Überhitzung durch Kalkrotalgen?

  • Hi,

    gestern ist plötzlich eine meiner Strömungspumpen ausgefallen, eine Fischer Aquaturbo 1600l/h.

    Da zwischendurch immer mal wieder die Welle klemmt, habe ich das Teil auseinandergefriemelt und nach dem Zusammenbau auf Besserung gehofft - vergeblich.
    Die Pumpe blieb stumm!

    Heute bin ich zum Hersteller gefahren (ist nur 15km entfernt) um ihm die Pumpe vorzuführen.
    Der meinte, ich sei selbst dran schuld, weil die Kalkrotalgen, die eine 2mm dicke Schicht um die Pumpe herum gebildet hatten, durch die dadurch reduzierte Wärmeableitung zur Überhitzung der Pumpe geführt hätten.

    BITTE???

    Kann das eine Pumpe wirklich lahmlegen??? Nach "nur" 2 Jahren und 1 Monat Betrieb???
    Oder wollte sich die Firma Fischer da nur rausreden...?
    Ich bin grad ein wenig ratlos.

    Jetzt ist erst mal Schluß mit diesen brummenden Fischer-Pumpen.
    Ich werde auf jeden Fall als Ersatz für die kaputte Pumpe eine
    - leisere, denn Fischer-Pumpen sind das Lauteste, was es gibt
    - günstigere
    - im Stromverbrauch wesentlich bessere
    Pumpe anschaffen (sprich: erst mal eine Tunze Nanostream 2500l/h), nicht mehr diese meiner Ansicht nach ein wenig veralteten 1600l/h-brummkreiselähnlichen Fischer-Pumpen.

    Aber zurück zur Frage: kann eine Kalkrotalgenschicht denn wirklich zur Überhitzung führen?

    Gruß, Karl

    Seit 1985 Aquarianer.
    Seit 2004 Salzwasser.

  • Hi Karl,

    so ganz abwägig ist die Theorie deines Herstellers nicht, vielleicht haben die Kalkrotalgen ja einen Wärmestau provoziert. Heizt sich auf Grund dessen die Pumpe immer weiter auf könnte es zu einem Ausfall kommen. Allerdings stelle ich mir gerade die Frage wie lange die Kalkrotalgen diese hohen Temp. am Gehäuse dann mitmachen? :confused_face:
    Also wenn ich meine Tunze anschaue, da sind die Gehäuse nach 3 Jahren auch dick belegt. Denke mal eher in Kategorie Ausrede....

    Einmal editiert, zuletzt von Andy HB (8. April 2008 um 03:01)

  • Hallo,

    bei den TUNZE-Pumpen rät der Hersteller zu einer mindestens jährlichen Duchsicht und Reinigung der Pumpen. Bei mir sind die Strömungspumpen bereits nach knapp 6 Monaten so bewachsen, dass die Wassereintrittsöffnungen zu ca. 50% zugewachsen sind. Ob sie dadurch dann irgendwann überhitzen, weiß ich nicht. Ich werde wohl demnächst mal eine prophylaktische Reinigungsaktion starten müssen.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Das die Pumpe wegen aussen angewachsener Algen überhitzt ist totaler Blödsinn. Die Wärmeableitung ist im Wasser so gut, da stört eine Schicht Kalkrotalgen auf keinen Fall.

    Nur wenn der Motor schwergängig läuft oder gar aus dem Tritt fällt (d.h. er läuft nicht mehr synchron oder bleibt zwischendurch stehen), wird das Wicklungspaket sehr heiß. Wenn dann keine schlaue Elektronik davor ist, überhitzt er tatsächlich.

    Abwegig kommt übrigens von Weg, nicht von Waage :smiling_face:

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Hi,

    ich kann mir das auch kaum vorstellen, daß die Algen zum Exitus der Pumpe geführt haben sollen.
    Umso mehr hat mich das Verhalten des Herstellers verärgert, der eben genau dies felsenfest behauptet hat.
    Aber dieses "Ausrede-Verhalten" bin ich mittlerweile dort gewöhnt... schade eigentlich!
    Wie gesagt: es wird jetzt eine Tunze statt der Fischer-Brumm-Pumpe. Und das hat nicht zuletzt auch mit diesem Verhalten zu tun...

    Danke und Gruß, Karl

    Seit 1985 Aquarianer.
    Seit 2004 Salzwasser.

  • Zitat

    Original von Alex G.
    Das die Pumpe wegen aussen angewachsener Algen überhitzt ist totaler Blödsinn. Die Wärmeableitung ist im Wasser so gut, da stört eine Schicht Kalkrotalgen auf keinen Fall.

    Nur wenn der Motor schwergängig läuft oder gar aus dem Tritt fällt (d.h. er läuft nicht mehr synchron oder bleibt zwischendurch stehen), wird das Wicklungspaket sehr heiß. Wenn dann keine schlaue Elektronik davor ist, überhitzt er tatsächlich.

    100% Zustimmung

    lG Martin

  • Hallo

    Habe am wochenende meine red dragon pumpen saubergemacht da waren die ganzen anker verschlamt :winking_face_with_tongue: (man muß dazu den anker ausbauen )
    nach dem saubermachen hatten sie gleich mehr leistung wieder :] ich werde sie nun alle immer alle 3 monate saubermachen nicht das sie mir abrauchen

    Gruß thomas

  • Naja, innen setzt sich in jeder Pumpe etwas ab, das sollte man schon ab und an mal reinigen :smiling_face:

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • warum pumpt eine dreckige Pumpe eigentlich weniger Wasser ? Die Beläge im Pumpenkopf werden den Durchfluss wohl kaum behindern und der Läufer kann sich ja bauartbedingt nicht langsamer drehen?

  • "Bauartbedingt" ist ein weiter Begriff... manche Pumpen können sich schon langsamer drehen :smiling_face: Stichwort: "Schlupf" (Asynchronläufer)

    Und eine Menge Reibung erzeugt ein Bakterienfilm auch, von daher sinkt die Förderleistung auch durch einen dünnen Schmandfilm auf allen Teilen.

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Zitat

    Original von Alex G.

    Abwegig kommt übrigens von Weg, nicht von Waage :smiling_face:

    Ich schiebs mal auf die Uhrzeit. :grinning_squinting_face: :wink

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