Es hat endlich geklappt!

  • Hallo,
    mir ist es endlich gelungen 2 Fangis zu verpaaren. Das Ergebnis ist auf den Bildern zu sehen.
    Jetzt geht die eigentliche Arbeit los. Ich hab nämlich keine Ahnung was die Larven fressen. Brachionus hab ich momentan keine da. Wie immer wenn was ansteht stürzt die Kultur zusammen.

  • Maximaler Respekt vor Deiner Arbeit mit den Fangis!!!

    Hoffe Dir gelingt es mitelfristig sie zu vermehren!

    Wie bist Du den die Verpaarung angegangen? Sind Fangis nicht Einzelgänger
    und suchen sich nur für die Paarung einen "Kollegen"?

  • Hi Timmy,

    die sehen so aus als könnten die auch gleich mit Nauplien fertig werden. Probier mal Inve430µ oder andere kleine Sorten. Und immer schön in der Schwebe halten, auf dem Foto kleben alle in einer Ecke, dort können die nicht jagen :winking_face:

    mfg Uwe

  • Ein Päärchen G. falcatus wurde in einem Becken untergebracht. Das war mit einer Plexiglas scheibe getrennt. Unten hab ich einen kleinen Schlitz frei gelassen, so das sich die Tiere beschnuppern können.
    Anfangs hatten die beiden sich kräftig geprügelt. Aber es war ja die Scheibe dazwischen, so konnte nichts passieren. Mit der Zeit lies das nach und das Männchen interessierte sich immer mehr für das Weibchen. Wollte unbedingt rüber.
    Kruz nach der Häutung des Weibchens hab ich die beiden zusammen gelassen und konnte das coole Schauspiel der Begattung sehen. Das lief quasi in Missionarsstellung ab.
    Danach wurde das Männchen vertrieben und ich verfrachtete es wieder auf die andere Seite.

    @use
    Das liegt daran das die kleinen normalerweise noch bei der Mutter in der Höhle sind. Erst nach einer Woche verlassen sie die Höhle und schwimmen ins freie um zu jagen. Ich hab für ein Foto mal ein paar abgesaugt.
    Ich veruch es mit Platinium Artemia. Vielleicht werden die ja gefressen. Von der Grösse müsste es passen, denn die Larven sind 4 mm gross.

  • hi Timmy,
    wenn die Kleinen nun ins Freie schwimmen, fressen die sich nicht gegenseitig?
    Wenn Du genügend freie Becken hast, könntest Du sie ja aufteilen...Dann bleiben wenigstens ein paar...oder ist das Futter das Hauptproblem?
    Grüße aus Berlin Uschi

  • Doch sie fressen sich gegenseitig. Das Problem lässt sich einfach lösen. Jede Larve kommt nachde,m sie ins freie geschwommen sind in ein kleines Minibecken und wir dort gefüttert.
    Ich versuch es einfach mal mit angereicherten Artemia Nauplien. Mal sehen was dabei rauskommt.

  • jo Timmy...so hab ich da auch gemeint :grinning_squinting_face:
    wußte nur nicht, daß Du so viele Becken zur Verfügung hast :winking_face_with_tongue:

  • Hallo Timmy,

    rieisg!!! *daumendrück* Alleine, daß Du die Verpaarung hinbekommen hast. Egal, wie es ausgeht... Du mußt unbedingt darüber berichten.

    Ich freue mich jetzt schon auf Deinen Bericht im MA!

  • Hallo Timmy,

    herzlichen Glückwunsch. Hoffentlich gelingt dir die Aufzucht! Bitte weiter so tolle Fotos machen!

    Viele Grüße
    Christine

  • Sehr geil Timmy :smiling_face_with_sunglasses:

    auf der Vergrößerung kannman schon richtig den Fangi in seiner Form erkennen :wink

    Jetz heisst es durchbringen, was ja immer das schwierigste ist.

    Gruß
    Sven

  • So, wollte mal kurz einen Zwischenbericht abgeben.
    Die Larven haben die Höhle verlassen und sind aktiv auf der Jagd. Alle sind einzeln in kleinen Becken und werden mit angereicherten Artemia Nauplien gefüttert. Sie haben sich das erste mal verändert und man kann schon erkennen was es mal werden soll.
    Sind richtige kleine Killermaschinen. Schon jetzt ist der Fangschlag blitzschnell.
    Die kleinen Fangarme sind mit Dornen besetzt, so hat Plankton keine Chance.

  • Hi Timmy,

    wow - geiles Foto. Machst Du mir nen Bericht fürs Nachzuchtenregister?
    So wie die auf dem Bild aussehen sind das ja fast Miniaturausgaben von den Eltern. Ausgebildete Fangarme hätte ich bei denen noch nicht erwartet. Damit sollte die Aufzucht aber nicht allzu kompliziert werden.
    Paß auf die Wasserwerte in den kleinen Becken auf, gib vielleicht etwas Jod ins Wechselwasser und versuch mal ein paar Copepoden mit zu verfüttern ( evtl. im AQ von der Scheibe absaugen oder Bodengrund ausspülen und dann aussieben ) Copos haben einen viel höheren Nährwert als Nauplien.

    mfg Uwe

  • Die kleinen Becken sind in einem grossen Becken untergebracht. So gibts keine Probleme mit dem Wasser.
    Roy Caldwell ( Fangschreckenkrebsexperte) sagte mir das die erste Woche, nachdem die Larven ins freie schwimmen sehr heikel ist, danach wirds um ein vielfaches einfacher.
    Bis jetzt verfüttere ich nur frisch geschlüpfte Nauplien. Die werden vorher 6 Stunden in einem extra Becken mit Culture Selco Plus angereichert.
    Copepoden kann ich mal versuchen, vielleicht werden die gefressen.

