• Hallo Wolfgang,

    ja. Es sind zur Zeit lausige Temperaturen draußen. Zum Glück ist es innen schön gemütlich.
    Ein Bild habe ich noch gefunden, das in meinen Augen halbwegs brauchbar ist.
    Es sind immerhin drei Altersstufen darauf. Wenn man allerdings die Bilder von Dietmar sieht, dann kann Neid aufkommen.

    Vielleicht finde ich die anderen die nächsten Tage auch noch, nur heute nicht mehr.

    Herzliche Grüße und eine gute Nacht an alle
    Elena

    PS: Danke, dass das copyright so akzeptiert wird.

  • Hallo Wolfgang,

    ich muss leider mit guten Bildern passen. Habe nur Bilder mit Iphone first generation. Und die sind nicht gerade vorzeigewert.

    Aber Du hast ja schon eine nette Auswahl an Bildmaterial :grinning_squinting_face:

  • Habe gerade nochmal geguckt. Einige Gruppenfotos sind evtl brauchbar, sowie ein Video. Bei weiterem Bedarf einfach bei mir melden.

    lg, Angi

  • nö,nööh !

    Ich habe Wolfgang zwar ein paar Fotos geschickt, aber ich glaube, dass die Züchter selber genug schöne Fotos von ihren Tieren haben. Mir selber fehlt die Geduld, züchterisch unterwegs zu sein, und die Ponnies wären mit einem fürsorglicheren Opa glücklicher.


    Gruß,
    Dietmar

    283x130x87

  • Hallo Leute!

    Ihr seid klasse, danke auch im Namen der IFMN! Wir nehmen die Bilder gerne, zumal wir hoffen, noch ein paar Nachzuchtenregistereinträge zu den Zosterae zu bekommen oder sogar den einen oder anderen Zuchtbericht. Außerdem wollen wir eine Bildersammlung zu den gezüchteten Arten anlegen, also der Bedarf ist da!

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Zitat

    Original von Wolfgang S
    ... zumal wir hoffen, noch ein paar Nachzuchtenregistereinträge zu den Zosterae zu bekommen

    Hallo Freunde der Seegrasponies,

    wie sieht's denn aus in der Zuchtecke? Ich hab eine lange Liste von InteressentInnen, aber keine Ponies abzugeben.

    Vor einem Jahr habe ich wegen einer bevorstehenden Augenoperation den Bestand stark reduziert, seither hat er sich nimmer erfangen.

    Dabei hat das Jahr 2012 recht erfreulich begonnen. Nach der Winterpause hatte ich Anfang März den mit 19 Fohlen bisher größten Wurf zu verzeichnen. Zu spät hab ich die Hydroiden bemerkt, die den Ponies das feine Zooplankton weggefressen haben. Von diesem Wurf haben bloß 3 überlebt :frowning_face:

    Die Hydroiden versuch ich seither mit einer Armada von Asterinas zu limitieren, aber das dauert entsprechend, und mit den steigenden Temperaturen bilden die Polypen jetzt schon vermehrt Medusen aus. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit.

    Außerdem bin ich nicht ganz glücklich mit der Beckenbiologie an sich. Im Februar hatte ich mich endlich aufgerafft und die flohkrebsverseuchte Pferdekoppel durch ein neues Becken ersetzt. Dabei habe ich mit dem ungewaschenen Putzsand wohl übertrieben. Das feine Sediment hatte sich nach 2 Wochen zwar so weit abgesetzt, dass man den Hintergrund erkennen konnte, aber der Belag auf den mittlererweile eingesetzten Pflanzen hat denen nicht gut getan. Seegras und Caulerpa wachsen zwar, mit ihnen aber auch blaugrüne Cyanos, und da hab ich den Eindruck dass die die Entwicklung des Zooplanktons behindern. Kann mich natürlich auch täuschen, und es sind ausschließlich die Hydroiden für die schleppende Entwicklung der Copepoden verantwortlich.

    Leider kann ich Details von der Größe einer Tisbe nur mit Mühe erkennen, deshalb hab ich von einem Wurf vor ein paar Wochen 3 Fohlen abgefischt und zieh sie in einer Faunabox auf. Die ist ein bissl übersichtlicher.

    In der Pferdekoppel wohnen derzeit außer 6 (semi-)adulten Ponies noch zumindest 4 Fohlen aus den Würfen der letzten Wochen. Macht mit den 3 in der Faunabox und einem Hengst, den ich wegen einer Brutbeutelentzündung in Quarantäne geben musste, 14 Pferdchen. Bis daraus wieder eine stabile Zuchtgruppe wird, vergehen sicher noch ein paar Monate - sofern nicht wieder Unerwartetes dazwischen kommt.

    Sehr traurig ist auch, dass aus den erhofften Backups in Wien und Umgebung nix geworden ist. In zwei Fällen gab's zwar sogar Nachwuchs, aber mit der Zeit sind alle Tiere nach und nach verstorben.

    Ich werd das Gefühl nicht los, dass es die meisten Halter von Zostera-Ponies mit dem Futter zu gut meinen. Die besten Erfahrungen hab ich gemacht mit dicht bepflanzen Becken mit einem gesunden Kleinkrebsbestand und so wenig Pferdchen, dass es über einen längeren Zeitraum genügt, das Zooplankton zu füttern und nur gelegentliche Zufütterung mit Krebstieren nötig ist. Ein Zuviel an Futter bedeutet eine Erhöhung des Keimdrucks. So hab ich vermutlich auch die Verantwortung für die Brutbeutelentzündung des Hengsterls zu tragen - das hab ich vor der Sehschwäche nicht gekannt.

