Greenpeace mag uns nicht

  • Hallo,

    anbei ein etwas längerer Artikel aus dem aktuellen Grenpeace-Magazin:

    GPM 6/01 - Für ihr Hobby nehmen Meeres-Aquarianer fast jeden Preis in Kauf — und keine Rücksicht auf die Umwelt. Korallenriffe und Artenvielfalt bleiben beim Handel mit exotischen Fischen auf der Strecke.

    Leuchtend rosarote Fächerkorallen prangen, purpurne Demoisellen flösseln vorüber, Tentakeln wippen in der Strömung. Orange-schwarze Seesternarme schlängeln in Felsritzen, Borstenwürmer kriechen durch feinen Kies. Zwei gelbe Doktoren jagen durchs kristallklare Wasser, erschrocken verschwindet ein feuerroter Flammenkaiser hinter einer Seeanemone, während ein Einsiedlerkrebs sich hastig in seinem Schneckenhaus verkriecht.

    700 Liter tropisches Leben mitten in Berlin – und direkt daneben auf dem Ledersofa im Wohnzimmer sitzt Leo Gessert, der stolze Besitzer des marinen Biotops. Seit 13 Jahren ist der 47-jährige Justizbeamte Meeresaquarianer, seit vielen Jahren in einem Berliner Verein organisiert und Herausgeber der Vereinszeitschrift "MarinLife". Mehrere zehntausend Mark hat er über die Jahre für sein Hobby ausgegeben, und deswegen vermutlich schon mehr als einen Ehestreit mit seiner Frau ausgestanden.

    Christa Gessert sitzt einen Meter entfernt im anderen Eck des Sofas. Die Aquaristik ist auch heute noch nicht ihr Steckenpferd: Mal kommt ein kritischer Kommentar, mal ein missbilligender Blick, wenn ihr Mann mit kindlich leuchtenden Augen davon erzählt, wie er für mehrere tausend Mark sein Aquarium in Leipzig maßanfertigen ließ oder in einem Laden in der bayerischen Provinz endlich das fehlende Weibchen für seinen gelben Lippfisch erstehen konnte. Gessert ist mit Leib und Seele Aquarianer, ein bisschen verrückt, ein echter Meeresfisch-Freak.

    Schätzungsweise mehrere zehntausend Deutsche begeistern sich für dieses Hobby, die Bundesrepublik ist nach den USA und Japan der drittgrößte Markt weltweit. Jährlich werden hierzulande zweistellige Millionenbeträge umgesetzt und geschätzte sechs Millionen Meeresfische importiert, vor allem aus den Philippinen, Indonesien, Thailand, Singapur und Hawaii. Seit den Anfängen in den 60er Jahren ist die Fangemeinde stetig gewachsen, und so hat sich auf Hawaii beispielsweise die Zahl der gefangenen Meereszierfische seit Anfang der 70er verfünffacht. Nach einem Report des Washingtoner World-watch-Instituts werden weltweit jährlich 500 bis 600 Millionen Zierfische aus den Meeren geschöpft. Für viele der meist armen Exportländer ist der Zierfischhandel eine wichtige Einnahmequelle.

    Aber je mehr Menschen in den reichen westlichen Ländern den Wunsch haben, sich mit tropischen Fischen und bunten Korallen einen Tupfer Exotik ins Wohnzimmer zu holen, um so problematischer wird diese Leidenschaft: Nicht nur leiden die durch Klimaerwärmung, Meeresverschmutzung, Taucher und Ankerschäden eh schon arg strapazierten tropischen Korallenriffe unter dem Fischen mit giftigem Zyanid oder sind viele gehandelte Arten wie Seepferdchen oder etliche Steinkorallen inzwischen vom Aussterben bedroht. Vor allem die hohe Todesrate der Tropenfische ist ein Problem: Ein Teil wird schon im Riff mit Zyaniden vergiftet (siehe Kasten), andere wiederum werden so brutal aus dem Netz gerissen, dass die Kiemen aufreißen und sie verbluten. Der nächste Teil stirbt am Dauerstress oder erstickt in schlecht belüfteten Transportbehältern. Mindestens die Hälfte der Fische ist schon tot, ehe sie überhaupt in ein Frachtflugzeug nach Europa, in die USA oder Japan verladen wurde.

    Für den Flug werden bis zu 20 Tiere in eine Plastiktüte mit möglichst wenig Wasser gepackt: "Die Fische sind eigentlich billig, teuer ist vor allem der Transport", erklärt der Berliner Großhändler Heiko Franke. Nach seinen Angaben sterben durchschnittlich zehn Prozent der Fische direkt nach der Ankunft bei ihm – oder sind schon tot.

    Um Gewicht zu sparen, ist das Wasser in den Tüten oft so knapp, dass Fische bis zu 48 Stunden auf der Seite liegen müssen, damit sie nicht aus dem Wasser ragen. "Sie schnappen noch verzweifelt nach Luft, wenn man die Tüten öffnet, und rühren sich dann nicht mehr. Bei vielen Lieferungen war die Hälfte der Fische tot oder fix und fertig, in Extremfällen lebten von 500 Tieren gerade noch zwei", erinnert sich Dieter Bruhns (Name von der Redaktion geändert), der lange Zeit im deutschen Meeresaquarienhandel gearbeitet hat. "Das lag auch an meinem damaligen Chef, einem Großhändler, der hat profitgeil dort gekauft, wo es am billigsten war. Der Zustand der Fische war ihm egal. Es zählte allein das Geschäft – Kohle, Kohle, Kohle."

    Sinken die Gewinne wegen hoher Ausfälle bei den Lieferungen zu stark, wechseln die Großhändler einfach den Exporteur, doch in den meisten Herkunftsländern sind die Haltungsbedingungen ähnlich katastrophal: Oft vegetieren die Fische tagelang ohne Futter in rostigen Blecheimern oder schwimmen in Massen von Antibiotika, bevor sie für den Transport verpackt werden.

    Für die wenigen Tiere, die den Leidensweg vom Fanggebiet bis zum deutschen ischgroßhändler überlebt haben, geht das Martyrium weiter: In Plastiktüten und Transportkartons werden sie zum Einzelhändler gekarrt. Bei Andreas Franke, seit 1997 Besitzer eines kleinen Meeresaquaristikgeschäfts in Berlin, gehen rund zehn Prozent der Fische nach der Ankunft ein. Ex-Verkäufer Bruhns erzählt, dass die Ausfälle im Einzelhandel teilweise noch viel höher sind: "Beim Pinzettfisch, einem der beliebtesten Korallenfische, starben von fünf gelieferten Tieren vier bei uns im Laden."

    Selbst von jenen Fischen, die es bis ins Becken eines Aquarianers schaffen, "kippt" ein großer Teil in den ersten Wochen "weg" (wie die Szene es nennt). Viele sterben wegen altungsfehlern wie falscher Fütterung oder zu dichtem Besatz, andere sind schon so angeschlagen, dass auch die beste Pflege sie nicht mehr retten kann. So sind bei mit Zyanid gefangenen Fischen die Leber und andere Organe meist irreversibel geschädigt. Oft wurden den Tiere auch hochdosierte Antibiotika ins Wasser geschüttet, was ihre Darmflora zerstört und sie langsam verhungern lässt. Letztendlich, wird geschätzt, haben für jeden Meeresfisch in deutschen Aquarien zehn bis hundert Artgenossen ihr Leben gelassen.

    Zahlen, die Aquarianer nicht gerne hören, aber doch indirekt bestätigen: "Es werden Tiere verkauft, die von vornherein Todeskandidaten sind. Ich kenne Leute, die haben in kurzer Zeit schon den fünften Weißkehldoktorfisch über die Klinge springen lassen. Der Handel verdient so gutes Geld", erzählt Leo Gessert. "Wir handeln mit manchen Arten nicht, weil sie sich nicht halten lassen", sagt der Berliner Ladeninhaber Andreas Franke. "Andere verkaufen leider alles."

    Leise surren die Sauerstoffpumpen in seinem Laden im Norden Berlins, während er erzählt. Die Luft ist feucht, es riecht ein wenig nach Meer. An einer Wand stapeln sich mehr als 20 Verkaufsbecken in drei Reihen über- und nebeneinander, in denen orange-weiß gestreifte Anemonenfische, bizarre Drachenfische und majestätische, dunkelblaue Pfauen-Kaiserfische kreisen. Ein riesiges Schaubecken in der Mitte des Raumes ist randvoll mit weißen, rosa- und lilafarbenen Korallen.

    "Wer in die Meeresaquaristik einsteigen will, muss für Becken, Ausrüstung und Fische mit mindestens 10.000 Mark rechnen", sagt Franke, der seine jüngste Lieferung inspiziert – eine Styroporbox mit 40, 50 bunten Fischen. Acht Mark muss man bei ihm für eine Demoiselle auf den Tisch legen, 70 Mark für einen gelben Doktor, 700 Mark kostet ein seltener gelber Kugelfisch. Während sein Gehilfe den Großteil der Tiere zunächst in Eimer und später auf die Verkaufsbecken verteilt, fachsimpelt der Chef mit einem Geschäftsmann im Anzug über die richtige Wasserchemie.

    Auch wenn Franke ein paar schwer zu haltende Spezies nicht im Angebot hat, eines stellt er klar: "Auf manche Arten können wir nicht verzichten, weil die jeder will, so wie den gelben Doktor." Der Gelbe Hawaiidoktor, der in fast jedem Meerwasseraquarium schwimmt, galt lange Zeit als robuster "Anfängerfisch". Doch inzwischen gibt es selbst damit massive Probleme, was Leo Gessert schwer in Rage bringt: "Seit zwei, drei Jahren gehen viele gelbe Doktoren schon Wochen nach dem Kauf ein, weil sie massenweise Antibiotika bekommen haben.

