammer. Meine Ansätze insbesondere Tisbe explodieren gerade zu. Jetzt kann ich meine Tiere optimal fast ohne Artemia versorgen.

    Im übrigen hat sich die Strategie mehrere einzubeziehen, als genau richtig herausgestellt. Meine Zosteraes waren für drei Wochen auswärtig untergebracht, nachdem es zum Sterben bei mir kam. Nun ist wieder alles gut und ich bekomme demnächst zusätzlich noch Jungtiere zurück!
    Gruß
    Frank

  • Hallo Frank,

    schön, dass du deine Probleme in den Begriff bekommen hast!

    Eine Züchter Areibeitsgemeinschaft ist oft sehr hilfreich, wenn ein Mitglied in Probleme gerät.

    Allerdings sind die Freunde der H. zosterae räumlich weit gestreut, so dass sich die Zusammenarbeit häufig schwierig gestaltet.


    Trotz winterlicher Temperaturabsenkung habe auch ich wieder Erfreuliches zu vermelden.
    Meine H.z. haben wieder Nachwuchs.
    Da ich völlig unvorbereietet dem nicht angekündigten Kindersegen gegenüberstehe, muss ich auf die ungeliebte Artemien Fütterung zurück greifen.
    Ich hoffe, meine letztjährigen Erfahrungen werden mir helfen, einige Probleme zu vermeiden.
    Zumal ich eine geplante Urlaubsreise aus anderen Gründen bereits verschoben habe, gibt es diesmal keine Ausrede, der Urlaubsvertreter habe den Erfolg beeinträchtigt.


    MfG

    Knut

  • Hallo Frank, hallo Knut,

    schön, dass es weiter geht.

    Bei mir hat sich in Bezug auf Nachwuchs noch nichts getan.
    Mal sehen, wann es so weit ist.

    LG Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hallo Elena,

    Temperaturschwankungen scheinen bei den H. zosterae wahre Frühlingsgefühle auszulösen.

    Am natürlichen Standort schwankten die Temperaturen in der letzten Woche ebenfalls stark.
    Von 17 Grad bis 24,5 Grad C. waren alle Temperaturen zeitweilig zu beobachten.
    Möglicherweise benötigen sie diese Stimulation, um zu realisieren, dass die aktive Phase wieder begonnen hat.
    Wenn dann noch verlängerte Beleuchtungszeiten hinzu kommen, ist Startschuß möglicherweise erfolgt.

    Welches der eigentliche Trigger ist, habe ich aber auch noch nicht herausgefunden.

    Mangels Masse an Tieren konnte ich einzelne Faktoren noch nicht getrennt testen.

    MfG

    Knut

  • Hallo Frank & Knut!

    ich freu mich mit euch über die neuen Würfe und wünsch euch natürlich wieder gutes Gelingen für die Aufzucht!

    Knut: Dank deines links zur Smithonian Marine Station schau ich mir jetzt auch öfter die Werte an und bin erstaunt über die starken Schwankungen v.a. der Temperatur. Ist aber nicht wirklich ein Wunder bei eineinhalb Meter Wassertiefe.

    Übrigens - was das Lebendfutter angeht: Der deutsche Aquakulturbetrieb, von dem ich meine calanoiden Copepoden bezieh, hat mich diesen Winter nicht im Stich gelassen. Das hat sicher dazu beigetragen, dass meine Ponies recht gut beisammen sind und hoffentlich auch bald wieder für Nachwuchs sorgen werden.

    Unter diesen Umständen hab ich auch keine Bedenken wegen der 50%igen Zufütterung mit angereicherten Artemien.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo Linda,

    die Sonneneinstrahlung scheint bei der geringen Wassertiefe tatsächlich eine große Rolle zu spielen.

    Allerdings sind die bekannten Fundorte sowie die Meßstelle nicht weit von einem Verbindungskanal zum Atlantik entfernt. Beim Gezeitenwechsel strömen gewaltige Wassermengen durch den relativ engen Kanal. Da die Indian River Lagoon eine gewaltige Ausdehnug besitzt, wirkt sich das Frischwasser auf der ganzen Fläche sehr unterschiedlich aus.
    Interesanterweise liegen einige bekannte Fundstellen in der Nähe der Durchlässe, wo das Wasser eigentlich kälter sein sollte.

    Daneben gibt es aber noch andere Einflüsse wie z.B. Süsswasserzuläufe.

    Es ist also interessant, die Werte vor Ort zu beobachten.