    Wenn der Versuch beendet ist, mach ich was fürs Nachzuchtenregister.

  • Hallöle Timmy,
    wie schauts denn aus?
    Deine Fan- Gemeinde wüßte gerne, was die Kinderchen machen... :grinning_squinting_face:

    LG Uschi

  • Ich muss die Fan-Gemeinde leider erstmal entäuschen,
    alle Larven sind gestorben.
    Ich hatte diese Woche überhaupt keine Zeit und war zu lange nicht da.
    Konnte die Larven nur einmal am Tag füttern. Das ist zu wenig.
    Aber die Arbeit geht nunmal vor.
    Das nächste mal hab ich mehr Zeit und kümmere mich intensiv um die kleinen.
    Der Versuch zeigt aber das es möglich ist Fangis zu vermehren.

    Ich bin nicht traurig das es nicht geklappt hat! Ein Ansatz ist geschafft, jetzt heisst es weitermachen bis es klappt.

  • Hi Timmy,

    schade, dass es nicht geklappt hat!

    Aber hey: Kopf hoch, direkt beim 1. Mal es zu schaffen, wäre wohl zu perfekt gewesen.

    Notier dir alle Informationen und Erfahrungen, die du hast sammeln können.

    Du bist auf jeden Fall schon viele Schritte weiter.

    :thup

  • Hallo Timmy,

    genau! Nicht traurig sein, beim nächsten Mal wirst Du sicher einen Schritt weiterkommen!

  • die arbeit daran ist sicherlich wertvoll - ich drücke dir die daumen beim nächsten mal !

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Nur mal interessehalber: bei welcher Art ist denn die Paarung gelungen ?

    Gruss

    Rüdiger

    Ex-Becken: 230x80x70 mit 60cm Panoramaecke rechts - im Kreislauf ca.1350l - Technikbecken 100x60x40 + Nachfüll-/WW-Becken 40x55x50 - Umwälzung Abyzz 420 eco - 2x Tunze Stream 6100 - 2xHagen 802 - Abschäumer H&S F200 2x2001 - Eigenbaubeleuchtung T5 12x39W + 4x54W - UV DeBary 25W - Ozon Sander 100 - Balling mit Grotech TEC III + EP IV - IEM UO m. Boosterpumpe + Si Filter - 5% WW/Woche, wechselndes Salz --> Bilderthread | Aquabilderbuch | Aquabilderbuch altes 400l Becken

  • Das war Gonodactylaceus falcatus.

    Hab hier aber noch einige Päärchen anderer Arten da. Die kommen demnächst dran.

  • Viel Glück beim nächsten Versuch! Wird sicher klappen!

    Meinen Respekt für die bisherige Leistung hast Du jedenfalls schon! :thup

    Kurze Frage: War das bisher der erste (dokumentierte) Nachzuchtversuch von Fangschreckenkrebsen überhaupt? (War ja wenigstens ein Teilerfolg, die Idee mit der etwas durchlässigen Trennscheibe war z.B. wirklich super *find*)

    Bleib dran und weiterhin viel Erfolg! :winking_face:

    Gruß *daumendrückenderweise* Nano!

    Viele Grüße
    Kai

  • Hi Timmy

    Schade, aber nachzuvollziehen. Es leidet leider immer etwas wenn man viel arbeiten muss. So drücke ich Dir die Daumen für das nächste mal. Ich würde mich freuen wenn es klappt, denn ich kenne keine dokumentieren Nachzuchten von Fangis.
    Man sieht sie sich alles entwickelt, früher wurden sie gejagt und getötet heute gibt man sie ab oder hält sie in separaten Becken und vielleicht züchtet man sie sogar bald. Das wäre wünschenswert.

  • Zitat

    Man sieht sie sich alles entwickelt, früher wurden sie gejagt und getötet heute gibt man sie ab oder hält sie in separaten Becken und vielleicht züchtet man sie sogar bald. Das wäre wünschenswert.

    Das ist auch mein Wunsch und ich hoffe das sich durch den Bericht, der im nächsten MWA erscheint, viele für diese Tiere begeistern können.

    Es ist nicht der erste dokumentierte Versuch. Dr. Roy Caldwell hat bereits mehrere Schmetterer Arten aufgezogen und hat mir sehr nützliche Tips gegeben. Eine Überlebensrate von mehr als ein paar % ist aber ihm auch nicht gelungen.
    Das schwierigste ist die Verpaarung. Wenn man nicht aufpasst und die Tiere zum falschen Zeitpunkt zusammen lässt, endet das meistens mit dem Tod eines Tieres. Durch die Trennscheiben methode kann man sehr gut sehen wann die Tiere bereit für eine Verpaarung sind.

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