    Wir haben uns beschwert, damit die Händler bei Großhändlern und Exporteuren Druck machen."

    Doch nicht nur Antibiotika, auch Beruhigungsmittel und Hormone zur Steigerung der Farbintensität gehören zum Speiseplan der Exoten. "Immer häufiger bekommt man im Laden aufgeschwemmte, verdauungsunfähige, fehlfarbene Todeskandidaten vorgesetzt. Liegen diese Giftbomben endlich tot am Boden des Aquariums, rührt sie kein Einsiedlerkrebs, ja selbst kein Borstenwurm mehr an", klagt die Verhaltensforscherin Ellen Thaler in der Juni-Ausgabe der Aquarianer-Zeitschrift DATZ.

    Die Professorin, selbst eine Meeresfisch-Liebhaberin, unterstellt den Aquarianern eine Wegwerf-Mentalität. Viele verschlissen Fische oder wechselten sie aus, weil gerade andere Arten "in" sind. "Je seltener ein Fisch ist, desto begehrter ist er auch. Der Preis spielt dann keine Rolle mehr", sagt Bruhns über seine ehemaligen Kunden. "Früher oder später holt sich jeder einen Fisch, von dem er besser die Finger lassen sollte." Sein vernichtendes Fazit: "Von zehn Meeresaquarianern sollten sich neun ein anderes Hobby suchen. Die sehen die Fische nur als Zimmertapete."

    Mit solchen Freizeit-Aquarianern kann Leo Gessert sich nicht identifizieren. Fische sind seine Leidenschaft. Er verschwindet in der Küche. Als er mit einem Stück Gurke wieder auftaucht, ist er empört: "Jetzt haben die Jungs meinen Fischen den Salat weggefressen." Seine Frau grummelt, die Söhne seien ja auch wichtiger. Doch er widmet sich schon ganz dem Gurkenstück, welches er gekonnt an einem mit einem Stein beschwerten Draht befestigt. "Die Fische brauchen Abwechslung. Mal kriegen sie ein Salatblatt, mal ein Stück Banane oder auch etwas Ananas", erklärt er mit fürsorglicher Stimme. Kaum liegt der Stein am Grund des Aquariums, stürzen sich Fische und Garnelen auf den in der Strömung baumelnden Leckerbissen.

    Der Meeres-Freak setzt sich zufrieden wieder aufs Sofa neben dem Aquarium und bestätigt mit ernster Miene Bruhns Kritik: "Leider gibt es viele Aquarianer, denen es egal ist, wenn ein Fisch kaputt geht, dann holen sie sich halt einen neuen."

    Die Lust auf immer neue, immer exotischere Tiere ist für einige Spezies längst zur Bedrohung geworden. Die putzigen Seepferdchen etwa, die je nach Art 30 bis 5000 Mark kosten, sind immer noch begehrt, obwohl viele Arten kurz vor der Ausrottung stehen. Zwar ist der Hauptgrund dafür die Verwendung von Seepferdchen-Pulver und -Tinkturen in der traditionellen chinesischen Medizin, aber auch für den Zierfischhandel werden weltweit jährlich 500.000 Tiere gefangen.

    Die meisten Aquarianer und Händler haben zum Naturschutz ein gespaltenes Verhältnis: Zwar schimpfen sie laut über Umweltschäden, verdrängen aber zugleich die negativen Folgen ihres Hobbys. Denn im Gegensatz zur Süßwasseraquaristik, wo die meisten Arten inzwischen nachgezüchtet und nur etwa zehn Prozent der gehandelten Fische der Natur entnommen werden, sind im Meeresaquarium 95 bis 98 Prozent der Tiere Wildfänge. Die meisten Zuchtversuche scheitern daran, dass fast alle Meeresfische Freilaicher sind. Die Weibchen geben die Eier direkt ins Wasser ab, und die Larven ernähren sich von umherschwimmendem Plankton. Doch eben diese Eier und das Plankton werden von den für die Wasserqualität des Beckens unerlässlichen Filtern abgefischt – ein bislang ungelöstes Problem. "Daraus wird in Zukunft nichts werden, weil es technisch zu aufwendig und zu teuer ist. Das kann man vergessen", winkt Fischforscherin Thaler ab.

    So wird die Nachfrage nach Korallenfischen aus dem Riff wohl auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Trotz stetig steigender Exportzahlen gibt es bis heute nicht einmal für bedrohte Arten konkrete Bestands- oder Handelszahlen oder irgendwelche Handelsbeschränkungen, jeder darf importieren, was und wie viel er will.

    Die dramatischen Folgen zeigt die weltweit bislang einzige Studie zu den Auswirkungen des Meereszierfischfangs in Hawaii (1999) auf: Dort wurden die natürlichen Populationen von zehn häufig gehandelten Arten durch den Fang rasant dezimiert – in nur zwei Jahren um 38 bis 57 Prozent. Und dies, obwohl dort nicht einmal mit Zyanid gefischt wird. Der Autor der Studie, Brian Tissot, drängte erfolgreich darauf, mindestens 30 Prozent der Küstengewässer Westhawaiis zu Reservaten zu erklären, in denen jegliches Fangen von Fischen verboten ist. Zudem werden auf den Inseln der Handel und die Populationszahlen kontrolliert. Von solchen Maßnahmen sind alle anderen Exportländer weit entfernt.

    Doch auch in den Importstaaten gibt es keine Handelsstatistiken. In Deutschland etwa ist nur die Gesamtmenge der jährlich importierten Zierfische in Tonnen bekannt (2000: 105 Tonnen Süßwasser- und 45 Tonnen Meerwasserfische). Als das Bundesamt für Naturschutz (BfN) Anfang der 90er versuchte, die Handelsdaten zentral zu erfassen, scheiterte dies am Widerstand der Händlerlobby. "Die dachten, wir wollen ihnen das Geschäft kaputt machen", erzählt BfN-Abteilungsleiter Harald Martens.

    Auch 1997, als die Bundesartenschutzverordnung an die EU-Gesetzgebung angepasst wurde, gab das BfN klein bei: Das acht Jahre lang geltende Importverbot für die farbenprächtigen Kaiser- und Falterfische wurde ohne Ausnahmen aufgehoben. "Es ließ sich in der EU nicht durchsetzen. Und ein deutscher Alleingang war nicht drin", sagt Martens.

    "Wenn das BfN gewollt hätte, hätte man das Verbot beibehalten können", meint hingegen ein Kollege eines ostdeutschen Umweltamtes. "Auch andere Länder haben beim Import bedrohter Arten Sonderregelungen erreicht. In Schweden darf man beispielsweise keine exotischen Vögel halten, in Frankreich keine Greifvögel."

    Seit der Aufhebung des Verbots haben Aquarianer und Händler wieder die freie Auswahl in allen Ozeanen. Nur einige langsam wachsende Steinkorallenarten aus Indonesien dürfen nicht importiert werden. Dafür werden sie illegal ins Land geschmuggelt. "Wir sind da schwer überfordert", stöhnt die zuständige Expertin vom Zoll am Frankfurter Flughafen, "wir sind ja Zöllner und keine Biologen. Wenn’s nach uns ginge, sollte die Einfuhr von Korallen ganz verboten werden."

    Dass in der Meeresaquaristik dringend etwas getan werden müsste, darüber sind sich im Prinzip alle Beteiligten einig, Aquarianer, Händler, Wissenschaftler, Naturschützer und Behörden (siehe Kasten "Lösungen"). Vom Öko-Label über chemische Stichproben bis zu Mindestverkaufspreisen – Vorschläge gibt es genug. Doch bisher ist nichts geschehen.

    Bestimmte Arten hätten aber selbst mit Öko-Label und transparentem Handelsweg nichts im Aquarium zu suchen. Davon weiß auch der Fisch-Fanatiker Gessert ein Lied zu singen. Er hatte vor einiger Zeit das Ei eines Ammenhais erstanden: "Das war schon toll, man konnte genau beobachten, wie unser kleiner Hai in dem ovalen, zehn Zentimeter langen Ei immer größer wurde." Sogar seine Frau am anderen Ende des Sofas nickt beifällig. Stolz fährt Gessert fort: "Als der Hai gerade am Schlüpfen war, kam sogar das Fernsehen und wir waren auf SAT 1 zu sehen." Dem Höhepunkt seines Aquarianer-Lebens folgte schon bald das Entsetzen: Eines Tages stank es in der Wohnung säuerlich nach Fisch. Der Hai war aus dem Becken gesprungen und dahinter verendet.


    Lösungen fürs Aquarium

    Zum Schutz von Korallenriffen und vom Aussterben bedrohten Meereszierfischarten fordern Experten wie Ellen Thaler, Verhaltensforscherin, und Daniel Knop, Chefredakteur des Fachmagazins „Koralle“:

    1. Transparenz
    Es muss erfasst werden, wo und wie welche Arten in welcher Menge gefangen und wie sie „gehältert“ und transportiert werden.

    2. Öko-Label
    Mit Netzen gefangene Tiere bekommen ein Zertifikat und werden über ausgewählte Händler verkauft. Für die geringere Sterbequote netzgefangener Fische (im Ver-gleich zu giftgefischten) werden die Fänger mit höheren Preisen pro Tier entlohnt.

    3. Stichproben
    Ob Fische tatsächlich schonender gefangen und gehalten wurden, wird durch stichprobenartige chemische Analysen auf Zyanid- und Antibiotikagehalt überprüft.

    4. Reservate
    In allen Fangregionen wird ein Netzwerk ausreichend großer Reservate eingerichtet, in denen das Fischen vollständig verboten ist. Von dort können wieder Fische in die Fangregionen nachwandern.

    5. Handelsbeschränkungen
    Für besonders schwer haltbare und vom Aussterben bedrohte Fischarten gelten Handelsbeschränkungen oder -verbote.

