Spurenelemente durch Wasserwechsel

  • Hallo Stefan,

    den ersten Halbsatz verstehe ich jetzt nicht, musst Du aber nicht erklären.

    Zum Sachlichen: Das wäre ja schon einmal etwas: Bakterien können bezüglich der Korallen vor allem zwei Dinge: Sie können als Nahrung dienen und sie können Stoffe abbauen und somit eine Entgiftungsfunktion erfüllen.
    Erstes würde bedeuten, dass OTE zeigt, dass Korallen nicht ausschließlich autotroph vom Licht leben können sondern auf heterotrophe Ernährung oder zumindest auf von Bakterien produzierte Vitamine angewiesen sind.
    Zweites ist eine Fähigkeit insbesondere von Bakterien in Biofilmen, die schwer abbaubare organische Substanzen abbauen können, die aber auch Kupfer an die Matrix des Biofilmes binden können und so zeitweilig entgiften können. Ob Armin das gemeint hat?

    Jetzt bräuchte man noch jemanden, der ganz sicher ist, dass sein Becken am OTE leidet. Bitte laut "hier" schreien!

    Und wie kommen wir jetzt am besten auf die Wasserwechsel zurück?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo,

    das ist ein sehr interessantes Thema und auch eine sehr interessante Richtung, in die das hier läuft.

    Auf den Wasserwechseln kommt man zurück in dem man feststellen kann, das man bestimmte Spurenelemente mit dem Wasserwechsel wieder zuführen kann. NUR das diese Spuren bestenfalls zur Versorgung von bestehender Meeresfauna beitragen. In welchem Maße ist Diskussionsgrundlage. Was dadurch aber NICHT gewährleistet wird, ist ein Zuwachs an Biodiversität. Jetzt könnte man natürlich diesen Ansatz nehmen und in jeden Behälter mit frischem Wechselwasser der ne Woche "reift" einen guten Brocken Lebendgestein reinwerfen. Fraglich ist dabei ob das was bringt. Freilich kann man auch Bakterienpräparate reinschütten, aber die werden kaum die Vielfalt im Becken fördern. Da ich in der Biotechnologie arbeite, weis ich, das man wo sich schon eine Art Bakterien ausgebreitet hat, keine zweite ansiedeln kann. Es sei denn, die zweite Art ist aggessiver oder in einer ausreichend großen Menge vorhanden. Deshalb wäre es zum Beispiel gut, diese Bakterien in den LS erst in einem Vorkutur-Ansatz zu vermehren, bevor man die Stammbesatzung des Beckens auf die "Neuen" loslässt. Hat das schon mal jemand gemacht?

    Ciao sagt Nico.

  • Hallo Nico,

    zwar noch nicht gemacht aber schon einmal dran gedacht :D.

    Klingt jetzt blöder als es ist, weil ich nicht ohne Hintergedanken daran gedacht habe. Der nächste Gedanke war: Wenn sich jetzt aber ausgerechnet ein infektiöser Keim stark vermehrt, sagen wir ein humanpathogener Vibrio alginolyticus? Wie kann ich das ausschließen?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von nhauke

    Auf den Wasserwechseln kommt man zurück in dem man feststellen kann, das man bestimmte Spurenelemente mit dem Wasserwechsel wieder zuführen kann.
    .............
    Da ich in der Biotechnologie arbeite, weis ich, das man wo sich schon eine Art Bakterien ausgebreitet hat, keine zweite ansiedeln kann. Es sei denn, die zweite Art ist aggessiver oder in einer ausreichend großen Menge vorhanden. Deshalb wäre es zum Beispiel gut, diese Bakterien in den LS erst in einem Vorkutur-Ansatz zu vermehren, bevor man die Stammbesatzung des Beckens auf die "Neuen" loslässt. Hat das schon mal jemand gemacht?

    ...und auch überflüssiges wieder abführt( anreicherungen durch ungehemmtes zukippen von stoffen)....

    wie lange sind den die bakterienkulturen der "modernen" wasserzusätze tatsächlich auf dauer überlebensfähig. oder sind diese von der art her die gleichen, die sowieso in unseren beckensystemen und lebendsteinen vorkommen?

    hätte eine "neue" art überhaupt das potential, sich weiter zu entwickeln um positiv zu wirken oder muss :face_with_rolling_eyes: ständig nachdosiert werden, um "effekte" zu erhalten (farbverbesserungen, no3-abbau)?

  • Zitat

    Original von nhauke
    Was dadurch aber NICHT gewährleistet wird, ist ein Zuwachs an Biodiversität.


    Warum sollte das überhaupt mein Ziel sein, wenn ich ein funktionierendes Becken habe?

    Gruß
    Stefan

  • @Hans-Werner
    Das ist freilich das Problem das sich dann stellt! In einem LS-Brocken kann sich alles verbergen. Krankheitskeime sind da mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dabei. Es ist zwar eine reine Mutmaßung, aber diese Keime sind meist Wiederstandsfähiger als andere und haben sich ob der doch meist sehr schlechten Halterungsbedingungen von LS noch vermehrt. Wenn man die dann in der geballten Ladung ins Becken kippt... naja. Das ist mal wieder die Kehrseite der Medallie. IRONIE ON: Da hilft wohl nur eine Fisch reinzusetzen und 3 Tage drin zu lassen... :IRONIE OFF.

