Nun ist es soweit... Meine Babies machen selbst Babies

  • Hallo,

    da habe ich ja nicht schlecht gestaunt, nun ist wohl endlich soweit. Meine knapp 2 jahre alten ocellaris
    laichen nun ab. Das Witzige ist, das Pärchen ist eigentlich ein ménage à trois, da sich das zweite
    Männchen nach einem Knatsch mit seiner Frau beleidigt zu den anderen gesellt hat. Soll heißen,
    sie hat ihn immer wieder aus der neuen grünen quadricolor rausgeworfen.

    Leider kann ich die Larven platztechnisch (noch) nicht weiter aufziehen, aber ich arbeite dran.

    Achso, ja ich weiß, es ist nicht wirklich so etwas besonderes, aber ich wollte meine Freude unbedingt mit jemandem teilen, ist schließlich das erste Mal. :wink

    Einmal editiert, zuletzt von Claudia B (16. März 2008 um 16:53)

  • Hallo Claudia,

    ich freue mich mit Dir :thup

    Habe es schon bereut, dass ich meine 5 liebevoll aufgezogenen Babies abgegeben habe :loudly_crying_face:

    Viele Grüße

    Günter

  • Hallo Claudia,

    Glückwunsch erstmal zum Fast-Nachwuchs. :grinning_squinting_face:

    Hoffe, Du hast die Fotos ohne Blitzlicht gemacht. Die Larven sind meiner Meinung sehr lichtsensibel.
    Falls doch, werden morgen ggf. alle weg sein.

    Gruss
    Mario

  • Nein, Blitzlicht macht nichts, sonst hätten wir's nie geschafft :winking_face:

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Hoppla, an Lichempfindlichkeit habe ich jetzt gar nicht gedacht! :winking_face_with_tongue:
    Aber wenn Ruedi meint es ist Ok, dann kann ich weiter Bilder machen. :]

    Schade, dass ich momentan aber auch nicht die kleinste Ecke frei habe, sonst hätte ich es glatt
    probiert mit der Aufzucht. Aber ich hoffe ja, dass es nicht bei diesem einen Mal bleibt.

    In wie weit muß man sich eigentlich Gedanken über Inzucht machen? Sind ja schließlich Geschwister.

  • Hallo Claudia,

    sind die Larven noch da? Mich interessiert es wegen dem Blitzlicht.
    Als ich damals mit Blitz fotografiert habe, waren am nächsten Tag wirklich alle weg.
    Das ganze passierte mir 2x, dann hab ich ohne Blitz Fotos gemacht und alles war OK.

    Gruss
    Mario

  • Hallo Mario

    Ich habe schon oft Gelege geblitzt und nie irgendwelche Verluste verzeichnen müssen.
    Übrigens auch die Larven sind ohne Blitz kaum zu fotographieren, auch da entgegen vieler anders lautenden Meinungen haben wir keine negativen Anzeichen :winking_face:

    Gruss Ruedi

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  • Hallo Ruedi,

    mag sein, dass es auch daran lag, das es wahrscheinlich die ersten Gelege waren, zumindest die ich mitbekommen habe. Aber irgendwo hatte ich mal gelesen, das Gelege auch sehr fotosensibel sein lönnen.
    Einmal hatte ich ja auch ne Zucht gestartet und 3 Tiere haben es beim ersten Mal geschafft, aber der Aufwand war bei meiner Zeitknappheit einfach zu hoch. Werde es aber beim nächsten Gelege nochmal darauf anlegen.

    Gruss
    Mario

  • Hallo,

    heute mal ein Update. Leider habe ich das Foto nicht schärfer hinbekommen.
    Vielleicht könnt ihr ja erkennen ob die Eier noch leben, ich meine ich könnte
    Augen erkennen.

  • Hi Claudia,

    Ja, die leben :smiling_face:

    Zum Thema Inzucht:

    Das ist kein Problem, solange es nicht über mehrere Generationen betrieben wird. Hab auch schon mal P mit F1 verpaart und es kamen ganz wunderbare, fehlerfreie Tiere dabei heraus.

    Wenn man nun konsequente Inzucht betreibt, ist natürlich schon mit Fehlbildungen zu rechnen...

    Viele Grüße
    Inken

  • Moin Inken,

    danke für die Info.

    Gerade das mit dem "über mehrere Generationen" ist ja mein Problem. Die Eltern sind, wie ich
    annehme, bereits F2 (Nachzuchten aus Nachzuchten). Beide haben Bindenfehler, ein Männchen aus
    dem gleichen Gelege hat ein mißgebildetes Maul.

    Es kann aber auch sein dass die Defekte auf Mangelernährung der Larven zurückzuführen sind
    und die beiden "nur" F1 sind. Nachfragen beim Händler möchte ich verständlicherweise nicht.

    Wahrscheinlich kann man das nur feststellen wenn ich die Larven aufziehe, bin aber leider nicht cool
    genug um die Tiere im Fall der Fälle zu töten. Denn ich gehe mal davon aus dass die F3 Generation
    nicht nur Bindenfehler hätte.