    Ein anderer Wert, der sich völlig anders verhält, als in der Literatur beschrieben, ist die Salinität. Diese ist viel höher, als üblicherweise angegeben. Scheinbar spielt die Verdunstung eine größere Rolle als die Süßwasserzuläufe.
    Bekannterweise sind H. zosterae sehr tolerant gegenüber Dichteschwankungen. Somit scheinen die Lebensräume ebenfalls sehr unterschiedlich zu sein.

    Die Indian River Lagoon interessiert mich aber besonders, da ich die Gegebenheiten vor Ort gesehen habe und eine Rückkehr plane, falls ich organisatorisch in der Lage bin, die H. zosterae vor Ort unter Wasser filmen zu können.
    Aber das sind noch Planungen.

    MfG
    Knut

  • Zitat

    Original von K.B.
    Ein anderer Wert, der sich völlig anders verhält, als in der Literatur beschrieben, ist die Salinität.


    Ja, das hab ich vergessen zu erwähnen. 39 psu ist viel. Dass die Ponies auch in dieser Hinsicht starke Schwankungen vertragen ist kein Geheimnis. Aber die Empfehlung, sie dauerhaft nicht über 30 psu zu halten, versteh ich jetzt auch nimmer. Und muss gestehen, dass ich diese Empfehlung von früheren Haltern übernommen und so weitergegeben hab. Meiner Erfahrung nach ist das für die Haltung auch nicht falsch, könnte aber der Grund sein, warum die Fortpflanzungsfreude im Lauf der Zeit sinkt. Ich kann mir vorstellen, dass Schwankungsreize für Tiere aus solchen Lebensraumen generell zum Wohlbefinden beitragen.

    Das Monitoring der Umweltbedingungen wie es die SMS zur Verfügung stellt ist tatsächlich eine interessante Informationsquelle.

    Zitat

    Die Indian River Lagoon interessiert mich aber besonders, da ich die Gegebenheiten vor Ort gesehen habe und eine Rückkehr plane, falls ich organisatorisch in der Lage bin, die H. zosterae vor Ort unter Wasser filmen zu können.


    Für dieses Video meld ich mich schon vorsorglich einmal an :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo Linda,

    Zitat

    Für dieses Video meld ich mich schon vorsorglich einmal an

    darüber könnte es aber leicht Weihnachten 2014 werden!
    Andere Pläne haben Priorität.

    MfG

    Knut

  • Hallo ihr Lieben,

    ich möcht mich auch wieder mal melden mit einem kurzen Update ...

    Im zarten Alter von nicht ganz 3 Monaten haben meine Christkindln in der Plastikbox am 13. März erstmals Nachwuchs bekommen. Für den ersten Wurf gar nicht schlecht konnte ich 7 Fohlen zählen. Eins davon war leider verkrüppelt - das habe ich schweren Herzens sofort getötet.

    2 der Kinder habe ich in einen 30er Cube übersiedelt, in dem tags zuvor eine Glasgarnele ihren Nachwuchs abgesetzt hatte. Solche Behälter eignen sich recht gut für die gemeinsame Aufzucht von Garnelenlarven und Ponyfohlen - grünes Wasser, jede Menge substratgebundene Copepoden sowie ein paar Schnecken und Asterinas als Putztruppe halten die Wasserqualität hoch bei geringstem Pflegeaufwand.

    Von den 2 übersiedelten Fohlen hatte eines auch ein offensichtliches Handicap, es konnte kaum schwimmen und nahm fast keine Nahrung auf. Nach drei Tagen ist es verendet.

    Der im Cube verbliebene Mohikaner aber entwickelt sich prächtig und wird im Zuge des Neuansatzes der Aufzuchtbox Gesellschaft von seinen Geschwistern bekommen. Ich bin ja neugierig, ob bei der Gelegenheit eventuell noch mehr als die vier Fohlen auftauchen, die ich regelmäßig in dem Caulerpabuschen sehe.

    Die Großen in der Plastikbox möchte ich alsbald in die neue Pferdchenkoppel übersiedeln, in der zur Zeit ein Nachzuchthengst vom Dezember und die verbliebene Stute von de Jong wohnen. Die Beiden habe ich zusammengespannt um zu sehen, ob aus der Verbindung Nachwuchs entsteht. Bisher leider vergeblich - was meine Befürchtung bestärkt, dass die beiden Stämme miteinander nicht fruchtbar sind.

    Alles in allem aber bin ich zufrieden. Mein Altbestand hat gezeigt, dass er noch Nachkommen produzieren kann, und an sich sind wir grad am Beginn der traditionellen Fortpflanzungsperiode.