    6. Mindestpreise
    Um zu verhindern, dass schwer haltbare Arten „verbraucht” und einfach wieder neu gekauft werden, werden für diese Arten im Verkauf Mindestpreise festgesetzt.

    7. Ausbildung
    Großhändler, Händler und Verkäufer müssen sich regelmäßig in Naturschutz und artgerechter Haltung schulen lassen.

    8. Kontrollen
    Durch Stichproben wird überprüft, ob Aquarienhändler geschützte Arten verkaufen und ob sie umweltgerecht beraten.

    Gruß
    Matthias

  • Hallo Matthias

    Ich meine das ist ein älterer Artikel, in weiten Teilen zwar ein wenig übertrieben (zum Beispiel der Giftfang oder die Zahlen) aber ansonsten ist doch einiges wahres dran, und das nicht gerade wenig.

    Undi ch glaube man muss solche kritische Stimmen auch ernst nehmen, zumindest sollte man darüber nachdenken.

    Man sollte nicht die Zuchtversuche vergessen, die Nachzuchten im Korallenbereich, die mittlerweile doch häufiger geworden sind.

    Ich kann für meinen Teil den Katalog in weiten Teilen voll zustimmen. Vor allem was die Ausbilung von Fängern, Anlagenhaltern und Verkäufern angeht. Aber auch was die Aquarianer angeht die sich so ein Becken zulegen und noch keine Ahnung haben.

    Die MAC gibt es ja, genau so was versuchen sie, aber es hat scheinbar keinen Erfolg.

    Das ist dann die Mentatlität lieber den Fisch billiger zu kaufen was einen Erfolg verhindert. wobei man das nicht auf den Kunden beschränken kann, der Fachhandel oder grosshandel muss erst mal ganz schön Kohle für eine Zertifizierung hinlegen. Auch das sollte man nicht vergessen.

    Kein so schönes thema für unser Hobby, aber auch das gehört dazu.

  • Na ja

    vielleicht doch nicht so aktuell : :winking_face_with_tongue:


    Robert
    Was mir an diesen militanten Umweltschützern immer unangenehm auffällt, sind diese gnadenlosen Hetzkampagnen. Siehe schon mal die Einleitung von so einem Artikel. Da sicherlich Fehler in der Haltung gemacht werden und es Leute gibt denen es schnurz ist, ob so ein Fisch nicht dauerhaft haltbar ist, ist unbestritten. Das aber wieder dies niederträchtige Denkweise allen zu unterstellen ist natürlich total daneben.

    Gruß
    MAtthias

    Einmal editiert, zuletzt von Matthias (6. Dezember 2005 um 22:45)

  • Zitat

    Original von Matthias
    Jährlich werden hierzulande zweistellige Millionenbeträge umgesetzt und geschätzte sechs Millionen Meeresfische importiert, vor allem aus den Philippinen, Indonesien, Thailand, Singapur und Hawaii.

    ****Zumindest aus Thailand ist schon seit Jahren kein Meerestier mehr exportiert/importiert worden :face_with_tongue:


    Um Gewicht zu sparen, ist das Wasser in den Tüten oft so knapp, dass Fische bis zu 48 Stunden auf der Seite liegen müssen, damit sie nicht aus dem Wasser ragen. "Sie schnappen noch verzweifelt nach Luft, wenn man die Tüten öffnet, und rühren sich dann nicht mehr. Bei vielen Lieferungen war die Hälfte der Fische tot oder fix und fertig, in Extremfällen lebten von 500 Tieren gerade noch zwei", erinnert sich Dieter Bruhns (Name von der Redaktion geändert), der lange Zeit im deutschen Meeresaquarienhandel gearbeitet hat. "Das lag auch an meinem damaligen Chef, einem Großhändler, der hat profitgeil dort gekauft, wo es am billigsten war. Der Zustand der Fische war ihm egal. Es zählte allein das Geschäft – Kohle, Kohle, Kohle."

    ***Das klingt nach "unserem" Michael Hannig :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

  • Nun Schätzungen und wirre Zahlen nennen ist halt das was die Leute lesen wollen. Ob das stimmt oder nicht ist erstmal völlig egal.
    Das hat man zuletzt ja bei den Krusten gesehn. Die Aufmachung machts und Panik ist schnell verbreitet.
    Ich für meinen Teil liebe mein Hobby und kann noch ruhig schlafen.
    Was mir gefällt ist das die Süsswassers ja schon fast gelobt werden, nur ist es dann weniger schlimm wenn ein gezüchteter Fisch stirbt?
    Was da von Verpacken von mehreren Fischen in einem Beutel steht ist totale Blödsinn. Nur echte Paare werden gemeinsam verpackt.
    Was ich schade finde ist das Leute wie Thaler usw auf diesen Zug mitaufspringen. Gerade solche Leute die doch viel in der Szene unterwegs sind und daran auch nicht wenig Geld verdienen sollten es doch eigentlich besser wissen.
    Naja egal
    Gruß Frank

  • Zitat

    Original von KS

    zwei Stühle , eine Meinung :winking_face:

    Gruß Jürgen

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    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • Zitat

    Original von Frank Mohr
    Was ich schade finde ist das Leute wie Thaler usw auf diesen Zug mitaufspringen. Gerade solche Leute die doch viel in der Szene unterwegs sind und daran auch nicht wenig Geld verdienen sollten es doch eigentlich besser wissen.
    Naja egal
    Gruß Frank

    moin,

    das sind einzelne zitate,aus dem zusammenhang gerissen und so in den bericht reigebastellt,daß es paßt :winking_face:

    ansonsten ist sicher viel wahres dran,man muß sich nur mal im forum umschauen,was es hier schon für diskussionen gab.und ich unterstelle mal,hier sind alles engagierte leute zusammen,die meisten mw-aquarianer machen sich bei weitem nicht diese gedanken,nicht umsonst hab ich einen schapper im becken,den ich aus einem150x50x50 becken gerettet hab.wie´s weitergeht,weiß ich auch noch nicht.

    :winkmbb

    p.s.:mir fällt dazu noch ein beispiel ein.

    ich war extrem heiß auf geisterpfeifenfische,hab mich aber vorher,da es keine erfahrungen in irgendeinem forum gab,auch noch in etlichen internationalen aquarien schlaugemacht,und dann von der haltung abstand genommem!

    offenbar von meinen threads animiert,hat aber gleich ein admin eines anderen forums(iris,glaub ich)einen gekauft,obwohl (fast) alle meinungen nagativ waren>>> nie wieder etwas von dem tier gehöhrt.

    mfg
    michael

    3 Mal editiert, zuletzt von mbb (7. Dezember 2005 um 06:58)

  • Hallo,

    ja, den haben wir vor Jahren schon einmal diskutiert. Ich war damals auch nicht begeistert, Robert der gleichen Meinung wie heute :D, nur dass damals die Positivlisten- und Exotenverbots-Diskussion ziemlich aktuell war.

    Heute lese ich da eher: "Schaut mal, es gibt noch größere Freaks als uns!"

    Ansonsten: Die wahre Lehre der- und der tiefe Glauben an Bürokratie, siehe insbesondere Punkt 6 der Lösungsvorschläge :face_with_rolling_eyes:. Die Juristen in den Ministerien und Ämtern wollen ja irgendwie beschäftigt werden .... Irgendwie spießig, diese Ökorevoluzzer! :confused_face:

    Grüße

    Hans-Werner

  • ... ach ja und Frau Thaler hat schon so viele Fische "gerettet", weil nur sie es kann. Das denken viele, die sich unhaltbare Fische ins Aquarium holen. Der eine oder andere wird auch bei Letzteren "Beipack" gewesen sein, den der Händler kostenlos abgegeben hat.

    Allerdings glaube ich, dass sich gerade bei der Pflege von Fischen in den Jahren seit diesem Artikel einiges getan hat.

  • Hallo alle zusammen,
    ich denke auch, das sich so einiges getan hat. Meine alten Bücher von ebay kann ich vergessen und mit dem Forderungskatolog kann ich mich auch identifizieren. Wenn MAC angeboten werden würde, würde ich die Fische kaufen auch wenn sie wesendlich teurer wären. Denn tote Fische sind die teuersten ;).
    Steffen

  • Hallo

    Hier ums Eck ist ein Laden mit hauptsächlich Süsswasser.Wenn ich seh, was da abgeht...: Da werden Fische gekauft, die gar nicht zusammenpassen, hauptsache ein kessel buntes. wenn was stirbt wirds nochmal gekauft ohne nachzufragen was die Ursache war. ..."und dann noch von denen und von denen, wenn ich schonmal hier bin, und die Kinder wollen sowas".

    Als der Laden mal Montags rappelvoll war kam auf den Kommentar"Am Wochenende wohl viele Fische gestorben" heftiges gelächter.

    Ok, Süsswasser läuft hauptsächlich über Nachzuchten, aber trotzdem sind das lebende Tiere.

    Sorry wenns ein wenig OT war, musste ich aber mal loswerden.

  • Hallo zusammen,

    diese Diskussion ist hier wahrlich schon oft genug geführt worden und nie zu einem Ergebnis gekommen.

    Ich denke man muss sich als Meerwasseraquarianer einfach darüber im klaren sein, das man mit seinem Hobby nicht gerade zum Naturschutz beiträgt.
    Dabei ist es völlig irrelevant ob ich meine Tiere gut und artgerecht halte oder vernachlässige.
    Auch der akribischste Meerwasseraquarianer, der so gut wie nie ein Tier verliert, unterstützt durch den Kauf von Technik und Zubehör einen Industriezweig aus dem sich auch der andere Aquarianer (der regelmäßig pro Monat seinen Besatz erneuern muß) bedient.

    Jetzt zu versuchen, die Süßwasserquaristik diesbezüglich in ein gleiches Licht zu setzten, sollten wir nicht tun.
    Hier ist das Verhältnis zwischen Nachzuchten und Wildentnahmen eben anders herum und das Thema ist Naturschutz, nicht passende Vergesellschaftung.
    Beim Thema Naturschutz zieht der Meerwasseraquarianer meiner Meinung nach hier deutlich den kürzeren.

