Kritischer Wodka-Artikel auf reefkeeping.com

  • Ok, werde ich machen.
    Möchte aber betonen dass ich dann nur der Zusammenfasser/Übersetzter bin. Nicht dass der Überbringer der schlechten Nachricht mit dem Autor gleichgesetzt wird 8o.
    Bis später,
    Martin

  • Eric Borneman hat folgenden Artikel für reefkeeping.com verfasst:
    http://reefkeeping.com/issues/2004-11/eb/feature/index.htm

    Es geht hier um eine Kritik an der Wokamethode, speziell um Kritik am Artikel von Michael Mrutzek und Joerg Kokott in „Der Meerwasseraquarianer“, 2004.

    Im folgenden eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, wobei ich festhalten will dass ich
    a) im Gegensatz zu E. Borneman und zu den kritisierten Autoren (M.M. und J.K.) kein Speziealist für Wasserchemie, Riffökologie, Korallen etc. bin und
    b) von Robert Baur gebeten wurde, diese deutsche Zusammenfassung zu schreiben, aber mich damit nicht auf eine bestimmte Seite in der Diskussion stellen möchte

    Zusammenfassung Teil I

    Einführung:

    Der Autor betont dass, nur weil eine Reihe von Entwicklungen in der Riffaquaristik aus Europa kommen, dort nicht automatisch die besseren Aquarianer oder die besseren Fachzeitschriften anzutreffen seien und dass in Europa, genauso wie in den USA, eine Reihe von Zeitschriftenartikeln besser nie publiziert worden wäre. Wörtlich: „Nur weil in Europa Brot, Käse und Architektur besser sind, heisst das nicht das dort die allwissenden Riffaquaristikexperten sind“...

    Soweit erst mal um die Gemüter anzuheizen, in den nächsten beiden Teilen der Zusammenfassung geht’s um die Kritik an den Methoden und an der Disussion im Meerwasseraquarianer-Artikel.

    Ich muss jetzt aber erst mal meine kleine Tochter aus der Badewanne holen...

    Grüsse,

    Martin

  • Eric Borneman hat folgenden Artikel für reefkeeping.com verfasst:
    http://reefkeeping.com/issues/2004-11/eb/feature/index.htm

    Es geht hier um eine Kritik an der Wokamethode, speziell um Kritik am Artikel von Michael Mrutzek und Joerg Kokott in „Der Meerwasseraquarianer“, 2004.

    Im folgenden eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, wobei ich festhalten will dass ich
    a) im Gegensatz zu E. Borneman und zu den kritisierten Autoren (M.M. und J.K.) kein Speziealist für Wasserchemie, Riffökologie, Korallen etc. bin und
    b) von Robert Baur gebeten wurde, diese deutsche Zusammenfassung zu schreiben, aber mich damit nicht auf eine bestimmte Seite in der Diskussion stellen möchte

    Zusammenfassung Teil II

    Methodenkritik

    Der im Meerwasseraquarianer beschriebene Versuch der Wodkazufuhr sei an einem einzigen Becken, ohne Kontrollgruppe erfolgt (Kontrollaquarien ohne Wodkazufuhr), nicht mehrfach repliziert worden, und entsprechend nicht statistisch auswertbar. Durch die kontinuierlich ansteigende Wodka-Dosis während des Experiments könne kein Dosis-Wirkungs-Effekt bestimmt werden. Zusätzliche Daten für die Wodkabehandlung/Experiment [das Wort Experiment dabei vom Autor immer in Anführungszeichen gesetzt] seien durch Wodkadosierung in anderen Aquarien, unter noch weniger kontrollierten Bedingungen, gewonnen worden.

    Mehr später.

    Grüsse,

    Martin

  • Eric Borneman hat folgenden Artikel für reefkeeping.com verfasst:
    http://reefkeeping.com/issues/2004-11/eb/feature/index.htm
    Es geht hier um eine Kritik an der Wokamethode, speziell um Kritik am Artikel von Michael Mrutzek und Joerg Kokott in „Der Meerwasseraquarianer“, 2004.
    Im folgenden eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, wobei ich festhalten will dass ich
    a) im Gegensatz zu E. Borneman und zu den kritisierten Autoren (M.M. und J.K.) kein Speziealist für Wasserchemie, Riffökologie, Korallen etc. bin und
    b) von Robert Baur gebeten wurde, diese deutsche Zusammenfassung zu schreiben, aber mich damit nicht auf eine bestimmte Seite in der Diskussion stellen möchte

    Zusammenfassung Teil III

    Inhaltliche Kritik, in Stichworten

    Die beschrieben Bakterienblüte nach Wodkadosierung sei niemals als solche identifiziert worden, und könnte, wenn es sich tatsächlich um eine solche handeln würde, ein für die Aquarienbewohner tödliches Problem werden.
    Es könnte sich bei der Trübung auch um Kohlenstoffausfällungen handeln.