    Einschließlich der de Jong-Dame hab ich derzeit 3 Stuten, 2 Hengste und 7 Fohlen noch unbestimmten Geschlechts. Nicht berauschend viel, aber abgesehen von den 2 missgebildeten Kindern gab's zuletzt Gott sei Dank keine Ausfälle bei der Aufzucht der Fohlen. Und die Geschlechterverteilung ist ok.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Das Bild im Anhang zeigt (ziemlich genau in der Bildmitte) Fridolin nachts auf seinem kleinen Schlaf-Algenbuschen im Cube. Das Foto ist (wie die meisten von mir :() leider grottenschlecht, soll aber ohnehin nur einen Eindruck vermitteln von dem recht simplen Setup, das aber durchaus guten Erfolg verspricht. Bei den Garnelenlarven gab es keine erkennbaren Ausfälle.

  • Hallo Linda,
    schön zu hören, das es bei Dir au aufwärts geht! :thup

    Liebe Grüße aus Sinsheim, Boris

  • Bei mir sieht es au gut bis sehr gut aus, den Fohlen kann man beim wachsen zusehen und ein Hengst ist au schon wieder schwanger, anfang nächster Woche müßte es wieder soweit sein(wie vor zwei Wochen =)).
    Das einzige mit was ich ein wenig zu kämpfen hab, ist das ich mir irgendwie Brachis in einen Teil meiner Tisben-Kulturen eingeschleppt habe(ausgerechnet in die ;(), weiß nur nicht wo her die kommen, da ich eigentlich noch nie Brachis kultiviert habe.
    Würd mich aber schon interresieren mit welcher Kultur sie in unser Haus gekommen sind(ich werds wohl nie erfahren :(). Zum Glück nehmen Sie zur Zeit nicht überhand, da ich nur mit Flockenfutter füttere.


    LG Boris

  • Hallo Boris,

    ja, die Kontamination von Tisben- oder Moinakulturen mit Rädertierchen oder Euplotes ist immer wieder ein Ärgernis. Die kommen nicht, sie sind einfach da :smiling_face: Vor allem, wenn in erster Linie marine Schwebealgen verfüttert werden. Meine Krebsln bekommen auch Blütenpollen und Arthrospira (Spirulina) zu essen, da hab ich das Gefühl, dass sich Brachionus und Konsorten nicht so dramatisch vermehren.

    Aber du hast eh auch eine Erfolg versprechende Maßnahme gesetzt mit dem Flockenfutter.

    Ich hab hier ja kürzlich meinen Fridolin vorgestellt. Wie geplant hat er voriges Wochenende Gesellschaft von einem Teil seiner Geschwister (die noch in der Plastikbox bei den Eltern gewohnt haben) bekommen.

    Ich freu mich so, dass die gemeinsame Aufzucht der Seeponies mit etwa gleichaltrigen Glasgarnelenlarven so toll funktioniert. Das ist an sich nichts Neues, aber diesmal gab's auch bei den Garnelenlarven keine Ausfälle, und ich brauch mich um das Aquarium fast nicht zu kümmern. 2 bis 3x täglich füttern und gut ist's.

    Ich hab vorhin ein Video auf youtube geladen. Leider in gewohnt schlechter Qualität, aber ich hoff, das geübte Auge erkennt das Wesentliche =)

    Liebe Grüße
    Linda

  • Gestern haben meine Thors geworfen. Da konnte ich beobachten, dass Thorneonate nicht von Zosteraes gefressen werden, weil sie in der Strömung treiben. Deswegen sind sie fast bewegungslos für Zosteraes uninteressant!

    Ein Mythos der widerlegt wurde. Soll bei Rubras ähnlich sein. Beides nur schmückendes Beiwerk.

    Gruß
    Frank

  • Hallo,
    danke für die interessante Information.

    Bei mir ist inzwischen nur noch ein H. zosterae-Weibchen. Somit ist aktuell bei mir etwas zu viel Ruhe in Bezug auf die Zwerge.
    Ich hoffe, dass sich bald eine gute Gelegenheit ergibt, wieder erfolgreich weiter zu züchten. Mal sehen, was die Zukunft ergibt.

    Liebe Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Zitat

    Original von Anfänger2
    Gestern haben meine Thors geworfen. Da konnte ich beobachten, dass Thorneonate nicht von Zosteraes gefressen werden, weil sie in der Strömung treiben. Deswegen sind sie fast bewegungslos für Zosteraes uninteressant!

    Ein Mythos der widerlegt wurde. Soll bei Rubras ähnlich sein.


    Hallo Frank,

    da widersprech ich dir. Meine Ponies essen sowohl Halocaridina- als auch Palaemon-Larven. Drum halt ich die Hawaiigarnelen in einem separaten Aquarium - sie sind mir als Futter einfach zu teuer.