    Um nochmals auf die eingangs gestellte Frage zurückzukommen: Wenn jemand Ponies abgeben kann möge er/sie sich bitte ins Nachzuchtenregister eintragen oder mir eine Mail schicken, damit ich Anfragen weiterleiten kann.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Anbei ein paar Fotos von der Koppel und 2 der Bewohner. Bessere Bilder bring ich leider nicht zusammen, weil meine Kamera auf die Caulerpas fokussiert und nicht auf die darin versteckten Ponies.

  • Hallo Allerseits!

    Ich bin hier schon seit einiger Zeit am Mitlesen und habe mich dem Forum noch nicht „offiziell“ vorgestellt.
    Ich möchte das mal gerne hier tun, weil - wie ich denke – es hier ganz gut hinpaßt.
    Ich bin nämlich auch dem Zostera-Fieber verfallen und arbeite seit Februar darauf hin Halterin dieser fantastischen Tiere zu werden.
    Ich heiße Anke und wohne südlich von Berlin, bin seit über 30 Jahren ohne Unterbrechung aquaristisch unterwegs und vor 1,5 Jahren in die salzige Seite eingestiegen.
    Jetzt steht mein 2. Meerwasser-Nanobecken und in das sollen einmal Zosteraes einziehen.
    Ich habe Unmengen an Material gesammelt, gelesen – und Lindas Homepage kann ich schon quasi auswendig aufsagen. (Tolle Page – mal an dieser Stelle!)
    Außerdem übe ich mich fleißig in der Planktonzucht Nannochloropsis (als Einstieg), Isochrysis, Pavlova, Copepoden, Moina und Nordseeplankton als Versuch habe ich am Start. Weiter sollen noch folgen.
    Um Bezugsquellen habe ich mich noch nicht wirklich gekümmert, das will ich erst angehen wenn ich mir mit dem Plankton noch etwas sicherer bin als jetzt. Man muß zwar mit Wartezeiten rechnen aber ich habe Angst daß ich in Schwierigkeiten komme sollte die Bestellung dann doch schneller gehen als gedacht.
    Jedenfalls freue ich mich riesig auf diese Herausforderung.

    Nun zum Konkreten:
    Ich möchte meinen Pferdchen ein naturnahes Becken bieten. Mit den oft propagierten und empfohlenen Steril-Aquarien kann ich mich nicht anfreunden und des höheren Haltungsaufwandes bin ich mir bewußt. Aber ich persönlich finde, dass Tiere auch psychische Ansprüche haben denen man gerecht werden muß und seelisch verkümmern können ohne psychische Reize - von den angenehmen optischen Begleiterscheinungen mal ganz abgesehen.

    Als Becken habe ich dafür einen 60l Würfel vorgesehen, der seine Einfahrphase nun so gut wie abgeschlossen hat.
    Darin wohnen bereits kleine Caulerpa- und Halimedabestände, eine Gorgonie, ein Keniabäumchen ein paar kleine Scheiben, Turboschnecken und ein einsamer Einsiedler.
    Insbesondere die Algenbestände möchte ich noch aufstocken, vielleicht auch noch eine Gorgonie zusätzlich.
    Die Dichte habe ich bei 1,020, Temperatur liegt bei 24°.
    Die Capnella hängt bei dieser Dichte noch etwas durch aber ich hoffe mal die findet sich damit ab daß es nicht mehr Salz gibt. :ycool

    Ansonsten würde ich mich freuen, mich hier mitbeteiligen zu können, hoffentlich in einiger Zeit auch mit konkreten Erfahrungen.
    Ich wünsche mir ein fröhliches und anregendes Miteinander und bin über Hinweise, Kritik und Tips etc. sehr dankbar.

    Liebe Grüße !

    Anke

    Einmal editiert, zuletzt von Anke (4. Juni 2012 um 11:40)

  • Hallo Anke,

    schön, dass du hierher gefunden hast! (Und danke für dein Lob placetogo.to betreffend =))

    Die Vorarbeit - Planktonzucht - hast du ja schon begonnen, und das halt ich für gut die Hälfte auf dem Weg zu Erfolg. Vor allem Tisben, hab ich gelernt, sind enorm wichtig für die gelungene Haltung der Seegrasponies.

    Leider hat sich hier schon länger niemand von den anderen H. zostera-Haltern zu Wort gemeldet, ich hoff, das kommt noch. Es wär schade, wenn die kleinen Pferdchen wie schon vor einigen Jahren wieder aus unseren Aquarien verschwänden. Meine bemühen sich zumindest jetzt wieder um die Erhaltung des Bestands.

    Die Haltung im naturnahen Becken hab ich schon immer propagiert, allerdings war mein Fehler gewesen, Gammarus einzusetzen gegen die in diesem Zusammenhang fast unvermeidliche Hydroidenplage. Die Geschichte noch einmal aufzuwärmen ist nicht nötig - in diesem Thread hier sind mehrere Infos zu dem Thema zu finden. Aufpassen muss man halt beim Einsetzen von Höheren Algen und von Korallen auf Ablegersteinen.

    Gegen die Hydroiden haben sich bekanntlich Gänsefußseesternchen bewährt. Die müssen halt in entsprechender Menge vorhanden sein, um effektiv zu wirken. Aber viele Riffaquarianer sind ohnehin froh. wenn sie die loswerden, weil sie auch gern an Korallen naschen.