    Joe
    Naja da sind wir wieder auf dem gleichen Niveau wie mit den Spurenelement-Lösungen. Keiner kann sicher sagen was drin ist und ob es wirkt. Ich kann nur sagen das die Prodibio Geschichten sehr gut in den Ampullen verpackt sind. Unsere Bakterienstämme für Langzeitgeschichten werden ähnlich verpackt. OB die da drin allerdings die richtigen Stämme sind und ob die noch vermehrungsfähig sind, könnte man nur in einem Meereskunde-Labor nachprüfen. Nachdosieren musst Du meiner meinung nach immer, denn es wird immer einen Stamm geben, der sich zur Monokultur entwickelt, wenn er nicht gerade in Symbiose (etc.) mit einem anderen lebt. Die Frage ist, ob nachdosieren eben aus der Flasche oder mit LS oder lebendem Sand.

    @Stefan
    Aus dem oben schon angesprochenen Punkt, das eine Monokultur das Becken irgendwann zum kippen bringt. Spätestens dann, wenn diese Kultur mal kippt! Unbestritten ist das zwar nicht, aber ich halte es für ganz wichtig. Wenn man diesem Weg nicht folgt, wäre ein steriles Fischbecken (ohne die Fischbecken abwerten zu wollen!) das Ziel. Schon die Vergesellschaftung von mehreren Arten geht in Richtung Vielfalt. Biologie und die Evolution lebt von Vielfalt - die Alternative ist Stagnation. Ich denke nicht, das Du das wirklich willst. Schau dir die Beispiele an, wo eine Korallenart die Oberhand gewinnt (Krustenan., Scheibenan., Glasrosen,.........). DAS finden sicher die wenigsten Aquarianer richtig klasse.

    Ciao sagt Nico.

    Einmal editiert, zuletzt von nhauke (29. August 2008 um 13:34)

  • Stefan, weil Biodiversität = Stabilität.

    Nico,

    wenn jetzt die durchsetzungsfähigste Bakterienart alles überwachsen könnte, sollte man dann nicht für Störungen sorgen. Aus der Ökologie ist ja hinreichend bekannt, dass in Wäldern und auch in Riffen die Biodiversität am höchsten ist, wenn in gewissen Abständen Störungen auftreten, die neue unbesiedelte Flächen schaffen. Ist das nicht der Fall entwickelt sich ein artenärmeres Klimaxstadium.

    Könnte man diverse Pflegemaßnahmen, vielleicht sogar den Wassewechsel, als Störung auffassen, die vorübergehend andere als die sonst dominanten (Bakterien-)Arten fördert oder sogar eine vorhandene Besiedlung stört?

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (29. August 2008 um 13:44)

  • Zitat

    Original von nhauke
    @Stefan
    Aus dem oben schon angesprochenen Punkt, das eine Monokultur das Becken irgendwann zum kippen bringt. Spätestens dann, wenn diese Kultur mal kippt! Unbestritten ist das zwar nicht, aber ich halte es für ganz wichtig. Wenn man diesem Weg nicht folgt, wäre ein steriles Fischbecken (ohne die Fischbecken abwerten zu wollen!) das Ziel. Schon die Vergesellschaftung von mehreren Arten geht in Richtung Vielfalt. Biologie und die Evolution lebt von Vielfalt - die Alternative ist Stagnation. Ich denke nicht, das Du das wirklich willst. Schau dir die Beispiele an, wo eine Korallenart die Oberhand gewinnt (Krustenan., Scheibenan., Glasrosen,.........). DAS finden sicher die wenigsten Aquarianer richtig klasse.


    Nico, meiner Meinung nach ist Biodiversität für sich genommen kein Wert in einem Aquarium. Ich habe z.B. bewusst keine lebenden Steine in meinem Becken. Die gibt es nur im Technikbecken, biologisch durch eine starke UV abgetrennt. Das Becken ist bewusst biologisch "isoliert" (sofern das überhaupt geht).

    Ich denke, keiner findet das Wort Monokultur besonders schön. Dennoch sind unsere Becken genau das. Wir halten nur einen minimalen Ausschnitt der natürlichen Fauna. Und das ist auch gut so, weil unsere Becken mit dem kompletten Spektrum überhaupt nicht klarkommen würden. Da gehören auch alle möglichen Fressfeinde und Krankheitserreger der Korallen dazu.

    Ein funktionierendes Becken hat offensichtlich den Grad an Biodiversität, der notwendig ist. Sonst würde es nicht funktionieren. Ich sehe nicht, warum ein solches Becken irgendwann kippen sollte. Jede Erhöhung der Biodiversität stellt ein Risiko ohne ersichtlichen Grund dar. Da man nicht weiß, was man sich da "einschleppt", ist das eine Art russisches Roulette.