    Es gäbe keine eindeutigen Beweise dass hohe Nitratlevel das Korallenwachstum behindern, vielmehr würden unterschiedliche Untersuchungen zu divergierenden Ergebnissen kommen. Dasselbe gelte für die Phosphatkonzentration.

    Die Behauptung der Autoren, dass Denitrifizierung nur in tiefen DSBs und tief im Lebendgestein passieren würde und dass deshalb im normalen Riffbecken die Denitrifizierungskapazität nicht ausreichend sei, sei bestenfalls spekulativ. Untersuchungen würden darauf hinweisen dass Denitrifizierung im aerob-anaeroben Grenzbereich stattfinden würde und nicht eines anoxischen Milieus Bedarf.
    In der wiss. Literatur sei Denitrifizierung auch durch Pflanzen (u.a. einzellige Algen), Pilze, und auch durch Bakterien auf der Korallenoberfläche beschrieben. Die Tatsache dass so viele, auch unerfahrene Aquarianer in den USA nicht nachweisbare Konzentrationen von NO3 und PO4 haben zeige dass Denitrifizierung eine wichtigere Rolle als angenommen spielt und dass das Problem übermässiger Nährstofflevel weniger bedeutend sei als von den Autoren angenommen.
    Der Prozess der Denitrifizierung sei stickstoff-, aber nicht kohlenstofflimitiert. Im Aquarium mit regem Gasaustausch, evt. Zufuhr von Kalkwasser oder anderen Additivien würde aber keine Kohlenstofflimitierung auftreten.
    Wenn wirklich eine Kohlenstofflimitierung das Problem sei, warum dann Wodka und nicht Zucker, und warum nicht einfach mehr Korallen, die ja kohlenstoffreichen Schleim sezernieren würden. Abgesehen davon würde die Korallen durch ihr Wachstum ja selbst Stickstoff verbrauchen (Er benutzt, wohl nicht ganz im Ernst, den Begriff "Korallenfilter").

    Im weiteren Abschnitten seines Artikels geht Borneman auf die Bedeutung von deep sand beds ein (die für ihn ein Garant stabiler Riffaquarien sind), betont dass sein Aquarium keineswegs unterbesetzt sei (und trotzdem niedrige Stickstoff- und Phosphatkonzentrationen aufweise), und die beste Methode bei Wasserproblemen großzügiger Wasserwechsel sei, den er aber nicht regelmässig durchführe müsse.
    E. Borneman: “Removing functional natural processes and replacing them with experimental methods and apparatus seems to me like a bad idea. It didn't work very well in the 80s [als in den USA vereinzelt auch schon Wodka dosiert wurde (!) und ansonsten alle möglichen Filter ausprobiert wurden], and I don't think it will work well today, either.”

    Grüsse,

    Martin

    Einmal editiert, zuletzt von Martin Kornacker (7. November 2004 um 11:43)

  • Hallo,

    irgendwie nicht ganz von der Hand zu weisen, die Kritik und die Anregungen von Bornemann. Ich glaube auch nicht, dass er das mit dem Korallenfilter nicht ernst gemeint hat. Ich würde eher sagen, das war das ernsteste von allen Statements. Korallen brauchen beim Wachstum Nährstoffe, die sie aus dem Wasser holen, also sind sie so eine Art Filter - richtig.

    Was noch zu überprüfen wäre - Ein Deep Sand Bed funktioniert nicht nur annähernd technikfrei sondern vielleicht auch ohne tiefen Sand :D. Wäre chemisch vielleicht ein wenig wackelig, so ganz ohne Puffer für Nährstoffe usw., aber probieren sollte man´s :). Müssen es wirklich 10 cm und mehr sein um die paar Nährstoffe zu recyceln?
    Dann hat das System gar keinen Namen mehr - "System ohne alles" sozusagen :D!

