Permanmenten Wasserwechsel

  • Hallo allerseits

    mich würde mal interessieren, ob es praktiziert wird, Wasserwechseln in kleinen Schritten zu machen? also 2-3 mal am Tag eine kleine Dosis, ewt. auch in verbindung mit einem Plantonreaktor.
    Ich vermute, das es für Korallen vorteilhafter ist, ständig neue Mineralien zu erhalten, als das auf und nieder alle 4 Wochen.

    Oder gibt es einen Denkfehler dabei ?

    gruss
    Thorsten

  • Hallo Thorsten,

    also ich habe mal eine Weile jeden Tag knapp 2% Wasserwechsel gemacht. Nach 2 oder 3 Monaten, genau weiss ich es nicht mehr, hatte ich keinen Bock mehr dazu. Ist auf Dauer gesehen schon nervig, fand ich jedenfalls. Und irgendwie wahnsinnig besser hatten meine Tiere deshalb auch nicht gestnden. Also irgendwie Vorteile konnte ich keine wirklich sehen.

    Übrigens sollte man auch nicht alle 4 Wochen Wasserwechsel machen, sondern wöchentlich. Nur alle 4 Wochen halte ich persönlich, wenn man sonst keine weiteren Spurenelemente zugibt, definitiv für zu wenig.

    Viele Grüsse Kathrin

    150x50x60=450l, 2x4x54Watt Lumimaster, Tunze DOC Skimmer 9015, Tunze Stream 6060, Marea Stream 6000

  • HI

    Wenn ich mich nicht irre, dann macht der Markus Resch das mit einem automatischen taeglichen Wasserwechsel und faehrt damit sehr gut. Jeden Tag frisch ansetzen waere mir auch zu viel, aber wenn sich das irgendwie automatisieren laesst ist das bestimmt eine feine Sache

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hi,

    wie Jens schon gesagt hat, betreibe ich einen permanenten Wasserwechsel, seit 3 Jahren. Bei mir werden jede Nacht, mit Hilfe von 2 Dosierpumpen 17 Liter Wasser gewechselt, das ergibt, auf die Woche gesehen 120 Liter, was 10% des Beckenvolumen ausmacht.
    Ich setzte einmal in der Woche das Wasser neu an und lasse es dann stehen, nur tägliches durchmischen, mit Hilfe einer kleiner Pumpe und Zeitschaltuhr, für 10 Minuten, wird betrieben.

    MfG Markus

  • Hi,

    hab auch schon drüber nachgedacht, Vorteil wäre weniger Stress für die Tiere durch konstantere Wasserwerte, Nachteil der Verdünnungseffekt, der den Wechsel an sich uneffektiver macht.

    Da die Tiere bei mir erst Recht nach einem WW besonders gut stehen, bleibe ich bei 1x die Woche. Die Tiere machen bei den heutigen, guten Markensalzen eben nicht mehr den Eindruck, wirklich gestresst zu sein. Im Gegenteil.

    Gruß
    Sven

    Einmal editiert, zuletzt von Sensay (2. November 2006 um 12:25)

  • Hi

    von einer automatisierung bin ich natürlich auch ausgegangen.

    sind die schlauchpumpen denn genau genug, das nicht der wasserstand schleichend ansteigt oder sinkt ? Ich hatte eher an 2 tanks mit einer füllstandsmelder gedacht. Per Zeitschaltuhr wird einer mit frischwasser und der andere mit Aquawasser gefüllt, und sobald sie voll sind, schalten sich die füllpumpen ab und 2 Ventile öffnen zum aqua und zum abfluss. recht aufwendig, ich weiss :winking_face:


    Die Effizienz des Täglichen Wasserwechsels dürfte unter dem des Wöchentlichen oder noch längerem liegen, da man bei gleicher Frischsalzzufuhr relativ gutes Wasser entsorgt. Rein vom Gefühl her kommt es mir zumindest so vor.

    Thorsten

  • Hi Thorsten,

    1. die Genauigkeit ist kein Problem, weil man kann ja ausmessen, wieviel jede Pumpe in 1 oder 5 Minuten pumpt und dann das mit zwei Zeitschaltuhren so einstellen, das die Pumpen, bei unterschiedlichen Laufzeiten, aber auf die selbe Wassermenge insgesamt kommen.

    2. Der Wirkungsgrad ist genauso gut, von der Nährstoffversorgung her gesehen, noch besser, als beim wöchentlichen Wasserwechsel, da es auf die Technik, wie man es macht, ankommt. Bei mir ist es so, das immer zuerst Wasser entnommen wird und dann erst, wenn die Entnahme beendet ist, frisches zugegeben wird, ich entnehme also immer "schmutzigeres" Wasser, als ich zugebe und die Wasserparameter schwanken nicht so stark, als bei einem Wasserwechsel, der z.B. einmal in der Woche durchgeführt wird.