    Wie gesagt, immer auf bereits gut laufende Systeme bezogen.

    Gruß
    Stefan

  • Stefan,

    allegemein betrachtet ist das Gegenteil der Fall. Bei hoher Biodiversität kann sich keine einzelne Art ungehemmt ausbreiten/durchsetzen, während eine Monokultur sehr anfällig für z. B. Krankheiten ist. Hohe Biodiversität schließt zwar den Krankheitserreger mit ein, aber auch den Gegner des Krankheitserregers. Bekommst Du den Krankheitserreger in ein Becken ohne dessen Gegner, hat er leichtes Spiel ... und Du kannst nie ausschließen, dass sich nicht der Krankheitserreger durch seine kurzen Generationszeiten und seine Lebensansprüche gerade in Deinem semisterilen System gut vermehrt.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    allegemein betrachtet ist das Gegenteil der Fall.


    Ja, Hans-Werner, allgemein betrachtet (in der Natur) stimme ich dir natürlich zu. Aber wir sollten uns nicht der Illusion hingeben, irgendetwas naturähnliches zu pflegen. Deshalb habe ich meine Aussagen auch immer auf das geschlossene Mini-System "Aquarium" bezogen.

    Den Glücksfall, durch Zufall den Gegner eines Krankheitserregers in wirksamer Menge im Becken zu haben, hat wohl noch keiner wirklich erlebt.

    Vergleich unsere Becken lieber mit geschlossenen Systemen wie den Galapagos-Inseln. Die sind genauso isolierte Teilausschnitte der Natur wie unsere Becken. Erhöhe da mal die Biodiversität. Zum Beispiel könnte man da Kaninchen aussetzen. Oder Füchse. Oder was auch immer. Such dir irgendeine Art aus, du wirst fast immer mehr Schaden als Nutzen anrichten.

    Und ich denke, die Galapagos-Inseln sind trotz ihrer Isolierung tausende Jahre lang nicht umgekippt oder biologisch verarmt.

    Gruß
    Stefan

  • Hallo,

    ganz meine Meinung Hans-Werner! Überspitzt formuliert, wenn man sein Leben in einem sterilen Sauerstoffzelt fristet und dann jemend die Tür aufreißt ist es vorbei mit dem Spaß! Warum treten denn genau in den diversitätsarmen Becken immer wieder dominierende Lebensformen auf? Genau aus dem Grund den Hans-Werner schon schreibt. Ich persönlich halte von UV am Gemeinschaftsbecken überhaupt nichts! Mein Becken steht zwar erst seit 2,5 Jahren, aber es gab seit dem keine einzige sichtbare Fischerkrankung! Sicher es sind nur "einfache" Fische, aber selbst damit haben viele Einsteiger so ihre Probleme.

    @Hans-Werner
    Die Geschichte mit dem Wasserwechsel und aus dem Rumgefummel im Becken ist sicher so ein Schritt. In der Natur sind es die Stürme, Erdbeben etc. Nach so einem Ereignis können sich die Vorzeichen für viele Spezies umkehren - leider aber auch ins Gegenteil. Wenn da vorher ein dicker Stock der roten Monitora Digiata gewachsen ist und man kommt beim "im Becken rumwurschteln" da dran, kann er sich schnell in ganz kleine Einzelteile zerlegen. Und nen Monat später ist ne große Sacrophyton drübergewachsen... so ist das eben. Ob das jetzt beim Mikroklima ähnlich ist, kann man nur vermuten. Da kann ich nur mal unseren "Bakteriologen" fragen. Sicher ist aber, das sich nur eine Verschiebung der Arten IM Becken ergibt. Eine größere Biodiversität erreicht man damit nicht.

    Ciao sagt Nico.

  • Zitat

    Original von Hans-Werner

    Joe, ein wahres Wort! Auch wenn´s viele nicht glauben wollen, ich glaube auch, dass Beobachtung, Erfahrung und Intuition das A und O in der Meeresaquaristik sind. Ich bin immer amüsiert, wenn manche schon vorher das Ergebnis errechnen wollen. Das mach ich lieber dann, wenn ich es sehe.

    Hallo Hans-Werner,

    also auch wenn ich vielleicht nerve, aber vielleicht kannst mir mal erklären wie das alles funktioniert wies funktioniert. Du kennst doch die Mengen der Elemente die so ins Salz reingepackt werden. Ich nicht alle, aber beispielsweise Kalium ist laut diesem Test im Amiland im Tropicmarin ProReef Salz mit etwa 313mg vertreten was also einer "normalen" Menge entspricht. Wenn ich jetzt einen Verbrauch im Becken habe wird sich der Kaliumgehalt trotz des Anhebens auf Normalviveau von jeweils nur 10% durch den WW allmählich nach unten entwickeln.
    Auch wenn ich das jetzt ausgerechnet habe würde mich mal interessieren, wie ich damit das Niveau auf sagen wir mal 313mg im gesamten Becken halten möchte. Vielleicht gibt es ja auch eine praktische Erklärung, die ich verstehe. Bin für alle Argumente offen.