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Dann hat das System gar keinen Namen mehr - "System ohne alles" sozusagen :D!

    hi hans-werner,

    wird bestimmt bald von tm zur markt reife gebracht. :grinning_squinting_face:

    melde schon mal das patent an :face_with_rolling_eyes:

  • Hi Joe,

    was heißt zur Marktreife gebracht ?(? Verkaufe mal ein "System ohne alles" :D!

    Grüße

    Hans-Werner

  • Auf englisch:

    "systemless system" or "nothing is more" ??

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo

    Ich will einer Antwort von Jörg oder Michael nicht vorweggreifen, ausserdem haben die beiden die Vodka Methode entwickelt und nicht ich, aber das was das bei Reefkeeping online (RO) passiert ist einfach unter aller Sau.
    Diese Sache zieht sich dort schon länger, und es ist einiges passiert was mich zu der Überzeugung gelangen lässt, dort niemals auch nur einen Artikel einzureichen.
    RO hat den Anspruch, fast schon nach wissenschaftlichen Standards an die Auswahl von Artikeln zu gehen. So weit so gut. Nur leider gibt es bei wissenschaftlichen Journalen Regeln für gutes redaktionelles Verhalten. Dieses ist hier in mehreren Punkten eklatant gebrochen worden.
    In richtigen Journalen wäre so etwas mit der fristlosen Entlassung des Chief-Editors verbunden.

    Wenn einige Leute diesem Forum Mafia-artige Strukturen unterstellen, mit denen bestimmte Meinungen unterdrückt werden, dann wird Reefkeeping Online in Palermo verwaltet (alle Sizilianer bitte ich schon mal im Voraus um Vergebung..)

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hai Jens,

    kein problem, dann spammen wir einfach deren forum voll :grinning_squinting_face:

    DeutscheMWA gegen Ami-MWA, das wird heiter :D:D:D

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo Martin

    Erst mal Danke dir für die Mühe des übersetzens und einstellen der Zusammenfassung.

    @jens: ja ja ich habe da auch einiges läuten gehört. Aber seit einigen Jahren nun merkt man immer wieder, und das sogar mehr bei uns als dort, das eine Einflussnahme bei manchen Sachen immer möglich sein wird.

    Aber wie auch immer es liegt ja nun ein wenig mit an Jörg und Michael darauf einzugehen.. Ich bin ebenso wie du nicht der Erfinder, dennoch sind meine Erfahrungen bisher damit in Ordnung.

    Ich denke das man nur davon lernen kann und zieht seine Lehren daraus.

    Ein wenig Polemik hört man schon aus dem Beitrag von Eric Bornemann heraus und das schadet so einem Artikel eher weil man ihn dann vielleicht nicht mehr ganz so ernst nimmt.

  • Hallo IP

    Da wo bei uns vielleicht mal 130 online sind, dort sind es dann 1500 :smiling_face:

    Abgesehen davon es gibt Leute die gerade im Amiland über zusammenkrachende Becken bei DSB klagen aber das war ja shimek nicht bornemann.


    Zitat

    Original von iP
    Hai Jens,
    kein problem, dann spammen wir einfach deren forum voll :grinning_squinting_face:
    DeutscheMWA gegen Ami-MWA, das wird heiter :D:D:D

  • Zitat

    Original von iP
    Hai Jens,

    kein problem, dann spammen wir einfach deren forum voll :grinning_squinting_face:

    DeutscheMWA gegen Ami-MWA, das wird heiter :D:D:D

    Hi iP

    Vergiss es, das Forum ist recht gut, es ist das Magazin das mir gegen den Strich geht. Da hilft nur eines: Ignorieren und Artikel in anderen Journals publizieren.
    Wenn die merken, dass die interessanten Artikel aus Europa nicht bei denen auf dem Tisch landen, dann fangen sie evtl. mal an zu denken. Allerdings habe ich bei Borneman so meine Zweifel, der Kerl kommt aus Texas, und selbst wenn man nicht von einem Exemplar auf die Masse schliessen kann, in diesem Fall ist da schon was dran. Ich hatte vor einiger Zeit die Gelegenheit mir diesen tollen Staat mal etwas anzuschauen, hat mir so gut gefallen dass ich eine feste Stelle mit sehr guter Bezahlung und zusätzlicher Gastprofessur abgelehnt habe..