    Schöne Grüße

    Stephan

  • Zitat

    Original von longo

    Jetzt zu versuchen, die Süßwasserquaristik diesbezüglich in ein gleiches Licht zu setzten, sollten wir nicht tun.
    Hier ist das Verhältnis zwischen Nachzuchten und Wildentnahmen eben anders herum und das Thema ist Naturschutz, nicht passende Vergesellschaftung.
    Beim Thema Naturschutz zieht der Meerwasseraquarianer meiner Meinung nach hier deutlich den kürzeren.

    Schöne Grüße

    Stephan

    Hi Stephan

    Ich wollte die Süsswasseraq. natürlich nicht verteufeln. Ich wollte das nur mal loswerden. In jedem Bericht sind die Meerwassermenschen die bösen, weil Riffe ausgerottet werden usw., was z.t. ja auch nicht so abwegig ist.
    Aber dieser 8-Punkteplan ganz oben lässt sich (vor allem Punkt 8 ) auch prima auf die Süsswasserfischverkäufer übertragen.

    Einmal editiert, zuletzt von Volker Dehn (7. Dezember 2005 um 11:15)

  • Hallo Steffen,

    ich denke mit dieser Einstellung stehst du nicht alleine da, vielleicht vertrittst du sogar eine Mehrheit. Ich glaube, dass die Vorträge der entsprechenden Organisationen da mehr bewirkt haben, als bürokratische Massnahmen wie sie in dem Artikel für Falter- und Kaiserfische gefordert werden.

    Was mich aber immer wieder wundert: Unter den Meerwasseraquarianern gibt es so viele Selbstgerechte, für die immer die anderen "das Böse" tun. Der Artikel weidet das sehr genüsslich aus.
    Zweifellos hat die Meeresaquaristik zwei Seiten. Fangen wir mal mit der häßlichen an. Die Meeresaquaristik kommt nicht ganz ohne "Nachschub" aus den Herkunftsländern aus. Leider sterben auf dem Transport bis in die Aquarien viele leidensfähige Fischindividuen, z. B. weil Krankheiten unter Streß virulent werden oder weil resistente Keime die Hälterungsanlagen verseuchen. Das ist ein echtes Tierschutzproblem, um das man sich kümmern muss. Hier kann man Besserung bewirken.
    Die schöne Seite ist, dass sich praktisch alle Meerwasseraquarianer für Korallen, Fische und die natürlichen Lebensräume interessieren und sowohl eigennützige wie uneigennützige Interessen an deren Erhalt haben. Ich glaube hier haben die Riffe eine bessere Lobby als unter den Naturschützern, weil die kaum wirklich sehen und verstehen, was sich unter der Wasseroberfläche befindet. Fernsehbilder können niemanden so für die Unterwasserwelt interessieren und gewinnen wie die Meeresaquaristik.
    Zum zweiten trägt die Riffaquaristik zum Einkommen und zur wirtschaftlichen Entwicklung wirklich armer Bevölkerungen bei und die haben ein absolutes Recht darauf, ihre Natur auch zu nutzen.
    Was würden die Leute hier sagen, wenn das Ausland uns hier den Bau einer Straße verbietet, die durch ökologisch wertvolles Gebiet geht, während sie (diese Ausländer) sich im eigenen Land aufführen wie Sau. Insofern finde ich auch hier Maßregelungen voll daneben.
    Und wenn man die Riffe schon nicht für den Aquaristik-Export nutzen kann, sind sie wenigstens für den Straßenbau gut zu gebrauchen, denn sie geben besten Schotter. Sie sind ja für sonst nichts mehr zu gebrauchen. Prima Alternative!
    Dass man diese Nutzung dennoch steuern sollte und den armen Leuten helfen sollte, die Riffe auch langfristig zu nutzen, ohne sie zu zerstören, steht ausser Frage. Ein solcher Helfer wurde im Artikel schon erwähnt.
    Deshalb sehe ich im Punkto Naturschutz eher einen Bonus auf der Aquarianerseite. Der Artikel geht aber mit der Einstellung, "wir sind die Gutmenschen, ihr seid die Bösen" die Sache an, und das würde ich so nicht hinnehmen wollen. Deshalb: Kein Verständnis für so einen Quatsch auf Bildzeitungs-Niveau. Wie man die Zeitung mit den 4 Buchstaben verteufeln und sich dann auf gleiches Niveau begeben kann, bleibt mir ein Rätsel.

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (7. Dezember 2005 um 11:40)

  • Hallo!

    Tatsächlich: Diese oder vergleichbare Diskussionen zum Thema „Quo vadis Meerwasseraquaristik“ gab es schon öfter hier. Und mit welchem Ergebnis? Da gibt es Leute, die über ihr Hobby (oder auch Beruf) und ihre Verantwortlichkeit für diese Welt zumindest nachdenken und – wenn auch vorsichtig – Missstände einräumen. Die andere Fraktion wischt das eher beiseite, zieht negative Tatsachenfeststellungen einfach in Zweifel und wertet Kritiker als selbsternannte (muss man denn dazu ernannt werden?) oder militante Naturschützer ab. Ich habe noch nicht beobachtet, dass es zwischen den Fraktionen einen echten Wechsel gegeben hätte – jeder beharrt im besten Fall auf seiner Meinung, im schlimmsten Fall beschimpft er die anderen, wobei eher die „Naturschutzfraktion“ nieder gemacht wird. Das geht sogar so weit, dass jemand, der sich um artenschutzrechtlich sauberes Handeln bemüht, nicht beraten sondern angegriffen wird. Aber hat es je zu einer wirklich ernsthaften Diskussion mit entsprechenden Konsequenzen geführt? Nein (darum kommen die Diskussionen – berechtigterweise - auch ständig wieder). Augen zu und durch, das ist bei vielen nach wie vor offensichtlich die Devise. Dabei würde es gerade dem größten deutschsprachigen Meerwasserforum sehr gut zu Gesicht stehen, auch in dieser Hinsicht Flagge zu zeigen und mit gutem Beispiel innovativ voraus zu gehen!!! Oder warum gibt es denn nicht mal in Sifi ein Tier- und Artenschutz-Symposium? Wäre das kein Zeichen nauch nach außen? So könnte man vielleicht einmal mitreden und auch steuernd eingreifen statt immer nur auf „die Naturschützer“ oder „die Bürokratie“ zu schimpfen. Woran liegt es, dass das nicht geschieht? Hat Greenpeace mit seiner Einschätzung vielleicht einfach recht? Zeigt so mancher Beitrag hier nicht, dass es - nicht bei allen aber doch bei vielen - genau so ist, wie bei Greenpeace beschrieben? Wird der Artikel vielleicht deshalb so verrissen, weil man sich darin persönlich wenig schmeichelhaft wiederfindet? Mag sein, dass sich Hälterungsbedingungen teilweise geändert haben – aber nicht bei jedem und einen grundlegenden Einstellungswandel bei den Haltern kann man jedenfalls in der Masse auch nicht erkennen. Es gibt einfach zu viele, die die Natur nur als verbrauchbares Konsumgut betrachten und zur eigenen Erbauung oder sogar zur Aufpäppelung ihres Egos nach dem Motto „Je seltener und interessanter das Tier – desto interessanter werde ich selbst“ auf Einkaufstour gehen. Und da die Konsumenten mit ihrer Wirtschaftsmacht die Existenz der Fisch- und Korallensammler in der Hand haben, bestimmt hier die Nachfrage nicht unwesentlich das Angebot.
    Der Greenpeace-Artikel mag alt sein – aber was ist denn wirklich falsch an ihm? Und destruktiv oder aquaristikfeindlich ist er nun wahrlich nicht! Wer das behauptet, der hat nicht die geringste Ahnung von der überwiegenden Einstellung anerkannter nationaler und internationaler Naturschutzverbände, denen in den Gesetzgebungsverfahren eine echte Beteiligtenstellung eingeräumt ist. Im zitierten Artikel werden doch nicht die Meerwasseraquaristik und ihre Betreiber in Bausch und Bogen verteufelt, sondern nur die unverantwortlichen Auswüchse! Dazu gibt es auch noch ganz konkrete Lösungsvorschläge, die sich keinesfalls in einer einfallslosen Generalverbotsforderung erschöpfen. Über diese Lösungsvorschläge könnte man ja zumindest einmal ernsthaft nachdenken, oder ist das bereits zu bedrohlich oder zu beschwerlich?. Aber nein! Lieber macht man die dahinter stehenden Leute (auch engagierte Meerwasseraquarianer!) lächerlich. Das löst aber nicht das Dilemma, in dem die Meerwasseraquaristik tatsächlich steckt. Auch der Ansatz „Meerwasseraquaristik ist halt einfach naturzerstörend – kann man nix machen – ist mir deshalb egal!“ ist alles andere als zielführend. Das ist nicht nur falsch, sondern liefert den totalen Abschaffungsbefürwortern auch noch beste Munition, weil sie das als Beleg für völlig unterentwickeltes Umwelt-, Rechts- und Problembewusstsein ins Feld führen können (und auch tun!). Da die Aquaristik-Kritiker keine Einsicht und Selbstbeschränkung der Aquarianer erkennen, wird logischerweise der Ruf nach gesetzlicher Regelung immer lauter. Das ist nicht verwunderlich und hat nichts mit dem Beschäftigungsdrang der Ministerialbürokratie zu tun, sondern eine ganz konsequente – von so manchem Aquarianer selbst verschuldete - Entwicklung. Warum wehren sich so viele vehement dagegen, dass die unbestreitbar bestehenden Probleme auch nur ernsthaft diskutiert werden? Schlechtes Gewissen? Problemverdrängung? Mangelndes Verantwortungsbewusstsein? Oder einfach die Angst, die eigenen Konsumwünsche nicht mehr völlig frei und bedenkenlos ausleben zu können? Ich weiß es nicht.