    Grüßle Jochen:wink

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

    Einmal editiert, zuletzt von Jochen (29. August 2008 um 18:13)

  • Ich verstehe nicht, warum Hans-Werner hier immer so "diskret" nach offenbar vertraulichen Infos aus seiner Firma gefragt wird. Wenn er etwas zur Zusammensetzung des Salzes hätte schreiben wollen, hätte er das sicher schon getan. Mir würden diese Nachfragen das Forum an seiner Stelle etwas verleiden. Das muss doch eigentlich jedem klar sein, dass ihm sein Job wichtiger ist als die Diskussion hier. Er ist hier privat im Forum unterwegs, nicht als Teil seiner Firma. Diese Trennung müsste doch eigentlich jedem gelingen. Wer etwas von der Firma wissen will, kann diese ja ganz offiziell anschreiben.

    Gruß
    Stefan

  • hi jochen,

    meiner kenntnis nach wird schon durch die fütterung der fische immer neues kalium ins system gebracht.

    demnach soll es schwierig sein oder gar unmöglich - zumindest in entspreched gut mit fischen bestückten becken - überhaupt einen kaliummangel zu beobachten.

  • Zitat

    Original von Der_Stevie
    Ich verstehe nicht, warum Hans-Werner hier immer so "diskret" nach offenbar vertraulichen Infos aus seiner Firma gefragt wird. Wenn er etwas zur Zusammensetzung des Salzes hätte schreiben wollen, hätte er das sicher schon getan. Mir würden diese Nachfragen das Forum an seiner Stelle etwas verleiden. Das muss doch eigentlich jedem klar sein, dass ihm sein Job wichtiger ist als die Diskussion hier. Er ist hier privat im Forum unterwegs, nicht als Teil seiner Firma. Diese Trennung müsste doch eigentlich jedem gelingen. Wer etwas von der Firma wissen will, kann diese ja ganz offiziell anschreiben.

    Gruß
    Stefan

    Hallo Stefan,

    vielleicht verstehst Du mich auch falsch, es ist mir absolut schnuppe was da so reingepackt wird, es geht einfach darum dass ein geschlossenes System nur die Inhaltsstoffe beeinhalten kann, die irgendwie reingeschüttet werden,sei es jetzt über Futter WW oder sonstwas. Wenn im Salz nur die normalen Mengenverhältnisse vorhanden sind und etwas verbraucht wird, wird es auch mit WW immer weniger, nur darum gings.
    Es interessiert mich eigentlich nur aus einem Grund: Wenn manche wirklich nur mit WW längerfristig klarkommen bedeutet das nicht unbedingt wenig bei der Diskussion um Spurenelementebedarf bei Korallen...
    Alles andere ist mir eigentlich juck....

    Wenn ich was geheimes fragen wollte wär übrigens keiner dabei :winking_face:


    Grüßle Jochen:wink

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

    Einmal editiert, zuletzt von Jochen (29. August 2008 um 22:33)

  • Hallo zusammen,

    kaum bin ich mal kurz weg ist hier ja richtig was los!

    Erst mal zum Thema Strontium: Wie Hans-Werner schon korrigiert hat, "verschwindet" Strontium nicht. Es ist
    auch noch Wochen später im Wasser nachweisbar und wird ganz normal wie Calcium ins Korallenskelett eingebaut.
    Allerdings nicht im Verhältnis 1:1000 sondern im Molverhältnis von etwa 1:100, das entspricht einem Gewichtsverhältnis von ca. 1:50.

    @Hans-Werner: Du hast mich gefragt, woher ich die Zahlen nehme. Nun, wie du eigentlich weißt führe ich eigene
    Messungen mit HR-ICP-MS durch. Aber nehmen wir statt dessen doch einfach mal die von dir angeführte Inland Reef Studie.
    Lassen wir die teilweise sehr seltsamen Ergebnissen der Makroelemente mal beiseite (die Calcium- und Magnesiumwerte widersprechen
    allen bisherigen Ergebnissen, die Sulfatmessung ist kompletter Blödsinn und auch die Kaliumwerte sind mir nicht ganz geheuer.)
    Schauen wir uns also nur die Spurenelementmessung an, das ist ja das Thema dieses Threads. Die Methode wird
    als ICP-MS angegeben. Das kann funktionieren, muss aber nicht. Leider sind keine Angaben über die Art des
    Massenspektrometers gemacht worden, ebensowenig über die entscheidende Tatsache, ob das Labor Routine in der Meerwasseranalytik besitzt.
    Aber sind wir einfach mal optimistisch und gehen von der Richtigkeit der Spurenelementmessungen aus.
    Dann haben wir zunächst das Problem, dass keine Quelle für die angegebenen Spurenelementkonzentrationen
    in natürlichem Meerwasser angegeben ist. Sie widersprechen teilweise deutlich den von Millero in seinem
    Standardwerk "Chemical Oceanography" 2006 angegebenen Werten. Gehen wir von Milleros Werten aus und
    schauen uns als Beispiel die Tropic Marin Werte an, dann haben wir z.B. bei Cobalt eine 1000fache, bei Selen
    eine 700fache, bei Blei eine 500fache und bei Mangan eine 350fache Konzentration.