    Grüße

    Jens

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  • Zitat

    Original von Robert Baur
    Hallo IP

    Da wo bei uns vielleicht mal 130 online sind, dort sind es dann 1500 :smiling_face:

    ----> Ich denke da an ein erlesenes "querolanten-team" á la Frank Mohr, Michael Riedeltyp, und weiteren "alltagsterroristen" :D:D:D

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Zitat

    Original von Jens Kallmeyer
    Ich hatte vor einiger Zeit die Gelegenheit mir diesen tollen Staat mal etwas anzuschauen, hat mir so gut gefallen dass ich eine feste Stelle mit sehr guter Bezahlung und zusätzlicher Gastprofessur abgelehnt habe..

    Grüße

    Jens

    ----> Na das scheint ja echt der knüller dort zu sein :D:]

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Zitat

    Original von Jens Kallmeyer
    SNIP.... der Kerl kommt aus Texas, und selbst wenn man nicht von einem Exemplar auf die Masse schliessen kann, in diesem Fall ist da schon was dran
    ....SNIP

    Hey....George W Bush kommt auch aus Texas... :confused_face: :st:

    und das, was ich hier von meinen US-Kollegen über die Texaner höre, passt ziemlich genau ins Bild.....

  • Zitat

    Original von Ilja Maeckel
    [

    und das, was ich hier von meinen US-Kollegen über die Texaner höre, passt ziemlich genau ins Bild.....

    Die kann echt keiner leiden, als ich die Stelle in Rhode Island annahm und denen von meiner Absage in Texas (und den Gründen dafür) erzählte, da fingen die nur gehässig an zu lachen. Kommentar: Schade, die Stelle in Texas hättest Du besser mal angenommen, nach einem Jahr hätten wir Dir ein Angebot gemacht und Du wärst für die Hälfte des Geldes zu uns gewechselt nur um da weg zu kommen

    Geniesse Boston!!

    Jens

    PS: Wenn Du abends Spass haben willst, da gab es damals einen Club "Axis" oder so, der war echt nett und nicht ganz so langweilig und spiessig wie die anderen Amidissen

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo zusammen,

    wenn ich von der Masse auf Bornemann schließen müßte, wäre das, was er geschrieben hat, ein patriotischer Akt, aber das gehört eher ins Unterhaltungsforum.

    Ehrlich: ich finde den Artikel in Teilen nachvollziehbar. Beim Berliner System weiss ich noch weniger, ob das, was ich reingebe, drin bleibt oder in der einen oder anderen Form wieder raus kommt.

    Allerdings ist mir der Artikel, eigentlich ja schon der zweite fast gleichen Inhalts, zu einseitig auf die Vorteile von DSB aus. Vielleicht sollte ich das DSB erst einmal selbst probieren, um dann genauso begeistert wie Eric zu sein.

    So besonders gut nachvollzogen, wie Bornemann tut, ist das DSB glaube ich auch nicht. Ist das DSB z. B. eine Quelle oder ein Sink für Eisen und andere Spurenelemente? Es gab da mal einen Artikel zu der Löslichkeit von Spurenelementsulfiden, der den Eindruck erweckte, es wäre eher ein Sink.

    Was ich am Bornemann-Artikel überhaupt nicht verstehe: Wieso soll es durch den Wodka zu Kalkfällungen kommen? Der Wodka erhöht doch KH/Alkalinität nicht, führt also nicht zu einer verstärkten Kalkübersättigung. Auch stehen weder Ethanol noch Essigsäure noch CO2 als Abbauprodukte im Verdacht die Kalkübersättigung zu begünstigen, eher das Gegenteil ist der Fall. Wieso sollte also die Bakterienblüte eine Kalkfällung gewesen sein? Es könnte allenfalls noch eine Einzeller-(Dinoflagellaten-)Blüte gewesen sein, denn die könnten sich heterotroph von den Bakterien und Nährstoffen ernährt haben.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans Werner


    Nun ist halt die Frage wieso so ein Artikel " abgelehnt" wird.

    ich finde er ist sehr emotional geschrieben worden :smiling_face:

    Was aber ne Riesensauerei ist das über einen nichtveröffentlichen Artikel
    so geschrieben wird.
    Das steht Bornemann nun überhaupt nicht gut
    Das man als Autor nicht mal darüber informiert wird ist dann schlicht weg ne Sauerei.
    Mag sein das es einige mit dem Wodka nicht in den Kram passt
    aber ich persönlich finde es schon lächerlich wie manche nun den Alkohol verteufeln ( ob sie das zuhause auch tun ??? :-))) )
    Wenn eine solche Diskussion über ein bestimmtes Produkt stattfindet das prinzipiell auch nicht anders funzt dann wird ein Riesen Radau gemacht.