  • Naja, so einfach ist die Rechnung nicht F1 = okay, F2= leichte Bindenfehler, F3= erste Missbildungen, F4,F5,F6, etc. = es wird immer schlimmer.
    Genetisch gesehen ist innerhalb einer Population eigentlich jedes Tier mit jedem verwandt, da diese auf einen gemeinsames Urpaar was die Population gegründet hat zurückgehen. Somit sind die theorethisch F5134 und nix passiert. Inzucht führt auch entgegen der landläufigen Meinung nicht zu einer höheren Rate an Behinderungen oder Missbildungen. Es ist sogar nachweisbar, dass europäische Königshäuser in ihrer jahrhundertelangen "Inzucht" sogar genetisch gesünder sind als der Durchschnitt.

    Gentisch gesehen führen Inzuchtkreuzungen einzig und allein dazu, dass rezessive Allele die schon in der Ursprungspopulation vorhanden aber unsichtbar waren sichtbar auftreten, dabei gelten dann die bekannten Mendelschen Regeln der Aufspaltung 3:1 bzw. (1:2:1). An den Verhältnissen ändert sich auch bei Weiterkreuzen aller Individuen mit allen (natürlich nur theorethisch möglich) eigentlich gar nichts am Verhältniss der Allele, zumidest solange kein Selektionsdruck zum tragen kommt.
    Hier kommt jetzt der Züchter bzw. die Natur ins Spiel. Durch restriktive Auslese von nachteiligen Mutationen kommt es in der Evolution zum Verlust dieser Mutationen da Exemplare mit diesen keine oder weniger Nachkommen bis zur erfolgreichen Fortpflanzung durchbringen. Vorteilhafte Mutationen oder Genotypen werden dagegen vermehrt auftreten. Genau so geht die Züchtung schon seit langer Zeit vor: Durch Auswahl optimaler Zuchttiere mit den gewünschten Eigenschaften werden diese in der Nachkommenschaft angereichert, im Idealfall durch Rückkreuzung und Inzucht bis zur homozygoten Reinheit angereichert.

    Für dich bedeutet es vor allem, dass du mit der Auswahl deiner Zuchttiere jeweils sehr sorgfältig vorgehen solltest, also nur Tiere wählst die vollkommen gesund sind und Eigenschaften haben die du behalten möchtest, alle sonstigen Tiere scheiden als Zuchttiere völlig aus. Unter Umständen können aber auch Mutationen interessant für die Vermehrung sein, also Tiere mit verändertem Bindenmuster (fragt sich nur ob das genetisch bedingt ist oder eine Entwicklungsfolge ist, kann man aber durch Zucht und Analyse der Nachkommen testen) oder dunkler Färbung (Vergleich "Ocellaris black"). Solche Tiere können etwas besonderes sein und deshalb besser abzusetzen bzw. sie erzielen einen höheren Marktwert. Deine Zuchtentscheidung ist also letztlich ein Ausdruck deiner Präferenz. Wenn du über Generationen gesunde Tiere gleich dem Wildtyp willst empfiehlt es sich hierzu immer Zuchtpaare auszuwählen die diesem Standard im höchsten Maß entsprechen. Generell ist es auch sinnvoll bei ersten Zuchten von einem Paar den Nachwuchs genau zu analysieren, treten erhöht unerwünschte Nachkommen auf ist das Paar als Zuchtpaar nicht geeignet und sollte durch ein anderes ersetzt werden.

    Noch als letztes. Ich halte es persönlich für sinnvoll Jungtiere mit schweren Missbildungen frühzeitig auf humane Art zu töten (auch wenn es schwer ist), Tier mit unerwünschten Zeichnungsfehlern und Missbildungen die sich nicht nachteilig auf die Lebensfähigkeit im Aquarium auswirken kann man natürlich auch weiter aufziehen, es verbietet sich hier nur von selbst diese zur Zucht einzusetzen. Letztlich ist es natürlich auch fraglich ob man diese dann später absetzen kann, wobei gerade Zeichnungsfehler auch ihre Liebhaber finden.

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • Hallo Thomas,

    ich danke Dir für die ausführlichen Erläuterungen, das macht neugierig auf mehr Informationen.
    In dieser Hinsicht bin ich nämlich absoluter Laie und werde mir sicherlich noch einiges anlesen müssen.

    Ich bin tatsächlich davon ausgegangen, dass Inzucht vermehrt Behinderungen hervorruft. Die würde ich
    natürlich nicht wollen, finde aber die Zeichnungsfehler sehr hübsch und auf die würde ich gezielt hin-
    arbeiten wollen.

    Da ich aber zur Zeit noch in einem halbrenovierten Haus mit zu wenig Platz wohne und auch die Sache mit der Auslese durch Tötung nicht an mich heranlassen kann, wird es sicher noch eine Weile dauern bis es bei mir Ernst wird.

  • Naja, zuerst musst du ja für die Zuchtauslese die Tierchen nicht unbedingt umbringen. Es reicht ja auch die gezielte Auswahl von Zuchtpaaren, die anderen Tierchen ziehst du bis zu marktfähiger Größe und gibst sie dann ab. Das kommt auch einer Selektion gleich, denn schließtlich vermehren sich "Nemo und Co." ja nicht bei jedem Besitzer und auf deinen Genpool haben sie auf jeden Fall keinen Einfluss mehr.