    Ich bin neugierig, wie es bei deinen aussieht, wenn sie nach ein paar Tagen mehr Eigenbewegung machen und die Pferdchen draufkommen, dass das was zu essen ist.

    Und weil wir grad dabei sind: Bei mir hängen derzeit 18 Seegrasponies rum, dennoch bin ich nicht ganz glücklich. Die Einrichtung der neuen Ponykoppel mit desinfizierten Algen hat sich als Fehlentscheidung herausgestellt. Vermutlich hab ich sie zu lang in KMnO4-Lösung gebadet, nur einige von ihnen haben die Behandlung überstanden. Dann hatte ich zwar keine Hydroiden im Becken, aber die Biologie hat sich bis heute nicht erfangen. Schon vor ein paar Wochen hab ich dann die Notbremse gezogen und frisches Grünzeug aus dem Guppybecken eingebracht. Natürlich mit Hydroiden - somit was das Ganze für die Katz.

    Aber die Hydroidpolypen sind ja nicht mehr der große Schrecken, abgesehen davon, dass sie den Pferdchen das Futter wegessen. Und Gammarus hab ich derzeit - noch? - keine im Becken.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo Linda!

    Thorneonate haben bei mir ca. Stunde im Zosteraebecken überlebt. Danach waren alle Tod! Es wurden bei mir keine gefressen.

    Habe jetzt nach Neuaufbau auch nur noch Algen im Becken.

    Habe nun Nadelschnecken (cerithium caeruleum) eingesetzt. Sind seit ca. acht Wochen im Becken. Bin super zu Frieden mit denen! Bodengrund ist wie geleckt und keine Cyanos mehr. Habe keine Übergriffe feststellen können. Die Schnecken sind überwiegend im Bodengrund und mal an der Scheibe und die Zosterae an den Algen! Treffen somit erst gar nicht aufeinander! Wenn man nichts dagegen hat, dass der Bodengrund ständig umgepflügt wird, ist diese Schnecke ein nützlicher Helfer!

    Gruß
    Frank

    Einmal editiert, zuletzt von Anfänger2 (12. Mai 2013 um 07:50)

  • Hallo Frank, guten Morgen!

    Ja, Schnecken gehören unbedingt in ein Zwergseepferdchenbecken. Ich hab sogar in den Aufzuchtboxen welche, halt 'bloß' Columbellas, weil die keinen Bodengrund brauchen. In den naturnahen Pferdchenaquarien schnecken Columbella sp., Nassarius vibex, Cerithium (2 Arten), Nerita sp. sowie ein paar kleinere Algen essende Arten herum. Als Cleaning Crew sind die alle wertvoll.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo zusammen,

    die Nadelschnecken hatte ich anfangs auch mal im Becken, wegen Bodenbelägen. Leider hatte ich irgendwie nicht viel Freude dran. Die sind auch gerne mal irgendwo rumgeklettert, runtergefallen und konnten sich dann im Sand nicht alleine umdrehen. Damals waren sie der Grund warum ich mir eine lange Korallenzange zugelegt habe... um die ständig umzudrehen.
    Irgendwann ist dann auch der erste Einsiedler im Nadelschneckenchic rumgelaufen.

    Mit meinen Algenschnecken hatte ich nie solche Probleme.

    Schöne Grüße
    Karin

  • Ja, Frank, das glaub ich schon. Aber Nassarius graben auch. Die leben sogar mehr im Substrat als heraußen. An die Oberfläche kommen sie, sobald sie Essen riechen. Dann aber sind sie schneller da als die Einsiedler :smiling_face:

    Karin: Gut genährte Cerithium können sich schon selber umdrehen, sogar die behäbigen C. caeruleum. Mitunter brauchen sie halt lang dafür. Ich dreh keine mehr um :smiling_face:

    Für den Einsatz in der Cleaning Crew halt ich sie als nicht besonders geeignet, mal abgesehen davon, dass sie auch Cyanos zu essen scheinen (was die 'Algenschnecken' weniger gern tun) und eben das Substrat auflockern.

    Aber das tun Borstenwürmer und vor allem Nassarius auch, nach meiner Beobachtung mit deutlich mehr Einsatzbereitschaft =)

    Liebe Grüße
    Linda

  • Kennt ihr Fenbendzol 1 - 2mg/l soll toxisch auf Hydroidpolypen sein! Ungefährlich für Seepferde. Nach einer Woche soll Wirkung eintreten!

