• Frohes Neues nachträglich und Guten Morgen,

    ich habe das Forum schon danach durchsucht, aber nicht wirklich eine konkrete Antwort auf meine Frage gefunden.

    Wir möchten gerne unser Regenwaser fürs Becken nutzen und suchen nach Infos, wie das zu realisieren ist. Osmoseanlage ist vorhanden, aber wie und womit sollte noch gefiltert werden? Gibt es irgendwo ausführliche Infos (ggf. Erfahrungsberichte) oder ähnliches?

    Dankeschön! :thup

  • Laß die Finger vom Regenwasser.
    Ich hab das selbst über längere Zeit probiert. Aufgrund von Schwermetalle aus der Luft, aus dem Boden, von den Dachziegel ist es echt ungeeignet. Zudem bilden sich in Regentonnen Bakterien die dein Aquarium nicht positiv beeinflussen.

    Ich habe zeitweise probiert das Regenwasser per Boosterpumpe nochmal durch eine Osmoseanlage zu filtern.Auch hier ist die Keimzahl unverhältnismößig hoch.

  • hallo,

    ganz pauschal läßt sich die frage nicht beantworten. ich arbeite seit ca. 6 jahren mit regenwasser. 3 jahre mit diskus und 3 jahre mit meerwasser. das problem ist das richtige sammeln. ich verwende dazu einen 1000l ibc container, das sind die großen weißen mit gitter. über einen kugelhahn kann ich bestimmen wann wasser gesammelt wird und wann nicht. gerade nach längeren trockenperioden sollte man auf keinen fall beim ersten regen den hahn öffnen. am besten ist wenn erst mal ein paar tage richtig durchregnet, danach kann man dann den hahn öffnen. über einen schaumstoff/wattefilter läuft das wasser dann in den container. als feinfilter lege ich immer ein papierküchentuch odendrauf (bounty hält am besten). das tuch kann man dann nach dem befüllen entsorgen. zur keimbelastung kann ich allerdings keine aussagen machen weil es mich nie interessiert hat. schwermetalle und sonstige verbindungen hole ich über wasseraufbereiter und kohle raus.


    grüße

    georg

  • Hallo,
    wir haben mal versucht die Kloospülung mit Regenwasser zu betreiben. Dazu wurde beim Bau des Hauses extra eine zweite Leitung zu den Toiletten gelegt und ein 4000 Liter Tank im Garten eingebaut. Aber das Wasser war immer sehr schmutzig und es sah aus, als hätte man nicht abgespült. Filter hatten wir allerdings nicht installiert, nur einen Grobfilter.
    Dann haben wir einen Brunnen bohren lassen ( 30 Meter tief !) , aber das Wasser war zu Eisenhaltig. Erst war es klar, aber wenn es etwas in der Toilette stand wurde es rostig braun. Wir haben es dann aufgegeben.
    Also ich würde es nicht nehmen. Wenn du es so machst , wie georg kotlin, dann scheint es ja zu funktionieren, aber da wäre mir der Aufstand zu groß. Immerhin benötigst du für dein Becken schätzungsweise nur ca. 3-4 Liter am Tag.

    Gruß Thomas

  • Wir zapfen aus einem 10000 Liter Osmosetank etwa 30cm über dem Boden das Wasser ab und geben es per Druckerhöhungspumpe durch eine Osmoseanlage. Das funktioniert einwandfrei.

    Welche "Keime(???)" passen denn duch eine Osmsosemembran?????????

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo zusammen und danke für die Antworten.

    Hm, so wie es aussieht gehen da die Meinungen wirklich sehr auseinander.

    Wir haben 2 Tanks mit insgesamt 6000 Litern und benutzen das Regenwasser zur Zeit nur für den Garten und die Toilette. Probleme mit Schmutz haben wir keine, aber wir haben es auch noch nie geschafft, die Tanks bis zum Grund leer zu "verbrauchen", wo ja immer etwas Dreck abgelagert ist.

    Seit das Becken offen ist und die neue Beleuchtung drüberhängt beträgt die Verdunstung etwa 8 - 10 Liter am Tag und so müßte die Osmoseanlage permant laufen um das auszugleichen. Die ist leider unter der Spüle installiert und so hätte ich immer die Behälter und Schläuche in der Küche und im Weg rumstehen. Deshalb nehmen wir oft auch nur Leitungswasser, was wiederum Kieselalgen nach sich zieht. Wenn man dann noch die Abwasserkosten berücksichtigt schien es uns deshalb ein ganz gute Idee zu sein über Regenwasser nachzudenken.

    @Thorsten (Korallenwelt): Benutzt Du sonst keinen Filter außer der Osmose?

    Die Möglichkeit des "selektierten Sammelns" von Georg ist nicht schlecht, läßt sich bei unser aber nicht umsetzen.

    Einmal editiert, zuletzt von Claudia B (8. Januar 2007 um 14:56)

  • Hi,

    im Meerwasser habe ich da keine Erfahrung, aber im Süßwasser Jahrelang problemlos und erfolgreich für mein Südamerikabecken (Schwarzwasser) eingesetzt, die Buntbarsche fanden es toll!

    Ich würde es durchaus probieren, jedoch über Kohle filtern. Wenn man dann ganz sicher gehen will, dann über solch einen Filter laufen lassen, dann sollte das kein Problem sein.