    Meine Angabe mit dem hundertfachen war also eher vorsichtig formuliert.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    vielen Dank für deine Antwort. Das würde dann ja erklären warum es doch funktioniert. Was mich dann allerdings interessiert wäre, wie die Tiere mit diesen Mengen klarkommen. Da wäre es doch sinnvoll wenn man ein seperates Salz für die Erstbefüllung hätte.;)

    Jetzt wirft sich mir allerdings eine neue Frage auf. Es werden ja bestimmt nicht sämtliche Spurenelemnte des Meeres ins Salz beigemischt, das würde heißen, dass die Tiere ja auch nicht alle benötigen oder liege ich da falsch?

    Grüßle Jochen:wink

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Hallo Jochen,

    vielleicht sollten wir einfach davon ausgehen das bei der Einfahrphase und dem sprunghaften Wachstum der Beckenbiologie (Bakterien, Phytoplankton, Zooplankton, höhere Algen) eine ganze Menge dieser "überzähligen" Stoffe verbraucht, oder zumindest auf ein vertretbares Maß beschränkt. Wann dann der "Gut"-Punkt erreicht ist, lässt sich aus genau diesem Grund nicht vorher sagen. Kippt man Bakterien oder Altwasser ins einzufahrende Becken, geht die Geschichte ja schneller... Ein separates Salz würde hier, wenn man diese These mal untermauert, die Einfahrphase verkürzen. Aber im Gegenzug zu weniger "Beckenbiologie" führen. Oder was meint Ihr?

    Die zweite Geschichte ist die, das Du nun wieder von den "haltbaren" Tieren ausgehst. Es gibt aber genügend, die nicht oder schwer haltbar sind. Und nehmen wir hier als Beispiel nur mal Fische. Würde ein Weißkehldoktor beispielsweise ebenso stressbedingte "Pünktchen" bekommen, wenn andere hemmende Stoffe im Wasser wären? etc. pp.

    Ciao sagt Nico.

    Einmal editiert, zuletzt von nhauke (30. August 2008 um 13:39)

  • Hallo Jochen,

    du kannst davon ausgehen, dass Meersalzmischungen alle Spurenelemente enthalten, die im Meer vorhanden sind,
    allein schon deswegen, weil es ein unbezahlbarer Aufwand wäre die Salze so extrem zu reinigen, dass keine
    Spurenelemente mehr drin sind.

    Die Tiere benötigen nicht alle dieser Spurenelemente. Einige sind lebensnotwendig, andere sind giftig, von einigen
    weiß man es nicht genau. Aber selbst die Lebensnotwendigen sind ab einer bestimmten Menge giftig. Zum Glück
    werden die Giftigen zum überwiegenden Teil von organischen Stoffen gebunden und damit quasi neutralisiert.
    Dadurch können sie auch zum Teil abgeschäumt werden.

    Solange die Spurenelementzugabe nur durch die Meersalzmischungen geschieht übersteigt sie einen Level nicht,
    der sich durch jahrzehntelange Erfahrung als unschädlich erwiesen hat, auch wenn dieser Level weit über den
    natürlichen Werten liegt. Eine zusätzliche Zugabe potentiell giftiger Schwermetalle wie Kupfer sehe ich aber als
    langfristiges Problem an. Irgendwann wird nicht mehr genug von den organischen Stoffen gebunden, durch Stoff-
    wechselvorgänge wieder verfügbar gemacht oder gar durch Ozon oder UV freigesetzt...

    Gruß Armin

  • Hallo,

    Zitat

    Was mich dann allerdings interessiert wäre, wie die Tiere mit diesen Mengen klarkommen. Da wäre es doch sinnvoll wenn man ein seperates Salz für die Erstbefüllung hätte.Zwinkern

    Das soll ja angeblich dieses Salz sein: Standard Crystal Sea Marinemix. Ich selber habe es noch nicht getestet, werd es aber noch.

    http://www.reefkeeping.com/translations/g…ature/index.php

    Gruß Dirk :wink

  • Zitat

    Original von D_Hoffmann
    Hallo,


    Das soll ja angeblich dieses Salz sein: Standard Crystal Sea Marinemix. Ich selber habe es noch nicht getestet, werd es aber noch.

    http://www.reefkeeping.com/translations/g…ature/index.php

    Gruß Dirk :wink

    wunderbar,
    das Salz hatte ich auch;- bin dann zu Tropic Marin übergewechselt, und hatte die beschriebenen Wette an Mg und Ca mit fast Totalverlust aller SPS.
    Vlt. hat sich die Rezeptur nach 3 Jahren bei Chrystal Sea verbessert?
    Zur damaligen Zeit hatten sich auch viele in Amerika die Becken geplättet.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (31. August 2008 um 16:24)