    Ich finde es schon mehr als nur peinlich das diese Diskussion von den meisten auch hier in D nur unter dem Aspekt geführt wird das Ihnen der Wodka etwas wegnehmen könnten.


    Den Eindruck habe ich bei Bornemann nun ebenfalls gewonnen

    Schade eigentlich

  • Mit sachlichen Gründen und der Sorge um die Tiere lassen sich die harsche, teils unter die Gürtellinie gehende Kritik, die sich die Autoren bzw. der Artikel und die Methode seit Veröffentlichung anhören mussten, nicht erklären.

    Dem neutralen Beobachter, der die Geschichte von Anfang an verfolgt hat, wird deutlich, dass es hier um klare wirtschaftliche Revierkämpfe geht. In einer Grauzone wie der Riffaquaristik, in der klare wissenschaftliche Beweise von keinem der Beteiligten erbracht werden können, weil es eben keine sterilen, genormten Lebewesen gibt, bleibt vieles Spekulation. Wäre es anders, hätten die Gegner der Methode ja zwischenzeitlich genug Möglichkeiten gehabt, ihren Standpunkt fundiert zu vertreten. Dazu kommt dann auch noch das Ego und der gern gepflegte Nimbus des Alchemisten, der seine sorgsam gehüteten Geheimnisse und damit seinen Profit schwinden sieht...

    Mittlerweile sind ja ausreichend praktische Erfahrungen über die Methode gesammelt worden, positive wie negative - die ja auch keinesfalls verschwiegen werden - und so kann sich jeder ernsthafte Aquarianer selbst ein Bild machen und eine eigene Entscheidung ohne Emotionen treffen.

    Über das Benehmen gewisser Leute hier und in den USA lohnt es sich wirklich nicht, Gedanken zu machen...ich halte es hier mit dem guten alten Spruch
    "was stört's die deutsche Eiche, wenn sich eine Sau an ihr reibt"...

  • Hallo Claude, hallo zusammen,

    woher soll ich wissen, woher weisst du, dass es hier um einen unveröffentlichten Artikel geht. Ich bin davon ausgegangen, dass ein mittlerweile fast ein Jahr alter Artikel irgendwie ins Englische übersetzt wurde. Stand das hier schon in dem Thread, oder wie?

    Wenn ich mir mal anschaue welch seltsamen Argumente die vielbeachtete Shimek-Reihe "in the water" bringt, würde ich sagen, manche lehnen sich um der lieben Profilierung willen ziemlich weit aus dem Fenster. Obwohl doch nicht wenigen diese Reihe bekannt war, wurde sie hier kaum kritisiert.

    Mal abgesehen davon, dass es in dem Artikel auch um Germans und Europeans geht und die Germans in USA derzeit nicht gut angesehen sind und in Texas sicher noch viel schlechter, finde ich in dem Artikel relativ wenig unsachliche Argumente, aber vielleicht kann mir da jemand helfen.

    Mal abgesehen von der Kalksache, die das ganze in chemischer Hinsicht etwas fragwürdig macht, kann ich die Argumente ganz gut nachvollziehen, im Gegensatz zu der Shimek-Reihe, die so komische Sachen gleich in Serie produziert. Die Quintessenz des Artikels ist doch: Warum kompliziert, wenn´s auch einfach geht. Viel mehr wird da doch gar nicht gesagt.

    Das ganze ist übrigens meine persönliche Ansicht. "System ohne alles" läßt sich nun mal schlecht verkaufen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Jens Kallmeyer

    RO hat den Anspruch, fast schon nach wissenschaftlichen Standards an die Auswahl von Artikeln zu gehen. So weit so gut. Nur leider gibt es bei wissenschaftlichen Journalen Regeln für gutes redaktionelles Verhalten. Dieses ist hier in mehreren Punkten eklatant gebrochen worden.
    In richtigen Journalen wäre so etwas mit der fristlosen Entlassung des Chief-Editors verbunden.
    Jens

    Hallo Jens,

    irgendwie passt das nicht zusammen?? Bornemann muss ganz schön beleidigt gewesen sein, als er den Artikel geschrieben hat. Leider habe ich noch nicht die Zeit gefunden, den Artikel zu lesen. Aber was ich hier so lese, dann zweifele ich an dem wissenschaftlichen Anspruch von RO oder Bornemann. Er hätte den Artikel objektiv schreiben müssen. Ebenso ist persönliche Kritik bzw. persönliche Anspielungen ist bei einer wissenschaftlichen Abhandlung fehl am Platz.