    Alles in allem ist der permanente Wasserwechsel eine super Sache, aber nur, wenn er voll automatisiert abläuft, weil wenn man trotzdem noch "Hand" anlegen muß, außer zum Salzwasser machen, kann man sich die Sache sparen.
    Und ein weiterer Punkt ist, das ganze mit sowenig Technik, wie möglich zu realisieren, um mögliche Fehlerquellen auszuschliessen, ich benötige nur 2 Pumpen und zwei Zweitschaltuhren, sonst nichts!

    MfG Markus

  • Wenn man als Wirkungsgrad das verhältnis von a/b

    a= Volumen dazugegebenes (frisches Wasser)
    b= entsorgtes Volumen (also das des wirklich alten, evtl schadstoffbelasteten, Wassers)

    ansieht, sinkt der Wirkungsgrad, bei gleichbleibender Menge von a mit der Anzahl der teilwasserwechsel (z.B. 1 x / 7 x die Woche)
    der Grund dafür: man entsorgt halt jedesmal auch einen teil "noch frisches Wasser" mit das es mit dem "Alten" vermischt wurde
    Prozentual ist dieser Wirkungsgradverlust jedoch tolerabel.

    Ich gebe Markus jedoch zu 100 Recht: Die Vorteile des sanften Wasserwechsels überwiegen die kleinen Nachteile.
    ...also das man bei gleichbleibender Menge an echtem Frischwasser im Becken, etwas mehr Wasser/Salz braucht (=Kosten) deutlich.

  • Hy,

    ich überleg mir grade auch sowas einzubauen. Bin sowieso immer viel zu faul und daher kommt so ne Automatisierung eigentlich ganz gut :smiling_face:

    Aber wenn ich meinem geplanten 3000l nun 300/7 = 40l abpumpen wuerde, dann wuerde der ganze Kreislauf nicht mehr funktionieren da ja dann die Förderpumpe trocken liegt. Zudem würde die Nachfuellautomatik sofort anspringen.

    Also muesste ich fuer die Zeit die Nachfuellautomatik ausser Kraft setzen und das im Pumpensumpf machen, den ich aber dann auf 60l dimensionieren muesste.

    Hast Du das so realisiert? Alternativ faellt mir noch die Idee ein ein Abteil im Technikbecken abzuteilen (80l) und dieses mit ner Pumpe dauernd zu durchstroemen - reicht ja so n 300l Teil. Zum Wasserwechsel passiert dann folgendes:

    1. Forderpumpe wird ausgeschaltet, damit sinkt der Wasserspiegel in diesem Extraabteil bis zu Oberkante Überlauf, welche sich etwas über dem normalen Wasserspiegel befindet

    2. Nach 5 Minuten pumpt eine Pumpe dieses Abteil leer und das Wasser in den Abfluss

    3. Nach 15 Minuten wird das sicher leer sein und die Pumpe hoert auf zu Pumpen

    4. Eine weitere Pumpe bringt nun neues Wasser ein bis eine Fuellstandsanzeige das Ende markiert

    5. Nun springt die kleine Pumpe wieder an und bindet dieses Wechselabteil an den Hauptkreislauf an.

    Alternativ koennte man Punkt 4 auch mit ner zeitgesteuerten Dosierpumpe erledigen.

    Wichtig wäre für mich eine Überwachung des Ablaufs, da sonst im Fehlerfall, d.h. wenn z. Bsp. die Zufuellpumpe nicht funktioniert das abgelaufene Wasser durch Osmosewasser ersetzt wird, was zu einer Aussuessung führen würde.

    Was denkt ihr? Wie hast Du solche Fehlerquellen ausgeschlossen Markus?

    oder waers nicht einfacher einfach 80l nachzuschuetten und den Rest über nen Ablauf zu entsorgen der sich am anderen Ende des Beckens befindet?

    Gruß
    Roger

    2 Mal editiert, zuletzt von RHT (3. November 2006 um 10:00)

  • Zitat

    Original von RHT
    Aber wenn ich meinem geplanten 3000l nun 300/7 = 40l abpumpen wuerde, dann wuerde der ganze Kreislauf nicht mehr funktionieren da ja dann die Förderpumpe trocken liegt. Zudem würde die Nachfuellautomatik sofort anspringen.

    Hi Roger

    Warum machst Du dann nicht 20 L pro Wasserwechsel und dafuer 2 mal am Tag? Wenn das alles vollautomatisch laeuft, dann ist es doch egal wie haeufig die Pumpen laufen.
    Nur so eine Idee..

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Jens,

    im Prinzip ist es egal wieviel ich mache - die Pumpenkammer muss das halt als Reserve haben und die Nachfuellautomatik muss ausgeschaltet sein - sonst brauch ich nur n kleines Wasserglas abzulassen und es fuellt nach ...