  • Hallo Armin,

    vielen Dank für die späte Antwort. Ich habe den Millero gerade nicht rumliegen, aber die von Dir als Beispiele genannten Spurenelemente gehörten zu den variablen. Wie sind die Faktoren entstanden? Durchschnittskonzentrationen? Ich denke man kann in vielen Küstenbereichen eher die hohen Werte der variablen Spurenelemente ansetzen, insbesondere wo vulkanisches Gestein ansteht.
    Ich würde wirklich nur allzugern endlich einmal eine Untersuchung sehen, wo eine Probe gefilterten Riffwassers (oder noch besser der Wässer verschiedener Riffe von Küste bis ozeanisch) parallel zu den synthetischen Meerwässern analysiert wird!
    Wenn Deine errechneten Faktoren stimmen, sind auch die Anreicherungsfaktoren für die Schwermetalle in Korallenskeletten und im Gewebe natürlicherweise extrem hoch. Die Analysen, die ich einmal in München von Korallenskeletten habe machen lassen, wiesen aber für aquariengewachsene Korallen die gleichen Spurenelementekonzentrationen aus wie für vereendete Importe.

    Ich habe schon einmal für einen Test Xenien in frisch angesetztem PRO-REEF-Wasser gehältert und sie haben es bis zum Abbruch des Tests nach ein paar Wochen überlebt. Sie haben lediglich am Anfang die Tentakelspitzen eingebüßt. Durchaus möglich, dass Meersalzmischungen auch wegen der freien Schwermetallionen nach dem Ansetzen "agressiv" sind, aber zumindest hat es nicht gereicht die Xenien (white Pumpers) umzubringen. Xenien gelten zwar nicht als überaus empfindlich, aber auch nicht als wirklich robust.

    Jochen,

    wodurch soll das Kalium verbraucht werden? Kalium ist auch kein Spurenelement, es findet sich im Mw in ähnlicher Konzentration wie Calcium! Ich stelle hier einmal die unbewiesene Behauptung auf, Kaliumzufuhr bringt nur dann etwas, wenn Kupfer in giftiger Konzentration im Wasser ist, weil bei einer Kupfervergiftung die Zellen für Kalium "leck" werden. Das würde insbesondere die Zooxanthellen betreffen, die die höchsten Kupferkonzentrationen in der Koralle aufweißen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Armin,

    vielen Dank für die späte Antwort. Ich habe den Millero gerade nicht rumliegen, aber die von Dir als Beispiele genannten Spurenelemente gehörten zu den variablen. Wie sind die Faktoren entstanden? Durchschnittskonzentrationen? Ich denke man kann in vielen Küstenbereichen eher die hohen Werte der variablen Spurenelemente ansetzen, insbesondere wo vulkanisches Gestein ansteht.
    Ich würde wirklich nur allzugern endlich einmal eine Untersuchung sehen, wo eine Probe gefilterten Riffwassers (oder noch besser der Wässer verschiedener Riffe von Küste bis ozeanisch) parallel zu den synthetischen Meerwässern analysiert wird!
    Wenn Deine errechneten Faktoren stimmen, sind auch die Anreicherungsfaktoren für die Schwermetalle in Korallenskeletten und im Gewebe natürlicherweise extrem hoch. Die Analysen, die ich einmal in München von Korallenskeletten habe machen lassen, wiesen aber für aquariengewachsene Korallen die gleichen Spurenelementekonzentrationen aus wie für vereendete Importe und das bei Zufuhr meiner Spurenelemente!

    Ich habe schon einmal für einen Test Xenien in frisch angesetztem PRO-REEF-Wasser gehältert und sie haben es bis zum Abbruch des Tests nach ein paar Wochen überlebt. Sie haben lediglich am Anfang die Tentakelspitzen eingebüßt. Durchaus möglich, dass Meersalzmischungen auch wegen der freien Schwermetallionen nach dem Ansetzen "agressiv" sind, aber zumindest hat es nicht gereicht die Xenien (white Pumpers) umzubringen. Xenien gelten zwar nicht als überaus empfindlich, aber auch nicht als wirklich robust.

    Jochen,

    wodurch soll das Kalium verbraucht werden? Kalium ist auch kein Spurenelement, es findet sich im Mw in ähnlicher Konzentration wie Calcium! Ich stelle hier einmal die unbewiesene Behauptung auf, Kaliumzufuhr bringt nur dann etwas, wenn Kupfer in giftiger Konzentration im Wasser ist, weil bei einer Kupfervergiftung die Zellen für Kalium "leck" werden. Das würde insbesondere die Zooxanthellen betreffen, die die höchsten Kupferkonzentrationen in der Koralle aufweißen.
    Übigens trifft Deine Annahme von 3 g auf 100 l auch nicht auf Spurenelemente zu, denn das sind noch 30 mg/l (ppm) und Spurenelemente findet man nur in Konzentrationen von Mikrogramm/l (oder mg/m[h]3[/h]), die meisten also um den Faktor 10.000 und mehr niedriger!