    Gruß,
    Christian

  • Zitat

    Original von Chriss


    Hallo Jens,

    irgendwie passt das nicht zusammen?? Bornemann muss ganz schön beleidigt gewesen sein, als er den Artikel geschrieben hat. Leider habe ich noch nicht die Zeit gefunden, den Artikel zu lesen. Aber was ich hier so lese, dann zweifele ich an dem wissenschaftlichen Anspruch von RO oder Bornemann. Er hätte den Artikel objektiv schreiben müssen. Ebenso ist persönliche Kritik bzw. persönliche Anspielungen ist bei einer wissenschaftlichen Abhandlung fehl am Platz.

    Gruß,
    Christian

    Hallo Christian et al.

    Natürlich hast Du Recht, RO ist KEIN wissenschaftliches Journal, gar keine Frage. Aber es ist meines Wissens das einzige Journal, welches eine Form von Review Prozess hat, bei dem mehrere Autoren die eingereichten Manuskripte gegenlesen und Empfehlungen und Kommentare abgeben.

    Was Borneman da abgeliefert hat spottet jeder Beschreibung, das ist weder Wissenschaft, noch Populärwissenschaft, sondern ein persönlicher Angriff gegen Jörg und Michael und den Rest des Meeresaquarianer im alten Europa.
    Borneman zitiert viele Arbeiten, die ich sehr gut kenne, da sie von meinem Doktorvater oder Kollegen vom MPI verfasst wurden. Leider hat er sie nicht verstanden, nicht mal im Ansatz.

    In den USA ist bisher KEIN einziger Artikel über Wodka erschienen, es zirkulierte eine Babelfisch Übersetzung vom ersten Artikel, die ist eher schlecht als recht. Jörg und Michael haben einen zweiten Artikel verfasst, in dem auch auf die inzwischen gesammelten Erfahrungen eingegangen wird. Dieses Manuskript wurde in Englisch abgefasst und bei Reefkeeping online eingereicht. Eine Kopie dieses Manuskripts liegt mir vor, da Jörg mich gebeten hatte ihn noch mal durchzuschauen. Reefkeeping online lehnte eine Veröffentlichung ab, da der Artikel von den Redakteuren bzw. den anonym bleibenden Reviewern als nicht veröffentlichungswürdig eingestuft wurde. Selbst auf mehrfaches Nachfragen wurden Jörg allerdings nicht die Kommentare der Reviewer ausgehändigt, was eigentlich eine völlig normale Prozedur ist, auf jeden Fall im wissenschaftlichen Bereich.
    Wäre dann nichts weiter passiert, dann wäre es noch irgendwie OK gewesen, schlechter Stil von RO, aber egal.
    Um eines klarzustellen, ein eingereichtes Manuskript MUSS unter allen Umständen von allen Beteiligten als vertraulich behandelt werden, da es sich um geistiges Eigentum des Verfassers handelt.
    Und nun kommt der Hammer: Einer der Redakteure von RO veröffentlicht kurz nach der Ablehnung einen eigenen Artikel, in dem er wortwörtlich aus dem abgelehnten Manuskript zitiert! Es handelt sich hier um einen eklatanten Fall von Raub geistigen Eigentums.

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

    Einmal editiert, zuletzt von Jens Kallmeyer (9. November 2004 um 09:51)

  • Also müssen wir militärisch gegen die texaner vorgehen ;):D:]

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hi iP,
    gute Idee. Wir können ihnen aber auch heimlich Caulerpas in den Golf kippen. Dann kriegen sie die (Algen) Pest. :tongue:

    RS

  • Zitat

    Original von iP
    Also müssen wir militärisch gegen die texaner vorgehen ;):D:]

    Hi

    Vergiss es, wenn die Band der Texanischen Vorzeige Universität schon so aussieht, dann willst Du nicht wissen wie militaristisch der Rest ist
    http://www.aggiecorps.org/home/band/

    An der Uni rennen auch 10 % der Studis im Alltag so rum. Die Fummel sehen echt so aus wie die, die 1945 hier in Deutschland ganz schnell aus der Mode kamen.