    Dir möcht ich halt unbeding raten darauf zu achten, dass ausreichend Kleinzeug im Becken vorhanden ist, das sich um den organischen Abfall kümnmert. Neben den auf meiner Website empfohlenen Mitbewohnern hab ich vor ein paar Monaten auch eine winzige Asselart in meinem Gorgonienbecken entdeckt, die die Oberflächen sauber hält. Sie ist somit auch im Ponybecken nützlich und wird von den Pferdchen ganz gern gegessen.

    Die Glasgarnelen (GGvJ, Palaemon cf. concinnus) sind sowieso ein Hit im Ponyaquarium. Ich hab noch nie gesehen, dass sie die gesunden Neonate angreifen, aber ich geh davon aus, dass sie für die Selektion sorgen.

    Aber wie ich gesehen hab, bist du ohnehin vom Fach, also wird es in dieser Hinsicht keine Probleme geben.

    Das - und dass du bald fündig wirst mit einer Quelle für Seegrasponies - wünscht dir
    Linda

  • Hallo Linda,

    danke für Deine Ausführungen. Ich selbst habe zur Zeit keinen Nachwuchs, obwohl ich erstmals mehr Männchen als Weibchen hier habe. Gesund sind alle. Vielleicht warten sie einfach auf ihren Umzug in das neue Zuhause.

    Auf jeden Fall wünsche ich mir wieder einige Zwerge mehr.
    Bis demnächst.

    LG Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Zitat

    Original von SeepferdchenDr
    Gesund sind alle.


    Hallo Elena, das ist eine gute Nachricht :smiling_face:


    Zitat

    Vielleicht warten sie einfach auf ihren Umzug in das neue Zuhause.


    Ganz sicher. Ich wünsch dir und deinen Ponies, dass es euch damit vom Fleck weg besser geht als mir und den meinen mit der neuen Pferdekoppel.


    Zitat

    Auf jeden Fall wünsche ich mir wieder einige Zwerge mehr.


    Das wünsch ich dir auch. Sowieso.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Guten Morgen,

    danke für Eure Beiträge.

    Ja Linda, an Deiner Homepage habe ich mich entlanggehangelt und die Hoffnung zur Umsetzung geschöpft nachdem ja viele - ich nenne es mal "Schreckensnachrichten" - zur Haltung dieser Pferdchen im Netz kursieren.

    Asterinas und Kleinzeugs sollte kein Problem sein.Darauf werde ich in den nächsten Wochen noch mein Augenmerk richten und das gezielter fördern.

    An die P. cf. concinnus heranzukommen ist ja nicht so einfach. Ich habe mir aber von der Nordsee Garnelen mitgebracht, die sich ganz gut an "tropische Verhältnisse" anpassen lassen. Jedenfalls wird das in Freundeskreisen erfolgreich praktiziert. Die dümpeln noch in großen Kübeln auf dem Balkon herum.
    (Im letzten Jahr standen da noch Blumen. :yrf) Es dürfte sich dabei um P. adspersus handeln.
    Ich gehe mal davon aus daß sie ihren "Dienst" ähnlich gut verrichten können.

    Auch habe ich erfahren, daß die Zucht von einheimischem Zooplankton recht gut funktioniert. Da ich oft an der Nordsee bin und immer mal wieder für Nachschub sorgen kann probiere ich das auf dem Balkon aus.
    Jedenfalls war im Mai der Reichtum der See an Planktern schon mit bloßem Auge nicht zu übersehen.

    Was mich brennend interessieren würde wäre Deine selbstgebastelte Gammarus-Falle Linda.
    Ich habe diesen Part im Thema auch einigermaßen schockiert gelesen. Ich habe in beiden Becken sehr kleine Flohkrebschen zu schwimmen. Die sind ca. 5 mm groß und bislang auch nie größer geworden.
    Ich werde mir vielleicht auch was überlegen müssen um die gehörig zu dezimieren.

    Unbedingt kümmern muß ich mich auch um die Algen (Makro) um noch ein ordentliches Dickicht zu schaffen.
    Caulerpa tut mir schon den Gefallen jetzt ordentlich zu wachsen, bislang war einfach zu wenig Nitrat drinnen.

    Was bleibt ist noch eine Frage. Es beginnt bald die Urlaubszeit. Wie regelt Ihr das? Ich fahre ja selten mehr als eine Woche weg - wenn überhaupt. Aber welche Erfahrungen habt Ihr dabei gemacht?
    Kann man die Pferdchen auch mal ein paar Tage allein lassen.
    Darüber zerbreche ich mir noch ordentlich den Kopf. Da fehlt mir einfach die Erfahrung. Dieses Jahr betrifft es ja nicht aber irgendwann wird es mal soweit sein.

    Ich kann ja mal mein Becken bei Gelegenheit ablichten und vorstellen.

    Was die Quelle betrifft hatte ich Elena schon mal angeschrieben und setz mich vielleicht schon mal auf die Warteliste aber es wurde wohl auch ein Import in Mitteldeutschland beantragt. Wobei ich aber da ein bissl Bauchschmerzen habe muß ich sagen... :yrf

    Liebe Grüße aus Brandenburg
    Anke

    Liebe Grüße !

    Anke

  • Zitat

    Original von Anke
    Es dürfte sich dabei um P. adspersus handeln.
    Ich gehe mal davon aus daß sie ihren "Dienst" ähnlich gut verrichten können.