    Nur zur Klarstellung: Ich bin seit meiner Kindheit und nach wie vor begeisterter Aquarianer und halte auch die Meerwasseraquaristik trotz des unvermeidlichen Naturverbrauchs in geordneten Bahnen für vertretbar. Und ich bin überzeugt, dass eine nachhaltige = schonende Nutzung der Riffe ganz im Sinne des Riff- und Menschenschutzes ist! Nur dann, wenn die Riffe ein Einkommen sichern, ist ihr Fortbestand etwas „wert“ im wahrsten Sinne des Wortes. Auch gibt es nicht die nur gute oder nur die schlechte Aquaristik. Natürlich sterben auch bei den tier- und artenschutzsensiblen Haltern Tiere, sei es aus natürlichen Ursachen, sei es aus persönlichen Fehlern oder Missgeschicken. Aber es macht schon einen großen Unterschied, ob dahinter der Versuch steht, das Hobby so natur- und tierschonend wie möglich zu betreiben oder ob Verantwortungs- und Gedankenlosigkeit das Handeln bestimmt. Selbstredend gibt es auch beim Transport von Tieren z. B. für Daniel Knop oder Ellen Thaler Ausfälle. Aber die machen sich wenigstens Gedanken, ob und in welchem Umfang das vertretbar ist, wie man es verbessern könnte (z. B. durch Handels- oder Selbstbeschränkungen, Zertifizierung und/oder höhere Preise). Diese Leute arbeiten am dauerhaften Fortbestand der Meerwasseraquaristik und daran dass die Lieferantenländer nachhaltigen Nutzen aus ihrer Naturausstattung ziehen können, und nicht diejenigen, die nur mit dem Geldbeutel und einer „Haben-wollen-Mentalität“ herangehen.

    Vielleicht erlebe ich es ja noch, dass man sich hier wie selbstverständlich für Natur-, Tier- und Artenschutz einsetzen kann ohne befürchten zu müssen, gleich eins auf die Mütze zu bekommen. Es gibt erfreulicherweise schon eine ganze Reihe User hier, die sich um umweltverträgliche Meerwasseraquaristik - sei es zu Hälterungsbedingungen, sei es zu Nachzuchten oder auch zur Energiefrage – offensichtlich viel Gedanken machen. Das stimmt mich letztendlich doch wieder recht hoffnungsvoll. Bleibt nur zu hoffen, dass sie es eines Tages sind, die das Bild der Meerwasseraquaristik nach außen maßgeblich bestimmen.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo Wolfgang!

    Dein Artikel ist sehr lang geworden, ich will mich kurz fassen. Ich denke, daß seit dem zitierten Bericht sich in der MW Aquaristik viel geändert hat. Steinkorallen werden in großem Stil nachgezogen, und auch bei den Fischen hat sich sehr viel getan. Ich habe Zb. Doktoren, die haben schon über 20 Jahre bei mir Kost und Logis.Du schreibst von Preiserhöhungen, damit schaffst du aber nur eine Elite, wobei sich das elitäre aber nicht auf das Können bezieht, sondern nur auf das Geld. Ich habe noch die Zeit in Erinnerung wo in Deutschland ein Kaiser und Falterverbot galt, diese Fische waren zwar immer noch in Mengen erhältlich, aber nur viel teurer und unter dem Ladenpudel.Und sämtliche " ÖKO" Steuern sind allen mit einem Trommelfeuer von Umweltschutzargumenten vorbereitet worden. Ein Satz nur zur Wissenschaft, ich denke daß dort zwar für den Moment gültige Namen und Beschreibungen geliefert werden (die dann mit der nächsten Dissertation wieder geändert werden) aber zur artgerechten Haltung nur wenig gesagt wird. Es gibt nur wenige, die bei den Hälterungsbedingungen so up to Date und und sogar voraus sind wie zB. Jörg und Jens und einige andere. Solche Wissenschafter würde ich mir noch viel mehr wünschen, damit wäre den Tieren und der Meerwasseraquaristik mehr geholfen, als mit Verboten, Demonstrationen und irgendwelchen veralteten Artikeln.
    Ups, ist doch länger geworden.

    Gruß

    Aquarius

  • Hallo Wolfgang :smiling_face:
    Das mit dem Korallen legal machen hatten wir ja schon desöfteren und ich denke durch die Blume sprichst du mich in deinem doch sehr langen posting an. :smiling_face:
    Ich versuch dir jetzt nochmal meinen Standpunkt zuerklären, das du es vieleicht verstehst und zuküftig das nicht mehr anspielen musst. :winking_face:
    Ich hab sehr lange Zeit Terraristik als Hobby betrieben, hier ist es mit Artenschutz, Meldepflicht, Genehmigungspflicht noch viel härte. Ich hab Jahre lang schön meine Tiere angemeldet, abgemeldet, mir Haltegehmigungen erkämpft. Hab brav Buch geführt usw. War also ein Vorbild in Sachen Artenschutz einhalten. Hab dann auch erfolgreich nachgezüchtet was ja sicher auch dir gefällt. Sogar mit dem Zoo Frankfurt hatte ich ein Zuchtprogramm angefangen, aber dann leider wieder aufgehört, Gründe dafür würde jetzt zulang werden.
    Was ich damit sagen will ist, das ich sehr gut weiß was man für einen Stress mit Ämtern/Behörden haben kann.
    Das hab ich damals geschrieben und davor gewahrnt, weil ich eben genau weiß was da abgehen kann. Besonders die Verschiedenheit der Ämteransichten würden hier zu sehr grossen Problemen führen. Weiter will ich garnicht mehr darüber schreiben, vieleicht haben wir mal die Gelegenheit real darüber zureden, dann ist mehr Zeit :winking_face:
    Nun zu den Exoten :]
    Auch hier fühle ich mich von dir angesprochen. Aber ich frage dich, was ist falsch daran? Ich denke jeder weiß das ich wirklich alles versuche was in meiner Macht steht für die Tiere die ich halte das optimale in meinem beschränkten Möglichkeiten zumachen. Wenn das jeder macht und davon geh ich jetzt einfach mal aus, sollte doch eine Haltung "anderer" Tiere nichts im Wege stehn.
    Mag sein das du das alles etwas anderes siehst, doch meine Meinung ist halt so, ich kann mit deiner leben und du mußt halt das gleiche mit meiner.
    Übrigens wenn du nur bissal Ahnung hättest über Import, Verpackung usw würdest du nicht sagen das in dem Artikel keine Fehler sind.
    Gruß Frank

  • Hallo Wolfgang,

    wo kannst du das, was du schilderst, in dieser Diskussion erkennen?

    Mich begeistern Vorträge echt, wo immer die Haltung eines "unhaltbaren" Fisches vorgestellt wird, eingeleitet mit den Worten "den dürft´s blos net kaufa".

    Daniel Knop habe ich positiv erwähnt.

    Kennst du das bürokratische Monstrum "Bundesartenschutzgesetz". Danach dürfen auch Lehrer keinen Froschlaich mehr ins Klassenzimmer holen, um die Amphibien den Kindern näher zu bringen. Wer stattdessen auf einen Ausflug gezählt hat, sieht sich enttäuscht. Keine Zeit! Also die komplette Naturentfremdung der Schule. Ansonsten ist den meisten Kindern ein Nachmittag vor dem Computer lieber, ich kenn´s doch von meinen eigenen. Glaubst du, dass da gute Artenschützer heranwachsen?

    Eine ordnungsgemäße Landwirtschaft hingegen darf oder zumindest durfte die meiste Zeit fast alles.

    Also: Überlass nur etwas den Juristen, die regeln das schon so gut, wie man es sich noch nie vorstellen konnte! Vom grünen Tisch aus! Da spielen die guten Absichten von Greenpeace keine Rolle mehr.

    Du bist aber kein Jurist oder Ministerialbeamter, oder?

    Also was willst du haben? Die Selbstbezichtigungen die wir Deutschen nach dem Krieg so gut geübt haben?

    Im übrigen bin ich selbst seit Jahrzehnten Aktivist in zwei Naturschutzverbänden und nehme so oft als möglich an Biotoppflegemaßmahmen teil, frei nach dem Motto: Es gibt nichts gutes außer man tut es.

    Wogegen ich mich wehre, sind Entscheidungen in den reichen Industriestaaten über die Köpfe der betroffenen in den Entwicklungsländern hinweg. Die und deren Interessen werden in dem Artikel mit keinem Wort erwähnt.

    Im übrigen gab es schon öfter Vorträge von Mac, in Sindelfingen und auch in Lünen. Wenn sich da noch nicht viel getan hat, ist es aber sicher nicht so spannend, das bereits gesagte zu widerholen.

    Woran machst du also deine Kritik an dieser Diskussion fest? Irgendwie blockierst du die Diskussion genau auf die Weise, wie du es anderen vorwirfst.

    Also, sag nochmal was dazu, würde mich freuen!

    Hans-Werner

  • Hallöchen,

    Ich denke, es gibt immer zwei Seiten. Die einen sind die Aquarianer, die sich Fische nur der Dekoration wegen holen. Es gibt Leute, die kaufen sich Meerwasseraquarien, weil es gut aussieht; oder als Statussymbol, dafür dann eben auch recht seltene und entsprechend heikle Fische. Solche Leute sollten sich in der Tat ein anderes Hobby suchen, für die ist es natürlich zu schade, kein Zweifel.