    Was die Zeichnungsfehler angeht, habe ich ja schon geschrieben, dass ich da Unsicherheiten sehe inwiefern die Zeichnungsfehler genetisch bedingt sind und in wie weit hier einfach eine nicht genetisch verankerte Entwicklungsanomalie vorliegt. Musst du halt ausprobieren durch kreuzen von Paaren mit Zeichnungsfehler, wenn die "Babies" alle normal sind ist es wohl nicht genetisch bedingt...

    Naja falls du es noch nicht bemerkt haben solltest: Ich bin Genetiker :grinning_squinting_face: Wobei ich normalerweise mit Bakterien arbeite, da sind die Populationsgrößen etwas höher, und die Auslese durch töten etwas strikter. Da ist es weniger ein Problem auch mal schnell so 10 Milliarden um die Ecke zu bringen um 3 oder 4 zu finden die man sucht... :winking_face_with_tongue:

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

    Einmal editiert, zuletzt von Aurora (20. März 2008 um 16:59)

  • Hi Claudia,

    Zitat

    Original von Claudia B
    Ich bin tatsächlich davon ausgegangen, dass Inzucht vermehrt Behinderungen hervorruft.

    darüber mußt du dir keine Gedanken machen - diese Fehlinformation wird ja jedem in der Schule eingebläut (und das schon seit der Zeit vor dem 2. Weltkrieg). Man sieht es ja, an dem vor wenigen Tagen gefälltem Urteil des Bundesverfasusngsgerichtes zu dem Geschwisterpaar aus Leipzig. Wenn man sich mal die anderen europäischen Länder anschaut, gehört Deutschland zu den ganz wenigen Ländern in denen die Liebe zwischen Geschwistern verboten ist. Daher wird diese Falschinfo meist auch auf Tiere angewendet... das das aber nicht stimmt, merkt man ganz schnell selbst, wenn man selbst Tiere Züchtet und auchmal mehrere Inzuchten dabei hat.

    Also mach Dir nichts draus.. Du bist nicht allein...

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hi Claudia,

    das mit der Inzucht ist wirklich nur ein Problem, wenn unerwünschte Mutationen auftreten und diese durch Inzucht verstärkt werden.

    Ansonsten ist jede neue Tierart durch Inzucht von neuen Mutationen entstanden.
    Es gäbe also ohne Inzucht schon von Natur aus keine unterschiedlichen Arten auf der Welt und alle Haustierrassen sind Inzuchten aus Tieren, die spezielle Eigenschaften hatten.

    Außerdem gibt es massenweise positive Beispiele von Inzucht in allen kleinen Biotopen. Das berühmteste Beispiel sind die Galapagos-Inseln. Und doch geht es allen dort lebenden Tierarten gut.

    Dass Inzucht bei Menschen als Frevel gesehen wird, ist eine kulturelle, kirchliche und (vermeintlich) ethische Angelegenheit, hat aber mit Genetik nichts zu tun.

    So, nun noch einen schönen Abend.
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Oh oh,

    da kann man mal sehen. Ich habe mich immer für eine halbwegs intelligente Frau gehalten und nun
    das. Das war ja so was von daneben. Es tut mir leid, ich wollte wirklich keinen Mist verzapfen.

  • Je nach Temperatur dauert es bis zum Schlupf 7-8 Tage. Ich würde mal sagen, in der Nacht von Montag auf Dienstag. Dann mal im dunkeln die Strömung ausstellen und ne Taschenlampe drüber halten. Ist ein toller Anblick, das ganze Gewusel.

    Jetzt sind sie ja schon schön silbrig und die kleinen Glotzaugen sind auch schon sichtbar. Wird aber noch deutlicher.


    Gruss
    Mario

    2 Mal editiert, zuletzt von crashboy (22. März 2008 um 19:10)

  • das mit der Inzucht und F1 usw hatte ich schon in einem anderen Bereich nicht in der Aquaristik. Dazu muss IMHO erstmal ausgeschlossen werden dass die Eltern wirklich nichts miteinander was das Blut angeht am Hut haben.
    Das ist denke ich aber dank Importen gut möglich. Bei Nachzuchten vom Händler sieht das schon wieder anders aus.
    Ich würde die Zuchttiere auf jeden Fall gut auswählen.

  • So, das war es leider erst einmal.

    Gestern Nachmittag war der Laich auf einmal verschwunden. Das Männchen hat die Stelle zwar immer
    noch vehement verteidigt, aber das Weibchen ging schon wieder auf Besichtigungstour durchs Becken.

  • Update, neuer Laich seit heue Morgen. Es ist also tatsächlich nicht nur ein Zufallsschuss gewesen.

    Keine Panik,
    ich werde den Thread jetzt nicht so weiterführen, das wäre ja eine endlose Geschichte. :grinning_squinting_face:
    Neue Infos (wenn gewünscht) folgen dann erst wieder wenn ich die Larven weiter aufziehen kann.

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