    Hallo Anke,

    Nach den Infos, die ich über Palaemon adspersus auf dieser Seite gefunden hab ist die Art auch von der Lebensweise her den GGvJ sehr ähnlich. Einzig die Größenangabe von 7 cm irritiert mich ein bissl. Falls es mit den Ostsee-Garnelen doch nicht klappen sollte: Hat Jens Thölke keine abzugeben?

    Zitat

    Was mich brennend interessieren würde wäre Deine selbstgebastelte Gammarus-Falle Linda.
    Ich habe diesen Part im Thema auch einigermaßen schockiert gelesen. Ich habe in beiden Becken sehr kleine Flohkrebschen zu schwimmen. Die sind ca. 5 mm groß und bislang auch nie größer geworden.
    Ich werde mir vielleicht auch was überlegen müssen um die gehörig zu dezimieren.


    Das ist ein simples Röhrl aus einer abgschnittenen Kotprobenfiole. In den Schraubdeckel hab ich Loch gebohrt und ein Stück Perlongaze eingeklebt. Auf der offenen Seite hab ich einen Trichter reingesteckt (ein Stück von der Spitze einer Silikonkartusche), mit der kleineren Öffnung innen. In das Röhrl geb ich abends ein bissl Futter und versenk es im Becken. In der Früh nehm ich's wieder raus. Weil alles nur gesteckt bzw. geschraubt ist, lässt sich die Falle leicht entleeren und reinigen.

    Sie funktioniert an sich ganz gut, zur Ausrottung der Viecher ist sie aber sicher nicht geeignet.

    Und lass dich von den 5 mm-Minis nicht täuschen! Scheinbar erreichen sie ihre Maximalgröße vor allem durch die Fütterung mit Seepferdchenfohlen :frowning_face:

    Nach meiner leidvollen Erfahrung hilft nur eins: Neues Becken, Verzicht auf Livesand, kein Lebendgestein und keine Ablegersteine, Grünzeug in Süßwasser spülen. Und penibel drauf achten, dass keine Junggammarus etwa mit dem Futter eingeschleust werden.

    Zitat

    Was bleibt ist noch eine Frage. Es beginnt bald die Urlaubszeit. Wie regelt Ihr das? Ich fahre ja selten mehr als eine Woche weg - wenn überhaupt. Aber welche Erfahrungen habt Ihr dabei gemacht?
    Kann man die Pferdchen auch mal ein paar Tage allein lassen.


    Bei der traditionellen Haltung in weitgehend sterilen Becken ist die tägliche Fütterung einschließlich Reinigung wohl unverzichtbar. Im naturnah eingerichteten Aquarium mit guten Bedingungen für die Vermehrung des substratgebundenen Kleinzeugs sind ein paar Tage ohne Pflege erfahrungsgemäß kein Problem - vorausgesetzt natürlich, dass der Besatz mit Pferdchen auch entsprechend gering ist. Ob es funktioniert erkennst du aber ohnehin anhand der täglichen Beobachtung.

    Wegen der Algen würd ich mir keine Sorgen machen. Die von mir als Hauptbepflanzung verwendete Caulerpa serrulata wächst sehr rasch und bedeckt schnell die gesamte Bodenfläche. Da freut sich die Ponyhalterin, wenn sie gelegentlich eins der Pferdchen entdeckt im Pflanzendickicht :smiling_face:

    Nährstoffe gelangen mit der Fütterung des Kleinzeugs in ausreichender Menge ins Becken. Wenn's eingefahren ist, halt ich Nitratmangel für ausgeschlossen.

    Zitat

    Ich kann ja mal mein Becken bei Gelegenheit ablichten und vorstellen.


    Ja, bitte tu das! :smiling_face:

    Zitat

    ... aber es wurde wohl auch ein Import in Mitteldeutschland beantragt. Wobei ich aber da ein bissl Bauchschmerzen habe muß ich sagen...


    Davon hab ich schon vor längerem gehört. Und dann, dass die Sache komplett schiefgegangen sei und keins der Ponies überlebt hat. :confused_face:

    Auch über die Pferdchen, die voriges Jahr in der Schweiz angekommen sind, liest man gar nix mehr. Deshalb bin ich ja so besorgt, dass die Art wieder aus unseren Aquarien verschwinden könnte. So wie's mir jetzt gegangen ist mit der neuen Pferdekoppel, reicht ein einziger dummer Fehler aus, um den Bestand ernsthaft zu gefährden. Deshalb setz ich sowieso auf ein eigenes Backup und zieh einen Teil der Fohlen in den bewährten Faunaboxen auf.

    Wenn sich meine Herde so weit erholt hat, dass ich Tiere abgeben kann, werd ich zuerst mal welche Andi (Mela) zukommen lassen. Er war hier der Erste, der die Ponies in großer Zahl nachgezogen hat. Zwar auf völlig andere Weise als ich, aber sehr erfolgreich. Von ihm hatte ich 2 Paare in sehr gutem Zustand bekommen. Dass er sich später von seinen Tieren getrennt hat, war schade und wohl mit ein Grund für den Mangel an Nachzuchten.

    Noch einmal zurück kommend auf den Beginn deines Posts ...

    Zitat

    ... nachdem ja viele - ich nenne es mal "Schreckensnachrichten" - zur Haltung dieser Pferdchen im Netz kursieren.


    Ja, das stimmt und ist auch angesichts der hier im Forum geschilderten Erfahrungen nicht so einfach abzutun. Aber wie schon oft gesagt: Der Erfolg steht und fällt mit dem Futter: Es muss gar nicht viel sein, aber das Richtige.