    Gruß
    Roger

  • Hi

    schön, da scheint meine idee ja gar net mal so schlecht gewesen zu sein. und das nur, weil ich eigendlich ne bequeme ww lösung gesucht habe :winking_face:

    @markus: was passiert bei dir, wenn der schlauch an der nachfüllpumpe reisst? oder der an der abwasserpumpe ? hast du da ne sicherung eingebaut, die einen fehler bemerkt ?

    die idee mit dem einfach reinpumpen und überlaufen lassen ist auch nicht schlecht. müsste man eine überlaufbohrung für das abwasser haben, die ein kleines stück über dem wasserstand der nachfüllautomatik ist.

    gruss
    Thorsten

  • Hallo Thorsten,

    du solltest auch mal über den Forenrand sehen, es gibt mehr als dieses Forum.

    Für technische Probleme in und ums Aquarium gibt es ein sehr gutes Forum http://www.matuta.com .

    Aber zu deinem Problem, mit dem Wasserwechsel. Dazu habe ich einen Bericht geschrieben.

    Siehe hier.


    mfg Stephan

  • Hallo Stephan
    ich find's ja super das du Thorsten auf Deinen Bericht aufmerksam machst
    (sicher brint ihm das was...)
    und genauso super das Du Deine Idee bei Matuta bereits dokumentiert hast.


    ...nur: stell Sir mal vor wie sich der gute Thorstem, ziemlich neu hier in diesem Forum, fühlt wenn Du ihn gleich "mit der Brechstange" dazu überredest doch noch in mehrern Foren gleichzeitig nach seine für ihn besten Lösung zu suchen. :winking_face:

    lG
    Martin

  • hallo zusammen,

    ich betreibe seit über 10 Jahren einen automatischen Wasserwechsel. Zuerst beim Süßwasser und seit März dieses Jahres beim Meerwasser. Die Technik ist bei beiden Systemen die gleiche:

    Zur Steuerung des neu hinzukommenden Wassers verwende ich ein Leitwertmessgerät von Aquamedic. Ist der Salzgehalt zu niedrig, wird konzentriertes Salzwasser zugegeben. Ist der Salzgehalt zu hoch, wird Osmosewasser zugegeben. Beides natürlich sehr langsam.

    Nachgefüllt wird so lange, bis der eingestellte Pegel im Technikbecken erreicht ist. Zur Pegelsteuerung habe ich einen Pegelschalter aus der Schwimmbadtechnik der über die elektrische Leitfähigkeit des Wassers funktioniert (sehr zuverlässig)

    Den Wasserwechsel führe ich so durch, dass ich aus einem Technikbecken einfach Wasser in den Kanal pumpe. Die Menge muss man sich halt mal ausmessen. Die Folge: Wasserstand im Technikbecken sinkt, Nachfüllautomatik startet und je nach Leitwert wird Salzwasser oder Osmosewasser nachgefüllt. Übrigens: die Leitwertmessung liegt nach dem Wassereinlauf - zwecks Verfälschung der Messung. Mei Leitwert schwankt auf diese Art um ca. 0,5 ms

    Nun noch das Problem mit der trocken laufenden Förderpumpe:
    Für das Wasserwechseln habe ich im Rücklauf ein "Pufferbecken". In dieses Pufferbecken habe ich aus dem Rücklauf einen sehr geringen Teil abgezweigt. Es rinnt nur so wenig Wasser in das Pufferbecken wie Osmose/Salzwasserzufuhr schaffen. Bei mir so schwach Strohhalm-dick. Das Wasser für den Wasserwechsel wird genau aus diesem Becken rausgepumpt. Ergebnis: Aus dem Pufferbecken - bei mir 300 L - kann ich alles sofort rauspumpen. Der Wasserstand im normalen Technikbecken sinkt aber nur ganz langsam ab. Dieses langsame Absinken wird durch die Zufuhr von Osmose/Salzwasser "überaufgefangen" sodass im Endeffekt der Wasserstand im AQ-Kreislauf immer konstant bleibt.

    Für meine Lösung brauch ich also ein extra Pufferbecken, Pegelsensor, Leitwertsteuerung und eine Pumpe Abwasser, Pumpe für Salzwasser, Pumpe für Osmosewasser. Die Pumpen sind irgendwelche billigen Dinger.

    Die Förderpumpe ist für den Notfall natürlich mit einem Trockenlaufschutz ausgestattet.

    Wie gesagt betreibe ich dieses System seit vielen Jahren. Technisch gesehen absolut angenehm denn der Wasserwechsel beschränkt sich auf die Überwachung der Anlage....

    LG
    Andreas

    Andreas

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