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo,

    @Stefan: Ich bin ja ein Mensch, der froh ist, einen Erfahrungsaustausch durch Foren wie dieses zu genießen. Auf der einen Seite kann man viel lernen und auf der anderen Seite auch mal vor Fehlern gewarnt werden. :grinning_squinting_face:
    Aber ich muß noch mal auf deinen Beitrag zurückkommen.

    Zitat

    Die Beobachtung der Korallen nach dem Wassertausch ist dann zwar oft hilfreich, wie du beschreibst, aber in einigen wenigen Fällen auch irreversibel , wenn wie in meinem Fall vor 4 Jahren 80% an Korallenbestand gehimmelt werden....; nur durch das durchmischen von 10% Wechselwasser zweier Salzmarken bedingt, die bei Messung einen Mg-Wert von 1600mg und Ca von 850mg bescherten. Natürlich konnte sich kein Hersteller erklären, was denn da passiert war. Betriebsgeheimnis eben, was in den Salzmischungen ist/war; und wie sie derart miteinander reagieren konnten, -Schweigen.

    Ich benutze ja auch versch. Salzsorten. Das Standard Crystal Sea Marinemix hab ich noch nicht genommen, aber laut dem Bericht (siehe Link) soll es das meistverkaufte Salz der Welt sein und am Meerwasseridentischsten. (Wobei, theoretisch kann man ja alles fälschen oder mit falschen Tatsachen bewerben - Wie soll der Laie das nachprüfen?)
    Bist du sicher, das du mit diesem Salz dein Ca so hochgepuscht hast? Oder haben vielleicht andere Faktoren eine Rolle gespielt.
    Und es passiert ja auch, das mal eine Charge auch bei anderen Herstellern daneben gehen kann. War das ein einmaliger Fall (du erwähntest mehrere gehimmelte Becken in Ami-Land) oder ein längeres Problem?

    Würd mich schon interessieren.

    Gruß Dirk :wink

  • Hallo Hans-Werner,

    das ist eine hochinteressante Untersuchung, der Vergleich zwischen aquarien- und naturgewachsenen Korallenskeletten,
    die ich bisher noch gar nicht gekannt habe. Gibt's da eine Chance an die Primärdaten ranzukommen?
    Korallenskelette aus Meer und Aquarium zum vergleichen ist eine Idee, die ich im Hinterkopf behalten werde, denn
    du hast recht, dies müsste wichtige Erkenntnisse über die Konzentrationen von verwertbaren Spurenelementen ergeben.

    Das Ergebnis deines Xenientests wundert mich übrigens nicht, da ich, wie ich schon im letzten Beitrag geschrieben hatte,
    davon ausgehe, dass die Spurenelementkonzentrationen in guten Meersalzmischungen (z.B. in DAB-Qualität =) )
    für die von uns gehaltenen Tiere unschädlich sind, auch wenn sie erheblich höher sind als im Meerwasser.

    Meine Bedenken richten sich nur gegen die zusätzliche Zugabe von toxischen Schwermetallen, die zwar kurzfristig
    einen hübschen "Tuningeffekt" bewirken können, aber langfristig ein erhebliches Risiko darstellen.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    die Daten werde ich mal heraussuchen. Sie wurden auch für einen Vortrag in (bei) Strasbourgh in Form eines Balkendiagramms verwendet.
    Ermittelt wurden die Daten in München von Herrn Dr. Müller im Geologischen Institut, das zur gleichen Dachorganisation wie das Jura-Museum gehört. Großzügiger Weiße stellten Sie mir die Daten nach meinem Weggang noch zur Verfügung. Die Analyse hatte sich durch diverse Probleme verzögert.

    Dirk,

    in der Tat sind die Werbeaussagen mancher Hersteller ganz erstaunlich. Wenn man diverse Salz-Rankings auf Reef Central anschaut ist die von Dir zitierte Aussage nicht nachzuvollziehen.
    Eine andere Aussage ist, wenn ich mich recht erinnere, dass dieses Salz für die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen herangezogen wird. Gibt man aber die Salznamen dieses Salzes in eine Google-Suche nach PDF-Files und den von Tropic Marin ein, findet man ein mehrfaches an Veröffentlichungen, die Tropic Marin verwendet haben, als mit besagtem Salz.

    Für meinen Geschmack ist die Verwendung solcher nachweislich falscher Aussagen unlauterer Wettbewerb und diese Aussagen sind so falsch, das kann jeder Laie nachvollziehen, der sich dafür interessiert und sich im internationalen Web zurechtfindet.