    Aber was ist mit den anderen, dazu zähle ich auch die meisten hier im Forum, die Fische und andere niedere Tiere aus Interesse halten? Ich persönlich weiß, dass auch für mich Fische importiert werden und sterben müssen, und das ist kein schöner Gedanke. Aber es ist für mich einfach wahnsinnig spannend- für mich muss es kein besonders seltenes Tier sein, ich kann mich noch immer an Einsiedlerkrebsen, Glasrosen und Asterina-Sternchen erfreuen, einfach, weil meine Aquarien nicht dekorativ sein, sondern Lebensräume darstellen sollen. Und darum verbanne ich auch nicht strikt bestimmte Tiere.

    Es ist doch schließlich so, dass eine Menge Leute weit weniger von der Natur wüssten, gäbe es die Aquaristik nicht. Es gibt unzählige wunderschöne Tiere, die im Fernsehen nicht gezeigt werden, unzählige biologische Vorgänge, die man so gar nicht weiß- und es ist doch schön, wenn man beim Fernsehen in Dokumentationen plötzlich "alte Bekannte" sieht, etwa eine Dendronephtya oder eine Nemateleotris magnifica.

    Ausserdem finde ich dass einige Bereiche gar nicht behandelt werden, die ich auch irgendwie wichtig finde. Aquaristik bringt die Leute doch irgendwie zusammen, die merkwürdigsten und verschiedensten Leute finden plötzlich zueinander, weil sie über ein gemeinsames Thema fachsimpeln können- und im Übrigen ist die Aquaristik garantiert interessanter und sinnvoller als etwa andere Hobbys, ich jedenfalls könnte nicht so viel Zeit mit einer Modelleisenbahn verbringen.(Nichts gegen die Modelleisenbahner:D)

    Die heutige Jugend als Artenschützer halte ich für relativ hoffnungslos. Zumindest meiner Meinung nach kommen auf hundert vielleicht zwei, die sich ein wenig für sowas interessieren, der Rest hängt entweder vor dem PC oder betrunken in der Disco.

  • Hallo Wolfgang S.,

    Wer sich um Natur- und Artenschutz kümmert, erst Recht, wenn er sich wie Greenpeace professionell damit beschäftigt, muß sich in erster Linie mal informieren und ein Gesamtbild aufstellen.

    Nach diesem Gesamtbild sind die Verursacher von Riffschäden

    1. die lokale Bevölkerung,
    2. die globale Bevölkerung,
    3. die Touristen und als letztes
    4. die Aquarianer

    Dabei bietet gerade die Meerwasseraquaristik der lokalen Bevölkerung einen Anreiz, zum Umschwenken von dem bisherigen Raubbau zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung. Dazu die Zahlen von den Malediven aus dem Jahr 2000:

    1 kg Fisch für Aquarien 500 $, als Nahrung 6 $
    1 t Korallen für Aquarien 7.000 $, als Kalkstein 60 $
    1 kg LS für Aquarien ca. 3 $, als Baumaterial 2 Cent

    Aus Sicht der nachhaltigen Bewirtschaftung ist es auch durchaus begrüßenswert, daß immer noch viele Meerwassertiere relativ schnell sterben. Sonst wäre nämlich Deutschland, der immerhin drittgrößte Meerwasseraquaristik Markt der Welt, bei ca. 50.000 Meerwasseraquarianern schnell erschöpft. Und dies ist nicht im Interesse des Riffschutzes.

    Ich stimme Hans-Werner zu, daß das angebliche Interesse am Riffschutz aus den Industrieländern ungerechtfertigt ist und nur wieder dazu dient, eine neue Einnahmequelle der Entwicklungsländer zu schließen.

    Auch das Beispiel der Seepferdchen zeigt deutlich, daß mit den Meerwasseraquarianern nicht die Verursacher getroffen werden, sondern diejenigen, die einen wirtschaftlichen Ausweg bieten. So geht bislang der Fang für die obskuren asiatischen Gesundheitsmärkte weiter und die Seepferdchen Arten dahin. Ein "tolles" Ergebnis der Naturschützer.

    MfG
    Uwe

  • hallo,uwe

    auch wenn du in fast allen punkten recht hast sehe ich es etwas anders.

    solange sich in unserem hobby noch jeder für einen helden hält,dem es gelingt,ein kaum/sehr schwer zu haltendes tier über ein/zwei jahre am leben zu erhalten,wird uns das image der naturverbraucher erhalten bleiben,von den erfolglosen nachahmern gar nicht zu sprechen!

    ich spreche dabei ausdrücklich nicht von unserem sensiblen :grinning_squinting_face: chefauktionator, die tiere sind alle relativ leicht zu halten,nur ne platzfrage,und die ist meiner meinung nach in ordnung!

    es sollten auch durchaus weiterhin fachleute versuchen,die schwierigen tiere zu halten,um unser hobby weiterzubringe, aber es sind definitiv nicht alles spezialisten,die es versuchen(s.o.)

    :winkmbb

    mfg
    michael

  • Hi,

    Die "Fachleute" interessieren mich aber auch- nur weil jemand jahrelang ein paar Anemonenfische und Weichkorallen pflegt, ist er also Spezialist? Jeder muss doch irgendwann mit seltenen bzw. heiklen Tieren anfangen, man kann sich mit einer Caulastrea nicht das nötige Wissen für Haarsterne aneignen.

  • Zitat

    Original von Matthias
    .... fordern Experten wie Ellen Thaler, Verhaltensforscherin, ....

    Da muß ich aber augenwinkernd schmunzeln....

    war das nicht doch Frau Ellen Thaler, Verhaltensforscherin, die neben mir im Tierpark Bochum stand und es ihr bewundernt über die Lippen rutschte : .... oooooh.. ist das schön ......
    Der Grund ihrer Verzückung war ein ca. 1 bis 1,2 Meter langer Hai, der in einem viel zu kleinem und mit Korallen vollgestopftem 8-Eckbecken, wie blöd im Kreise schwamm...
    Ist schon einige Jahre her, ich meine das war auf dem 2. Lünen-Symphosium, vor vielen Jahren...
    Nun denn, heute arbeitet sie für die : ...Gegenseite....??


    Grüße ... Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

    2 Mal editiert, zuletzt von klaus Jansen (7. Dezember 2005 um 19:17)

  • @ klumpi:fach"mann ist man definitiv nicht mit 16j und deiner erfahrung,da meinte ich schon ehr don robert,und wie schwer der sich mit den sternen getan hat,kannst du ja nachlesen.bitte nicht böse sein,du bist theoretisch sicher gut drauf,aber zu den "fachleuten zähle ich dich nicht :frowning_face:

    @ aquarius

    fachleute sind für mich z.b.robert herr knop,frau thaler,öffentliche aquarien,......

    du und ich gehöhren auch nicht dazu :D,schade

    mfg
    michael

  • Hi,

    *Seufz* Ich meinte damit nicht mich, und deine Einstellung zu 16-jährigen kennen wir mittlerweile auch. Ich wollte damit eher darauf hinweisen dass jemand der sich Jahre mit der Haltung der Ottonormalfische beschäftigt nicht unbedingt mehr "Fachmann" ist und unbedingt schwere Tiere versuchen sollte als jemand, der sich seit zwei Jahren damit beschäftigt und sich Wissen anliest und auch aus den Erfahrungen und Fehlern der anderen lernt- das bezog ich nicht nur auf mich, sondern eben auf alle die soetwas versuchen.

    Dass Robert einer ist kann man wohl nicht bestreiten, ebenso würde ich eben auch einige andere dazuzählen; mich selbst bei weitem nicht.

    OT: Mich hätt mal interessiert was wohl passiert wäre wenn ich als Alter 32 angegeben hätte... :confused_face:

  • Hallo Leute!

    Erst mal finde ich es schon erfreulich, dass sich doch einige mit dem Thema wirklich intensiv auseinandersetzen. jetzt versuche ich mal der Reihe nach abzuarbeiten:

    @ Aquarius:
    Ja, es hat sich viel zum Positiven hin geändert. aber die zunehmende Verbreitung der Meerwasseraquaristik bei gleichzeitiger anderweitiger (noch wesentlich schlimmerer) Schädigung der Riffe hat den Fang- und Abbaudruck nicht verrringert. Da helfen wohl nur lokale Schutzmaßnahmen, Beschränkungen und regelnde Vorgaben. Aber das müssen in erster Linie die Länder und Leute vor Ort bewerkstelligen. Der erhöhte Preis ist nur ein Ansatz, der sicher - wie fast alles - 2 Seiten hat. Es geht aber nicht um die Schaffung von Eliten, nur wenn lebende Tiere "verramscht" werden, neigen halt doch viele dazu , sie als jederzeit ersetzbare Verbrauchsgüter zu betrachten. Das Beispiel der Kaiser und Falterfische trifft das Problem nicht, weil man damals nicht den Handel über den Preis steuern wollte, sondern der Handel an bestimmte Bedingungen geknüpft war. Es ist aber ein gutes Beispiel dafür, dass der massenhafte Rechtsbruch in aquaristischen Kreisen durchaus möglich ist. Und das wiederum wird von den Gegnern heute noch ausgeschlachtet :(.