    Grüße

    jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Dann versuchen wirs mit der (algen-) pest :grinning_squinting_face:

    @ RS: ich spende 3 kilo cau-lepra! :D:D:D


    Mal im ernst: was interessiert es euch wenn die oberschlauen da drüben so nen dreck schreiben? Das geht mich soviel an wie wenn ein sack reis in china umfällt. Wir haben genug personen hier bei denen es gefunzt hat. Wenn die das nicht glauben ists ihr ding. Kann uns doch im endeffekt wurscht sein?

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo Jens, hallo zusammen,

    wenn alle die gleichen Töne anschlagen, dann ist das Chorgesang aber keine Diskussion und wir sind doch kein Gesangsverein, oder? :grinning_squinting_face:

    Also, ich warte immer noch, dass mir jemand die persönlichen Beleidigungen und Tiefschläge zeigt.

    Wenn Bornemann über einen Artikel schwadroniert, der nicht veröffentlicht wurde, finde ich dass... sagen wir mal... ausgesprochen dämlich. Ich (als Bornemann) schreibe also über einen Artikel, den keiner kennt...tsss... kaum zu glauben!

    Aber Plagiat ist das noch nicht, lieber Jens, denn dazu müsste er behaupten der Wodka wäre in seiner Distille gebraut, aber davon distanziert er sich ja sehr weit.

    Als Autor würde ich es bei Advanced Aquarist probieren, ist eh´ das bessere Magazin und hat auch Shimek fleissig kontra gegeben. Auch der von Jörg wiederholt lobend erwähnte Dana Riddle schreibt dort. Vielleicht sind dort auch nicht so viele Texaner.
    Vorher würde ich mein Manuskript wasserdicht machen. Bornemann hat ja einige Anregungen geliefert. :winking_face:

    Grüße

    Hans-Werner

  • ich bin anfänger und hab sicher nicht die erfahrung wie ihr mit all den möglichen und unmöglichen systemen aber:

    warum regt ihr euch so über diesen artikel auf? hier hat jemand seine persönliche negative meinung über eine methode publiziert.

    aber auch amerikaner (sogar vielleicht manche texaner) haben jedoch noch eine eigene meinung bzw. gibt es welche, die selber experimentieren und die werden (vielleicht grad diesem artikel zum trotz) die wodka-methode ausprobieren. wenn sie so gut ist wie wir/ihr/europa (*g) glauben, wird sie auch drüben den ihr angemessenen erfolg bekommen.

    und vielleicht finden die ja den einen oder anderen punkt der bei uns noch nicht so gut in den griff zu bekommen ist bzw. noch nicht so genau erforscht wurde (algenblüte,...)

    ich finde, dass gerade negative kritik in der wissenschaft viel bewegen kann - drum - laßt den netten herrn bornemann doch wettern soviel er will - es wurde noch keine geniale erfindung lange zeit aufgehalten - der erfolg stellt sich bei sowas von selbst ein.

    lg
    andi

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas Lesslhumer (9. November 2004 um 12:41)

  • Hi, alle zusammen. Ich denke, dass wir uns unseren Tieren widmen sollen. Wenn Herr Bornemann aus Texas meint, dass nur seine Methode funktioniert und die Ansätze aus Europa mist sind, soll er auf seiner Insel bleiben. Mit naturwissenschaftlichem Arbeiten hat sein Artikel überhaupt nichts zu tun und persönlche Angriffe machen die Arbeite von Michael und Jörg nicht kaputt. Ich finde es nur schade, dass auf Autoren rumgehackt wird, die versuchen unser Hobby voranzubringen. Deshalb sollte man sich aber nicht auf das selbe Niveau begeben wie Herr Bornemann und die sachliche Kritik aus dem Artikel ziehen um vieleicht daraus die Methode weiterzuentwickeln. Herr Balling hatt es vorgemacht und seine Methode sollte auch in den USA funktionieren.
    Steffen

  • Hallo,

    jetzt würde mich aber auch mal die Meinung der beiden angegriffenen Autoren interessieren!

    Grüsse,

    Martin

  • Zitat

    Original von iP
    Also müssen wir militärisch gegen die texaner vorgehen ;):D:]


    Und wohin stecken wir die ganzen Kriegsgefangenen :confused_face:

  • Hey Klaus

    wieso Kriegsgefangene :confused_face: :confused_face: :confused_face: die kosten doch nur ein haufen Geld

    MfG, Frank


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