    Habt ihr dies mal ausprobiert? Steht so auf Seite 27 rum .
    Gruß
    Frank

  • Ich hab zwar keine Seepferdchen, aber Nadelschnecken. Meine schaffen es nach einer Ewigkeit auch sich selbst wieder richtig herum zu drehen. Sie waren bei mir eine große Hilfe gegen Cyanos. Kieselalgen mögen sie auch gerne :grinning_squinting_face:
    Nassarius finde ich auch sehr fleißig, meine vermehren sich auch wie die Weltmeister. Witzig ist es, wenn gefüttert wird, woher die kleinen dann überall kommen :O Ohne Futter sehe ich von denen absolut nichts.

    Viele Grüße,
    Steffi

  • Zitat

    Original von Anfänger2
    Kennt ihr Fenbendzol 1 - 2mg/l soll toxisch auf Hydroidpolypen sein! Ungefährlich für Seepferde. Nach einer Woche soll Wirkung eintreten!

    Habt ihr dies mal ausprobiert? Steht so auf Seite 27 rum .
    Gruß
    Frank


    Hallo Frank,

    Fenbendazol verwend ich nicht. Als Mittel gegen Saugwürmer während der Quarantäne hab ich seinerzeit Gyrodol (enthält den Wirkstoff Praziquantel) gekauft, aber dann nicht einmal das eingesetzt, sondern das auf pflanzlicher Basis wirkende Carely von Preis. Ob das auch gegen Hydroiden hilft kann ich nicht sagen.

    Aber wie erwähnt ist mein Rezept gegen die festsitzenden Polypen die Asterina. Da gibt es eine graue Art, die auch an Korallen geht, und eine mit orange-brauner Zeichnung, die das nach meiner Erfahrung nicht tut. Die Stolonengeflechte weiden beide ab. Sobald sich bei höheren Temperaturen Geschlechtstiere abschnüren, felfen die Gänsefüßchen natürlich nicht, aber dann saug ich die Medusen halt ab.

    Hydroiden vermehren sich vor allem bei großzügiger Fütterung mit Artemianauplien stark, und sie siedeln bevorzugt auf abgestorbenen Algen und auf dem Boden in der Nähe von frischem Detritus. Da lassen sie sich auch manuell recht gut entfernen.

    Weil ich die Erfahrung gemacht hab, dass es unmöglich ist, ein Zwergseepferdchenbecken ohne Einsatz von Gift (und das ist für mich ein Credo) komplett hydroidenfrei zu halten, hab ich mich damit abgefunden und seh das jetzt recht entspannt. Eine Massenvermehrung der Hydroiden wie in der Anfangsphase hatte ich schon lang nimmer.

    Weil du das Thema ansprichst: Hast du derzeit ein Problem mit Hydroiden?

    Liebe Grüße
    Linda

  • Habe mir wohl beim Einsetzen der Algen ein Paar eingefangen. Habe seit zwei Wochen immer morgens und abends die Medusen mit kleinem Artemiasieb rausgefangen. Seit gestern ist auf einmal Ruhe. Asterina habe ich drinnen. Fütterung nur Cops. Detritus habe ich Dank der Nadelschnecken fast gar nicht drin.

    System ist sehr stabil bis auf ein paar vereinzelte Medusen, so dass ich ungern das Becken platt machen will.

    Die Festsitzenden habe ich nicht gefunden.

    Gruß
    Frank

  • Hi Frank,

    wegen ein paar Medusen wie du schreibst 'das Becken platt zu machen' halt ich auch für nicht sinnvoll. Die geschlechtliche Vermehrung produziert zwar deutlich mehr Nachwuchs als die Sprossung der Polypen, aber erstens ist die Ausbildung der Medusen vermutlich auch temperaturabhängig, zweitens sind Copepoden keine so leichte Beute wie die doch recht ziellos umherirrenden Artemien, und drittens ist eine Gruppe Asterinas schon in der Lage, die Stolonengeflechte zu limitieren.

    Dass du die Polypen nicht siehst wundert mich nicht :smiling_face: Sie sind bloß ein paar Millimeter lang und transparent. Am Besten erkennt man sie, wenn die netzartigen Geflechtstrukturen an den Scheiben sichtbar werden, oder eben, wenn sich eine Gruppe auf einem Stück Alge angesiedelt hat. Da ich Artemienauplien verfüttere, erkenn ich's auch an den in den Fangarmen der Polypen zappelnden Krebslarven.

    Aber wie gesagt: Die Hydroiden haben ihren Schrecken für mich verloren, seit ich die Gänsefüßchen als Polypenvertilger ausgemacht habe.

    Ich drück dir die Daumen, dass es auch bei dir wirklich so läuft wie ich geschrieben hab.

    Liebe Grüße
    Linda

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