    @ Frank:

    Nix durch die Blume! Ich hab doch kein Blümchen für dich :D. Ich hab nicht speziell an dich gedacht, sondern in Fraktionen, wobei ich dich aber eher der naturschutzkritischen zuordnen würde, oder? Gerade weil du den Stress mit den Behörden kennst, solltest du aber alles tun, dass der nicht auch in der Meerwasseraquaristik entsteht. Und ich glaube, wir können auf Dauer hobbyvernichtende Regelungen nur verhindern, wenn wir den Gegnern keine Ansatzpunkte, d. h. Argumente liefern. Da ist es aber falsch, sich wegzuducken und hoffen, es merkt keiner was. Nein, ich bin der Meinung (und spreche da aus privater und beruflicher Erfahrung mit Verbänden und Politikern), dass man in die Offensive gehen und so den Leuten den Wind aus den Segeln nehmen muss. D. h. unbestreitbare Probleme nicht einfach leugnen, sondern selbst an der Lösung mitgestalten. Das kann z. B. durch Aufklärung geschehen, aber dazu muss man mit den Leuten reden. Das kann auch dadurch geschehen, dass man "umweltfreundliche" Händler - auch wenn sie teuerer sind - bevorzugt und ihnen auch sagt, dass man das deshalb tut. Desweiteren kann man nach MAC-zertifizierten Tieren oder Nachzuchten immer wieder nachdrücklich fragen. Die Händler selbst, die größtes Interesse am freien Handel haben müssten, könnten auch von sich aus in die Richtung steuern, so dass man im Ernstfall auch etwas aufzuweisen hat. Der Möglichkeiten sind viele, aber verstecken sollten wir uns keinesfalls. Und gerade weil so viel vorwärts ging, müssen wir das auch nicht. Das gilt vor allem für Leute wie dich, die sowohl im behördlichen Artenschutzdschungel als auch in der Aquaristik große Erfahrungen haben. Solche Leute wie du wären in der Diskussion besonders wertvoll. Man wird aber nur auf dich hören, wenn du problembewußt und sachlich(!!!!) mitdiskutierst und nicht in eine reine Abwehrhaltung gehst.
    Kurz zu den Exoten: Damit hab ich dich nun gar nicht gemeint. Wie schon anderenorts ausdrücklich betont, halte ich dich, nach allem was ich von dir weiß, nicht für einen derjenige verantwortungslosen Tierverbraucher, um die es hier geht.

    Zum Import: Ich weiß nicht, was sich da in den letzten 2 Jahren groß geändert hat. Aber bis dahin hab ich öfter einem Großhändler beim Auspacken von Sendungen aus aller Welt geholfen. Also ein wenig Ahnung hab ich da schon auch.. :wink

    So, die anderen kommen in einem weiteren Post dran, sonst wird es wieder zu lang :smiling_face:

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Zitat

    Original von Klumpi
    OT: Mich hätt mal interessiert was wohl passiert wäre wenn ich als Alter 32 angegeben hätte... :confused_face:

    einfache antwort:man hätte dich durchschaut :grinning_squinting_face:

    ich hab nichts gegen16jährige,hab vermutlich in dem alter noch mehr bockmist gemacht und hatte vor kurzem mit meinen beiden kindern noch mal den spaß.aber da ich das jetzt 3x hinter mir habe,ist meine meinung glaub ich nicht ganz falsch :winking_face:

    darum rate ich dir ja auch von deinem becken ab,und ich bin glaub ich nicht der einzige.das ist aber ganz sicher nicht böse gemeint.

    mfg
    michael

  • Hi,

    Nur mal so eine Anmerkung von mir: Ich halte von diesen Tierschutzorganisationen recht wenig; obs nun PETA, Greenpeace oder noch irgendwelche anderen sind.

    Ein besonders nettes Beispiel ist PETA mit dem blinden Aktionismus: Zum Schutz des Tiers sollten wir doch bitte alle Veganer werden, wer Fleisch braucht kann sich "Käpt´n Tofus Fischstäbchen"(Kein Witz, die existieren wirklich) und Soyakäse kaufen. Im übrigen sollten wir auch unsere Tiere wie Hunde und Katzen vegan ernähren, was für ein Raubtier natürlich völlig artgerecht ist :confused_face:
    Dann noch nette Videos über Versuchslabore, Pelzfarmen und dergleichen. Irgendwelche fanatische Mitglieder dringen ein und filmen die Missstände, und stellen sie dann ins Internet- wie sinnvoll, man weiß nun, wie schlecht es dort zugeht, die veröffentlichen aber die Adresse des Betriebes nicht, sodass man nichts dagegen tun kann- und warum? Man könnte dann auch den Namen der Einbrecher ermitteln... Das ist mal echt sinnvoll.
    Von Befreiungsaktionen durch die irgendwelche eingeschleppten Tiere unsere heimische Fauna verdrängen spreche ich erst gar nicht.

    Die Mitglieder solcher Organisationen meinen es zwar gut, aber in erster Linie geben die viel Geld für Hetzkampanien und blinden Aktionismus aus; und zwar in erster Linie für Tiere mit Knopfaugen und Fell. Darum bin ich nur im örtlichen Tierschutzverein Mitglied, wir haben gegen das neue Gewerbegebiet demonstriert(und nachgewiesen dass hier Bergmolche leben) und führen das Tierheim, wenn ich hier helfe weiß ich wenigstens was ich tue.

    Und letztlich ist dieser Artikel auch nur eine Hetzkampanie- da wird doch gerade demonstrativ gezeigt, dass die Aquaristen nur wegwerfen, indem es so dargestellt wird, als dass es einem Aquarianer egal ist ob ein Tier stirbt- mir zumindest und einigen anderen hier ist es das aber nicht.

    EDIT: Natürlich die Antwort nicht bemerkt während ich getippt hab.

    Also: Ich mach mittlerweile seit 6 Jahren Bockmist, angefangen mit der Nachzucht von Stabschrecken über Vogelspinnen bis zur Aufzucht von kleinen Skorpionen(das war ungewollt, das Weibchen warf auf einmal), Aquaristik seit vier Jahren und zumindest im Süßwasser auch bisher erfolgreich. Meeresaquaristik seit anderthalb Jahren, da bin ich allmählich der Meinung mich etwas trauen zu können- aber das ist sicher ansichtssache; und sollte es nicht klappen könnt ihr mir immer noch in den Hintern treten. Ich mein, es bringt mir nichts jetzt ein schönes buntes Steinkorallenbecken einzurichten, um Erfahrungen zu sammeln, wenn mich das einfach nicht interessiert. Ebenso interessieren mich ja auch die einfachsten Tiere, ich liebe Glasrosen und Aktinien...

    Immerhin könnt ihr mir dankbar sein, dass ich mein Wochenende nicht betrunken in der Disco verbringe, wie diverse Alterskollegen.

    Einmal editiert, zuletzt von Jannes Freiberg (7. Dezember 2005 um 19:41)

  • Hallo Hans-Werner!
    wo kannst du das, was du schilderst, in dieser Diskussion erkennen?

    Nun ja, das ist ja nicht die erste Diskussion zum Thema und wenn du die Beiträge genau durchliest, wirst du sicher die beiden Fraktionen, von denen ich sprach, wiederfinden.

    Daniel Knop habe ich positiv erwähnt.

    Ja, ich kann mich auch mit vielem aus deinen Beiträgen identifizieren.

    Kennst du das bürokratische Monstrum "Bundesartenschutzgesetz".

    Sehr gut! Beruflich und privat ;). Ich kenne darüber hinaus auch die Grundlagen aus dem Artenschutzabkommen und dem einschlägigen EU-Recht sowie die Ausführungsverordnungen. Hab sie hier neben mir liegen. Noch Fragen :D?


    Danach dürfen auch Lehrer keinen Froschlaich mehr ins Klassenzimmer holen, um die Amphibien den Kindern näher zu bringen. Wer stattdessen auf einen Ausflug gezählt hat, sieht sich enttäuscht. Keine Zeit! Also die komplette Naturentfremdung der Schule. Ansonsten ist den meisten Kindern ein Nachmittag vor dem Computer lieber, ich kenn´s doch von meinen eigenen. Glaubst du, dass da gute Artenschützer heranwachsen?

    Habe eine Frau, die ist Lehrerin und macht Schulausflüge zum Teich, wenn es sein muss zum eigenen. Dort gibt es Frösche, Kröten, Berg- und Teichmolche... Im Übrigen aber gebe ich dir was die Jugend betrifft vollkommen recht! Ein paar positive Gegenbeispiele kenn ich aber schon.

    Eine ordnungsgemäße Landwirtschaft hingegen darf oder zumindest durfte die meiste Zeit fast alles.

    Tja, die alles bewegende Frage ist seit vielen Jahren: Was ist "ordnungsgemäß"?

    Also: Überlass nur etwas den Juristen, die regeln das schon so gut, wie man es sich noch nie vorstellen konnte! Vom grünen Tisch aus! Da spielen die guten Absichten von Greenpeace keine Rolle mehr.

    Du bist aber kein Jurist oder Ministerialbeamter, oder?

    Doch, sonst wäre ich nicht Richter :grinning_squinting_face: :wink. Und früher war ich tatsächlich in einer Oberen Naturschutzbehörde tätig und habe dort so schöne Dinge gemacht wie Naturschutzgebietsausweisungen, Nationalparkverordnung und Artenschutz. Zudem war ich auch speziell im Gewässerschutz tätig. Ich hoffe, du redest noch mit mir :D!

    Also was willst du haben? Die Selbstbezichtigungen die wir Deutschen nach dem Krieg so gut geübt haben?

    Die Frage ist aber nicht ernst gemeint, oder?

    Im übrigen bin ich selbst seit Jahrzehnten Aktivist in zwei Naturschutzverbänden und nehme so oft als möglich an Biotoppflegemaßmahmen teil, frei nach dem Motto: Es gibt nichts gutes außer man tut es.

    Find ich uneingeschränkt gut!

    Wogegen ich mich wehre, sind Entscheidungen in den reichen Industriestaaten über die Köpfe der betroffenen in den Entwicklungsländern hinweg. Die und deren Interessen werden in dem Artikel mit keinem Wort erwähnt.

    Oh, dann hast du was überlesen oder es ging in der Fülle des Beitrags unter! Ich habe mehrfach auf die Bedeutung der nachhaltigen Nutzung zum Einkommenserwerb in den Herkunftsländern hingewiesen! Also da sind wir auch einer Meinung. Ich halte das für die Menschen dort und für die Riffe gleichermaßen für existenziell wichtig!

    Im übrigen gab es schon öfter Vorträge von Mac, in Sindelfingen und auch in Lünen. Wenn sich da noch nicht viel getan hat, ist es aber sicher nicht so spannend, das bereits gesagte zu widerholen.