    Ich bin gespannt, wie's bei dir gehen wird.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Na fein, es rührt sich ja doch was in der Seegraspony-Community!

    Boris: Ich bin neugierig auf die Kommentare der Anderen hier. Grundsätzlich fürcht ich, dass deine Annahme stimmt. Aber es betrifft, so versteh ich das, nur US-Importe.

    Anke: Noch ein Nachtrag ...
    Ich hab jetzt sogar meine mittlererwile ausgewachsenen GGvJ-Nachzuchten aus der Pferdekoppel entfernt. Die Nelen sind mit den Fohlen des letzten Wurfs groß geworden, und aus der bisherigen Erfahrung bleib ich bei meiner Aussage, dass ich den Glasgarnelen nichts vorwerfen kann. Aber ich trau denen doch nicht so ganz, angesichts ihrer Gier, wenn sie einen Tag lang nix extra zu essen bekommen haben. Die aktuelle Situation was die Beschaffung von H. zosterae angeht ist mir zu heikel

    Anbei noch ein Foto von meiner im Frühjahr neu eingerichteten Ponykoppel wie sie jetzt aussieht.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo Linda schöne Pferdekoppel muß ich schon sagen!

    es betrifft wie Du sagst nur US-Importe, aber wenn ein Händler sich an einen Import traut, dann handelt es sich ja immer um einen US-Import.............

  • ach, ja Linda bei unserm Mailwechsel erwähntest du das unsere Zwerge auch in der Karibik an den Küsten französischer Überseegebiete vorkommen, und das es von dort ja ein EU-Import wäre...
    Kennst du irgend ein Händler aus der Region wo nach Deutschland importiert?

    2 Mal editiert, zuletzt von Boris R. (27. Juni 2012 um 19:53)

  • Zitat

    Kennst du irgend ein Händler aus der Region wo nach Deutschland importiert?


    Nein, Boris, eben nicht! Ich hab von einem anderen Interessenten erfahren, dass sein Händler vor diesem Hintergrund einen Import über Frankreich organisieren möchte. Mehr weiß ich nicht.

    Das ist ja das Problem, dass das alles so unter der Hand abläuft. Das Forum, dieser Thread wär eine prima Plattform für den Austausch von Informationen über Nachzuchterfolge und Importpläne.

    Schad irgendwie :frowning_face:

    Liebe Grüße
    Linda

  • Zitat

    Das ist ja das Problem, dass das alles so unter der Hand abläuft. Das Forum, dieser Thread wär eine prima Plattform für den Austausch von Informationen über Nachzuchterfolge und Importpläne.


    da muß ich dir recht geben.

    Darf ich hier Händler posten die einen Import vorhaben?

  • faunatec versucht gerade unsere Zwerge zu importieren
    ich hoffe das es klappt.................

    Einmal editiert, zuletzt von Boris R. (27. Juni 2012 um 23:27)

  • Hallo Community,

    die hohen Temperaturen der vergangenen 2 Wochen haben in meiner Pferdekoppel wieder einmal zu einem explosionsartigen Auftreten der Hydroidmedusen geführt. Das bedeutet nix Gutes. Erfahrungsgemäß potenziert sich damit die Vermehrungsrate, da hat selbst meine Asterina-Armada keine Chance. Die Hydroiden mach ich verantwortlich für den kümmerlichen Aufzuchterfolg der 2 Würfe meiner Ponies im heurigen Frühjahr. Da hab ich die Stolonengeflechte zu spät bemerkt. Der Zooplanktonbestand war da schon so sehr dezimiert, dass fast alle Fohlen verhungert sind. Da nützt auch keine Zufütterung - was eingebracht wird, ist binnen einer halben Stunde von den Hydroiden gefressen, für die Pferdchen bleibt wenig über.

    Deshalb versuch ich jetzt noch einmal, Nacktschnecken der Art Learchis poica zu bekommen. Ein Thread über H. zosterae in einem US-Forum bestätigt meine Vermutung, dass die kleinen Nacktschnecken ideale Prädatoren sind für die Hydroidpolypen.

    Gefunden hab ich sie im Stock eines - eh klar - Händlers in Florida.

    Die Frage ist: Wie krieg ich welche nach Wien bzw. wer hat noch Interesse? Als Nahrungsspezialisten, die nur Hydroidpolypen der Gattung Cladonema essen, wird der Kreis der potenziellen Käufer nicht sehr groß sein. Die Versandkosten aber schon.

    Ich bin ein bissl verzweifelt, weil sich in der Seegraspony-Community so wenig tut und damit die Chance, dass sich ein paar Leute zusammenfinden, sehr gering ist.

    Gruß
    Linda

  • Hallo Linda,

    fressen diese Schnecken die Polypen definitiv. Ich selbst habe diese als Vorstufe zum Polypen als Geflechte latent in einzelnen Becken. Soweit bin ich jedoch froh, dass sie seit Jahren so weit im Griff sind, dass sich weder große Polypen noch Medusen bilden.

    Dennoch bin ich daran interessiert, auch diese Vorstufe aus meinen Becken zu entfernen. Sollte der Import also zu erträglichen Konditionen möglich sein, werde ich mich anschließen.

    LG Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Huhu Linda,

    ich habe Dir gerade eine Mail geschickt. Einen Import gab es tatsächlich, allerdings nicht nach Deutschland. Aber der endete in einer Katastrophe.