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (1. September 2008 um 09:03)

  • Hallo Dirrk,
    Hans-Werner hat die Wahrheit schon ins rechte Licht gerückt. :winking_face:
    Ganz ehrlich, -alles was über Gebühr hochgelobt und bejubelt wird-, da stelle ich nur noch auf Durchzug; seien es Supplemente oder Technik.
    Im Falle des besprochenen Salzes erfolgt die Werbung geschickt versteckt unter 'wissenschaftlichem' Deckmäntelchen von Shimek & Co . Das zieht wohl genug.
    Für die völlige Unwahrheit halte ich die Aussage , dass das Salz dem im Meer vorkommenden am ähnlichsten unter allen Salzen ist.
    Mag sein, dass damals wohl eine Charge zeitgleich in Amerika und bei uns Massensterben unter den Korallen auslöste (die Fragen im RC-Forum fingen meist mit sterbenden Hystrix und Montiporas an). Hier im Forum weiss ich fast zeitgleich einen Fall mit dem meinem (KS, der aber nichts drüber schrieb).
    Ich hatte mir damals eben die Finger verbrannt und unterschwellig möchte ich andere wohl vor gleichem Fehler bewahren, obwohl vielleicht gar kein Grund mehr zur Sorge besteht.
    Hans-Werner war damals so freundlich, das Salz neben dem TropicMarin analysieren zu lassen.
    Seitens des Importeurs von Marine Mix wurden jedenfalls alle Anfragen nach Ursachenfindung und Klärung abgeblockt.
    Die von Claude vorort bei mir gemessenen Werte waren im Labor nicht nachvollziehbar. Mg und Ca zwar hoch, aber nicht besorgniserregend. Irgend etwas mit oder um EDTA war es wohl. Chelatverbindungen, die nach Werbeaussage von Chrystal Sea eigentlich garnicht im Salz hätten sein dürfen? Vielleicht erinnert sich Hans-Werner noch.
    In Kombination mit TropicMarin pro reef kam es jedenfalls zum Gau, dass siich fast alle SPS ihrer Häute entledigten. TM stand für mich damals von vorne herein aber als Ursache überhaupt nicht zur Diskussion;
    ansonsten wären Unregelmäßigkeiten längst im Forum aufgetaucht gewesen.

    Jetzt, wo Hans-Werner über seinen Versuch der Xenien in frischem TM-Wasser geschrieben hat, kann ich mich erinnern, dass ich damals Anthelia im Becken hatte. Sie hatten regelrecht weggeätzte Tentakel mit Marine Mix; die Polypen selbst nur noch 1-2cm hoch. :face_with_rolling_eyes:

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (1. September 2008 um 10:21)

  • Hallo Stefan,

    müssen wir jetzt daraus schlussfolgern, das die vielgelobte These "mehrere Salzsorten im Wechsel verwenden" Aufgrund von unbekannten Wechselwirkungen der Salze mit einem großen Fragezeichen zu versehen ist? :winking_face_with_tongue: Oder haltet ihr den damaligen Gau für eine 1:1000 Situation, so das sie so schnell nicht wieder auftreten wird?

    Ciao sagt Nico.

  • Hallo Nico,
    es wird immer propagiert, möglichst gleichbleibende Bedingungen mit so wenig Schwankungen wie möglich für die Beckenbiologie zu schaffen. Den Wechsel der Salzsorten halte ich persönlich für kontraproduktiv.
    Wie geschrieben habe ich Probleme mit Salzsortentausch bei frischen Importen. Logischerweise verändern sich im Meer die Bedingungen seltenst, es schwankt lediglich ab und zu die Dichte, das Wasser ist immer das Gleiche.
    Korallen sind aber dennoch in der Lage, sich verändernden Parametern anzupassen. Anders lassen sich die Toleranzen aquariengewachsener/adaptierter Korallen gegenüber den ganzen Salzwechseln, Spurenelement-Tröpfeleien,
    Zwangsernährungen mit Aminosäuren und Staubfutter etc. nicht erklären.
    Frische Importe überleben das seltenst bis garnicht.
    Für mich persönlich habe ich darum als zumindest fast einzig sicheren Parameter der Korallenhaltung das Salz einer Sorte festgemacht. Sollte irgend ein Spurenelement darin nur unterbewertet sein,- die Korallen werden es verschmerzen.
    Seit ich bei einer Sorte bleibe, habe ich ( fast) keine Ausfälle mehr. Auch ist das vermehrte Abschleimen nach Wasserwechseln und Ausstülpen der Mägen Vergangenheit.
    Dies habe ich im Vergleich zu vielen anderen schon immer als Zeichen eines Unwohlseins gedeutet.

    Zum CSM-Salz:
    Claude weiss sicher mehr ob es ein einmaliger Vorfall war.
    Ich denke aber, es ist unüberseh(les)bar, wieviele Becken zeitgleich geplättet wurden (RC-Forum).

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Ermittelt wurden die Daten in München von Herrn Dr. Müller im Geologischen Institut, das zur gleichen Dachorganisation wie das Jura-Museum gehört. Großzügiger Weiße stellten Sie mir die Daten nach meinem Weggang noch zur Verfügung. Die Analyse hatte sich durch diverse Probleme verzögert.

    Hallo, ich weiß, es wird keinen interessieren, will mich aber doch korrigieren. Die Analysen wurden von Dr. Thomas Rüde von der AG Hydrogeologie und Umweltgeologie, Geo-Department, LMU München erstellt.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hi

    Jo es gab einige das hat ja damals zu der Diskussion geführt das die anderen Salze toxisch wären wenn ein
    solches Natursalz mit eingebracht wird.

    Ich hab aber danach nichts weiter vernommen das es noch grosse Probs gibt

    Gruss

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