    Gruß Tjark

  • Hallo Pauline,
    ich würde auch von Regenwasser abraten. Ich selbst habe es auch mal mit Brunnenwasser probiert, anfangs war wirklich ein sehr positiver Effekt zu sehen. Aber man muss das Ausgangswasser immer messen auf Silikate und Nitrate. Wenn es Dir um die Abwasserkosten geht, dann frage doch mal bei Deinem Wasserversorger nach, ob die auch Gartenwasserzähler installieren? Da brauchst Du kein Geld für das Abwasser bezahlen. Diese Investition lohnt sich aber nur für Eigenheimbesitzer und größere Wassermengen.


    LG isi

  • Hallo Pauline,

    ich benutze Regenwasser seit ca.1 Jahr.Habe absolut keine Probleme. Vielleicht aber auch wegen der etwas aufwendigen Nachbereitung.

    Sammel tue ich das Wasser mit einem Wisy Fallrohrfilter,da ist dann alles gröbere (>0,28mm) draussen.Am hauswasserwerk habe ich dann noch 3 Filterpatronen (2 Feinfilter 5 und 1 micron und dann noch eine Aktivkohle Patrone).

    Danach geht das Wasser noch durch eine UO und zum Schluss über eine UV Lampe.
    Wasserverluste durch die UO = 0 da das Abwasser wieder in den Tank läuft.So habe ich dann immer ca. 200l Kristallglares Wasser zur Verfügung.

    Viele Grüße
    Stefan


    Wer andere schlecht machen muss, um besser dazustehen, beweist damit anschaulich, das in seinem Leben einiges verkehrt läuft !!

    Armut und Reichtum wohnen nicht im Hause, sondern im Herzen der Menschen.

    ________________________
    Becken : 2,0x60x60 , Technikbecken 160l, Bel. Ultra Solaris 6 x 80W, Abschäumer Aqua Medic, Heizung : Heizspirale an der ZH

  • 'Nabend zusammen und danke für die Anregungen,

    so ganz ohne Aufbereitung wäre es uns zu riskant, aber uns gefällt der Trinkwasserfilter von Tjark und der Aufbau von Stefan, irgendetwas in dieser Richtung wird es wohl werden. Vorher werden wir aber natürlich das Wasser analysieren lassen, mal sehen wer sowas macht. Wenn die Analyse nichts haarsträubendes hervorbringt, steht dem nichts mehr im Wege.

    André: Wir sind auch keine Freunde von komplizierten Messungen - aber watt mutt datt mutt!

  • Hallo

    Wenn ich das Regenwasser über eine Trinkwasseraufbereitung (wie von Tjark vorgeschlagen) und über UO laufen lasse, ist dann auch alles Kupfer raus? Wir haben nämlich dooferweise Kupferplatten auf dem Dach (soll wohl gegen Moos und Flechten helfen).

  • Hmm, ich vermute ja, aber ich bin mir nicht sicher, aber wäre schon übel, wenn ein Trinkwasserfilter, der dazu verwendet werden soll um Brunnenwasser in Trinkwasser zu verwandeln, nicht mal Schwermetalle rausholen würde...

    Tjark

  • Hallo Michael,

    die UO hält ca. 95% zurück. Die übrigen 5% könnten beim Kupfer ein Problem werden.
    Ich würde das Wasser mal untersuchen lassen, das kannst du mit dem Regenwasser beim Labor
    um die Ecke tun. Es kann gut sein, dass deine Kupferplatten schon Oxid- und Carbonatschichten
    gebildet haben, und das Wasser gar nicht belastet ist. Schließlich sind auch die meisten Wasserleitungen
    aus diesem Material.

    Gruß Armin

    Gruß Armin

  • Unser Wasser geht natürlich vor dem Tank auch durch einen 50 My Filter danach die großen Amatec Kartuschen 2 Feinfilter 1 x Kohle und dann erst die Osmose.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Zitat

    Original von Armin Glaser
    Ich würde das Wasser mal untersuchen lassen, das kannst du mit dem Regenwasser beim Labor
    um die Ecke tun.

    Hallo Armin!

    Wohl eher nicht. Erstens haben wir in Stralsund nicht viele Labore und selbst wenn müsste man dann wohl genug bezahlen. Allein schon, wenn ich vom Wasserwerk Werte wie Silikat oder Phosphat haben möchte muss ich dafür 30€ bezahlen 8o. Meine Mutter ist Laborantin, hat aber mit solchen Werten nichts zu tun und kann auch in den anderen Laboren nicht einfach so etwas testen lassen (entweder gar nicht oder nur für viel Geld).

  • Warum lassen hier die meisten das gesammelte Regenwasser erst durch einen Kohlefilter laufen, bevor sie es durch die Osmose schicken. Haben nicht alle Osmoseanlagen sowieso 2 vorgeschaltete Kohlefilter?

    @André: warum misst du Silikat / Nitrat vor der Osmose?

  • Hallo Norbert,

    ich lasse es deswegen durch diverse und zum Schluss noch durch einen Aktivkohlefilter laufen, da ich das Wasser auch noch anderweitig nutze :winking_face: . Außerdem erhöht sich so die Standzeit der Osmose um ein vielfaches,wobei die Standzeit bei Regenwasser sowieso länger ist (außer natürlich in Luft belasteten Wohngebieten).

    Viele Grüße
    Stefan


    Wer andere schlecht machen muss, um besser dazustehen, beweist damit anschaulich, das in seinem Leben einiges verkehrt läuft !!

    Armut und Reichtum wohnen nicht im Hause, sondern im Herzen der Menschen.

    ________________________
    Becken : 2,0x60x60 , Technikbecken 160l, Bel. Ultra Solaris 6 x 80W, Abschäumer Aqua Medic, Heizung : Heizspirale an der ZH

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!