    Ich selbst habe leider keine Ponies mehr, habe sie letztes Jahr abgegeben. Deshalb von meiner Seite auch keine Posts mehr. Aber mir fehlen sie inzwischen sehr meine Racker und ich wünschte, ich hätte sie behalten.

    Liebe Grüße, Angi

  • Das ist fein, Elena!

    Gleich gestern noch hab ich bei Dana Cramer angefragt, ob er auch nach Europa versendet. Die nächste Frage wird dann halt sein, zu welchen Konditionen. Soviel ich von Angi gehört hab, sind die Frachtkosten aus Übersee enorm hoch. Anfang 2010 haben wir mal durchkalkuliert, da wär mein Frachtkostenanteil für 5 Schnecken auf 30 Euro gekommen - allein der Transport aus den USA. Dann noch einmal 30 Euro für den Weiterversand nach Wien. (Da weiß ich jetzt aber gar nimmer, welchen Umfang der Gesamtimport ausgemacht hätte.)

    Zumindest hinsichtlich der Einfuhrbestimmungen hab ich bei den Schnecken weniger Sorge, Beschränkungen aufgrund des Artenschutzes hab ich keine gefunden.

    Zur Frage, ob Learchis poica Hydroiden isst, hier ein Auszug aus dem gestern erwähnten Forenthread:

    Zitat

    Hi there – I just wanted to say that I recently purchased a nudibranch (Nudibrach learchis poica) from ccritters.com, it was extremely cheap (2.50) and had ALL the hydroids eaten out of the 5 gal in less than 48 hours!! DID NOT bother the dwarves at all! Luckily I have other tanks for it to work in -(and I am secretly hoping some grow back so I can keep him) but when they run out I will probably let it clean up the 5 gal again, then find someone on craigslist with a hydroid problem.

    Die Frage und damit das Restrisiko ist natürlich, ob Learchis poica tatsächlich die bei uns verbreitete Cladonema-Art isst. Ich hab jetzt im Archiv nachgeschaut, aber den Artikel mit dieser Info leider nicht mehr gefunden.

    Bevor wir uns auf eine kostspielige aber unsichere Sache verlassen: Ich hab noch eine Alternative - Nudibranchus exiguus. Die Kleine Fadenschnecke wird als Fressfeind für die im Mittelmeer vorkommende Cladonema radiatum beschrieben.

    Nur hab ich die noch in keiner Händlerliste gefunden, und unsere in Kroatien schnorchelnden Aquarianerfreunde meiden vermutlich die Seegraswiesen, die als bevorzugtes Biotop dieser Hydroidpolypen gelten.

    Natürlich wär Eubranchus exiguus die günstigste Art, es mit einem Prädator für Cladonema-Hydroiden zu versuchen. Und wenn's so ähnlich funktioniert wie mit den Aeolidiellas sollte auch die Zucht keine unüberwindliche Herausforderung sein. Die Hydroiden lassen sich ja leicht vermehren.

    Ich schlag vor, wir warten jetzt mal ab, was Dana Cremer antwortet.

    Und vielleicht liest ja hier auch jemand mit, der demnächst nach Kroatien auf Tauchurlaub fährt und einen Meilenstein setzen möchte bei der Haltung von Seegrasponies :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hi Linda,
    hab mir gestern schon gdacht Deine Schnecken sehen doch den MM Schnecken sehr ähnlich....

    Wir meiden Seegraswiesen nicht, sondern suchen sie, werden also mal sehen was wir für Dich finden.

    LG,
    Wolfgang

    der gestern ~ 60 - 70 dieser Medusen aus dem Baby Thor Becken abgesaugt hat.....

  • Hallo Linda,

    die Transportkosten via Fedex international priority von USA nach De liegen für eine kleine Styroporkiste mit ca 2 kg bei ca. 120 Euro. Dazu kommen noch Einfuhrsteuer plus Brokerage Services (Veterinärbeschau) mit 181 Euro. Möglicherweise wird auch von den deutschen Behörden noch ein Gesundheitszeugnis zur Einfuhr verlangt. Da müsstest Du mal gezielt bei den Veterinären nachfragen. Hier die Emailadresse: grenzkontrollstelle.veterinaeramt@stadt-koeln.de. Beachte aber bitte die um einen Tag längere Laufzeit für Sendungen mit Veterinärabfertigung, da die zuständige Grenzkontrollstelle am Flughafen Köln/Bonn weiterhin nur tagsüber besetzt ist. Dh wenn eine Sendung am Montag raus geht, bekommst Du diese i.d.R. erst Donnerstag oder gar Freitag. Für viele Organismen ist dieses Zeitfenster schon grenzwertig.

    Ich finde Wolfgangs Idee mit den kroatischen Schnecken nicht schlecht. Einen Versuch wäre es wert. Wende Dich doch mal an Andreas bzw. Mane vom Seepferdchen.net. Andreas selbst wohnt in Kroatien und kommt öfter nach DE, Mane ist Tauchlehrer und hat m.E. sogar in kürze einen Trip dorthin geplant. Die beiden sollten zusammen die notwendige Sachkenntnis besitzen um die gesuchten Schneckchen zu finden.

    lg, Angi

  • Hallo Angi,

    deine Mail hab ich grad gelesen, AW folgt am Abend.

    Schad, dass du keine Ponies mehr hast, aber es klingt so als ob du doch wieder welche nehmen wolltest, sofern sich die Gelegenheit dazu bietet. (Ccritters.com hat übrigens auch welche im Stock.)