    Dann sollten wir das Problembewußtsein schärfen und es spannend machen!

    Woran machst du also deine Kritik an dieser Diskussion fest? Irgendwie blockierst du die Diskussion genau auf die Weise, wie du es anderen vorwirfst.

    Also das Echo auf meinen Beitrag sagt mir, dass ich da nix blockiere =)!

    Schönen Gruß und danke für deinen Beitrag!

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang S (7. Dezember 2005 um 19:49)

  • Hallo Uwe!

    Hallo Wolfgang S.,

    Wer sich um Natur- und Artenschutz kümmert, erst Recht, wenn er sich wie Greenpeace professionell damit beschäftigt, muß sich in erster Linie mal informieren und ein Gesamtbild aufstellen.

    Wer sagt dir, dass sie das nicht tun?

    Nach diesem Gesamtbild sind die Verursacher von Riffschäden

    1. die lokale Bevölkerung,
    2. die globale Bevölkerung,
    3. die Touristen und als letztes
    4. die Aquarianer

    Dabei bietet gerade die Meerwasseraquaristik der lokalen Bevölkerung einen Anreiz, zum Umschwenken von dem bisherigen Raubbau zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung. Dazu die Zahlen von den Malediven aus dem Jahr 2000:

    1 kg Fisch für Aquarien 500 $, als Nahrung 6 $
    1 t Korallen für Aquarien 7.000 $, als Kalkstein 60 $
    1 kg LS für Aquarien ca. 3 $, als Baumaterial 2 Cent

    Aus Sicht der nachhaltigen Bewirtschaftung ist es auch durchaus begrüßenswert, daß immer noch viele Meerwassertiere relativ schnell sterben. Sonst wäre nämlich Deutschland, der immerhin drittgrößte Meerwasseraquaristik Markt der Welt, bei ca. 50.000 Meerwasseraquarianern schnell erschöpft. Und dies ist nicht im Interesse des Riffschutzes.

    Aus der Sicht einer nachhaltigen Bewirtschaftung ist das aber wohl zu kurz gedacht. Denn wenn der letzte Fisch in Deutschland ist, kommt am Riff nix mehr nach. Nachhaltig meint doch nicht, möglichst schnell möglichst viel zu verbrauchen, sondern möglichst grundlagendschonend dosiert zu entnehmen, so dass auch für künftige Generationen noch was bleibt. Zur Notwendigkeit einer nachhaltigen Bewirtschaftung auch für die Aquaristik habe ich mich auch geäußert.

    Ich stimme Hans-Werner zu, daß das angebliche Interesse am Riffschutz aus den Industrieländern ungerechtfertigt ist und nur wieder dazu dient, eine neue Einnahmequelle der Entwicklungsländer zu schließen.

    Na, ganz so schlimm kolonialistisch sehe ich das nicht. Alle Menschen sollten ein vitales Interesse an der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen haben, egal wo diese sind und wem sie "gehören". Und ich würde jetzt auch Greenpeace keine unlauteren Motive unterstellen - zumindest in dem Fall nicht :D.

    Auch das Beispiel der Seepferdchen zeigt deutlich, daß mit den Meerwasseraquarianern nicht die Verursacher getroffen werden, sondern diejenigen, die einen wirtschaftlichen Ausweg bieten. So geht bislang der Fang für die obskuren asiatischen Gesundheitsmärkte weiter und die Seepferdchen Arten dahin. Ein "tolles" Ergebnis der Naturschützer.

    Ja, da gebe ich dir recht. Es ist noch viel schlimmer. Durch die zusätzliche Meldepflicht in Deutschland werden passionierte Züchter zum Aufgeben gebracht. Absolut kontraproduktiv. Ich hab mich auch schon an das Bundesumweltministerium gewand, aber es kam nichts zurück. Ich werde es bei der neuen Mannschaft noch mal versuchen mit einem Vorschlag unter dem Stichwort "Entbürokratisierung", das ist im Augenblick so modern :). Da gibt es übrigens mehr engagierte Leute, die auf dieser Ebene arbeiten. Aber es sind halt noch viel zu wenige, um von der Politik wirklich wahrgenommen zu werden. Das müssen wir ändern!

    Schönen Gruß und auch dir danke!

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • hallo,wolfgang,

    nicht deine argumente,aber dein vorgehen und deine seitenlangen posts bestätigen eigentlich meine zweifel an der deutschen bürokratie. ............Editiert von KS
    :winkmbb

    mfg
    michael

  • Hallo Wolfgang
    Nach den Erfahrungen die ich und viele die ich kenne mit Ämtern gesammelt haben, finde ich es schon besser sich zuducken und die Klappe zuhalten, als mich dauernt rechtfertigen zumüssen. Wie schon geschrieben bei Reptilien halte ich eine Meldepflicht (Anmeldung/Abmeldung) für sinnvoll. Bei Korallen würde das ins Bodenlose gehen. Wie will man über jeden Korallenableger (Bruchstück) Buch führen?
    Desweiteren sind sich die Ämter ja eh nicht einig. Schonmal versucht in Berlin einen Grosswaran anzumelden? :face_with_tongue: Jemand der bei mir NZ gekauft hat, hat das versucht. Nach endlosen Telefonaten konnte ich die Amtstante davon überzeugen die Beschlagnahmung aufzuheben. :face_with_rolling_eyes: Zum Glück war es bei uns nicht ganz so hart und ich konnte nach 2 Kontrollen mein Hobby so ausführen wie ich es für richtig gehalten habe. Könnte dir da etliches an Beispielen geben. :winking_face: Auch haben mirdamals die 350DM die sie mir für eine Genehmigung zur Haltung gefährlicher Tiere abgeknöpft haben sehr weh getan.
    Ich weiß ja nicht wo du ausgepackt hast, ich kann dir aber sagen das bei uns von 200 Fischen 195 lebend ankommen und diese Fische "genug" Wasser haben, zumindest mehr als in dem Bericht geschrieben. Auch sind sie keine 48Std. unterwegs.
    Ich bin keines Falls gegen Tierschutz, aber man sollte wenn dann bei den grossen Problemen anfangen,Umweltverschmutzung, Überfischung (nicht für die Aquas) Raubbau durch Strassenbau, Tourismus usw usw Ich denke hier werden viel schlimmere Schäden verursacht.
    Jeder verantwortungsvolle Aquarianer sollte sich über beide Seiten im klaren sein, eine Seite ist das Leben, die andere der Tot.
    mbb
    Ich denke du unterschätzt Aquarius :wink Zumindest sehe ich ihn schon als Fachmann,da er um vieles älter ist, das Hobby schon sehr sehr lange macht und dadurch über einen sehr grosses Erfahrungswissen verfügt. Vieleicht glaubst du ja das man das an der Beitragszahl in einem Forum erkennt, aber glaubs mir ganz so ist es nicht :winking_face:
    Gruß Frank

    Einmal editiert, zuletzt von Frank Mohr (7. Dezember 2005 um 20:28)

  • [quote@mbb
    Ich denke du unterschätzt Aquarius :wink Zumindest sehe ich ihn schon als Fachmann,da er um vieles älter ist, das Hobby schon sehr sehr lange macht und dadurch über einen sehr grosses Erfahrungswissen verfügt. Vieleicht glaubst du ja das man das an der Beitragszahl in einem Forum erkennt, aber glaubs mir ganz so ist es nicht :winking_face:
    Gruß Frank[/quote]

    mag sein,er stand halt unglücklich zwischen den posts und,sorry,unter aquarius kann ich mir nichts vorstellen.da ich aber wenige wirkliche spezialisten kenne,hab ich mir wohl falscherweise erlaubt,ihn in meine argumentation mit einzubeziehen ,daher,sorry

    mfg
    michael

  • Ach ja nochwas zu MAC Fischen und höheren Preisen.
    Ich weiß ja nicht wo die ganzen Leute immer sind die höhere Preise bezahlen würden. :face_with_tongue:
    Ich hab beides versucht, normale Importe und MAC, auser das die Fische viel teurer waren konnt ich keinen Unterschied bemerken. Die haben genauso Pünktchen bekommen und es sind nicht wenige aber auch nicht mehr gestorben. Aber einen Unterschied gab es, z.B Chelmon der normal so 42-45 Euro kostet, kostete dann 50-55 Euro das ergebnis war das jeder Kunde kopfschüttelnt den Laden verlies. :face_with_rolling_eyes:
    Auch wenn jetzt hier plalabbert wir "ich würd mehr bezahlen" oder ähnliches, sorry aber erzählt das eurer Oma die glaubt das vieleicht, ich nicht! :wink
    Gruß Frank

  • Zitat

    Original von longo
    Ich denke man muss sich als Meerwasseraquarianer einfach darüber im klaren sein, das man mit seinem Hobby nicht gerade zum Naturschutz beiträgt.
    Dabei ist es völlig irrelevant ob ich meine Tiere gut und artgerecht halte oder vernachlässige.

    Hallo Stephan,

    ich muß dir da Energisch widersprechen. Weißt was Frank am Wochenende in einem langen Gespräch sagte? "Terraristik ist = Nachzucht". Und so sehe ich es im Bereich Aquaristik genauso, und Nachzucht bedeutet auch Arterhalt und Arterhalt ist Naturschutz.

    Mit solchen Aussagen und Ansichten stellst du Explizit betrachtet auch all diejenigen die sich mit der Nachzucht wirklich Mühe geben egal um welches Tier es sich handelt als Unnütz da.

    Absolut Unverständlich solche Aussagen *Kopfschüttel*

    Du kannst auch nicht alle gewissenhaften Hobbyisten mit in den selben Topf werfen zu all denen die vielleicht nicht das beste Licht auf unser Hobby werfen. Ich verdonnere dich doch auch nicht zur Nachzucht!

    Grüße Thilo

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