    À propos: Was hältst du von der Petition, die Boris verlinkt hat in einem seinerer letzten Beiträge?

    Danke auch für die Adresse des Veterinäramts, ich werd mal nachfragen wegen der Schnecken. Ggf. stellt sich aber auch die Frage, ob es nicht g'scheiter wär, den Import über Wien abzuwickeln. Falls z.B. auch das Haus des Meeres Interesse hat an den Schnecken würde da sicher eine größere Menge zusammenkommen.

    Aber wie erwähnt bin ich eh ein bissl unsicher, ob Learchis poica wirklich diese Hydroiden isst. Ansonsten wär's schad um den Riesenaufwand, und um die Tiere sowieso.

    Andreas und Mane sind mir schon lang liebe Bekannte. Mane ist ja auch hier angemeldet und wird die Korrespondenz in dem Thread sicher mitverfolgen, und Andreas werd ich auch anschreiben.

    Und wenn Wolfgang sich da einbringt ist das überhaupt ein Hit. Wir wohnen ja - fast - Tür an Tür.

    Irgendwie schöpf ich jetzt wieder Hoffnung, dass sich bald wieder ein kleiner Silberstreif zeigen wird über den Seegraswiesen.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo Linda,

    der Eile halber nur kurz: diese Petition beobachte ich schon lange mit Besorgnis. Aber selbst wenn sie durchkommen sollte, können die ja nicht alle bis dorthin in privaten Aquarien schwimmenden Tiere einziehen. Deshalb ist es um so wichtiger, die Bestände hier zu halten und wenn möglich wieder zu vergrößern.

    Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich auf alle Fälle wieder eine Pferdekoppel reanimieren.

    lg, Angi

  • Hallo Linda,
    auf die Schnelle sind die Schnecken glaub ich nicht zu bekommen..
    Was hälst du von der Behandlung mit Fenbendazole/Panacur, vorsichtshalber die Ponys umquartieren und danach mit Aktivkohle filtern?
    Ach ja die Schnecken natürlich nicht vergessen, am besten in ein anders Becken setzen und nicht mehr zurück setzen(es könnten
    noch Hydroiden an ihnen sein).

    Hallo Angi,

    Zitat

    diese Petition beobachte ich schon lange mit Besorgnis. Aber selbst wenn sie durchkommen sollte, können die ja nicht alle bis dorthin in privaten Aquarien schwimmenden Tiere einziehen.

    Leider sind es nicht sehr viele Tiere in privaten Aquarien :frowning_face:


    Zitat

    Deshalb ist es um so wichtiger, die Bestände hier zu halten und wenn möglich wieder zu vergrößern

    Vollkomme richtig!

    hab aus diesem Grund auch vier Becken(drei für Futter eins für die Ponys) für die kleinen laufen...
    jetzt fehlen nur noch die Ponys...........


    liebe Grüße aus Sinsheim, Boris

    Einmal editiert, zuletzt von Boris R. (15. Juli 2012 um 21:12)

  • Zitat

    Original von Boris R.
    Was hälst du von der Behandlung mit Fenbendazole/Panacur

    Oje, schon wieder ein Apotheker :smiling_face:

    Lieber Boris, ehrlich gesagt: Nix.

    Das killt nicht nur die Hydroiden, sondern auch anderes - lieb gewonnenes - Kleinzeug, vor allem Würmer (allen voran wahrscheinlich die Borsties).

    Learchis poica ist ohnehin keine Option mehr. Es ist nicht sicher, dass sie auf Cladonema radiatum geht, außerdem liefert Ccritters sowieso nicht außerhalb der USA.

    Ich halt mich jetzt an Eubranchus exiguus, und die Leute, die sich da engagieren wollen, kennen sich erstens aus worum's geht und lieben zweitens Seegraswiesen. Am Gescheitesten ist ohnehin, nach den Cladonema-Geflechten zu suchen (eine enorme Herausforderung im freien Wasser) und am Fundort vorkommende Nacktschnecken zu sammeln. Da ist die Chance größer als wenn man sich auf eine bestimmte Art kapriziert, die dann vielleicht gar net passt.

    Also wenn es auf diese Weise gelingt, Prädatoren für Cladonema radiatum zu finden und erfolgreich zu vermehren, ist den Beiden der Nobelpreis für Meerwasseraquaristik sicher - das hab ich ihnen versprochen.

    Zitat

    Leider sind es nicht sehr viele Tiere in privaten Aquarien


    Bist du da sicher? In den USA scheinen die Ponies sehr beliebt zu sein und wegen des dort sehr günstigen Preises recht verbreitet bei privaten Haltern. Die Frage ist halt, in welcher Menge US-Nachzuchten für den Export gesammelt werden können, um auf einen vertretbaren Transport- und Nebenkostenanteil zu kommen.

    Wie auch du schließ ich mich Angi an mit der Hoffnung, dass die Tiere nicht wieder aus unseren Aquarien verschwinden. So schwierig ist die Haltung nicht - wenn man die Futterversorgung und die ungebetenen Gäste im Griff hat.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Zitat

    Oje, schon wieder ein Apotheker

    Da hast Du was falls verstanden, oder ich mich falsch ausgedrückt
    -wollte nur wissen was Du davon hälst, deshalb hab ich gefragt.
    -find deine Antwort kurz und gut :thup

    Zitat

    Bist du da sicher? In den USA scheinen die Ponies sehr beliebt zu sein und wegen des dort sehr günstigen Preises recht verbreitet bei privaten Haltern. Die Frage ist halt, in welcher Menge US-Nachzuchten für den Export gesammelt werden können, um auf einen vertretbaren Transport- und Nebenkostenanteil zu kommen.

    Ich meinte eigentlich: Leider sind es nicht sehr viele Tiere bei uns in privaten Aquarien
    Und ich hab die bedenken das sich die eh schon schlechte Import-Situation sich noch weiter verschlechtern wird als sie eh schon ist, es werden ja jetzt schon kaum Tiere zu uns importiert :loudly_crying_face:

    liebe Grüße aus Sinsheim, Boris

    Einmal editiert, zuletzt von Boris R. (16. Juli 2012 um 00:12)

  • Hallo Linda,
    hab da noch was in "Trojaner" im Meerwasseraquarium von Daniel Knop (wohnt au in Sinsheim) gefunden:

    Zitat

    aus Trojaner im Meerwasseraquarium: Kleine koloniale Hydroiden erscheinen oft auf Lebendgestein, doch im Aquarium werden sie meist schnell als Beifraß von Fischen konsumiert......

    werd morgen mal nachfragen

    liebe Grüße aus Sinsheim, Boris

  • Hallo Boris,

    die Hydroiden haben schon Fressfeinde, sogar jede Menge. Das Dumme ist, dass die entweder selber Nahrungskonkurrenten für die Ponies sind oder sie gar fressen.

    So war meine seinerzeitige Beobachtung, dass die Flohkrebse sowohl die Polypen als auch die Medusen essen, der Grund für die verhängnisvolle Entscheidung, Gammarus in meine Pferdekoppel einzusetzen. Und das hab ich auch voll Freude verkündet.

    In diesem Thread findest du ein Foto, das Angi hier reingestellt hat: Ein Flohkrebs beim Fang eines Fohlens! Später hab ich selber gesehen, dass adulte Flohkrebse sogar 3 Monate alte Ponies attackieren.

    Die bisher besten Erfahrungen hab ich mit Asterinas gemacht. Aber die sind halt recht langsam und können selbst in großer Anzahl eine Massenvermehrung der Hydroiden z.B. bei hohen Temperaturen und genügend Futter nicht stoppen.

    An schuppigen Prädatoren für die Cladonemas kommen kleine Grundeln, etwa Eviotas, infrage. Aber die sind viel fixer bei der Futteraufnahme als die Pferdchen, also ebenfalls keine Alternative. Außerdem sind es Riffbewohner, genauso wie die Leierfische, die ich ebenfalls für geeignet halt, Hydroiden zu limitieren.

    Das Hauptproblem ist, glaub ich, die Fütterung der Pferdchen mit Artemianauplien. Die sind wegen ihres patscherten Schwimmverhaltens die ideale Beute für Hydroiden. In der Natur ernähren sich die Cladonemas von benthischen Kleinkrebsen, und die sind da ein bissl vifer. Bei ausgiebiger Fütterung mit Artemianauplien und folglicher Massenvermehrung der Hydroiden haben aber auch sie keine Chance.

    Das sind die wahren Herausforderungen bei der Haltung der Seegrasponies.

    Deshalb setz ich auf die Schnecken. Wenn die ebenso eifrig Hydroiden vertilgen wir meine Aeolidiellas Glasrosen, dann muss ich mich eh beizeiten um ein Zuchtbecken für Hydroiden umschauen :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Den Daniel Knop lass bitte schön grüßen und frag ihn, ob er nicht Zostera-Pferdchen abgeben kann :smiling_face:

  • Huhu Linda,

    der Daniel Knop hat m.W. seine Pferdchen abgegeben. Und vom neuen Besitzer habe ich schon lange nichts mehr gehört.

    Was die Haltung der Ponies angeht, so stimme ich Linda zu. Nicht die Haltung der Zwerge ist das Problem, sondern die Invasoren. Und diese hält man am besten fern, wenn man sämtliche Futtertiere selbst züchtet und weitgehendst auf Artemiafütterung verzichtet. Dann hat man auch keinen Ärger wegen Vibrio-Ausbrüchen.

  • Hab ihn leider noch nicht erreicht, werd Grüße ausrichten, aber seine Pony hat er wie Angi schon sagt ne ganze weile nicht mehr :frowning_face:

    Liebe grüße aus Sinsheim, Boris Rath

  • Hallo Linda,

    was ist denn eigentlich mit Thomas - hat er noch seine Pferdchen? Als ich das letzte Mal mit ihm Emailkontakt hatte, schrieb er seinen Zwergen ginge es gut in seiner automatischen Fütterungs- und WW-Anlage. Er versprach sich auch zu melden, wenn er beruflich wieder in heimatlichen Gefilden wäre. Hat er aber bisher nicht.

  • Hallo Angi,

    Thomas ist einer von denen, die sich seit langer Zeit nicht mehr gemeldet haben und die auch ich nicht erreich - weder telefonisch noch per Mail.

    Ich weiß net, was ich davon halten soll und bin jedenfalls recht enttäuscht.

    Beni rührt sich auch nimmer, dabei würd mich sehr interessieren, was aus den eidgenössischen Ponies geworden ist. Es war ja ein großer Import, den er organisiert hat, und die Abnehmer waren dem Vernehmen nach auch sehr qualifiziert.

    Ist schon eine traurige Geschichte, gell?

    Liebe Grüße
    Linda

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